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Das Kaminzimmer

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Gamemaster
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BeitragThema: Das Kaminzimmer   Sa 10 Dez 2016 - 17:12


•• Kaminzimmer ••


Eine offene Feuerstelle im großen Raum, der eigentliche Feuerraum besteht aus Lehmboden damit dort keiner Feuer fangen kann. Aber nach einer Stufe beginnt ein Holzboden. Dahinter befinden sich Tatami matten, darauf stehen viele Kotatsus, an jedem genannten Objekt können genau 4 Leute gemütlich sitzen und ihre Beine darin verstecken ohne das es zu eng oder zu persönlich wird. Insgesamt befinden sich in dem raum 10 Stück.


Zuletzt von Gamemaster am Fr 20 Jan 2017 - 19:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Takeuchi Sora
Sora T.

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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   So 11 Dez 2016 - 17:34


[Eventeinstieg]

Sanft knisterndes Kaminfeuer ließ eine nur allzu willkommene Wärme in der gesamten Räumlichkeit aufsteigen. Nahe liegender Holzboden wurde durch den beruhigenden, an das Abendrot erinnernde nicht nur erhellt, sondern zusätzlich von seiner beißenden Kälte befreit. Brennendes Holz ruhte in der Luft und mischte sich mit dem subtilen Duft von Teig der einige Räume weiter verarbeitet wurde. Ob es sich dabei um zur Jahreszeit passenden Kekse handelte, oder doch Brot, welches zu jeder Gelegenheit - morgens zum Frühstück, oder doch abends zu warmen Mahlzeiten - angeboten wurde, kümmerte den Soldaten nur marginal. Er genoss die Atmosphäre; ruhige Gespräche die um ihn herum in sämtlichen Ecken des Kaminzimmer geführt wurden, im verschneiten Vorgarten spielende, lachende, frohlockende Kinder, die sich über kaum etwas anderes Gedanken machten als die noch sorgsam verpackten, ihnen bevorstehenden Geschenke.
Tief in seinem braunen Kapuzenpullover verschwunden, Arme und Hände vor dem Torso verschränkt und im jeweils gegensätzlichen Ärmel vergraben kümmerte sich der jungen Mann hingegen nur um die Tatsache, dass ihm hier wohl nicht kalt werden würde. Ein Blick aus dem Fenster heraus offenbarte nicht nur die gleißend helle Mittagssonne, deren Strahlen seine bernsteinfarbenen Augen zusammenzucken ließ, sondern auch die dicken Schneeflocken, welche unbekümmert und leicht vom Himmel auf die Insel herab segelten. Dächer, Straßen und selbst der in der Ferne liegende Wald lagen bereits seit Wochen, so erzählte man ihm, unter dem eisigen Schleier des Winters. Ein unsicheres Seufzen drang aus seiner Kehle. Vor nur ein paar Tagen war er von Gray Island zurückgekehrt. Zurück in seine Heimat. Und doch hatte Sora einen wichtigen Teil seines Herzens zurückgelassen; inmitten des unecht schimmernden, dem wie Schnee leuchtenden Blumenmeer, welches man auf seinen Wunsch hinaus über größte Teile der gesamten Insel verteilt hatte. Alles zu lediglich einem Zweck - um Aoko zu gedenken. Sie niemals, nicht in hundert, nicht in tausend Jahren in Vergessenheit geraten zu lassen.
Lediglich die unerwarteten Empfindungen in seiner Brust ließen den Soldaten darüber sinnieren, wie sehr er sich im Verlauf eines einzigen Jahres verändert hatte. Nicht zwingend körperlich, dafür gab es keine offensichtlichen Indizien; sondern auf emotionaler Ebene. Beinahe erweckte es den Eindruck als würde jede einzelne Reise, ganz gleich ob es sich dabei um einen unbeabsichtigten Abstecher in einen anderen Blue handelte, oder aber die mehr als nur geplante Aufgabe handelte, für welche der Soldat angefordert worden war. Jedes der darauf folgenden Ereignisse wandelte seine gesamte mentale Konstitution. Und ausnahmslos jedes Mal lag die Wichtigkeit nicht etwa bei den Handlungen selbst, den Überraschungen welche das Leben für ihn im Verborgenen hielt - sondern bei einem ihn begleitenden Menschen. Im vergangene Winter war es Aoko gewesen, die ihm zeigte, was es bedeutete, eine andere Person aufrichtig und mit vollem Herzen zu lieben. Dass es nicht nur ein Mythos war, dem herkömmliche Menschen Anheim fallen konnte. Sondern auch jemand wie er. Über den Verlauf der letzten zwölf Monate hingegen war es ein unschuldiges, nervöses, zierliches Priestermädchen gewesen, das ihm bewies--
Nichts davon konnte dem Schwarzhaarigen seine tief sitzende Aversion gegen den still und heimlich rieselnden Schnee nehmen. Oder die unwirkliche Kälte, mit der er assoziiert wurde. Nichts in diesen Sphären würde ihn jemals diese schicksalhafte Nacht vergessen lassen. Nicht die tödliche Kälte welche sich in dicken, rostigen Ketten eng um sein gesamtes Wesen geschlungen hatte, und auch nicht die absolute, vollkommene Leere, welche sich einem expandierenden Loch in seiner Körpermitte ausbreitete. Mit keinem anderen Ziel als in unendliche Tiefen zu ziehen und dort bei lebendigem Leib zu verschlingen.
Trotz allem saß er nun hier. Gemütlich die Beine von sich streckend, die Wärme genießend, die mit jeder Sekunde mehr in seinen Körper eindrang. Die Rückkehr in heimische Gefilde hatte weit mehr für den Takeuchi getan, als ihn realisieren zu lassen, dass Einsamkeit nicht länger sein ständiger Begleiter war. Sie hatte ihm inneren Frieden gebracht. Das Bewusstsein, seine Liebste nicht im Stich zu lassen, wenn er ihr nicht den Rest seines Lebens widmete - sondern nur hier und da, in kleinen Teilen, ganz spielerisch und mühelos winzige Puzzleteile sammelte, erstellte, neu arrangierte und verteilte, um ihr eines fernen Tages das Ergebnis seiner Existenz auf der Fläche des Planeten zu präsentieren.
Ein stummes Lächeln ruhte auf den bartlosen Zügen des Soldaten. Mit geschlossenen Augen suchte er nach seiner rechten Hand, fand sie, und strich wiederholt um seinen Ringfinger. Erfahrungen wie diese hatte er sich nie zu träumen erhofft. Und doch waren sie nun Teil seines gesamten Wesens. Nicht bloß ein manischer Tagtraum, der ihn nicht aus seinen Fängen ließ; keine schaurigen Geister die ihn des Nachts verfolgten und um den Schlaf brachten. Sie waren Realität. Eine Realität, die er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen würde.


» Onsen

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He devours her pride, she controls his rage,
Like a chain she ties him,
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A black fire, a white flood,
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Kana
Kana

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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mo 16 Jan 2017 - 19:33




kommen von: Die Straßen [Nero & Kana]
Der Fremde ließ sie ganz schön lange auf die Antwort warten und unter anderen Umständen hätte sie ihn vermutlich mit dem Gesicht nach vorne in den Schnee befördert, um sich auf seinen Rücken zu setzen damit er ihr antwortete – doch getrieben durch die Kälte, sowie dem Wunsch nach Wärme, ließ sie es bleiben. Immerhin war es eine brauchbare Antwort gewesen. Sie mochte kurz ausfallen, gab ihr jedoch Bestätigung darin, dass sie an die richtige Person geraten war.
Sie erwiderte seinen Blick, ehe ihre Brauen nachdenklich nach oben wanderten – diese markanten blauen Augen kannte sie irgendwoher, wusste sich im Moment jedoch keinen Reim darauf zu machen, weshalb sie zunächst nicht weiter darüber nachdachte. Auf ihr Getränk, das sie ihm anbot, kam keine Reaktion, jedoch erklärte er sich der Fremde dazu bereit ihr den Weg zur Taverne zu zeigen, verlangte jedoch eine eigenartige Gegenleistung. Zugegeben: Kana waren bereits viel eigenartigere und ekligere Angebot gemacht worden, jedoch kam das indirekte Verneinen, empfand sie es als solches, auf ein gratis Getränk unerwartet. Wer würde freiwillig verlangen, dass jemand Fragen beantwortete dafür, dass er die Antwort auf die eigene Frage lieferte?

»Na gut! Ich werde dir drei Fragen beantworten. Mit dem Getränk wärst du besser gefahren.«, meinte sie beiläufig und folgte ihm, als er wieder einen Fuß vor den anderen setzte. Er jetzt fiel der Piratin außerdem auf, dass er einen Kopf kleiner als sie war. Nun, sie war es gewohnt die meisten zu überragen, ins besondere Frauen, bei einem Mann wirkte es noch einmal anders – ja es belustigte die Hexe ungemein, jedoch ließ sie sich davon nichts anmerken. Am Ende würde er einen Rückzieher machen und sie stünde wieder am Anfang ihrer Suche.
Sein Name, welchen er so beiläufig erwähnte, ließ letztlich – auch wenn es etwas brauchte – den Grosche fallen. Diese eisigen Augen waren ihr bereits auf einigen Steckbriefen, die hier und da hingen oder dank dem Wind durch die Straßen getragen wurde, begegnet. Nero Reign, gesuchter Pirat und Kapitän einer berüchtigten Crew – das erzählte sich zumindest das gewöhnliche Fußvolk, sie hingegen bemerkte nichts Besonderes an ihm, sah sie von der ruhe in seinem Blick ab. Zugegeben, das lag jedoch an dem Umstand, dass sie ihn überragte, weshalb die Furcht, welche manch einer bei seinem Namen spürte, nicht an sie herankam – sah sie davon ab, dass sie ihn noch nicht einmal kannte. Ihr Weg führte sie durch die Straßen vorbei an aufgeregtem Gelächter, hinein in eine Taverne, deren warme und stickige Luft wie eine Faust auf ihr Gesicht traf, als sie die Tür öffneten. Doch das hielt sie nicht einen Herzschlag lang davon ab, sich an Nero vorbeizuschieben, sich in einem Zug von Mantel und Schal zu entledigen, bevor sie sich ohne Umwege an einen Kotasu setzte. Ihre Beine verschwanden unter dem Stoff, während sie den Mann zu sich winkte. Was blieb er im Türrahmen stehen? Erwartete er Beifall?

Ungeduldig darauf wartend, das er den Weg zu ihr fand, gab Kana dem Barmann ein Zeichen zwei Glühweine, unabhängig davon ob Nero einen wollte, zu ihnen zu bringen. »So so, der große Nero Reign will mir drei Fragen stellen.«, richtete sie an ihn, als er sich zu ihr gesellte, während sie das Kinn in der rechten Hand bettete und ihn mit den eigenen roten Augen in die seine sah. »Das ist eine Taverne. Du hast mich hergebracht. Also ist es nun an mir meine Abmachung zu halten, was?« Eigentlich war ihr nicht danach überhaupt irgendwelche Fragen zu beantworten, nicht zuletzt, weil sie nicht selten Kopfschmerzen bekam, wenn sie länger darüber nachdachte oder versuchte Fragmente ihrer Vergangenheit im eigenen Gedächtnis zu suchen. Trotzdem brach sie keine Abmachung, solange ihr Gegenüber seinen Part einhielt und das hatte er mit dem Aufzeigen des Wegs zur Taverne getan, dementsprechend blieb ihr gar keine Wahl, als sich seine Fragen zu stellen – wie schlimm konnte es auch schon werden?
Der Barmann brachte auf einem Tablet zwei dunkelblaue, heiß dampfende Tassen, gleichzeitig stieg der Hexe der verführende Duft des Glühweins in die Nase. Kana war eine Weinliebhaberin, doch diese Art von Wein war ihr fremd, weshalb sie umso ungeduldiger war, einen Schluck zu nehmen – doch eines hatte sie ihre Ungeduld in Bezug auf heiße Getränke gelehrt: Immer mit der Ruhe! Aus diesem Grund schenkte sie diesem, so schwer es ihr auch fiel, zunächst keine Beachtung, sondern widmete sich ihrer Begleitung. »Was brennt dir auf der Zunge?«, hakte sie nach und hob die Mundwinkel für einen flüchtigen Moment zu einem Lächeln an.
@Nero & Kana

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I will have to run, away*
A million mile from home, I'm walking ahead
A soldier on my own, I don't know the way

I'm riding up the heights of shame, I'm waiting for the call
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* From the dawn of time to the end of days
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Nero
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 18 Jan 2017 - 15:53


Winter | Nero, Kana

cf: Die Straßen

Mit dem Getränk wäre er besser gefahren? Wohl kaum. Nero bezweifelte das doch stark. Informationen und Gespräche waren viel interessanter als Getränke. Und dank diverser Umstände war er definitiv nicht arm. Der junge Kapitän war nicht darauf angewiesen, dass man ihm sein Essen und Trinken bezahlte. Und er war nicht auf die Bewunderung einer Frau wie @Kana aus.
Gemeinsam betraten sie das Kaminzimmer der Taverne. Kana hatte es ganz offensichtlich sehr eilig hier einzukehren und entledigte sich schleunigst ihres wärmenden Mantels. Nero tat es ihr gleich, aber im Gegensatz zu ihr mit einer gewissen inneren Ruhe. Dann folgte er ihr zu dem Platz, den sie gewählt hatte, und ließ sich nieder. Nero hätte lieber einen Stuhl oder dergleichen gehabt, aber das hier tat es auch. Immerhin sorgte diese Art eines Tisches für die nötige Wärme, um den ganzen Körper zu erreichen. "... der große?", wiederholte Nero, nachdem er eine für ihn angenehme Position eingenommen hatte. Ganz so elegant wie bei Kana sah das Ganze aber nicht aus. Er rätselte noch ein wenig über ihre Aussage. Sie hatte damit unmissverständlich zu Verstehen gegeben, dass sie ihn aus Erzählungen und Steckbriefen zu kennen schien. Natürlich kannte sie damit einen lediglich geringen Teil von ihm.
Nero ließ sie etwas warten. Sie erklärte zwar, dass er nun an der Reihe war seine Fragen zu stellen, da er ja den Teil seiner Abmachung erfüllt hatte. Der Schwarzhaarige hatte jedoch mitbekommen, dass Kana auf eine Getränkebestellung wartete. Da Nero nicht wollte, dass ihm jemand ins Wort fiel, wartete er also geduldig darauf, dass die beiden Tassen gebracht wurden. Er kannte den Geschmack und Duft von Glühwein. Der hohe Alkoholanteil in diesem Getränk hielt Nero noch davon ab etwas davon zu trinken. Er wollte aber auch nicht, dass man ihn für unhöflich hielt. So legte er beide Hände zunächst einfach an den Becher, um sich aufzuwärmen und machte damit schlicht den Eindruck darauf zu warten, dass das Getränk abkühlte - ähnlich wie Kana, die dafür jedoch ihren Becher leicht schwenkte.
"Hm, möglicherweise reicht sogar diese eine Frage: Welche Geschichte steckt hinter deinem Kopfgeld von zehn Millionen Berry?", fragte er dann relativ unvermittelt, ohne auf ihr zuvoriges Nachhaken einzugehen. Er sah das Zucken ihres Lächelns und fragte sich, ob dieses gleich verschwinden würde. Mit dieser Frage hatte Nero bewiesen, dass auch er rudimentäre Kenntnisse von ihr hatte. Tatsächlich hatte der Kapitän des Demon Corps aber keine Ahnung, wie ihr Name lautete. Lediglich ihre Augen hatten das Bild des Steckbriefes in seinem Geiste geweckt. Zehn Millionen Berry, da war er sich sicher - eine Summe, die einst auch auf ihn ausgesetzt war. Inzwischen war er mehr als achtmal so viel wert. Und Nero wusste auch, dass es sicherlich einen Grund gab, warum ihm ihr Bild im Gedächtnis geblieben war. Unnützes Wissen speicherte er nur selten in seinem Hirn - oder griff darauf zurück. Möglicherweise also hatte er bereits Gerüchte über ihre Taten gehört, weswegen ihn nun genauer interessierte, was sie verbrochen hatte. Er sah ihr genau ins Gesicht, während er auf eine Antwort oder Reaktion wartete. Dank seines Hakis würde er die Gefühle, die sie möglicherweise verbarg, ohnehin spüren. Und er würde spüren, ob sie die Wahrheit sagte. Diesen Trumpf jedoch behielt er zunächst - wie sagte man so schön - in der Hinterhand.

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Nero - Absolute Demon /// All Out Battle!

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Kana
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 18 Jan 2017 - 19:48




Für ihren Geschmack brauchte er viel zu lange, um zu ihr zu treten, als wäre er lethargischer als die Faultiere dieser Welt – den überaus weiten Weg hinter sich gebracht, wiederholte er, sichtlich überrascht, ihre Worte. Offenbar wurde er nicht häufig mit dieser Wortkombination angesprochen, zugegeben: Nero war nicht besonders groß und das wollte sie ihm definitiv unter die Nase reiben. »Rein metaphorisch natürlich. Ansonsten wäre ich wohl die Große.« Kana lächelte ihm verstohlen zu, während er sich setzte. Sie war ungeduldig auf seine Frage, genauso wie sie ungeduldig darauf war endlich den ersten Schluck des Glühweins zu nehmen. Im Gegensatz zu ihrem Gegenüber, der ruhig seine Hände um die Tasse legte, ließ sie das Getränk in ihrer hin- und herschwappen, ehe die Ungeduld doch gewann. Vorsichtig führte sie diese an ihre Lippen, atmete ein weiteres Mal den süßen Duft des alkoholischen Getränks ein, ehe sie bedacht am süßen Nektar nippte.
Keinen Sekundenbruchteil zeichnete sich jedoch Enttäuschung in ihrem Gesicht ab, nicht weil es ihr schmeckte, sondern viel mehr, weil sie nichts schmeckte. Sie verbrannte sich die Zunge und schluckte den Schmerz stumm hinunter, obwohl sie deutlich spürte, wie ihr die Hitze sich auf ihren Wangen abzeichnete.

Trotz allem tat sie es so ab, als wäre nichts gewesen, konzentrierte sich auf seine Frage, während sie innerlich den Glühwein verfluchte. Neros Frage überraschte sie, nicht weil sie sich ertappt fühlte, sondern sie damit das erste Mal seit geraumer Zeit zum Nachdenken darüber angeregt wurde, denn wirkliche Gedanken machte sie sich über ihr Kopfgeld nie, wenngleich die Steckbriefe mit ihrem Bild lästig werden konnten, wenn sie jemand erkannte. Schweigend ließ sie ihre Tasse vor sich auf den Kotatsu sinken, während sie an dem jungen Mann vorbei blickte. »Gute Frage.«, sprach sie mehr zu sich, als zu ihrer Begleitung. Kana dachte ernsthaft darüber nach, konnte jedoch in keine klare Antwort darauf finden. Sie wusste was sie anstellte, doch sie war der festen Überzeugung, dass diese kleine Taten ihr keine zehn Millionen Berry Kopfgeld beschaffen würden.
Wohlwissend, dass es in ihrem Unterbewusst sein stets ein drückendes Pochen gab, wenn sie versuchte einige Jahre zurück zu denken und auf Erinnerungslücken traf, wie sie es jetzt tat. »Darauf kann ich dir keine klare Antwort geben. Ich ziehe Personen über den Tisch in dem ich ihnen Tricks vorgaukel oder Tanze – aber das wird mir kein Kopfgeld einbringen, geschweige denn den Titel D ‚die Hexe‘.« In ihren Worten lag keinerlei Intention ihr Gegenüber aufs Kreuz zu legen und zu belügen, schließlich hätte sie nichts zu verlieren, wenn sie ihn darüber aufklärte, weshalb es die Regierung offenbar für nötig hielt eine derartige Summe auf ihren Kopf auszusetzen. Wieder in Gedanken versunken setzte Kana die Tasse erneut an ihre Lippen und nahm einen größeren Schluck, während die Welt um sie herum verschwamm, als auch an Details verlor. Sie konzentrierte sich auf seine Frage, nach einer Antwort suchend – doch sie fand nichts, außer ein sinnbildliches Schloss vor einigen Erinnerungen.
@Nero & Kana

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Nocturna
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 18 Jan 2017 - 22:01

[Eventeinstieg]

Schritt für Schritt.
Nocturna blickte auf ihre blanken Füße, ungeschützt vor dem kalten Schnee röteten sich bereits ihre Zehnspitzen und auch ihre Fingerkuppen wurden immer stärker durchblutet. Kälte war die Meerjungfrau aus den Tiefen gewohnt. Ebenso wie die Dunkelheit war sie eine ihrer Hebammen gewesen und hatte sie auch auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter begleitet. Hier jedoch... sie fröstelte. Diese Beine wollten nicht in die Kälte. Sie waren nicht so gut geschützt wie ihr schwarzes Schuppenkleid. Empfindlich waren sie. Zart und zerbrechlich wie Porzelanstatuetten und genauso steif hatten sie sich anfangs auch angefühlt. Damals, als sie sich so richtig aus dem Wasser gewagt hatte und Roshin aufs Land gefolgt war...

… damals?
War es denn wirklich schon so lange her?

Ein frischer Wind kam auf und riss unsanft an ihrem blonden Zopf. Sie blieb ob der Wucht dieser Naturgewalt stehen und verfluchte die Empfindlichkeit ihrer derzeitigen Erscheinung. Einen Augenblick später hob sie schützend die Hand an den Kopf, um sich einerseits vor den Wetterbedingungen zu schützen, der auch einige Schneeflocken mit sich brachte, als auch, um ihre andauernden Kopfschmerzen ein wenig zu beruhigen. Nein, sie wusste weder woher sie kamen, noch was eigentlich mit ihr passiert war. Die Meerjungfrau war lediglich inmitten einer weißen Landschaftspracht aufgewacht und hatte sich über ihren zitternden Körper gewundert, dessen Lippen und Glieder bereits leicht blau angelaufen waren. Zeit für Fragen gab es da nicht. Sie war einfach aufgestanden und hatte sich in Bewegung gesetzt. Wirr blickend, nach Roshin suchend und schließlich nur noch ratlos weitergehend, war dies schließlich die einzige vernünftige Tat in einer solchen Situatuion gewesen. Es war seltsam, Nocturna konnte sich an absolut nichts erinnern, was mit ihrer derzeitigen Lage in Verbindung gebracht werden könnte. Da war nur das Bild des gewaltigen Rückens eines Megalodonmenschens, dem sie ihre Freiheit zu verdanken hatte. Erst klar und dicht vor ihr, dann weiter weg und immer kleiner werdend. Das war alles. Mehr war da nicht. Hat er mich wirklich einfach zurückgelassen? Das kann ich mir gar nicht vorstellen, wurden wir überrascht? Menschen? Ein Sturm? Wann wurden wir getrennt? Ist er auch hier auf dieser Insel?

Und während sie so durch das Schneetreiben gestapft war und festgestellt hatte, dass ihre menschlichen Füße nicht so grob behandelt werden konnten wie ihr Fischschwanz, da war ihr ein Lumpenmantel auf dem Straßenrand aufgefallen, der vermutlich mal einem Vagabunden gehört hatte. Er war dreckig, fleckig, roch streng und hatte einige Löcher, allerdings war er relativ dick und so hatte die Meerjungfrau nicht gezögert und sich eben diesen um die Schultern geworfen. Die Schließe bestand aus einem matt schimmerndem Knopf, der das Weiß des Schnees ringsum reflektierte und gerade so den Stoff zusammenhielt. Eine Kapuze besaß dieser Mantel auch nicht, geschweige denn Ärmel. Aber es war besser als nichts. So fror sie nicht mehr allzu sehr, doch spürte sie langsam wie ihre Zehen taub und ihre Kopfschmerzen stechender und eindringlicher wurden.
Zeit einen Unterschlupf zu suchen... grübelte sie im Stillen auch wenn sie dafür die Gefilde des von ihr selbst auserkorenen Feindes aufsuchen musste: Dem Menschen. Seit ihrer Gefangenschaft hatte sie sich nicht mehr in die Nähe dieser Kreaturen gewagt. Dies war nur natürlich, wurde sie doch womöglich noch verfolgt und konnte es sich daher nicht leisten allzu auffällig zu werden. Ihre geschuppten Ohren zitterten allein bei dem Gedanken sich in ein Haus dieser Scheusale zu begeben. Viel zu leicht würden sie Nocturna erkennen können. Ob sie ihre Ohren nicht irgendwie verbergen könnte? Ihr Kopftuch anders arrangieren vielleicht?

Da zerrte erneut ein kräftiger Wind an ihren Sachen und ließ ihre Gedanken innehalten. ]i]Scheiß drauf. Ich geh in eins dieser beschissenen Häuser, ruh mich aus und zisch dann wieder ab. Wenn mir jemand quer kommt, mach ich ihn einfach einen Kopf kürzer.[/i] beschloss sie und versuchte ihre dennoch anhaltenden, protestierenden Gedanken zu beruhigen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ratlosen Umherirrens, erreichte die Blonde schließlich ihr Ziel, was sich in Form einer Taverne vor ihr offenbarte. Die letzten Meter rannte sie, da ihre Füße drohten wie zierliche Eiskristalle zu zerbrechen. So fühlte es sich jedenfalls an. Nocturna öffnete die Tür, kam beinahe hereingestolpert, fasste sich wieder und sah sich um.

Warm war es hier. Sehr warm und dieser Unterschied trieb ihr eine wohlige Seligkeit ins Herz, welche die Meerjungfrau aufatmen ließ. Okay... ein bisschen Geld habe ich noch, das wird für einen warmen Schluck reichen. Der Mantel der ihr nichts bedeutete, landete trotz muffigem Geruch sorgsam auf dem Kleiderständer, während sie selbst zielstrebig durch den Raum spazierte und dabei tappsende Geräusche auf dem Holzuntergrund verursachte. Auch dieser war warm. Ein immenser Unterschied zu draußen und so begann ihr Körper regelrecht zu glühen. Doch es verlangte sie nach mehr... Schnurstracks peilte sie einen Kotasu an, der sich in angenehmer Entfernung zu den bereits anwesenden Gästen befand, versuchte dabei alle Blicke zu ignorieren und auch den in ihr aufkeimenden Drang zu unterdrücken, finstere Blicke als Antwort zurück zu senden. Stattdessen wollte sie sich auf das Glücksgefühl konzentrieren, was die Geborgenheit dieses Ortes mit sich brachte und so glitten ihre empfindlichen Glieder in einer fließenden Bewegung unter den niedrigen Tisch, während sie sich selbst etwas zurücklehnte, die Augen schloss und einfach nur ausatmete.
Nocturna fühlte sich keineswegs sicher. Sie war darauf bedacht niemandem in die Augen zu sehen, nicht einmal der Wirt konnte ihren Blick einfangen, vielmehr schickte sie diesen mit der nüchternen Erklärung fort beim nächsten Mal mit einem heißen aber alkoholfreien Getränk wieder zu kommen.
Dann war sie auch schon wieder allein. Ihre Gedanken kreisten und sie faltete nachdenklich die Hände.

Was jetzt?
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Leviii
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Sa 21 Jan 2017 - 17:59

Cf: Tannenwald

Wie lange noch Levi in dieser Eishölle hätte aushalten können, bis sie der sicherer Tod ereilte, wäre nur eine Frage von Minuten gewesen. Zu weit hatte sich die Weißhaarige in die Wildnis herausgetraut, ohne überhaupt etwas über die Insel zu wissen. Ihre Neugier hatte sie mal wieder in Gefahr gebracht und hätte sie nicht den Wetterumschwung im rechten Moment noch mitbekommen, hätte sie diesen Ausflug mit ihrem Leben bezahlt. Bis zu den Knochen durchgefroren, die Klamotten fühlten sich dank des Schnees um einige Kilo schwerer an und schlimmer als jeder Winter den die Lively schon durchgemacht hatte, kam sie als einer der Schlusslichter bei der Taverne an. Dieser Schneesturm oder was sich dort anbahnte - das Mädchen konnte es schlecht sagen, war sie in Meteorologie schon immer eine Niete gewesen - hatte nicht nur sie, sondern auch zahlreiche andere erwischt. Auf den ersten Blick kannte sie niemanden da draußen und wie Waschbären die beim Durchstöbern der Müllreste erwischt wurden, suchten auch die Anwohner und vermeintlichen Gäste das Weite, Hauptsache irgendwie ein Dach über den Kopf habend.

Die Tür kraftvoll zur Taverne aufstoßend, taperte die von der ins Gesicht strömenden Wärme blindlings ins Zimmer, musterte aus Gewohnheit einmal die ganze Bagage, die sich bis dato hier eingefunden hatte, und trottete mit aller letzter Kraft schnurstracks zu der Feuerstelle, um sich unmittelbar davon hinzulegen - die Funken, die ihren Mantel treffen könnten, in Kauf nehmend. "Ignoriert mich...", kam es nur flüsternder Weise von Levi, "...ich lieg' hier nur rum." Das Letzte, was Levi wollte war, dass nun jemand kam und sich nach ihrem Wohlergehen erkundigte, noch versuchte festzustellen ob sie tot sei, hätte sie weiter geschwiegen. Sie schätzte ihre aktuelle Lage noch recht gut ein, vom Gesundheitlichen wenn man bedachte wie lange sie in dieser verdammten Kälte ausgehalten hatte. Ihre Haare, ebenso wie die makellose Haut würden davon Spuren mit sich tragen. Ihre Lippen füllten sich langsam wieder mit Leben, je länger sie nun an der Feuerstelle blieb. Es würde noch eine Weile dauern, aber mehr und mehr würde sich die zierliche Gestalt mit Leben füllen und auch wenn es wohl das klügste gewesen wäre, jetzt aus den kalten und teilweise Nassen Klamotten hinaus zu kommen, so zog die Weißhaarige es vor vorerst liegen zu bleiben und in Ruhe gelassen zu werden, während sie ihren Selbstversuch des Aufstauen startete.

Vor einigen Wochen hatte sie schon mal so ein Scheiß-Wetter mitmachen müssen. Kälte stand der Soldatin nicht, sie war eher der Fan von warmen Temperaturen und hätte man es im Vorfeld absehen können, wäre sie hier gleich hingegangen anstatt einen kurzes Schlenker durch den Wald zu wagen. Damals, während ihre kleinen Reise durch die Blues, hatte sie mit Sammy und Harry den Winter bekämpft. Auf Konomi war es zwar nicht annähernd so kalt gewesen wie hier, aber es war eine ähnlich bescheuerte Situation. Und jetzt? Ja, nun lag sie inmitten eines Raumes, vor einer Feuerstelle, umzingelt von Fremden, die entweder Freund, oder Feind sein könnten. Aber bei Levi war nicht viel an Berrys zu holen, sollte sie jetzt einschlafen...

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Mutio
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Di 24 Jan 2017 - 12:11

CF: Das Dorf - Steakhouse

Fast schon etwas wehmütig blickte die zierliche Dame der Fischmenschen Rasse auf die paar Reste ihres Steaks welches sie leider nun zurück lassen musste. Viel besser als sie es jemals hätte erwarten können hatte das gute Stück Fleisch geschmeckt. Nie hätte sie es sich träumen lassen das das Fleisch der Oberflächenbewohner so gut schmeckte. Wäre ihr diese Tatsache eher bewusst gewesen dann hätte sie schon viel früher ein solches Gasthaus aufgesucht. Das Fleisch war zart und doch bissfest, eine Explosion aus verschiedenen Geschmackseindrücken hatte sich über ihre Zunge den Gaumen entlang in ihrem Mund ausgebreitet. Vielleicht oder eher bestimmt lag es aber natürlich auch daran das Benkei das Steak so gut zubereitet hatte das es Mutio so mundete. So bald sie die Zeit finden würde wäre ein erneuter Besuch dieses bestimmten Steakhouses als erster Punkt auf ihrer Agenda.

//Erfrieren will ich dann ja doch nicht//

dachte sich die immer noch entzückte Navigatorin schließlich und zog dabei ihren Mantel über. In der Tat wäre es sicher sinnvoller die Nacht heil zu überstehen als für ein Stück Fleisch jämmerlich zu erfrieren. Es gäbe sicherlich die ein oder andere Person die das Anders sähe, aber Mutio hatte schon noch Lust zu leben. Vor allem jetzt wo sie so eine Köstlichkeit entdeckt hatte. Nach all dem Sänieren über den delikaten Geschmack ihres Males könnte die kleine Navigatorin glatt wieder Hunger bekommen also begab sie sich lieber doch auf den Weg. Auf die Schnee bedeckte Straße getreten überkam Mutio trotz ihres Mantels sofort ein eisiger Schauer. Der Besitzer des Steakhouse hatte nicht übertrieben. Die Temperatur schien fast minütlich weiter zu sinken und wenn sie nicht aufpassen würde, würde sie als Tiefkühöfisch enden. Keine schöne Vorstellung!

//Bei Poseidons Schwanzflosse ist das kalt! Wenn ich nicht bald wieder ins Warme komme frieren mir meine Flossen ab//

dachte Mutio mit einer leicht roten Nase zu sich und beschleunigte ihren Schritt. Zu dieser unsäglichen Kälte gesellte sich nun auch noch ein umso frostiger Wind begleitet von heftigem Schneefall. Nur durch die Beleuchtung der Häuser und Straßen konnte die Navigatorin überhaupt noch etwas sehen wo sie hin ging. Bei solch einem Wetter war Mutio schon überrascht das hier überhaupt Menschen leben konnten. Viele Fischmenschen bezeichneten Menschen immer als schwache Kreaturen aber sie persönlich konnte sich keinen Fischmenschen vorstellen der auf dieser Insel freiwillig leben würde oder auf längre Sicht überleben würde. In diesem Moment hatte sich die menschliche Spezies wenigstens bei Mutio einige Pluspunkte geholt. Man kann sich in Anbetracht dieser frostigen Umstände ziemlich gut vorstellen wie erleichtert und froh die kleine Fischdame war als sie endlich die Taverne erreicht und aus all dem Schneegestöber endlich ein warmes Haus betreten konnte.

"Woah! Endlich!"

konnte man die sonst eher so stille und zurückhaltende Navigatorin aufrufen hören. Eine alte Dame empfing die Neuankömmlinge und wies allen mit kurzen Worten die noch freien Zimmer zu. Fast wie ein geölter Blitz war Mutio auch so gleich in das gerade angesprochene Kaminzimmer geflitzt und hatte sich mit samt ihres Mantels vor den Kamin geworfen. So eine Kälte hatte sie noch nie erlebt! Sonst musste sie Angst haben das ihr Hautfilm verdunstet, aber das er gefriert? So etwas kannte sie nicht. Mit einem entspannten Seufzen genoss die kleine Dame die Wärme und nahm dabei wenig Rücksicht auf die anderen Anwesenden. In der Tat hatte sie diese nicht einmal bemerkt. Zu sehr war sie damit beschäftigt gewesen einen warmen Fleck zu finden. So vergingen einige Minuten bis sich Mutio einigermaßen aufgewärmt hatte. Erst jetzt schaute sie sich etwas im Kaminzimmer um und bemerkte das sie ja gar nicht so alleine war. Es hatten wohl überaus viele Leute in der Taverne eine warme Zuflucht gefunden.

//Wow~ So viele Leute//

Mutio setzte ein seichtes Lächeln auf und blickte nur mit ihrem Kopf aus ihrem Mantel heraus zu den ganzen Anderen. Ein zaghaftes Winken diente als Begrüßung bevor sie sich etwas in eine Ecke am Kamin verkroch. Das war ihr jetzt doch unangenehm. Sie hatte ungewollt so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und das konnte für ihre Art oft unangenehm Enden. Nicht unbedingt gleich mit dem Tod aber doch öfter als man denken mag in der Sklaverei, was wohl so gesehen schlimmer als der Tod wäre. Mutio kam sich doch etwas dämlich vor. Gerade wurde sie schon im Steakhouse angesprochen und nur aus reinem Zufall war sie einem längeren Gespräch entgangen und jetzt das hier.

//Vlt sollte ich auf mein Zimmer gehen... immerhin kann dort maximal nur eine andere Person sein//

dachte sich die zierliche Fischdame und schaute etwas Richtung des Ausganges. Sie hatte nicht mitbekommen wer ihrem Zimmer mit zugeteilt wurde, zu sehr war sie damit beschäftigt gewesen den Kamin in Beschlag zu nehmen. Aus diesem Grund blickte sie sich etwas unentschlossen um. Sollte sie gehen oder doch noch die Wärme des Kamines genießen?

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"spricht"
//denkt//


Zuletzt von Mutio am Di 7 Feb 2017 - 18:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Nero
[Pirat] Supernovae

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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Do 26 Jan 2017 - 17:28


Winter | Nero, Kana?, ???

Nero konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als @Kana die Auswirkungen ihres Heißgetränks spürte. Es war kein schadenfrohes, sondern lediglich ein amüsiertes Grinsen.
Dann stellte Nero seine Frage und hielt Kana anschließend genau im Blick. Der Piratenkapitän war überrascht, dass sie darauf keine Antwort geben konnte. Sie hatte wirklich keine Ahnung, was sie getan hatte. "Kurios.", erwiderte Nero also lediglich, während er sie genau fixierte. Jeder andere wäre vielleicht dem Irrglauben erlegen, dass dei Dame log. Dank seines Hakis wusste Nero, dass sie die Wahrheit sprach. "Dann ist es eigentlich sinnlos dir meine weiteren Fragen zu stellen.", erklärte Nero mit einem kurzen Lachen. "Vielleicht treffen wir ja wieder aufeinander, wenn du die Antwort auf meine Frage kennst."

Es verging einiges an Zeit, die Nero und Kana noch mit belanglosem Plausch verbrachten. So bekamen sie sehr zeitig mit, welche Warnungen an das gesamte Dorf gingen. Schnell füllte sich die Taverne mit weiteren Besuchern, die versuchten dem Treiben des Wetters zu entgehen. Jedem war ein Dach über dem Kopf versprochen worden und die einzige Taverne, die genug Leute aufnehmen konnte, war diese, in der Kana und Nero sich ohnehin schon befanden. "Ganz schöner Aufstand.", murmelte er in ihre Richtung. Dafür jedoch war Nero einer der ersten, der sich einen Schlüssel zu einem freien Zimmer geben ließ. Der Wirt wies ihn darauf hin, dass er das Zimmer mit jemandem teilen musste, da sich alsbald sicher noch mehr Leute melden würden. Nero gab zu verstehen, dass dies für ihn kein Problem darstellte. Während man schlief, musste man sich auch nicht mit anderen Menschen auseinander setzen. Daher würde Nero schon zurecht kommen.
Irgendwann hatte Nero dann auch etwas gegessen. Und in dem Wissen, dass die Taverne kaum leerer werden würde. Als jemand, der die Gesellschaft fremder Menschen nicht gerade genoss, hatte er beschlossen sich einfach in sein eigenes Zimmer zurückzuziehen und alsbald zu schlafen. Also hob er die Hand in Richtung Kana zum Abschiedsgruß und lief zu seinem Zimmer: Nummer 4.
Er hatte schon einen Teil seiner Kleidung abgelegt, als er die Zimmertür öffnete. Gerade hatte sich eine Hand schon an den Bund seiner Hose gelegt und diese geöffnet, damit er es sich etwas bequemer machen konnte, da erstarrten seine Bewegungen in diesem Moment.
"Wer seid ihr und warum vögelt ihr in meinem Zimmer?! Hättet ihr nicht irgendetwas an die Tür hängen können?!", rief er mit lauter Stimme, sodass es jeder in der Taverne mitbekommen musste. Er hatte beide noch nie gesehen, wusste also nicht, wer @Musashi und @Solveig waren, aber kombinierte so weit, dass wenigstens einer der beiden ebenfalls Gast auf diesem Zimmer war. Aber drei waren in einem Doppelzimmer einer zuviel. Und da Nero unmissverständlich dem Zimmer mit der Nummer 4 zugeteilt worden war, war einer der beiden Liebespartner wohl hierher eingeladen worden.
Da seine beiden Fragen letztlich rhetorischer Natur gewesen waren, schloss er das Zimmer so schnell, wie er es geöffnet hatte, und überließ die beiden ihrer Libido. Er hatte kein Interesse zuzusehen oder gar in irgendwelche Spiele mit einbezogen zu werden. Man wusste ja nie, was für Gestalten mit welchen Vorlieben sich in dieser Taverne herumtrieben. Nachdem er die Tür geschlossen hatte, legte er sämtliche Kleidung wieder an, derer er sich entledigt hatte, und kehrte in das Kaminzimmer zurück. Wortlos setzte er sich an den Tisch, an welchem er zuvor mit Kana gesessen hatte. Er achtete zunächst nicht einmal darauf, ob Kana dort überhaupt noch saß.
"Jetzt brauche ich den stärksten Whiskey, den sie hier haben.", erklärte Nero und schüttelte sich kurz. Ab jetzt war in dieser Nacht alles möglich. Sobald Nero anfing Alkohol zu trinken geschahen die seltsamsten Dinge. Denn der junge Kapitän vertrug nicht viel dieses bewusstseinsverändernden, flüssigen Stoffes. Wer auch immer also Lust hatte auf einen verrückten Abend hatte nun die Gelegenheit sich zu Nero zu gesellen!
Wie auf Stichwort brachte der Wirt Nero alsbald ein Glas mit Whiskey. Eis brauchte er darin definitiv nicht, denn der Whiskey war durch die Lagerung im Keller und den niedrigen Außentemperaturen kalt genug. Er hob das Glas und fragte nur: "Wer trinkt mit mir?"
Es war kein betrunkenes Gebrülle, sondern eine wohl formulierte Frage in angenehmer Lautstärke. Möglicherweise fühlte sich jemand angesprochen, denn es war immer schöner gemeinsam zu trinken als allein. Diese Erfahrung hatte Nero auf Tequila Wolf gemacht, als die ganze Crew mit den ehemaligen Sklaven und Bewohnern der Brücke gefeiert hatte. Auch an diesem Abend hatte Nero etwas zuviel Alkohol getrunken, aber glücklicherweise war kein großes Unheil geschehen. Ob allein oder nicht: Nero nahm einen kräftigen Schluck des Whiskeys, verzog kurz das Gesicht und stellte das Glas dann vor sich ab.

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Nero - Absolute Demon /// All Out Battle!

Bitte verlinkt mich immer, wenn Ihr mit mir postet! Smile

Unterzeichner Petition für Hijikata H.F. Tōshirō's Umbenennung:
 

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Nocturna
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Do 26 Jan 2017 - 21:31

Ihr Blick glitt immer wieder nach draußen, dorthin wo Wind und Eis wüteten.
Scheinbar nahmen die Kräfte der Natur immer weiter zu, wodurch folglich immer mehr Menschen die Taverne betraten. Da war eine Frau, die sich direkt vor den Kamin legte, Fischmenschen, gewöhnliche Menschen, Reisende von fern und nah. Es wurde zusehnst voller, doch als jemand fragte, ob neben Nocturna noch frei sei, schaute sie denjenigen nur aus giftigen Augen heraus an. „Nicht für dich...“ hatte sie gezischt und schon war der Mann wieder verschwunden, nicht ohne ihr eine harmlose Beleidigung an den Kopf zu werfen. Nocturna ignorierte es. Tatsächlich versuchte sie so viel Zeit wie möglich an diesem Ort zu verbringen, denn nach draußen konnte sie bei der Kälte nicht mehr. Natürlich behagte ihr dieser Umstand ganz und gar nicht. Nicht einmal das Angebot von Übernachtung und Essen konnten sie dabei beruhigen, denn sie befand sich in den Gefilden der Menschen. Dabei hatte sie doch gehofft endlich von ihnen fort zu kommen, doch scheinbar hatte das Schicksal andere Pläne mit ihr und so sah sie sich gezwungen die Gaben der Menschen anzunehmen. Ich futtere es ihnen einfach weg. Dann hat ein anderer Mensch nichts mehr davon redete sie sich dabei ein und konnte dadurch mit ruhigerem Gewissen zulangen. Seltsamerweise schmeckte es sogar sehr gut und sättigte so schnell, dass sie bald den halben Teller von sich fortschieben musste und sich in ruhiger Manier zurücklehnte. Mittlerweile war es wirklich voll geworden sodass das vorherrschende Stimmengewirr immer lauter anschwoll. Eine höchst unanhenehme Situation, doch egal wie häufig sie auch hinaus schaute das Wetter wurde nicht besser, schlimmer noch, bald schon tanzte der Wind mit den Schneeflocken einen mehr als beunruhigend wilden Tanz.

Nocturna gab die Hoffnung aber noch nicht auf. Sie ermahnte sich ruhig zu bleiben und weiterhin zu warten. Ihren halb aufgegessenen Teller wurde so nach und nach doch noch einmal angerührt und mit dem Vergehen weiterer Zeit leerer und leerer gegessen. Schlussendlich mochte sich die Meerjungfrau keinen Zentimeter mehr bewegen und der Gedanke noch einmal in dieses Schneegestöber zu marschieren löste sich in Luft auf. Nein. Sie wollte bleiben. Egal ob Menschen unter diesem Dach schliefen oder nicht, sie war müde, hatte kaum schützende Kleider am Leib und wusste ohnehin nicht wohin mit sich. Also überwand sie sich, übte sich in Disziplin, stand auf, steuerte den Wirt an und fragte nach einem Zimmer.

Es war das Zimmer 9 und das steuerte sie an, nachdem sie ihren Lumpenmantel vom Kleiderhaken gepflückt und dem Kaminzimmer einen letzten Blick über die Schulter geschenkt hatte. Bitte lass es ein Einzelzimmer sein... betete sie.

-> Zimmer 9
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Elias
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Di 31 Jan 2017 - 16:57


Winter | Elias, Ayumi, ???

Elias konzentrierte sich vor allem darauf sicher zur Taverne zu kommen. Ayumi hatte sein Angebot angenommen ihn zu begleiten, weswegen er hin und wieder mit einem Schulterblick sicherstellte, dass sie nicht verloren ging – bei diesem Wetter wäre so etwas kein Wunder gewesen.
Es schien so, als würden sie gerade noch rechtzeitig die Taverne erreichen. Mit einem kräftigen Satz drückte Elias die Tür mit voller Wucht auf. „WOW!“, rief er, als er hinein stolperte. In seiner Vorstellung hatte er mit einer schwerfälligen Tür gerechnet. Gerade noch so hielt er sich auf seinen Beinen und bekam wieder einen sicheren Stand. „Ganz schön voll hier.“, stellte Elias fest und sah kurz zu Ayumi. Er machte einige Schritte in den Raum hinein, damit sie ebenfalls hineinkommen und die Tür schließen konnte. Sicherlich würden sich die ersten bereits beschweren, dass es zu kalt wurde. „Such dir doch schon einmal einen Platz, Ayumi.“, schlug er vor. „Ich besorge die Getränke. Ich denke etwas Warmes für dich zum Aufwärmen? Oder was möchtest du?“ Geduldig wartete er ihre Antwort ab, bevor er nickend zur Bar lief, wo der Wirt bereits auf ihn wartete. Elias bestellte für sich selbst einen Glühwein und für seine blauhaarige Begleitperson eben das, was sie sich gewünscht hatte. Mit beiden Getränken ausgerüstet folgte er ihr zum Tisch, den sie ausgewählt hatte und setzte sich dazu. Vorher jedoch stellte er die Getränke ab, um nicht aus Ungeschicktheit die Flüssigkeiten zu verschütten.
„Das ging jetzt ganz schön… schnell.“, murmelte Elias mit Blick auf den Schneesturm vor den Fenstern. „Wie sieht’s denn bei dir aus, was die Nacht angeht? Hast du ein Zimmer hier?“, fragte er neugierig. Er selbst hatte bereits ein Zimmer bezogen – das Zimmer mit der Nummer 5. Und gerade jetzt überlegte er weiter, wie er den Abend verbringen wollte. Vermutlich blieb ihm nichts anderes übrig als hier zu bleiben. Es sah nicht danach aus, dass das schlimme Wetter noch einmal umschwingen würde. Aber er wusste nicht, wie interessiert Ayumi an einem Gespräch oder einem solchen Abend war. Und nichts gegen sie, aber auf Dauer wurden einfache Gespräche auch für ihn etwas langweilig. Irgendwie hoffte das Rotauge, dass noch etwas passierte. Er hoffte, dass in diese Taverne noch etwas Feuer hineinkam. Und möglicherweise hatte er dafür sogar die richtige Idee, aber er benötigte auch den richtigen Zeitpunkt. Wenn er diesen abpassen konnte und vielleicht noch jemanden für diese Idee begeistern konnte – oder noch mehr als nur eine Person – dann kam vielleicht etwas Leben in diesen Laden.
Zunächst jedoch hatte Elias ja noch seinen Glühwein. Da dieser so langsam etwas abkühlte, versuchte Elias es schlürfend mit einem kleinen Schluck. Er war noch nicht wirklich trinkbar, aber immerhin wärmte die geringe Menge an heißer Flüssigkeit ihn ein wenig von innen auf. „Das tut guuuut…“, grinste er und hielt die Tasse zwischen beiden Händen. Auf diese Weise wärmte das Getränk nicht nur seinen Körper von innen, sondern auch seine Hände von außen auf. An kalten Tage waren Heißgetränke wirklich eine Wohltat. Er war sicherlich nicht der einzige in dieser Taverne, der das so sah.

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Ayumi
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 1 Feb 2017 - 19:43



Mittlerweile tanzten dicke Schneeflocken vom Himmel, welche sich vereinzelt auf den Schultern der hübschen Blauhaarigen niederließen und im mageren Schein der Straßenlampen wie kleine Diamanten funkelten. Sonderlich beachtet wurde eben jenes Schauspiel jedoch nicht. Dafür blieb keine Zeit, wollte die Kisaragi endlich der eisigen Kälte entkommen.
Letztendlich war es auch endlich soweit. @Elias und Ayumi erreichten nach einigen eisigen Minuten des strammen Marsches die hiesige Taverne. Endlich - fühlte die Ärztin mittlerweile kaum noch ihre Finger.spitzen Entsprechend glücklich wirkte die junge Dame auch, als ihre Begleitung die Eingangstüre zur Taverne aufdrücke und etwas der wohligen Wärme, die zur Türe herausdrückte, einen kurzen Ausblick darauf bescherte, was im Inneren wartete. Noch glücklicher erschien Ayumi, als Elias einen kleinen Schritt zur Seite tätigte. Eben so, das nunmehr auch Ayumi ungehindert eintreten konnte. Etwas, das sich die Blauhaarige nicht zwei Mal sagen ließ. Die erbosten Blicke der Gäste, die sich gleich am Eingangsbereich niedergelassen hatten, wurden mit einem schmalen, entschuldigenden Lächeln gemildert. Mit eisiger Zugluft musste am Eingangsbereich einfach gerechnet werden, weshalb die Schönheit auch nicht sonderlich auf eben jene Personen einging, sondern einfach die Türe hinter ihren Rücken schloss. "Wenn du mich so fragst, dann hätte ich bitte gerne einen Grog.", entgegnete sie Elias, welcher sich soeben nach ihrem Getränkewunsch erkundigt hatte. Heiß. Süß. Aus hochprozentigem Rum. Und genau das Richtige um sich aufzuwärmen. Befand jedenfalls Ayumi.
Für einen kurzen Augenblick schaute Ayumi ihrer Begleitung hinterher, dann suchten die blauen Iriden auch schon ein paar freie Plätze, an welchem die Bestellung genossen und die bittere Kälte vertrieben werden konnte. Nur. Sonderlich viel Auswahl hatte die Kisaragi nicht. Ganz schön voll hier, wie Elias noch wenige Minuten zuvor festgestellt hatte, schien auf dem ersten Blick recht untertrieben. So voll, das sich die Gäste schon stapelten mussten, war es auf der anderen Seite aber glücklicherweise nicht. Und selbst wenn, ihre Mero Mero hätte es ganz bestimmt gerichtet. Wie dem auch sei – Ayumi musste nicht bewusst mit ihren teuflischen Kräften spielen, hatte die Schönheit nach einigen Augenblicken einen geeigneten Platz gefunden und bezogen. Jener war sogar recht gemütlich. Nicht zu Nahe am Kamin oder der Eingangstüre. Und vor allem nicht genau mittig des Raumes, konnte man dort bestimmt nicht einmal sein eigenes Wort verstehen. Er war genau richtig, wenn man die Kisaragi fragte.
Eben erst niedergelassen, schon wurden die Getränke serviert. Von ihrer Begleitung höchstpersönlich. "Was schulde ich dir?" Ein fragender Blick traf den Schwarzhaarigen. Durchschnorren wollte und würde sich die Blauhaarige nicht. Hatte sie bisweilen nicht. Würde sie jetzt auch nicht anfangen. Auch wenn sich ihre nächsten Worte wohl oder übel gänzlich anders anhörten. "Ich muss gestehen das ich mich bislang noch um kein Zimmer für die Nacht gekümmert habe." Bisweilen hatte die Blauhaarige immer Glück gehabt. Und selbst wenn das Glück sie Heute verlassen hatte, also sonderlich schlimm wurde ein fehlendes Zimmer für die Nacht nicht erwachtet. Schlaf brauchte die Schönheit kaum welchen und solange sie immer wieder einmal eine Bestellung aufgeben und diese auch bezahlen konnte würde man sie schon nicht einfach vor die Türe setzten.




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Leviii
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   So 5 Feb 2017 - 18:57

Es war schon beeindruckend wie viel Leben in so kurzer Zeit wieder in die Lively floss, was sich deutlich mit einem immer größer werdenden Lächeln und einem zufriedenen Gesichtsausdruck auf ihren Zügen widerspiegelte. Sie selbst fragte sich immer in solch doch kurzen Momenten, wie Menschen sich so etwas selbst antun konnten. Wie Menschen freiwillig auf so genannte Winter-Inseln wie Drumm leben konnten und nicht schnellstmöglich das Weite suchten. Ihre langsam enteisten Glieder in alle Richtungen streckend, gefolgt von einem lauten Ausatmen, konnte auch ihr Umfeld wieder Lebenszeichen des Mädchens ausmachen und alle, die dachten sie läge sich wie ein sterbender Hund zur letzten Ruhe hin, wurden beruhigt, auch wenn Levi selbst nicht glaubte dass es hier viele gab die es interessiert hätte wenn sie hier starb, außer vielleicht der Angestellte der ihren zierlichen Körper hinausschmeißen musste.

Wenigstens hatte sie die Kältefront überlebt und musste zugeben, dass es ein aufregendes Gefühl war dem Tode erneut von der Klinge gesprungen zu sein. Es sollte nicht zum Hobby werden, aber das Gefühl, dass es ihr letzter Tag auf Erden hätte sein können, war erfrischend und Angst einjagend zugleich. Zuerst richtete sie sich mit dem Oberkörper auf, ignorierte jegliche Ruhe ihres Umfeldes und blendete vollkommen alles aus, um sich selbst einige Minuten der Ruhe schenken zu können und dankbar zu sein, dass sie mehr Glück besaß als Verstand. Die kleinen Schürfwunden, die der Wolf ihr zugefügt hatte, waren fast schon vergessen und eigentlich wäre ihr nach Sake zumute gewesen, lehnte aber innerlich das Gesuch nach eines Trinkpartners ab, als ihr eine fremde Person nach jemanden für Whiskey schrie. Dass er die vorher mitbekommenden Bilder aus seinem Gedächtnis löschen wollte und alle aufkommenden Gefühle der Ekel mit Alkohol ertränken wollte, waren nachvollziehbar, aber das Mädchen brauchte erst einmal einen Ort an dem sie sich umziehen konnte.

Auch wenn die Chance bei der Anzahl an Besuchern gen Unmöglichkeit grenze, hoffte doch ihr Innerstes auf ein Einzelzimmer, auch wenn sie nicht die finanziellen Mittel besaß solch utopischen Wunschgedanken in die Tat umzusetzen.

Levi verweilte noch einen kurzen Moment vor dem Kamin, richtete sich dann anschließend wieder aufgewärmt und voller Tatendrang wieder auf und suchte das Barpersonal auf, dass mit großer Hoffnung auch zusätzlich für die Zimmer nötig war. Eine Erleichterung fuhr ihr durch den Körper, als sie einen Schlüssel in die Hand bekam, doch traute sich nicht nachzufragen ob sonst noch wer dort auf sie warten würde. Sich somit dem Ungewissen stellen, blieb abzuwarten ob auch ein verliebtes Paar dort auf sie wartete, ein betrunkener Spinner der seinen Tausch ausschlief, oder eine Person die einen ebenso zerstörten Endruck wie die Soldatin machte.

tbc: Zimmer 9

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Elias
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Di 7 Feb 2017 - 13:39


Winter | Elias, Ayumi, ???

Tatsächlich entschied sich @Ayumi für etwas Warmes: Grog. Damit hatte sie wohl noch mehr Alkohol im Becker als Elias. Während er sich darum kümmerte, wählte sie einen guten Platz zum Sitzen – weder zu nah am Kamin noch zu nah an der Eingangstür. Die Blauhaarige besaß einen scharfen Blick für solche Dinge. Zufrieden nahm das Rotauge Platz und sah Ayumi dann etwas überrascht an. „Ach, Quatsch, du schuldest mir nichts. Sieh es als Ausgleich für die Hilfe auf dem Eis.“, grinste Elias dann. Er sah es weder als seine Pflicht noch als feine Art an ihr ein Getränk auszugeben. Für ihn war es eine Geste der Freundlichkeit, weil doch sie es zuvor gewesen war, die Freundlichkeit bewiesen hatte.
Auf seine Frage nach den Zimmern gestand Ayumi ihm, dass sie noch kein Zimmer hatte. Elias sah noch einmal zum Wirt der Taverne, dann wieder zu ihr. „Hm…“, begann er, dann lächelte. „Also wenn ich es richtig verstanden habe, muss heute keiner auf der Straße schlafen! Hier wird wohl für jeden gesorgt.“, versicherte er halbwegs überzeugt. In dieser Hinsicht hatte das Rotauge jedoch kaum eine Möglichkeit ihr zu helfen, denn er verfügte über sein Zimmer ja nicht selbst. Irgendeine Lösung würde sich schon finden. Ayumi wirkte ohnehin nicht wie eine Frau, die nicht auch allein zurecht kam.
In Elias‘ Gedanken formte sich derweil weiter die Idee hier etwas für Stimmung zu sorgen. Sein Gedanke war einfach: Musik. Mit seiner Gitarre und Gesang konnte er sicherlich ein paar Weihnachtslieder schmettern, die perfekt zur festlichen Stimmung dieses Dorfes passten. Natürlich wäre seine Interpretation eine etwas andere als die gewohnt stille und besinnliche Musik, die man dann erwartete. Aber Elias war ja auch fähig sich zurückzuhalten. Jetzt gerade also überlegte er bei sich, welche Lieder ihm überhaupt einfielen. Und dann musste er nachdenken, welche er auch wirklich spielen konnte. Ein solches Vorhaben wollte immerhin wohl überlegt sein, denn blamieren wollte sich Mr. Shoubidouba auch nicht. Sein weißer Anzug, den er dabei hatte, würde aber auf jeden Fall passen. Vielleicht fand er jedoch irgendwo auch ein Weihnachtsmannkostüm… ? Jetzt, wo er darüber nachdachte: In seinen Augen würde er sicherlich keinen schlechten Weihnachtsmann mimen. Und es wäre das perfekte Outfit für eine solche Showeinlage. Als er so nachdenkend seine Tasse geleert hatte, wandte er sich wieder an seine weibliche Gesellschaft. „Du, Ayumi… ich denke ich sorge für etwas weihnachtliche Musik. Was hälst du davon?“, fragte er und zwinkerte ihr zu. Ohne jedoch eine Antwort zu erwarten war er sogleich in Richtung der Theke verschwunden. „Hey, ähm… wie wär’s mit ein bisschen Musik?“, fragte Elias dann unvermittelt und der Wirt sah ihn überrascht an. „Kannst du für Musik sorgen? Das wär‘ klasse, wir haben mit den ganzen Leuten hier schon genug zu tun!“, erwiderte dieser ihm und ein süffisantes Lächeln legte sich auf die Lippen des Rotauges, während Elias nur langsam nickte.

Einige Minuten später saß Elias in einer kleinen Ecke des Kaminzimmers – in voller Montur: roter Mantel, rote Mütze, rote Hose, schwarze Stiefel. Lediglich auf den weißen Bart hatte er verzichtet, da er ihn möglicherweise beim Singen gestört hätte. In die Gespräche und Geschäftigkeit der Taverne hinein begann Elias dann zu spielen und zu singen. Er begann mit ‚Jingle Bells‘ und hielt sich dezent zurück, um niemanden bewusst zu stören – dennoch war er für alle, die sich auf die Musik konzentrierten, gut zu hören. Und wer wollte, konnte ja auch jederzeit einsteigen in seinen Gesang. Die Gitarre, die er relativ rockig bespielte, war vielleicht ungewohnt für die anwesenden Gäste – auch Elias‘ kratzige, harte Stimme brachte man vielleicht nicht sofort mit Weihnachten in Verbindung, aber er spielte und sang alles sauber. Und schon hatte man das Gefühl, dass etwas vom Geist der Weihnacht auf die Menschen überging. Elias sah definitiv in den Gesichtern einiger Gäste, dass sie sich gut unterhalten fühlten. Und das war letztlich für ihn als Musiker die Hauptsache. Auch er vergaß alsbald den starken Schneesturm, der draußen vor der Taverne in diesem Dorf tobte.
Vielleicht fühlte sich der ein oder andere ja sogar eingeladen mitzusingen und mitzuspielen. Elias wusste nicht, was die anwesenden Personen hier so drauf hatten, aber er gab ja hier auch kein Konzert. Das war recht gut daran zu merken, dass er nach dem ersten Song eine kurze Pause einlegte. Vereinzelt klatschten die Leute an ihren Tischen, sodass sich Elias aber immerhin bekräftigt fühlte einen weiteren Song zu spielen: ‚White Christmas‘. Dieser Song kam seiner tiefen Stimme sicherlich zu gute. Von einer weißen Weihnacht brauchte zumindest hier niemand zu träumen. Der Schnee draußen war sehr real und sehr weiß.

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Kana
Kana

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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Di 7 Feb 2017 - 18:50




Nero machte nicht den Eindruck überhaupt Interesse a ihrer Antwort zu zeigen oder schien schlichtweg enttäusch darüber, dass sie nichts über die eigenen Taten wusste. Kana hob indessen eher nachdenklich die Brauen in die Höhe, während sie am Glühwein nippte und ihr Schluck von Mal zu Mal größer wurde, ehe die erste Tasse bereits geleert war. Der Fortlauf ihres Gesprächs entpuppte sich als nett – so hätte sie es zumindest beschrieben, wäre sie danach gefragt worden, denn ihr Interesse zu wecken gelang dem Piraten nicht. Aus diesem Grund verliefen seine Worte zu einem unbedeutenden Hintergrundrauschen, ehe er sie sitzen ließ – na ein Glück. Dank der eigenen Faulheit festgewachsen am Platz wollte sich die junge Frau nicht rühren, umso besser war es, dass sich der Schwarzhaarige verzog, denn so konnte sie sich wichtigerem widmen: Noch mehr Glühwein. Sie hob die Hand in Richtung der Bedienung und gab ihr zu erkennen, dass sie eine weitere Tasse wollte auf diese warten würde.

Obgleich sich sogar die Blicke der Frau und Hexe trafen, verging Zeit – zu viel Zeit wie sie empfand – und trotzdem stand keine neue Tasse gefüllt mit dem heißen Nektar der Sünde vor ihr, weshalb sie irgendwann grummelnd aufstand, um zum Tresen zu treten. In einer flüssigen und raschen Bewegung schnappte sie sich das Tablett auf dem sich Tasse an Tasse schlichtete, und trat protzig los. »So wird das richtig gemacht!«, zischte sie genervt in Richtung der Bedienung und sprang zeitweilig als Haushilfe ein, um die Tassen an die Anwesenden im Zimmer zu verteilen, völlig gleich ob diese überhaupt einen Glühwein wollten oder nicht. Dabei gewann Kana zudem einen guten Überblick wer oder was sich überhaupt hier einfand und dabei stach ihr etwas – das sie irgendwoher kannte – ins Auge. „Es“ war vor dem Kamin, offenbar um sich aufzuwärmen – DAS würde sie sich genauer ansehen. Mit Leichtigkeit das Tablett auf der linken Hand balancierend, brachte sie dieses zurück an den Tresen, während die Brunette junge Frau sie mit giftigen Blicke löcherte, griff sich die Piratin die letzten zwei Tassen und trat an den Kamin heran. »Hey, du da! Fischi!« Kana wusste um was es sich bei der Person handelte, in ihrem Unterbewusstsein pochten Bilder der Vergangenheit, zwar ungenau, aber deutlich genug um zu erahnen was es war.

Es war nicht unbedingt die freundlichste Art jemanden anzusprechen, wenngleich sie es nicht abwertend meinte, sondern verhindern wollte, dass sich irgendjemand völlig zufällig umdrehte – „Du“ war doch sehr allgemein gehalten. Kaum das Kind der Meere erreicht, reichte sie ihr eine Tasse und schnupperte an der eigenen. Der süße Duft jagte ihr ein weiteres Mal einen eisigen Schauer den Rücken hinab – hach! Sie konnte es kaum abwarten, zügelte sich im Vergleich zu vorher jedoch, denn noch einmal die Zunge zu verbrennen, das kam ihr erst gar nicht in den Sinn. »Wer bist du?«, fragte sie völlig plump heraus, während sie den Fischmenschen besah, klammheimlich an der Luft schnüffelnd ob es überhaupt nach Fisch, wie sie es vom Markt kannte, roch – doch m Augenblick fiel ihr nichts auf. Das würde noch genauerer Untersuchung Bedarfen, doch zunächst galt es in Erfahrung zu bringen wer sie war und möglicher Weise selbst einige Fragen zu stellen, die schlecht mysteriös wirkten, so wie es Nero bei ihr tat.
@Mutio & Kana

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I will have to run, away*
A million mile from home, I'm walking ahead
A soldier on my own, I don't know the way

I'm riding up the heights of shame, I'm waiting for the call
the hand on the chest, I'm ready for the fight, and fate
I'm frozen to the bones, I am

* From the dawn of time to the end of days
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Hijikata H.F. Tōshirō
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 8 Feb 2017 - 0:45


Hijikata, @Elias, ???
» SING-OFF

Von dem Schneesturm der draußen tobte, völlig eingeschneit war der blauhaarige Adelsmann Hijikata H.F. Tōshirō in die Traverne eingetreten. Sauber abgeklopft hatte er seinen Mantel in der Garderobe aufgehängt, bevor es ihn in ein Zimmer verschlug, aus welchem eine sehr gute Stimmung zu dringen schien. Seine Tasche nahm er derweilen mit sich, er hatte es keineswegs eilig mit auspacken, dafür war später noch mehr als genug Zeit. Ach hier sieht es aber gemütlich aus, dachte sich der blauhaarige junge Mann, während sich ein Lächeln auf seine Lippen zog. Geprägt war der Raum von einer großen offenen Feuerstelle, die eine sehr angenehme, wohltuende Wärme ausstrahlte und einen vergessen ließ, dass draußen vor der Tür ein gewaltiger, kalter Schneesturm wütete. Die im Zimmer verteilten Kotatsus ließen es gleich nochmals eine gute Stufe gemütlicher und auch ein Stück weit familiärer wirken, was vielleicht nicht jedermanns Präferenz war, doch für den Hijikata durchaus angenehm. Doch fürs erste war dem Blauschopf nach etwas zu trinken, etwas wärmendes aber doch alkoholisches, weshalb seine Wahl schnell auf einen Glühwein fiel, das perfekte Getränk während der Weihnachtszeit. Mit einem kurzen Fingerzeichen gab er dem Barkeeper zu erkennen, dass er gerne eine Bestellung aufnehmen würde. Dieser nickte ihm kurz zu, während er ein Glas fertig abtrocknete, ehe er zu ihm kam um zu erfahren, welches Getränk er als nächstes zubereiten würde. “Ich hätte bitte gerne einen Glühwein.“ “Kommt sofort.“ Als der Barkeeper sich der Zubereitung widmete, bemerkte der Mann mit der blauen Haarpracht, dass jemand begonnen hatte etwas musikalische Stimmung reinzubringen. Als absoluter Liebhaber der Musik, weckte die verantwortliche Person selbstverständlicherweise sofort die Aufmerksamkeit Hijikatas, der grinste als er jenen Mann ausfindig machen konnte. Mit einer Gitarre und bis auf den fehlenden Bart als Weihnachtsmann gekleidet saß in einer Ecke des Kaminzimmers, ein stämmiger Mann mit einer gewaltigen Mähne, für den Blauschopf also ein richtiger Mähnenbro oder wie er es selbst gerne betitelt: Brudhaar. Mit seiner Gitarre gab er also Jingle Bells zum besten, in seinem ganz eigenen Stil, der dem Adelsmann aber sehr gut zu gefallen wusste. Er machte den Song einfach zu seinem eigen, aber zollte dennoch genug Tribut an das Original. Genüßlich nippte er an seinem Glühwein, während er dem Lied lauschte, das diesen Raum in eine unglaubliche Weihnachtsatmosphäre tauchen ließ. Als der Song sein Ende fand, gab es vereinzelten Beifall, unter anderem natürlich auch von dem Hijikata selbst, der sich dazu entschied, den Star der Stunde musikalisch zu unterstützen. Kurz huschte er hinaus und zog sich ebenfalls ein Weihnachstmannkostüm über, um das Kaminzimmer gleich darauf wieder mit seiner Violine am Hals zu betreten, während er sich fiedelnd zu dem anderen Musiker im Tanzschritt begab und diesem mit einem Lächeln zunickte. Da es sich bei beiden um herausragende Musiker handelte, brauchten sie sich nicht irgendwie abzusprechen, sondern waren durch die Musik selbst miteinander verbunden. Der Hijikata wusste nur zu gut, an welchen Stellen er es ruhiger angehen zu lassen hatte oder gar auszusetzen und wo er richtig Gas geben konnte, mit der Violine, als auch seiner Kopfstimme, die er gerne dazu verwendete Akzente zu setzen. Man konnte richtig erkennen, beide waren absolut in ihrem Element.

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Escanor Lionheart
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Do 9 Feb 2017 - 19:17

Cf: ?

Eine kleine Gestalt drängte sich zitternd, umhüllt und im Schutze eines mit Fell bedeckten Mantels durch den kleinen Spalt der Eingangstür, den er kurz zuvor mit Müh und Not aufgestoßen hatte und wurde von der hinausströmenden Wärme fast übermannt, die ihn in Anbetracht der Kälte, der Escanor bis eben noch ausgesetzt war, fast das Gesicht wegröstete. "Endlich..." Die Kapuze wurde entfernt und entlüftete das Geheimnis wer nun der neue Besucher war. Ein majestätischer fast schon gold-glänzender Schnauzer thronte inmitten seines doch zierlichen Gesichtes und sollte bei jedem, der ihn zum ersten Mal sah, einen imposanten Ersteindruck hinterlassen, auch wenn der schmächtige Körper des jung gebliebenen Mannes dies eher nicht tat. Der genannte Mantel fand schnell einen Platz an einem Garderobenhaken und auch wenn der Blondschopf keinen der Anwesenden kannte, sagte ihm sein Bauchgefühl dass niemand, aber auch wirklich niemand es wagen würde seinen Mantel mit samt des Inhaltes zu stehlen. Das Gefühl war vergleichbar mit dem ersten Schritt aus dem Bett; so, als wusste man, dass der Tag gut werden würde und man mit dem richtigen Fuß zu erst aufgestanden war. Es war beruhigend und schenkte einem solch eine Zuversicht, dass man gar keinen weiteren Blick dorthin mehr verschwenden musste.

Dem Wirt keine Umstände machen wollen, erhielt dieser ebenso wie jeder, dessen Blicke sich mit dem des Löwen kreuzten, einen angedeutete Verbeugung, ehe Escanor sich einen freien Platz suchte und, noch angeschlagen von der Kälte, seine Beine erst einmal ausstreckte und sie anfing warm zu klopfen. Es mochte etwas merkwürdig ausschauen, aber es half dem Mann ungemein die Kälte loszuwerden. Woher er diese doch komische Angewohnheit hatte, wusste er gar nicht mehr so genau. Irgendwann hatte er dies bei einem Gast mitbekommen, als er selbst noch hinter dem Tresen stand und Getränke ausschenkte. Und seither war es irgendwie eine Marotte geworden, die die einen zum Lachen, und andere zum Kopfschütteln animierte. Immer wieder haute er mit seiner flachen Hand auf die Schenkel und versuchte in diese wieder Leben einzuhauchen. Gevatter Tod war eben gerade noch entkommen, sollte dieser Ort hier erst einmal seine erste Anlaufstelle sein. Die Frage, welche Biere sie hier ausschenkten, musste warten, da er erst einmal ein wenig Mut ansammeln musste, bevor er jemanden ansprach. Denn das Zittern, dass den Mann zum Beben brachte, lag eben nicht nur an der Kälte, sondern auch an der Aufregung die seinem Körper inne wohnte dank all der neuen Gesichter, lauten für ihn fast schon einschüchternden Stimmen und des Ortes, den er noch nie zuvor in seinem ganzen Leben gesehen hatte, noch die Erinnerung wieso er ausgerechnet hier gelandet war. Und die eine oder andere Dame war auch nett anzusehen, sodass dessen Anblick das Herz des Soldaten eh automatisch höher schlagen ließe.

Hätte er gewusst wer sich gleich an seinen Tisch setzen, ihm zum Trinken und vielleicht sogar zum Armdrücken herausfordern würde, wäre Escanor wahrscheinlich lieber in der Kälte geblieben. Mit Sicherheit wäre es dann für die Leber und den Arm des braungebrannten Mannes besser gewesen aus Escanors Leben fern zu bleiben und sich lieber mit der Schönheit zu vergnügen, die in Zimmer Eins auf ihn wartete.
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Mutio
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Fr 10 Feb 2017 - 13:10

Die junge Dame der Fischmenschen Rasse war sich noch immer etwas unschlüssig ob sie jetzt direkt in ihr Zimmer verschwinden sollte oder doch noch etwas die Wärme des Kamins genießen sollte. Bis jetzt wurde sie ja noch nicht behelligt, dass konnte sich aber jeder Zeit ändern. Hinzu wurde der Raum dann doch auch immer voller und Mutio wurde so langsam klar wie viele Leute hier eigentlich Platz hatten. Missmutig schweifte Ihr Blick über die Anwesenden, natürlich immer etwas aus ihrer Kapuze des Mantels heraus. Man sollte sie ja nicht direkt sehen, sie war ja so schon auffällig genug.

//Wieso so viele Menschen...//

dachte sich Mutio weiter beunruhigt und hibbelte etwas unruhig mit ihren Füßen herum. Eine Dame am Tresen schien sich hier auch nicht ganz so wohl zu fühlen denn sie ließ einen der anderen Gäste mit einem, fast schon, Fauchen abblitzen und wirkte generell auch nicht so fröhlich darüber das der Raum immer voller wurde. Im Gegensatz zu unseren jungen Navigatorin fasste sie wohl aber schneller den Entschluss sich einfach auf das ihr zugeteilte Zimmer zu gehen und so dem Andrang an Menschen zu entfliehen. Einmal mehr schoss Mutio die Frage durch den Kopf ob sie es der fremden Dame nicht gleich tun sollte und sich einfach auf ihr Zimmer verziehen sollte. Zu nächst lies sie aber wieder ihren Blick über die Anwesenden schweifen und ergab sich einmal mehr ihrer Neugierde. Sie hatte bis jetzt noch nicht viel Umgang mit Menschen gehabt und hier war sie so gesehen ja dazu gezwungen. Warum nicht also ein wenig länger beobachten? Schaden konnte es ja nicht und wenn es ihr zu bunt wurde wäre es doch kein Problem sich einfach auf ihr Zimmer zu retten.

//Huch...was soll das denn sein?//

Und schon wurde ihre Neugierde belohnt. Einer der Anwesenden, der wohl in Begleitung einer menschlichen Frau war hatte sich in einen alten Mann mit weißem Bart und fast vollständig roten Klamotten verwandelt. Natürlich war es der Navigatorin klar das der Typ sich nur verkleidet hatte aber ihr war nicht ganz klar warum er sich so angezogen hatte. Es schien wohl zu einer Tradition zu gehören da man auf der Insel wohl generell gerade ein Fest feierte, ein Fest das alle außer sie selbst zu kennen schien. Mutio war etwas entrüstet über die Tatsache das sie über so wenige Dinge bescheid wusste. Sie war aber auch nicht mutig genug mal jemanden zu fragen um was für eine Festlichkeit es sich handeln würde. Wie dem auch sei, der Mann in seiner putzigen Verkleidung begann ein fröhliches Lied auf einem Instrument zu spielen und wollte wohl so die Stimmung auflockern und aufheitern. Der Fischfrau war nicht so ganz klar ob das wirklich helfen würde, aber in der Tat hatte der junge Mann ja einige Zuhörer.

//ich sollte in Erfahrung bringen wie man dieses Stück Holz auf dem er da spielt nennt//

dachte sich Mutio mit einem seichten Kopfnicken zu sich selbst und schaute dem Gitarristen mehr zu als das sie ihm zuhörte. Sie schien das schnelle Greifen und Ziehen über die Seiten dieses Instrumentes mehr zu faszinieren als das Lied an und für sich. So konzentriert wie sie war umso mehr erschreckte es sie als sich plötzlich eine Stimme direkt an sie wandte. Ja jemand hatte sie direkt angesprochen. Woher sie das wusste? Nun man würde hier wohl nur eine Person mit 'Fisch' ansprechen. Jedenfalls kam es der jungen Dame der Fischmenschen Rasse so vor. Hier würde wohl kaum jemand als Spitzname Fisch genannt werden, oder vielleicht doch? Vor schreck rutschte Mutio auf jeden Fall ihre Kapuze vom Kopf und ihre länglichen Ohren machten gleich einmal die Herkunft der rufenden Stimme aus. Langsam ihren Kopf gedreht sah sie eine hübsche Dame mit 2 Tassen in der Hand auf sie zulaufen. Die Fremde hatte violettes Haar und rote Augen. Generell war sie viel größer als Mutio und sagen wir mal auch besser ausgestattet.

//Bei Poseidon! Was will diese Frau von mir?//

dachte sich Mutio aufgeregt. Die Fremde war gerade schon mit einem Tablett durch den Raum gelaufen und hatte ein heißes Getränk an die Leute verteilt. Die Navigatorin hatte sich schon gewundert warum sie denn keines der Getränke angeboten bekam und jetzt wusste sie auch warum. Die Fremde wollte sie direkt überbringen. Einige Sekunden später hatte sie auch schon eine Tasse mit einem heißen Getränk, was auch immer das war, in ihrer Hand und wurde recht plump danach gefragt wer sie denn sei.

"M...Mutio"

antwortete sie ehr verhalten mit fast schon flüsternder Stimme. Ihr behagte diese Situation eigentlich gar nicht, aber wenn es jetzt schon mal so weit gekommen war warum nicht auch etwas fragen.

"U..und wer bist du?"

fragte sie also genauso zaghaft wie sie schon geantwortet hatte, dabei bemüht ein möglichst freundliches und zwangloses Lächeln auf den Lippen zu haben. Zum Glück merkte sie nicht das die für Mutio so groß gewachsene Frau klamm heimlich etwas an ihr geschnuppert hatte. Derlei Unhöflichkeiten kannte sie ja schon da die Leute schon zu oft gedacht haben das sie bestimmt nach Fisch riechen würde oder so. Na das konnte ja noch was werden.

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"spricht"
//denkt//
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Ayumi
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Sa 11 Feb 2017 - 10:31

Ayumi schuldete Elias nichts, wie dieser soeben verkündete. Auch wenn sie seine Geste als Ausgleich für ihre Geduld beim Schlittschuhlaufen betrachten durfte, konnte seine Einladung nicht als Selbstverständlich betrachtet werden. Sie hatte dem Schwarzhaarigen schließlich aus freien Stücken ihre Hilfe angeboten. Ganz ohne den Hintergedanken eines  späteren Ausgleichs in Form eines warmen, weichen Bettes, einer leckeren Mahlzeit oder, wie jetzt, eines wärmenden Getränkes. "Trotzdem schulde ich dir meinen Dank." Neben ihren Worten schenkte sie dem Rotauge ein warmes, ehrliches Lächeln. Das mindeste, das Ayumi für ihren Gönner tun konnte. Wie gesagt, für die Kisaragi war seine Geste keine Selbstverständlichkeit. "Dann brauche ich mir zumindest keine Gedanken darüber machen, das ich mir noch eine windstille Nische für  die Nacht suchen muss." Eher beiläufig zuckte die junge Dame mit ihren Schultern. Es war schon alles vorgekommen. Von einem gemütlichen Zimmer für die Nacht, über einem provisorischem Nachtlager gleich neben einem wärmenden Ofen, bis zur windgeschützten Nische hatte die Blauhaarige schon alles durchlebt. Nichts worauf die Schönheit sonderlich stolz sein konnte. Und schon längst nichts, worüber Ayumi wirklich gerne reden wollte. Besonders nicht über die Nischen, stellten diese doch einen ganz besonderen Tiefpunkt in ihrem bisherigen Leben dar. Um letztendlich nicht doch noch genauer auf ihre eigenen Worte eingehen zu müssen, machte sich die Schönheit gleich nach ihren Worten an ihrem Getränk zu schaffen. Fast schon verspielt wirkend wurden die leichten Dampfschwaden, die wabernd von ihrem heißen Grog aufstiegen, sanft fortgepustet. Anschließend genehmigte sich die Blauhaarige einen vorsichtigen und gleichsam auch genießerischen Schluck. Zum einen wollte sich Ayumi nicht gleich ihre Zunge an der heißen Flüssigkeit verbrühen, zum anderen wollte sie tatsächlich den heißen Rum genießen und auf ihrer Zunge förmlich zergehen lassen. Es war schließlich schon einige Jahre her, seitdem sie einen Grog hatte genießen dürfen. Sie hatte fast sogar den himmlischen Geschmack von Rum vergessen. Fast. Sonderlich lange wahrte ihre kleine Schwelgerei jedoch nicht, wurde jene nur wenige Augenblicke später von Elias unterbrochen. Jener wollte für die versammelten Leute etwas weihnachtliche Musik spielte und erkundigte sich gleichsam, was sie davon halten würde. Nur zu einer Antwort ließ der Schwarzhaarige die Schönheit nicht kommen, erhob sich Elias sogleich. Was sollte es? Zurückhalten wurde Ayumi das Rotauge sicherlich nicht, weshalb sie Elias nur noch in der Menschenmenge verschwinden sehen konnte. Für einen kurzen Augenblick suchten die blauen Iriden ihre Begleitung noch, dann gab sich die Schönheit vorerst wieder ihrem heißen Getränk hin. Nachlaufen würde sie Elias nicht. Weshalb auch? Er lief schließlich nicht weg. Ohnehin würde sie ihm gleich ganz bestimmt aus der breiten Masse heraus vernehmen können. Singend. Oder sogar noch auf einem Instrument spielend. Und bis dahin konnte sich die Schönheit auch alleine ganz gut alleine die Zeit vertreiben. Dazu musste sie sich nur die anderen Gäste etwas genauer ansehen. Dabei stach ganz besonders eine Person hervor. Ein für ihre eigenen Verhältnisse alter Mann, mit beachtlichem Schnauzer, welcher sich immer und immer wieder auf die Oberschenkel prügelte. Das gefundene Opfer? Es würde sich schon sehr bald herausstellen, erhob sich die Blauhaarige soeben. Um nur wenige Augenblicke später beim Tisch des Schnauzbartträger zu stehen. "Reiben sollte  mehr Wirkung erzielen." Mit eben jenen Worten ließ sich die Schönheit einfach an seinem Tisch nieder, den heißen Grog zwischen beide stellend. "So wird die Durchblutung jedenfalls besser angeregt."


@Elias
@Escanor Lionheart
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Benkei Kawauso
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 15 Feb 2017 - 18:40

Coming from: Zimmer 1
Benkei & Escanor

Benkeis schwere Schritte die Treppe hinunter würden schon jedem im Kaminzimmer verraten, dass wer auch immer da gerade hinunter kam, definitiv kein kleiner Knirps wäre. Schon nach wenigen Schritten, unter anderem da Benkei bei den eher kleinen Stufen zwei mit einem mal nahm, war der Hüne unten angekommen. Breit gebaut, braun gebrannt, mindestens 100Kg Hantelbank. Es konnte niemand anders als Benkei sein, wer sonst hätte schon so eine Statur wie er? Sicher niemand in diesem Raum. Wobei er sich selbst für so etwas natürlich nie beweihräuchern würde.

Benkei ließ seinen Blick durch das Kaminzimmer wandern. Einige Tische waren schon besetzt, an den meisten sogar mehr als eine Person. Er selbst würde ungerne alleine etwas trinken wollen, andererseits hatte er keine Lust sich an einen Tisch mit schon mehreren Personen zu setzen. Glück für ihn dass, etwas weiter in der Ecke hinten, ein einsamer Mann an seinem Kotatsu saß, woraufhin Benkei einfach mal dorthin stampfte.

"Oi", ertönte die brummige Stimme als sich ein Schatten über den Mann mit dem goldenen Schnauzer ausbreitete. "Was dagegen wenn ich mich dazu setze?", fragte Benkei dann während er sich schon in den Schneidersitz nach unten begab. Erst jetzt musterte er den Kerl vor sich genauer. Klein, schmächtig, und dennoch recht sympathisch. Ein Mann mit gut gepflegtem Bart kann nur sympathisch sein. "Alleine trinken ist doch langweilig, oder?", waren seine Worte während er den Blick nochmal durch das restliche Kaminzimmer wandern ließ. Was ein merkwürdiges weit gefächertes Spektrum an Leuten hier war, von Fischmenschen zu Rüpelhaft aussehenden, bis hin zu Schönheiten waren hier die meisten vertreten. Er streckte den Nacken und blickte zurück zu dem Schnäuzer vor sich. "Benkei Kawauso.", stellte er sich dann vor und streckte die Hand seinem Gegenüber aus. "Sag mal, kommt wer oder wo kann ich mir hier was bestellen?", fragte er dann während er erneut um sich blickte. Bei seinen raschen Kopfbewegungen baumelte der Bommel seiner Weihnachtsmütze lustig herum. Bemerkenswert dass der Hüne immer noch nicht mitbekommen hat was da eigentlich auf seinem Kopf noch rumhängt.


Spoiler:
 

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Benkei | Haru
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Elias
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Do 16 Feb 2017 - 17:14


Winter | Elias, Hijikata

Es geschah das, woran Elias kaum geglaubt hatte: Jemand gesellte sich zu ihm und seinem musikalischen Spiel. Der Mann war ihm gleich aufgefallen, weil er Elias noch überragte. Die langen blauen Haaren erinnerten das Rotauge zudem fast an seine eigenen, vollen Haare. Nach seinem ersten Lied hatte der Mann bereits Beifall geklatscht und sich nun, nachdem er sich umgezogen hatte und ebenfalls ein Kostüm wie das von Elias trug, zu ihm gesellt. In seinen Händen hielt er eine Violine, die er fröhlich zu spielen begann, während er sich gleichzeitig in einer Art von Tanzschritt durch das Kaminzimmer bewegte. Es war keinerlei Absprache notwendig, damit beide miteinander harmonisierten. Jeder Einzelne ließ sich auf den anderen ein, doch Elias konnte sich jetzt noch stärker als zuvor auf das Singen konzentrieren, da wenigstens immer etwas Begleitung durch seinen Kollegen ertönte. Gleichzeitig konnte er das Gitarrenspiel auch auf Akkorde konzentrieren und weniger auf Melodien, da diese ja der Mann an der Violine übernahm. Alles zusammen bildete in perfekter Synergie einen wahren Wohlklang der Musik. Als das aktuelle Lied dann fertig gespielt war, machte Elias eine kurze Pause, denn er wollte immerhin wissen, mit wem er gerade das Vergnügen hatte Musik machen zu dürfen. „Hey, das war echt klasse!“, begann Elias und hielt ihm seine rechte Hand hin. „Ich bin Elias – auf der Bühne aber oft… Mr. Shoubidouba. Mit wem habe ich das Vergnügen?“ Seinen Künstlernamen versah er mit einem gewissen geheimnisvollen Touch. Gleichzeitig jedoch grinste er dabei breit, sodass seinem Spielpartner sofort klar sein musste, dass Elias wegen dieses Namens nicht eine Spur von Arroganz zeigen würde. Für ihn war dieser Name ohnehin nur ein stilistischer Spaß gewesen.
In dem kurzen Moment, in welchem Elias darauf wartete, dass sein Partner die Hand ergriff, stellte er zudem seine Gitarre auf dem Boden ab. Der Blauhaarige würde zunächst ja auch umgreifen müssen, da auch er beide Hände voll hatte. „Mir hat’s auf jeden Fall viel Spaß gemacht und ich finde wir können ruhig weiter spielen, oder? Hast du einen Liedvorschlag? Falls ja, leg einfach los und diesmal steige ich ein.“, grinste das Rotauge und schaute, ob der Spieler der Violine auf diesen Vorschlag einging. Auch Elias konnte recht spontan auf einen anderen Musiker eingehen – dafür hatte er immer ein Talent besessen, nachdem man ihm dieses Instrument in die Hand gegeben hatte. Das bedeutete: Selbst wenn sein Musikerkollege ein Lied wählte, welches Elias nicht bekannt war, würde er etwas dazu an der Gitarre improvisieren können. Falls ein Gesangspart nötig war, wurde das natürlich schwieriger, da man dafür den Text kennen musste. Elias jedoch kannte einige Weihnachtslieder – und wenn er den Text nicht drauf hatte, würden die Zuhörer das Lied auch an der Melodie erkennen, die gespielt wurde. Dann wäre das Ganze einfach ein Instrumental-Cover – auch schön. Elias begab sich also nach dem kurzen Gespräch zurück an seinen Platz, um in das Lied einsteigen zu können, welches der Mann mit der Violine hoffentlich anstimmte. In der Vorstellung des Gitarristen war es unmöglich, dass er schon genug hatte, denn ihm selbst hatte es viel zu sehr Spaß gemacht, als dass er jetzt aufhören wollte.

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Nero
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 22 Feb 2017 - 12:28


Winter | Nero, ???

[Timeskip – Der nächste Morgen]

Das leise, geschäftige Treiben in der Taverne weckte Nero aus seinem Schlaf. Dem jungen Piratenkapitän war nichts anderes übrig geblieben als im Kaminzimmer zu übernachten, aber den Wirt hatte auch das nicht gestört. Bewaffnet mit einer Decke hatte sich Nero irgendwann in eine Ecke zurückgezogen, die sich in der Nähe des Kamins befand, sodass er es schön warm hatte. Die ganze Nacht über hatte er ‚Yamato‘ in seiner Hand gehalten; letztlich wusste man nie, wer sich an einem vergehen wollte. Da über ihm jedoch eine Decke gelegen hatte, hatte diese Vorsichtsmaßnahme auch niemand bemerkt und damit auch niemanden nervös gemacht. Glücklicherweise hatte Nero das Schwert auch nicht gebraucht.
Kurz sah sich der Schwarzhaarige um. Die Mitarbeiter der Taverne gingen ihren morgendlichen Arbeiten nach und räumten das Kaminzimmer auf. Kurzerhand beschloss Nero zu helfen. Solche Arbeiten lagen ihm besser als die Hilfe, bei der er @Kana gestern zwischenzeitlich beobachtet hatte. Sie hatte tatsächlich geholfen Getränke zu den Gästen zu bringen, was er sehr löblich fand, aber eben kein Job für ihn war. Stattdessen half er jetzt die Tische und Stühle an ihre angestammten Orte zu bringen, räumte mit einzelne Gläser ab und sammelte Müll auf. Der Wirt registrierte schnell, was Nero tat. „Danke, aber das ist gar nicht nötig.“, erklärte er, doch Nero quittierte diesen Spruch nur mit einem freundlichen Lächeln. Er spürte dank seiner Fähigkeiten, dass der Wirt wirklich dankbar für die Hilfe war. Einen solchen Abend wie gestern hatte wohl auch er selten erlebt. Der Sturm hatte sicherlich viel mehr Leute als sonst üblich hierher geweht. Und Nero hatte in diesem Moment auch nichts Besseres zu tun.
Nach einer Weile waren die Arbeiten fast abgeschlossen und der Wirt trat an ihn heran. „Hier.“, sagte er und reichte ihm ein Brötchen. „Wie kommt’s überhaupt, dass du nicht auf deinem Zimmer geschlafen hast?“ Nero grinste abermals nur, während er in das Brötchen biss. „Einer meiner Zimmerpartner hatte sich bereits Gesellschaft gesucht.“, erklärte Nero nur kurz, als er fertig gekaut und geschluckt hatte. Scheinbar hatte der Wirt die kurze Szene nicht mitbekommen oder sie nicht eindeutig Nero zugeordnet. In diesem Moment jedoch schien er zu verstehen, weswegen er nur kurz lachte und wissend nickte. Während er weiter das Brötchen aß, welches ihm der Wirt geschenkt hatte, überlegte Nero, was er nun tun wollte. Der Sturm hatte sich scheinbar in der Nacht gelegt, denn nun waren einige Leute draußen damit beschäftigt die Wege frei zu räumen. Der hohe Schnee sollte an die Seiten geschippt werden, damit man das Dorf sicher durchqueren konnte. Zum jetzigen Zeitpunkt jedoch – es war noch recht früh an diesem Weihnachtsmorgen – lag noch viel Schnee. Nero sah seine Chance gekommen. Eine solch kräftezehrende Aufgabe war doch genau das Richtige für ihn. „Ihr habt doch bestimmt auch eine Schneeschaufel, oder?“, fragte er den Wirt, der überrascht wirkte.
Wenige Augenblicke später hatte Nero sich in seinen Mantel gehüllt nach draußen vor die Taverne gewagt. Hier hatte noch keiner den Schnee weggeräumt, sodass sich der Schwarzhaarige daran machte Schippe für Schippe Schnee zur Seite zu räumen, um die Eingangstür der Taverne frei zu machen. Gleichzeitig bildete er damit eine Schneise zu ersten angedeuteten Wegen durch den Schnee, die andere bereits geschlagen hatte. Da Nero wusste, wie gut besucht die Taverne gestern gewesen war, machte er den Weg sehr breit, damit problemlos drei Leute nebeneinander passten. Der so entfernte Schnee türmte sich damit natürlich an den Seiten der Gehwege. Manch einer der Dorfbewohner sah kurz beeindruckt zum Schwarzhaarigen, weil dieser so unbeeindruckt vom Gewicht des Schnees blieb. Zweifelsohne war der Pirat ein kräftiger Mann, der regelmäßig trainierte – ein wenig Schnee wurde ihm da nicht zum Verhängnis. Während er dieser Arbeit nachging, dachte er über den gestrigen Abend nach. Irgendwann hatte er sich auf die Musik konzentriert, die durch @Elias und @Hijikata H.F. Tōshirō erklungen war. Beide hatten es geschafft dadurch weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen; Nero jedenfalls hatte diesen Eindruck schnell gewonnen und war froh gewesen etwas Musik hören zu können. So hatte er den restlichen Abend keineswegs in Langeweile verbracht. Wenn ich die beiden sehe, muss ich ihnen auf jeden Fall ein Lob aussprechen, überlegte der sonst so kühl wirkende Pirat und lächelte. Die weihnachtliche Stimmung schien auch auf ihn überzugehen. Es würde jedoch noch etwas dauern, bis er hier mit dem Schnee fertig war. Noch schliefen die meisten Gäste vermutlich in ihren Zimmern und Betten. Der Schwarzhaarige konnte zudem beobachten, wie sich einige Bewohner des Dorfes in Richtung des Marktplatzes aufmachten. Bereits gestern hatte er gehört, dass dort ein traditioneller Weihnachtsmarkt stattfand. Das war sicherlich eine Pflichtstation am heutigen Tage und möglicherweise war auch dort noch Hilfe gefragt. Nero war in Helferlaune – ganz in dem Maße, in welchem er fähig war zu helfen. Kinder zu beschenken war nämlich eher weniger ein Talent des Piraten.

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Nero - Absolute Demon /// All Out Battle!

Bitte verlinkt mich immer, wenn Ihr mit mir postet! Smile

Unterzeichner Petition für Hijikata H.F. Tōshirō's Umbenennung:
 

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Hijikata H.F. Tōshirō
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Fr 24 Feb 2017 - 17:00

» DER MORGEN DANACH
Nachdem der Hijikata in der charmanten, kleinen Traverne eingecheckt und erfahren hatte, dass er sich mit 3 anderen Personen ein Zimmer teilen würde, darunter sogar ein Hund, hatte er sich erstmal in das Kaminzimmer begeben, das eine wunderbare Atmosphäre ausstrahlte. Sofort war dem Adelsmann die schöne Musik aufgefallen, die aus einer Ecke des Raumes wehte, wo ein breitgebauter und gepiercter junger Mann mit seiner Gitarre saß. Kurzer Hand entschied Tōshirō sich dazu, dem Talent Gesellschaft wie Unterstützung zu leisten, doch erst hatte er noch seinen glühend heißen Glühwein zu Ende zu genießen und laut Beifall zu klatschen, ehe er kurz nach draußen verschwunden war. In voller Weihnachtsmannmontur war der große Mann mit der blauen Haarpracht wieder in das anmutend duftende Kaminzimmer eingetreten. An seiner rechten Schulter hatte er eine Violine unter sein Kinn geklemmt und leichtfüßig fiedelnd über den Parkettboden getänzelt. Mit diesem melodischen Instrument unterstützte er @Elias nicht nur, nein er verschaffte diesem sogar die Möglichkeit, sich mehr auf das Gesangliche konzentrieren zu können. Nach dieser tollen Synergie legte der Gitarrist erstmal eine Pause ein und stellte sich vor, was dem Blauschopf sehr recht war, da auch er gerne wissen wollte, mit wem er eigentlich so harmoniert hatte. So willigte er erfreut in den Handschlag ein und mit einem breiten Grinsen antwortete: “Endlich treffe ich den berühmten Mr. Shoubidouba mal persönlich. Ich bin ja hin und weg! Spaß beiseite, sehr erfreut dich kennenzulernen, es hat auch mir eine menge Spaß gemacht! Mein Name ist Hijikata H.F. Tōshirō, als Künstlername würde sich wohl Aokami ganz gut machen, oder was denkst du?“ Bei diesem letzten Satz öffnete er seine lange blaue Haarpracht und ließ sie nach vorne über sein Gesicht hängen, ehe er sie lachend wieder mit seinen Fingern nach hinten schob. Auf den Vorschlag noch weiter zu spielen ging er natürlich auch ein, hatte ihn dieses eine Lied doch noch lange nicht befriedigen können. “Natürlich, nach nur einer Nummer hätte ich dich auch nicht einfach so verschwinden lassen, dass hat zu viel Spaß gemacht, als dass wir jetzt aufhören könnten. Außerdem haben wir viele Paare Ohren zu besänftigen.“, erwiderte der groß gewachsene Adelsmann und grinste, während er auf die vielen Köpfe deutete, die sich zu den beiden gedreht hatten, ehe er fortfuhr: “Wie wärs wenn wir eine Art Spiel spielen. Jeweils einer von uns leitet immer ein Lied und der andere folgt einfach und bringt seine eigenen Ideen mit ein, ob er den Song erkennt oder nicht. So können wir unsere ganz eigenen Covers kreieren.“ Der Blauschopf grinste breit und klemmte sich seine Violine wieder unter sein Kinn, er war sich sicher, dass sein Gegenüber auf diesen Vorschlag einwilligen würde. So hatten die beiden dann bis tief in die Nacht gespielt und für gute Stimmung im Kaminzimmer gesorgt.

Der Morgen danach…

Es war sehr früh am Morgen, als der blauhaarige Violinist und Star des gestrigen Abends erwachte. Leise machte er sich fertig und schlich sich aus seinem Zimmer, da er niemanden wecken wollte. Da er gestern erst so spät zu Bett gegangen war, hatte er die Personen, mit denen er sich sein Zimmer teilte, gar nicht kennengelernt. Im Kaminzimmer angekommen bestellte er sich beim Wirt erstmal einen Orangensaft und leerte diesen in einem Zug. “Wow, der Schneesturm scheint ja hier wirklich gewütet zu haben“, meinte er erstaunt zum Wirt, als er die hohe Schneedecke durchs Fenster sah. Allerdings mehr erfreut, als traurig, da er ein großer Fan von Schnee war. Ein einzelner Mann tat sich in dieser frühen Stunde schon daran, einen Weg zur Traverne bahnen und kurzer Hand entschied sich der Hijikata ihm zur Hand zu gehen, da er eh nichts besseres zu tun hatte. Mit einem Mantel und Schneeschaufel bewaffnet begab er sich nach draußen und rief dem schwarzen Mann @Nero zu: “Morgen, du hast doch bestimmt nichts dagegen, wenn ich dir etwas unter die Arme greife, oder? Ich verspreche auch, dass ich nichts kaputt mache.“ Schmunzelnd fügte er diesen letzten Satz hinzu, ehe er seine Schaufel in den Schnee rammte.

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Elias
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Sa 25 Feb 2017 - 13:17


Winter | Elias, Nero, Aokami

Aokami also. Erstaunlicherweise konnte sich Elias diesen Namen besser merken als den ganzen Rest – vermutlich, weil sein siebhaftes Namensgedächtnis sich nur auf richtige Namen bezog und keine Titel. Das Rotauge hatte ohnehin Schwierigkeiten sich Namen zu merken und bei dem Mann mit dem langen Haaren wurde es ob des komplizierten Namens noch schwieriger. Entsprechend machte Elias nicht einmal den Versuch und merkte sich einfach den Künstlernamen. „Aokami klingt gut, gnihihi.“, lachte Elias, während sein Gegenüber mit den Fingern durch seine Haarpracht fuhr. Diese waren aber auch wirklich einfach nur schön!
Gemeinsam also beschlossen sie weiter zu spielen, denn auch Aokami fand, dass es ein Unding wäre nach nur einem Lied aufzuhören. Er schlug vor, dass sie in einer Art von komplexen Improvisation einfach abwechselnd die Melodien des anderen aufnahmen, um dadurch den entsprechenden Song zu spielen. So würde die Musik flussartig immer weiter ineinander übergehen. Der Mann an der Gitarre fand, dass dies ein ganz vortrefflicher Vorschlag war, denn so konnte jeder seine Talente gewinnbringend einbringen. „Klingt gut!“, erwiderte Elias also noch, während Aokami bereits die Violine an sein Kinn hielt und zu spielen begann. Nur wenig später ertönten Klänge der Gitarre und die Stimme des Schwarzhaarigen in der gesamten Taverne. So musizierend verbrachten beide den Abend.

Irgendwann, als kaum noch Leute im Kaminzimmer waren, beendeten die beiden ihre Musik und gingen auf ihre Zimmer. Beide schlossen aber nicht aus am morgigen Tag erneut zu den Instrumenten zu greifen, denn immerhin fand im Dorf ein Weihnachtsmarkt statt, der möglicherweise auch etwas Musik vertragen konnte. Seinen Zimmerkameraden hingegen lernte Elias leider erst gar nicht kennen. Völlig erschöpft vom Tag fiel er ins Bett und schlief ein.

Am nächsten Morgen erwachte Elias ausgeruht und machte sich leise ausgehbereit, um niemanden zu wecken. Unten erkannte er durch die Fenster, dass sich das Wetter nun deutlich gebessert hatte. Durch den schweren Schneefall jedoch lag eine dichte Schicht dieses weißen Stoffs überall auf allen Oberflächen. Das gesamte Dorf war in ein helles Weiß getaucht, welches das Sonnenlicht blendend reflektierte. Elias musste sich die Hand vor das Gesicht halten, als er zur Tür heraus trat und sich umschaute. Schon erblickte er zwei Personen. Die eine kannte er persönlich, denn es war sein musikalischer Kollege vom letzten Abend, Aokami. Die andere hatte er gestern ebenfalls in der Taverne gesehen, aber nichts mit ihr zu tun gehabt. Dennoch kam sie ihm erstaunlicherweise bekannt vor, als würde beide etwas verbinden. Schnell schob Elias diesen Gedanken jedoch beiseite und trat an die beiden heran. „Guten Morgen!“, begann er und lächelte sein unwiderstehliches Lächeln. „Ich seh‘ schon, ihr seid echt fleißig.“, meinte das Rotauge in Bezug auf das Schneeschippen der beiden. Theoretisch hätte Elias helfen können, aber es wirkte so, als seien beide fast fertig mit ihrer Arbeit. „Ich werde mich mal am Markt umsehen. Vielleicht trifft man sich später!“, erklärte Elias und machte Anstalten zu gehen. In diesem Moment jedoch richtete Nero das Wort an die beiden und sprach den Musikern ein Lob für die gestrige Darbietung aus. Sofort erfüllte Stolz die Brust des Agenten, sodass sein Grinsen nur noch breiter wurde. „Gnihihihi.“, lachte er laut. „Freut mich, dass es dir gefallen hat! Vielleicht hörst du heute noch viel mehr davon!“, rief er und hatte sich in diesem Moment umgedreht. Trotz des Stolzes, welcher ihn erfüllte, wollte er den beiden nicht einfach zusehen, wie sie sich körperlich ertüchtigten. Gleichzeitig wollte Elias auch nicht im Weg stehen und einen der beiden blockieren. Da er zuvor ja bereits angekündigt hatte zum Markt zu gehen, folgte er dieser Absicht und lief locker durch die weiß gefärbten Straßen. Auch andere, wohl Bewohner des Dorfs, waren vor ihren Häusern damit beschäftigt den Schnee zur Seite zu räumen. Elias‘ kleine Laufeinheit indes reichte aus, damit sein Körper an diesem immer noch frostigen Morgen langsam auf Touren kam. Und während er so durch die Straßen lief, hob er regelmäßig die Hand zum Gruß, um so die Leute zu grüßen, die wie er bereits schon wach und aktiv waren.
Da Elias nicht erst gestern in das Dorf gekommen war, kannte er sich bereits aus und wusste sofort, welchen Weg er nehmen musste, um den Markt zu erreichen. Um jedoch wirklich wach zu werden, wählte er mehrere Umwege, damit er sein Ziel nicht bereits nach wenigen Minuten erreicht hatte. Ungefähr zwanzig Minuten lief er also auf diese Weise durch das Dorf und zog seine Kreise, bis er auch wirklich den Markt ansteuerte. Er war gespannt, wie es auf dem Festplatz bereits aussah und ob er dort jemanden traf, den er schon kannte – Ayumi beispielsweise war ja sicherlich auch noch irgendwo hier, falls sie nicht noch im Bett lag.

tbc: Der Festplatz

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Nero
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Sa 25 Feb 2017 - 13:18


Winter | Nero, Hijikata, Elias

Nero war sehr erstaunt, dass sich tatsächlich jemand fand, der ihm zur Hand ging – und dass der Wirt noch eine weitere Schaufel zur Verfügung hatte, die er verleihen konnte. So viel kostenloses Personal hatte der Besitzer der Taverne wohl selten gehabt. Der Mann, der gerade zu ihm nach draußen in den Schnee kam, hatte gestern mit seiner Violine Musik gemacht – Nero hatte gerade noch an die beiden Musiker gedacht. Als Aokami also mit seiner Schaufel bewaffnet fragte, ob er ihm helfen könne, blieb Nero nichts anderes übrig als freudig überrascht zu erwidern: „Natürlich habe ich da nichts gegen!“ Für einen kurzen Moment drehten sich in Neros Kopf einige Rädchen. Hatte er diesen Mann nicht schon einmal gesehen? Irgendwie kam er ihm bekannt vor, doch er kam nicht drauf. Entweder irrte er sich oder es war allenfalls eine flüchtige Bekanntschaft in einer dunklen Gasse. „Es gibt ja genug zu tun, wie du siehst.“, fügte Nero noch grinsend hinzu und spielte damit auf die Massen von Schnee an, die hier zu sehen waren. Eine Weile gingen sie auf diese Weise ihrem Geschäft nach, bis sich eine dritte Person zu den beiden gesellte. Amüsanterweise war es erneut jemand, den Nero bereits gestern gesehen hatte, und jemand, der perfekt zu Aokami passte. Elias, der Gitarrenspieler, trat an die beiden mit einem morgendlichen Gruß heran. In diesem Moment fiel Nero ein, dass er beiden ja ein Lob für ihr musikalisches Spiel machen wollte. Er speicherte diesen Gedanken in seinem Hinterkopf ab und wartete auf den geeigneten Augenblick dies zur Sprache zu bringen. Zunächst nämlich eröffnete Elias ihnen seine Absicht zum Markt zu gehen, um sich die Arbeiten für das Fest an diesem Tag anzusehen. Scheinbar wollte er dort schauen, ob Hilfe benötigt wurde oder wie weit die Bewohner des Dorfs bereits waren. Dass er den beiden beim Schippen des Schnees half, erwartete Nero gar nicht, da sie inzwischen ein gutes Stück geschafft hatten und sicherlich bald fertig waren.
Nach seinem kurzen Hinweis also schien es, als wolle Elias die beiden verlassen, doch Nero erhob die Stimme. „Hey, bevor du gehst…“, erweckte er seine Aufmerksamkeit. „Ihr beide habt gestern Abend echt gut gespielt. Eure Zusammenarbeit war spontan, oder? Mir jedenfalls hat es sehr gut gefallen!“, lobte er die Darbietung der beiden mit einem kurzen Lächeln. Elias schienen diese Worte sehr wichtig zu sein; man sah fast, wie er vor Stolz ein paar Zentimeter größer wurde. Sein ohnehin schon breites Grinsen wurde noch einmal ein Stück fröhlicher. Er sprach Nero seinen Dank aus und ließ durchblicken, dass er nicht zum letzten Mal hier Musik gemacht haben könnte. Dann wandte er sich von den beiden ab und lief los. Einen Moment lang sah Nero ihm noch hinterher, wie er sein kurzes Jogging begann, dann wandte er sich an Aokami. „Irgendwie… ein sympathischer Typ.“, murmelte Nero nur kurz, der im Gegensatz zu Elias seine Gefühle selten so frei zeigte. „Ich bin übrigens Nero.“, nannte der junge Pirat seinen Namen, bevor er sich wieder an die Arbeit machte, die aber auch quasi erledigt war. Immerhin hatte Nero nicht vor das ganze Dorf vom Schnee zu befreien. Andererseits wusste der Schwarzhaarige nicht, was er tun wollte, sobald diese Arbeit erledigt war. Er konnte sich wie Elias auf dem Festplatz umsehen oder aber die Zeit noch nutzen, um das Gebiet um das Dorf zu erkunden. Vielleicht gab es irgendwelche besonderen Geheimnisse zu entdecken oder sogar ein paar Kämpfe zu bestreiten – das klang natürlich schon eher nach Nero als ein fröhliches Fest.

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Nero - Absolute Demon /// All Out Battle!

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Unterzeichner Petition für Hijikata H.F. Tōshirō's Umbenennung:
 

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