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Schiffsdeck

Siera

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BeitragThema: Schiffsdeck   Fr 14 Dez 2012 - 22:05

Das Deck des Schiffes. Dieses sieht ganz normal aus, wie auf jedem anderen Marineschiff auch, bietet also viel Platz für die Besatzung, wie auch zusätzliche Fracht, die in andere Teile des Schiffes nicht mehr gepasst hat. Die meiste Zeit hält sich hier die Crew auf, schiebt Sachen herum oder macht irgendwelchen Blödsinn oder ähnliches.

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Siera

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Fr 14 Dez 2012 - 22:16

cf: Kajüte des Kapitäns

Damit hätte Siera nicht gerechnet. Solche depressiven Worte aus seinem Munde zu hören, auch wenn er sich nichts anmerken ließ, immer noch diesen harten, kalten, unfreundlichen Ton behielt, welchen er schon die ganze Zeit hegte. Doch irgendwas stimmte nicht, dies spürte sogar die Rothaarige, welche für solche Sachen gar kein Händchen pflegte, war sie doch wohl die asozialste Person, die es gab. Wobei.. nun war sie sich gar nicht mehr so sicher, schien der Kapitän sogar noch eine Nummer härter zu sein. Dennoch scheute sich die Kopfgeldjägerin nicht ihm näher zu kommen. Vielleicht würde er ja auftauen und sein wahres Ich entblößen? Denn da musste doch etwas in ihm schlummern.. irgendwo ein freundlicheres Wesen auf sie warten. So streckte sie zögerlich ihre Hand aus, nur um ihn leicht und sanft mit der Fingerspitze ihres Zeigefingers zu berühren. Sie hatte noch nicht einmal ihren Finger auf seiner Haut bewegt, da drehte er sich um, packte leicht ihr Handgelenk und bat sie aufzuhören, es nicht zu tun. Mit skeptisch hochgezogener Augenbraue sah sie in sein Gesicht, versuchte zu verstehen, rührte sich aber nicht und blieb ruhig, erstaunt von der plötzlich zärtlichen Art des Dunkelhaarigen. Denn natürlich spürte die junge Frau wie sein Daumen über ihr Handgelenk glitt, ehe er sie losließ. Die Augen zu Schlitzen verengt schaute sie ihn an, verstand sein ganzes Verhalten nicht, warf er doch nur immer mehr Fragen auf, die den Rotschopf beschäftigten. Normal sollte sie sich nicht dafür interessieren, doch so langsam weckte er echtes Interesse in ihr, beschäftigte ihre Gedanken. Schließlich ließ sie die Hand sinken, schüttelte nur leicht den Kopf, ehe sie auf seine Frage antwortete, um ein erneutes, freundliches Lächeln bemüht. Natürlich sollte er nicht bemerken, dass sie sich insgeheim den Kopf zermarterte. Er sollte nicht bemerken, dass sie nun verwirrt war und die ganze Show nicht verstand. So war wieder dieses freche Lächeln auf ihrem Gesicht, ehe sie sich umdrehte und zur Tür wanderte, jedoch seinen Namen vernahm, aber nicht genau verstand was jetzt sein Vor- und was sein Nachname war. Doch naja, Benimaru klang wahrscheinlicher, so schloss sie darauf, dass dies sein Name sein würde, sagte jedoch nichts, sondern lehnte sich gegen die Tür, während sie erneut einen Kommentar über ihre Lippen brachte, welcher ihn eigentlich hätte aus der Fassung bringen sollen. Nun ja, scheinbar bewirkte es aber nichts, nahm sein Gesicht nur wieder die alten, kühlen Gesichtszüge an, ehe er sie sanft, aber bestimmt, beiseite schob und die Tür öffnete um in seine Kajüte zu treten. Erst da antwortete er ihr. Gott, er war eine recht schwer zu knackende Nuss, blieb ruhig, kalt und erwiderte nur, dass es ihn nicht interessierte und es wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Doch.. er brauchte niemand? Verdammt, irgendwie waren sie sich ähnlich. Denn auch die junge Kopfgeldjägerin war schon seit einiger Zeit der Meinung, dass sie niemanden braucht, keine Freunde, keine Bekannten, keine Familie. Die Di Zanolla senkte nur den Blick, schluckte leise, ehe sie den Blick wieder hob und sich im Zimmer erneut umschaute und – ganz gegen ihre Natur – sogar mal die Klappe hielt und ihn sich in Ruhe anziehen ließ. Einige Bilder aus ihrer Vergangenheit blitzten in ihrem Kopf auf, ihre Familie, ihr Bruder, ihre alte Heimat, die harten Zeiten, die schönen Erinnerungen. Aber zum Glück hatte sie nicht viel Zeit sich diesen hinzugeben, klopfte es doch im nächsten Moment an der Tür. Sofort war die junge Frau wieder bei Sinnen, setzte erneut dieses falsche, freche Grinsen auf, ehe sie zu ihren Schwertern, wie auch ihrem Mantel eilte und beides wieder an ihrem Körper befestigte. Den schwarzen, zerfransten Mantel ließ sie offen, schob den Hut ein wenig höher, ehe sie die Arme vor der Brust verschränkte und den Blick auf die Tür richtete. Leider erkannte sie nicht allzu viel, stand doch Benimaru ziemlich im Weg, hatte er doch die Tür geöffnet. Aber auch so hätte sie nicht viel erkannt, nur ein durchnässtes, blaues Hemd, welches die Tür weitestgehend blockierte. Skeptisch bewegte sie sich langsam neben den Kapitän, blieb neben ihm stehen und blickte das Hemd an, ehe sie nach oben schaute und einen verdammt großen Mann erblickte. Die Überraschung stand ihr wohl deutlich ins Gesicht geschrieben und auch der Schwarzhaarige schien etwas überrumpelt und ehe er seine Frage zu Ende stellen konnte antwortete ein Matrose, welcher erklärte, dass er einfach aus dem Meer aufgetaucht war und scheinbar auch ein Kopfgeldjäger war. Missmutig schürzte die Di Zanolla die Lippen, bedeutete es doch, dass sie nun ihren Gewinn teilen müsste. Und das war etwas, was sie nicht akzeptieren konnte. Aber den Kapitän schien es wohl zu freuen, war doch so ein hässliches, schadenfreudiges Grinsen auf seinem Gesicht zu sehen, welches Siera zwar nur aus den Augenwinkeln wahrnahm, doch genügte es um sie leise zischen zu lassen. In diesem Moment hätte sie ihn zu gerne erschossen, auch wenn er sich vor wenigen Momenten noch ganz anders gegeben hatte. Mit funkelnden Augen und einem entschlossenen Grinsen, zog sie ihr rotes Schwert, nur um es in der Hand zu halten, während sie mit den Fingern der freien Hand sanft über die besondere Klinge strich. “Ich könnte ihn auch einfach töten.“ Überlegend strich sie weiter über die Klinge, ehe sie an der Spitze stoppte und mit ihrem Handschuh sanft über die scharfe Spitze glitt. “Sehe ich etwa so aus als würde ich meinen Verdienst teilen? Er ist sowieso nur ein Klotz am Bein, so groß wie er ist fallen wir sofort auf.“ Immer noch mit diesem Grinsen blickte sie zu Benimaru, ehe sie ihre Klinge fest packte und auf den Mann im blauen Hemd richtete. “Er ist ja sowieso nicht erwünscht... Du hast doch sicherlich nichts dagegen.“ Aber warum wartete sie überhaupt auf seine Antwort? Nun ja, es war sein Schiff und.. naja, irgendwie kein Grund. Dennoch wartete sie auf seine Antwort. Aber eigentlich war diese auch egal, hatte sie sich doch schon entschlossen, was sie mit dem Neuankömmling anfangen würde. Aber vielleicht wollte er ja auch noch etwas zu seiner Verteidigung sagen.. Nur zu gerne ließ sie ihm die Möglichkeit offen, blickte wieder zu diesem und lächelte nett, während immer noch das Schwert auf ihn gerichtet war.


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Rhys

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   So 16 Dez 2012 - 10:47

cf: Judgement – Kajüte des Kapitäns

Immerhin dauerte es nur wenige Momente bis sich die Tür endlich öffnete und Merik sich nicht mehr so sehr beobachtet fühlen musste, versuchten doch die Matrosen einen Blick auf ihren Captain zu erhaschen, was schwer fiel bei so viel Mensch, der im Weg rumstand. Bevor aber irgendwas anderes passierte fing der schwarzhaarige Mann an laut zu werden, wollte wohl seine Crew gründlich zusammenfalten... aber er bemerkte Merik, was nicht sonderlich verwunderlich war. Es dauerte einige Momente bis der Blick des Captains beim Gesicht des Hybriden angekommen war und auch wenn man nichts sah, sicherlich war er ein wenig verwundert, dass jemand so großes vor ihm stand. Offenbar musste der Mann erst einmal durchatmen und sich eine Zigarette gönnen, bevor hier irgendwas weitergehen würde. Den großen Blauhaarigen störte das nicht, er hatte von der Marine nicht wirklich erwartet, dass sie halbwegs schnell arbeiten würden. Ihm kam es ewig vor, bis das kleine Ding endlich angezündet war! Doch dann meldete sich der Captain wieder, offenbar doch wieder in der Realität angekommen und wollte gerade eine Frage stellen, als eines seiner Crewmitglieder höflicherweise in die Szene hineinplatzte.
Merik hingegen achtete weniger auf den Mann als auf die rothaarige Frau, die neben dem Captain auftauchte. “Jetzt bestellen die sich schon Bordsteinschwalben aufs Schiff... und für sowas will ich arbeiten...“ Leicht schüttelte er den Kopf, war aber gleichzeitig auch verwundert, warum die Frau Waffen trug... vielleicht irgendwelche moralisch grenzwertigen Angelegenheiten? Wobei... der Captain rauchte auch... jedenfalls keine Sache, über die Nhym nachdenken wollte, weshalb er kurz den Kopf schüttelte, um genau diese Gedanken zu verdrängen und sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Währenddessen hatte der Matrose irgendwas über Merik erzählt, das einzige was er bewusst wahrgenommen hatte war, dass er ein Kopfgeldjäger sei. “Kein Kopfgeldjäger, aber ja, wegen des Auftrags.“ korrigierte Nhym kurzerhand.
Komischerweise schien das den Captain zu freuen, fing der doch glatt an zu Lächeln. Nachwirkungen der Vergnügungen mit der Rothaarigen...? Er drehte sich zu der Frau und meinte, sie müsse sich das Kopfgeld teilen... “Keine Prostituierte, eine Kopfgeldjägerin! Das erklärt eeeiniges... naja nein, eigentlich nicht.“ Kurz weiteten sich die Augen des jungen Mannes, als ihm genau diese Erkenntnis kam, doch dann änderte sich seine gesamte Ausstrahlung, als die junge Dame ein Schwert zog und vor sich hin überlegte, ob sie ihn nicht einfach töten sollte. Sie fuhr mit ihren Fingern über die Klinge des Schwertes, beschwerte sich, dass sie ihren Verdienst nicht teilen würde und dass Nhym so oder so nur eine Last wäre, würde er doch auffallen. “Tut mir leid, ich wusste nicht, dass dieses Marineschiff für Piraten unsichtbar ist.“ Klar, ein übernatürlich großer Mann war für gejagte Piraten bestimmt auffälliger als ein Schiff voll mit Marinesoldaten. Aber selbst das störte ihn eher weniger, Merik war nie der Typ für heimliche Angriffe gewesen, und gegenüber grausamen Menschen sowieso nicht.
Die Rothaarige grinste etwas breiter zum Captain, bevor sie ihr Schwert auf Meriks Brust richtete, seinen Kopf erreichte sie von dort aus ja nicht wirklich. Sie legte einfach mal fest, dass er nicht erwünscht sei und ging davon aus, dass der Captain nichts dagegen hätte. Merik grinste nur kurz und ging einen kleinen Schritt zurück, nur um, ohne die Tür und die beiden Personen aus den Augen zu lassen, seinen Rucksack abzulegen. “Sollte nicht der Captain entscheiden, wie viel zusätzliches Personal nötig ist? Ich mein klar, wir können ruhig kämpfen, schlimmstenfalls sind wir beide danach am Ende und die arme Crew steht wieder allein da.“ erklärte Merik ruhig, während er mit seiner Hand versuchte sein Hemd auszuwringen. Das getan griff er leicht nach hinten unter seinen Umhang, beugte sich irgendwie nicht sehr in diese Richtung und rutschte mit seinen Händen in seine Kampfhandschuhe, die bis zu seinen Ellenbogen reichten und den gesamten Unterarm in Metall kleideten. Vorsichtig hob er die Hand, bewegte seine Finger kurz, um zu testen ob alles klappte, und sah dann wieder recht ausdruckslos zum Captain und der unfreundlichen Frau. Genug Reichweite war seiner Meinung nach zu der Frau, seinen Rucksack hob Merik auch wieder auf und hielt ihn in der rechten Hand... fliehen wollte er nicht, aber bereit sein. Er würde einfach noch den Moment abwarten, sodass der Schwarzhaarige überlegen konnte, was das Beste für ihn war. Schließlich wollte er ja zusätzliches Personal und nicht zwei angeschlagene Helfer, die ihn behindern würden.

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Yorushiki Benimaru

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   So 16 Dez 2012 - 13:58

Siera war ungewöhnlich Still für die Zeit, in der sich Benimaru umzog. Hatte er etwas falsches gesagt? Bis jetzt hatte sie eigentlich immer etwas zu sagen, egal wie abweisend und hart die Worte des Kapitän's auch waren. Was hatte sie also zum Schweigen bewegt? Was ging in ihrem Kopf vor? Der Schwarzhaarige warf einen kurzen Blick auf die Kopfgeldjägerin, wodurch er jedoch auch nicht schlauer wurde. Sie wirkte nachdenklich, verträumt. So wie er selbst, wenn seine Erinnerungen erweckt wurden. Was sie wohl so erlebt hatte? Ob sie diese freche, kokette Art nur benutzte, um ihre wahre Gestalt zu verbergen? Wer wusste das schon? Weiter darüber grübeln konnte Yorushiki nun nicht, da es Besuch gab. Der riesige Kerl vor seiner Kajüte wollte also am Auftrag teilnehmen, war nach eigenen Angaben aber kein Kopfgeldjäger? Natürlich war er einer. Was soll er sonst sein? Sobald man Geld von der Weltregierung erhielt gehört man entweder dazu oder man war Kopfgeldjäger, so einfach war die Erklärung. Außer natürlich, er würde aus freiwilligen Zwecken und vollkommen ohne Lohn arbeiten. Dann würde seine Beschreibung natürlich stimmen. "Du bist automatisch Kopfgeldjäger, wenn du den Auftrag annimmst ...", machte ihm der Kapitän nochmals klar. Siera fand den Zuwachs allerdings alles andere als erfreulich. Sie zog ihre rote Klinge und spielte sogleich mit dem Gedanken die Konkurrenz aus dem Weg zu räumen. Allerdings hatte der Große recht. Auffallen würden sie mit dem Marineschiff sowieso, weshalb es keine Rolle spielte, wie groß ihre Begleitung war. Dennoch war sie darauf bedacht, dem Blauhaarigen an die Kehle zu gehen. Der Riese versuchte indirekt darauf hinzuweisen, dass ein Kampf nur die Mission gefährden würde. Was sollte er mit zwei geschwächten Kopfgeldjägern in diesem Kampf anstellen? Diese Nummer hätte sicherlich bei einem Vernünftigen Kapitän auch etwas gebracht, aber Yorushiki war alles andere als Vernünftig. Siera hatte sich ihnen praktisch aufgezwungen, genauso wie der Blauhaarige jetzt. Das Oberkommando hatte zwar Kopfgeldjäger zu dieser Mission hinzu bestellt, aber hatte mal jemand den Anführer der Division gefragt, was er davon hält? Wenn es nach ihm ginge, konnten sich die Beiden auch in die Kajüte begeben und einen Tee trinken, während er diesen Piraten den Arsch aufriss. Den Tee müssten sie allerdings selber bezahlen. Auch die Crew schien nichts von gesundem Menschenverstand zu halten, weshalb es schon über das Deck schallte. "KÄMPFEN! KÄMPFEN! KÄMPFEN!!", brüllten die hungrigen Männer nach einem ordentlichen Kampf. Allerdings gab es da schon etwas, was Benimaru stören würde. Besser gesagt, waren es zwei Sachen. Ihm war unwohl dabei, wenn die Rothaarige sich in Gefahr begab. Außerdem würde ein Kampf auf seinem Schiff sicherlich nicht ohne Schaden ausgetragen werden. Die Judgement sollte gefälligst in einem Stück in Gray Island einlaufen. Die Kopfgeldjäger sahen Beide nicht gerade wie Anfänger aus und deshalb war es nur vorrausszusehen, dass hier einiges an Holz splittern würde. Der Riese trat schließlich ein paar Schritte zurück und griff hinter seinen Mantel, wo er sich zwei ellenbogenlange Handschuhe anzog, welche einen metallischen Glanz hatten. Wo bekam man so etwas her? Yorushiki warf einen kurzen Blick auf den Rotschopf, bevor seine Augen wieder auf dem Großen lagen. "Mir scheißegal was ihr macht ... macht das unter euch aus und lasst mich mit dem Mist in Ruhe ...", meinte der Schwarzhaarige, woraufhin die Crew schon jubelte und sich auf den spannenden Kampf freute. "... allerdings ...", unterbrach Yorushiki doch noch. "... nicht auf meinem Schiff. Wartet bis wir in Gray Island angekommen sind ... dort könnt ihr euch an Land wegen mir austoben wie ihr wollt ...", erklärte er erstmal seinen Standpunkt. So wäre der Kampf zumindest für die erste Zeit unterbunden, hoffte Yorushiki. Siera war wirklich rücksichtslos sich gleich so aggressiv an den Feind heranzuwagen. Selbstvertrauen war nichts schlechtes, aber vielleicht hätte sie den Feind erstmal ein bisschen studieren sollen, bevor sie ihn herausfordert. Genauso war es aber wohl bei dem Giganten. Auch er schien sich seines Sieges sicher. In den Augen des Kapitäns also Beides ziemliche Trottel. Übrigens war das Ziel nicht mehr weit. Auf dem endlosen, blauen Meer war bereits, wenn man genau schaute, ein kleiner, grauer Fleck zu entdecken. Nurnoch wenige Stunden, bis sie die Insel erreicht hätten.

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Siera

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   So 16 Dez 2012 - 17:25

Ahja. Der Neuankömmling war noch nicht einmal ein Kopfgeldjäger. Hatte Siera natürlich sofort bemerkt, sah er nicht gerade typisch danach aus. Und sie als Kopfgeldjägerin konnte wohl behaupten, dass sie einen erkennen würde, sobald sie einen sah. Vielleicht auch einfach nur pure Einbildung der rothaarigen Schönheit, doch ja, sie hatte es erkannt - oder so ähnlich. Da er scheinbar auch kein Angehöriger der Weltregierung oder Marine war, da er hier auf dem Schiff auch wie ein Neuling behandelt wurde, blieben natürlich nur zwei Sachen übrig: er war ein elendiger Pirat oder ein fraktionsloser Einzelgänger auf der Suche nach etwas Geld. Dafür boten sich diese Aufträge ja besonders gut an, da die Entlohnung oftmals sehr hoch war, weswegen die junge Di Zanolla auch sofort zugesagt hatte. Aber mit diesem Hund teilen.. nur über ihre Leiche. Sogleich zückte sie ihr Schwert, richtete es mit einigen überlegenden Worten auf ihn, ohne auf Benimaru noch weiter zu achten. Aber nun ja, scheinbar wollte der Hüne keinen Kampf bestreiten, ging einige Schritte zurück, ehe er ihrer Aussage mit einem ruhigen, ironischen Kommentar entgegnete, welche sie nur noch wütender machte. Was dachte er eigentlich wer er ist? Kommt einfach an Bord des Schiffes, denkt, er könnte hier an dem Auftrag auch teilnehmen und wurde nun so frech? Kampfeslustig zuckten ihre Finger der freien Hand, während sie mit der anderen Fiamma, das rote Schwert, immer noch umklammert hielt, weiterhin auf den Fremden gerichtet. Kurz zog der Fremde seinen Rucksack ab, wohl darum bemüht Siera hin zu halten – natürlich bemerkte diese es, während sich ihre Lippen zu einem erwartungsvollen Grinsen verzogen, ließ sich aber die Worte des Mannes durch den Kopf gehen. Naja, nur kurz, nahm trotzdem nicht ihr Schwert runter, sondern ließ auch den Kapitän des Schiffes ausreden, welchem es scheinbar egal war, doch sorgte er sich um sein Schiff, was die junge Frau gut nachvollziehen konnte. Würde hier ein Kampf entbrennen, so würde vom Schiff wohl nur noch Kleinholz übrig bleiben – für alle Beteiligten nicht gerade vom Vorteil, vor allem, da der Rotschopf heil und trocken auf der Insel ankommen möchte. So gab sie nur ein leises Grummeln von sich, ehe sie zögerlich das Schwert zurück nahm und erneut in die Schwertscheide steckte, welche auf ihrem Rücken ruhte. Selbstgefällig die Arme vor der Brust verschränkt warf sie der Mannschaft einen vielsagenden Blick zu, damit sie verstummen würden, jetzt sofort auf der Stelle. Dann widmete sie sich wieder dem Großen mit den auffälligen Haaren und dem Mal im Gesicht. “Gut, warten wir bis wir auf der Insel angekommen sind. Jedoch würde ich es an deiner Stelle nicht auf einen Kampf anlegen sondern sofort wieder verschwinden.“ Wieder veränderte sich ihr Lächeln, wurden doch ihre Gesichtszüge härter, welche ihm Gegensatz zu ihrem nun weichen, netten Lächeln standen, während ihre Augen Funken zu sprühen schienen. Ja, sie war geladen, konnte es bis in ihre Fingerspitzen spüren und auch ihr Körper war auf einen Kampf eingestellt, den sie nun nicht bestreiten würde. So widmete sie sich schnellstens etwas Anderem, widmete sich wieder dem Kapitän der Mannschaft, nur um diesen kurz anzublicken. “Wie lange wird die Reise dorthin dauern?“ Vielleicht müsste sie sich nur wenige Minuten gedulden. Auch wenige Stunden wären okay, aber mehrere Tage würde sie wohl nicht überleben. So hoffte sie natürlich auf eine Antwort, welche die junge Dame zufrieden stellen würde. Denn sie dürstete nach Blut und der Neuankömmling würde nicht verschont werden, schließlich ging es dabei auch um ihr Geld. Aber vielleicht wäre es auch gar nicht so verkehrt ihn erst nach dem Kampf zu töten. Er würde die Drecksarbeit erledigen und dann würde sie ihn abstechen.. guter Plan, wirklich ein guter Plan. Erneut war ein breites Grinsen auf ihrem Gesicht zu sehen, ehe sie sich wegdrehte und zur Reling ging um aufs weite Meer zu schauen. Und da erblickte sie bereits einen grauen Punkt, welcher rasch näher kam. War dies ihr Ziel?



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Hizamaru

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   So 16 Dez 2012 - 18:13

cf West Blue - Offenes Meer

Nik wurde vom Mountain Mole mit einem Boot mitten auf dem Meer im Northblue abgesetzt. Langsam trieb er über das Wasser. Der Pirat war sichtilich von der Reise in den North Blue erschöpft zu dem nagten noch die Wunden vom Kampf gegen die Kannibalen an ihm, um sich etwas auszuruhen legte Nik sich ins Boot machte die Augen zu und schlief ein. Er träumte von seiner alten Crew, den White Strands, die schöne Zeit mit ihnen war herrlich die Schlägerei im La Bouche, der Kampf gegen die Kannibalen und der kleine Aufruhr. Das war jedoch alles vergangen zuerst verließ Lucy die Crew und dann er. Er fragte sich wie es wohl Hara und Jaco gehen würde. Das weiß er jedoch nicht er vermisste sie besonderst Lucy, da Nik schon irgendwie Gefühle für sie hatte aber sie sichtlich an Jaco interessiert war. Plötzlich stieß sein Boot gegen etwas hartes es machte "Rums" und Nik wurde etwas durchgeschüttelt. Er öffnete die Augen und sah sich um und bemerkte das er gegen ein Marineschiff gestoßen war Verfluchte Scheiße dachte sich Nik und versuchte so still wie möglich zu sein er vernahm Stimmen von Deck konnte jedoch kein Wort verstehen. Seine Neugierde zwang ihn dazu nachzuschauen wer da oben war, also packte er den Seesack mit dem Ganzen Fusel, seinen Wertgegenständen und seinen Klamotten schmiss diese über seinen Rücken befestigte seine Klingen an der Taille, verwandelte seine Arme in Klauen und fing an die Schiffswand hochzuklettern. Bevor er ganz auf das Deck stieg lugte er über die Reling um zuschauen wie viel Personen an Deck waren. Es waren Glücklicher Weise nur Drei aber das könnte auch schon wieder zu viel sein wenn sie stark waren aber Nik ging davon aus das sie kaum Stärker waren als er. Er zog sich mit einem Ruck auf das Deck setzte sich auf die Reling und sagte Hallo meine lieben Freunde ich werde euer Schiff karpern ihr habt doch nichts dagegen, oder? während er seine zwei Schwerter aus der Schwertscheide zog.

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Rhys

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Mi 19 Dez 2012 - 16:57

“Ich sehe das nachwievor anders.“ entgegnete Merik nur trocken, als der Kapitän des Schiffes meinte, man wär ein Kopfgeldjäger, sobald man diesen Auftrag annehmen würde. Der Hybride war anderer Meinung aus einem ganz einfachen Grund: darum. Es war ihm eigentlich ziemlich egal, was dieser Kapitän so von seiner ach so tollen Logik hielt oder sonst irgendwie... Merik interessierte das einfach nicht. Er war und ist kein Kopfgeldjäger, Punkt. Deshalb änderte sich seine Miene auch nicht sonderlich, als der Schwarzhaarige das sagte, immerhin ging das völlig an Nhym vorbei.
Was hingegen nicht an ihm vorbei ging, sondern direkt auf ihn zu, war die Rothaarige Hu... äh Kopfgeldjägerin, wie sich kurz darauf herausstellen würde. Sie bedrohte ihn sogar mit ihrem kleinen Schwert, dessen einzige Besonderheit rote Farbe zu sein schien. Die Frau wollte jedenfalls ihren Verdienst, so nannte sie es, nicht teilen. Wie auch immer, Merik äußerte ausnahmsweise mal einen recht nützlichen Kommentar, seiner Meinung nach war das für die Mission an sich sowieso ziemlich ungünstig jetzt schon zu kämpfen, aber der Kapitän durfte entscheiden. Vorsichtshalber bereitete sich der große Mann aber auf den Kampf vor und zog seine Kampfhandschuhe an, sterben stand schließlich nicht in seinem Terminplan. Die Crew war offenbar aber auch nicht von Intelligenz und Vernunft gesegnet, fingen sie doch allesamt wie auf Kommando an zu brüllen und die beiden mehr oder weniger Streitenden noch zu motivieren. Der Blauhaarige schüttelte aber nur den Kopf. “Gut, es ist die Marine, aber so schlimm? Ich hätte eigentlich erwartet, dass die ein bisschen weniger verrückt sind... naja.“ Enttäuscht war er nicht, aber es war doch interessant zu sehen, wie idiotisch sich die Marine doch aufführen konnte. Oder konnte man nur die Führungseben als Marine bezeichnen? Einen Moment lang schwelgte er in Gedanken, fiel ihm doch eine interessante Melodie ein, die ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte.
Nach einer beträchtlichen Bedenkzeit äußerte sich der Schwarzhaarige endlich. Passend zu Meriks neu gesetzten Erwartungen war es dem Mann völlig egal, Hauptsache sie würden ihn in Ruhe lassen. Diese Einstellung motivierte seine Crew nur noch mehr und ließ sie um einiges lauter brüllen, allerdings verbot er es auf seinem Schiff. Sie sollten warten, bis Alle festen Boden unter den Füßen hätten. Nhym nickte einfach nur, ihm war das eigentlich ziemlich egal, ein Kampf auf dem Schiff hätte ihm einen Vorteil gebracht, weil er jederzeit hätte fliehen können, aber die Frau schien nicht begeistert. Grummelnd ließ sie von Merik ab, zumindest für den Moment. Eine Aufgabe die nur wenige Frauen bis jetzt erledigen konnten! ... Jedenfalls steckte sie die Waffe weg, ungewöhnlicherweise war die passende Scheide auf ihrem Rücken, doch verschränkte sie die Arme und setzte diesen so typischen Blick auf, den Merik nur zu gut kannte. Erst mal darauf bedacht die Mannschaft zum Schweigen zu bringen, was mehr oder weniger gut klappte, wandte sie sich daraufhin dem Großen zu und warnte ihn. An seiner Stelle würde sie es nicht auf einen Kampf anlegen. “Hm. Du würdest also einen Kampf gegen dich selbst verlieren? Ist das nicht irgendwie blöd?“ meinte Nhym nur und legte den Kopf schief. Gut, ein bisschen legte er es darauf an sie zu provozieren, andererseits mochte er den Spruch nicht. Was sollte einem das schon großartig sagen? An deiner Stelle...es war so gut wie unmöglich an genau derselben Stelle wie eine andere Person zu stehen, wie konnte man das vergleichen? Und wieso sollte das in irgendeiner Weise ihrer Argumentation förderlich sein, wenn Merik bis jetzt nicht geflohen war, dann würde er vermutlich auch später nicht abhauen, einfach weil er keinen Grund sah. Man musste zugeben, sie hatte ein rotes Schwert! Das sollte jedem Respekt einflößen! ... nicht. Wenn es um solche Sachen ging war Merik eben ein wenig eigenartig, hatte sich aber schon so sehr daran gewöhnt, dass er die Provokation seinerseits nicht einmal mehr bemerkte.
Das zumindest etwas freundlichere Lächeln der Rothaarigen verschwand dann auch relativ zügig und wich einem ziemlich kalten Gesichtsausdruck, bei dem man nur mehr bemerken konnte, wie sauer sie war. Für Merik hatte das aber nur einen eindeutigen Grund: sein Shirt war inzwischen wieder trocken und man konnte die Muskeln nicht mehr hindurch erkennen. Das musste einfach der Grund sein! “Vielleicht sollte ich nochmal kurz schwimmen... naaah, muss nicht sein. Erst mal wieder trocken werden.“ Die Frau sah gut aus, aber es mangelte ihr an Respekt. Das konnte der junge Mann natürlich nicht einfach so belohnen. Sie schaffte es sogar ihren Blick von ihm zu lösen und sich dem Kapitän zuzuwenden, aber nur um ihn zu fragen, wie lange es denn noch dauern würde. Merik hoffte, dass es noch ein paar Stunden dauern würde... und er hoffte, dass es hier was Gutes zu essen gab. Wobei... das war hier natürlich ein Marineschiff. Was gab es bei denen eigentlich? Seinen Vater hatte ihm früher immer mal erzählt, dass die „Idioten von der Marine“, wie er sie immer nannte, kleine Kinder essen würden, weil sie so böse wären. Aber das war natürlich völliger Quatsch. Die Produktion so vieler Kinder würde viel zu lange dauern, um ein ganzes Schiff zu versorgen, geschweige denn eine ganze Flotte. Also vermutlich von gewöhnlicheren Dingen wie Brot... belegt mit Brot. Speisen für die Götter!
Die Rothaarige ging zur Reling, um auf das Meer zu sehen, Meriks Blick folgt ihr natürlich... aus offensichtlichen Gründen, nur ihr Mantel störte das ein wenig. Momente später fiel ihm dann aber auch etwas am Horizont auf. Vielleicht eine kleine Insel... oder ein gigantischer Seekönig! Eher nicht, die kamen nicht so weit raus in die Blues... schade eigentlich. Ewig her seit Merik einen zu Gesicht bekommen hat.
Aber es war ja immer noch nicht vorbei. Gerade als Merik dachte, dass alle Verrückten ihrer Arbeit nachgehen würden und er sich selbst auf einer Treppe an Deck niedergelassen hatte, vorsorglich die Handschuhe immer noch an seinen Armen, kletterte auch schon der nächste Psycho die Reling hoch, begrüßte alle und meinte er würde das Schiff jetzt kapern. Die Besatzung hatte seiner Meinung nach ja wohl nichts dagegen. Genervt seufzte der Blauhaarige und sah zu dem Kapitän. “Seid ihr immer so ein Magnet für seltsame Leute?“ Er ignorierte den Kerl, der da an Bord geklettert war, einfach, weil er ihm egal war. Klar könnte er das Schiff kapern, aber nicht alleine steuern. Aber mal ab von der logischen Seite, die Merik durchaus bewusst war, hatte er keine Lust sich auf den Typ zu konzentrieren. es gab ja eine viel ansehnlichere Aussicht auf der anderen Seite des Bootes.


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Yorushiki Benimaru

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Fr 21 Dez 2012 - 16:07

Der Kampf zwischen den Kopfgeldjägern konnte zum Glück noch einmal verhindert werden. Das Schiff hätte sicherlich nicht lange mitgemacht, wenn solche rücksichtslosen Gestalten sich hier drauf geprügelt hätten. Benimaru war aber auch aus einem anderen Grund über die Situation erleichtert. So musste er nicht zusehen, wie sich der Rotschopf in Gefahr begab. Er wusste nicht wieso, aber es bereitete ihm ein ungutes Gefühl, auch wenn er sie kaum kannte. Wenn sie fort wäre, könnte er sich vielleicht wieder im Alkohol ertränken und vergessen, dass er sie jemals gesehen hatte. Sie könnte Abenteuer erleben, sich verlieben, reich werden oder sterben, überall. Bloß nicht hier, vor seinen Augen ... nicht schonwieder. Natürlich wusste der Kapitän nichts über die Stärken und Schwächen der Kontrahenten. Die wunderhübsche Siera schien eine gute Schützin zu sein und das Schwert zeugte davon, dass sie wohl auch im Nahkampf bewandert war. Der riesige Typ hingegen schien ein voller Nahkämpfer zu sein, da er scheinbar keine Waffen bei sich trug. Allerdings war er den ganzen Weg bis hierher von einer Insel geschwommen, was von übermenschlicher Ausdauer zeugte. Es bewies aber auch, dass er kein Teufelsfrucht-Nutzer sein konnte. Diese waren bekanntlich wie Steine, wenn sie ins Wasser fielen. Der Blauhaarige bestand immernoch darauf, kein Kopfgeldjäger zu sein, was irgendwie schon fast niedlich war. Es stand auf dem Papier, sobald er offiziel sein Kopfgeld erhielt. Was wollte er dagegen tun? Weiter leugnen? Das wäre, als würde ein Pirat mit einem Kopfgeld behaupten, er hätte nichts verbrochen. Nur weil man etwas nicht akzeptieren wollte, bedeutete es nicht, dass es nicht stimmte. Wenn er kein Kopfgeldjäger sein wollte, sollte er gefälligst irgendwo eine anständige Arbeit suchen, anstatt auf Piratenjagd zu gehen.

Siera hatte derweil die Crew mit einem allessagenden Blick zum Schweigen gebracht. Reudige Bande von Kötern. Sie leckten der hübschen Dame bereits aus der Hand, wie brave Hündchen es nunmal machten. Widerlich. Nur weil sie die Hoffnung hatten, dass sie bei der Rothaarigen dadurch irgendwie ankommen würden. Bekanntlich mochten es einige Frauen sogar, wenn man ihnen so willenlos unterlag. Allerdings gehörte Yorushiki nicht zu dieser Art von Mann. Auch wenn die Kopfgeldjägerin eine Augenweide war, so würde er sich bestimmt nicht durch ihre weiblichen Reize beeinflussen lassen. Schöne Frauen gab es schließlich wie Sand am Meer. Die Rothaarige war sicherlich kein Unikat ... wobei ihre Haarpracht natürlich schon sehr außergewöhnlich war. Aber es gab bestimmt noch hunderte von Frauen mit rotem Haar dort draußen. Man begegnete ihnen vielleicht nicht auf anhieb, aber es gab sie! Was man allerdings nicht so oft fand, war wohl dieses Aussehen gemischt mit diesen Charakterzügen, die besonders anziehend auf den Schwarzhaarigen wirkten. Diese rebellische, freche Art, passte einfach zu sehr zu der Person aus seiner Erinnerung.
Obwohl der Kampf verhindert werden konnte, stachelten sich die Kopfgeldjäger weiter an. Jedoch fand Benimaru den Kommentar des Blauhaarigen diesmal ein wenig dämlich, dabei klang dass, was er zuvor noch gesagt hatte so, als wäre er ziemlich gewitzt. "Kann es sein dass du ein Idiot bist oder so?", fragte er den Typen einfach mal. Wie konnte man dieses Sprichwort nicht kennen? Zuerst diese Sache, dass er kein Kopfgeldjäger sein wollte und jetzt sowas! Dieses: "Wenn ich an deiner Stelle wäre würde ich ...", kannte doch jedes Kind! Jeder Mensch wusste die Bedeutung dieser Worte, dachte der Schwarzhaarige zumindest bis jetzt. Der Riese verdrehte die Worte völlig und schien den Sinn nicht wirklich zu verstehen, wodurch er sich ein bisschen lächerlich in den Augen des Kapitäns machte. "Aus welchem Loch kommst du denn bitte?!", wollte Benimaru noch wissen, unhöflich wie er nunmal war. Das er nicht aus dem North Blue stammte, war nun irgendwie klar. Er glaubte nicht, dass seine Heimat solche Trottel hervorbrachte. Vielleicht war er aus irgendeinem Urwald gekommen?
Während er überlegte, kam ihm jedoch wieder Siera ins Blickfeld. Sie wollte wissen, wie lange sie noch brauchen würden. Die Antwort darauf war einfach. "Weiß ich doch nicht ...", erwiderte der Schwarzhaarige kalt wie gewohnt. Stand zufällig "Navigator" auf seine Stirn geschrieben? Er war natürlich genauso ratlos wie die junge Schönheit. Man könnte natürlich schätzen, aber nur ein erfahrener Navigator konnte wohl genau sagen, wie lange man bräuchte. Der Blauhaarige hatte sich nun auf die Stufen gesetzt, die hoch zum Ruder führten. Scheinbar wurde die Situation nun ruhiger, doch wurde die Mannschaft erneut überrascht. Wieder stieg eine Person über das Geländer aufs Schiff. Hörte das auch irgendwann mal auf? Dieses mal zumindest nicht völlig durchnässt.
Das hier nur drei Personen auf der Judgement waren, war übrigens eine schwere Fehleinschätzung. Hier befand sich eine ganze Crew! Jedenfalls war dieser Irre der Meinung, er müsste den Coolen spielen und mal eben das Schiff übernehmen. "Das ist ein Marineschiff ... nur so zur Info ...", wies der Schwarzhaarige ihn darauf hin. Vielleicht war er betrunken? Das würde zumindest sein Verhalten erklären. Ansonsten wäre er wahrscheinlich einfach nur ein Verrückter. Wenigstens fehlte es dem Blauhaarigen nicht an Humor, konnte Benimaru an seinen Worten feststellen. Ob sie ein Magnet für seltsame Leute waren? "... dass ausgerechnet von dir zu hören ...", kommentierte er seine Worte ruhig. Dieser zwei Meter große Klotz, der durch das Meer schwamm und der völlige Hinterwäldler war bezeichnete ernsthaft andere Leute als seltstsam??! Benimaru seufzte und blickte einmal über sein Deck, ehe er etwas interessantes bemerkte. Ein paar Fässer, Kisten und dazwischen eine Flasche mit dem geliebten Stoff. Der Kapitän ging hinüber, nahm sich den Rum und öffnete ihn. Endlich! Vielleicht endete dieser Alptraum jetzt ...

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Siera

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   So 23 Dez 2012 - 15:50

Siera achtete gar nicht mehr auf diese Pappnase von Riese, welcher es sich ganz gehörig mit ihr verscherzte. Gerade hatte sie die Besatzung zum Stillschweigen gebracht, da musste er ihr natürlich einen dummen Kommentar drücken, was sie nur mit einem leise Zähneknirschen und einem bösen Blick quittierte. Innerlich brodelte die junge Dame, versuchte sich aber zu beruhigen indem sie sich sagte, dass sie sich um den Blauhaarigen ja kümmern könnte wenn sie angelegt hatten. Schließlich würde er ihr schon nicht wegrennen. Und dann hatte sein letztes Stündlein geschlagen. Ein böses Lächeln zierte ihre Lippen, ehe sie zur Reling ging, dennoch die Stimme des Kapitäns vernahm, welcher sie schon fast in Schutz nahm. Irgendwie süß, betitelte er den Fremden doch als Idiot und fragte ihn nicht gerade höflich, aus welchem Loch er denn stammte. Süß. Wirklich niedlich, gefiel es doch der Rothaarigen, das er sich nun mit dem Hochgewachsenen anlegte. Musste sich die Kopfgeldjägerin fürs Erste nicht mit dem komischen Mann auseinander setzen, konnte sich der Insel widmen, welche langsam näher kam. Dennoch war sie einige Seemeilen entfernt. Wie lange sie wohl dorthin brauchen würden? Rasch drehte sie ihren wohl proportionierten Körper, nur um Benimaru zu erblicken um diesen kurz zu fragen wie lange sie denn noch benötigen würden. Aber scheinbar war er nun nicht mehr so gut gelaunt, verfiel in sein altes Muster und gab ihr nur eine recht zickige Antwort, die sie Schmunzeln ließ. Wenn sie nicht wüsste, dass er auch anders konnte, hätte sie ihn jetzt am liebsten getötet. Doch nun ja, vor den Anderen musste er wohl den Harten spielen. Also stieg sie auf das Spielchen ein, funkelte ihn böse an, ehe sie den Mund öffnete um einige Worte verlauten zu lassen. “Dann frag eben deinen Navigator oder besitzt du so etwas nicht? Denke wohl, dass jemand deiner talentierten Besatzung eine ungefähre Schätzung abgeben kann.“ Mit prüfendem Blick schaute sie zu den Männern, ehe sie diesen zuzwinkerte, sich gegen die Reling lehnte, die Arme vor der Brust verschränkte und die Männer beobachtete, nur um zu sehen wer sich um das kleine Problemchen kümmern würde. Wäre ja schon irgendwie dumm ohne Navigator los zu reisen, war das doch eine Person, auf welche man wohl nicht verzichten sollte. Und sie wartete immer noch auf eine Antwort, blickte sich auf dem Schiff um, nur um den Großen zu erblicken, welcher sich auf irgendwelchen Stufen niedergelassen hatte. “Wie heißt du überhaupt?!“, rief die Di Zanolla zu ihm herüber. Nicht, dass es irgendeinen Unterschied machte, würde er – sobald sie auf der Insel waren – ein toter Mann sein. Trotzdem würde sie gerne seinen Namen erfahren, ehe sie sich wieder anderen Dingen widmete, wie zum Beispiel ihren Handschuhen, überprüfte sie auf Löcher oder Risse, welche aber nicht vorhanden waren. Kein Wunder, pflegte sie die Lederhandschueh doch äußerst gut. Außerdem waren sie auch recht stabil, hatten dafür aber auch Einiges an Geld gekostet. Doch plötzlich erhaschte ein leises Geräusch ihre Aufmerksamkeit. Rasch blickte sie sich um, erkannte aber nichts – bis plötzlich ein weiterer Kerl auf dem Deck stand, die Schwerter gezückt und verlauten ließ, dass er das Schiff kapern würde. Der Idiot reagierte locker darauf, gab nur wieder einen dummen Kommentar ab, welcher die Finger der Rothaarigen in Richtung ihres Revolvers zucken ließ, während sich der Yorushiki um den Neuankömmling kümmerte und ihn darauf hinwies, dass dies hier ein Marineschiff wäre. Aber alles was Siera mit bekam war, dass es sich bei diesem Typ wohl um einen Pirat handelte. Wie konnten die Anderen dann so locker verhalten? Nun gut, sie waren in der Überzahl, aber trotzdem. Sogleich zückte sie ihren Revolver nur um ihn auf die neue Person zu richten. “Piratenabschaum auf einem Marineschiff. Wie unpassend.“ Doch bei genauerem Hinsehen kam ihr dieser Typ äußerst bekannt vor.. Nachdenklich verengte sie die Augen zu Schlitzen, ehe sie mit hoch erhobener Waffe einige Schritte näher kam, nur um ihn weiter anzusehen, überlegend woher sie ihn kannte. Bis es der Kopfgeldjägerin wieder einfiel. Ein glückliches Lächeln umspielte ihre Mundwinkel, ehe sie den Hut mit der freien Hand ein wenig höher zog, den Revolver aber weiterhin auf den jungen Mann gerichtet hielt. “Heute ist mein Glückstag. Auf diesen Burschen ist ein hübsches kleines Kopfgeld ausgesetzt. Stimmt’s Nik? Du böser Junge.“ Leise lachte der Rotschopf auf, ehe sie mit der anderen Hand an ihre Klinge fuhr, nur um diese wieder zu zücken, fühlte sie sich doch sicherer. Auch wenn er wohl eher unbekannt war und bestimmt nicht allzu viele Steckbriefe von ihm aushingen, hatte sie sein Porträt bereits gesehen, hatte ihn erneut erkannt. Zwar hatte sie ihn nicht spezifisch gejagt, aber wenn er schon einmal hier war. Also war es wohl klar, dass er nicht lebend vom Schiff kommen würde. Außer er würde sich freiwillig stellen. Schließlich hatte sie hier noch einen Auftrag zu erledigen und keine Lust eine Leiche die ganze Zeit mit sich mitzuschleppen. “Weil ich heute so gütig bin hast du eine Auswahlmöglichkeit: entweder wir werfen dich hier in eine Zelle und ich liefere dich erst aus wenn wir unseren Auftrag beendet und wieder angelegt haben.“ Angriffslustig zuckte ihr Finger, welcher auf dem Auslöser lag, hatte sie doch große Lust ihn nun einfach zu töten. “Oder ich töte dich auf der Stelle und du kommst gar nicht auf die Idee irgendwelchen Unfug anzustellen. Okay, eigentlich hast du keine Wahl.. Jungs, schnappt ihn euch. Wenn du nicht artig bist sorge ich dafür. Immer noch dieses leichte Lächeln auf den Lippen blickte sie aus den Augenwinkeln zu der Mannschaft, ehe sie geschwind wieder zu ihrem neuen Gefangenen blickte. Schließlich hatte sie schon gewonnen, waren sie doch in der Mehrzahl – obwohl das auch egal ist, Siera war sowieso stärker als der ganze Rest. Und so talentiert war der Bursche bestimmt nicht. Dennoch war sie für einen Kampf bereit. Wenn er einen haben wollte – nur zu gerne, war sie doch schon ganz heiß auf einen, wollte Blut fließen sehen. Ob sie ihn tot oder lebendig ausliefern würde war sowieso ganz gleich. Vielleicht würde sie ihn auch einfach später töten - würde allen wohl eine Menge Ärger ersparen.

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Rhys

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Mi 26 Dez 2012 - 22:24

War das etwa falsch gewesen? Begriff der Kapitän seinen Standpunkt nicht? Merik drückte nur seinen Unmut solchen Redensarten gegenüber aus, was der Schwarzhaarige hingegen eher als ein Zeugnis von Dummheit ansah... und das auch gleich lauthals heraus posaunte. Der große Mann hingegen lächelte nur freundlich, fast ein wenig amüsiert, und sah den Kerl direkt an. “So. Definitiv so, ein Idiot bin ich nicht.“ sagte er ihm überzeugt. Der Kapitän stellte ihm die Wahl, entweder er wäre ein Idiot, oder er wäre so. Und wie sollte Merik anders sein, als er wirklich war? Natürlich, das war völlige Haarspalterei, das wusste der Blauhaarige natürlich auch, und vermutlich würde es den Mann entweder auf die Palme bringen oder ihn noch mehr von seiner Idiotentheorie überzeugen. Aber wenn sich Merik schon unterschätzen lassen konnte, dann wollt er das richtig tun. Wenn niemand eine Ahnung hatte, was er wirklich drauf hatte, dann müsste er sich auch keine Sorgen machen irgendwelche Erwartungen zu erfüllen, geschweige denn richtig eingeschätzt zu werden. Für den Fall, dass die Rothaarige also noch kämpfen wollte wäre das wohl von Vorteil... aber soweit müsste es erst mal kommen. Möglicherweise überlegte sie es sich ja doch noch anders. Irgendwie unhöflich fragte der Kapitän dann auch noch, woher Merik komme. Fast wie aus der Pistole geschossen entgegnete er “East Blue.“, war das doch auch der Ort, von dem aus er hierher kam. Niemand musste wissen, woher er wirklich stammte, schon allein nicht weil es die Marine war. Genauso wenig würde er hier auch seinen Namen preisgeben, er war verrückt, daran bestand kein Zweifel, aber er war nicht dumm. Gut, prinzipiell kannte auch niemand seinen Namen, aber sicher wäre eben sicher.
Dann platzierte sich Merik selbst auf eine Treppe, um wenigstens ein bisschen Ruhe zu haben... die ihm nicht gewährt wurde. Der Anfang eines kleinen Gesprächs! Die rothaarige Schönheit rief eine Frage zu ihm herüber, mit der er hätte rechnen müssen. Ein Name... ein Name muss her! Eine kurze Verschnaufpause hatte er, bis er die genaue Position der Frau gefunden hatte, dann rief er ihr eben seinen Namen, den erstbesten, der ihm einfiel, zu. “Ben heiße ich, und du?“ Sekunden später fiel ihm ein, wie blöd die Frage war. So unhöflich wie sie war, würde sie wohl nicht antworten... schade eigentlich, Merik hätte gern gewusst, wer da versuchte ihn zu ermorden.
Aber selbst diese Illusion von Ruhe verfiel, als noch so eine irre Gestalt über die Reling das Schiff betrat und es auch noch übernehmen wollte. Der Kapitän, offenbar nicht viel aufgeregter darüber als Merik selbst, wies den Fremden nur kurz darauf hin, dass dies ein Marineschiff sei. Keine schlechte Information, vielleicht war der Kerl ja einfach nur völlig besoffen und wusste nicht mehr, wo oben und unten war. Aber zum Glück wurde er von der schönen Frau begrüßt, mit gezücktem Revolver –wie unartig... – bedrohte sie ihn und ihren Worten nach war sie wohl auch keine Verfechterin der freien Seefahrt. “Kopfgeldjägerin aus Überzeugung, das ist doch mal was Neues. Sie sollte wirklich zur Marine gehen.“ Merik lächelte nur und stellte dem Kapitän eine scherzhafte Frage, auf die er nur eine ebenso gemeinte Antwort erwartete und nicht enttäuscht wurde. Verkneifen konnte er es sich nicht, lachte Nhym doch lauthals los und brachte nur ein “Das stimmt auch wieder!“ hervor. Offenbar fand der Schwarzhaarige, dass Merik ungewöhnlich wäre! Gut, 2,50 Meter Körpergröße tendierten immer dazu etwas Spezielles zu sein, egal in welchem Gewässer. Auch hier entwickelte sich leider kein Gespräch, der Kapitän ging einfach quer über das Schiff auf ein paar Fässer zu und schien nicht in Redelaune zu sein... ob das hieß, dass sie bald da wären?
Die Rothaarige schien währenddessen überglücklich, der neue Fremde schien wohl auch ein Pirat zu sein, dazu noch einer mit einem kleinen Sümmchen auf seinem Kopf. Die ganze Mannschaft des Marineschiffes war schon wieder in Aufruhr und bereit den Mann zu überwältigen... Merik konnte nicht mal etwas sehen. Er hörte nur eine Welle von Enttäuschung, als der Mann scheinbar zu Boden ging... was genau abging konnte der Hybride nicht sagen zu viele Männer standen zwischen ihm und Merik war momentan definitiv zu faul aufzustehen. Viel lieber beschäftigte er sich... mit... naja... nichts. Eigentlich saß er einfach nur so da und sah sich um, ob er irgendwo eine Gitarre fand. Bisschen fröhlich Musik wäre doch sicherlich nicht so übel.

out: das mit Nik (sein k.o. und das Überposten) wurde mir so übermittelt, falls das irgendwie keine richtige Info sein sollte ignoriert den Teil einfach, wollte den Post nicht unnötig in die Länge ziehen ^.^

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Sa 29 Dez 2012 - 17:25


Siera Di Zanolla reagierte etwas gereizt auf die lustlose Antwort des Kapitän's. Sie funkelte ihn böse an und verlangte, dass er seinen Navigator nach der Information fragte. Eigentlich sollte die Rothaarige es doch gewohnt sein, dass Yorushiki diesen kalten Ton benutzte. Auch wenn diese Fassade in der Kajüte vielleicht etwas in Schwanken geraten war, so erhielt die Kopfgeldjägerin doch bis jetzt einen Großteil seiner Worte auf diese harte, unfreundliche Art und Weise. Was den Navigator anging, so wusste der Schwarzhaarige selbst nicht, wo sich dieser gerade befand. Um die Wahrheit zu sagen, hatte er sich noch nicht einmal die Liste seiner Crew angeschaut. Weder kannte er die Namen der Matrosen unter seinem Kommando. Daran würde sich wohl in nächster Zeit auch nicht viel ändern, da es in den Augen des jungen Mannes einfach wichtigere Dinge gab, als Namen und Rang von Abschaum. Siera nutzte derweil ihre Talente um den hirnlosen Soldaten mal wieder den Kopf zu verdrehen. Wie erwartet kam auch gleich einer angelaufen der sich als Navigator entpuppte und der schönen Rothaarigen erzählte was sie wissen wollte. "Noch etwa zwei Stunden bis wa die Insel erreich'n, meine wunderschöne Siera-chaaan", schleimte er sie voll und setzte sein bestes Lächeln auf, strich sich die Haare zurecht und tat sonst nicht was, um aus der Menge hervor zu stechen. Benimaru lauschte dabei natürlich ebenfalls seinen Worten und freute sich innerlich bereits auf die Ablenkung durch den Kampf. Die konnte er wirklich dringend gebrauchen. Seitdem diese Rothaarige bei ihm war und ihm den Kopf verdrehte. Nicht auf diesselbe Weise, wie sie es bei den Soldaten machte. Es lag daran, dass die Kopfgeldjägerin so war, wie sie nunmal war und diese Ähnlichkeit mit einer gewissen Person hatte. Nicht weil sie einfach nur eine heiße Schnecke war. Von solchen Wesen ließ sich der Schwarzhaarige nämlich selten so stark aus der Ruhe bringen.

Yorushiki richtete seine Konzentration wieder etwas auf den Blauhaarigen, oder versuchte es zumindest. Er fand wirklich, dass er ein Idiot war. Aber nicht in dem Sinne, wie er es vielleicht vermutete. Der Schwarzhaarige wollte ihm nicht sagen, dass er dumm war oder es ihm an Intelligenz fehlte, sonst hätte er das Wort dafür direkt benutzt. Er fand sein Verhalten einfach nur idiotisch. Alles was man ihm sagte, so direkt zu nehmen, so wörtlich. Er schien es zur reinen Belustigung oder zur Provokation zu tun. So kam es dem Schwarzhaarigen zumindest vor. Gleichzeitig gefiel ihm dieses unnötige Getue auch nicht, was auch der Grund war, wieso er ihn direkt als Idioten bezeichnet hatte. Er nahm es, wie erwartet, sehr wörtlich und gab eine Antwort zurück, die sich Benimaru eigentlich auch denken konnte, nichts ungewöhnliches. Die zweite Antwort klang allerdings seeehr ungewöhnlich. Viel zu rasch gesprochen, so als hätte er diese zwei Worte über Monate eingeübt. Es kam ihm fast sogar so vor, als hätte der Blauhaarige nur auf diese Frage gewartet. Kein Wesen auf dieser Welt, musste dafür üben, um den Ort seiner Herkunft zu wissen, oder? "Achja? Und von wo genau dort?", stellte er einfach mal die Frage, auch wenn er erwartete, dass nun so etwas wie: "Das geht dich nichts an ...", als Antwort kam. Allerdings würde es seinen Verdacht nur bestätigen. Der Typ hatte etwas zu verbergen. Natürlich hatte Yorushiki keinen Schimmer was genau es war und er würde es wahrscheinlich nach ein paar schlücken von dem guten Rum sowieso vergessen haben. Aber der Neugier halber stellte er nunmal einfach diese Frage.

Kurz darauf betrat auch schon dieser komische Kerl das Schiff. Er war der Meinung mal eben ein Marineschiff zu übernehmen, was ihm lautes Gelächter und Getöse von der Crew einbrachte. Was für ein Clown. Yorushiki fand es weniger lustig. Er konnte sich nicht daran erinnern einen Zirkus auf sein Schiff bestellt zu haben und dennoch sammelten sich immer seltsamere Gestalten auf der Judgement. Der Blauhaarige machte eine sarkastische Bemerkung zu der Situation, welche von dem Schwarzhaarigen rasch gekontert wurde. Das führte dazu, dass er anfing lauthals loszulachen. Merkwürdig fand ihn der Schwarzhaarige in der Tat. Zum einen weil er so riesig war, vor allem aber, weil er scheinbar durch das weite Meer auf dieses Schiff geschwommen kam, plitschnass stolperte er hier auf das Deck und wollte etwas von dem Kopfgeld haben. Wenn das nicht kurios war, dass wusste Benimaru nicht was auf dieser Welt es war. Die hübsche Rothaarige meldete sich nun wieder zu Wort. Sie zückte ihre Pistole und begrüßte den komischen Kerl, der gerade neu auf das Schiff kam und scheinbar größenwahnsinnig war. Nach wenigen Sekunden konnte sie ihn sogar als Piraten identifizieren, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt war. Da kam natürlich die Kopfgeldjäger-Seele heraus. Sie freute sich sogleich hier noch mehr Profit machen zu können als eigentlich erwartet. Siera verhandelte ein wenig mit ihm, auf ihre eigene freche Art und Weise, was sich aber als völlige Zeitverschwendung herausstellte, da der Typ einfach zusammensackte. Die Männer hatten schon ihre Waffen gezückt und sich auf etwas Blut gefreut, weshalb sie anschließend etwas enttäuscht wirkten. Einer nahm es sich noch heraus dem Piraten in die Rippen zu treten, was aber zu nichts führte. Der war völlig weggetreten. "Och ... so macht das kein Spaß ...", grummelte er niedergeschlagen, während zwei weitere schon mit Fesseln ankamen, um den Piraten hübsch zu verpacken. "Zünden wir ihn an!", schlug einer der Soldaten mit einem sadistischen Grinsen vor. "Nee, wir hab'n kein Feuerholz da, außerdem hinterlässt dass immer so schwarze Stell'n auf'm Schiff und wir müss'n alles putz'n ... lass warten bis wa auf der Insel sind", meinte ein weiterer. "Und bis er wieder wach ist, sonst hör'n wa die Schreie doch garnich!", fügte einer hinzu. Die Crew war sich also einig, den Piraten nach der Ankunft erstmal als Lagerfeuer zu missbrauchen. Benimaru hatte nichts gegen die kranken Neigungen der Crew, aber sie sollten es gefälligst irgendwo machen, wo es ihm keine zusätzliche Arbeit bereitete. Beim letzten mal gab es schon ziemlichen Ärger. Seitdem verrichteten die Soldaten ihre sadistischen Triebe lieber auf dem Land. Der Kapitän schien sich überhaupt nicht für das Leben des Gefangenen zu interessieren. Er kippte sich einfach einen Schluck vom Rum hinter die Binde und lehnte sich an das Reling. Siera wäre wohl die einzige Person hier, die Nik noch retten könnte. Wäre wohl auch Schade um das schöne Kopfgeld. Wie sollte sie bei einer verbrannten Leiche noch beweisen können, ob es sich um den Gesuchten handelte? Von Yorushiki konnte sie jedenfalls keine Hilfe erwarten. Der würde die Zeit bis zur Ankunft mit Saufen und Rauchen verbringen, aber die hübsche Dame hatte die Crew zu ihrem Glück ja ganz gut unter Kontrolle ...

(out: Alles in Ordnung, wenn es nach mir geht ^^)

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   So 30 Dez 2012 - 11:07

“Ben also.“, dachte sich die Kopfgeldjägerin. Nun, dass er sie nur verarscht, daran dachte die Rothaarige nicht, antwortete jedoch auch nicht auf seine Frage wie sie heißen würde. Stattdessen blieb sie stumm, blickte einen Mann der Crew an, der sich ihr rasch näherte, nur um ihr zu sagen, dass sie gar nicht mehr so lange bis dorthin brauchen würden. Doch sie lächelte nicht, nickte dem Mann nur dankbar zu, welcher sich wieder von dannen machte. Irgendwie komisch, wie sich die ganze Besatzung um ihre Aufmerksamkeit riss. Manchmal war es eben doch ein Segen so gut auszusehen, fraßen so die meisten einen gleich aus der Hand. Nun, bei Kerlen mit Verstand war dies wohl nicht der Fall, denn weder Ben noch Benimaru schienen darauf herein zu fallen. Gut, war ja auch egal, so lange die Besatzung auf ihrer Seite war. Zwar hatte sie noch keinen genauen Plan was sie mit diesen Trotteln anfangen würde, aber naja – vielleicht würde sich noch eine Gelegenheit geben, in denen sie ganz nützlich wären. So lehnte sich die Schönheit gegen die Reling, blickte hinaus aufs Meer, bis sie Geräusche hörte, die sie aufhorchen ließen. Umblickend konnte sie das Geräusch aber nicht ausfindig machen, bis jedoch ein weiteres Geschöpf an Deckkroch, welches recht menschlich aussah, jedoch gleich verlauten ließ, dass er nun das Schiff kapern würde. Dies entlockte der Di Zanolla nur ein Grinsen, ehe sie sich dem Neuankömmling widmete, welcher auf jeden Fall ein Pirat war, hatte sie sein Gesicht doch schon gesehen. Doch ehe der Spaß richtig beginnen konnte sackte er in sich zusammen, was wohl an einigen Verletzungen lag, die der jungen Frau erst bei genauerem Hinsehen auffielen. War ja leichter als gedacht. Doch was wollte die Crew mit ihm anfangen? Ihn verbrennen?! Sogleich widmete sich Siera der Besatzung, nur um ihren Revolver auf diese zu richten. “Er ist mein Gefangener. Auf ihn ist ein hübsches Kopfgeld angesetzt. Also lasst die Finger weg. Er wird nicht getötet bis wir wieder an Land sind; er wird auch nicht auf der Insel getötet.“ Ihre Stimme glich eher einem leisen Knurren, bis sie wieder den Revolver senkte und wieder an ihrer Beintasche befestigte, nur um die Crew nun entschuldigend anzulächeln und eine weichere Tonlage anzuschlagen. “Aber ihr dürft ihn gerne töten wenn wir wieder in North Town sind. So lange sein Kopf heil bleibt könnt ihr ihn von mir aus auch qualvoll verstümmeln.“ Nun, vielleicht würde sich die Crew ja damit zufrieden geben. Siera war es ganz gleich was mit dem jungen Burschen passieren würde – Hauptsache sie würde ihr Geld von der Weltregierung bekommen; alles andere war dem Rotschopf egal. So blickte sie den Männern nur zu wie sie das wehrlose Opfer knebelten. “Bringt ihn in eine Zelle. Sobald wir wieder in North Town sind könnt ihr euch um ihn kümmern. Aber auch nur unter meiner Aufsicht.“ Erneut verschränkte die Dame die Arme vor der Brust, lehnte sich leicht gegen die Reling während der Fahrtwind durch ihr Haar strich und sie die Crew genau beobachtete. Würden sie ihrem Gefangenen nur ein Haar krümmen so lange sie sich auf dem Schiff befanden, so würden sie die Kopfgeldjägerin ganz anders kennen lernen. Aus dem Augenwinkel warf sie dem Kapitän einen Blick zu, welcher nichts Anderes zu tun hatte als sich erneut zu besaufen, was sie mit einem leichten Grinsen und einem seichten Kopfschütteln quittierte. Sie waren noch nicht einmal auf der Insel angekommen, mussten noch Piraten bekämpfen – konnte er sich nicht zusammen reißen? Schnurstracks ging sie die wenigen Schritte zu ihm, nur um die Hand auszustrecken, griff jedoch nicht nach dem Rum sondern verharrte in der Luft. “Benimaru-kun, du kannst nach dem Auftrag so viel saufen wie du willst. Aber muss das jetzt sein? Willst du dort unbedingt drauf gehen?“ Nun ja, vielleicht würde er ihr das alkoholische Getränk ja freiwillig überreichen. Wenn nicht würde sie es sich eben holen. Schließlich war es ihr immer noch unbekannt wieso er die ganze Zeit trinken musste, wieso er so.. handelte, obwohl er auch anders sein konnte. So wartete die junge Frau ab, verharrte aber mit ihrer Hand weiterhin in der Nähe des Alkohols. Nicht, dass sie sich um seine Gesundheit sorgte oder um sein Leben - es ging viel eher darum, dass er dann einfach ein Klotz am Bein wäre. Und so etwas benötigte die Rothaarige nicht. .. Vielleicht sorgte sie sich auch ein wenig um sein Leben, aber das konnte nicht sein. Die Schönheit war kein Mensch, der sich um andere sorgte. Nur sie selbst - mehr war nicht wichtig.

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Rhys

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Di 1 Jan 2013 - 23:55

Ein paar Stunden müsste er wohl noch auf dem Schiff aushalten, das meinte zumindest einer der Matrosen, hoffentlich der Navigator, zu der Rothaarigen. Aber so lange würde Merik es wohl auch noch auf dem Schiff aushalten, sonderlich viel Lust gegen die Frau zu kämpfen hatte er ja sowieso nicht. Nur eben würde er es tun, wenn es nötig wäre. Selbstbewusst schien sie ja zumindest zu sein, was sich dahinter verbarg konnte er eher schlecht beurteilen, aber das würde er ja vielleicht noch sehen. Anders als sie jedoch, die sich gleich wieder von ihm abwandte, beschäftigte sich der Kapitän des Schiffes noch ein wenig mehr mit Merik, vor allem nach seiner Antwort über seine Herkunft. Viel ungenauer hätte er nicht antworten können, aber der Schwarzhaarige schien interessiert, aber nicht auf die gute Art. er hakte genauer nach, was Merik aber nur einen verwirrten Blick in seine Richtung auslöste. “Konomi. Ist daran denn irgendwas ungewöhnlich?“ fragte er gelassen nach und hielt Blickkontakt zum Kapitän. Merik musste ja nicht mal lügen, denn von genau dort kam er ja her. Wenn man das ganze sehr sehr genau betrachtete aber nur. Natürlich war die Frage des Kapitäns ursprünglich eine andere gewesen, aber das war der einfachste Weg nicht zu lügen und nicht aufzufallen. Wie gut das funktionieren würde, das würde man nur später herausfinden können. Merik jedenfalls grinste immer noch fröhlich, auf der Suche nach einer Gitarre... irgendwie musste er sich ja die Zeit vertreiben.
Während Merik sich so umsah und suchte, nicht wirklich gründlich, er wollte ja nicht aussehen wie ein Dieb, beschäftigten sich die anderen Anwesenden mit dem Piraten, oder was auch immer er war, der da auf das Deck geklettert war. Auch dessen Namen wusste Nhym jetzt nicht! Keiner wollte hier mit ihm reden... auch wenn er das gewohnt war, es störte ihn doch sehr. Selbst die normale Schiffsbesatzung hatte anderes zu tun. Genau genommen hatten sie die Rothaarige im Kopf und versuchten ihr zu imponieren, was aber ziemlich schief ging, spätestens als Merik hörte, wie sie den Neuankömmling anzünden wollten. Ihn brachte das zum Lachen, den vielleicht bald Brennenden wohl aber eher nicht. Andererseits... so ohnmächtig konnte er ja nicht lachen. Und auch nicht schreien... egal, das sollten sich die Verrückten überlegen. Zu denen ab diesem Zeitpunkt wohl auch die Rothaarige zählte, wollte sie den Neuen doch als ihren Gefangenen abstempeln und das ganze Kopfgeld selbst einstreichen. Die Männer hatten wohl nichts dagegen, Merik auch nicht, denn ihm war das Kopfgeld egal. Immerhin war er ja auch kein Kopfgeldjäger! er wollte sich sein Geld selbst verdienen und nicht einen erschöpften Piraten irgendwo abliefern. Das wäre irgendwie zu langweilig. Ein paar böse Piraten, die sich nicht benehmen konnte, zu vermöbeln war da doch schon eher nach dem Geschmack des Hybriden.
Nach ein bisschen rumlaufen fand er endlich einen etwas jüngeren Kerl, der es offenbar aufgegeben hatte der Rothaarigen hinterher zu stellen, bewaffnet mit nichts weiter als Pistolen ohne Ende und, viel wichtiger, einer Gitarre. breit grinsend ging Merik auf ihn zu, was ein deutliches Zucken und fluchtartige Bewegungen des Mannes zur Folge hatte. “Hey hey, keine Angst, ich werd dich schon nicht aufessen.“ meinte der Blauhaarige lachend und streckte dann die Hand zu dem Mann hin aus. “Darf ich mir die mal borgen? Der Krawall da vorn geht mir auf’n Keks.“ meinte er nachwievor amüsiert grinsend. Eher widerwillig gab der Kerl ihm die Gitarre, Merik nahm sie aber sehr behutsam entgegen, was wohl auf einen geübten Spieler deutete. gemütlich, soweit das eben möglich war, setzte er sich auf die Reling, die Füße und den Blick Richtung Deck und versammelter Mannschaft gerichtet, bevor er auf die Gitarre runter sah und erst mal behutsam testete, ob er es noch könne. Klar, aber er wollte sichergehen. Dann begann er sorgsam ein Lied zu spielen, für ihn war das sehr beruhigend, aber er spielte nicht überaus laut. Wenn die anderen lieber Leute anzünden wollten, ihr Bier.

out: mal ne kleine Referenz ;P, so in etwa würde das klingen... hoffe ich


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Yorushiki Benimaru

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Do 3 Jan 2013 - 16:29



Konomi war also die Insel, von der dieser Ben stammte. Benimaru hatte vielleicht mal davon gehört, konnte sich aber nicht genau daran erinnern. "Nein ...", erwiderte der Kapitän, auf die Frage des Blauhaarigen. Ungewöhnlich war daran wohl nichts. Er konnte sich auch nicht entsinnen erwähnt zu haben, dass es so wäre. Damit war sein Interesse an dem Riesen auch vorerst gestillt, wodurch sein Blick nun auf die Rothaarige fuhr, welche gerade mit der Crew sprach. Die Blicke der Männer wanderten unsicher umher, trafen die Gesichter ihrer Kameraden. Scheinbar wussten sie nicht so genau was ihnen lieber wäre. Bei dem heißen Feger anzukommen oder jemanden zu foltern? Keiner traute sich wirklich etwas zu sagen, bis sie davon hörten, dass sie ihm wenigsten in North Town an die Gurgel durften. "Hurrah!", kam es im Chor von den Kerlen, welche gleichzeitig die Arme in die Höhe warfen. Benimaru kamen die Typen wie ein haufen Kinder vor, die gerade etwas tolles von ihrer Mami bekommen hatten, lächerlich. Sogleich befolgten sie auch wie brave Kinder die Anweisungen ihrer Mutter und brachten den Bewusstlosen in einen freien Kerker an Deck. Eine kleine, viereckige Zelle, in der man nur sitzen oder liegen konnte. Bequem war anders. Siera kam nun wieder zu dem Schwarzhaarigen gelaufen, nur um ihn ebenfalls zu bemuttern. Sie hielt ihm fordernd die Hand hin und wollte scheinbar den Alkohol haben. "Nicht unbedingt ... aber es wäre auch nicht tragisch, falls doch ...", meinte er desinteressiert auf ihre Frage hin. Scheinbar kümmerte es ihn wirklich nicht ob er dort sterben würde. Die Flasche bekam die Kopfgeldjägerin allerdings ohne großen Widerstand, denn sie war bereits leer. Benimaru hatte bei der Übergabe sehr darauf geachtet die Rothaarige nicht zu berühren, ihre weiche, zarte Haut. Genauso wie er ständig ihrem Blick auswich. Er konnte es sich nicht erlauben schwach zu werden. Nicht hier draußen, nicht vor der Crew, nicht kurz vor einem Kampf. Yorushiki brauchte irgendwie Ablenkung und die bekam er auch, als eine wunderschöne Melodie in seinen Ohren erklang. Sie beruhigte ihn irgendwie ein wenig und machte die Reise erträglicher. So ging es wohl auch der restlichen Crew, wobei der Kapitän und die harten Typen wohl nie zugeben würden, dass sie das Spiel gut fanden. Aber das Niemand von ihnen meckerte, sollte schon etwas bedeuten. So verging etwas Zeit, in der Benimaru versuchen konnte sich wieder zu konzentrieren, was garnicht so einfach war. Immerhin stand die Person, die ihn so durcheinander brachte direkt vor ihm.
Der Frieden wurde jedoch plötzlich durch einen entfernten Knall unterbrochen. Nicht einmal einen Wimpernschlag nach diesem Knall folgte auch schon ein komisches Pfeilfen. Seefahrer erkannten dieses Geräusch eigentlich sehr schnell. Es war das Geräusch einer Kanonenkugel, welche auf das Schiff zusteuerte. Sie verfehlte die Judgement, schlug ins Wasser ein und ließ eine große Fontäne in die Luft schießen. Die entstandene Welle brachte das Schiff etwas in Schwung. "SIE FEUERN AUF UNS! VON DER INSEL AUS!!!", brüllte es über die Judgement. Die Piraten hatten einige Kanonen an Land aufgestellt, um die Marine zu begrüßen. Die restlichen Kugeln ließen nicht lange auf sich warten. So geriet die Judgement in kürzester Zeit unter heftiges Feuer. "Worauf wartet ihr?! Schießt gefälligst zurück!!", brüllte Benimaru den Leuten zu. Durch die Fontänen regnete es Wasser auf das Deck, welche die Crew durchnässte. Nichts woran ein Seefahrer nicht gewohnt war. Mit einem hektischen. "Aye!", machten sich die Soldaten an die Arbeit. Ihr Schiff hatte zwar nur drei Kanonen, aber die Piraten schienen auch nicht besser ausgestattet zu sein. Sie hatten sich am Hafen verbarrikadiert, hatten die Kanonen in gewissen Abständen aufgestellt, damit sie keine leichten Ziele abgaben. Benimaru hatte durch die Ruhe überhaupt nicht bemerkt, wie nahe sie schon der Insel gekommen waren. Vorher war es kaum ein Punkt und jetzt konnten sie Gray Island in ihrer vollen Pracht erkennen. Stadt und Hafen waren ebenfalls schon zu erkennen, wenn auch noch klein. "Jetzt könnt ihr zeigen, dass ihr euer Geld wert seit!", rief Benimaru den Kopfgeldjägern zu, während er gleichzeitig ein Gewehr auffing, dass ihm zugeworfen wurde. Dieses legte er auch sogleich an, in Richtung des Landes zielend. Er wartete einen Augenblick, zog von seiner Kippe, ließ sich Zeit mit dem Zielen, berechnete den Wind und feuerte schließlich eine Kugel ab, bevor er das Gewehr einmal mit der Hand um die eigene Achse rotierte. Ob dass was gebracht hatte? Immerhin war das Land noch ein gutes Stück entfernt. Die Piraten wirkten noch wie Ameisen und außerdem schwankte das Schiff wegen dem Beschuss stark umher. Allerdings hat die rechte Kanone der Piraten plötzlich aufgehört zu schießen. Wenn man gute Augen hatte, konnte man erkennen, dass der Schütze reglos am Boden lag. Der Kapitän spuckte die feuchte Zigarette auf den Boden und seufzte. Kurz nach dem Schuss hatte sie ein paar Wassertropfen abbekommen ...

tbc: Gray Island


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Hizamaru

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Fr 4 Jan 2013 - 3:58

out: ich bin wieder da

Nik wollte schon zum Angriff ansetzen als er plötzlich zusammenbrach und Ohnmächtig wurde. Er bekam nur beiläufig mit was die Marine Soldaten redeten. Die Crew wollte ihn anzünden und so nen scheiß Was für kranke Bastarde dachte sich Nik und trat wieder weg. Als er wieder aufwachte lag er in einem Käfig und Kanonenkugeln flogen der Crew um die Ohren. Hey ich fände es sehr freundlich wenn ich mich hier rauslassen könntet, hab kein Bock abzusaufen. Ich könnte euch helfen und wo zum Teufel sind meine Schwerter und mein Fusel aus dem Seesack rief er in die Menge hinein die über das Deck huschte und zurück ballerten.

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Rhys

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Sa 5 Jan 2013 - 2:13

Erfolgreich hatte der Blauhaarige die viel zu neugierigen Fragen des Kapitäns abhalten können. Ob das wirklich die richtige Annahme war konnte er nicht genau sagen, aber wen interessierte das schon? Der Schwarzhaarige ließ ab von Merik und wurde von der First Lady des Schiffes in Beschlag genommen, Merik hingegen beschäftigte sich mit genüsslicheren Dingen, genauer gesagt seinem Gitarrenspiel. Der Hybrid entschied sich für ein eher langsames Stück, eines das ihn selbst beruhigen würde und hoffentlich auch ein paar Andere. Es dauerte nur wenige Momente, dann wurde es ruhiger auf dem Schiff, nicht vom Lärmpegel, aber die Gemüter schienen sich zu beruhigen. Auch wenn niemand es zugab oder direkt aussprach, Merik wusste ganz genau, dass er mit Musik so manchen Kerl beruhigen konnte, zumindest seelisch. Aber das hielt auch nicht für ewig an, denn irgendwann mischte sich ein unglaublich nerviges Pfeifen ein. Es dauerte einige Sekunden bis Merik seinen Arm instinktiv nach rechts riss und die Gitarre seinem rechtmäßigen Besitzer zuschmiss. Die Instinkte des Halbmenschen sprangen an wie ein nagelneuer Motor und veranlassten seinen Körper dazu sich zügig nach vorn zu bewegen, zu zügig, um von einem der Männer hier haargenau verfolgt zu werden. Er reagierte über, sicherheitshalber. Die Kanonenkugel klatschte lauthals neben dem Schiff ein und der erste Matrose fing an Warnungen zu schreien.
Auch der Kapitän brüllte seine Befehle herum, reizte sogar die „Kopfgeldjäger“ jetzt mal etwas Sinnvolles zu tun. Merik war jetzt wieder ruhiger, ging zu seinem Rucksack und brachte ihn zum Kapitän, der derweilen recht konzentriert einen Schuss abgab. Der Hybrid legte seinen Rucksack vor dem Kapitän ab, während der vorher gefangene Pirat den Vorschlag machte zu helfen, wenn man ihn denn freilassen würde. Er lachte nur kurz, wandte sich dann aber wieder dem Kapitän zu, der das viel besser entscheiden könnte. “Dein Ding, passt du aber kurz auf meine Sachen auf? Sind grade erst wieder trocken geworden.“ Der große Blauhaarige lächelte den Kapitän an, bevor er zur Reling joggt und ins Wasser sprang. Der Weg war nicht allzu weit, für ihn nicht, er bewegte sich unter dem Wasser, tief genug, um nicht von Kanonenkugeln getroffen zu werden... Luft hatte er genug. Oder besser gesagt, er brauchte ja keine.
Er brauchte einige lange Momente bis zum Hafen, niemand sah ihn. Wer hätte auch vermuten sollen, dass jemand so weit tauchen kann? Durch die Oberfläche konnte Nhym sehen, wie große Kugeln aus den Kanonen in Richtung See flogen, wo das Schiff war. Ob es großen Schaden erlitten hatte wusste er nicht, aber es war ihm auch eher egal. Er wartete nur darauf... positioniert an einer der äußeren Kanonen, gerade der, die noch volle Besatzung, 3 Mann mit Säbeln und etwas weiter entfernt liegenden Gewehren, hatte. Als die schwere Munition mit einem lauten Knall wegflog schnellte Merik an die Wasseroberfläche, eine Hand auf den Steg gelegt, mit der anderen stützte er sich mit dem Unterarm ab und drückte seinen Körper rasch aus dem Wasser. Die Männer waren sichtlich überrascht. Zu überrascht. Der Erste ging schnell zu Boden, als die Faust des Hybriden in sein Gesicht donnerte. Der metallene Kampfhandschuh vermehrte den Schmerz nur und ließ den Mann nahezu augenblicklich das Bewusstsein verlieren. Inzwischen zogen die beiden Anderen ihre Schwerter. Wenigstens die Kanone gab keine Geräusche mehr von sich. Der nächste Mann trat Merik gegenüber, der Letzte von ihnen hechtete zu den Gewehren. “Nicht gut...“ beschwerte sich Nhym und rückte schnell auf den nur mit einem Schwert bewaffneten Mann zu, dem ersten Hieb ausweichend. Der zweite traf... aber nur den Handschuh des Blauhaarigen. Man konnte förmlich die Überraschung greifen, die dem Mann ins Gesicht geschrieben stand, als Merik nicht zuckte, selbst als das Schwert seinen Unterarm traf. Der Kampfhandschuh bremste die schneidende Wirkung und ließ nur die Wucht des Angriffes übrig, die sich doch eher in Grenzen hielt. “Entschuldige bitte.“ Entgegnete er mit einem Grinsen, packte den Mann einfach am Hals und vollführte eine eher unelegante Drehung, um Schwung aufzubauen. Hoffentlich reichte die Zeit. Nach der vollen Drehung ließ er wieder los, warf den Kerl auf den letzten der übrig war. Glücklicherweise war der wohl genauso schlecht auf Schusswaffen zu sprechen wie Merik selbst und verfehlte ihn vollkommen, was wohl auch an seinem Kumpanen lag, der auf ihn zuflog und die Sicht völlig blockierte. Und an dem Fakt, dass er ihn in weniger als einer Sekunde umschmeißen würde. Nhym schnellte nur zu ihm vor, um ihm einen finalen Tritt gegen den Unterkiefer zu verpassen, den endgültigen Knockout. Der gerade noch geflogene Mann war auch still... hauptsächlich wohl wegen der blutenden Wunde an seinem Bauch. Die Kugel ging doch nicht so weit daneben, nur eben ins falsche Ziel. “Nicht bewegen, und draufdrücken. Wehe du machst was Dummes, dann knallts.“ warnte Merik ihn grinsend, bevor er wieder zur Kanone eilte. Die verbleibenden Piraten am Hafen bemerkten wohl nun auch den Ausfall der nächsten Kanone und richteten das Gewehrfeuer auf ihn... sehr schlecht. Fröhlich pfeifend wartete er hinter der Kanone, bis ihm die Idee kam!
Mindestens so blöd wie originell war sie, aber für einen Fanatiker des puren Chaos genau das Richtige. Die Kanonen standen recht solide, aber auf Rädern, was es Merik aber nur unwesentlich erleichterte. Mühevoll zog er die Kanone herum, schüttete einfach den halben Sack Schwarzpulver in den Lauf und schob gleich noch die Kanonenkugel hinterher. Ein fast schon diabolisches Lachen drang aus seiner Kehle, als er die Kanone, wiederum mühevoll, herumdrehte, auf die Piraten gerichtet. Ein bisschen orientierungslos suchte er nach dem Anzünder, während einige Gewehrkugeln an der Kanone abprallten... gut, dass die da war. Ein kurze Handbewegung nach hinten und das lustige Zischen war zu hören, gefolgt von einem Knall und dem dumpfen Geräusch eines 2,50 Meter großen Mannes, der auf den Bauch klatschte. Den Rückstoß der Kanone hatte er leicht außer Acht gelassen und wurde von ihr nach vorn gedrückt, was seine Balance ziemlich zerstörte. Mist. Jedenfalls traf die Kugel, den Hafen zumindest, und zerstörte jegliche Halterung der Kanone, die sowieso nicht mehr in Benützung war, zumindest zeitweise. Um die Zeit zu überbrücken schnappte sich Merik noch das Gewehr, dass der Mann von vorhin fallen lassen hatte. Ein paar Schuss waren noch drin. Blindlinks hob er das Gewehr nach hinten über die Kanone, und ohne zu zielen drückte er einfach ab, bereit nachzuladen und das zu wiederholen. er wollte gerade nur nicht angeschossen werden, und die Marine konnte ruhig auch mal was tun.

tbc: Gray Island

out: Siera meinte, dass ich sie überspringen kann, weil sie sehr wenig tun würde


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Hizamaru

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BeitragThema: Re: Schiffsdeck   Di 8 Jan 2013 - 23:01

Auf seine Frage ob man ihn rauslassen würde kam eine recht pampige Antwort von einem der Soldaten und diese Bastarde hatten seinen Fusel getrunken. Er schaute sich etwas um und entdeckte seine Schwerter die in einer Ecke des Schiffes standen Von wegen gut verstaut, dann sagte der Kapitän des Schiffes etwas von einem Manöver und ein Soldat meinte es sei sehr Gefährlich. Was für ein Manöver war das? Und wieso zerstörte dieses Manöver das Schiff? All diese Fragen schwirrten Nik durch den Kopf bis er erkannte das das Schiff auf den Hafen zu fuhr.Das kann doch nicht ihr ernst sein dachte er sich und doch es war so wie Nik es vermutete, die Marine fuhr mit vollem Tempo in den Hafen rein. Sie rissen ein paar Kanonen um es waren jedoch noch genug da und an Piraten mangelte es auch nicht. Während des Aufpralles sprang der Kapitän vom Schiff, die Soldaten und die schöne Kopfgeldjägerin folgten. Beim Aufprall schleuderte es Nik hin und her und sein Käfig fiel um Hey verflucht holt mich heraus ich hab kein Bock hier abzusaufen und so wie es aussah würde das auch passieren, da das Schiff langsam mit Wasser voll lief Verflucht lasst mich raus rief er erneut und rüttelte an der Tür. Er kam auf eine relativ sinnvolle Idee. Er verwandelte seine Arme in Klauen und fummelte mit einer Klaue im Schloss. Er drehte seinen Finger und wackelte etwas damit und *klack* das Schloss ging auf und Nik stieg aus dem Käfig. Er taumelte noch etwas benommen zu seinen Schwertern, schnallte sie sich um und warf seinen Seesack über die Schulter. Er schaute sich noch etwas um und fand eine Flasche seines Fusels. Leider war nichts mehr drin, ausgetrunken, er lief Richtung Hafen und folgte den Soldaten.

tbc Gray Island - Hafen

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