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Writing Contest: Oktober 2015

Takeuchi Sora
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BeitragThema: Writing Contest: Oktober 2015   Do 1 Okt 2015 - 0:01

•• Writing Contest: Oktober 2015 ••

Es geht wieder los mit dem Writing Contest!
Es handelt sich um ein monatliches Special. Wir geben euch ein Thema vor, zu dem ihr einen Text schreiben könnt. Ihr schreibt dort wie im RPG und versucht das vorgegebene Thema so weit wie möglich zu integrieren.
Ihr müsst nicht aus der Sicht eures Charakters schreiben. Allerdings sollte der Text dennoch in irgendeiner Verbindung zu der Figur stehen, selbst wenn es sich bei dem Erzähler nur um einen ihrer Verwandten handelt!
Jeder User hat bis zum (einschließlich) 28. Oktober Zeit, seinen Beitrag zu schreiben und per Nachricht an den den Briefkasten (die Möwe links) (!) zu senden. Eine Geschichte muss mindestens 500 und maximal 2.000 Wörter beinhalten! Viel wichtiger sind hier Qualität und Originalität. Gewertet wird nur bei min. 3 Einsendungen, ab 6 Einsendungen gibt es Plätze 2 und 3.

Das Thema dieses Monats lautet Wartime! - Krieg steht vor der Tür. Deinem Charakter sind nur noch wenige Stunden gegeben, bevor er sich auf das Schlachtfeld begeben muss.


Wichtig: Es darf nur mit einem Charakter teilgenommen werden! Wägt also genau ab, solltet ihr mehrere Charaktere besitzen, zu welchem das jeweilige Thema besser passt.

Jeder Teilnehmer erhält 10 Exp!

Einsendeschluss ist der 28. Oktober, um 23:59 Uhr.

Viel Spaß !

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BeitragThema: Re: Writing Contest: Oktober 2015   Di 13 Okt 2015 - 15:26

Bis jetzt wurden uns trauriger Weise erst 2 Beiträge für den Writing Contest geschickt. :c

Da geht doch mehr!

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BeitragThema: Re: Writing Contest: Oktober 2015   Mi 21 Okt 2015 - 10:02

Eine Woche könnt ihr euch noch am Writing Contest beteiligen! In der Zwischenzeit ging ein weiterer Beitrag ein, weswegen wir nun bei 3 Teilnehmern sind.

Für einen zweiten und dritten Platz brauchen wir noch einmal drei Beiträge! Smile

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BeitragThema: Re: Writing Contest: Oktober 2015   So 25 Okt 2015 - 18:54

Drei Tage verbleiben noch!

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BeitragThema: Re: Writing Contest: Oktober 2015   Mi 28 Okt 2015 - 16:10

Mittlerweile haben wir 5 Einsendungen! Falls innerhalb der kommenden 8 Stunden noch ein Beitrag eingereicht wird, gibt diesen Monat wieder einen zweiten und dritten Platz! (:

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BeitragThema: Re: Writing Contest: Oktober 2015   Fr 30 Okt 2015 - 9:16

Das Ergebnis
Wir haben unsere Gewinner!

Diesen Monat ging die Entscheidung nicht nur recht eindeuti von statten, sondern auch innerhalb eines einzigen Abends! Damit belegt Nero den 3. Platz unsres Contests.

Direkt dahinter konnte sich Claire Weiss den 2. Platz sichern, obwohl sogar eine Stimme gen Spitze tendierte!

Gewinner dieses Monats ist allerdings Takeuchi Sora (also meine Wenigkeit) und belegt damit den 1. Platz.


Da wir vor einiger Zeit und auch diesen Monat wieder Fragen erhielten, warum wir nicht wenigstens alle gewinnenden Texte vorstellen, werde ich zuerst die Gewinne auswürfeln, danach die entsprechenden Siegertexte veröffentlichen.
Je nachdem wie viel Wortgewalt das Forum pro Beitrag erlaubt, werde ich einen zweiten oder auch dritten Post erstellen müssen.


Hier also die Siegertexte - beginnend mit Platz 3:





Wartime! | Nero


Ruhig saß Nero auf dem Rand eines Daches. Zwischen seinen Füßen und dem Boden lagen genug Meter, um einen normalen Menschen bei einem Sprung umzubringen.
Nero spürte ein deutliches Kriseln in der Luft - seit vielleicht dreißig Minuten. Jetzt würde es nicht mehr lange dauern, bis die Marine und ihre Unterstützer hier waren. Und genau so hatte Nero es geplant. Nachdem er mit seinen Verbündeten Logue Town überfallen hatte, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Mächtigen dieser Welt reagierten. Wenn jemand wie Nero von der Grandline in den East Blue zurückkehrte, um eine Insel zu besetzen, war das eine große Sache - zumal die Gefahr bestand, dass sich die Devil May Cry und die anderen Banden weiter im East Blue ausbreiteten und die Herrschaft der Marine dort endgültig unterbanden.
Und genau das war der Plan. Vorher jedoch würde ihm der wohl größte Kampf bevorstehen, den Nero jemals bestritten hatte. Seine Feinde nahmen ihn ernst, was der Kapitän deutlich an der eindrucksvollen Aura merkte, die sich mit unglaublichem Druck auf die Insel legte. Nero wusste nicht, welche Monster hierher kommen würden, aber keiner seiner Verbündeten und keiner seiner Freunde merkte von diesem Druck wirklich etwas. Neros eigenes Haoushoku stemmte sich mit all seiner Macht beständig gegen den Druck von außen und schirmte dadurch auch alle auf dieser Insel ab.
Wann sie wohl hier sein werden?, überlegte Nero stil. Noch erfasste sein Kenbunshoku nichts, doch es war wichtig, dass er seine Konzentration beibehielt. Er trug die Verantwortung für all die Piraten, die nun auf dieser Insel waren und der Marine ebenfalls einen entscheidenden Schlag versetzen wollten. Noch deutlich sah er das Gipfeltreffen all dieser Piratenkapitäne vor sich. Damals war man noch zerstritten, sich uneins, doch jetzt - für das gemeinsame Ziel - kämpfte man Seite an Seite.
Loguetown... die Stadt des Anfangs... und des Endes. Hier war Nero aufgewachsen. Hier hatte er seine Reise gestartet. Hier hatte er die Devil May Cry gegründet. Und wenn dieser Kampf vorbei war, würde eine neue Ära beginnen - ein neues Kapitel. Sollte die Marine den Sieg davontragen, würde die Ära der Piraten ihrem Ende entgegen blicken - sollten die Piraten jedoch die Marine bezwingen können, würde die Ära der Piraten einem neuen Höhepunkt entgegen gehen.
Neros Aufmerksamkeit wurde sofort auf die auftauchenden Auren gelegt. Noch konnte er nichts sehen, doch langsam konnte er spüren, was für eine gewaltige Flotte auf die Insel zusegelte.
Admiräle... Shichibukai... kommt doch her!, forderte Nero diese Armee schweigend, aber mit einem mutigen Grinsen heraus.
"Sie kommen.", sprach Nero in die Teleschnecke, die neben ihm stand. Es kam keine Antwort, aber Nero wusste, dass man ihn gehört hatte.
Viele hatten sich vorgenommen nach diesem Krieg zurück auf die Grandline in die Neue Welt zu segeln, um Raftel zu finden oder einer der Yonkou zu werden. Nero hingegen hatte nichts dergleichen in seinen Blick gefasst. Solange er mit seinen Freunden wieder segeln konnte, war ihm das Ziel egal.
Für euch muss ich stark sein. Endlich weiß ich, wohin ich gehöre. Ich bin nicht mehr allein.
Der Kapitän der Devil May Cry stand auf und sprang vom Dach der Marinebasis.
Wenn ich diesen Krieg überlebe, Cass, werde ich dir sagen, dass ich dich liebe.






Die Anspannung im Raum war so groß dass sie regelrecht greifbar war. Angst, Ungeduld, Kampfeslust, Nervosität und vieles mehr. Krieg rief all diese Gefühle hervor. Manch eine mochte den Kampf aufsuchen. Andere hatten Angst vor der kommenden Schlacht, wieder andere vermissten ihre Familien. Es war einfach ein Schmelztiegel an Gefühlen. Soldaten die wussten dass sie in wenigen Stunden in den Krieg ziehen mussten. Claire sah sich um und musste zugeben dass selbst sie bemerkte wie düster die Stimmung eigentlich war. Und das musste schon etwas heißen, da sie nicht wirklich viel mit Emotionen anzufangen hatte. Meistens erkannte sie nicht einmal um was für Emotionen es sich handelten. Am heutigen Tag fiel es sogar ihr einfach, so gegenwärtig waren die Gefühle der Soldaten. Was Claire hier machte? Irgendwie war sie hier ungeplant gelandet. Es war einige Zeit her als sie auf der Insel angekommen war. Keine ihrer besten Ideen musste sie zugeben. Nicht das die Ankunft geplant gewesen war, aber naja…wenn es ihre Idee gewesen wäre, wäre es definitiv keine gute gewesen. Da Pläne und Claire aber so gut auskamen wie Wasser und Öl konnte keiner behaupten dass es ihre Schuld war dass sie in dieser Situation gelandet war. Reiner Zufall also.

Aber was hatte das alles mit ihrer Aktuellen Position in der Armee des Königreichs zu tun? Naja, sie ist nach der Ankunft ein wenig Spazieren gegangen und hatte sich irgendwie in der Baracke wiedergefunden. Das war aber natürlich nicht ihre Schuld. Sie war einfach nu dem Geruch des Essens nachgelaufen dass sie während ihres Spazierganges wahrgenommen hatte. Konnte man es ihr denn auch verübeln? Stellt euch vor man wandert ziellos einige Stunden durch die Gegend und auf einmal steigt einem der Duft leckeren Essens in die Nase…wer konnte dem denn wiederstehen. Claire definitiv nicht, weswegen sie sogleich ihre Beine in die Hand genommen hatte und dem Duft gefolgt ist. Was sie dann gefunden hatte? Ein Bankett…mehr oder weniger zumindest. Sie sah eine große Gruppe Personen die gemeinsam aßen. Und was sie aßen sah äußerst Lecker aus. Mehrere Schweine hingen an Spießen und wurden über einem offenen Feuer gebraten. Jeder der wollte ging mit einem Teller zu den Köchen und bekam ein Steck der Schwein. Dann gab es noch große Töpfe in denen andere Dinge gekocht wurden. Kartoffeln oder so. Und als das noch nicht genug war, verteilten Mehrere Personen frische Brotlaibe. Claire konnte da einfach nicht anders als sich einen Teller zu nehmen und sich dem Essen anzuschließen. Schien auch keinen zu stören, weswegen sie sich nichts weiter dabei gedacht hatte. Naja, das Essen war definitiv köstlich gewesen. Alleine beim Gedanken daran lief ihr erneut das Wasser im Mund zusammen.

Wie sie dann aber leider feststellen musste war das Essen nicht einfach so der Gutmütigkeit des Herrschers zu verdanken. Anscheinend handelte es sich dabei um eine Art letztes Mahl vor der Schlacht…und die Personen mit denen sie gegessen hatte waren anscheinend die Soldaten des Landes. Hätte sie vielleicht darauf kommen müssen da die meisten ähnliche Kleidung trugen. Aber naja…sie hatte andere Dinge die ihr durch den Kopf gingen. Das Essen zum Beispiel. Anscheinend haben die anderen Soldaten sie für eine Mitstreiterin gehalten und so ist sie irgendwie mitgezogen worden nachdem es hieß man solle sich auf die Schlacht vorbereiten. Sie musste aber zugeben dass die Soldaten überaus effektiv waren. Kaum hatte man gesehen dass sie noch keine Ausrüstung hatte, wurde sie zum Rüstungsmeister geschickt der ihr sogleich eine passende Rüstung verpasst hatte. Danach wurde sie weitergeleitet und hatte nun einen kleinen Rucksack mit unterschiedlichsten Dingen dabei. Der Waffenmeister gab ihr noch einen kleinen Schild und nun sah Claire ziemlich so aus wie alle anderen Soldaten. Echt effizient musste sie sagen. So fand sie sich nun zumindest in dieser Situation. Hm…Naja…dumm gelaufen irgendwie.

Aber naja…was soll‘s. Was war schließlich besser dass sie nach dem großen Mahl nicht hundert Kilo zunahm als  ein wenig körperliche Ertüchtigung. Kaum hatte sie sich auch vorbereitet erklang der laute Ton eines Horns und die Soldaten machten sich in Bewegung. Erneut wurde Claire von dem Meer an Personen Mitgerissen und stolperte aus der Baracke heraus. Sie hatte ein paar Schwierigkeiten mit dem Gleichschritt der anderen Soldaten mitzuhalten, doch ihre Nachbarn schienen es ihr nicht übel zu nehmen. Dachten wohl dass sie nervös war vor der Schlacht oder sowas in der Art. Auf jeden Fall fand sich die Grünhaarige so in Reih und Glied auf dem Hof vor der Baracke wieder. Inzwischen wurde ein kleines Podest errichtet worauf der Herrscher des landesaufstieg. Der Herrscher sah sehr…herrschaftlich aus. War das ein Wort? Keine Ahnung, war auch egal. Zumindest sah er so aus als ob er ein König oder Kaiser oder was auch immer war. Krone, langer Umhang edle Kleidung. Claire wusste nicht genau was sie tun sollte. Hatte sie sich schließlich einfach nur mitreisen lassen und getan was man ihr gesagt hatte. Das änderte sich dann aber als der König anfing zu sprechen. Seine Stimme war sehr herrisch, voller Charisma. Er sprach von Freiheit, von Ehre und davon dass sie ihre Heimat verteidigen sollten. Sehr Mitreisend. Jedes Mal als er seine Stimme erhob folgte ein euphorisches Jubeln der Armee. Er war so überzeugend dass Claire selbst mit einstimmte in den Jubel. Wie konnte sie auch anders! Sie kämpften schließlich für den Schutz ihres Landes! Für die Leben ihrer Bewohner! Für die Ehre ihres Königreiches! Sodass ihre Nachkommen sich auf ewig an diese Schlacht erinnern würden als der Tag an dem sie Siegreich ihre Heimat verteidigten!!! Und als er seine Rede beendete folgte ein vereinigter Kriegsruf der gesamten Armee. „Für Freiheit und Vaterland!!!“ Brüllte Claire im Einklang mit den anderen Soldaten, Zog dabei ihre Klinge und klopfte sie gegen den Schild wie es die anderen taten. Ein wahres Donnern war zu hören durch die schiere Menge der Soldaten. Kampfeslust brannte in Claires Herzen. Sie würde ihr Leben geben für die Bevölkerung und Heimat. Im Gleichschritt verließ die Armee den Hof und marschierten geradewegs zum Schlachtfeld. Kriegsarien wurden eingestimmt und es schien jeder die Texte zu kennen. Ein perfekter Chor in den auch Claire nach einigen Wiederholungen einstimmte. Sie waren schließlich eine Einheit. Lebten, Kämpften und Starben Seite an Seite. Kurz bevor sie dann das Schlachtfeld erreichten lehnte sich Claire leicht zu ihrer Nachbarin und stellte ihr eine frage die ihr gerade gekommen war.

„…öhm…sag mal…für was für ein Land kämpfen wir eigentlich?“







Eines Tages mit dem stolz über ihre Köpfe gehaltenen Banner der Gerechtigkeit in den Krieg zu ziehen ist eine der stereotypischen Vorstellungen, denen junge Soldaten sich nahezu täglich konfrontiert sehen. Um Kämpfe zu führen die nicht länger auf persönlicher Ebene ausgetragen werden können; Zwistigkeiten die keinerlei ausgetüftelten Dialog erlaub, sondern lediglich durch das kurzsichtige Auslöschen unzähliger Menschenleben beigelegt werden kann. Im Krieg gibt es keine Gewinner. Nur Verlierer.

Nach Blut lüsterne Piraten. Aufstände durch die Revolutionsarmee. Keine Neuigkeiten die auch nur im Geringsten einen Nerv trafen. Jahre und Jahrzehnte verliefen stets nach demselben Muster. Medien berichteten von Angriffen auf Zivilisten. Niedergebrannte Dörfer. Brandschatzung. Raubzüge. Massenmorde sogar. Ereignisse die in ihren ersten Instanzen einen eisig kalten Schauer über den Rücken der Leser laufen ließ. Nachrichten dieses Kalibers lösten tiefes Mitgefühl aus, ein dringendes Bedürfnis nach Sicherheit. Aber auch den Wunsch, helfen zu können. Aus eigener Kraft heraus, um anderen, die eben nicht in der Lage waren, ihr eigenes und das Leben ihrer Liebsten adäquat zu verteidigen. Mit der Zeit hallten die Stimmen der Leidenden kaum mehr hörbar durch die bis zum Rand gefüllten Straßen großer Städte. Der Mensch gewöhnte sich an Umstände wie diese wie kein anderes Wesen auf ihrem Planeten. Jede noch so absonderliche Situation konnte ab einem bestimmten Zeitpunkt zur Normalität werden. Schrecken. Angst. Unterdrückung. Unsagbares Leid. Qualen.
Nicht einmal der Sturz eines gigantischen Imperiums vermochte es, die Entwicklung des Menschengeschlechts gänzlich aufzuhalten. Tausende starben im Verlauf weniger Jahre; Könige fielen, neue Machthaber nahmen ihre Plätze in der Hoffnung ein, die veralteten Systeme von Grund auf neu gestalten zu können. Ganz im Sinne der Bevölkerung. Es geschah nichts jemals aus Egoismus, nicht getrieben von Gier nach Macht. Nach Reichtum oder ansehen. Nein. Mächtige hüllten sich in die einzig greifbare, die einzig vertretbare Lüge - nämlich nach einem höheren Wohl zu streben. Einem Wohl an dem sie alle würden teilhaben können. Der simple Bauer von Dawn Island, dessen Alltag aus nichts weiter bestand als dem emsigen Verteilen von Saatgut. Marktschreier auf Alabasta, welche nicht mehr kannten als die beständige Hitze von auf sie hinab gehenden Sonnenstrahlen. Trockener, unsagbar erschöpfender Wüstenluft welche die engen Gassen durchzog und ihre Lungen austrocknen ließ. Selbst der nur gering bezahlte Soldat in den Reihen der tyrannischen Marine. Sie alle, ausnahmslos, würden eines Tages davon profitieren können. An einem Tag in weiter Ferne sprachen die gespaltenen Zungen mannigfaltiger Schamanen, Priester, Trickser und Verführer.

Es war ein Tag wie jeder andere auch. Frische Sommerluft blies über den Hafen hinweg. Feine Wassertropfen mischten sich in die unsichtbaren Finger des Windes und brachten eine abwechslungsreiche Note mit sich. Einen Traum nach der Ferne; unglaublichen Abenteuern die auf hoher See warteten. Jongleure, Clowns und Schauspieler bevölkerten die Straßen. Sie alle schmierten Männern mit riesigem Wanzt, und mindestens ebenso riesigen Geldbörsen Honig um den Mund. Den Damen sangen sie von Schönheit, von nie endender Jugend. Kinder schickten sie mit Süßigkeiten, kleinen handgemachten Figürchen und geschnitzten Spielzeugen zurück. Im Hintergrund konnte man neben der Melodie des Meeres, dem Rauschen der Wogen Musiker hören. Ein jeder warb um die Aufmerksamkeit des Schaulustigen.
Niemand rechnete mit dem urplötzlichen Fall des Königreichs Goa.

Urzeitliche Macht brannte Häuser nieder. Flammen die geradezu aus dem Schlund der Hölle zu kommen schienen. Innerhalb von Minuten leuchteten Häuser, Straßen, der gesamte Hafen an dem die Freude der versammelten Bevölkerung ihren Höhepunkt fand, heller als während jedes vorangegangenen Fests. Aus dem glockenklaren Gelächter junger Hüpfer, mutiger Heranwachsender und mitten im Leben stehender Erwachsener wurden bald panische Schreie nach Hilfe. Doch auch sie verblassten zunehmend, bis nicht viel mehr übrig blieb als ein trockenes Wimmern nach baldiger Erlösung.
Finstere Schwingen kleideten den Himmel in undurchdringliches Schwarz. Winzig kleine Schuppen füllten das einst azurblaue Firmament, bis das menschliche Auge zu glauben geneigt war, ein Schreiberling der Götter habe sein allerheiligstes Tintenfass über die Welt der Sterblichen verschüttet. Für eine gesamte Insel wurde der hellichte Tag zu finsterster Nacht. Zur dunkelsten Nacht ihrer aller Leben; einer Nacht die in ihre Geschichtsbücher eingehen würde. Mit einem animalischen Schrei wurde absolut, unumstößliche Dominanz über das Meer hinaus geschickt; laut genug um angrenzende Inseln vor Unsicherheit erzittern zu lassen. Das einst so stolze Vorzeigemodell eines funktionierenden, seit Jahrhunderten etablierten Königreich war nun nichts mehr als ein in dunkelvioletten, beinahe schwarzen Flammen untergehendes Reich des Chaos. Eine zum Leben erwachte Todeszone.


Erneut waren es blendend helle Sonnenstrahlen, die bereits in frühsten Morgenstunden ihren Weg durch den dünnen Stoff weisser Gardinen fanden. Ganz so als wolle Mutter Natur ein heimliches Signal an all diejenigen senden, die in den kommenden Stunden ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen sollten. Mit unüberhörbarer Wucht klopfte der Krieg an jede Haus- und Wohnungstür. Um den Kopf der fliegenden Bestie von seinen Schultern zu trennen. Um einmal mehr den zerbröckelten Frieden herzustellen, nach dem laut und lauter geschrien wurde. Nie wieder sollte sich eine Tragödie wie die Vernichtung des Königreichs Goa wiederholen. Marine und Weltregierung schlossen einen engeren Pakt als je zuvor. Geheimnisse der Vergangenheit wurden gelüftet, Informationen ausgetauscht. Binnen weniger Tage entschied ein vereinter Kriegsrat über das genaue Vorgehen. Ein vereinter Schlag aller Mächte, die die Menschheit aufzuweisen hatte. Jeder Mann, jede Frau, selbst Jugendliche die in der Lage waren eine Waffe zu halten - sie alle wurden aufgerufen, angefleht, Beistand zu leisten. Ihre Kräfte zu bündeln, um die bedrohlich über dem East Blue schwebende Nacht auszulöschen.
Mehr als wenige Stunden blieben nicht. Am frühen Vormittag sollten bis zu den Zähnen bewaffnete Schiffe der Marine von Loguetown aus in See stehen. Von der Grand Line aus, über den Rivers Mountain hinweg; Truppengeschwader und Flotten aus dem North Blue sollten zeitgleich eintreffen und mit ihnen die größte gemeinsame Offensive antreten, die die Welt je gesehen hatte ..

Übermüdet von den kurzen Nächten der vergangenen Tage fuhr sich ein einzelner Soldat schwerfällig durch das rabenschwarze Haar. Bewusst dämpfte er seine Atemzüge, um das elfenhafte Wesen zu seiner Linken nicht aus ihrem zerbrechlichen Schlummer zu reißen. Liebevoll suchte seine rechte Hand ihre Wange; gelassen fuhren warme Fingerspitzen über ihre samtene Haut, strichen langes, seidenes Haar aus ihrem wunderschönen Gesicht. Selbst nach ihrer gemeinsamen Reise machte es nicht den Anschein, als habe sie auch nur die geringste Farbe mitnehmen können; ganz so, als weigere sich der Körper der jungen Dame dagegen, seine edle Blässe zu verlieren. Sora kümmerte dieser Umstand wenig. Denn wenn er ehrlich war gab es kaum etwas Erfreulicheres als die nicht gerade seltenen Momente, in denen die Wangen der schlummernden Prinzessin beschämte Röte annahmen.
Seine gesamte linke Körperhälfte wirkte in den ersten Momenten des Erwachens schwer. Unbeweglich. Taub sogar. Bis ihm der exakte Grund für dieses Befinden wie eine aufgebrachte Ratte direkt ins Auge spring. Nur wesentlich zufriedenstellender. Beruhigender. Für manche Menschen sogar gerechtfertigter Weise beneidenswert. Denn was die leicht angespannte Hand des Soldaten in Gefangenschaft zog, waren die glatten, nackten Oberschenkel des neben ihm träumenden Mädchens. Sie hielt seinen gesamten Arm fest umschlungen; drückte ihn an ihre Brust, schmiegte sich selbst so gut es nur ging an ihren Geliebten. Zwischen leisen, kaum hörbaren Atemzügen und gemurmelten Silben klang es ganz danach, als würde sie etwas wie "Mehr Pudding" säuseln. Nie hätte er etwas anderes erwartet. Ob hellwach oder in wundersamsten Träumen versunken - solange die Möglichkeit existierte, nach noch mehr Nachtisch zu haschen, wurde sie ergriffen.
Leise ausatmend, beinahe seufzend - und doch leise genug, um den sanften Schlummer nicht zu unterbrechen - versuchte Sora das dritte Mitglied seiner kleinen Familie ausfindig zu machen. Nicht neben ihm auf dem hölzernen, warm im Schein der Morgensonne glänzenden Boden. Nicht zu seinen Füßen, eingerollt in die Bettdecke. "Tama-chan~", hauchte er flüsternd "Wo bist du, kleine, verfressene, argwöhnische, verwöhnte--" Unterbrochen wurden die anmaßenden Beschreibungen durch ein hauchzartes Pfötchen, welches sich aus ungewohnter Position direkt auf sein rechtes Auge zu legen schien. Sora spürte das grollende Brummen des hübschesten Tieres der gesamten Welt. Direkt über seinem Kopf. Breit grinsend wanderte sein Blick hinaus; noch reichlich müde rümpfte die Fähe ihre Nase, gähnte ausgiebig und schien keine Anstalten zu machen, sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. ".. Faule, temperamentvolle, egoistische--" Eine zweite Pfote landete direkt auf seinem Gesicht. Anstatt ihm gleich beide Augen auskratzen zu wollen spürte der Takeuchi lediglich, wie die kleinen, spitzen Zähnchen der Fuchsdame an seinem Schopf knabberten. Gefolgt von unzufriedenem Schnauben. Einem Niesen. Scheinbar hatte Tamamo, verschlafen wie sie war, nicht ganz gefunden, was sie im ersten Moment angepeilt hatte.
Ohne ein Wort zu murmeln wurde die Fuchsdame umfasst. Stets darauf bedacht, keine allzu ruppige, unnatürliche Bewegung herauszufordern legte er das kleine Wesen auf seinem Bauch ab. Genau dort wo sie sich am wohlsten fühlen durfte. Gewärmt nicht nur durch die Sonne, welches das rötliche Fell zum Glänzen brachte, sondern auch eine gewisse Person, die sich für die Eigenschaft rühmte, stets enorme Wärme auszustrahlen. "Du wirst auf Mir-chan aufpassen müssen, wenn ich gehe." Gefühlvoll strichen seine Fingerspitzen um die reflexartig zuckenden, dunkelbraunen Öhrchen. "Ich kann sie unmöglich mit mir nehmen. Nicht diesmal." Nur Momente nachdem die ersten Funksprüche Loguetown erreicht hatten, wusste der Soldat genau, worauf er sich einstellen musste. Auf eine Schlacht, von der womöglich keine Geschichten aus erster Hand erzählt werden würden. Weil die Chance mehr als realistisch ausfiel, dass niemand lebendig zurückkehren würde ..
Hunderte Male schossen dem jungen Mann Überlegungen durch den Kopf, was man ihm und seinen Mitschülern immer und immer wieder geraten hatte. Für Fälle wie diese. Situationen wie diese, in denen jeder Schritt exakt geplant werden musste. Abschied nehmen. Von jeder Person die ihnen am Herzen lag. Mutter. Vater. Verwandte. Von Freunden und Bekannten. Geliebten. Sie sollten sich absichern. Berry zurücklegen. Erspartes weiterreichen. Ihre Liebsten in die Ferne entsenden. Ihre Leben so sicher gestalten wie nur irgendwie möglich. Sie sollten das Schlachtfeld ohne Reue betreten. Ohne die Furcht, etwas vergessen zu haben. Frei von abweichenden Gedanken, die ihre ohnehin gen Null tendierenden Überlebenschancen in die tiefsten Tiefen stürzen ließen.
Sora war keiner dieser Menschen.
"Ihr zwei Schönen seid alles, was mein Leben lebenswert macht." Ein aufrichtiger Blick der bernsteinfarbenen Augen glitt zur Seite. Auf seinen Lippen ruhte ein unsicheres Lächeln. "Niemand richtet derartige Zerstörung an und kommt ungeschoren davon." Kleine Lichtblitze zuckten knisternd über dem Handrücken des Takeuchi, während dieser unbehelligt und gefühlvoll durch das Fell der Fuchsdame strich. Scheinbar ohne zu zögern richtete sich Tamamo auf. Gerade weit genug, als dass ihr feuchtes, kleines Stupsnäschen seine Nasenspitze erreichte. Gefolgt von ihrer rauen Zunge, die mehrere Male über seine bartlosen Gesichtzüge huschte. "Ich liebe euch beide auch."

Ihm blieben nicht mehr als zwei Stunden. Zwei Stunden in denen sie scheinbar ohne die geringste Sorge gemeinsam in den Tag hinein leben konnten. Ein letztes Mal gemeinsam in der viel zu hellen Sonne baden. Ein letztes Mal Wärme austauschen. Die zarten Berührungen des jeweils anderen empfinden. Nur den Moment auskosten. Alles andere vergessen.
Bis die Realität sie wie ein unaufhaltsamer Sturm einholt und mit unvergleichbarer Inbrunst auseinander reißt.

Der Krieg kennt keine Gewinner. Nur Verlierer.

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BeitragThema: Re: Writing Contest: Oktober 2015   Fr 30 Okt 2015 - 9:16

'Takeuchi Sora' hat folgende Handlung ausgeführt: Würfel

#1 '[WC] Platz 1' :


--------------------------------

#2 '[WC] Platz 2' :


--------------------------------

#3 '[WC] Platz 3' :
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BeitragThema: Re: Writing Contest: Oktober 2015   

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