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Zimmer 4

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Gamemaster
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BeitragThema: Zimmer 4   Do 19 Jan 2017 - 18:03


•• Zimmer 4: Doppelzimmer ••

Ein Doppelzimmer. Besteht aus jeweils zwei Betten die in der Zimmer Ecke stehen. Inder Mitte des Zimmer und genau zwischen den zwei Betten befindet sich ein Tisch zum sitzen, ansonsten findet man noch einen großen Kleiderschrank im Raum. Die Toiletten sich in Geschlechter unterteil und befinden sich im Flur.

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Solveig
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   So 22 Jan 2017 - 23:44


Solveig & @Musashi

CF: Weihnachtsinsel | Das Dorf | Die Straßen

Je näher die beiden der Taverne kamen, desto schlechter wurde der Weg wieder. Ebenso wurde das Schneegestöber immer schlimmer, ganz so als hätte sich das Wetter gegen Solveig und Musashi verschworen. So ging es mühsam voran. Jedoch erkannte Solveig nach einer Weile langsam das Licht der Taverne durch das dichte Schneegestöber. Erleichtert seufzte sie. Immerhin hatte es heute geklappt mit der Orientierung. Selten genug war dieses Ereignis. Sonst verlief sie sich immer Katastrophal. Wer weiß, vielleicht war es auch Musashi, der ihr da Glück brachte.

Sie war vollkommen fokussiert auf dieses Licht. Bloß heil dahin kommen. Es war auch ungemein kalt. Solveig fror, trotz der Körperwärme von Musashi. Langsam aber sicher ähnelten ihre Lippen der Farbe ihrer Haare. Die geschah bei der jungen Frau immer schnell. So bekam sie seine Bemerkung zu den Schuhen nur am Rande mit. Selbst hatte sie es bei dem Wetter immerhin geschafft sich halbwegs passend anzuziehen. Unter ihrem Mantel befand sich noch eine eng geschnittene weiße Bluse, ebenso körperbetonte schwarze Jeans. Abrunden tat dies eine schlichte goldene Kette mit einem schwarzen Onyx. Außerdem Trug Solveig ihre geliebten schlichten, schwarzen Chelsea Boots, in welche sie einfach pragmatisch wie sie war Morenowollsohlen gelegt hatte und natürlich ihren kleinen, schwarzen Rucksack mit allerlei Kram. So bekam sie zumindest keine kalten Füße, was schon verdammt viel wert war bei diesen Temperaturen.

Als die beiden endlich vor der Tür der Taverne standen öffnete Solveig diese mit Schwung und trat sogleich gemeinsam mit Musashi ein. Nachdem sie dem Wirt die Situation geschildert hatte gab dieser den beiden zu verstehen, dass er für Musashi noch Platz im Zimmer Nummer vier hatte und für Solveig in Nummer 10. Sogleich händigte er Solveig die Schlüssel für beide aus und versuchte die junge Frau noch etwas in Smalltalk zu verwickeln. Offenbar war ihm mehr als langweilig. Mit einem freundlichen Lächeln und dem Hinweis, dass sie Musashi medizinisch versorgen musste ließ er die beiden ziehen.

Langsam ging sie mit ihm den Flur entlang bis sie schließlich vor der Tür Nummer vier standen. Mit einem knarren öffnete sich die Holztür als Solveig sie aufgeschlossen hatte. Das Zimmer sah auf den ersten Blick nett aus. //Hier kann man es wohl aushalten.// Sie half Musashi seinen Mantel abzulegen und sich auf einem der Betten niederzulassen. Sie lächelte ihn nun an und konnte ihn so das erste Mal im Licht mustern. Er war ein ausgesprochen hübscher, junger Mann. Tatsächlich sogar Solveigs Meinung nach überdurchschnittlich attraktiv. Schnell dreht sie sich um, als würde sie befürchten, dass er Gedanken lesen kann und legte selbst ihren Mantel ab und nahm ihren Rucksack in die Hand. Zum Glück hatte sie immer ein paar medizinische Utensilien dabei.

Als sie sich ihm wieder zudrehte fand sich wieder dieses einnehme Lächeln auf ihrem Gesicht. “Ich würde mir deinen Knöchel gerne ansehen. Vom Humpeln her liegt es da wohl im argen.“, sprach sie und wirkte plötzlich nicht so unbeschwert wie sie es vorher vielleicht getan hatte. Solveig legte viel Wert darauf, dass man sie als Medizinerin ernst nehmen konnte und ließ da auch nicht mit sich verhandeln. Zu oft hatte sie auch die Erfahrung gemacht, dass Frauen bei der Marine nicht ganz ernst genommen wurden, gerade in Führungspositionen. War dies doch immer noch eine Männerdomäne.
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Musashi
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 23 Jan 2017 - 0:48


Auch jetzt noch folgte er ihr relativ Unbeschwert. Das Humpeln war nicht mehr so tragisch, da sie ihm ja etwas half. Während die Beiden jeweils verschiedene Zimmer bekamen, so begleitete Solveig ihn zu seinem. Irgendwie wusste er nicht so recht, wie er sich bedanken sollte. Ihm wurde oft eingetrichtert Schulden zu begleichen, da es hier um die eine Ehre ging. HONOR. So laut seinem "Meister", auch wenn er nie dieses große Prinzip nachvollziehen konnte, die Samurai aus Wa no Kuni angingen. So schienen diese Doch sehr darauf zu bauen. In der Marine gab es dort auch den ein oder anderen Vogel, der ähnlich tickte. Musashi war da etwas zwie gespalten, aber in diesem Fall war es recht eindeutig. Die Frage aber bestand, wie genau? Geld wäre wohl die einfachste Lösung, aber vermutlich nicht etwas worauf Sie aus wäre. Immerhin ist Sie ja nicht bei der Marine um Millionen an Berry zu scheffeln.

Mit einem Nicken machte er seinen Knöchel frei, der etwas angeschwollen schien. Er vertraute ihr recht schnell, zumal ihm recht egal war ob sie nun eine Frau war. Zumal eine große Wahl hatte er eh nicht, jetzt noch auf einen männlichen Arzt zu bestehen wäre absurd. Er lies sich nicht viel anmerken, was Schmerzen anging. Es tat zwar etwas weh, aber nichts wo er aufschreien oder meckern müsste. Wenn man bedenkt, wie er wohl geworden wäre ohne die Strenge Ausbildung von Sato? Seine Eltern haben ihn eigentlich relativ verwöhnt aufgezogen, da diese so ziemlich zu den reicheren Schnöseln gehörten. Zwar nicht vom Adel, doch mit Vermögen sodass man über dem Mittelstand lag und sich für was besseres hielt. Was Musashi auch zu Anfang tat, als er bei der Marine seine Ausbildung begann. Sein gutes Aussehen hatte dies auch nicht unbedingt verbessert, es gab ihm sogar einen viel größeren Ego Trip als das Vermögen. Diese Phase hat sich aber wie gesagt gelegt, auch wenn es manchmal Momente gibt wo auch der Agent mal Arrogant wirkt.

" Ich hoffe es muss nichts amputiert werden. "

gab er mit einem scherzhaften Ton von sich. Nun war immer noch die Frage, was er ihr geben könnte. Vielleicht einfach ein Dank und das sie etwas gut bei ihm hätte? Klang sicher einfach, doch wer weiß, wann sie sich wieder mal über den Weg liefen, wo Sie seine Hilfe auch brauchen würde. Auf solche Dinge zu bauen ist immer ein Risiko, mit seiner damaligen Freundin wären solche Dinge viel leichter. Ein Kuss, eine Umarmung oder ein Date reichten meist aus, wobei man diese Dinge auch oft spontan unternahm. Er bezweifelte, dass die Ärztin so etwas entgegen nehmen würde. Vermutlich würde es eher etwas peinlich enden, auch wenn Musashi schon glaubte Anziehend genug zu sein. Viel zu verlieren hatte er nicht, wenn er es sich recht überlegte. Er würde sie auch dann einfach Vorwarnen, sodass sie jederzeit ihn aufhalten könnte. Sie war ja immerhin nicht schlecht anzusehen und da er schon im Urlaub war, was stört ein kleiner Holiday Flirt. Solange sie jetzt nicht vergeben war, sollte man es ihm nicht nachhalten. Außer sie würde wie eine verrückte "Vergewaltigung" schreien. Dann wüsste auch Musashi nicht was er tun sollte.

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Solveig
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 23 Jan 2017 - 2:18


Solveig & @Musashi
Scheinbar schien Musashi ohne groß zu meckern auf ihre Anweisung einzugehen. Wobei sie ihm da natürlich auch nicht wirklich einen Grund zu gab. Sie kniete sich vor ihm hin nachdem er seinen Knöchel freigemacht hatte. Schimmernd fiel ihr das lange lilablaue Haar über den Rücken als sie den Knöchel betrachtete. Er war etwas angeschwollen und schien leicht lädiert zu sein. Sie begann ihn fachmännisch zu untersuchen und runzelte leicht ihre Stirn als er scherzhaft davon sprach, dass dieser hoffentlich nicht amputiert werden müsste. Solveig blickte nicht hoch und murmelte ihre Antwort mehr zu sich als zu ihm. “Nicht zwingend.“

Sie tastete den Knöchel vorsichtig ab und stellte währenddessen fest, was da im Argen lag. Sie wusste war nicht, ob er Ahnung hatte, aber im Medizinstudium hatte sie es sich angewöhnt ihre Diagnosen für die anderen Studenten laut zu äußern. “Keine Fraktur des Knöchel-gelenks. Aber leicht angeschwollen und ein Hämatom. Sieht für mich nach einer Verstauchung zweiten Grades aus.“ Sie blickte ihm ins Gesicht und setzte eine Erklärung hinterher. Nicht unbedingt wusste jeder was das genau war. Sie ließ zwar schon mit Absicht das Fachchinesisch weg, aber dennoch empfand sie es als wichtig genau zu erklären, was da eigentlich los war. So war Solveig nun Mal, immer darauf bedacht alles ach Möglichkeit genau richtig zu machen. Manchmal geradezu überkorrekt. “Du hast da echt ganze Arbeit geleistet. Das ist halt ein zwar unvollständiger, aber schon substanzieller Riss eines oder mehrerer Bänder.“ Solveig begann in ihrem Rucksack zu kramen und begann dann den Knöchel vorsichtig so gut es ohne Arzt-praxis ging zu schienen. Als sie fertig war betrachtete sie das Ergebnis stolz. Das sah schon besser aus und würde so definitiv heilen, auch wenn es notdürftig war.

“Aber jetzt solltest du definitiv nicht so viel Schlittschuhlaufen ohne Schlittschuhe.“, scherzte Solveig und lachte ihn an während sie sich aufrichtete und der Einfachheit halber neben ihm auf dem Bett niederließ. “Ideal wäre es, wenn du ihn später etwas hochlegt und kühlst. Das sollte auch Schmerzen lindern.“ Sie lächelte ihn weiterhin an und begann ihre Utensilien wieder zu verstauen. Solveig war zwar nicht entgangen, dass er nicht Mal eine Miene verzog, aber sie konnte sich nicht vorstellen, dass er keine Schmerzen hätte. Jedoch empfand sie schon einen gewissen Respekt davor, dass er sich dies so gar nicht anmerken ließ. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass Solveig selbst eine unglaublich niedrige Toleranzgrenze hatte und daher unglaublich oft Tränen vor lauter Schmerzen unterdrücken musste.

“Ich habe leider keine Schmerzmittel da. Aber dir scheint das ja auch nicht wirklich etwas auszumachen.“, sprach sie, während sie ihren Rucksack auf den Boden neben dem Bett stellte und grinst ihn frech an. “Oder soll ich den Wirt fragen?“ Sie legte ihren Kopf fragend etwas schief. Sie selbst würde wohl an seiner Stelle sofort ja sagen. Während sie ihn dies fragte, stellte sie sich die Frage, was wohl in ihm vorging. Er war so seltsam undurchsichtig. Für Solveig war das ungewohnt. Sie war anders Verhalten gewohnt. Er schien sich nicht so einfach von ihrem Charisma einwickeln lassen wie halb Lougetown es tat. Schade eigentlich. Irgendwie gefiel er ihr.
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Musashi
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 23 Jan 2017 - 2:49


Wie sie richtig erkannt hatte, lies er sich die Schmerzen nicht anmerken. Sie waren aber auch kaum vorhanden, wenn man wüsste, dass er teils monatelange Folter überstanden hat. Vermutlich hätte sie selbst darauf kommen können, wenn sie die vielen Narben auf seinem Oberkörper und Rücken gesehen hätte. Da war so eine Behandlung, eines verstauchten Knöchels noch "sanft". Zu ihren Worten konnte, er auch nur Nicken. Das Fachsprache der Ärzte war ihm nicht sonderlich bekannt, er war aber auch nicht bekannt dafür ein studierter Offizier zu sein. Er ging mehr nach Gefühl und Instinkt vor, so bauten sich meist auch seine Strategien auf. Logisch denken, war auch nicht das Problem, aber meist schnitt sein Instinkt mit seiner Vernunft zusammen.

Sogleich gab sie ihm auch den Ratschlag nichts Großartiges anzustellen und bestenfalls sein Bein hochzulegen, samt Kühlung. Schien also wohl jetzt doch nicht so ernst zu sein, auch wenn er die Idee des gerissenen Bandes für recht negativ empfand. Die Schiene schien Stabil zu sein, jetzt war aber die Frage wie er von alleine rauskommen würde. Reichte die Schiene aus, damit er selbst ohne Krücken rumlaufen könnte? Er fühlte sich etwas "behindert", wenn er vermutlich auch in der Lage wäre mit Techniken wie Geppo, sich problemlos stabil zu halten. Aber warum sollte er unbedingt, jedem hier Zeigen wie gut er ausgebildet war. Es würde alles sogar umso peinlicher machen, wenn Leute erfuhren, dass er die Rokushiki beherrschte und dann noch so einen Unfall erlitt. Er war nicht unbedingt darauf aus ausgelacht zu werden.

" Gegen Schmerzen hilft sicher eine Flasche Whisky, den wir uns teilen können. Auf meine Rechnung."

bot er ihr an auf die Frage nach Schmerzmitteln. Immerhin war Alkohol auch teils ein Mittel gegen Schmerzen. Für die Meisten wohl mehr seelischer als Körperlicher. Die Idee sie auf einen Drink einzuladen, schien ihm halbwegs passend. Er hob sich nun etwas vom Bett an, als sie den Rucksack an sein Bett legte. Dabei griff er nach ihrem Arm und zog sie etwas näher zu sich heran. Sicher war dies wohl überraschend, wenn man bedenkt, dass er keinen direkten Flirtversuch im Vorfeld unternommen hatte. Sie war nun vor seinem Gesicht, sodass ihre Nasenspitzen sich fast streiften.

" Wenn ich darum bitten darf? "

kam es nun aus ihm flüsternd, während er den Griff ihres Armes locker lies um ihre jegliche Bewegungsfreiheit zu gewähren. Er drückte ihr, keinen Kuss auf, jedoch machte er deutlich, dass er ihr die Freiheit ließ Interesse zu zeigen. Was soviel wie eine Einladung dazu war, sich besser kennen zu lernen. Musashi, war durchaus in seiner Zeit ein Charmeur. Wohl auch etwas von der direkten Sorte. Dies wurde von seiner Körpersprache betont, was Solveig sicher bemerkte hatte. Sie konnte somit, selbst entscheiden wie sie es empfand oder darauf reagieren würde. Sie hatte die Wahl, wobei Musashi davon ausging, dass sie vielleicht etwas beschämt reagieren würde. Eventuell sogar überrascht, doch ein Agent war eben wie sie gut bemerkte hatte undurchsichtig. Was sie aber sofort merken sollte, war dass er nicht Scheu wäre einen Schritt weiter zu gehen. Die Entscheidung überlies er natürlich der Dame, doch rein vom Instinkt schien seine Art die Bestmögliche zu sein. Bis jetzt hat sich keine Frau wirklich beschwert gehabt, wenn er sich daran zurückerinnern würde.

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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 23 Jan 2017 - 15:09


Solveig & @Musashi
Ein Grinsen wanderte über Solveigs Gesicht als Musashi seine Alternative zu Schmerzmitteln nannte. So einer war er also. Naja, das war jetzt nicht ganz unüblich unter Menschen, die zur See fuhren. Es waren nicht nur die Piraten bei denen reichlich Alkohol floss. Und es waren immer gerade die, denen man es eigentlich nicht zutraute, die besonders viel tranken und ebenso vertrugen. Sie trank nicht viel Alkohol. Nicht das sie ihn nicht mochte, ganz im Gegenteil. Aber Solveig war einfach nicht trinkfest. Und wusste auch sehr genau um diesen Umstand. Dennoch grinste sie ihn also an als er davon sprach und verlor keine Zeit zu antworten.

“Na, dass deine motorischen Fähigkeiten dadurch besser werden bezweifle ich stark. Aber das Angebot schlage ich nicht aus.“

Sie konnte es sich nicht nehmen lassen ihn etwas zu foppen. Immerhin sah es zu komisch aus, wie er vorhin ausgerutscht war. Das würde ihm noch lange nachhängen. Es hat schließlich keiner gesagt das Mediziner nicht über ihre Patienten lachen durften.

Als sie den Rucksack abstellte griff er plötzlich, wie aus dem nichts, nach ihrem Arm und zog sie sehr viel näher an sich heran. Mit weit aufgerissenen, erstaunten Augen blickte Solveig Musashi in die Augen. Von allem, mit sowas hatte sie am wenigsten gerechnet. Plötzlich war sie den doch schon fremden Mann so nah, dass sich beinahe ihre Nasenspitzen berührten. Ihr stockte der Atem, ihr Herzschlag beschleunigte sich und ihr wurde flau im Magen. Was genau hatte er im Sinn?

Doch genau dies machte er schnell deutlich. Kurz fühlte Solveig sich überrumpelt. Sie zögerte. Atmete einfach nur ein paar Momente ein und aus und versuchte sich dabei wieder zu sammeln. Durchaus war sie Avancen gewohnt, jedoch hatte es tatsächlich bisher keiner wirklich gewagt so weit zu gehen. Vielen machte sie in ihrer lauten, auffälligen und oft sehr intensiven Art den meisten Leuten schon eher Angst. Da saß sie also, wie das Kaninchen vor der Schlange und spürte wie ihr Körper sich lähmte. Auf der einen Seite fand sie ihn unglaublich attraktiv, auf der anderen Seite kannte sie ihn doch gar nicht und auch er war Marineangehöriger. Nicht gerade der Traum, wenn sowas die Runde machen würde. Und gerade in Lougetown geschah dies für gewöhnlich sehr schnell.

Man sah ihr förmlich an wie alle Selbstsicherheit, die sie sonst an den Tag legte schwand. Da waren sie, die eigentlichen Selbstzweifel, die Solveig zu oft lähmten. Doch dann atmete sie tief ein, seinen rauchigen Geruch, der eindeutig darauf hinwies, dass er ein doch recht starker Raucher war und öffnete ihren Mund etwas.

“Ja..“, antwortete sie und es war mehr gehaucht als gesprochen. Wieder wurde sie unsicher. Hatte sie jetzt überhaupt einen Ton von sich gegeben? Am liebsten würde sie sich selbst schütteln. So dürfte sie keiner sehen. Schwach. Unsicher. Nicht gerade das was einen Kapitänleutnant eigentlich auszeichnen sollte. Innerlich begann sie zu beten, dass er ihr bloß nie in Lougetown über den Weg laufen sollte. War ihr diese Unsicherheit doch unglaublich peinlich. Wobei, war es nicht legitim vor dem ersten Kuss unsicher zu sein?
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Musashi
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 23 Jan 2017 - 15:41


Anscheinend wurde ihre doch recht "helle" Persönlichkeit unterdrückt, von seiner etwas direkten Art. Sie schien wirklich etwas überrumpelt worden zu sein, aber vermutlich war dies eines der besten Methoden ihr näher zu kommen. Zumal sie vermutlich eh nicht lange hier bleiben würden, weshalb es irgendwie umso gerechtfertigter schien. Sie zögerte, gab ihm aber nach kurzer Zeit ein hauchendes Ja zurück. Ein einfaches Lächeln kam über ihn und so rückte er kurz vor. Seine Hand kam vor, sodass er mit seinen Fingerspitzen Solveigs Kinn anhob. Musashi gab ihr einen einfachen Kuss auf den Mund. Es war vermutlich nicht so"leidenschaftlich", wie wohl sein Annäherungsversuch vorhin. Was aber auch Absicht war, immerhin wollte er sie nicht allzu sehr aus der Bahn werfen. Er glitt wieder langsam zurück, um ihr etwas Distanz zu gewähren, als auch sich beruhigen zu können.

" Vielen Dank für die Behandlung. "

So seine Worte, weshalb sie darauf schließen konnte, das er ihr mit dem Kuss auch eine Form von Dankbarkeit zeigen wollte. Sie hatte aber sicherlich nun auch den Vorgeschmack bekommen, wie es hätte auch anders enden können. Immerhin zeigte sein Verhalten, dass er auch eine heißblütige Ader besaß. Er hätte sie nämlich auch zu ihm in Bett zerren können. Aber er überließ dies dann doch ihrer Vorstellungskraft.

Manch einer würde sagen, dass er sie gerade "Köderte", um ihr eigenes Interesse stärker hervor zu locken. Falsch würde man nicht damit liegen. Es war eben Teil des Vorspiels, so in den Augen von Musashi. Er wollte sie halt nicht unterwerfen, sondern wirklich ihr die Möglichkeit geben sich zu entfalten. Sowas machte das ganze meistens Spannender, wenn nicht nur eine Partei die Zügel in die Hand nahm. Ob dies funktionieren würde lag, dann doch in den Händen von Solveig. Es könnte gut sein, dass Sie nicht in der Lage sein würde selbst auf ihn zu zukommen.

" Ich denke der Whiskey könnte dir nun sicher nicht schaden. "

Er lehnte sich zurück und stützte sich mit beiden Händen auf dem Bett ab. Er blickte sich nicht mehr direkt an, sondern betrachtete das Zimmer etwas. Seine Augen glitten, dann kurz zur Seite in ihre Richtung, um zu sehen wie sie reagieren würde. Sie war doch nicht soviel anders, als andere Frauen, zumindest in diesem Aspekt. Ihre doch etwas lautere Persönlichkeit, störte ihn nicht unbedingt. Immerhin schien er ja in der Lage zu sein, diese etwas zu dämpfen. Musashi schmunzelte, bei dem Gedanken, dass er sozusagen ein "Date" aus seinem Unfall rausgeholt hatte.

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Zuletzt von Musashi am Mo 23 Jan 2017 - 22:52 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Solveig
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 23 Jan 2017 - 22:39


Solveig & @Musashi
Kurz blieb ihr der Atem weg. Da war es wieder, dieses komische Gefühl als würde ihr das Herz bis zum Hals schlagen. Das musste man hören. Aber eigentlich wollte sie sich solche Blöße auch nicht geben. Es war ein komisches Gefühl, plötzlich jemanden so nah zu sein. Weiche Lippen auf ihren eigenen zu spüren und den Atem eines anderen Menschen so verdammt nah. Wobei – so schlimm war es dann auch nicht. Und irgendwie dann auch doch nicht so aufregend wie Solveig sich das immer ausgemalt hatte. So war sie nun fast schon enttäuscht. Sie hatte nach seiner vorherigen Aktion etwas anders erwartet. Schlussendlich bedankte er sich dann auch noch für die Behandlung. Wobei es ihr eher wie ein Vorwand vorkam. Immerhin gehörten sie beide der Marine an und gerade dadurch sollte dies noch selbstverständlicher sein als es ohnehin schon für einen Arzt durch den hippokratischen Eid war. Es forderte ungemein viel Selbstbeherrschung keinen frechen, unangemessenen Kommentar zurück zu geben.

“Das ist wohl mein Job.“, antwortete sie ihm und lächelte den schwarzhaarigen freundlich an. //Idiot.//, dachte sie dabei bei sich und war mehr als stolz, dass dies dieses Mal in ihrem Kopf blieb und es ihr nicht rausrutschte. Die Erfahrung hatte sie gelehrt, dass man Leute, die einem körperlich überlegen waren, besser nicht reizte. Sie ärgerte sich auch so schon genug, dass sie ihre Maske hatte fallen lassen. Das war unangenehm gewesen. Sie mochte es nicht schwach zu wirken. Anführer sind nicht schwach. Sollten sie jedenfalls nicht sein.

Ohne es zugeben zu wollen, sie war schon neugierig auf diesen Menschen. Auch weil sie für gewöhnlich eine sehr gute Menschenkenntnis besaß, die ihr schon das ein oder andere Mal den Hintern gerettet hatte. Aber Musashi konnte sie einfach nicht durchschauen. Und gerade das machte ihn interessant. Und das ungemein.

“Denk bloß nicht, dass du jetzt vom Thema ablenken kannst.“, quittierte sie seine Aussage, dass Whiskey ihr jetzt sicherlich nicht schaden könnte. Die Schlagfertigkeit war zumindest wieder da. Sie grinste ihn an, bevor sie sich erhob. “Dummerweise ist hier nur keiner. Und es wäre unverantwortlich jemanden hier so entwürdigend durch die Gegend humpeln zu lassen.“ (Nicht, dass sie ihn das bereits hatte tun lassen.) “Lauf nicht weg.“, sagte sie während sie sich in Bewegung setzte um den Alkohol zu holen. Sie durchquerte das Zimmer und schloss die Tür hinter sich.

Als sie sich schließlich im Flur befand lehnte sich die junge Frau kurz gegen die Wand um durchzuatmen. Sie rutschte ein Stück die Wand runter, bis sie an diese gelehnt in der Hocke war. //Argh. Meine Nerven. Wieso muss der Typ so genau ins Schwarze treffen.// Aber immerhin hatte sie dies sehr gut überspielt. Schauspielstunde gelungen. Mehr als das. Mit Auszeichnung bestanden. Bravo, bravo. Aber was sollte es. Jetzt musste sie da durch. Irgendwo tief in ihrem Inneren fand sie das ganze gerade auch ungemein spannend. Es war auch ein Stück Selbstbestätigung. Hätte sie damit doch absolut nicht gerechnet. Und dann war er auch noch absolut attraktiv und interessant. Quasi ein Sechser im Lotto. War ihr nicht vorhin noch langweilig gewesen? Immerhin das war jetzt definitiv vorbei. Besser noch, es wurde richtig spannend.

Sie stieß sich von der Wand ab und ging den Gang entlang zum Wirt. Dort angekommen schenkte sie dem Mann ein breites Lächeln. Dieser begab sich sogleich zu ihr. “Wie kann ich Ihnen helfen, junge Dame?“ - “Ich hätte gerade Whiskey und zwei Gläser.“, entgegnete sie ihm ohne Umschweife. Während er ihr den Preis nannte nestelte Solveig ihre Geldbörse aus der Hosentasche und legte ihm einen Schein auf den Tresen. “Bitte, der Rest ist Trinkgeld.“, sprach sie als er ihr die Flasche und zwei Gläser reichte. Ohne eine Antwort abzuwarten drehte sie sich um und balancierte das Ganze zurück zum Zimmer. Mit dem Ellenbogen öffnete sie die Tür und trat ausgestatte mit dem Alkohol wieder ein. Es dauerte einen Moment bis sich ihre Augen an das schlechte Licht gewöhnten. Sie stellte diesen auf dem Tisch ab und schenkte in beide Gläser großzügig ein. Dann nahm sie in jede Hand eines und gesellte sich wieder zu Musashi.

Sie hielt ihm das Glas mit der bernsteinfarbenen Flüssigkeit hin. “Skål.“, sagte sie und grinste dabei über ihr ganzes Gesicht. Immerhin riss sie sich soweit zusammen, dass sie nicht komplett in einer ihm fremden Sprache mit ihm unterhielt, sondern es auf ein Wort beschränkte. Dass sie nicht wirklich trinkfest war hatte Solveig schon wieder ganz nach hinten in ihrem Gedächtnis geschoben. Würde schon nichts passieren. Und sie konnte ja aufhören sobald es ihr nicht mehr gut ging.
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 23 Jan 2017 - 23:07



" Ich glaube weglaufen ist mit nicht gestattet, laut Frau Doktor. "

Gab er ihr zurück, als sie aus der Tür austrat. So recht verstand er nicht, was sie mit 'vom Thema ablenken' meinte. Immerhin glaubte Musashi, doch recht nah am Geschehen dabei zu sein. Immerhin war ja sein Idee, sie mehr oder minder in ein kleines Hin und Her zu verwickeln. Machte die Sache doch um einiges Interessanter, so zumindest sein Empfinden. Da sie ja nicht abgehauen ist, schien es auch Wirkung zu zeigen. Als sie dann den Whiskey brachte, hatte er auch etwas Geld aus seiner Hosentasche hervorgeholt und auf den Tisch gelegt. Immerhin war das Getränk ja auf seinen Kosten. Er nahm das ihm gereichte Glas und hob es kurz an. Mit einem Nicken zu ihren Worten, trank er einen leichten Schluck. Whiskey zu kippen war recht unangenehm und auch nicht der Sinn des Getränks. Es diente mehr zur Entspannung und am besten auf Eis.

" Aus welchen Teilen dieser Welt kommst du her? Wir scheinen uns ja nicht über den Weg gelaufen zu sein über die Jahre bei der Marine. "

zugegeben die Frage war vielleicht etwas töricht immerhin galt Musashi für viele Jahre als vermisst, wo eben seine Agenten Ausbildung stattgefunden hatte. Das sie vermutlich zu dieser Zeit am ehesten Tätig war sollte wohl logisch zu verstehen sein. Was wäre er aber für ein Agent, wenn er ihr das alles verraten würde? Wobei es sicher nicht Schaden könnte ihr ein oder zwei Details zu nennen. Er hoffte nur nicht zu weit auszuschweifen, weil es gut sein könnte das er sie erschrecken könnte. Sollte der Kapitänleutnant in sein Trauma verfallen, würde man ihn wohl kaum wiedererkennen. Zur heutigen Zeit konnte er sich, schon besser kontrollieren. Aber jede kleine Erinnerung oder Berührung seiner Wunden, könnte 'Flashbacks' auslösen. So etwas war um einiges unangenehmer, wenn die Situation z.b. Konzentration erforderte. Der Alkohol würde hier sicher etwas helfen, zuviel aber könnte es schlimmer machen. Tja, Solveig hatte einen etwas komplexeren Charakter vor sich und sollte sie wirklich versuchen wollen ihn zu knacken, würde sie wohl mit mehr konfrontiert werden als ihr lieb ist.


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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 23 Jan 2017 - 23:36


Solveig & @Musashi
Sobald Solveig an dem Drink nippte durchströmte sie das warme Gefühl des Alkohols. Sie mochte das. Diese Wärme, bei der sie immer das Gefühl hatte sie würde sie komplett durchströmen. Wie die warme Umarmung einer geliebten Person. Und der leichte mit dem Geschmack verbundene Schauer. Das Geld hatte sie zwar bemerkt, würde sie aber wohl nicht annehmen. Geld war ihr vollkommen gleich. Außerdem kam es ihr komisch vor von ihm Geld anzunehmen. Sie nahm sich vor es einfach auf dem Tisch liegen zu lassen.

Die junge Frau lehnte sich etwas nach vorne als sie über seine Frage nachdachte. Dass sie sich nie über den Weg gelaufen sind mochte sein. Wobei es ihr irgendwie komisch erschien. Eigentlich fand sich doch jeder ab und an in Lougetown ein. Das erschien Solveig suspekt. Jedoch sagte sie kein Wort dazu. Vielleicht würde sie es ja irgendwann rausfinden, wie das wohl zustande kam. “Ich bin im Northblue geboren. Auf Rubeck. Daher auch mein Name, frei übersetzt als „Weg zur Sonne“. Meine Mutter hat eine Schwäche für alles was irgendwie nordisch ist. Innerlich ist sie wohl ein Wikinger.“, scherzte die junge Frau. “Als ich klein war zog sie dann ziemlich abrupt mit mir nach Lougetown. Und ich bin auch noch nicht so lange in der Marine. Ich gehöre mit meinen 21 Jahren wohl noch zum ganz jungen Eisen hier.“ Sie lachte leise auf und nach noch einen Schluck von ihrem Getränk. Ihr Blick wanderte zu Musashi.

“Aber dich habe ich tatsächlich noch nicht gesehen. Denke ich zumindest. Wie kommt das?“, fragte sie nun ihn und blickte ihn an. Ob er ihr etwas erzählen würde alg natürlich an ihm. Sie war auch kein Mensch, der andre zu etwas zwang was sie absolut nicht wollten. Aber sie nahm ihn durchaus als einen sehr interessanten Charakter wahr und wollte so zu gerne mehr über ihn erfahren. Irgendwie mochte sie den großen Mann mit den dunklen Haaren.

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Musashi
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Di 24 Jan 2017 - 4:25


" Ah der Northblue ist auch meine Heimat. Notice heißt die Insel. Sind also doch nicht so weit entfernt gewesen. "

gab er zurück und nippte selbst wieder an seinem Glas. Gerne würde er sich eine Zigarette anzünden, aber aus Rücksicht beließ er es. Sollte es doch zu heftig werden würde er ans Fenster gehen, wobei die Kälte die dabei rein kommen würde war nicht unbedingt etwas tolles. So viel Anfangen mit dem nordischen konnte Musashi auch nicht, er ist ja als Schnösel aufgewachsen und später zu einem Samurai erzogen worden. Solche Details würden aber vorerst nicht wichtig sein, immerhin wollte sie ja wissen wer er jetzt war und nicht wie er zuvor gewesen ist. Leider gab es hier auch ein Problem, er könnte ihr auch nicht genau zeigen wie er jetzt ist. Das war das Problem eines Agenten, seine ganze Identität war mehr oder minder nur eine Maske. Grundsätzlich ist man niemand und jedermann. Gut vielleicht nicht so extrem, doch manchmal fragte sich der Agent ob er wirklich er selbst ist.

" Ich war schon einige male in Loguetown, aber nur selten lange dort geblieben. Zugegeben, ich galt eine ganze Weile als vermisst was wohl damit zu tun haben könnte, dass wir uns nie über den Weg gelaufen sind. "

Ay Lmao, da hat er es doch gesagt. Nun gut, sowas stand auch in seiner Akte und sie könnte theoretisch diese Informationen in den meisten Basen einholen über ihn. War ja kein Geheimnis das er "offiziell" ein Gefangener gewesen ist bei der Revolution für mehrere Jahre. Was natürlich ein Cover für seine Ausbildung war. Die einzige Gefangenschaft die er erleben durfte war unter einem Piraten, der ihn gefoltert hatte. Was damit unter anderem damit zusammenhing, das Musashi damals mit der Schwester diese Typen liiert war. Eine komplizierte Familie, aber darüber würde er sicherlich nicht mit Solveig sprechen wollen.

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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Di 24 Jan 2017 - 14:29


Solveig & @Musashi
Solveig runzelte die Stirn als sie überlegte wo genau denn Notice war. Passend zu ihrem mangelnden Orientierungssinn hätte sie ein ähnliches Verständnis für Geographie. Es hätte gut sein können, dass über ihrem Kopf eine Rauchwolke entstehen würde, so angestrengt dachte sie nach. Das sie seit dem Kleinkindalter nicht mehr im Northblue war half dabei nicht wirklich. Aber aus seiner Aussage schloss sie zumindest, dass die beiden Inseln relativ nahe beieinanderlagen.

Sie runzelte ihre Stirn als er dann weitersprach. Nahm einen Schluck aus dem Glas und ließ die Flüssigkeit langsam ihre Kehle hinuntergleiten. Vermisst also. Warum er das wohl gewesen war. Sie blickte ihn nun wieder an und versuchte seine Mimik und Gestik dabei zu studieren. Aber trotz ihrer Menschenkenntnis schien das nicht viel zu bringen. Er war wie ein Buch mit sieben Siegeln.

“Klingt spannend. Wie ein Abenteuer.“, murmelte sie mehr zu sich als zu ihm. “Ich gehe Mal davon aus, dass du mir da nichts Genaueres erzählen wirst, richtig? Jedenfalls sagen das deine Mimik und deine Gestik.“ Bemerkte sie mit einem Grinsen. Sollte er doch so ein Geheimnis um sich machen. Solveig war zwar schon durchaus neugierig, aber was hatte es für einen Sinn auf so einem Thema rumzureiten. Vor allem, wenn jemand offen signalisierte, dass es kein Thema war über das er reden wollte. Sie nahm noch einen Schluck und schloss kurz ihre Augen. Dafür, dass es ein belebtes Haus war, war es hier schon ziemlich still. Sie mochte die Stille. Immerhin war diese ein wesentlicher Teil von ihr.

“Und da du mir ohnehin nicht mehr erzählen wirst, Mr. X, was nun? Oder hast du mir schon zu viel erzählt und musst mich jetzt umbringen? Wie ein Geheimagent.“, scherzte sie ohne zu ahnen, wie sehr sie ins Schwarze traf. Danach nahm sie noch einen Schluck und lachte leise über ihren gelungenen Witz. Der Alkohol schien seine Wirkung bei Solveig nicht zu verfehlen. So korrekt wie sie sonst war, begann sie nun zu scherzen.

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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Di 24 Jan 2017 - 18:12


" Sicherlich gibt es Einträge in meiner Akte zu diesen Vorfällen. Ich musste ja vor einigen Vorgesetzten vorsprechen. "

Es war ein Hinweis darauf, dass Sie sicher selbst einsehen konnte was er gesagt hatte. Sollte sie wirklich das Interesse haben, sich darum beschäftigen zu wollen. Wobei der größte Teil, der dort drinnen Stand gelogen war. Jedoch wollte er ihr nicht die ganze Wahrheit verwehren und da sie glaubte seine Mimik und Gestik lesen zu können, würde sie sogleich erneut überrascht werden. Der Agent fing an sein Hemd auszuziehen, was wohl sicher zu Anfang ein falsches Bild hervorrufen könnte. Es war aber keine sexuelle Anspielung jetzt loszulegen, sondern sollte ihr eher seine vielen Narben zeigen. Dieser waren zahlreich auf Brust und Rücken verteilt und würden wohl etwas mehr Klarheit verschaffen. Sie zumindest als Ärztin müsste recht schnell erkennen, dass der Großteil durch Folter entstanden sind.

" Worte können diese Zeit nur schlecht beschreiben. "

meinte er nur, wobei er genau darauf achtete, dass sie nicht versuchen würde die Narben anzufassen. Sollte sie es versuchen, würde er ihre Hände stoppen. Immerhin wollte er ihr nicht seine 'dunkle' Seite zeigen. Die wenigsten Menschen durften ihn so erleben und dies war zum besten Aller beteiligten. In diesem Aspekt würde er vermutlich ohne Antidepressive nicht klar kommen, dass er bis jetzt keine nimmt ist auch verwunderlich. Liegt wohl damit zusammen, dass er seine mentale Stabilität mit der übrigen Willenskraft zusammenhält. Manch einer in seiner Haut hätte sich eventuell das Leben genommen.

" Ich bezweifle, dass ich als Geheimagent taugen würde, dafür bin ich nicht prinzipiell genug. "

Ihm war nicht so ganz klar, dass sie es scherzhaft meinte. Diese Worte waren aber nicht unbedingt gelogen. Er hielt sich wirklich nicht für solch eine Position geeignet. Er nahm diesen nur an, da sein Mentor es ihm nahe lag. Und das Vertrauen zu Sato war größer als das zu seiner Familie. Besser gesagt war dieser seine Familie, eben eine Vaterfigur. Aber auch das konnte Solveig nicht wissen und seine Tarnung würde er vor ihr auch nicht auffliegen lassen. Er zog daraufhin langsam wieder sein Hemd an und griff erneut nach dem Glas, das er zurückstellen musste, um eben sein Hemd auszuziehen.

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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Di 24 Jan 2017 - 22:41


Solveig & @Musashi
Das Grinsen auf Solveigs Gesicht erstarb als Musashi sein Hemd begann aufzuknöpfen. Was würde er jetzt tun? Warum begann er plötzlich sich auszuziehen? Sie spürte wie ihr die Röte warm in die Wangen stieg. Doch je weiter er das Hemd auszog, desto mehr entschwand die Röte wieder bis Solveig sehr blass wirkte. Sie schluckte.

Noch nie hatte sie solche Narben außerhalb eines Lehrbuches gesehen. Es mussten unglaubliche Qualen gewesen sein, die ihm da zugefügt worden waren. Zögerlich streckte sie ihre Hand aus, nicht um die Narben zu berühren, sondern um seine Hand zu berühren. Sie konnte es sich gar nicht vorstellen solche Qualen zu erleiden. War ihr Leben doch bisher immer in geraden Bahnen verlaufen. Sie war vom Schicksal verwöhnt und gerade jetzt fiel ihr dies umso stärker auf als sonst schon.

"Es tut mir leid. Ich hätte nicht so aufdringlich sein sollen.", sagte sie leise. Als er ihre Hand stoppte blickte sie ihm in die Augen. "Keine Angst, nicht jeder Arzt will direkt alles anfassen. Nur eine harmlose Geste." Die junge Frau drückte seine Hand kurz bevor sie das Glas in ihrer Hand in einem Zug leerte. Monster müssen das gewesen sein. Ob das wohl auch in seiner Akte stand? Kurz überlegte sie, ob sie nicht doch Mal nachlesen sollte. Aber irgendwie kam ihr das nicht fair vor. Er konnte zwar selbiges mit der ihren machen, jedoch erschien es ihr als wäre sie ein Voyeur, ein Spanner, wenn sie dies tun würde. Definitiv nicht Solveigs Stil.

Seine Bemerkung zum Geheimagenten riss sie wieder aus ihren Gedanken. "War ja auch nur ein Scherz.", erwiderte sie und stand mit diesen Worten auf um sich nachzuschenken. Sie ging zum Tisch und drehte ihm dabei den Rücken zu. So konnte er ihren weiterhin etwas entgeisterten Blick nicht sehen. Sie blickte zum Fenster, wo man das Schneegestöber sehen konnte. Ein leichter Lichtschimmer einer Laterne von der Straße weiter unten legte sich auf sie während sie so nachdenklich dastand.

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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mi 25 Jan 2017 - 5:28


Wortlos war der Agent, hörte sich ihre Worte an und ließ sie seine Hand drücken. Musashi war nicht unbedingt darauf aus, Solveig's Mitleid für sich zu gewinnen. Es wäre nicht seine Art eine Frau auf diese Weise auf sich aufmerksam zu machen. Vielleicht hätte er auch einfach das Thema nicht anbringen sollen. Es lies ihn etwas depressiv werden, doch lies er es sich nicht zu stark anmerken. Weshalb er sogleich das Wort ergriff.

" Ich denke jeder von uns hat Erinnerungen, die ihn begleiten. Manche bleiben auf ewig haften! "

Er lies sich mit seinem halb vollen Glas zurück aufs Bett fallen und starrte die Decke an. Sie hatte schon ihr Glas gekippt, was ihn nicht störte. Es könnte aber dafür sorgen, dass Sie bald etwas zu angeschwipst wäre. Stören würde es nur soweit, dass sie möglicherweise nicht mehr alles so richtig mitbekommen würde. Vielleicht war dies aber auch besser für Sie, so hätte sie weniger Erinnerungen an einen Abend der möglicherweise doch ein Reinfall werden könnte. Es war nicht so, dass ihm die Lust vergangen war, sie besser kennen zu lernen. Viel eher lag das Problem darin, die Stimmung ins positive zu kippen.

Und da er Sie jetzt nicht in sein Bett zerren würde, um eben 'abzulenken', könnte es schwierig werden sich die Zeit besser zu gestalten. Wer weiß, vielleicht würde ihr ja etwas einfallen! Auch wenn der Alkoholspiegel bei Zunahme, tückisch sein könnte. Mal könnte es einen erheitern, oder aber auch melancholisch werden lassen. Auf Musashi wirkte Alkohol eher beruhigend und machte ihn etwas 'gemütlicher', bei Solveig wusste er es wie gesagt nicht. Ihm fielen nun auch um ehrlich zu sein die Worte. Sollte sie sich langweilen, oder sonst einen Grund haben nicht mehr hier bleiben zu wollen, würde der Agent die Offizierin nicht aufhalten. Wobei er Sie auch nicht aufhalten würde, wenn Sie sich ihm ergeben würde. Würde vermutlich in der Situation kaum einer, außer man hätte auf irgendeinem unempfindlichen Grund das Ufer gewechselt. Wer hört den nicht gern, kurz vorm Sex, " Alles klar ich bin gay! " Sowas könnte glatt aus einer Folge von How I met your Mother stammen, was sie vermutlich auch tut. Aber dies ist ja keine Sitcom aus der echten Welt, nicht das jemand wissen könnte, was die echte Welt war von den Beiden. Sie waren ja einfache Gefangene einer Fantasie, die den Protagonisten dieser Welt erlagen. Wir sind wahrlich Faschisten.

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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mi 25 Jan 2017 - 22:15


Solveig & @Musashi
Jeder hatte Erinnerungen. Wie philosophisch. Solveig zog kurz die Augenbrauen hoch und blickte dann zu Musashi. “Ein Philosoph also auch?“, fragte sie ihn und gab sich dabei viel Mühe nicht spöttisch zu wirken. Irgendwie gelang ihr dies jedoch nicht so ganz. Das war wohl das Schicksal wenn man bei jemanden wie Solveig sonst denken konnte, dass Ironie ihr zweiter Vorname wäre.

"So, what would you little maniacs like to do first?" , murmelte Solveig leise. Sie überlegte hin und her. Der geborene Entertainer war die junge Frau nicht. Dafür musste man schon Traumtänzer sein. Ebenfalls etwas, dass nicht auf Solveig zutraf. Sie beobachtete die Schneeflocken, wie sie so am Fenster vorbei tanzten und blickte dann Musashi. Der Wind rüttelte am Fenster. Draußen war es wahrlich nicht gemütlich. Und hier drinnen empfand Solveig es nicht als viel wärmer. Gerade vorm Fenster nicht.

Sie setzte sich wieder in Bewegung um sich neben ihn zu setzen. Auf dem Weg stellte sie das Glas ab. Solveig wollte klar bleiben. Filmrisse waren so gar nicht ihr Stil. So ganz einwandfrei war ihr Gang nicht mehr, aber das war bei Solveig immer das Erste, was geschah, wenn sie Alkohol trank. Lange vor irgendwelchen Schwierigkeiten sich zu artikulieren.

Was könnte man also mit so einem angebrochenen Abend anfangen? Während sie darüber nachdachte ließ sie sich wieder neben Musashi sinken. "Und nun Kapitän?" , fragte sie ihn neckend während sie ihn schief angrinste und ihm dabei neckisch in die Seite piekste.
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Do 26 Jan 2017 - 5:06


Eine Philosoph? Nicht wirklich, es war einfach nur die Wahrheit. Erfahrung mag manchmal philophisch klingen, weshalb man zu dem Schluss kommen könnte. Wobei sie es auch nicht allzu ernst meinte, so glaubte Musashi es zumindest. Den letzten Schluck aus dem Glas genehmigte er sich bevor er es neben sich zu Boden legte. Nicht lange, lies die Marineoffizierin auf sich warten. Sie legte sich zu ihm und gab ihm einen Picks an die Seite. Was für ein verspielter Ader sie doch hatte, ging dem Agenten durch den Kopf. Schon legte er eine Charakteranalyse fest, die meist automatisch geschah. Lag auch an seinem Training, aber so wirklich viel hatte er noch nicht von ihr aufgenommen.

" Die Frage ist, wie weit du dem Kaptän folgen würdest? "

gab er zurück und daraufhin ergriff er auch ihre Hand und zog sie zu sich. Sie würde nun vermutlich auf ihm liegen mit dem Gesicht zu seinem. Es war wohl eine Einladung, die Nacht über zu bleiben. Auch wenn die Schiene nicht unbedingt hilfreich war, so sollte es kein Hindernis sein. War sie aber gewillt soweit zu gehen? Grundsätzlich viel hatten die Beiden nicht zu verlieren. Sie müssten sich ja nicht verloben, noch irgendein Versprechen einhalten. Draußen tobte ein Blizzard und vermutlich gab es auch keine viel bessere Beschäftigung.

Die Entscheidung überließ er natürlich Solveig. Er hatte selbst nur ein Glas Whiskey weshalb von angetrunken nicht wirklich die Rede war. Sie konnte also davon ausgehen, dass er nicht nur wegen dem Alkohol ihr das Angebot machte. Es war wohl mehr eine Mischung aus etwas Einsamkeit, Langeweile, Interesse, Charme und halt der Whiskey. Da keiner die Beiden zu stören schien, gab es wohl auch keinen besseren Zeitpunkt. Wer weiß, ob die Dame sich soweit überwinden könnte? Immerhin würde sie wohl nicht erwartet haben, dass er erneut so direkt vorging. In seinem Gesicht sah man aber weder Freude noch Trauer, es war mehr ein stiller Blick. Fast wenn jemand sich ein Theaterstück anschaute. Die Frage war, ob sie auch zum dritten Akt kommen würden, wo bekanntlich der Höhepunkt lag.

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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Fr 27 Jan 2017 - 0:29


Solveig & @Musashi
Natürlich wusste Solveig nichts von Musashis Beruf. Denn so wie sie als Ärztin für das wohl ihrer Crew verantwortlich war, war er es auch als Kapitän. Wieder hatte sie ungewollt ins Schwarze getroffen. Normalerweise würde sie direkt sagen, dass sie dem Kapitän bis ans Ende der Welt folgen würde. Denn wenn die junge Frau eines ist, dann absolut Marinetreu. Als er jetzt so plötzlich ihre Hand ergriff riss sie ihre Augen weit auf. Musashi war so verdammt ambivalent. Jedes verdammte Mal, wenn er sich ihr annäherte, geschah dies aus heiterem Himmel. So fand sie sich plötzlich wieder Auge in Auge mit ihm wieder. Das Gesicht direkt vor seinem. Sie konnte seinen warmen Atem auf ihrer Haut spüren. Ihren Körper auf seinem. Wo sie eben noch gefröstelt hatte spürte sie nun unvermittelt die Körperwärme von Musashi. Quasi eine menschliche Heizung, das hatte also definitiv seine Vorteile.

Kurz wog Solveig ab. Was würde man über sie denken sollte das rauskommen. Es war so gar nicht ihre Art. Solveig war kein Mensch, der einfach spontan solche Sachen machte, wie diese, zu der Musashi sie gerade einlud. Aber auf der anderen Seite war sie betrunken. Ein Zustand in dem bei ihr, wie auch bei vielen anderen Leuten die Hemmschwelle stark sank. Sie blickte ihm in die Augen als sie überlegte, was sie ihm antworten sollte. Plötzlich öffnete sich die Tür und ein scheinbar betrunkener kam kurz herein und begann dann herein. Solveig zuckte zusammen. Das musste das ganze Haus gehört haben. Toll gemacht, @Nero. Plötzlich war ihr die Situation unglaublich peinlich. Um dies zu überspielen begann es aus ihr herauszubrechen. Es war als hätte jemand ein Tonband eingelegt.

„Ehm, du weißt das Sex einen töten kann? Weißt du überhaupt was ein menschlicher Körper beim Sex durchmacht? Die Pupillen weiten sich aus, die Arterien ziehen sich zusammen, die Körpertemperatur steigt, das Herz rast, der Blutdruck schießt unglaublich in die Höhe, die Atmung wird schnell und flach, das Gehirn feuert Unmengen elektrischer Impulssalven aus dem Nichts ins Nichts, Sekrete spritzen aus jeder Drüse und deine Muskeln verkrampfen, als würdest du dein dreifaches Körpergewicht hochstemmen. Es ist schonungslos, affrös und ziemlich widerlich. Wäre es nicht so unglaublich lustvoll gemacht hätte, würde der Mensch seit Äonen nicht mehr existieren.“ , strömte es aus ihr mit einem hochroten Kopf – den man, mangelndes Licht sei Dank, nicht wirklich gut sehen konnte, heraus. Sie hatte das ganze aus ihrem Gedächtnis gekramt. Irgendwo hatte Solveig diesen Vortrag schon Mal in einer anderen Fassung gehört. Höchstwahrscheinlich sogar von ihrer Mutter, die immer bemüht gewesen war ihre Tochter von Männern fernzuhalten, damit diese sich auf ihre Karriere konzentrierte. Die so stolz war auf ihre prinzipientreue, brave Tochter. Ärztin, genau wie die Mutter. Aber tja, einmal im Urlaub, einmal betrunken, schon fallen sämtliche Skrupel ab, wirklich unlucky. Es war also das Beste was ihr gerade so einfiel um überhaupt etwas in der Unangenehmen Situation zu sagen. Was wohl Musashi sich in dem Moment dachte? Der musste sie doch locker für verrückt halten und es würde Solveig nicht wundern, wenn er schreiend das Weite suchte. Oder das gerade als solch einen Abturner wahrnahm, dass er sein Vorhaben plötzlich unglaublich abstoßend finden würde.

Doch dann besann sich die alkoholisierte, junge Frau wieder etwas und bekam sich nach diesem gehörigen Schreck wieder ein. Sie lehnte sich etwas vor und hielt ihren Mund nah an sein Ohr. Dann flüsterte sie ihm einen Satz zu. Und gerade da er diese Sprache zuvor auch verwendet hatte ging sie davon aus, dass Musashi auch diesen Satz verstand. Denn wer sagte schon Dinge, ohne zu wissen was sie heißen – sah man Mal von den unzähligen jungen Leuten ab, die etwas in den Mund nahmen, bloß, weil es cool klang.

“Oh dear boy, I wanna follow you.“, kam es flüsternd über ihre Lippen. Sie nahm ihren Kopf wieder zurück, so dass sich ihre Nasenspitzen fast berührten, wie sie es vorher schon taten. Ihre großen, rotbraunen Augen blickten ihn fragend an. Voller Neugierde auf seine Reaktion. Würde er wirklich darauf eingehen, was sie ihm da gesagt hatte? Das sie ihm folgen würde, das tun würde, was er tat? Es war wahrlich der Alkohol, der da aus der jungen Frau sprach. Hätte ihr jemand noch vor einem Tag gesagt, dass sie in diese Situation kommen würde – und wie sie reagieren würde – hätte Solveig gelacht. Zwar war die junge Frau dem anderen Geschlecht nicht abgeneigt, jedoch war das so gar nicht ihr Stil. Tja, aber wie hieß es doch so schön über Alkohol? Das Schlimme an ihm ist nicht, dass man etwas tut oder sagt. Das Schlimme ist, dass man sich später vielleicht nicht mehr daran erinnert. Es konnte durch Alkohol schließlich passieren, dass die schönsten Erlebnisse später als Traum abgestempelt werden. Wobei – wer garantierte Solveig denn, dass dies ein schönes werden würde. So war es vielleicht das Glück der jungen Frau, dass sie betrunken war.
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Fr 27 Jan 2017 - 1:52


Der Agent wartete auf die Reaktion und bekam diese auch geliefert. Wenn auch von der falschen Person. Als @Nero auftauchte und irgendetwas davon faselte, dass die Beiden nicht in seinem Zimmer 'verkehren' sollten, war auch Musashi buffed. War das vielleicht sogar sein Zimmergenosse? Aber ein Glück blieb der Typ nicht lange und ließ sie wieder allein. Ob es die Stimmung ruiniert hat? So wirklich erahnen konnte er es nicht. Aber die "Details" die nun von Solveig kamen über Sex waren ihm etwas zuviel. Er machte sich nicht einmal die große Mühe zu folgen. Natürlich lies er ihre Hand los, sodass sie gerne wieder von ihm ablassen konnte. Sein Blick blieb weiterhin neutral, doch ihre nächsten Worte zogen nun einen neuen Wind.

Sie wollte ihm also folgen? Also war es wohl eine Zusage! Die Frage war wie viel vom Alkohol dort zusätzlich sprach. Es wirklich ausnutzen wollte er nicht, aber die Chance verstreichen genauso wenig. Zu verlieren hatten die Beiden auch nichts und wirklich bereuen würden Sie es nicht. Wieso auch? Immerhin war keiner von den Beiden wem "versprochen", weshalb in diesem Aspekt auch nichts im Weg stand. Langsam lies er daraufhin seine Hand auf an ihre Wange gleiten bis sie auf ihrem Hinterkopf ruhte.

" We will see... "

flüsterte er zurück und drückte sie langsam zu sich, sodass sie mit einem Kuss beginnen konnten. Wie weit es gehen würde, überließ er der Situation. Grundsätzlich könnte man davon ausgehen, dass Musashi mit der Zeit etwas leidenschaftlicher Küssen würde. Genauso würden auch seine Hände am Körper von Solveig entlang gleiten, bis bestimmte Körperpartien an Kleidung verlieren würde. Natürlich müsste sie mitmischen und dann würde es so enden wie erwartet. Eine Nacht für die Zwei allein, außer natürlich es würde sie erneut Jemand unterbrechen. Sollten sie die Tür nicht zur Sicherheit absperren? Oder eine Socke um die Klinge hängen als Zeichen dafür nicht zu stören? An solche Dinge dachte der Agent nicht, den er war mehr von seinem Instinkt ergriffen. Dieser war so stark, dass man davon ausgehen könnte, darin lag die Schuld für sein 'Verhalten'. Einiges Wahrheit lag darin, aber hätte er kein Interesse so wäre es nicht soweit gekommen. Sie war jetzt auch nicht die Erste und würde auch nicht die Letzte Frau sein. In seiner Welt brauchte er manchmal diese Ablenkung, um nicht in die Dunkelheit zu versinken die ihn jeden Tag begleitet.

Wie es am nächsten Tag aussehen würde lag nicht zur Debatte. Für Solveig könnte es alles mögliche sein, von Reue, bis hin zu Peinlichkeit. Das Spektrum war groß, was nicht hieß, dass Sie es nicht mal genießen durfte auszuschweifen. Sie war ja genauso wenig verpflichtet sich "fern" zu halten, wie es Musashi war. Immerhin hätten Beide viel früher aufhören können. Aber sie haben sich eben anders entschieden. In den Augen des Agenten war nur der Moment wichtig, die Zukunft existiert für ihn nicht. Sie wird nämlich geschaffen in der Realität, sodass alles was passieren könnte keine Vorlage sein braucht. Wir entscheiden, was wir tun in jeder einzelnen Sekunde unseres Lebens. Und das macht letzten Endes die Menschen aus. Musashi würde nicht bereuen, was jetzt passierte oder noch passieren würde.

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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Fr 27 Jan 2017 - 4:34


Solveig & @Musashi
Noch mehr Nähe also. Ihr plötzlicher Ausbruch hatte ihn offensichtlich nicht gestört, so wie sie es tief ins sich drin auch gehofft hatte. Doch wenn sie etwas irritierte, dann sein Blick. Ob er überhaupt irgendwelche Emotionen empfand? Oder hatte die Folter ihn dermaßen innerlich absterben lassen, dass da gar nichts mehr war? Keine menschliche Regung? Oder nur so plötzliche, ambivalente, von seinen niedersten Instinkten? Wer war das überhaupt? Und spielte es gerade eine Rolle? Nein. Das tat es nicht. Gerade zählte nur dieser eine Moment. Sie wollte ihm folgen, in dem was er da tat und er schien es zu akzeptieren. Sie bildete sich ein einen Anflug von Emotion zu sehr als er ihren Kopf noch enger an sich zog.

Die junge Frau begann sich treiben zu lassen. Sich auf die Handlungen des Kapitäns einzulassen und diese zu genießen. So genoss sie es als er wieder begann sie zu küssen, dieses Mal anders als das letzte Mal. Leidenschaft war das Stichwort, welches dieses Mal ergänzte. Gerne ließ Solveig sich von dieser anstiften, anfeuern und immer zu weiteren Handlungen treiben. Gerne würde Solveig mitmischen und von ihm das einfordern was die betrunkene Solveig wollte. Würde mit ihren geschickten Händen dafür sorgen, dass auch er nach und nach seine Kleidung verlor. So machte sie sich ebenfalls keinerlei Gedanken darüber ob abermals jemand den Raum betreten könnte. Wäre es ihr in nüchternem Zustand vielleicht weniger egal gewesen als nun, gerade war nur eines wichtig. Diese Leidenschaft, die gerade zwischen Musashi und Solveig herrschte. Das brennende Verlangen nach mehr, mehr Nähe, mehr Dopamin, mehr Berührungen. Der junge Mann stand für sie im Mittelpunkt. Allein sein Atem auf ihrer Haut machte sie schier wahnsinnig und weckte in ihr Instinkte, die sie so bisher nicht kannte.

Natürlich könnte es sein, dass sie hinterher bereuen würde, was da gerade geschah. Sie kannte zum einen Musashi kaum und zum anderen war sie bei weitem nicht so erfahren wie er. Zwar hatte sie bisher Beziehungen, doch war bisher keiner ihr gut genug um diese auf das nächste Level zu bringen. Und die junge Frau auch nie betrunken. So wirkte sie dann doch zum Teil unerfahren. Es gab genau zwei Dinge auf die sie sich verließ. Ihr Instinkt und Musashi. Denn das er genau wusste, was er wollte merkte man ihm an.
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Fr 27 Jan 2017 - 22:10


Die Nacht verging mit der Zeit und auch wenn die Liebelei nicht einfach war mit einem verletzten Fußgelenk, so lag auf diesem kaum eine Anstrengung. Wohlgemerkt übernahm Musashi die Führung und ließ seine Begleiterin auf ihn eingehen. Beschweren könnten sich Beide nicht, wobei man nicht weiß wie weit das Ganze noch gehen könnte über die Tage. Er selbst hatte sich bereits wieder seine Hose angezogen, machte aber keine großartigen Anstalten vom Bett aufzustehen. Er drängte auch Solveig nicht dazu, sich großartig bewegen zu müssen. Viel mehr achtete er darauf, dass er Sie nicht stören würde. Sein Fußgelenk tat etwas weniger weh als gestern, die Schiene schien zumindest soweit zu helfen das er ohne Krücken 'humpeln' könne.

Die Hälfte es Whiskeys war noch über, er hatte nur ein Glas gehabt. Weshalb von den Beiden er um einiges nüchterner gewesen ist. Viel zu sagen hatte der Agent nicht, bezüglich der Situation. Es war für ihn eben eine Ausschweifung, wenn sie auch nicht häufig geschah, wie es Solveig vermutlich annahm. Seit seiner Trennung hatte er nicht viele neue Bekanntschaften gemacht, aber zu seiner Freizeit lud er sich selbst gern mal in eine Bar ein. Das da mal ab und an eine Dame sich in seine Arme verlieren könnte, sollte nicht der letzte Gedanke sein, der einem kam. Es wäre vielleicht von Vorteil darauf zu achten, nicht unbedingt ein Balg auf die Welt zu setzen. Vater spielen könnte er vielleicht in 10 Jahren, wenn er etwas erreicht hat, das er weitergeben könnte.

Es war auch noch etwas früh am Morgen, weshalb es auch nicht Hell war draußen. Zumal man vermuten kann, dass die Nächte sowieso länger sind als die Tage auf dieser Insel. Wortlos betrachtete er erneut die Decke des Zimmers. Man könnte sich fragen, was genau im Kopf des Mannes vor sich ging. Er war wirklich schwer zu lesen und dies könnte so manchen Menschen Angst machen. In seinem Berufsfeld war es aber von Vorteil nicht durchschaut zu werden. Solveig hat im Grund nur einen flüchtigen Einblick auf ihn erhalten. Eine sehr Instinktiv gesteuerte Ader, die man nicht auf Anblick ahnte, wenn man sich mit ihm unterhielt. Im Vergleich zu der Offizierin war er weniger gebildet, doch für sein Alter hat er schon mehr Erfahrungen gesammelt als so manch einer der doppelt so Alt war. Sie konnte sich glücklich schätzen nicht in so einer Dunkelheit zu verfallen, wo es Musashi ab und an hinzog. Die Form von Gerechtigkeit, die der Agent verfolgte war wie ein zweischneidiges Schwert. Sie war nicht absolut, sondern "fair". Was er als 'fair' ansieht, kann genauso eine Form annehmen, die ihn zur Jury, zum Richter und am Ende zum Henker werden lässt. Faire Gerechtigkeit, ein Konzept, das viele falsch zu verstehen scheinen.


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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Sa 28 Jan 2017 - 3:36


Solveig & @Musashi
Tief in ihre Gedanken verloren lag Solveig neben Musashi. Was war noch immer wohlig warm. Eine leichte Decke lag über ihr, so dass sie nicht frieren musste. Selbst konnte die junge Frau sich nicht erinnern, dass sie sich diese übergelegt hatte. Das musste wohl er gewesen sein. Sie hatte ein wenig geschlafen und ließ nun vor ihrem inneren Auge den Abend Revue passieren. Die Augen dabei noch geschlossen dachte sie darüber nach, was geschehen war. Und noch eher: woher zur Hölle eigentlich der Schmerz in ihrem Unterschenkel kam. War das hier etwa das Krankenzimmer? Es war schön gewesen, sowohl für Solveig als sowohl auch für Musashi gewesen sein musste. Eine nette Abwechslung sich Mal fallen lassen zu können. Sonst wurden der jungen Frau eher andere Fähigkeit abverlangt, im Sinne von mache führen, manche folgen. Ein Kapitänleutnant kam einfach – jedenfalls Solveigs Erfahrung nach – unglaublich selten in die Situation so vollkommen geleitet zu werden und kaum nachdenken zu müssen. Das kannte sie noch aus ihrer kurzen Zeit als Matrosin.

Als sie die Augen aufschlug sah sie immer noch Dunkelheit. Es war zwar Zeit vergangen, dennoch hielt die Nacht sie noch fest in ihren Klauen gefangen. Sie blickte den jungen Mann an und atmete tief ein und wieder aus. Immerhin würde es hier nicht kalt werden. Mit ihren Augen blieb sie an seinem Oberkörper hängen, denn bisher hatte er offenbar nur seine Hose wieder angezogen. Das hatte Solveig gar nicht gemerkt. Sie betrachtete seine Brust, wie sie sich hob und senkte, regelmäßig, in einem Rhythmus als würde sie ein eigenes Lied singen wollen. Sie betrachtete die Narben, welche er ihr vorhin schon gezeigt hatte. Sie hatte sich Mühe gegeben, diese nach Möglichkeit gar nicht zu berühren. Zwar wäre dies nie ganz möglich gewesen, doch war Solveig immer noch ein sehr empathischer Mensch und hatte mehr als deutlich gemerkt, dass er mehr Berührungen als nötig nicht ertragen hätte.

Ihr Blick wanderte an sich hinunter, in der Hoffnung ausmachen zu können, woher die Schmerzen kamen. Offenbar hatte sie sich, so wie es sich anfühlte etwas gezerrt. Solveig kannte dieses Gefühl nur zu gut. Ofer zerrte sie sich beim Training etwas. Was vielleicht auch daran lag, dass sie als Schützin eher ungeeignet für jeglichen Nahkampf war. Eine Muskelzerrung, das wusste Solveig sehr genau, kam vor, wenn man Muskulatur, die nicht aufgewärmt ist plötzlich anspannt. Gerade deshalb legte sie auch immer vor dem Training Wert auf die albernsten Aufwärmübungen. Schmerzen wie diesen umging sie gerne. Aber so machte die junge Frau gute Miene zum bösen Spiel. Würde Musashi dagegen kommen, konnte es zwar durchaus vorkommen, dass sie sich nicht zusammenreißen konnte und ihrem Schmerz Ausdruck verleihen würde, jedoch war das gerade nicht unbedingt geplant.

Langsam senkte und hob sich ihre Brust, wobei sie die Decke musterte. Irgendwie wusste Solveig unglaublich wenig über Musashi. Sie nahm es sich vor seine Akte dann doch zu studieren. Immerhin hatte sie zuerst aus der moralischen Instanz heraus so handeln wollen, dass sie dies ließ. Aber je mehr Zeit sie mit ihm verbrachte, desto größer wurde diese schon beinahe ungesunde Neugierde. Es konnte jemand doch nicht einfach so verschwinden.

“Ich wollte mich gerade wundern, dass du noch da bist. Verschwinden Männer nicht immer möglichst schnell?“, fragte sie ihn um einer unangenehmen Stille zu entgehen. Natürlich war sie sich dessen bewusst, dass dies sein Zimmer war und daher wohl eher sie in der Position gewesen wäre zu verschwinden.
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Sa 28 Jan 2017 - 4:07


" Wohin sollte ich deiner Meinung nach fliehen, wenn ich noch nicht einmal die Treppe ordentlich runter kommen kann? "

gab er zurück, sein Blick wendete sich leicht zur ihr. Ihm ist auch aufgefallen, dass sie versucht hatte nicht allzu viele seiner Narben zu berühren letzte Nacht. Ein Glück, dass die Ablenkung des Verkehrs die meisten Berührungen überspielte. Ihr wirklich danken konnte er diesbezüglich nicht, aber da die Begegnung keine 'schlechte Erfahrung' war, hoffte er es hätte sich damit gegessen. Sie hatte wohl nun auch größeres Interesse an ihm gewonnen, was auch zu erwarten war. Musashi selbst könnte vermutlich um einiges mehr an Informationen erhalten, wenn er Solveig recherchieren wollte.

" Oder hast du Interesse an einer Runde zwei? "

fragte er kurz darauf, was wohl vielleicht etwas neckisch rüber kommen könnte. Genug Energie hätte er, immerhin ist sein Training um einiges auslaugender. Natürlich könnte er nicht erwarten, dass Solveig bereit wäre. Solange Sie noch alleine waren könnten Sie sicherlich weiter machen, es ihr aber wirklich zumuten würde er nicht. Er vermutete, sogar sie würde es nicht wirklich ernst nehmen, auch wenn er es schon als Angebot darlegte. Wirklich etwas besseres hatte er wie gesagt auch nicht zu tun und viel zu sagen hatte er nicht. Sie wollte ja selber nach seiner Akte schauen wo die meiste "Unwahrheit im Detail" ausgeführt war. Was wirklich mit ihm gewesen ist, würde sie nie erfahren. Außer sie würde irgendwann selbst einberufen werden, wo sie zusätzlich eine höhere Position als er einnehmen müsste. Die Wahrscheinlichkeit dafür war aber viel zu gering, um es auf irgendeine Weise ernst zu nehmen.

Etwas verspielt strich er mit den Fingerspitzen seiner Hand, welche ihr am nächsten war, angefangen an ihrem Hals entlang bis runter zum Bauchnabel. Sicher eine leichte Provokation, was aber zeigte, dass er Berührung nicht scheute, solange sie eben von ihm auszugehen schien. Wie weit Solveig diese "Annährung" verstand lag wieder rum bei ihr. Da sie auch ihrer Meinung nach nicht so viel Erfahrung mit sich brachte, könnte es gut sein, dass sie verwirrt sein würde. Vielleicht aber auch erneut überrumpelt von seiner, 'direkten' Art. Zumindest könnte Sie sich sicher sein, dass er Sie zu nichts zwingen würde.

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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 30 Jan 2017 - 1:37


Solveig & @Musashi
Solveig lachte über seine Bemerkung. Natürlich würde er nicht sonderlich weit kommen. Doch war das auch mehr Smalltalk gewesen. “Wer weiß, vielleicht kommst du ja auf dumme Gedanken.“, erwiderte sie und streckte ihm die Zunge raus. “Allein das vorhin war etwas, von dem ein Arzt in deinem Zustand dringend abraten sollte.“, sprach sie weiter und grinste ihn an. Die Unterhaltung lenkte sie etwas von ihrer Zerrung ab. So schlimm konnte es also nicht sein.

Dann fragte er sie doch tatsächlich, ob sie noch eine zweite Runde wollte. Ihre Stirn legte sich in Falten, als er davon sprach. Hatte sie das? Prinzipiell gab es nichts Besseres zu tun, denn der Schneesturm tobte nach wie vor und so war ihr immerhin nicht kalt. Damit hatte das ganze immerhin etwas wirklich Positives. Aber vielleicht sollten sie dieses Mal die Tür wirklich verschließen. Oder eine Socke daran hängen? Was machten Seeleute bei solchen Situationen. In diesem Moment verfluchte Solveig es, dass sie bisher den großen Teil ihrer Lebenszeit in Lougetown verbracht hatte.

Als er nun anfing ihr mit den Fingerkuppe über die Haut zu streichen zog sich eine Gänsehaut über diese. Sie blickte ihn an und schloss danach ihre Augen. Um nachzudenken. Prinzipiell machte Solveig sich immer einen Kopf. Sie dachte oft zu viel nach und verlor dabei gerade im Beruf dann die aus den Augen, für die sie eigentlich gerade zuständig war. Wobei, nein. Aus den Augen stimmt nicht. Ein Auge hatte sie immer für die, um die sie sich kümmerte. Sie wirkte vielmehr unpersönlich und kühl. Egal wie nah sie gerade an diesen Personen dran war. Und so blickte sie nun auch ihn an. Man könnte meinen so nah und doch so fern. Dies beschrieb die Situation in der sich die beiden gerade befanden sehr gut. Man könnte meinen die Kälte rührte nicht von draußen her, sondern kam geradezu von diesem Bett im Zimmer Nummer vier.

„Ich weiß ja nicht, ob das die beste Idee ist.“, entgegnete sie ihm feixend. “Überzeug mich doch.“, Musashi mochte zwar vollkommen von sich vereinnahmt sein, aber so leicht wollte Solveig es ihm nicht machen. Ein überzogenes Ego wie seines war jetzt nicht das, welches unbedingt auch noch gestreichelt werden musste. Und da war es ihr auch egal, wie nah sie hier bei ihm lag. Würde jemand jetzt hineinkommen, könnte man meinen, die beiden würden sich schon länger kennen. Oder lag das an dieser grundsätzlichen Gleichgültigkeit, die Solveig da an den Tag legte? Dass es ihr herzlich egal war? Sie hatte nichts zu verbergen und war vollkommen mit sich im Reinen. Jedenfalls was ihren Körper anging. Es gab für die junge Frau keine Gründe an sich selbst zu zweifeln. Aber wenn er etwas von ihr wollte, dann sollte er sich auch die Mühe geben sie zu überzeugen, dass dies tatsächlich etwas war, was sie wollte.

Aus den Augenwinkeln blickte sie zu seinem Gesicht und beobachtete, ob sich da wieder eine Regung abspielen würde, oder ob Musashi seine Maske nicht wieder absetzen würde. Immerhin hatte sie ihn schon einmal ein wenig aus der Reserve locken können. Es kam ihr vor wie ein Spiel. Ein netter Zeitvertreib, ein Wettstreit. Nicht mehr und nicht weniger.

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Musashi
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BeitragThema: Re: Zimmer 4   Mo 30 Jan 2017 - 17:01


" Überzeugen? Oh weh... dann muss ich wohl doch noch etwas an meiner Leistung arbeiten. "

meinte er neckend zurück und hielt dramatisch seine andere Hand vor seiner Stirn, wie es jemand tun würde der kurz vor der Ohnmacht stünde. Während er die freie, die zuvor Solveig berührt hatte, zu ihrem Hals glitt. Ein leichter Griff zu spüren war, wobei sein Daumen ihre Lippen entlang strich. Er selbst lag nun wieder leicht über ihr und nährte sich langsam ihrem Ohr heran. Man merkte, das selbst in seiner 'lockeren' Berührung Kraft hinter lag. Sicher würde sie auch spüren, dass er, von der Verletzung am Fuß mal abgesehen, viel Stärker war als man glauben mochte. Aber wer weiß, wie sehr sich Solveig gegenhalten würde. Wirklich erahnen könnte sie es nicht, aber ein Gefühl könnte da schon aufkommen.

" Spiel nicht mit mir... das wäre unfair! "

flüsterte er ihr zu, während er mit seiner Wange an ihrer langsam vorbei streifte. Eine einfache Berührung ihrer Haut bevor er sich etwas aufrichtete. Was sie sagen oder tun würde, lag erneut bei ihr. Ob dies 'überzeugend' genug war, lag auch nicht in der Absicht von Musashi. Immerhin wollte er ihr die Entscheidung überlassen, ihr aber zugleich klar machen, dass er sich nicht so leicht manipulieren lassen würde. Man könnte es als "Dominanz" bezeichnen, eben ein Instinktives Verhalten. Seine Präsenz machte es deutlich, was wohl zeigen könnte, warum er eine Führungspersönlichkeit war. Sich unterzuordnen, lag nicht so recht in ihm, selbst Sato sein Mentor hatte oft mal Schwierigkeiten gehabt ihn zu unterweisen. Respekt hatte er vor den meisten Menschen, das hieß aber nicht, dass er sich alles vorschreiben ließ. Er ging viel öfter nach seinem eigenen Gefühl vor und selten hat es ihn im Stich gelassen. Aus diesem Grund war der Agent auch erfolgreich und auf dem Weg weiter aufzusteigen. Talon wäre nur der erste Schritt um sich vor dieser Welt zu beweisen.

" Mhmmm... "

gab er von sich, bevor er aufstand und sich leicht humpelnd zur Tür begab. Sie könnte jetzt etwas nachdenken, ob es wirklich eine gute Idee wäre. Musashi selbst schien es nicht für schlecht zu halten, doch er war auch mehr vom Instinkt als der Vernunft gesteuert. In diesem Aspekt war aber auch ihr handeln nicht wirklich unvernünftig. Wenn man bedenkt, dass keiner wirklich Konsequenzen davon hatte weder Beruflich noch Privat. Außer einer von Beiden war verheiratet oder hatte irgendeinen Eid geschworen "rein" zu bleiben. Aber da es ja schon passiert ist, wäre es da eh zu spät gewesen, warum sich also den Kopf zerbrechen. Er öffnete die Tür blickte kurz raus und machte Sie zu und verschloss Sie zugleich. Ihm war ohne Hemd und Mantel etwas kälter und irgendwie hatte er das Bedürfnis zu Rauchen. Er nahm eine Kippe von seinem Mantel heraus, zudem er langsam gegangen ist. Und steckte sich in den Mund ohne es anzuzünden. Er wollte nur den Gefühl und den leichten Geschmack des Tabaks spüren. Daraufhin wanderte sein Blick nun direkt zu Solveig auf seinem Bett, um zu sehen was Sie genau tun würde. Würde sie ihn einladen wieder ins Bett zu kommen? Oder würde Sie sogar aussteigen auf ihn zugehen? Ihn gar zu ihr zerren? Wer weiß... am Ende könnte sie auch chicken spielen und eingeschüchtert sein.

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 "To feel the light, you have to walk in the dark."

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