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Das Kaminzimmer

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Gamemaster
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BeitragThema: Das Kaminzimmer   Sa 10 Dez 2016 - 17:12

das Eingangsposting lautete :


•• Kaminzimmer ••


Eine offene Feuerstelle im großen Raum, der eigentliche Feuerraum besteht aus Lehmboden damit dort keiner Feuer fangen kann. Aber nach einer Stufe beginnt ein Holzboden. Dahinter befinden sich Tatami matten, darauf stehen viele Kotatsus, an jedem genannten Objekt können genau 4 Leute gemütlich sitzen und ihre Beine darin verstecken ohne das es zu eng oder zu persönlich wird. Insgesamt befinden sich in dem raum 10 Stück.


Zuletzt von Gamemaster am Fr 20 Jan 2017 - 19:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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AutorNachricht
Koko Yomei
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   So 5 März 2017 - 17:10


Eventeinstieg | Koko & ?

Auf der Winterinsel herrschte ein kühles Klima, wie es auch nicht anders zu erwarten war. Der Wind peitschte durch die Straßen, riss kleine Eis- und Schneekristalle mit sich, welche den Leuten ins Gesicht flogen. Eine leichtbekleidete Frau mit schwarzen Haaren lief durch die Straße des kleinen Dorfes mit dem Ziel in der Taverne anzukommen. Mit der rechten Hand strich sie sich noch einmal die langen Strähnen, die sich ins Gesicht verirrt hatten, hinters Ohr. Man konnte genau sehen, dass sie nur eine lange Hose und ein kurzärmliches T-Shirt trug. Es schien so, als ob sie entweder lebensmüde war oder ihr die Kälte nichts ausmachte. An der Taverne angekommen wählte sie auch gleich die Tür zum Kaminzimmer und öffnete langsam die Tür. Hier schien ein geschäftiges Treiben zu herrschen. Eine kleine Anzahl von Menschen, schien sich hier eingefunden zu haben, um sich zu wärmen. Die Frau, welche auf den Namen Koko hörte, kam herein und schloss die Tür auch gleich wieder, damit die Wärme nicht verloren ging. Mit einem recht freudlosen Blick sah sie sich ersteinmal um, ehe sie einen freien Kotatsu erspähte, welche weit von der großen Wärmequelle entfernt war. Dort angekommen setzte sie sich so hin, dass sie den gesamten Raum überblicken konnte. Auch wenn es nicht sonderlich wichtig für sie war, sich zu wärmen, war es für sie besser als draußen bei dem schneidenden Wind herumzulaufen. Als sie so dasaß, entschied sich die Agentin dazu einen schönen großen Kaffee zu trinken, weshalb sie auch aufstand und sich einen holte. Ihre Gedanken rasten, denn was sie hier eigentlich machte, wusste sie nicht. Irgendein Ziel eine Aufgabe hatte sie angetrieben, dass wusste sie noch, aber was war es. Es war wie verhext und einfach nicht greifbar. Vielleicht würde es ihr wieder einfallen, wenn sie eine Weile hierblieb. Und so nahm sie ihre Tasse und begab sich zurück zu ihrem Platz. Immer wieder wurden kleine Schlucke getrunken und dabei auf den Armstumpf geblickt. Auch wenn die Wunde nie geschmerzt hatte, war der Gedanke an das verloren Körperteil schmerzlich. Das das Schwert auch direkt das Handgelenk zerteilt hatte, war schon schlimm genug gewesen.

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Sa 11 März 2017 - 18:04


Szenenwechsel
Der nächste Morgen.

Hand in Hand mit morgendlicher Trägheit schälten sich auch die Erkenntnisse des vergangenen Abends aus ihrer Hülle. Obgleich die junge Schwertkämpferin wohl nicht zu den größten Rhetoren ihrer Welt zählte, geschweige denn jemals zählen würde, besaß sie ein unerwartet großes Herz. Sora lag nichts an Vorurteilen oder dem Verbreiten selbiger; in seinen Augen fußten faszinierende wie erschreckende Anteile weltweiter Ungerechtigkeit auf vermeintlichen Kleinigkeiten wie diesen Fuß. Und doch fiel es im ersten Moment schwer zu glauben, dass ein Mensch, der jederzeit bereit zu sein schien, eine Zimmertür mithilfe einer bereits zum Ausholen bereit gehaltenen Waffe zerstören wollte, mit einem derart kindlichen, zutraulichen Wesen gesegnet war.
Kat erweckte auf den ersten Blick viel mehr den Eindruck einer schweigsamen jungen Frau. Fokussiert auf sich selbst, ihre eigenen Ziele und dem Schwert an ihrer Seite. Kalt und unnahbar. Unwirsch sogar. Ein denkbar schlechter Ausgangspunkt für soziale Interaktion, wenn man sich mit bereits mit der Front eines Menschen zufrieden gab, so wie mit dem Titel und den ersten Lettern eines Buchs. Indizien die, wenn der Betrachter sich für außergewöhnlich intelligent hielt, so unglaublich viele Informationen über die relevanten Eigenschaften des dahinter steckenden Wesen preisgaben - schon allein die Überlegung, nach einer derart oberflächlichen Herangehensweise brauchbare Schlüsse ziehen zu wollen löste ein ruckartiges Schütteln im Leib des Takeuchi aus. Unwohlsein und subtile Übelkeit schlossen sich an, rumorten in den Tiefe seines Magens, nur um nach einem langen Atemzug und frischer Morgenluft beiseite geschoben zu werden wie lästiges Gestrüpp während eines gemütlichen Spazierganges.
Der zweite Eindruck hinterließ jedoch einen traurigen Beigeschmack. Mit wem auch immer Kat die Welt bereisen mochte; es schien nicht viel mehr als eine Gruppe Gleichgesinnter zu sein. Mit ähnlichen, wenn nicht sogar deckungsgleichen Idealen - jedoch nicht viel mehr. Geschworene Partner im Kampf, die im schlimmsten Fall ihr Leben für den jeweils anderen lassen würden. Nur schien sie, ob gewollt oder ungewollt, mehr zu wünschen als das. Menschliche Nähe. Jemand, der ihr nahe stand. Auf persönlicher Ebene. Nicht nur als zusätzliches Rädchen einer großen Maschinerie - unabhängig davon, wie essentiell dieses Rädchen war. Jedoch waren derartige Fragen nichts, was der Bursche auf Anhieb beantworten konnte. Geschweige denn durfte. Kat war eine erwachsene junge Frau. Sie konnte ihre eigenen Entscheidungen treffen.

Und doch blieb es dem Takeuchi lang genug im Gedächtnis, als dass der größtenteils mit zusammengekniffenen Augen verfolgte Weg durch die mit Teppich ausgelegten Flure mit Erinnerungen an die Abendstunden gefüllt wurde. Primär weil es vier höchst anschauliche Details gab, an die man sich in jeder Lebenssituation gerne erinnerte; getrennt von den essentiellen, persönlichen Faktoren die Sora weder beeinflussen, noch bestimmen durfte. Kat zählte definitiv zu den auf Anhieb interessanteren Bekanntschaften, die er hatte machen dürfen. Dem folgend sah er auch nicht die geringste Schwierigkeit darin, ihr bis zum Erscheinen des vierten Zimmerbewohners eben dessen Platz zu vermachen. Erst recht, wenn dieser nicht erst auftauchte.
Noch immer nicht zu hundert Prozent unter den Lebenden stolperte der Soldat einige der Treppen herunter. Die dünnen Finger ließ er sanft über fasriges Holz gleiten, während die letzten Schritte ihn in die gemütlich warme Eingangshalle führten. Auch wenn die Bezeichnung einer Halle sämtlicher Tatsachen entbehrte; mehr als ein paar Meter zwischen der massiven Eingangstür und dem zwei Armlängen reichenden Tressen waren es nicht. Vollkommen ausreichend für das, was erwartet wurde. Sora brachte ein schwaches "Guten Morgen" hervor, als ihn die ersten Menschen erblickten. Ihm kam es nicht vor, als sei er einer unter Vielen. Ein Fremder unter Fremden. Das gesamte Ambiente der Taverne, die gemütliche Einrichtung und die Mühe, mit welcher die Familie agierte, ließ jede Minute gewohnt erscheinen. Wenn auch nie gewöhnlich.
Demnach entging dem Schwarzhaarigen im ersten Moment auch die Präsenz einer ihm eigentlich bekannten Person. Zwar konnten beide Seiten nicht behaupten, nennenswert hinter den jeweils anderen geblickt zu haben, doch zu den vollkommen Unbekannten zählte @Koko Yomei nicht. Leise seufzend fuhr sich der Soldat durch das Haar, streckte beide Arme so gut es ging in die Höhe und bemerkte dabei erst viel zu spät, wie sein darauf folgender Schritt dafür sorgte, dass er sich mit voller Wucht das rechte Schienbein an einem der Tisch stieß. Auf das dumpfe Knallen und Scheppern von ausgelegtem Besteck folgte zuerst nichts. Mit Ausnahme von Schmerz. Und dem Wunsch zu sterben.

Beide Arme eng um das tödlich verwundete Bein geschlungen atmete Sora keuchend aus, presste brummend seine Lippen aufeinander und verfluchte den Moment, in dem er den Entschluss gefasst hatte, ausnahmsweise früher die Sicherheit des Bettes zu verlassen. Er war nicht für das Leben eines Frühaufstehers geschaffen. Und trotz allem konnte dieser Morgen Positives mit sich bringen; selbst wenn die Einleitung ein merkwürdiges darstellte; ganz so, als würde sich sein Körper instinktiv in eine andere Richtung lehnen als angedacht.

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Koko Yomei
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   So 12 März 2017 - 3:37


Koko & Sora

Das schmackhafte Aroma frisch aufgebrühten Kaffees drang in ihre Nase, wohlwollende Gefühle wurden in ihr geweckt und die Augen beim nächsten Schluck genießerisch geschlossen. So schön konnte es doch sein auf einer Winterinel, wenn nur die richtigen Hilfmittel dabei waren. Dieses schwarze Getränk, für die Agentin genauso wertvoll wie Ambrosia für die Götter, gehörte eindeutig dazu. Es gab nichts, was die junge Frau lieber trank. Entspannt blickte sie nun auf das Gedeck vor sich und überlegte, welche Speiße man denn zum Frühstück vertilgen wollte. Es wurde wirklich Zeit, dass der gebeutelte Magen der Frau, welche seit bestimmt zwölf Stunden nichts mehr zu sich genommen hatte, etwas bekam. Es dauerte nicht lange, bis eine andere Frau zu ihrem Tisch kam und sie nach ihren Essenswunsch fragte. "Ich würde gern ein traditionelle japanisches Frühstück zu mir nehmen.", bestellte sie nach dem morgendlichen Geplänkel, welches scheinbar der Höflichkeithalber abgehalten werden musste. Als dann das Tablett mit den herlichduftenden Speisen gebracht wurde, knurrte ihr Magen voller Ungeduld und die Bedienung lächelte wissend, ehe sie wieder verschwand. Alle Speisen sahen wirklich köstlich aus, weshalb sie sich kaum entscheiden konnte, mit welcher sie beginnen sollte. Doch als Koko das Umeboshi, die salzig-sauer eingelgte Pflaume erblickte, war die Entscheidung getroffen. Langsam wurde sich über die verschiedenen Gerichte hergemacht, eine wirklich leckere Miso-Suppe wurde von geräucherten Fisch abgelöst und darauf folgte frisches Gemüse. Die Yomei steckte sich gerade das letzte Stückchen Tamagoyaki, ein wirklich leckeres Omelette, in den Mund, als ihr Blick an einem Mann hängen blieb, welcher gerade den Raum betreten hatte. Bei diesem Anblick verschluckte sie sich sogar beinahe. ~Verdammt was macht der denn hier? Wenn der mich entdeckt kann es heiter werden.~ Natürlich hatte sie den Takeuchi nie richtig kennengelernt, jedoch war ihre erste und auch letzte Begegnung ihr sehr gut im Gedächnis geblieben. Ihm gegenüber hatte sie sich als Agentin outen müssen, um nicht ihre Mission komplett zu gefärden. Ihr erster Fehlschlag auf einer Mission und längts nicht der letzte. Für die vollbusige Frau hatte mit diesem Tag der Unterhang begonnen, wenngleich dem natürlich nicht so war.
Darauf hoffend, durch ein Wunder von ihm nicht bemerkt zu werden, agierte sie so normal wie möglich, indem sie zu dem Schälchen Reis griff und diesen Abwechselnd mit getrockneten gemüse verspeiste. Und scheinbar war das Gewünschte geschehen, denn der Mann beachtete sie nicht weiter. Doch gerade als er ihren Tisch passieren wollte, stieß er mit einem Bein dsgegen und eines der unbenutzten Bestecke wackelte bedenklich, ein Messer fiel sogar zu Boden. Sein Gesicht war schmerzverzogen und die Art wie er sein Bein umfasste, ließ sie ungefähr ahnen, was er gerade empfand. Nun gut, für eine Memme würde sie ihn dennoch halten, da sie sich selbst Schmerzen nicht mehr so recht vorstellen konnte. Zu lange sind diese Empfindungen für sie her. Unsicher, ob sie etwas sagen sollte, da sie nicht seine Aufmerksamkeit haben wollte, bemerkte sie ein wenig zu spät, dass er sich in ihre Richtung lehnte. Wie konnte ein Tag nur so beginnen? Alles schien so harmonisch und nun saß die Agentin beim Frühstück mit dem Gesicht eines ihr nicht gänzlich Fremden Mannes zwischen ihren Brüsten. Verwirrt über diese plötzliche Wärmequelle und den leichten Druck an der Oberweite, blickte Koko vorsichtig nach unten, nur um dann ganz langsam ihre Fassung zu verlieren. ~W-was denkt der sich eigentlich?~ Ihre Augen begannen zu funkeln und die verbliebene Hand formte sich ganz langsam, schon fast wie in Zeitlupe, zur Faust und sauste auf den Kopf des Ahnungslosen. "PERVERSLING.", hallte es kurz danach durch den Raum. Krampfhaft atmete die Agentin aus, blickte den Mann nicht weiter an, sondern aß einfach weiter. In der Hoffnung, dass auf diese Weise nichts weiter geschah, versuchte man die ganze Situation nun zu ignorieren. Koko gab einfach vor, dass für sie nichts geschehen war. Innerlich jedoch kochte sie.

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   So 12 März 2017 - 4:25

Sora hatte nicht den leisesten Schimmer, was genau mit ihm geschah. Von dem höchst ungeschickten Wandern durch das Kaminzimmer und dem damit einher gehenden Stoßen seines Schienbeins abgesehen war es nämlich eine unnatürlich auf ihn einwirkende Gravitation, die ihr Übriges tat. Noch ehe sich die bernsteinfarbenen Augen des Soldaten recht öffnen und damit die Umgebung sondieren konnten, schwand seine Aufmerksamkeit bereits in tiefster Finsternis. Verlockend zwar, aber nicht weniger überraschend. "Mhpf?!" Eigentlich hatten sich mehrere Fragen in seinem Verstand geformt; zusammen mit ihnen auch schockierte Aussagen, sogar ein verzweifelter Ausruf lag auf der nicht selten scharfen Zunge des Takeuchi. Verlauten ließ er jedoch nichts. Der Schwarzhaarige war um sämtlichen verbalen Ausdruck beraubt worden. An einen Sturz konnte er sich nicht erinnern; ebenso wenig erweckte der Rest seines tüchtigen Körpers den Eindruck, als sei übermannende Taubheit in diesen hinein gefahren.
Was um alles in der Welt mochte den Soldaten also derart ins Wanken getrieben haben, dass sich innerhalb von Sekundenbruchteilen seine optische Wahrnehmung in ihrer Gänze verfinstert hatte? Gleichzeitig duellierte sich jedoch der übrig gebliebene Rest seines Bewusstseins mit den auf ihn einprasselnden Sinneseindrücken. Hitze stieg in die bartlosen Wangen, umschmeichelt von etwas das sicher nicht mit Kleidung verwechselt werden konnte. Dafür war das, was ihn hauchzart und beiseitig an Ort und Stelle hielt zu weich und anschmiegsam. Für den Zeitraum eines Augenaufschlags kreuzte sogar das Verlangen nach wiederholter Ruhe sein Denkzentrum. Allerdings rief die Mutter der Vernunft ihr Kind in Windeseile zurück in ihre Arme - er hatte das Bett vor nur wenigen Minuten verlassen. Und trotz der feierlichen Musik die innerhalb dieses Raumes gespielt worden war, blieb die Nacht insgesamt ruhig. Ungewöhnlich ruhig. Befreit von Alpträumen. Von schaurigen Bildern des Todes die den Jüngling heimsuchten. Schuldgefühle blieben ihm fern. Ausnahmsweise.
Nur weil man Sora temporär hatte erblinden lassen, machte es ihn längst nicht taub. Und noch viel weniger schien man ihm die Fähigkeit des Schmerzempfindens geraubt zu haben - ein Umstand der sich in Momenten wie diesen sowohl als Fluch, wie auch Segen herauskristallisierte. Perversling? Er? Ausgerechnet ein vollkommen unschuldiges, engelsgleiches Wesen wie er? Nicht ein einziges Mal in seinem gesamten Leben war sein Blick unkeusch, seine innersten Triebe mit der Oberhand über sein Handeln versehen. Nur weil die Geschicke dieser Welt nicht immer seiner hold waren und sowohl Neugierde wie auch Drang nach extensivem Wissen eine auf Konflikt basierende Hassliebe auslebten .. nur deswegen nannte man ihn einen Perversling? "Wsch soll'n dsch heischn?" Noch immer waren die dumpfen, kläglich vor dem Erstickungstod stehenden Wortfetzen nicht viel mehr als das willkürliche Gerangel nach Ausdruck. Ob und inwiefern Koko überhaupt etwas aus dem kryptischen Gemurmel würde entnehmen können war mit immensen Zweifeln versehen.
Erst als sein Kopf Opfer eines mit donnernder Gewalt ausgeführten Schlages wurde, zog Sora sich schlagartig zurück. Nun war es nicht länger das noch immer pochende Schienbein welches fest umklammert wurde, wie eine Schatztruhe die unter Einsatz des eigenen Lebens bewahrt werden musste, sondern die gewaltige Beule welche sich bereits jetzt unter dem dichten, tintenfarbenen Schopf andeutete. "Auauauauau, was soll denn das?!" Von einer womöglich angebrachten Entschuldigung fehlte allerdings jede Spur. Nicht einmal auf die Idee empor zu blicken kam der Takeuchi, sondern widmete sich lieber der natürlichen Reaktion auf unerwarteten Schmerz. Indem er auf dem Boden kniete wie ein beim Laufen gefallenes Kind, das sich über sich selbst und die Welt aufregte. "Erst dieser verdammte Tisch, jetzt das", moserte er, presste die Lippen fest aufeinander und versuchte einen ersten Blick zu ergattern "Fehlt nur noch, dass ich über Wurzeln stolpere und mir die Nase breche ..", nur war das Schicksal ihm ein weiteres Mal nicht unbedingt hold.
Denn was er zu Gesicht bekam waren nicht etwa die Züge eines anderen Menschen, ganz gleich wie unbekannt ihm diese sein mochten. Viel mehr befand sich ein Monument der Weiblichkeit direkt vor den bernsteinfarbenen Augen; und gemeinsam mit diesem Anblick und dem halb wissend, halb fragend angehobenen Zeigefinger des Soldaten dämmerte ihm bereits die Antwort auf all seine Fragen. Zumindest die Antwort auf die ihm unter den Nägeln brennende Frage, was ihn in seinem vermeintlichen Sturz aufgefangen hatte.
"Ah." Mehr als dieser denkbar knappe Reaktion erhielt die junge Frau nicht, als Sora endlich weit genug kam, um nicht nur in ihr hübsches Gesicht zu blicken, sondern auch die notwendigen Erinnerungen aus einigen der hintersten Winkel seines Hirns zu filtern. Sie kannten sich. "So sieht man sich wieder." Auf einer Insel wie diesen gleich zwei bekannte Gesichter innerhalb weniger Stunden anzutreffen war eine Sache; die verbundene Ironie des Schicksals nicht einmal mit inbegriffen. Und nun, da die Umstände ohne langes Prozedere oder Feinfühligkeit, sondern viel mehr durch Schabernack welcher mit den beiden getrieben wurde auf der Hand lagen, fiel es dem Korvettenkapitän um ein Vielfaches leichter, klare Gedanken zu fassen. Jedenfalls hätte er exakt das behauptet. "Unerwartet ist wohl das netteste Wort das mir einfiele", kam es seufzend und mit fragend angehobenen Brauen von Sora, der Koko einige Momente lang akribisch beäugte "Tragisch scheint allerdings passender." Auf der Hand liegend war eine höchst verletzende Anspielung seinerseits, weswegen diese partout umgangen wurde. Das fehlende Körperteil ließ sich jedoch nur schlecht wegdenken. Subtil auf diese Tatsache hinzuweisen war im ersten Moment kratzte bereits an der Obergrenze seines Mitgefühls. Zumindest nach der einleitenden Peinlichkeit.

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Koko Yomei
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   So 12 März 2017 - 5:07


Koko & Sora

Das der Mann wohlmöglich zwischen ihren weiblichen Hügeln kaum Luft bekommen haben könnte, war für die Agentin nicht von Belang. Schon seltsam wie das Schicksal manchmal mit einem spielte. Da saß man einfach nur da und wollte frühstücken und scho wurde man auf unschicklichste Weise belästigt. Dass dies nichts mit Böswilligkeit oder gar Absicht geschah, spielte dabei kaum eine Rolle. Ein paar der anderen Menschen im Raum hatten sich umgesehen, wollten den Grund für den kurzfristigen Lärm ausfindig machen. Dies alles war schon ein recht peinlicher Umstand, den die Yomei schnellstmöglich vergessen wollte. Doch was sollte sie machen, es war noch Reis übrig und nichts lag der ausgebildeten Kämpferin ferner, als irgendwelche Lebensmittel zu verschwenden. Ihr Blick glitt nur noch einmal zu dem Mann, welcher wahrlich kein Glück hatte. Als ihre Augen den kleinen wachsenden Hügel erblickten, bekam sie ein schlechtes Gewissen und Zweifel an der Rechtmäßigkeit und Stärke ihre Schlages. Hatte sie es mit ihrem Zurechtweisen übertrieben? Seine Frage, wirkte wie die eines Kindes auf sie, welches sich seiner begangenen Straftat nicht bewusst war und seine Moserei machte diesen Eindruck nicht wirklich besser. Ein wenig war sie versucht, ihm zu sagen das er gefälligst Leine ziehen sollte, doch irgendetwas hielt die Schwarzhaarige zurück. Ihre hellen Augen suchten kurz das Gesicht des Takeuchi, welcher jedoch nicht zu ihr aufblickte, sondern sich lieber mit ihren Brüsten beschäftigte. ~War ja klar, dass dies passieren musste. Aber warum hab ich immer so ein Glück mit den Männern?~, fragte sie sich selbst in Gedanken und sofort schossen Bilder des Mannes den sie aufrichtig liebte durch ihren Kopf. Einen Mann, welchen sie wahrscheinlich nie wieder sehen würde und der ebenfalls ein Grund dafür war, sich nicht mehr mit anderen Menschen einzulassen. Doch ihre Gedanken schweiften ab, weshalb sie sich zur Ordnung rief. Gerade wollte sie etwas erwiedern, als sie eine recht knappe Antwort bekam. "Leider, darauf hätte ich verzichten können., meinte sie kühl auf seine nächsten Worte. Was dachte dieser ungehobelte Pflegel eigentlich wer er war? Erst fiel er mit seinem Gesicht in ihre Oberweite und dann entschuldigt er sich nicht einmal? Koko atmete ein paar mal tief durch, um ihre anbahnende Wut irgendiwe unter Kontrolle zu behalten, denn eine partielle Lähmung war nun das Letzte, was sie gebrauchen konnte.
Unerwartet? Ja so konnte man diese Zusammenkunft wohl nennen, doch die Yomei schwieg sich weiter aus, nicht fähig die passenden Worte zu finden. In der Zwischenzeit wurde sie jedoch von dem Mann ziemlich genau beäugt, was dann doch ein wenig unangenehm wurde. "Bist du fertig mit dem Betrachten oder willst du mich skizzieren, dann hast du später noch was davon?", erfolgte ihre Antwort, nachdem er meinte, dass es tragisch sei. Doch die Agentin war sich nicht sicher, was er mit tragisch meinte, ehe ihr Blick auf den linken Arm fiel, welcher ziemlich offentsichtlich auf dem Tisch lag und Sora damit gar nicht entgehen konnte. "Das Leben meint es eben nicht immer gut mit uns. Manchmal zieht man einfach den Kürzeren oder das schlechtere Los." Nun betrachtete sie ihrerseits den Matrosen vor sich genauer. Flüchtig kannte man sich, doch es war seit dem eine halbe Ewigkeit ins Land gezogen, so kam es ihr zumindest vor. Einige Jahre und Erfahrungen sind an den Beiden vorbeigezogen, was bei dem einen scheinbar mehr Spuren hinterlassen hat, als bei dem Anderen. Zumindestens wenn man nach dem äußeren Schein urteilt. "Tragisch ist wohl kaum das richtige Wort, aber wenn dir dies so erscheint, nur zu.", meinte sich noch, eher sich ihr Blick abwendete und auf dem Reis vor ihr haften blieb. Dieser war in der Zwischenzeit natürlich weiter abgekühlt und musste nun schnellstmöglich vernichtet werden. Allein ihr Magen forderte es geradezu.

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   So 12 März 2017 - 17:40

"Warum so negativ? Nur weil nicht jedes Geheimnis in den Schatten bleiben konnte?" Sora erinnerte sich nur zu gut an das augenscheinlich rein negativ betrachtete Treffen der beiden. Ironischer Weise begann es auf eine enorm ähnliche Weise wie an diesem Morgen auch. Nur dass es der junge Rekrut gewesen war, welcher unbeabsichtigt von der ihn um viele Köpfe überragenden Koko begraben wurde. Weil sie stolperte und stürzte, nicht er. "Keine Sorge. Bis zum heutigen Tag hat niemand etwas davon erfahren. Und ich wüsste nicht, warum sich etwas daran ändern sollte." Für jemand wie ihn war das Hüten eines Geheimnisses zweite Natur. So selbstverständlich wie das Nehmen von Atemzügen. Vorteile aus diesem Wissen zu ziehen lag ihm jedoch nicht fern, allerdings waren die Gelegenheiten derart gering dass der Takeuchi keinen Gedanken daran verschwendete. Bis sich die entsprechende Gelegenheit vor seinen Augen offenbarte.
Nur wenig überrascht von der bissigen Nachfrage der Schwarzhaarigen weiteten sich die bernsteinfarbenen Augen noch einmal, ehe Sora leise seufzend mit den Schultern zuckte und sich zurück lehnte. Hauptsächlich um ordentlich sitzen zu können, selbst wenn das Pochen seines Schienbeins - und nun auch Hinterkopfes - eher den Wunsch nach einem ordentlichen Nickerchen entstehen ließ als das Skizzieren eines wahrhaftig gewaltigen Busens. Was bereits Alarmglocken hätte klingeln lassen müssen. Andererseits gab es gleich mehrere, leicht verständliche Erklärungen für diese Verweigerung. Er musste nicht skizzieren. Sein Gedächtnis speicherte Informationen wie diese auf Anhieb und für alle Ewigkeit ab; ein einzelner, aufmerksamer Blick genügte dabei vollkommen. Und der womöglich selbstverständlichere Grund floss wie selbstverständlich über die Lippen des jungen Mannes:"Nicht notwendig. Aber danke für das Angebot." Vor ein paar Jahren wäre seine Antwort anders ausgefallen, daran gab es keinerlei Zweifel. Doch seitdem Aoko in sein Leben getreten und dieses gänzlich auf den Kopf gestellt hatte, hatten bedeutsame Teile seines Wesen eine Kehrtwende vollführt. Und spätestens mit der einzig wahren Frau an seiner Seite gab es nichts, was ihm gesteigertes Interesse entlocken konnte. Zumindest nichts, was romantischen Ursprungs war. Dahingehend war sein Herz über viele, viele Monate hinweg an jemand anders verschenkt worden.
Sora lehnte sich weiter zurück. Weit genug, um sich mit beiden Arme vom Boden abstützen zu müssen. Das Leben meinte es nicht gut mit ihnen. Irgendwo war es eine lächerliche Feststellung. In einer gemütlichen Taverne wie dieser sitzen zu dürfen, vollkommen unbedacht, ohne wirkliche Sorge außer dem übertrieben kindischen Geplänkel in welches sie verstrickt waren. Wenn das bereits der Vorstellung eines Lebens mit Tücken und Schmerz war, wünschte sich der Soldat jemand aus dem Grey Terminal an ihre Seite. Jemand der von einem wirklich tragischen Leben berichtete. "Verstehe. Zum Glück war es nur eine Hand, nicht mehr." Verluste wie diese waren verkraftbar. Obgleich der Bursche kein Gliedmaß seines Körpers hatte einbüßen müssen, wusste er mit absoluter Bestimmtheit zu sagen, dass die Last nicht schwerer sein konnte, als einen geliebten Menschen zu verlieren. Auf Lebzeit. Ohne die Möglichkeit einer Prothese, welche Ersatz darstellte. Jederzeit hätte er beide Hände, seine Beine, Augen und Ohren aufgegeben, hätte es das Überleben seiner ersten Liebe gewährleistet. Doch ein egoistischer Tausch wie dieser wurde dem Menschen nicht gestattet.
"Ich hoffe ich bin nicht zu plötzlich in dich hinein gerauscht?" Obwohl es keiner aufrichtigen Entschuldigung gleichkam, erschien es Sora doch als notwendig, zumindest andeutungsweise nachzufragen. Immerhin bestand die Möglichkeit, dass die Wucht seines Sturzes Koko Schmerzen zugefügt hatte. "Falls doch, dann tut es mir leid." Selbst wenn es nicht einmal seine Schuld war. Nach wie vor glaubte Sora nicht daran, wirklich gefallen zu sein. Mehr als diese felsenfeste Behauptung existierte jedoch nicht. Man hatte ihn weder gestoßen, noch gezerrt. Gleichzeitig mangelte es dem Soldaten weder an Gleichgewicht, noch hatte sich seine Wahrnehmung verabschiedet - trotz erheblicher Müdigkeit.
Allerdings erweckte Koko nicht den Anschein, als habe sie sonderliches Interesse an einer Konversation. Eine höhere Macht schien deutlich gegen ihn zu sein; erst traf er auf eine unbeholfene, schweigsame - wenngleich süße - Schwertkämpferin und dann auf jemand, der von der ersten Sekunde an eine unerklärliche Abneigung gegenüber seiner Person empfand. Oder war es Sturheit, mehr als ein Mangel nachvollziehbarer Erklärungen? "Ich nehme an, dass du von den Ereignissen gehört hast? Die wiederholten Angriffe auf Loguetown?" Als Mitglied der Weltregierung führte kein Weg daran vorbei, über die weltpolitische Situation informiert zu werden. "Man erzählt sich auch, dass ein gewisser Saint Counsi nicht nur ermordet, sondern regelrecht hingerichtet wurde." Tosendes Gelächter wuchs tief im Inneren des jungen Mannes heran, fand jedoch ebenso wenig wie die in seinem Herzen polternde Schadenfreude keinen Weg nach außen. Tenryuubito die abgeschlachtet und dann viergeteilt zur Schau gestellt wurden. Wer auch immer dazu in der Lage war und nicht blind durch die Welt lief, sollte einen Orden verliehen bekommen, keine Strafe.
Bastarde wie Counsi verdienten kein anderes Ende. Nach all dem was sie anderen Mensch antaten, wie viele unter ihnen litten. Unschuldige die durch einen Wink ihrer Hand starben. Sie waren Mörder. Mörder mit dem einzigartigen Privileg, über dem Gesetz zu stehen. Ihre bloße Existenz glich einem Vergehen an der Menschheit. "Es ist davon auszugehen dass du, selbst wenn du Informationen hättest, sie nicht weitergeben dürftest", nachdenkliche Falten manifestierten sich auf der Stirn des Takeuchi, während er sich in ähnlicher Manier um das Kinn strich "Aber wenigstens eine Meinung bezüglich der Piratenangriffe dürftest du besitzen."

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Koko Yomei
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mo 13 März 2017 - 0:01

Koko & Sora

Als er sie auf ihre zur Schau gestellte Abneigung, ihre negative Einstellung ihm gegenüber ansprach, dachte die Agentin darüber nach warum es so war. Eigentlich traf den geschlagenen Mann keine Schuld, schließlich hatte sie selbst alles vermasselt, weswegen sie nun doch ein paar Schuldgefühle entwickelte. "Ich bin dir für deine Verschwiegenheit dankbar.", meinte sie knapp und blickte in seine Augen, um etwas zu finden. Doch was war es eigentlich, was sie zu finden hoffte? Antworten darauf wer er war, ober die Wahrheit fragte oder gar wie sie am besten mit ihm umzugehen hatte? Die Agentin konnte es selbst nicht beantworten und dies verlieh ihr ein bedrückenden Druck auf der Lunge. Irgendwas an ihrem Gegenüber machte sie nervös, jedoch nicht auf angenehme Art und Weise. Konnte man es Instinkt nennen oder doch nur als Paranoia abtun? Seine nun viel entspanntere Haltung brachte auch sie dazu, etwas ruhiger zu werden und mit dem Essen aufzuhören, da es ihr nun völlig unhöflich vorkam. Was war nur mit der Frau los, sonst war sie doch auch nicht so bedacht darauf wa höflich war und was nicht? Hatte dieser Tag etwas falsch begonnen oder lag es nur an der Tatsache, dass der Korvettenkapitän ihr Geheimnis bewahrt hatte? "Es tut mir leid, das ich dir als abweisend erscheine, doch in meinem Leben", fing sie an, brach jedoch ab um bessere Worte zu finden. "Gewisse Ereignisse ließen mich vorsichtig werden." Sie wartete ab, ob er noch etwas sagen würde und machte sich ihre eigenen Gedanken zu den Umständen des Treffens. Sie dachte sich nichts weiter dabei, als sie meinte das man es nicht immer gut hatte und wusste zum Glück nichts von Soras Gedanken, da sie ihn ansonsten zornig angefunkelt hätte. Gewiss war der Verlust eine Hand nichts tragisches, wie sie auch selbst gesagt hatte, jedoch hatte auch sie bereits anderes Verloren, allem voran ihre unschuldige Art, ihren Liebsten und immer wenn sie sich auf einem Menschen näher einließ, wurde sie soch nur verletzt. Nein was zählte eine Hand schon im Vergleich mit Seelenschmerz, den einzigen Schmerz den sie zu empfinden fähig war? "Sie ist ersetzbar und nicht lebenswichtig, von daher stimme ich dir vollkommen zu.", meinte sie nur.
Ihre Augen wendeten sich von dem Gesicht des Mannes ab, den sie nun eine ganze Weile gemustert hatte, was ihr dann doch unangenehm war. Schweigen umhüllte ihren Körper und ihre Gedanken kreisten um einige Dinge, welche sie gern ansprechen würde, doch irgendwie kam ihr jedes einzelne Thema aufgrund der Art des Treffens unpassend vor. So blieb sie stumm, zeigte unbeabsichtigt weitere Abneigung, welche nur großer Unsicherheit entsprangen. Einer Unsicherheit, welche sich in vielen Jahren aufgebaut, jedoch nie angefangen hatte wieder zu schwinden. Bei genauerer Betrachtung, würden die meisten Menschen wohl zu dem Schluss kommen, dass sie selber Schuld daran sei, doch würde Koko dies wohl nie so sehen. Immer war die Agentin bereit gewesen Befehlen zu folgen nur um Streitigkeiten zu vermeiden, doch dadurch manövrierte sie sich Stück für Stück in eine Richtung, die nur von Verlust und Verrat geprägt war. Konnte man es als Karma bezeichnen? Immerhin hatte sie bereits viele Leben genommen, waren manche Schicksalschläge deshalb gewesen, schon vorher um späteres Übel zu strafen? "Keine Sorge, es gibt keinen körperlichen Schmerz für mich.", gab sie als Antwort auf seine Entschuldigung, welche für sie nicht einmal wichtig war. Doch ehe sie sich weiter Gedanken darüber machen konnte, überraschte sie seine Frage. Natürlich hörte sie von Loquetown, doch was sollte sie davon schon halten? Auch von dem Tenryuubito hatte sie gehört. "Für die Unschuldigen die unter den Piraten leiden müssen, tut es mir wirklich leid.", begann sie ihre Antwort und überlegte kurz was sie zu dem Mord sagen sollte. Ihr Vater hatte sie zur Weltregierung geshleift, da es die einzige Möglichkeit war, seine Frau zu schützen und damit hatte für sie eine Entfremdung von sich selbst und ihrer Familie begonnen die sie anfangs sehr schmerzte. Ein Weg den sie nun im nachhinein betrachtet dennoch nicht anders gewählt hätte, denn ansonsten wäre sie nie ihrer ersten wahren Liebe begegnet. "Dieser Saint Counsi wurde also ermordet, na und? Wie viele starben durch seine Launen, nur weil er gerade unterhalten werden wollte? Wie viele Leben hatte er zerstört? Die Weltregierung sagt immer Piraten seien Abschaum, doch diese Tenryuubito sind viel schlimmer, denn sie werden nie für Verbrechen bestraft." Dieses Thema ging ihr merklich sehr nah. Nichts war für sie schlimmer, als die Tatsache, das Kerle wie Counsi einfach davon kommen sollten. "Sollen wir uns wirklich wundern, dass der Hass gegen ihresgleichen sie eines Tages einholt. Dies war kein Mord, sondern seine gerechte Strafe.", schloss sie schließlich und blickte entschlossen drein, wenn gleich der Agentin einfiel, dass sie vielleicht zu viel gesagt hatte, immerhin sprach sie mit einem Angehörigen der Marine und sie selbst arbeitete für die Weltregierung.

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mo 13 März 2017 - 1:15

Koko musste sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, wer von ihrer Position als Agentin der Weltregierung erfuhr. Innerhalb der Marine gab es nur wenige Personen die mit diesem Wissen Negatives anstellen konnten. Auf ungeschriebenen Verträgen, einem für das bloße Auge unsichtbaren Kodex fanden sie alle die intime Partnerschaft zwischen Marine und Weltregierung. Sie standen effektiv auf derselben Seite; Verbrechen und Verbrechern gegenüber. Abschaum zu beseitigen der die Zivilbevölkerung in Angst und Schrecken versetzte war ihrer aller Aufgabe. Ihre Pflicht. Den jeweils anderen auszuspionieren machte nur in den aller wenigsten Fällen tatsächlich Sinn. Gerüchte bezüglich Korruption blieben stetig in Umlauf - sowohl was die "faule und untätige" Marine anbelangte, doch weit hartnäckiger verhielt es sich mit den Vorwürfen gegenüber Agenten der Regierung. Präziser noch: der Regierung selbst.
"Es ist nicht viel mehr als den Mund zu halten. Welchen Vorteil könnte man schon daraus ziehen, den Rang eines anderen Menschen auszuplappern." Sora gähnte ausgelassen. In brenzligen Szenarien bestand die größte Bedrohung derartiger Informationen nur daraus, sie in falsche Hände geraten zu lassen. Soldaten der Marine scherten sich nur geringfügig darum, ob ihre Unterstützung aus der Zivilbevölkerung stammte, den eigenen Reihen, oder doch aus einem Trupp der Verbündeten. Anders herum, so mochte man jedenfalls meinen, verhielt es sich ähnlich. Während einer unter dem Schutz der Finsternis stattfindenden Mission hingegen würde selbst die am aufmerksamsten konstruierte Maske zerbrechen, wenn die Saat des Misstrauens zu sprießen begann. "Oh, keine Sorge. Ich verstehe vollkommen, wenn man durch gewisse Erfahrungen motiviert ist, sich in das eigene Schneckenhaus zurückzuziehen." Monate hatten ins Land ziehen müssen, ehe Sora den ersten Lichtblick in weiter Ferne hatte erkennen können. Einen winzigen, leicht übersehbaren Sonnenstrahl in dem unendlich tiefen Abgrund seiner Trauer. Der bloße Versuch sich an diese Empfindungen zu erinnern löste beklemmendes Unwohlsein in der Magengrube des Soldaten aus. Dieselbe, alles umfassende Taubheit und ihn zu verschlingen drohende Leere.
Nach mehr als einem Jahr ließ sich halbwegs darüber schmunzeln; wenngleich mit intensiven Herzschlägen begleitet, die seinen Brustkorb zu zertrümmern drohten. "'Die Zeit heilt alle Wunden'", mit den Augen rollend schüttelte er den Kopf "Ein grausiges Sprichwort. Allerdings bleibt ein Funke an Wahrheit bestehen. Die Zeit kann alle Wunden heilen. Wenn auch nicht vollständig." Sora betrachtete sich selbst an fabelhaftes Beispiel, ohne die privaten Details auch nur ansatzweise anzudeuten, geschweige denn in voller Länge auszusprechen. "Solange man langsam aber sicher die Kontrolle über die eigenen Emotionen und letztlich das eigene Leben zurückerobert kann man dem etwas abgewinnen." Natürlich war es leichter gesagt als getan. Mindern würde es den Gehalt seiner Worte jedoch kaum. Schwerwiegende Verluste verkraftete der Mensch nicht innerhalb von Tagen. Auch nicht im Zeitraum einiger Wochen. Manche erholten sich nie davon. Sie veränderten sich. Oftmals weil sie nicht den Willen besaßen, für sich selbst zu kämpfen. "Vorsicht auf der anderen Seite ist immer positiv. Man umgeht mit ihr gewaltige Schwierigkeiten, in die andere mit offenen Armen hinein laufen." Sora konnte nicht anders als erneut mit dem Kopf zu schütteln. Unbedachte Menschen konnten zu einem wahren Trauerspiel mutieren. Großartig anzuschauen, in all ihrer Verzweiflung und der sie innerlich zerreißenden Agonie. Und gerade wegen dieser unbeholfenen Natur, ihrer inne wohnenden Naivität und der Blauäugigkeit mit der sie den auserkorenen Weg verfolgten schon fast beneidenswert.

Irritiert spitzten sich die Ohren des Takeuchi als Koko einen mindestens so interessanten wie fragwürdigen Satz fallen ließ. Es gab keinen körperlichen Schmerz für sie? Augenblicklich war das Feuer eines durstigen Wissenschaftlers geweckt. Innerhalb weniger Stunden konfrontierte man seine kindliche Neugierde nicht bloß mit der bewiesenen Existenz einer verfluchten Klinge, sondern auch noch mit der Behauptung, es gäbe Menschen die keinen physischen Schmerzimpulse mehr registrierten. Medizinische Kenntnisse besaß der Soldat zwar, doch waren diese nur rudimentär vorhanden und längst nicht auf einem Niveau das seiner besten Freundin ansatzweise nahe kommen würde. Entsprechend konnte Sora nicht mit Gewissheit sagen, ob man ihn mithilfe einer klugen Metapher an der Nase herumführen wollte, oder ob Koko die Wahrheit sprach.
"Unschuldige Opfer gab es mehr als genug. Soldaten wurden ermordet. Zivilisten schwer verletzt und getötet. Keiner der beiden Piraten hat auch nur die geringsten Anzeichen eines nachvollziehbaren Motivs von sich gegeben." Sora atmete aus. Langsam. Tief. Und grollend. "Sie flohen, bevor Unterstützung eintreffen konnte. Was sie zurückließen war eine Spur der Zerstörung." Städte konnten wiederaufgebaut werden. Nach mehr als einem halben Jahr erstrahlte Loguetown in neuem Glanz; noch mehr als zuvor. Erstarkt durch die Präsenz einer Vizeadmirälin und ihren Ambitionen, Land und Landsleute zu verteidigen. Menschenleben konnten nicht einfach wiederhergestellt werden. Für sie existierte kein Zauberspruch. Kein Ritual, das sie aus ihren Gräbern aufstehen ließ. "Abschaum wie dieser verdient keine Existenz auf unserem Planeten. Diejenigen, die nur der Zerstörung halber zerstören. Die, die Leben nehmen, nur um etwas zu beweisen. Um sich in Selbstmitleid zu suhlen. Weil das Leben so ungerecht zu ihnen war. Weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben." Unruhig tippte der rechte Zeigefinger des Soldaten auf der hölzernen Oberfläche des Tisches vor sich. "Oh, oder noch besser: diejenigen, die so krank sind. Die, die keine andere Wahl haben." Sora konnte nicht anders, als in einer giftigen Mischung aus Amüsement und Verärgerung zu schnauben. Niemand mit einem winzigen Funken gesunden Menschenverstands würde derart agieren. Nicht einmal Tiere, denen man die Gabe des rationalen Verstandes absprach, würden derart über einander herfallen.
Zu hören wie Koko über einen Tenryuubito sprach, diejenigen, die insbesondere durch die Regierung mit allen Mitteln verteidigt werden mussten, ließ die feinen Brauen des Jünglings rapide in die Höhe schnellen. Sie selbst schien zu bemerken, dass das keine Aussage war, welche von Agenten der Weltregierung getätigt werden durften. "Ich werde so tun, als hätte ich das nicht gehört." Sora gab sich diplomatisch. Ohne dabei auch nur einen Funken seiner persönlichen Meinung beizusteuern. "Mich wundert viel mehr, wer dazu in der Lage sein kann. Tenryuubito werden rund um die Uhr bewacht. Auch wenn ich keinen Einblick in die Praktiken der Weltregierung besitze." Abgesehen winzigen, minimalen, kaum vorhandenen Brotkrumen, die seine beste Freundin hier und da fallen ließ. Nichts davon reichte aus, um sich ein klares Bild verschaffen zu können. "Wie schafft man es, nicht nur unerkannt in das Hoheitsgebiet der Tenryuubito einzudringen, sämtliche Wachen auszuschalten und jemanden von seinem Stand nach seiner Hinrichtung öffentlich zur Schau zu stellen?" Entgegen der neutralen Formulierungen und dem bedrückten Klang seiner Stimme flackerte aufrichtige Bewunderung hinter der Stirn des Soldaten auf. Taten wie diese wurden nicht von Irgendjemand durchgeführt. Geschickte Pläne stießen ebenfalls an ihre natürlichen Grenzen. Mit welchen absonderlichen Mitteln hatten sich die Unbekannten ihren Weg durch Mary Joa gekämpft, nur um kurz darauf wieder zu flüchten .. ?

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Koko Yomei
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mo 13 März 2017 - 10:31

Enstimmte was der Takeuchi beisteuerte, die Marine und die Weltregierung arbeiteten zusammen, wenn gleich nicht alle Agenten die Matrosen oder anderen Angestellten ihrer Partnerorganisation als gleichgestellt betrachtete, versuchte man doch sich nicht gegenseitig zu behindern. Natürlich hielten gerade die Agenten Informationen zurück, welche vielleicht ganz nützlich für ihre Verbündeten waren, aber man versuchte nicht aus Absicht gegeneinander zu arbeiten, wenn geschah dies eher durch die Art der Mission und der Geheimhaltungsstufe. Manchmal fragte sich auch die Yomei, ob eine engere Zusammenarbeit nicht für beide Seiten zum Vorteil gereicht. Ihre Körperhaltung entspannte sich nun ein wenig, da sie sich sicher war, dass dieses Gespräch für sie nicht ins Negative abrutschen würde und ein Nachteil sich eben so wenig wie ein Vorteil daraus ergeben konnte. Das schlimmste Szenario was man sich nun vorstellen konnte, war der abermals verschwundene Kopf zwischen ihren Brüsten und ein erstickte Marinsesoldat. Bei dieser Vorstellung, musste die schwarzhaarige Agentin tatsächlich ein wenig schmunzeln, ehe sie wieder ernst wurde. Der Mann traf auch it seinen folgenden Worten isn Schwarze, nicht alles verheilte komplett und vielleicht würde sie nie wieder zu ihrer Fröhlichkeit früherer Tage zurückkehren. Sie hatte sich nicht motivieren können, um ihrer selbst willen zu überleben, sondern nur um andere zu beschützen und bisher klappte dies ganz gut. Doch in letzter Zeit überdachte sie diese Vorgehensweise immer kritischer und fühlte sich zugleich in einer verzweifelten Lage. Es schien ihr nicht mehr genug nur für andere Menschen zu leben und da zu sein, sich selbst darüber völlig zu vergessen. Als der Takeuchi dann meinte, dass man sein eigenes Leben zurückerorbern konnte und vielleicht auch musste, fühlte sie sich ertappte. Sie hatte in dieser Hinsicht vollkommen versagt und das wusste sie schon lange, doch nun fühlte sich die vollbusige Frau auf direkte Art darauf gestoßen. Es wurde vielleicht wirklich Zeit für Veränderungen. "Nun gut, aber es gibt wohl ärmere Leute als uns Beide, daher schlage ich vor dieses Thema fallen zu lassen. Man wird nur nostalgisch und traurig.", meinte sie, denn ein kleiner Kloß hatte sich bereits in ihren Hals gebildet, der sich hartnäckig genug hielt, um nicht einfach hinunter geschluckt werden zu können. Doch versuchte man dies vor dem Gesprächspartner so gut es ging zu verbergen und vielleicht gelang es sogar soweit, dass er nichts mitbekam.
In Soras folgender Ansprache, erkannte sie ein Teil von ihrem früheren Ich wieder, denn auch sie hätte früher so reagiert. Immer wollte sie die Unschuldigen beschützen, weshalb sie selbst imer gern zur Marine gegangen wäre, aber dies war nur noch Vergangenheit. Sie selbst würde Zivilisten töten, wenn es für den Erfolg einer ihrer Missionen unerlässlich wäre, doch aussprechen konnte sie es nicht, denn ein Rest von ihrer eisernen Moral hinderte sie daran, es gern zu tun. Doch sie war nun einmal eine Agentin, welche schweren Herzens auch schlimme Befehle auszuführen hatte. Störte Jemand sie dabei, war er nur ein Hindernis und kein Mensch mehr. Ein wenig erschreckte sie dieser Wandel ihres Selbst schon, doch war es nicht vielleicht der Trott der Alltäglichkeit der Gefahren, wenn man direkt für die Regierung arbeitete, der sie zu dieser Maschine machte, sobald es an die Erfüllung einer Mission ging? "Piraten sind nicht immer einschätzbar. Manche wollen nur Abenteuer erleben und töten nicht einfach jedes Lebewesen vor ihren Augen. Diese kann ich für ihre träumerische Zielen und Ansichten nicht verurteieln, doch es gibt auch Jene die sich um nichts scheren. Solche Piraten sind es, die zum Richtstuhl gebracht werden müssen. Jedoch kommen sie all zu oft eine ganze Weile damit durch, bevor ihnen Einhalt geboten werden kann.", meinte sie und unwillkürlich zuckten Bilder durch ihren Kopf. Vladimir Iwanov war so ein Monster, welcher einfach eine Stadt auslöschen würde, nicht eines besonderen Grundes wegen, nur weil er Lust hätte und es ihm Spaß machte. Dieser Tatsache war sie sich genauso bewusst, wie das es Piraten wie Akaya gab, welche hilfsbereit waren und Leuten möglicherweise im Kampf gegen solche Unholde unterstützen würden. "Aber irgendwann erhält jeder seine Strafe für begangenes Übel."
Das der Mann dann auch noch die vorangegangene Aussage über Saint Counsi überhören wollte, ganz ziemte sich diese Aussage nun wirklich nicht, überrachte Koko ein wenig, doch auch wenn er sie gemeldet hätte, wäre es ihr egal gewesen. Sein nächster Satz ließ eine ihrer Vermutungen wieder aus dem Kästchen ihres verschlungenen Verstandes hervorspringen. "Versetzen wir uns doch mal in die Lage des Mörders und nehmen einfach mal hypotethisch an, das wir einen Tenryuubito erledigen wollten, was müssten wir beachten?", fing sie eine gewagte Gesprächsrichtung anzusprechen. Ihre Hand wanderte in ihre Gesäßtasche und holte ein kleines Notizbüchlein hervor, welches sie auch ziemlich in der Mitte aufschlug und ein SC hineinschrieb. Dieser Kürzel umkreiste sie einmal. "Zunächst müsste man die Situation vor Ort auskundschaften, dann die ihm am nächstenstehenden Personen herausfinden und Informationen über diese sammeln." Zwei weiter Kreise wurden gemacht und Ort sowie Personen hinein geschrieben. Es schien bereits klar zu werden, was sie zu verdeutlichen versuchte, wer auch immer diesen Anschlag gemacht hatte, musste sehr akribisch alles geplant haben. "Nützlich wären auch Kontakte vor Ort, Verbündete und die möglichen Schwachpunkte die man aushebeln konnte. Auch wenn die Regierung es nicht gerne zugibt, auch Agenten sind Menschen und wir alle haben Schwächen. Am richtigen Hebel gezogen und man kann wahrscheinlich die meisten nach seinen Willen manipulieren. Wieso sollte man dann nicht auch die Leibwache Counsis schwäcen können?" Das sie nun ausgesprochen hatte, dass sie einen Verräter in den eigenen Reihen nicht ausschließen konnte, war eigentlich ein Fauxpas, denn sie sich nicht erlauben dürft, schon gar nicht gegenüber einem Menschen, welcher nicht als Agent der Weltregierung arbeitet. Dafür könnte sie eine ziemlich schlimme Strafe bekommen. Doch eine weitere Möglichkeit, die man mit in Betracht ziehen musste, schrieb sie auf die Seite. Teufelsfrucht? Wer wusste schon welche Fähigkeiten man alles bekommen konnte? Eine Logia die einen zu Sand werden ließen, eine Paramecia die einen die Kraft der Hitze schenkten oder Zoanfrüchte, welche einen in einen Vogel verwandelten waren alle vorhanden, warum sollte es nicht auch andere geben, die einen dabei halfen ungesehen in die Nähe des Zieles zu kommen? Eines hatte die Agentin bereits verinnerlicht, nichts war in dieser verrückten Welt unmöglich.

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mo 13 März 2017 - 16:14

Sora verstand nur zu gut, warum Koko das wehleidige Thema der Vergangenheit beiseite schieben wollte. Nostalgie hing oft mit Trauer zusammen. Mit Reue. Mit Vorwürfen, nicht anders gehandelt oder zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Man verfluchte Umstände, die man selbst mit größter dem Menschen gegebenen Kraft nicht hätte beeinflussen können. Eben weil er genau das tat, wusste der Takeuchi genau, wovon die Rede war. Unterdessen hatte sich der Blickwinkel unter dem er die letzten beiden Jahre betrachtete deutlich geändert. Denn obwohl noch immer Schuldgefühle für den Tod seiner geliebten Aoko in seinem Herzen Platz fanden, ehrte er nicht nur ihre letzten Worte, sondern auch die Wünsche, welche man ihm nur Minuten nach ihrem verfrühten Tod überbracht hatte.
Seine wiederholte Reise nach Gray Island hatte die immense Last auf seinen Schultern, aber auch der Seele des jungen Mannes immens erleichtert. Vergessen würde er nie, dass die Kuonji ihre jüngste Tochter unter Androhung eines Mordes dazu gezwungen hatten, eine ihr widerstrebende Hochzeit einzugehen. Er würde ihnen niemals vergeben, dass sie ihn verwendet hatten, um die Prinzessin einer gesamten Insel in den Tod zu treiben. Und das nicht einmal indirekt. Denn rückblickend lag die Vermutung nahe, dass sie alle wussten - jeder einzelne - welche Emotionen zwischen den Soldaten bestanden. Dass es ein Leichtes sein würde, eben diese Gefühle als Druckmittel zu verwenden. Zweifelsohne war ihnen exakt das gelungen. Nur auf eine Weise, die ihren Plänen keineswegs entsprach.
Mit seiner Rückkehr an diesen Ort kam jedoch nicht bloß die Gelegenheit, seine übrig gebliebenen Empfindungen von Trauer und Reue auszusprechen. Es war das erste Mal seit einem Jahr, dass Sora für sich selbst die Chance sah, in ihrer Nähe zu sein. Wenn auch nur im Geiste. Um Aoko von all dem zu berichten, was sich innerhalb dieser zwölf Monate abgespielt hatte; welche Veränderungen eintrafen. Der Umstand dass er .. eine andere Frau gefunden hatte. Niemand, der sie jemals würde ersetzen können. Niemand, der ansatzweise so war wie sie. Und doch jemand, der sich um sein Leid gekümmert, sein Wohlsein gesorgt hatte. Glücklich erschien dem Takeuchi vor allen Dingen eines: Akzeptanz. Akzeptanz, dass ein bedeutsamer Teil seines Lebens in Form einer nicht mehr länger unter ihnen verweilenden Dame begraben werden musste. Akzeptanz, dass Gray Island, ihre Heimat, wohl auf Ewig zu seinem persönlichen Refugium geworden war. Und nicht zuletzt auch die Akzeptanz, dass Sora nicht in den folgenden Jahren, nicht in Dekaden, auch nicht in hunderten, gar tausenden Jahren dazu übergehen würde, diese Erinnerungen aus seinem Gedächtnis zu löschen. Ebenso wenig wie die empfundene Liebe gegenüber Aoko je erlöschen würde.

"Ich denke ebenfalls, dass es Piraten gibt, die lediglich die Weltmeere bereisen wollen, ohne jemandem Böses antun zu wollen", die Zustimmung fiel insbesondere deswegen einfach, weil Paradebeispiele wie Azuka für ihn existierten "Nur gibt es keinen Grund, die andere Kategorie zu dulden. Ich verstehe nicht, warum nicht agiert wird. Warum gewartet wird, bis diese Verbrecher weitere Menschen umbringen, damit man sie verfolgt." Falls es überhaupt getan wird. Die früher existierende 1. Division war nicht von hohen Tieren beordert worden, um die Flying Devils zu jagen. Es klang nach einer persönlichen Vendetta. Pläne eines Einzelnen. Bereits daraus einen Schluss zu ziehen wäre töricht gewesen. Gleichzeitig musste Sora sich erneut die Frage stellen, ob Marine und Regierung überhaupt etwas getan hatten. Nachdem das Hauptquartier Loguetowns zu großen Teilen in Schutt und Asche gelegt, unschuldige Zivilisten, aufopferungsvolle Soldaten von diesem Abschaum abgeschlachtet worden waren. "Dass diese Sorte eines Tages hinter Gittern landet ist eine meiner größten Hoffnungen." Und eine gigantische Lüge. Ihm ging es nicht darum, Abschaum ihrer gerechten Strafe beizuführen. Sie sollten exakt dasselbe erfahren, was sie anderen Menschen angetan hatten. Menschen, die es nicht verdienten. Über einen möglichst langen Zeitraum. Körper und Geist hielten derartige Torturen jedoch nicht eine Lebzeit aus. Ganz zum Verdruss des Takeuchi.
Mit ihren Ausführungen hatte Koko durchaus Recht. In nahezu jeder Situation gab es Mittel und Wege, um sich einen Weg in das Herz einer Nation zu schleichen. Ebenso wie die Möglichkeiten bestanden, mithilfe von Informationsaustausch, Spionage und nicht zuletzt auch Verrat nah genug an Einzelpersonen heranzutreten. Dennoch umgab die Tenryuubito selbst für jemanden wie ihn stets eine Aura der Unantastbarkeit. Kombiniert mit der Weltregierung und allem wofür sie stand, sollte Mary Joa eine uneinnehmbare Festung darstellen. Nicht anders wurde sie durch öffentliche Medien, selbst die Geschichtsschreibung propagiert. Der Gedanke, dass Außenstehende hinter diese gewaltigen Sicherheitsmechanismen rutschen, ein Mitglied des Weltadels hinrichten und wieder verschwinden konnten - es erschien so wahnwitzig, so unmöglich. Aber gerade deswegen faszinierend.
"Teufelsfrüchte mit den richtigen Eigenschaften, Kontakte zu exakt den Leuten die man braucht. Das klingt wie aus einer Geschichte gerissen, in der den Antagonisten alles gelingt was sie sich in den Kopf setzen." Gemessen daran wie selten Teufelsfrüchte waren, wie zufällig die entsprechenden Fähigkeiten verteilt wurden - tatsächlich besaß es mehr den Charakter eines auf den Kopf gestellten Märchens, als einer der Realität entsprungenen Tatsache. "Es klingt zu gut um wahr zu sein." Selbstredend bestand die die Möglichkeit, dass es viele, viele Jahre der akribischen Planung benötigt hatte, um diesen Erfolg herauszuarbeiten. Doch warum dort aufhören? War Saint Counsi derart bedeutsam? All die Planung, nur für einen einzelnen Mord? Sora schüttelte behutsam den Kopf. "Ich denke jedoch nicht, dass das ein Thema sein sollte, was an eine Ort wie diesem besprochen wird." Umgeben von Menschen die sich der winterlichen Schönheit hingaben. Denen der Sinn nach nicht viel mehr stand als Feierlichkeiten. Musik. Gesang. Einem knisternden Kaminfeuer vor ihren Füßen. Und ein wenig Hoffnung für das kommende Jahr. Zeit für Verschwörungstheorien würde es auch an einem anderen Tag geben.

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Koko Yomei
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mo 13 März 2017 - 18:57

Beide erkannten des Leid des Anderen, auch ohne weiter darüber zu sprechen oder gar nur Blicke auszutauschen. Es herschte eine traurige Stimmung, so kam es der Yomei zumindest vor. Sie hatte nie vorgehabt, Jemanden ihr Herz auszuschütten und so würde sie es wohl auch nicht tun. Weder gegenüber ihrer Schwester im Geiste, noch dem Korvettenkapitän gegenüber. Was hätte sie auch sagen sollen? Das sie Schuld an dem Tod trug, nicht nur weil sie zu spät kam oder ähnliches, nein weil er sie beschützen wollte nahm er den Schlag entgegen, der ihr gegollten hatte. Er opferte sich für sie und dies konnte sie sich einfach nicht vergeben. Auch ihre eigene Feigheit ihm nie ihre Gefühle gestanden zu haben, all dies nagte an ihr. Egal wie viel Zeit verging, es schien keine Linderung für sie zugeben, kein neues Glück.
Seine nächsten Worte trafen sie, denn auch sie hatte sich das oft gefragt, doch nie bei den Vorgesetzten nachgehakt. Wie oft hätte es gereicht einfach den Befehl zu erteilen und eine oder mehrere Einheiten hätte das Ziel hartnäckig verfolgt und zur Strecke gebracht. Gewiss wäre es mit der Hilfe der Marine ein leichtes, sämtliche bösartigen Piraten auszuschlöschen und sich dann den anderen Problemen zu widmen, aber stattdessen legen die Waisen scheinbar die Hände in den Schoß und erhöhen lieber die Kopfgelder von besonders schwerwiegenden Fällen. Sollten sich etwa die Kopfgeldjäger ganz allein um das Problem kümmern? Wie sollten sie der schieren Anzahl der Piraten Herr werden und dies dann auch noch ohne die Möglichkeiten der größten Organisation der Welt? Es schien der Yomei alles nicht so ganz durchdacht und doch war sie immer schweigsam und wie ein frommes Lamm den Befehlen gefolgt. "Die Regierung sieht scheinbar in der Revolution den größeren Feind und hat Angst um ihre Vormachtstellung. Wie oft mussten wir alle schon Informationen beschaffen, über Zellen oder angebliche Unterstützer dieser Sache, während nicht ganz so entfernt Zivilisten von Piraten gequält wurden. Einschreiten durften wir nicht und eine Meldung dieser Vorfälle brachten meistens im Nachhinein auch nichts mehr.", meinte sie leicht verbittert. Sie schmerzte es, wenn der Befehlshaber einer Mission ihr Eingreifen verbot und sie zum weitermachen drängte und später las sie in der Zeitung dass Männer umgebracht, Frauen geschändet und Kinder an Sklavenhändler verkauft wurden waren. War dies wirklich der Weg den Die Weltregierung einschlagen wollte. "Andererseits gibt es auch die ein oder andere Einheit die nur für die Piratenjagd ausgebildet wurde, doch diese kann man an der Hand abzählen und kann sich nicht allen Bastarden annehmen." Manchesmal würde sie gerne ihren Dienst quittieren und selbst losziehen, um einfach jeden den Tod spüren zu lasssen, welcher Unschuldige leiden ließ.
Als er dann ihre Ausführungen zu dem Mord an Saint Counsi analysierte lächelte sie ein wenig. Ja, vielleicht klang es wie Wunschdenken, dass dies alles gelingen würde, doch sie kannte zwei Leute die Fähigkeiten hatten, mit denen man so etwas durchziehen konnte. Gut einer gehörte selbst zur Weltregierung, zu mindestens als sie das letzte Mal mit ihm zu tun hatte, aber jener Andere war ein Pirat gewesen. Warum sollte dies nicht möglich sein, dass man solche Fähigkeiten geschickt aus zuwählen. Sollte nur einer das Buch der Teufelsfrüchte besitzen, könnte er genau dafür die passende Frucht finden. Nun gut, die Früchte waren auch eher eine von vielen Möglichkeiten, denn dies war dann doch wirklich ziemlich speziell. "Nun ist natürlich die Frage, warum gerade er das Ziel war. Aber du hast recht, dies ist ein Ort der Entspannung und nicht des aufgeregten Diskutierens.", meinte sie mit ernstem Gesichtsausdruck. Ein kleiner Schluck, mittlerweile lauwarmen, Kaffe wurde genommen und den Mann dann ein wenig neugierig angesehen. "Also Sora, was treibt dich auf diese Insel?" Diese Frage stellte sie nicht einfach aus Langeweile, ein wenig interessierte sie es schon, schließlich war es schon seltsam nach all den Jahren ein bekanntes Gesicht wieder zusehen. Und dann auch noch in einem warmen Zimmer, was keine unerwünschte Aufmerksamkeit auf ihre dünnen Sachen zog, welche eher für den Frühling geignet waren, jedoch nicht für dieses winterliche Sauwetter. Vielleicht war seine Antwort der NAfang eines neues Themas, über welches man sich unterhalten konnte und wenn nicht, dann würde sich doch bestimmt auch etwas anderes finden lassen.

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mo 13 März 2017 - 20:13

Zum Haare raufen. Anders ließ sich die weltpolitische Situation nicht beschreiben. Dabei war es nicht nur in ihrer Generation der Fall, sondern schon seit Jahrzehnten. Womöglich seit Existenz der Weltregierung. Öffentlichen Pflichten wurde nachgegangen, so gut wie es sich mit den Dienstvorschriften vereinbaren ließ. Erreichte sie jedoch das Wort der Tenryuubito, wurden sämtliche Pläne kurzfristig verworfen und die Aufmerksamkeit der Regierung auf das neu bestimmte Ziel gelenkt. Seit jeher stellte sich also die brennende Frage nach dem Warum - welche Mittel genutzt wurden, um die Legislative und Judikative ihrer gesamten Welt derart nach der Pfeife weniger Machthaber tanzen zu lassen.
Sora mochte den Antworten nicht mehr aktiv nacheifern, doch kehrte die Dringlichkeit in unregelmäßigen Abständen zurück. In seinen Augen fehlerhaft getroffene Entscheidungen, die unvorbereitete Änderung groß angelegter Pläne. Ohne die entsprechende Maschinerie unter Kontrolle zu haben war es im Normalfall nicht viel mehr als bloßes Wunschdenken. Informationen ließen sich allerdings keine finden. Weil sie geschickt maskiert in selektierten Büchern existierten, oder schlicht und ergreifend aus den Annalen der Geschichte ausgelöscht wurden. Zuzutrauen war den selbsternannten Himmelsdrachen alles. Von den größten Verbrechen gegen die Zivilisation selbst, bis hin zur erzwungenen Auslöschung ihrer Missetaten. Sklavenhandel, wie er de facto existierte, konnte trotz seines immensen Gewichts zur Nebensache werden. Verglichen mit dem, was sich in den Schatten abspielte.
Morde wie der an Saint Counsi mochte in den Augen des Gesetzes unverzeihlich sein. Für den Takeuchi hingegen glich es einer Erlösung. Unzählige Menschen konnten durch diesen Streich des Schicksals womöglich ihre Freiheit zurückgewinnen. Das Opfer eines einzigen Menschen, der im Fett seines ungerechtfertigt erhaltenen Geldes, der tradierten Macht und dem aus unschicklichen Taten entstandenen Einfluss lebte - mit einem Mal aus dem Kreis der Lebenden verbannt. Und als wäre es der Ironie nicht bereits genug, eröffnete sein Tod anderen ein neues Leben. Womöglich war es das Beste, wozu seine Existenz noch in der Lage war. Verschwinden. An den Pranger gestellt werden. Der Bevölkerung die Augen öffnen. Ganz gleich ob die Methode korrekt war oder nach Ahndung verlangte; sie war effektiv. Kaum anders waren die Gerüchte zu erklären. Aufruhr in Mary Joa, nachdem einer Ihresgleichen nicht nur ermordet, sondern in aller Form als sterblich präsentiert wurde. Natürlich wurden die feinen Gewänder - Kleider wie Hosen - auf einmal unsagbar feucht. Immerhin konnte jeder von ihnen das nächste Ziel sein.

"Was mich auf diese Insel treibt?" Sora verengte angestrengt die bernsteinfarbenen Augen, blickte zur Seite und musste sich einen Moment später selbst daran erinnern, dass das Gesicht der Agentin um mehr als einen Kopf höher lag als das eigene. Vermutlich drohten ihm Nackenschmerzen, wenn die Konversation sich länger zog. Entweder das, oder er musste einen Weg finden, nicht ständig empor blicken zu müssen. Die Alternative bestanden wohl aus Ohrfeigen - und intensivem Blickkontakt zwischen ihm und einem zweiten paar Augen, das Koko bereit hielt. "Gute Frage", erwiderte der Soldat recht bald, rollte mit den Augen umher und konnte sich nicht recht entsinnen, aus welchem Grund er überhaupt auf dieser Insel erschienen war. "Vermutlich die Chance auf winterliche Atmosphäre. Ablenkung von der Gegenwart. Und vielleicht die winzige Hoffnung, dass eine enge Freundin ebenfalls hier sei."
Seine Tagträumerei legte dabei nicht nur eine, sondern gleich zwei junge Frauen nahe. Auf der einen Seite Azuka, die er nun seit über vier Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte. Lediglich Gerüchte um ihre Existenz und die immer wieder hinter vorgehaltener Hand erwähnte Bande die sich um sich versammelt hatte hielten ihn über dem Wasser. Auf der anderen Seite hingegen legte sich jedes Mal ein hintergründiges Schmunzeln auf die Lippen des Takeuchi, wenn er an @Roule dachte. Sein lieblicher, kleiner Schmetterling. Seine Vernunft, sein Lichtlein in finsterer Nacht. Er hatte es nie ausgesprochen, doch gerade im Zeitraum seiner Ausbildung und der einher gehenden Problemchen war sie oftmals sein rettender Anker gewesen. Ihr Intellekt reichte mit Sicherheit aus, um dieses recht offene Geheimnis zu enthüllen. Wollte man ihre Freundschaft mit einem Wort beschreiben, dann wäre Offenheit wohl die korrekte Wahl.
Von Urlaub distanzierte sich der Bursche hingegen. Sein alltägliches Leben in Loguetown war nicht strapaziös genug, um ihn nach einer mehrere Wochen langen Erholung schreien zu lassen. Außerdem hatte er seine Familie dort. Tamamo. Mir. Ganz gleich was ihm auch zustoßen mochte - Sora wusste, wohin es ihn ziehen würde. Immer und immer wieder. Dorthin wo sein Herz höher schlug. Wo nicht nur sein Gewissen verankert lag, sondern auch Erinnerungen. Beschützerinstinkt. "Leider habe ich sie bis jetzt nicht finden können. Vielleicht habe ich noch Glück", warf der Schwarzhaarige mit einem neutralen Schulterzucken ein, welches jedoch schnell in ein dumpfes Knacken des Nackens überging; irgendwie schien die letzte Nacht und die eigenartige Körperhaltung des letzten Minuten ihre Wirkung verfrüht entfaltet "Und wie sieht es bei dir aus? Ist eine Insel wie diese überhaupt noch etwas Besonderes, wenn man ständig durch die Weltgeschichte reisen muss?" Dass es nur ein Teil der Wahrheit war, konnte man sich vorstellen. Allerdings wirkte der Aspekt langer Reisen sowohl für Soldaten, wie auch Agenten als integraler Teil ihrer Berufsbeschreibung. Nicht anders konnte man sich die langen Abwesenheiten erklären. Etwas, was nicht nur ihn selbst erfasste. Sondern auch begründete, warum Roule Loguetown so lange fern geblieben war.

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Koko Yomei
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Di 14 März 2017 - 13:35

Koko betrachtete den Mann ein wenig nachdenklich. Irgendwie hatte sie ein wenig das Gefühl zuviel gesagt zu haben, zu schlecht von ihren Arbeitgeber zu sprechen und sich somit des Verrates schuldig gemacht zu haben. Es erschien vielleicht wie ein schlechter Scherz, wenn man genauer darüber nachdachte, dass eine der loyalsten Agentinnen so über die Tenryuubito sprach und ihre Ablehnung gegenüber ihres priviligierten Lebens nicht verheimlichte und geradlinig zugab. Normalerweise würde solch Verhalten für drakonische Strafen und vielleicht sogar mit Gefängnis auf Lebenzeit sorgen. Ebenso könnte man die Zunge verlieren und zu einem Sklaven werden oder einfach aus allen Geschichtsbücher entfernt zu werden. Was das schlimmere Schicksal wäre, konnte Koko so nicht genau sagen. Jedenfalls war das Thema nun vorerst zur Ruhe gebettet und ein neues Schöneres und vorallem unverfänglicheres eingeschlagen.
Interessiert hörte sie dem Mann zu, als er meinte nicht nur das winterliche Ambiente genießen zu wollen, sondern auch eine Freundin treffen zu wollen. Also hatte er Jemanden, den er mochte und nah an sich heranließ, so zumindest deutete die Agentin dies. Dann sah sie sich mit der gleichen Fragestellung konfrontiert. "Ich wollte einfach die Ruhe einer Winterlandschaft genießen. Über einiges nachdenken und mir Antworten zu verschiedenen Themen zu suchen.", kam ihre Antwort. Natürlich hatte der Marinist recht damit, dass sie viel reiste, aber sie braucht nach den Ereignissen einfach die Entspannung und Ruhe. Zu viel war geschehen, etliches davon galt es zu überdenken und Lehren für die Zukunft daraus zu ziehen. Koko musste erst einmal herausfinden, wer sie selbst war und was sie in dieser Welt wirklich erreichen wollte. Dies war etwas was die Agentin erschütterte, da sie stehts der festen Überzeugung ihre Zukunftspläne bereits zu kennen und nun kristallisierte sich Stück für Stück heraus, dass sie eigentlich nichts wusste. Was der Verlust einer Hand und die Worte eines Piraten doch für eine Wirkung auf sie haben konnte, erschreckte sie. Wobei man sagen musste, dass die Yomei bei dem Verhör unter einer Droge gestanden hatte und diese vielleicht die Wahrnehmung soweit verändert hatte, dass nun nichts mehr so wirkte wie vorher. Nichts war wirklich real und in dieser Situation alles erlaubt. Mit einem Schulterzucken quittierte sie die eigene Unsicherheit und blickte kurz zum Kamin, welcher plötzlich eine magische Anziehungskraft zu haben schien. Dies mussten doch die anderen Gäste auch spüren oder nicht? "So oft wie man in unseren Jobs versetzt wird, ist es schwierig irgendwo richtig Fuß zu fassen. Meine Heimat, an sie kann ich mich kaum noch erinnern und so freue ich mich immer, neue Gebiete zu erkunden und neue Erfahrungen zu machen." Sie lächelte kurz ein wenig verträumt. Denn es gab noch einen anderen Grund für ihr hiersein, auf dieser Insel musste sie nicht gegen Piraten und Revolutionäre vorgen und konnte endlich mal richtig Urlaub machen. "Die Regierung sollte wirklich die Vorliebe zu Reisen bei der Berufsbeschreibung als Vorraussetzung angeben. Denn selbst wenn man mal ein wenig Zeit hat, kann man diese fast nur dazu nutzen, bis zum nächsten Bestimmungsort zu kommen." So gestaltete sich bisher zu meist der Alltag der Yomei. Einen Auftrag erldigt und schon weiter zum nächsten hasten. Kaum Zeit für sich selbst oder Freunde, nicht dass sie davon viele hätte und Interesse daran dies zu Ändern war auch nicht vorhanden.

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Di 14 März 2017 - 20:20

Während eines kurz angelegten Urlaubs neue Perspektiven bezüglich alter, verkrusteter Themen zu erhalten klang nach einer logischen Vorstellung. In eine fremde Welt einzutauchen, sich von ihren Eigenarten inspirieren zu lassen und auf diese Weise neue Winkel der Betrachtung zu gewinnen schien wie ein gut nachvollziehbarer Schritt. In dieser Hinsicht blieb also zu hoffen, dass Koko die gewünschten Anhaltspunkte für sich fand. "Hattest du bis jetzt Erfolg?" Sora wusste nicht, ob die Agentin gerade erst angekommen war oder bereits seit mehreren Tagen einsam durch die verschneite Landschaft der Insel zog; entsprechend kam seine Frage ohne Vorbehalte oder Hintergrundwissen. "Bis jetzt scheint mir die Inselbevölkerung enorm angenehm. Freundlich, zuvorkommend. Insbesondere die Inhaber der Taverne scheinen Fingerspitzengefühl dafür zu haben, eine gemütliche Atmosphäre anzubieten." Womöglich lag es nicht einmal an fachmännischem Geschick dass sich jemand wie er wohl fühlte. Der Duft frisch gebackener Kekse, das leise Knistern von Feuer im Hintergrund und keine bindenden Verpflichtungen die permanente geistige Anwesenheit verlangten reichten schon aus, um Sora entspannen zu lassen. Wären die eisig kalten Winde nicht, wäre ein weiteres Bad wohl am besten geeignet, um auch den restlichen Ballast von seinen Schultern zu waschen. Allerdings wusste der Soldat mehr als gut genug, dass er mit absoluter Sicherheit zurück in das Reich der Träume abdriften würde, sollte er sich dem wärmenden Quellwasser hingeben.
Kein bleibendes Refugium zu besitzen, keine Heimkehr, nichts woran man sich erinnern konnte - im ersten Moment klangen die Worte der Schwarzhaarigen überaus traurig. Allerdings blieb es nur bei den Worten; denn auch wenn der verträumte Gesichtsausdruck der jungen Frau Rückschlüsse zuließ, erweckte es viel mehr den Anschein als wolle sie reisen. Neue Orte erkunden. Inseln kennen lernen. Ganz so, als habe das Prinzip einer Heimat für sie keinen Wert. "Hast du dich nie gefragt, woher du kommst? Oder wie es dort ist?" Sora schmunzelte vorsichtig, wandte sich Koko jedoch nicht zu. Erinnerungen krochen erneut in ihm empor. Diese Fragen hatte er bereits mehrfach stellen müssen. Und das ausgerechnet gegenüber der Frau, mit der er nicht nur seine Wohnung und Wege, sondern unter Umständen den Rest seines verbleibenden Lebens teilte. Mit dem gewaltigen Unterschied, dass Mir sich noch immer auf der Suche befand - auch wenn sie das Gefühl besaß, in Loguetown, bei ihm, eine neue Heimat gefunden zu haben. "Ich kenne jemand, der ebenfalls keine Erinnerung an die eigene Heimat besitzt. Sämtliche Reisen die diese Person galten nur dem Finden dieser Heimat." Insofern klafften riesige Unterschiede zwischen den beiden. Ganz zu schweigen von gigantischen Abweichungen hinsichtlich der Persönlichkeit und des Auftretens. Verknüpfungen zwischen Koko und Mir herzustellen war lediglich in bestimmten, oberflächlichen Merkmalen legitim. "Du scheinst dich allerdings nicht wirklich darum zu scheren, hm?" Womöglich befand sich der Takeuchi auch auf dem Holzweg und die in weite Ferne entsandten Gedanken der Agentin drehten sich tatsächlich um den ihr unbekannten Ursprung ihres Lebens.
Sora konnte sich nur schlecht vorstellen wie es sich anfühlte. Ohne klaren Herkunftsort in die Welt hinaus zu blicken. Frei von dem Bewusstsein, einen bestimmten Ort im Hinterkopf zu besitzen, wenn man zurückkehren wollte. Primär hing es wohl mit den Charakterzügen der jeweiligen Person zusammen. Auf der einen Seite der Extreme befand sich der verlorene Bezug zu ihrer Gesellschaft und der Welt die sie bevölkerten. Auf der anderen Seite des Spektrums hingegen absolute Freiheit und mit ihr einher gehende Ungebundenheit.
Als jemand, der seine Heimat kannte, nur bedingt vermisste und seine wichtigsten Erfahrungen beinahe alle auf einen spezifischen Ort zentrieren konnte, gab es kaum eine grausamere Vorstellung als die eines auf die Grundfeste niedergebrannten Loguetowns. Nicht umsonst bündelte sich der Hass des jungen Mannes immer wieder aufs Neue, sobald verbrecherischer Abschaum versuchte, seine Heimat zu attackieren. "Ich kann von Glück sprechen, bis jetzt nur zwischen dem East und North Blue gereist zu sein. Mit einem temporären Abstecher auf die Grand Line", erneut zuckte Sora mit den Schultern, atmete seufzerisch aus und lehnte seinen Kopf unachtsam zur Seite "Von konstantem Reisen halte ich nicht allzu viel. Zumindest im Rahmen der Arbeit." Fremde Landschaften zu erkunden benötigte Zeit. Aufmerksamkeit. Konzentration. Und ein Auge für die kleinsten Details. Auf der Jagd nach Piraten bot sich eine Gelegenheit wie diese nicht. Weswegen sie in einem offensichtlichen Konflikt mit seinen persönlichen Zielen stand. Mit einem halbherzigen Ergebnis würde er Aoko am Ende aller Tage niemals unter die Augen treten können.

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Koko Yomei
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 15 März 2017 - 9:37

Dieser warme wohlige Raum machte die Agentin ein wenig schläfrig und das gute Frühstück tat sein übriges. Normalerweise müsste man um diese Urzeit wach sein, doch die Frau hatte wiedereinmal die Nacht durchgemacht und nicht eine Minute geschlafen, was man ihr bisher auch nicht ansehen konnte, doch nun schlich sich so langsam eine gewisse Müigkeit in ihre Knochen und so streckte sie sich genüsslich. Die Arme nach oben und dann nach hinten bewegend, bemerkte sie ein leises Knacken. Sie mutete sich selbst mit diesem Schlafentzug zu viel zu, der menschliche Körper hatte nunmal Grenzen, auch wenn die Frau es scheinbar nicht wahr oder ernst nahm. Warum sie selbst außerhalb ihrer Dienstzeit nicht einmal die Entspannung suchte und einfach ein wenig faul war, entzog sich ihrer Kenntniss. Ein Blick zum Fenster zeigte ihr, dass der eisige Wind noch zugenommen haben musste, da viele Schneeflocken als solche kaum noch zu erkennen waren. Wild wirbelten sie umher und tanzten nach einer für die Menschen unbegreiflichen Choreographie. Solche Naturschauspiele waren es, die der Yomei immer wieder die eigene Unwichtigkeit vor Augen führte. Würde sie noch heute vom Anglitz dieser Welt verschwinden, würde es keine Auswirkungen haben, sondern nur einem Menschen wehtun. Hikari wäre sicherlich sehr traurig, doch die Erinnerungen würden verblassen und ihr Glück mit Jinpei würde ihr Halt geben. Nein Koko war wirklich nicht wichtig für diese Welt und daran würde sich nichts ändern. Jede Person, welchen Rang sie auch einnahm, welche Taten vorzuweisen waren, war ersetzbar, vielleicht nicht zu hundert Prozent aber es gab einen Anderen der die Position einnehmen und die Geschicke fortführen würde. Gerade Agenten waren für die Regierung ersetzbare Werkzeuge, welche ausgetauscht wurden, sobald sie stumpf wurden. Nicht das schönste Leben und Schicksal, doch eine Wahl hatten etliche der heutigen Agenten nie wirklich gehabt.
"Ich bin leider erst gestern Mittag angekommen und habe den Tag, sowie die vergangene Nacht für einen ausgedehnten Spaziergang verwendet. Doch noch nichts in die Richtung getan, was ich vorhatte. Damit werde ich heute beginnen, nachdem ich ein einsames Plätzen draußen im tiefen Schnee gefunden habe.", meinte sie und stimmte den Takeuchi gedanklich zu, als er über die Tavernenbesitzer sprach, denn auch sie fühlte sich hier wohl. Und dies war bereits seit der ersten Sekunde so gewesen, was gerade bei der Yomei eine Herausforderung war. Die Agentin hoffte einfach mal, dass sie hier einige schöne Erinnerungen sammeln konnte, die ihr Leben wieder ein wenig bereicherten. Dann kam der Marinesoldat auf die Heimat zusprechen. Er wollte wissen ob sie etwas vermisste. Koko wollte ehrlich sein, denn was konnte sie in diesem Fall schon anrichten? "Mein Vater nahm mich als ich drei war mit, damit ich von der Weltregierung ausgebildet werden konnte. Ich weiß wo meine Heimat liegt und habe auch öfters schon beunruhigendes von dort gehört. Anscheinend hatten ein paar der Bewohner sich dazu entschlossen sich der Revolution anzuschließen. Was für ziemliche Spannungen sorgte, da es dort auch viele Marinefamilien gibt. Vielleicht kommt es zum Bürgerkrieg. Aber wie die Insel und das Königreich selbst ist, das weiß ich kaum noch, was auch nicht schlimm ist." Sie blinzelte kurz, als er von einer Person sprach, welche auch keine Heimat haben soll und fragte sich ein wenig, wie viele Personen sich über eine vergessene Heima wundern würden. Gab es nicht etliche Kriegswaisen oder Ähnliches, welche sich allesamt nicht erinnern konnten, es höchstwahrscheinlich nicht einmal wollten. "Du hast recht, noch hatte ich nie das Gefühl eine Heimat zu brauchen. Später wenn ich älter bin ändert sich dies vielleicht noch."
Dass nicht alle Menschen gleich waren, hatte etwas gutes, denn ansonsten würden alle dasselbe sagen und machen  und der eigene Horizont würde sich kaum erweitern, so jedoch war bereits das unverfängliche Geplänkel mit dem Korvettenkapitän eine Stimulation ihrer Gehirnlappen. Nichts war schöner und besser dazu geeignet, das eigene Denkschema ein wenig zu verändern oder neue Gedankenmuster zu verwenden. Es war erfrischend, einmal einen anderen Gesprächspartner zu haben, als eine permanent fluchende Piratin, welche keinerlei Manieren zu haben schien und auch noch rotzfrech einfach machte was sie wollte.

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 15 März 2017 - 23:22

Möglicher Bürgerkrieg in der eigenen Heimat. Und es schien nicht so, als habe diese Bedrohung auch nur die allergeringste Bedeutung für Koko. Erneut konnte der Soldat nicht hundertprozentig nachvollziehen, wie man auch nur eine Sekunde damit verbringen konnte, andere Teile der Welt zu bereisen, ohne wenigstens mit dem Gedanken zu spielen, die Bevölkerung zu bewahren. Oder wenigstens genauere Informationen über die gegenwärtige Situation zu gelangen. Höchstwahrscheinlich flog all das unter einem mentalen Radar hindurch; auf ähnliche Weise wie ein bevorstehender Krieg eines namentlich zwar bekannten, allerdings in jeder anderen Hinsicht nur mit Desinteresse betrachteten Insel. "Schon mit drei Jahren. Hm." Sora wusste nichts über die Eltern, insbesondere den Vater der Agentin. Ein Kind dessen sprachliche Fähigkeiten höchstwahrscheinlich nicht nennenswert, darüber hinaus physische Merkmale unzureichend ausgebildet waren in die quälende Riege der Weltregierung zu zerren wirkte nicht anders wie das Handeln eines Sklaventreibers. "Mein Vater wäre nie auch nur auf die Idee gekommen, mich denselben Umständen auszusetzen." Die Überlegung, auf welcher Weise Sora sich entwickelt hätte, ließ ihn einen Moment lang hintergründig schmunzeln. Höchstwahrscheinlich wäre er zu einer Maschine geworden; nicht weil man seinen Verstand gebrochen und mit anhaltenden Instruktionen geflutet hätte. Sondern weil er aufgrund fehlender Menschlichkeit über jene Grenzen gestoßen worden wäre, denen er während seiner Jugend bereits gefährlich nah gekommen war. Mit unberechenbaren Ergebnissen.
"Keine Heimat zu brauchen klingt in meinen Ohren zugegeben merkwürdig", kommentierte der Schwarzhaarige relativ trocken, bewertete jedoch nicht davon auf positive oder wie eventuell vermutete negative Weise "Ich verließ gemeinsam mit meiner Familie meine eigentliche Heimat. Sie wünschten sich ein ruhiges, geregeltes Leben für ihren Sohn. Wir siedelten in Loguetown an und leben seither dort." Obwohl nur sehr wenige, einprägsame Momente aus den frühen Zeiten in Enies Lobby sein Gedächtnis füllten, blieb es noch immer der Ort seiner Geburt. Nicht von unbedingter Wertigkeit, vor allem nicht auf sentimentalen Argumenten gestützt - und doch nichts, worüber er hinweg sehen konnte. Loguetown stach diese in weite, weite Ferne gerückte Stadt in jeglicher Hinsicht aus und würde es für alle Zeit tun. Trotz dessen würde Sora niemals glaubwürdig behaupten können, keinerlei Interesse für seinen Herkunftsort zu besitzen. "Ich war beinahe zwanzig Jahre nicht mehr dort. Stelle ich mir vor, zurückreisen zu können, werde ich ganz aufgeregt", selbst wenn man es nicht anhand seiner Mimik oder Gestik erkennen konnte, krabbelte ein mikroskopisch kleines Feuerchen in seiner Magengrube empor "Dementsprechend kann ich mir nur schwerlich vorstellen, wie man behaupten kann keine Heimat zu brauchen." In dieser Hinsicht war er den herkömmlichen Menschen, jenen die er zu verstehen versuchte, wohl bereits ähnlicher als gedacht. Ausnahmen für diese Regel gab es hingegen immer wieder. Bewusst oder unbewusst. Aufgrund abweichender Ideale, politischen Situationen, Angst, aber auch dem Streben nach Freiheit und Liebe kapselten sich Unzählige von ihrer Heimat ab. Kehrten ihr den Rücken. Aber wurde sie jemals faktisch wertlos?
Trotz der sicherlich interessanten Konversation merkte Sora wie langsam aber sicher Müdigkeit in seine Knochen zurückkehrte. Beginnend mit einem unscheinbaren Kribbeln in den Beinen, welches mangelnde Blutversorgung andeutete. Unzureichende Bewegung. Und per se wach konnte man ihn ebenfalls nicht nennen, gemessen daran wie oft er zwischen einzelnen Aussagen gähnte. In eine halbwegs sitzende Position krabbelnd, nachdem er die meiste Zeit mit ausgestreckten Gliedern verbracht hatte, schwankte sein Haupt immer wieder von der einen zur anderen Seite. Kein wirkliches Rütteln und Schütteln, wie man es von jemandem gewohnt war der wach werden wollte; viel mehr das langsame Abdriften einer beständig schlaftrunkenen Person. Gab man ihm ein großes, flauschiges, warmer Kopfkissen, wäre Sora vermutlich der letzte Mensch auf Erden der sich noch würde wach halten können. "Ah~ ich sollte wirklich versuchen wach zu werden." Nur stieß ihn die Kälte außerhalb ab, während zusätzliche Wärmequellen ihn nur zum Einschlafen bewegen würden. "Hat sich deine Laune in der Zwischenzeit gebessert?" Völlig aus dem Kontext gerissen schien diese Nachfrage am geeignetsten. "Meine Beule werde ich wohl noch die kommenden Tage haben." Meckern würde ihm sicherlich keine Zuwendung einbringen. Ohnehin war es nichts, worauf der Takeuchi hinaus wollte. Zu sehen wie Koko reagieren würde war dennoch interessant. Vielleicht kam ihr ein Ausgleich in den Sinn, wenn man sie verspielt in die Ecke trieb.

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Chelsea
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Fr 7 Apr 2017 - 22:05


Einstieg | Chelsea, Sora, Loki

Draußen wütete der Schnee, die Sonne war bereits unter gegangen und somit war die Sicht mehr als nur beschränkt. Die Lichter der Hütten und Stände führte einen durch den Sturm, solange bis eine Taverne dazu einlud herein zu treten. Gemeinsam mit Kate hatte sich Chelsea auf den Weg gemacht diese einmalig schöne Winterinsel zu besuchen, leider waren sie aber spät dran und erreichten diese erst am späten Abend so das sie nicht wirklich viel von der Festlichkeit am heutigen Tage mit bekamen. "Mama mir ist kalt.." sprach das junge Volluto Mädchen und blickte auf, ihre Augen ähnelten Saphiren die selbst in diesen Verhältnissen strahlen. Mühelos nahm die Rebellin ihre Tochter auf ihren Arm und drückte diese fest an sich. Zog der Kleinen dabei noch etwas den Schal ins Gesicht und die Mütze etwas weiter nach unten. "Keine Sorge mein Schatz wir sind gleich da." die Dunkelhaarige wusste zwar das es auf dieser Insel etwas kälter sein wird wie für gewöhnlich, leider aber hatte sie die Kälte etwas unterschätzt und lediglich Katelyn etwas dicker angezogen. Sie selber trug nur einen Mantel, Strümpfe und Handschuhe. Ihre Schuhe waren keine wirklichen Winterstiefel, eher vom einfachen Schuhwerk, wenn auch recht hochwertig, was ihr dabei aber kein bisschen weiter half. "Schau, da vorne ist schon etwas wo dir uns etwas aufwärmen können." erklärte sie ihrer Tochter und beschleunigte dabei ihren Gang, stets mit der Vorsicht nicht auf dem Weg dahin auf dem glatten Boden auszurutschen.

Völlig mit Schnee überdeckt trat Chelsea mit ihrer Tochter auf dem Arm in die Taverne. "Guten Abend." begrüßte sie den Wirt und hoffte mit ihrer Freundlichkeit ein warmes Plätzchen zu erhalten. "Ohoho meine Kinder schnell kommt rein." sprach ein älterer Herr mit weißen Bart. Mit Schnee überdeckt betraten die Vollutos die Taverne. Die Wärme nahm die beiden sofort auf und umarmte sie wohlwollend. "Schnell folgt mir hinter ins Kaminzimmer, dort könnt ihr euch richtig aufwärmen." er zerrte an der Jacke der Dunkelhaarigen, dabei fiel der Schnee zu Boden, und sie folgten dem Herren nach hinten. Sie bemerkte wie schnell der Schnee schmolz und ihre Jacke nass wurde. Von dem Herren nach hinten gezogen, sah sie sich in der Taverne um, sie wirkte wirklich gemütlich und sie freute sich unglaublich darauf hier unter kommen zu können. Gerade wegen Kate. Angekommen bot der ältere Herr den Damen einen schönen Platz und zeigte auf ein Sofa. "Setzt euch!" mit einem Lächeln entgegnete Chelsea dem Herren und nickte ihm zu "Ich danke ihnen." sie war eine solche Freundlichkeit nicht gewöhnt, aber das war wohl das Privileg Mutter zu sein. Gemeinsam mit ihrer Tochter setze sich die Dunkelhaarige auf das Sofa. Sie begann damit ihr die feuchte Mütze und den Schal auszuziehen, ebenso wie die Jacke. Kurz auf gesprungen legte sie diese in die Nähe des Kamins, sie musste nicht sehr weit gehen da ihr Platz wenige Meter von diesem entfernt waren. "Mama... ich hab durst.." sprach die Kleine, doch noch bevor die Mutter antworten konnte trat der ältere Herr vom Eingang ins Zimmer. In seiner Hand hielt er ein Tablett, darauf konnte man zwei Tassen erkennen, zwar konnte man den Inhalt noch nicht ganz erraten, aber durch den aufsteigenden Dampf konnte man erkennen das es sich um Heissgetränke handelte. "Schaut her, hier habe ich etwas feines für euch!" sprach die dunkle, deutlich laute Stimme zu den Beiden und stellte ihnen das Tablett auf den Tisch. In der einen Tasse befand sich eine heiße Schokolade, in der anderen ein schöner, kräftiger Kaffee. "Danke." wieder schmunzelte Chels und richtete sich auf.
Es war nun auch an der Zeit das sie sich aus ihrem Mantel befreite. Sie öffnete den Reißverschluss und öffnete den schwarzen Mantel welcher ihr bis zu den Knien reichte. Elegant befreite sie sich und legte auch diesen zu der Kleidung ihres Kindes, in der Hoffnung diese würden so schnell wie möglich durch die Hitze trocknen.

Als Chelsea die wenigen Meter zurücksetze um wieder zu dem Sofa zu gelangen, sah sie wie ihre Tochter nach der Heißen Tasse griff. Noch bevor sie etwas sagen konnte, erklang ein leidender Schrei "Auaaaaaa!!" schrie das kleine Mädchen und Tränen rannten ihr in die Augen. Schnell setze sich die Rebellin wieder neben ihr Kind und griff nach den Händen ihrer Tochter. Sie formte ihre Hände zu einer Schale und hielt die von Kate darin, sanft pustete sie kalte Luft in die Hände und versuchte so die Verbrennung zu mindern. "Alles gut, schon bald wird es nicht mehr so weh tun." sprach sie liebevoll und schenkte Katelyn ein Lächeln. "Ja stimmt!" reagierte sie und bemerkte tatsächlich wie sich der Schmerz sogleich verflog "Du bist eine Zauberin!" rief Kate begeistert und warf sich in den Schoß von Chelsea und umarmte ihre Hüften, Chelsea streichelte das Haar ihres Kindes und lächelte weiter vor sich hin, im Moment fühlte sie sich rund um wohl an diesem Ort.
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Fr 7 Apr 2017 - 23:00

Vom knisternden Feier des rustikal angehauchten Kamins bewegt fand der Schwarzhaarige noch während der frühen Mittagsstunden den neuerlichen Weg in das sehnsüchtig erwartete Reich der Träume. Mit alten Bekannten zu sprechen und im selben Atemzug neue Bekanntschaften machen zu können besaß zwiegespaltene Komponente. Auf der einen Seite hieß es, möglichst nach denselben Schemata zu handeln, wie man sie über Jahre hinweg aufrecht gehalten hatte. Auf der anderen Seite standen endlich Tor und Tür für Ehrlichkeit offen. Zwischen den höchst unterschiedlichen modi operandi zu wechseln machte Fingerspitzengefühl erforderlich; keine sonderliche Schwierigkeit für jemand wie ihn. Und doch stellte sich das Bedürfnis nach Ausgeglichenheit und Ruhe umso stärker ein. Nicht mit anderen Menschen interagieren zu müssen, sondern sie aus sicherer Ferne einfach beobachten zu können - ihre Unbeschwertheit aufzunehmen, ihr simples Glück beinahe mit eigenen Händen greifen und an sich pressen zu können. Dann und wann, so erschien es dem Takeuchi, war es genau das, was er brauchte.
Wie am ersten Tag seiner Ankunft verbrachte der Soldat auf diese Weise deutlich mehr Stunden als eingangs vermutet. Stören tat ihn dies jedoch nicht. Entspannt, wenn auch noch immer leicht ermüdet, begann er die Impulse seiner einzelnen Gliedmaße zu sortieren. Wie ein morgendliches Ritual das erst in seiner Gänze abgeschlossen werden musste, ehe die bernsteinfarbenen Augen einen ersten Blick in die nähere Peripherie warfen. Noch immer knisterte und knackte das Holz in unmittelbarer Nähe vor ihm. Die dumpf wahrgenommenen Stimmen um ihn herum klarten auf, ebenso wie die zuerst undefinierbaren Gerüche nach und nach getrennt wurden. Jeder einzelne Finger reagierte, wie geplant. Zehen beugten sich in den dicken, braunen Socken. Ebenso schnell folgten Reaktionen seiner Muskelstränge - wobei Nacken- und Schultermuskulatur den dösenden Soldaten mit subtilem, nicht allzu lautem Knacken in der Welt begrüßten.
Beinahe noch wichtiger als die Rekonstruktion seiner Vitalfunktionen war jedoch die ihn begrüßende Wärme seines rechten Ringfingers. Ohne auch nur einen weiteren Gedanken an den Rest der Welt zu verschwenden wanderte seine Linke hinüber und tastete das auf Körpertemperatur angestiegene Material ab. Dass sie in diesem Moment nicht gemeinsam mit Tamamo an seiner Seite sein konnte - worin auch immer die Begründung verborgen liegen mochte - drückte die allgemein positiv aufgefasste Stimmung welche die Taverne wie ein wohltuender Schleier umgab. Wenigstens im Geiste konnte sie hier bei ihm sein.
Der plötzliche Aufschrei eines Kindes ließ Sora die Augen weit aufreißen. Ohne eine Sekunde verstreichen zu lassen riss er den Kopf zur Seite und erkannte im ersten Augenblick nicht viel mehr als noch immer feuchte Kleidung, die sanft im rötlichen Feuerschein glänzte. Sie mussten erst vor wenigen Minuten angekommen sein. Ein zweiter Blick zeigte jedoch das Blick einer .. ungewöhnlich attraktiven, beinahe schon zu attraktiven Mutterfigur. Wenn man den herkömmlichen Erzählungen Glauben schenken durfte, dass die Geburt eines Kindes bleibende physische Spuren hinterließ - oftmals in Form überschüssigen Gewichts - dann musste die Natur bei dieser Fremden einen Weg um ihre eigenen Gesetzte gefunden haben. Ausnahmsweise war nichts davon sein zentraler Fokus. Denn noch bevor die richtigen Worte auf seiner Zunge lagen und einen Satz formten, die Überlegungen abgeschlossen waren, ob ein Fremder wie er sich einmischen sollte .. da hatten seine Hände bereits nach einem Keksteller und einer neben seinem Sessel liegenden Wolldecke gegriffen. "Gebäck passt hervorragend zu einem heißen Getränk", leitete der Schwarzhaarige daher leise und mit Bedacht ein und rappelte sich aus seiner halb liegenden Position auf, damit er halbwegs aufrecht saß "Und eine Kuscheldecke, um das Ganze abzurunden?" Beides wurde der Kleinen entgegen gehalten, auch wenn der aufmerksame Blick des Schwarzhaarigen stets zwischen ihr und ihrer Mutter hin und her wanderte. Letztlich auch, damit er ihnen nicht ungewollt zu nahe trat.
Mehr als diesen Moment brauchte Sora nicht. Nicht einmal eine Konversation. Nur dieses Bild vor Augen. Den selbstverständlichen Umgang zwischen Mutter und Tochter. In gewisser Hinsicht fühlte er sich erneut an die Heimat erinnert. An seine eigene, kleine "Familie". Selbst wenn diese aus einem Menschen bestand der längst nicht mehr nur eine Begleiterin war, aber auch nicht formell seine .. Partnerin. Und nicht zu vergessen einem wunderschönen, winzig kleinen Fuchs. Einer egozentrischen, selbstverliebten, verwöhnten, faulen Fähe. Trotzdem war es seine Familie. Unweigerlich traf Sora die Vorstellung, wie es wohl wäre - wenn Tamamo nun vor dem Kamin läge, von ihm gestreichelt und gekrault wurde, während Mir an ihn gelehnt in die aufsteigenden Flammen blickte. Schmunzelnd musste der Korvettenkapitän das Eingeständnis abwehren, tatsächlich lieber Zuhause zu sein als an diesem Ort. Irgendwo im Nirgendwo. Doch selbst die Abwesenheit von all dem, was seinen Alltag ausmachte, besaß seine Vorzüge. Nämlich den bestärkten Willen nach einer baldigen Heimkehr.

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Loki
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Sa 8 Apr 2017 - 8:25


Er hatte schon so einiges von der Winterinsel gehört gehabt, wollte sich diese im eigentlichen Sinne auch anschauen. Weshalb er mit dem erste besten Schiff der zu dieser Insel fuhr nahm. Die Fahrt dahin war durch die Wetterlage beschwerlich aber sie erreichten ihr Ziel nach einer bestimmten Zeit. "Brr... ist doch kühler als erwartet" , sprach er zu sich als er merkte das es auf der Insel doch recht kühl war. Er hätte vielleicht doch eher wärmere Kleidung anziehen sollen aber nein er dachte sich das es nicht so kalt werden würde. Zu dem könnte er zur Not sich ja Fell wachsen lassen das dachte er sich aber als er merkte wie kühl es war, wusste er bereits das diese Idee so dumm und zum scheitern verurteilt war wie die Idee in Lava zu baden. "Geezz..." , da er aber nichts dabei hatte außer seiner Normalen Kleidung die er normalerweise Trug musste er sich eben auf der Insel etwas wärmeres finden das er anziehen könnte. Nun setzte er aber Fuß auf die Insel da er sonst auf der Stelle einfrieren könnte, wäre ja nicht das erste mal das eine Person durch die Kälte an Ort und Stelle festfror. Naja zumindest dachte er so ob das ganze stimmte wusste er nicht , aber eine Person die stets einem zu lächelt würde da ja bestimmt nicht anlügen. Nun jeden Falls machte er sich auf dem Weg um sich die Örtlichkeiten etwas näher anzuschauen, da er doch recht am Mittag ankam und es dementsprechend gerade mal ertragbar war was die Kälte betraf auch wenn es wirklich für ihn kalt war. "Uh.. ein Stand mit Essen!? " , ohne weiteres denken lief er auf dieses zu, schaute sich die Karte näher an und wollte sehen was sie so leckeres zu bieten hatten. Und eine Sache sprang ihm da förmlich ins Auge, er fragte nach worum es sich da handelte und der Verkäufer meinte es sei eine Spezialität dieser Insel. Nach kurzem überlegen stand für ihn fest das er dies wollte, daher bestellte er sich gleich die doppelte Portion. Eine für jetzt und die andere für später und die für später kam sogar in eine Verpackung welche es warm hielt was perfekt war dachte er sich. "Danke, stimmt schon so!", er gab dem Verkäufer etwas mehr als er sollte aber da man ihn so gut und nett bewirtet hatte konnte er einfach nicht anders.

Danach schaute er sich noch diverse andere Stände an, nach jedem Stand wurde seine Tüte welche er vom ersten Stand hatte voller und voller. Meist waren es Speisen die er mitnahm aber eben welche die er nicht kannte und später den anderen zeigen wollte. Doch waren auch viele Süßigkeiten darunter, eben passend zu dieser Insel. Stände die mehr Schmuck, Kleidung andrehten interessierten ihn eigentlich weniger außer den Stand mit dem Schalen. Da gab es ein Schal das ihm zusagte, in seiner Lieblingsfarbe ,sogar den mustern die ihm seiner Meinung nach die beste war und zwar mit einer Möwe. Jedoch nicht eine Möwe sondern viele kleine Möwen in einer anderen aber passenden Farbe, sein Schal den er sich raus suchte hatte die Farbe Gelb. Aber mehr Geld gab er nun nicht aus , die Zeit verflog dabei genauso schnell den als er zur Sonne hinblickte merkte er wie dieser langsam nach unten verschwand. Der Anblick jedoch war trotzdem der Kälte einfach nur schön, weshalb er ein dickes fettes grinsen auf den Lippen hatte, welche aber sofort verschwand als die Kälte ihm einmal wieder zeigte das es kühler wurde und das passierte in Form eines kleinen Windzug der an ihm vorbei huschte."Brr.. okay ich hab es ja verstanden!" , meinte er zum Wetter sprechen zu müssen obwohl man wusste das brachte ohnehin nichts. Weshalb er sich nun auf die Suche nach einer Herberge machte. Jedoch bei der Suche danach wurde er doch leicht von der veränderten Wetterlage überrascht als ein Sturm anfing zu wüten , eigentlich etwas nichts schlimmes aber mit dem Schnee zusammen machte es doch einiges mehr aus. Da er sich etwas weiter außerhalb gerade befand war die Sicht dementsprechend auch etwas schlechter für ihn, nur hier und da vereinzelte Lichter konnte er erspähen. "....Wenn das so weiter geht werde ich zur Schneekatze..." , sprach er zu sich selbst. Als er fast schon die Hoffnung aufgeben wollte , vernahm er einen Geruch war und das war wohl Kakao! Dieses Gebräu würde er immer und überall heraus riechen. Weshalb er schnurstracks der Nase folgte , wobei er auch merkte das je näher er kam um so besser beleuchtet wurde es. Am Ende schien es wohl so das er sich etwas verlaufen hatte im Schneesturm , den als er vor der Taverne stand kam diese ihm bekannt vor den diese hatte er ja zuvor schon mal gesehen gehabt.  Egal wenn er jetzt wählerisch sein würde , könnte man ihn morgen früh aus dem Schnee raus graben weshalb er die Tür öffnete und langsam mit dem Schnee welchem auf ihm lag eintrat. Ohne größere Worte begab er sich einfach zum Kamin hin um sich dort zu wärmen, dabei fiel ihm direkt auf das er hier gerade nicht alleine war. Ob er auffallen würde? Ganz bestimmt , da er einmal eben ein Haufen Schnee noch an sich hatte und zweitens seine Kleidung nicht für Winterinsel gedacht war. Was jedoch zuvor alles hier an Ort und Stelle passiert war wusste er nicht da er eben zu einem leichten späteren Zeitpunkt dazu kam.


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Chelsea
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   So 9 Apr 2017 - 14:57


Chelsea, Sora, Loki, Katelyn

Liebevoll blickte Chelsea auf ihr Kind hinunter welches es sich in ihrem Schoß gemütlich gemacht hatte. Sie strich ihr mehr mals durch ihr feuchtest braunes haar, und klemmte eine Strähne hinter ihr Ohr. Innerlich hoffe sie das Kate nicht krank werden würde und sich ihre ganze Situation schnell verbessern würde hier im Kaminzimmer. Ungeschickt wie sie war, hatte sie natürlich keine passende Kleidung gehabt bis auf den Mantel welcher vor dem Kamin gelegt war um zu trocknen. So legte sie ihre Füße am Boden zusammen und hoffte das sich diese bald schnell durch die Schuhe gegenseitig wärmten. Sie war wohl eine der dümmsten Besucherinnen gewesen auf dieser Insel, unvorbereitet und völlig unpassend gekleidet. Da sollte sie sich aber noch täuschen. Das gelbe Kleid welches sie sich ausgesucht hatte war wirklich sehr hübsch gewesen und sie trug es unheimlich gerne, doch selbst in Kombination mit ihrem Knielangen Mantel war dies keine passende Kleidung für eine solche Insel. Zumindest hatte sie Kate passend angezogen, die Kinder packte man ja eh immer lieber etwas behüteter ein als sich selbst.
Natürlich waren die Volluto Damen nicht alleine in diesem gemütlichen Kaminzimmer, doch ignorant wie Chelsea manchmal sein konnte blendete sie jegliche weitere Persönlichkeit einfach aus und genoss den Augenblick mit ihrer Tochter. Lange sollte ihr das aber nicht gegeben sein, denn kurz nachdem Aufschrei von Kate und dem niederlassen in ihren Lenden, hatte sich jemand bemerkbar gemacht. Ein junger Mann mit schwarzer Mähne hielt ihnen sowohl einen Teller mit Köstlichkeiten wie auch eine kuschelige Wolldecke entgegen, Dinge die Chelsea im Augenblick sehr begrüßen würde. Misstrauisch blickte sie dem Mann in seine ungewöhlich bernsteinfarbenen strahlenden Augen, sie waren ihr so vertraut. Doch das Gesicht zu diesen Augen kannte sie nicht und hatte im Moment auch nicht den Drang dieses kennen zulernen. "Das brauchen wir nic-" - "KEKSE!! AU JA!" gerade als Chelsea den Samariter abwimmeln wollte sprang Kate aus ihrem Schoß auf stand vor dem Mann mit den vertrauenswürdigen Augen. Mit den Augen rollend sah Chelsea ihrer Tochter mit einem Schmunzeln hinterher. Es muss schön sein als Kind noch frei von jeglichen Missmut und Vorurteilen zu sein. Ohne mit der Wimper zu zucken hätte sie den Mann abgeblockt und sich weiter in ihrem eigenen kleinen Universum aufgehalten, aber so war Kate für sie wie eine kleine Brücke zu anderen Menschen. Mit einem strahlenden Gesicht nahm Katelyn dem Mann den Teller aus der Hand und ihre Augen funkelten als sie die Köstlichkeiten ansah. Ihre kleinen Hände umfassenden das Porzellan und sie marschierte ganz stolz wieder in die Richtung ihrer Mutter. "Mama schau mal!" rief sie ihr entgegen und konnte es kaum erwarten all diese Kekse zu verschlingen. Leicht lächelnd blickte sie ihre glückliche Tochter an "Was sagt man da?" fragte sie mit einen mahnenden Blick. Schnell stellte Kate den Teller auf dem kleinen Tisch vor dem Sofa bei ihrer Mutter ab und drehte sich wieder zu dem Mann um. Die Hände vor sich zusammen gelegt verbeugte sie sich "Viiiiiiiilen dank!" brüllte sie dann schon fast und lächelte ihn dann an. Ehe sie den kleinen Fuchs bei ihm bemerkte. Ein wirklich niedliches Tier, doch leider hatten die Kekse im Augenblick Priorität. Schnell wieder umgedreht hopste sie zu dem Tisch und nahm sich einen dieser köstlichen Kekse. Verlegen sah Chelsea zu dem Dunkelhaarigen "Dankeschön." im Grunde war es Chelsea nur wichtig das ihre Tochter glücklich war, ganz gleich wie.

Während Katelyn die Kekse schon fast nur für sich beansprucht hatte, wagte es die Mutter auch danach zu greifen, zwei ihrer langen und dünnen Finger griff sie nach einem und biss genüsslich ab. Sie waren in der Tat wirklich sehr lecker. Sie bröselte sich etwas auf den Kleid und in ihren Ausschnitt, versuchte diese dann auch sogleich weg zu wischen. Dann stürmte auch schon ein junger Mann in den Raum und begab sich direkt zum Kamin um sich aufzuwärmen. Tja.. Chelsea dachte sie war nicht passend gekleidet, bis sie den Silberhaarigen erblickte, welcher völlig in Weiß gekleidet war und einen hässlichen gelben Schal trug. Sie selbst trug auch Gelb, aber die Farbe stand ihr halt auch gut und das war eine Farbe die nicht jeder tragen konnte, so war in ihren Augen der Neuling einer dieser Menschen. Geschmackslos. Dann sah sie wie nah der Schneemensch ihrer Kleidung auf dem Boden kam und sie setze einen bösen Blick auf. "Könntest du mal aufpassen wo du hin läufst!" fuhr sie den Jungen an und deutete mit ihren Augen auf die nasse Kleidung auf dem Boden, welche vor dem Kamin lag um zu trocknen. In diesem Moment wusste sie wieder wieso sie den Kontakt zu Unbekannten so sehr mied, sie waren allesamt einfach nur ignorant und rücksichtslos.
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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mo 10 Apr 2017 - 11:55

Ein gesunder Hauch natürlicher Verwunderung entsprang den bernsteinfarbenen Augen des Soldaten als erste Wörtchen über die rosigen Lippen der Fremden huschten. Ablehnung. Ihr Satz ließ sich mühelos vervollständigen, weswegen es nicht erst nötig war, ihn gänzlich auszusprechen.
Distanz zwischen sich und Fremden aufzubauen konnte definitiv nicht als Laster oder eine ungewöhnliche Handlung aufgefasst werden. Gerade in Begleitung des eigenen Kindes stand man häufig auf der sicheren Seite, wenn zwielichtige Kontakte gemieden wurden - jedenfalls stellte sich der Takeuchi die Denkmuster einer jungen Mutter, beziehungsweise eines Vaters vor. Erforschte Sora auch nur einen Moment lang die eigenen Gefühle und stellte sich dabei vor, wie er in einer ähnlichen Situation reagieren würde, dann fielen die Ergebnisse nur bedingt anders aus. Vor allem wenn ihm eines fernen Tages eine Tochter anstelle eines Sohnes geschenkt werden sollte. Obwohl sie weder sein Kind, noch ein menschliches Wesen war, so wurde Tamamo bereits wie eine Prinzessin behandelt. Seine kleine Prinzessin. Wenn die Empfindungen des Schwarzhaarigen auch nur auf grundlegender Weise mit denen einer Mutter kongruent waren, dann konnte er nur allzu gut nachvollziehen, woher die abweisende Geste ihren Ursprung fand.
Kindliche Neugierde und Unschuld waren es jedoch, die die Situation nicht bloß sicher über Wasser hielten, sondern auch die subtile Hoffnung einer entzündeten Konversation am Leben hielten. Schmunzelnd und von einem erfreuten Schütteln des pechschwarzen Schopfes begleitet sah der Korvettenkapitän lediglich zu, wie sich das kleine Mädchen über die Kekse hermachte wie ein hungriges Mäuschen über das erste Stückchen Käse nach mehreren Tagen. Auch an Höflichkeit mangelte es dem kleinen Stern nicht, selbst wenn dieser nach dem Verständnis des Dunkelhaarigen nicht angebracht war. "Nichts zu danken. Die Kekse sind für sämtliche Gäste da, wie ich gesehen habe. Schau, da." Ein zaghafter Fingerzeig deutete auf andere Tische in ihrer Umgebung; allesamt waren besetzt von kleinen wie große Tellern. Einige davon bereits vollständig geplündert, andere wiederum, wohl als Zeichen dass sich noch niemand dorthin verirrt hatte, komplett unangetastet. "Den Teller da", Sora lehnte sich vorsichtig nach vorne, blickte sich um und hielt eine Hand nah vor seinen Mund, ganz als habe er ein unheimlich wichtiges Geheimnis, von dem er berichten musste. "Habe ich vor einigen Stunden geklaut!", fuhr er mit plötzlich weit aufgerissenen Augen fort "In der Annahme, dass ganz bestimmt noch jemand kommen würde, der Kekse dringender braucht als alle anderen hier." Ganz gleich wie viel Wahrheit sich nun hinter seinen Worten verbergen mochte; er hatte mit absoluter Gewissheit jemand gefunden, der sich weit mehr über ein paar örtliche Gebäcke freute als jeder andere Mensch der ihm bis zu diesem Zeitpunkt über den Weg gelaufen war. Inklusive Miyako und Kat.
Den zugegeben unerwarteten Dank winkte Sora allerdings nur mit einem genießerischen Lächeln ab. Für Kleinigkeiten wie diese musste man ihm wirklich nicht danken. Insbesondere das Glück von Kindern, ganz gleich wie simpel es unter Umständen erzeugt werden konnte, war für ihn etwas nach dem man streben musste. Für eine glückliche, zufriedene Generation nach ihnen. Nicht für arbiträren Eigennutz, sondern damit sie dieses Gefühl kennen lernten. Wie es war, von anderen Menschen beschenkt zu werden, ganz ohne Grund. In der Hoffnung dass sie diese Verhaltensweisen in sich aufnehmen und ebenso unvermittelt reproduzierten. "Nicht nötig." Kopfschütteln. "Kindern Freundlichkeit zu zeigen ist selbstverständlich." Zumindest für ihn.
Als sich besagte Dame selbst an den Keksen versuchte und selbige genüsslich an ihren Mund führte, stellte man die Konzentration des Takeuchi einmal mehr auf die Probe. Zuerst war ihm der gelbliche Stoff und gewellte Saum nicht aufgefallen. Wohl ein ausnahmsweise positiv zu bewertender Nebeneffekt übrig gebliebener Müdigkeit. Kaum wanderte der Fokus seiner Augen weiter herunter, registrierten sie nicht nur die fallenden Krümel, sondern mit zuckenden Lidern auf das unendliche Tal in welchem sie sich zu verstecken versuchten. Natürlich musste es so weit kommen; natürlich konnte es nicht einfach eine zurückhaltende Dame mit Tochter sein. Nein. Ohne die geringste Mühe fesselte sie den Blick des Soldaten, der sich nicht vollkommen sicher war ob man ihn an der Nase herumführen wollte, oder die Generation von Frauen mit der er in Kontakt kam grundlegend attraktiver war als alles was vor ihnen kam.
"Du solltest tatsächlich aufpassen. Der Schneemann auf deinen Schultern ist kurz davor, auf langsam trocknende Kleidung zu fallen." Gerettet - oder doch abgelenkt? - wurde der Takeuchi jedoch von einem schnatternden, hochgradig unpassend gekleideten Jungen. Wundern brauchte er sich bei den luftigen Stoffen die ihn lediglich notdürftig warm hielten nicht. Gleiches musste wohl oder übel auch über die hinter ihm sitzende Dame gesagt werden; unter ihrem Mantel verbarg sie nämlich etwas, was höchstens zu den wärmeren Gefilden des East Blue passte. Nicht aber dem Schneegestöber dieser Insel. "Wenn du ein paar Schritte zur Seite treten könntest, um die Mäntel der beiden, vor allem aber das Mädchen hinter dir nicht mit Schnee zu bedecken", ein vergleichsweise unzufriedener Blick wechselte von Mutter und Tochter zu dem ebenfalls fremden Neuankömmling "Wäre das unsagbar freundlich."

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Loki
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mo 10 Apr 2017 - 12:29


Hätte man ihn nicht darauf angesprochen , so hätte er wohl gar nicht gemerkt was er alles angestellt hätte. "Oh... Pardon!" , das letzte was er erreichen wollte war bereits andere zu verärgern und das nach nur wenigen Minuten. Obwohl wenn er der Stimmlage der Frau  ging klang diese nicht gerade erfreut und schon etwas übellaunig. Aber wer weiß vielleicht bildete er sich das ganze ja nur so ein. Jeden Falls ging er erneut zur Tür hin um dort den Schnee welchen er wohl noch mit sich trug draußen abzuschütteln. Als er zurück zum Kamin lief war er sich nun sicher das er nicht mehr mit Schneebedeckt war und andere damit voll machen konnte. "Danke nochmal euch beiden!" kam es von ihm während er abwechselnd zu den beiden schaute. Doch sein Fokus lag nun eher wieder dem Kamin um dort sich noch etwas weiter zu wärmen. Erst als er etwas aufgewärmt war , drehte er sich zu um und schaute wo er wohl nun Platz nehmen könnte. Wobei er aber nun die beiden von eben nun doch etwas genauer betrachten konnte, er überlegte sogar ob er diese kennen würde aber schüttelte dann leicht mit dem Kopf. Da dies nicht der Fall war beschloss er nun einfach auf einen der freien Plätze nun platz zu nehmen.  Hunger hatte er inzwischen auch wieder gehabt, doch essen musste er sich nicht bestellen hier aber was er sich bestellte war eine schöne Tasse Kakao. Und während er auf diese wartete nahm er eins der Schälchen aus seiner Tasche und gerade als er eigentlich anfangen wollte das zu essen stoppte er. "Hey möchte jemand von dieser Köstlichkeit hier auch was ab haben? Ist mehr als genug für alle da!" , dabei sprach er keinen Direkt an sondern nur alle anwesenden Personen die beiden von zu vor mit eingeschlossen sowie das Kind.  // Ein Kind.. ach ja stimmt diese gehört wohl zu der Dame // Stand nun wieder von seinem Platz auf und lief sogar auf diese nun zu, "Ich wollte mich noch entschuldigen für meinen fast Unfall mit euren Kleidungsstücke." kam es dann von ihm während er sich etwas nach vorne beugte. "Sollte ich doch Schaden angerichtet haben , würde ich mich sogar erkenntlich zeigen dafür aufzukommen oder sogar einen Gefallen tun" , als er das ausgesprochen hatte begab er sich wieder zurück auf seinem Platz. Da es ein paar Leute gab die was von seinem Essen wollten teilte er diese mit denen auch. Danach begann er selbst endlich an zu essen. Zwar war das ganze nicht mehr so heiß wie als er es gekauft hatte aber das ganze war trotzdem lecker. Dadurch das er so seine Zeit vertrieben hatte , bekam er schon bald seine Bestellung. Zumindest sollte er es aber aufgrund davon das der Boden etwas rutschig war , was wohl daran lag das er wohl doch etwas Schnee drinnen verteilt hatte rutschte die Bedienung darauf aus. Seine Tasse hatte sie zuvor noch auf dem Tablett gehabt dieser schien wohl hoch zu fliegen als sie ausrutschte. Da er das ganze sah was passierte lies er sein Essen stehen und liegen und fing sowohl die Person als auch seine Tasse auf wobei letzteres er mit seinem Löwenschweif getan hatte. "Da hatten sie wohl Glück gehabt" , gab er lachend von sich, "aber anderseits war dies wohl meine Schuld und dafür auch Entschuldigung". Die Bedienung schien das ganze nicht schlimm zu finden und bedankte sich eher dafür das er ihren Fall verhinderte. Danach verlief alles wieder seinem Normalen lauf sie ging ihrer Arbeit nach und Loki begab sich auf seinem Platz und trank nun aus der Tasse seinen Kakao wobei er diese immer noch mit dem Schweif trug.


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Chelsea
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Di 11 Apr 2017 - 5:57


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Während sich Chelsea auch einen dieser kleinen Köstlichkeiten erlaubte, genoss die den süßen Geschmack des Kekses. Früher als sie auch noch ein kleines Mädchen war, konnte sie auch einen ganzen Teller nur für sich beanspruchen, doch mittlerweile war sie wohl in einem Alter, in dem man wusste sich zurück zu halten. Ehrlich gesagt hatte sie auch keinen solchen Appetit auf zu viel des guten Gebäcks. Katelyn inzwischen mampfte einen nach den anderen, für Gewöhnlich achtete Chelsea viel mehr darauf das die Kleine nicht zu viel aß, gerade was Süßigkeiten angeht, doch an diesem Abend entscheid sie sich dazu eine Ausnahme zu machen, immerhin musste die Kleine durch den Fehler der Rebellin etwas mehr frieren als wie nötig. Als der Dunkelhaarige anschließend meinte der Teller mit dem Gebäck sei für jeden da und frei für jeden, guckte sie sich kurz um und erkannte tatsächlich auf den anderen Tischen einige Teller, die einen voller, die anderen leerer. Nun gestand er das er den Teller, welchen Katelyn gerade vor sich hatte, kurz vorher gestohlen hatte, für den Fall das jemand kam der die Kekse nötiger hätte als sonst jemand, liebevoll strich sie über das immer trockener werdende Haar von Kate und blickte zu dem Mann "Wow, ein Dieb, tolles Vorbild." in ihrer Stimme lag jedoch kein Vorwurf, viel mehr wollte sie den Mann etwas Necken, daher schmunzelte sie ihm zu.
Im weiteren Verlauf des Gespräches erzählte der ihr noch unbekannter das es für ihn selbstverständlich war, Kindern gegenüber Freundlichkeit zu zeigen, Worte die sie aufmerksam machten. Ein scharfer Blick traf den jungen Mann, sie dachte intensiv nach. Früher war ihr das Wohl jüngerer Mitmenschen auch schon recht wichtig, doch mit der Geburt ihrer eigener Wunder, änderte sich ihre Sicht noch mehr, sie erkannte die Zerbrechlichkeit dieser unschuldigen Seelen und so erkannte sie die Priorität die es galt diese kleinen Engel zu beschützen und zu behüten. Um so wichtiger erkannte sie die Roller solcher Menschen auf dieser Erde, Menschen die Kinder als das wertvollste sahen das es gab, es war wichtig diese Glücklich zu machen. Mit seiner aufdringlichen, aber dennoch subtilen und freundlichen Art schaffte er es einen Funken des Vertrauens der Dunkelhaarigen zu gewinnen. "Menschen wie dich sollte es öfter geben." sie lächelte ihm zu, ohne zu wissen wer da überhaupt vor ihr saß.
Doch relevanter war der Tollpatsch welcher das Kaminzimmer betrat, mit Hilfe des Dunkelhaarigen hat er sich von der Kleidung auf dem Boden entfernt und ging nochmal nach draußen um den Schnee abzuklopfen. Draußen, da sollte er lieber bleiben. Dachte sie sich und sah ihm genervt nach, ehe sie ihren Blick auf die Kleidung am Boden warf, sie trocknete langsam, aber sie trocknete. Als der Weißhaarige den Raum wieder betrat, packte er eine Box aus und bot allen Anwesenden etwas zu Essen an. Verfressen wie Katelyn war wollte sie sich gerade dazu melden, doch wurde durch einen Blick ihrer Mutter davon zurück gehalten. Sie Situation mit den Keksen war eine Ausnahme, sie hatte wirklich kein Interesse daran ihrer Tochter bei zu bringen wirklich ALLES anzunehmen was man ihr anbot. So hielt Kate inne und aß weiter die Kekse welche vor ihr auf dem Tisch standen, nahm auch mehrere Schlücke von dem Kakao den sie erhalten hatte, welcher mittlerweile schon etwas abgekühlt war.
Plötzlich nährte sich der Weißhaarige dann dem Mutter - Tochter Duo und erwähnte nochmal das es ihm wirklich leid tat, er beteuerte seine Schuld und wollte es wieder gut tun. Genervt blickte ihn Chelsea an und hob eine Hand, formte eine abweisende Geste und sah ihm dabei nicht direkt in die Augen "Du könntest damit anfangen und uns nicht nochmal so nahe kommen." sagte sie kalt und senkte ihre Hand dann wieder. Er entfernte sich zugleich auch von ihr und da kam auch schon eine Kellnerin, sie rutschte beinahe an dem geschmolzenen Schnee auf dem Boden ab, doch das Unglück konnte gerade noch verhindert werden, ausgerechnet durch den jungen Mann welcher es verursacht hatte. Geschickt fing der die junge Dame auf und die Tasse welche wohl für ihn gewesen war fing er mit seinem... Schweif auf? Überrascht sah Chelsea dem Typen entgegen und fragte sich was wohl dahinter steckte. Als Kate dies entdeckte stürmte sie schon los, Chelsea wollte ihre Tochter gerade noch zurück halten, war dann aber doch zu langsam gewesen. "Woooow!" schrie die Braunhaarige und starrte auf den Schweif, welcher eines Löwen glich. Ohne Zurückhaltung streckte sie ihre kleinen Hände aus um danach zu greifen, sie wollte diese Ungewöhnlichkeit mit ihren eigenen Händen untersuchen. "Was ist das denn?!" fragte sie nochmal ehe sie kurz davor war den Schweif zu ergreifen und dadurch doch noch den Kakao verschütten würde. Da hallte es plötzlich von der Seite "Katelyn!" das junge Mädchen zuckte kurz zusammen und hielt dann wieder inne, sie wusste eigentlich das ihre Mutter es nicht mochte wenn sie einfach so von ihr weg lief.
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Mi 12 Apr 2017 - 2:05

"Man tut was man kann." Ein gefühlvolles Lächeln fand seinen Weg auf die Züge des jungen Mannes, als man ihn bei nur geringfügig moralischen Handlungen ertappte. Einem Kind die Vorzüge de Stehlens beizubringen war weit entfernt davon, als löblich betrachtet zu werden. Trotz dessen besaß er die Hoffnung, die kleine sei bereits gut genug erzogen worden, um diesen offensichtlichen Unterschied zwischen korrektem und inkorrektem Handeln zu registrieren. Dennoch wollte, nein, musste Sora auf Nummer sicher gehen. "Du weißt aber, dass ich lediglich ein wenig geflunkert habe, oder?" Sich erneut nach vorne lehnend, um dieses unheimlich wichtige Gespräch unter vier Augen zu führen, deutete der Soldat an, sie solle ein wenig näher kommen. "Anderen etwas zu stehlen wäre immerhin nicht nett, findest du nicht auch?"
Obwohl die Reaktion grundlegend irrelevant war, brachte Sora es nicht übers Herz, einem unschuldigen Kind etwas Schlechtes beizubringen. Unabhängig wie gering die Chancen ausfielen, dass sich ihre Wege in der nahen wie fernen Zukunft noch einmal kreuzten. In seiner Rolle als stolzer Soldat der Marine musste er die Gerechtigkeit verkörpern; und als gesittetes, denkfähiges Individuum ihrer Gesellschaft war es seine Verpflichtung, moralische Korrektheit nicht nur zu predigen, sondern auch aktiv umzusetzen. "Meinst du, deine Mutter ist böse auf mich?" Auch wenn es nicht mehr als ein simples Schauspiel war, so versteckte sich der Takeuchi doch hinter der wesentlich kleineren, zerbrechlichen Gestalt des Mädchens. Für ihn war sie nicht einfach nur ein weiterer Gast, sondern ein Symbol. Für die Unschuld der kommenden Generation. Kinder in ihrem Alter waren es, die sie um jeden Preis schützen mussten. Vor der Willkür reicher und einflussreicher Männer, aber auch der Zerstörungswut von Piraten und anderem Abschaum der die Weltmeere befuhr. "Wenn ja", setzte er erneut an, warf immer wieder einen verstohlenen Blick über die Schultern der Kleinen, nur um seine Worte leise, und doch klar hörbar, hinter vorgehaltener Hand auszusprechen "Denkst du, ich kann sie irgendwie beschwichtigen? Damit sie nicht mehr ganz so böse ist?" Auch die subjektive Befindlichkeit der Fremden lag dem Korvettenkapitän nur bedingt am Herzen. Und doch empfand er es als wichtig, wenigstens ihre Tochter zu involvieren. Ihr ein Gefühl von Akzeptanz zu vermitteln. Dass sie nicht von Fremden umgeben war, sondern von Menschen die sie nur allzu gerne aufnahmen.
Lange musste Sora nicht warten, um eine Antwort zu erhalten. Sich verlegen um die Mundwinkel fahrend atmete er aus. "Mehr von meiner Sorte würden unserer Welt nicht gut tun", erwiderte der Korvettenkapitän lächelnd, ging jedoch in keinster Weise darauf ein, welche Bedeutung seine Worte trugen; viel mehr warf er dem nur unweit von ihm sitzenden Mädchen einen sanften Blick zu "Solange ich meinen Beitrag leisten kann, dass die, die nach uns kommen, in einer besseren Welt leben, dann ist es das wohl wert." Wieder blieb eine genauere Definition aus.
Interessanter wurde es hingegen, neben ihm selbst einen weiteren Tollpatsch innerhalb des Kaminzimmers zu wissen. Und nach wenigen Sekunden stellte sich zu allem Überfluss auch noch heraus, dass der Fremde eine Teufelsfrucht verspeist haben musste - der dünne, längliche Schweif welcher aus seiner Kleidung ragte war ausreichendes Indiz dafür. Von Sympathie fehlte allerdings jeglicher Spur. In keinster Weise fühlte sich der Schwarzhaarige dazu veranlasst, dem Burschen freundlicher gegenüber zu treten als jedem anderen Menschen. Erst recht nicht aufgrund eines Zufalls wie diesem. "Dort drüben ist ein weiterer Sessel." Mehr als einen Fingerzeig wollte Sora nicht erübrigen, um auf eine der verbleibenden Sitzgelegenheiten hinzuweisen. Nahe genug, um das wärmende Feuer des Kamins genießen zu können, gleichzeitig aber auch weit genug entfernt, damit die trocknende Kleidung nicht in ihren alten Zustand versetzt wurde.
Kindliche Neugierde war es jedoch, die das Mädchen fasziniert auf den Fremden zulaufen ließ. Verübeln konnte man es ihr nicht. Wenn sie noch nie mit einem Teufelsfruchtnutzer in Kontakt geraten war - vor allem jemandem, der sich in ein Tier verwandeln konnte - dann musste dieser Moment sie in helle Aufregung versetzen. Als selbstverständlich durfte man die Symbiose zwischen Mensch und Tier definitiv nicht betrachten. In gewisser Hinsicht fühlte sich der Takeuchi äußerst negativ an sich selbst erinnert. Willkürliche Verwandlungen wie diese zeugten von nichts anderem als mangelnder Kontrolle über die fremdartigen Kräfte, welche in ihrem Körper schlummerten. Und damit stellte der Fremde eine Gefahr für sich selbst, wie auch alle Anwesenden dar. "Ein Tee wäre angenehm .." Sora atmete gut hörbar aus, strich sich erst um den Mund, presste im Anschluss Mittelfinger und Daumen gegen sein Nasenbein. Erkenntnisse wie diese verhalfen ihm zu nicht mehr als einsetzenden Kopfschmerzen. Leider waren sich die beiden in mindestens einer Hinsicht ähnlicher als gewollt. Nämlich dass das Tier in ihnen jederzeit an die Oberfläche gelangen konnte, um nach Beute zu suchen. Ausgeglichenheit und Ruhe schienen die besten Gegenmittel. Abseits von erzwungener Unterdrückung der eigenen Kräfte.

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Loki
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BeitragThema: Re: Das Kaminzimmer   Do 13 Apr 2017 - 15:08


Auf seine Frage was er tun könnte um es wieder gut zu machen bekam er nur eine schnippe Antwort von ihr das er den beiden einfach nicht mehr so nah kommen sollte. Einerseits war diese Reaktion doch verständlich aber auf der anderen Seite hätte man dies auch um einiges Freundlicher äußern können, aber gut er kannte sie nicht und wusste daher auch nicht das dies wohl ihre normale Art und Weise war mit anderen zu reden. Weswegen er sich nicht mehr so viel Kopf darum machte und beschloss zurück zu seinem Platz zu gehen. Selbst die andere Person die zuvor mit ihm gesprochen hat war auch nicht gerade wirklich froh , das hatte er ja auch an seinen knappen Worten gehört doch daran störte er sich erst mal nicht. Schließlich kannte er solche Reaktionen von anderen Menschen aus seiner Kindheit.
Aber nach dem er diese wohl lustige Aktion von sich gab mit der Bedienung schien es einer von den Dreien , eine am meisten zu begeistern als er den Schweif immer noch so draußen hatte. Diesen hatte er ja auch selbstständig herauf wachsen lassen damit kein Unfall mit der Tasse Kakao passierte. Nein s schien der kleinen nicht nur zu interessieren sie war wohl regelrecht begeistert über diesen Zustand und das konnte jeder wohl laut und deutlich vernehmen. Er musste darauf hin schon etwas kichern, aber verstehen konnte er das ganze schon da diese Sache wohl für ein kleines Kind eine ganz besondere Sache sein musste. Sie kam auch tatsächlich näher zu ihm heran , wollte sogar seinen Schweif anfassen was für ihn so kein Problem wäre. "Du magst wissen was das ist? Nun ein Schweif von einem Löwen. Findest du das etwa toll?" , fragte er die kleine mit einem lächeln. "Wenn du magst darfst du es sehr gerne anfassen" , danach nahm er erst mal die Tasse selbst in seine Hand um im selben Zug ihr seinen Schweif näher zubringen. "Ach Miss sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, mir macht das ganze wirklich nicht sehr viel aus" , meinte er dann zu Chelsea als diese zuvor ihr Kind wohl etwas ermahnte. Aber kaum war sein Schweif gut genug in der nähe , spürte er bereit den festen Griff um diesen. "Na wie ist das?" , und hob sie sogar leicht etwas an als sie sich daran fest hielt. "Weißt du kleines als ich selbst auch noch ein Kind war wie du habe ich mal von einer Frucht gegessen welche Kinder normalerweise nicht naschen sollten. Und wegen dieser kann ich nun solche Tricks." Es schien das er hier eine gute Spielkameradin fand, obwohl er eigentlich eher seinem Alter entsprechend sich verhalten sollte so konnte er doch seiner Verspielten Seite einfach nicht standhalten vor allem nicht wenn ein Kind da war. "Normalerweise wäre es mir sogar möglich mich in einen ganzen Löwen verwandeln zu können, doch das tue ich ungern und eher selten da ich diese Form noch nicht so gut beherrsche aber so kleine Teil Verwandlungen kann ich dir gerne zeigen." nachdem er sie also nun wieder absetzte mit seinem Schweif lies er diesen auch sofort wieder verschwinden. Und er meinte damit auch eher seine reine Tierische Form. Doch schon im selben Moment zeigte er ihr das er sein Kopf zum Beispiel in das eins Löwen verwandeln konnte. "Siehst du kleine?" , beugte sich dann zu ihr hin. "Sag magst du eigentlich Tiere? Wenn ja was ist den deine Lieblingstier?" , fragte er sie dann auch bereits . "Oh und wenn du mich streicheln magst nur zu auch dagegen habe ich nichts". äußerte er von sich. Doch so schön er ihr dies ganze vor machte , so Kraft aufwendig waren diese kleine Verwandlungen trotzdem gewesen. Da er im Normal Fall erst gar nicht so häufig seine Teil Verwandlung machte. "Und wenn du jetzt ganz brav bist zeige ich dir sogar mal eine Menschliche Version von einem Löwen okay?" sofort konnte er wohl die Begeisterung in ihren Augen sehen. Doch zu gleich konnte er auch ahnen das die beiden anderen hier anwesenden bestimmt nicht her kamen um so eine Zirkusnummer sehen zu wollen aber wie konnte er solch einem niedlichen kleinen Kind auch solch einen Wunsch abschlagen? Gut er hatte ihr das Angeboten aber wer weiß schon am Ende hätte sie das bestimmt gerne gesehen. Außerdem konnte sie ja nicht genau wissen was er sonst noch so alles mit seiner Fähigkeit drauf hatte weshalb er auch ihr das lieber aufzählte und zeigen würde. //Also gut.. dafür dürfte meine jetzige Kraft schon noch ausreichen und da hier auf dieser Insel ohne hin nichts los bzw keine Gefahr gab ist das okay //

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