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We place our nightmares on the Great Tree

Takeuchi Sora
Sora T.

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BeitragThema: We place our nightmares on the Great Tree   Di 29 März 2016 - 21:06

Arashi (Konomi Island, East Blue) - Wie schon seit hunderten Jahren wird Reina ihre panische Flucht durch die längste Nacht ihres Lebens antreten ..

In traditioneller Manier beginnen die Bürger des Dorfes Arashi ihre Vorbereitungen für das erst rund zwölf Monate später stattfindende Fest des Blutmondes.
Bedingt durch die wiederholten Erschütterungen ihrer Insel, die allgemeinen Unruhen, nicht zuletzt aber auch die vehemente Zerstörung der Metropole Goa beginnen und verlaufen jene Vorbereitungen in regelrecht schleichendem Tempo.
Angst steht in den Augen von Männern und Frauen, während Kinder voll Unsicherheit zum Himmel aufblicken und ungehörte Fragen stellen. Fragen nach ihrer Zukunft, den Weg ihrer Welt, aber auch die naiven Fragen, ob es gute und böse Menschen dort draußen auf den Meeren gibt. Menschen die sich an der Angst anderer laben, wie ruchlose Dämonen. Menschen die Hass in sich Tragen, Leid in anderen auslösen, keinen anderen Weg kennen als den der Herabwürdigung, des Zorns und Zerstörung. Menschen die nicht mehr länger Menschen sind. Menschen, die die Bezeichnung "Mensch" nicht wert sind. Abschaum.

Ihre Ängste sind jedoch Motivation, Sinn und Zweck des Blutmond Festes zugleich.
Zahlreiche Erzählungen ranken sich um diese seit Jahrhunderten gepflegte Tradition, die nach den Aussagen weniger noch lebender Ältesten länger von Bestand sein soll als die Insel Konomi oder ihre ersten Bewohner selbst. Ihre noch bis zum heutigen Tage vollzogenen Riten sollen aus einer Zivilisation stammen, die längst vergessen, aus den Geschichtsbüchern gestrichen wurde.
Manche sagen, es handle sich um das Bezwingen böser Geister, die Konomi in einer bestimmten, sich wiederholenden Sommernacht heimsuchen. Ein Kampf zwischen Gut und Böse, ein Ringen um Dominanz des Diesseitigen und Jenseitigen. Ein Fluch den sie alle in ihren Herzen tragen, eine seit Geburt des Menschengeschlechts inne getragene Sünde.
Andere hingegen schlagen sich auf die religiös angehauchte Seite und sprechen von einer Reinigung ihres Gewissens und ihrer Seele von jeglichen Lastern, die im Verlauf des vier Zyklen angesammelt wurden.

Letztlich ist es aber nur der Große Baum, der die Geheimnisse der Bewohner in sich aufnimmt und von ihnen zu berichten weiß. Der "Große Baum", wie er von den Dorfbewohnern genannt wird, soll in den Sommertagen zunehmend stärker werdende, magische Kräfte entfalten und zusammen mit Hohepriestern in der Lage sein, alles Übel zu vertreiben. Aus ihrem Dorf, ihren Häusern, aus den Menschen und all jenen, die gewillt sind, sich dem seit Urzeiten bestehenden Ritual zu unterziehen.

Rationalisten auf der anderen Seite würden lediglich behaupten, es sei eine geschickte Masche um Besucher anzulocken. Denn neben dem mystisch angehauchten Hintergrund der Festivitäten, sind sie noch immer das - ein großes, farbenfrohes Fest. Arashi erstrahlt für einen einzigen Tag in neuem Glanz. Mit Gauklern und Schauspielern, Handelsständen, einem mit bunten Laternen gespickten Markt, Musik und Tanz, örtlichen Speisen und Spezialitäten. Ein Höhepunkt des Spiritualismus, ganz ohne Frage.
Aber auch eine Quelle des Geldes und eine Suche nach Reputation. In welchem Sinne das Blutmond Fest tatsächlich abgehalten wird, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ebenso wie die Suche nach dem versteckten Funken an Wahrheit hinter den mysteriösen Riten von jedem selbst angetreten wird.

_________________

He devours her pride, she controls his rage,
Like a chain she ties him,
His fire running through her veins.




A black fire, a white flood,
they're light and darkness,
the beginning and the end of the world.
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