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Kombüse

Saemon



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BeitragThema: Kombüse   Do 26 Jan 2012 - 8:13

Kombüse

Die Kombüse ist das Reich des Smutje, also dem Schiffskoch, welcher hier nahezu auf den selben Luxus zurückgreifen kann, wie ihn auch ein drei Sterne Koch an Land hat. Gleich beim eintreten steht man vor einer riesigen Arbeitsfläche, welche sich etwa vier Meter in die Breite streckt. Dahinter befinden sich die mit Gas gefeuerten Herde – 3 Stück an der Zahl. An Haken an der Decke hängen zahllose Töpfe, Pfannen, Bräter, Kochlöffel, Schneebesen, Grillzangen und was man sonst noch so alles in einer gut ausgestatteten Küche benötigen könnte. Ganz hinten schließlich stehen die Waschbecken und ebenso einige spezielle Gitter, in welche nasses Geschirr abgestellt wird, damit dieses besser trocknen kann. Angrenzend befindet sich die Vorratskammer, welche ausreichend Platz bietet um Lebensmittel für längere Reisen auf zu bewahren.

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Saemon



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BeitragThema: Re: Kombüse   Do 2 Feb 2012 - 22:42

---> Verbindungsgänge des Unterdecks

Sofort als er mal wieder in das innere der Schiffsküche trat, wurden ihm finstere Blicke entgegen geworfen. Saemon verstand dies sehr gut, immerhin mochte er es auch nicht wenn Unbefugte seine Küche betraten und darin herum schnüffelten. Jeder Koch hat seine Geheimnisse. Ein bestimmtes Rezept, ein gewisses Gewürz oder einfach eine Technik der Zubereitung, ganz egal – niemand durfte es sehen. Doch erhellten die Gemüter wieder als der Chefkoch erkannte dass es Saemon war. Der Rotschopf war ihm scheinbar noch immer im Gedächtnis geblieben.
„Wie ich sehe bist du noch immer bei uns an Bord. Scheint so als würdest du uns noch länger Gesellschaft leisten hm?“
Saemon nickte auf die Frage des Koches und lächelte ihm freundlich entgegen.

“Kisaragi Saemon. Ich dachte mir es wäre ganz gut wenn ihr meinen Namen kennt, immerhin werde ich mich wohl noch des öfteren hier blicken lassen. Ach ja... da kommen einem doch gleich Glücksgefühle in den Sinn. Hier fühle ich mich zumindest wie zu Hause.“

Sprach er verträumt, während sein Blick entspannt umherschweifte. Der Küchenchef fing zu lachen an.
„Nenn mich einfach John. Also bist du auch ein Koch? Ich hab mir sowas schon gedacht, so gezielt wie du dich auf die Zutaten gestürzt hast. Ich hab den Rest im übrigen auf die Krankenstation gebracht... die Männer können etwas Stärkung vertragen. Sieh dich ruhig um, wir räumen ohnehin nur noch auf.“
Saemon nickte diesem zu und machte zugleich einen ablehnenden Wink mit der rechten Hand.

“Danke sehr freundlich, aber ich komm einfach morgen nochmal wenn hier was los ist. Ich bin neugierig wie der Betrieb auf einem Schiff so abläuft. Also bis dann.“

Er hob noch einmal die Hand zum Abschied und verließ die Kombüse dann wieder.

---> Verbindungsgänge des Unterdecks
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Saemon



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BeitragThema: Re: Kombüse   So 23 Sep 2012 - 14:20

---> Verbindungsgänge des Unterdecks

Geduldig beobachtete der Rotschopf seine Freundin und wartete ab, bis sie sich wieder gesammelt und eine Entscheidung getroffen hat. An sich war die Frage von Saemon ohnehin schwachsinnig, da er nicht mal wusste ob überhaupt Milch an Bord war und falls doch, so wäre diese wahrscheinlich nicht mehr gut. Natürlich verschwieg er diese Tatsache zunächst, wollte er Lian doch nicht enttäuschen.

"Nun wenn du ohnehin müde bist, würde ich sagen dass du einfach nur eine Kleinigkeit zu dir nimmst, damit du nicht aus den Latschen kippst und danach werden wir uns in mein Zimmer begeben, ok?"

An sich war auf diese Frage keine Antwort mehr nötig, kannte er diese ohnehin schon und so betrat er die Kombüse und machte sich sogleich an die Arbeit. Nach kurzer Zeit entdeckte der Koch bereits einen Leib Weißbrot, dazu Eier und sogar Milch, welche noch gut zu sein schien. Hastig bereitete er diese Zutaten vor und legte sie auf die Arbeitsplatte, zusammen mit zwei Schüsseln und eine Pfanne.
Der Herd wurde eingeschalten und sogleich erhitzte sich eine der acht Platten, auf welcher dann auch die Pfanne landen sollte.
In eine der Schüssel gab Saemon die Milch, in die andere den Inhalt der Eier, welcher jedoch noch ein wenig verrührt wurde und dann schnitt er auch schon das Brot in Scheiben. Die Zubereitung war recht simpel - Das Brot wurde zunächst in die Milch gelegt, anschließend in die Eier, woraufhin es auch schon in die heiße Pfanne kam. Er befettete diese und schon erklang das Zischen, welches beim Kochen stets zu hören ist.
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Lian
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BeitragThema: Re: Kombüse   So 23 Sep 2012 - 14:31

cf: Verbindungsgänge


Natürlich hatte sie nichts gegen diesen Vorschlag, im Gegenteil. Ihr Gesicht hellte sich sogar beim bloßen Gedanken an die Kajüte auf - ein ruhiger Ort der Entspannung. Sie würde sich hinlegen und schlafen können und wäre Saemon dabei sogar unglaublich nah.
Als sie die Kombüse betraten, ließ sie sich sogleich auf einen der hölzernen Stühle nieder. Er war ein bisschen wackelig, aber das machte nichts. Lian wog nicht besonders viel.
Vielleicht mochte dem ein oder anderen komisch vorkommen, dass sie Saemon nicht beim Kochen half, doch dies lag lediglich daran, dass die McNair gänzlich unbewandert in der Kunst des Kochens war und nicht den Hauch einer Ahnung hatte, wie man etwas halbwegs Genießbares herstellte.
Sie sah nur interessiert und gleichermaßen neugierig zu der Herdplatte herüber und wippte ungeduldig auf ihrem Stuhl herum.
Ihre Augen funkelten auf, als sie die Milch erblickte. Es gab einfach nichts Besseres ! Und sie war sicher, dass Saemon, Meisterkoch seines Amtes, das bestmöglichste aus dem ihr zur Verfügung stehenden Mitteln machen würde, auch wenn es sich im Endeffekt um eine Kleinigkeit handelte - denn darauf hatten sie sich immerhin geeinigt.
"Du wirkst so fit", bemerkte sie mit einem Mal überrascht. "Bist du überhaupt nicht müde? Ich bin völlig fertig.. Ich denke, ich werde einschlafen, sobald wir deine Kajüte betreten.."

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Saemon



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BeitragThema: Re: Kombüse   So 23 Sep 2012 - 14:45

Saemon wollte eigentlich den gesamten Leib Brot verwenden, damit auch wirklich beide satt werden würden, schließlich war dies kein sonderlich schweres Essen. Es war lecker und Nahrhaft, aber um satt zu werden, musste man auch dementsprechend viel zu sich nehmen. Eine Scheibe nach der anderen landete in der Pfanne und nahm nach und nach eine etwas festere Konsistenz an. Hierfür war natürlich das Ei verantwortlich, welches nun einmal einen solchen Zustand annahm, wenn man es erhitzt. Auf Lians Worte musste er eine Weile nachdenken, fiel ihm nun selbst ein dass er eigentlich kein bisschen erschöpft war. Woran das liegen konnte, musste Saemon wohl erraten und wusste dann nicht einmal ob er mit seiner Vermutung richtig lag.

"Ich bin wirklich ziemlich fit... aber warum kann ich dir nicht sagen... Vielleicht hab ich die Kraftreserven meines...anderen Ichs in mit aufgenommen als ich ihn verdrängt habe... Sicher bin ich mir aber nicht."

Eine Möglichkeit war dies sicherlich, aber wie dies von statten gehen sollte, konnte der Fähnrich wirklich nicht erklären. Eigentlich teilten beide sich einen Körper und sollten demnach auf die selben Kraftreserven besitzen... hiervon jedoch nur eine.
All das Brot war nun verbraucht und Saemon platzierte die fertigen Scheiben auf eine Platte, wo er diese nun abkühlen ließ und sich zu Lian gesellte.
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Lian
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BeitragThema: Re: Kombüse   So 23 Sep 2012 - 19:01

Lian machte ein nachdenkliches Gesicht. Es machte sie zugegebenermaßen unsicher, dass Saemon sich dieser Sache nicht sicher war. Was musste geschehen, damit der Drache zurückkehrte? Musste sie nun jedes Wort, welches sie an Saemon richtete, zehnmal überdenken und trotzdem fürchten, es könnte verbotene Pforten öffnen?`
Die Stirn der jungen Frau lag in Sorgenfältchen und sie kaute nervös auf ihrer Unterlippe herum.
"Angenommen er kehrt zurück..", begann sie leise und faltete die Hände auf ihrem Schoß. "Was kann ich tun? Was SOLL ich tun? Ich bin sicher, er wird sofort versuchen, mich umzubringen, weil ich gewissermaßen.. Der Schlüssel zu sein scheine." Ihr war nicht ganz wohl bei diesen Worten. Lian kratzte sich seufzend am Hinterkopf und musterte das Gesicht des Fähnrichs eingehend. Einerseits war es eine große Ehre, solch eine Bürde zu tragen. Andererseits.. Wer wollte schon Schuld sein, wenn er sich abermals selbst verlor und das Ungetüm in seinem Inneren gewaltigen Schaden anrichtete?
Lian hatte noch nie viel mit Verantwortung zu tun gehabt und bekam nun gleich eine die mehr war, als sie selbst tragen konnte. Aber eine Wahl hatte sie nicht. Diese Verantwortung konnte sie nicht einfach von sich schieben oder jemand anderem übertragen. Sie musste dafür gerade stehen. Für Saemon.
Wenn es für ihn war, dann konnte sie es. Dann MUSSTE sie es. So viel stand fest. Zweifelsohne hätte er auch dasselbe für sie getan, da war sie sich absolut sicher.
"Versteh mich nicht falsch. Ich will dich nur nicht wieder an ihm verlieren", schloss sie ihre Worte dann und seufzte noch einmal tief, ehe sie die Arme um den Hals des Rothaarigen schlang und sich eng an ihn drückte, diesmal entspannter und inniger, denn es saß ihnen kein Ben im Nacken, der zu sah. Das war ihr lieber. Saemon ganz für sich alleine zu haben.

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Saemon



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BeitragThema: Re: Kombüse   Mo 24 Sep 2012 - 20:08

Obwohl der Rotschopf natürlich damit beschäftigt war den beiden etwas Nahrhaftes zu zubereiten, so war er dennoch in der Lage ihren Worten zu folgen und hatte auch keine Bedeutung dieses zu verarbeiten. Anders als man es einem Mann sonst so gerne nachsagte, so war der Kisaragi durchaus Multitaskingfähig. Er konnte gleichzeitig kochen und sich mit Lian unterhalten, ohne dabei eines der beiden Dinge vernachlässigen zu müssen. Die Blondine hatte es sich auf einem der morschen Hocker bequem gemacht und konnte nun wirklich von Glück sprechen solch einen schmalen Körper zu besitzen. Saemon selbst wäre vermutlich auf den Boden geknallt und würde sich inmitten der zahlreichen Splitter wiederfinden, welche noch kurz zuvor der Stuhl waren. Aber dies kam ohnehin nicht in Frage, da man sich als Koch nicht so einfach auf seinen Hosenboden setzen würde und schon gar nicht wenn man sich in einer Küche befand. Man war immer in Bewegung und hatte einfach viel zu viel zu tun, als dass man es sich hätte bequem machen können. Lian konnte dem Fähnrich ohnehin nicht zu Hand gehen, weshalb sie dort auch ganz gut aufgehoben war und somit ihren Gedanken lauschen konnte. Es war wohl all zu natürlich dass sie sich über die Geschehnisse des Tages sorgen machte, immerhin war dies ein Verhalten von Saemon, welches man ihm nicht zutrauen würde und auch er selbst hätte nicht mehr damit gerechnet wieder einmal mit seinem... zweiten Ich konfrontiert zu werden. Er sagte ihr ja bereits zuvor dass Saemon sich sicher sei, es mit ihrer Hilfe in den Griff bekommen zu können, jedoch schien Lian daran ein wenig zu zweifeln, sodass auch Saemon selbst von Sekunde zu Sekunde nervöser wurde. Natürlich hatte sie Recht und es könnte jederzeit erneut passieren... Der Rotschopf hat ja bereits bewiesen wie Machtlos er dem entgegenblicken musste und wer weiß was dieses Ungetüm beim nächsten mal anstellen würde.. Wie man sich wohl denken konnte, hatte der Einäugige keine wirkliche Lust sein Leben lang mit dieser Angst im Hinterkopf verbringen zu müssen, es könne wieder die Kontrolle erlangen und jenen Menschen schaden, welche ihm am Herz lagen – an erster Stelle Lian. Einerseits hatte sie Recht mit ihrer Vermutung, denn sie war wirklich der aktuelle Dreh und Angelpunkt dieser Bestie. Zwar herrscht dieser Kampf im inneren Saemons schon seit vielen Jahren, aber derzeit war nur die Blondine in der Lage, ein solches emotionales Chaos in dem Rotschopf zu erwecken, sodass der Drache an die Oberfläche kommen könnte.
Er stellte die Pfanne auf eine der kalten Herdplatten und drehte jene herab, welche er so eben benutzt hatte. Die Scheiben waren alle ordentlich auf einem Tablett ausgebreitet worden und konnten hier nun in Seelenruhe abkühlen. Das Wetter draußen war ruhig und wirklich herrlich zum entspannen, jedoch herrschte im inneren des Schiffes noch immer ein solch tropischer Sturm, sodass jederzeit ein Hurrikan entstehen könnte und locker n der Lage wäre, alles und jeden mit sich zu reißen. Vorerst sollte Lian keine Antwort erhalten und als würde Saemon ihr gar nicht zuhören, begab er sich auf die andere Seite der Küche und öffnete dort eine Schranktüre. Er holte ein Päckchen Zucker hervor und begab sich mit diesem zu dem Tablett.

“Nun...“

..begann er seinen Satz, hielt dann allerdings nochmal einen Moment inne und seufzte leise aus, rieb sich das Gesicht und sah Lian direkt in die Augen.

“Ich kann es dir wirklich nicht sagen. Ich weiß auch nicht was die Gründe dafür sind dass er überhaupt kommt. Ich meine... er ist immer in mir und könnte eigentlich stets versuchen die Kontrolle zu übernehmen und ich weiß nicht einmal warum er das tut. Ich habe keine Ahnung was er hier macht, wie er an mich kam und ob ich ihn nicht vielleicht sogar selbst erschaffen habe... Ich habe mein Leben lang eine Menge Wut in mir angesammelt und diese niemals heraus gelassen. Nu selten mal habe ich mir ein Ventil verschafft und kann mich noch heute an dieses entspannende Gefühl erinnern, welches ich im Anschluss immer hatte. Das bin aber nicht ich. Ich bin niemand der Wild und ungezügelt seine Wut an jemandem auslässt, weshalb ich mich mit solchen Methoden auch nicht anfreunden kann. Ich habe das schon sehr früh erlebt, als ich noch jung war und auf der Straße gewohnt habe. Ich wusste nicht wohin mit meiner Wut und meiner Trauer, hatte aber auch keine Zeit und keine Gelegenheit diese ausleben zu können, also habe ich diese gesammelt. Eines Tages hörte ich eine Stimme in mir und warum auch immer...hab ich dieser das Bild eines Drachen zugesprochen, denn daran musste ich damals denken... als ich ihn hörte. Emotionaler Stress scheint die Ursache für sein Auftreten zu sein und solange ich nicht weiß was er will und wie ich ihn bekämpfen kann, muss ich mich wohl mit ihm einigen... oder so. Aktuell höre ich ihn allerdings nicht und bin guter Dinge dass das auch eine Weile so bleiben wird.“

Mehr hatte er hierzu nichts zu sagen und widmete sich nun wieder etwas fröhlicheren Dingen. Natürlich erwiderte er die Umarmung und gab seiner Liebsten zudem noch einen Kuss auf die Backe, weshalb er sich ein wenig zu ihr hinab beugte. Diese Momente waren so entspannend und angenehm... einfach wunderschön. In letzter Zeit gab es von diesen jedoch bei weitem zu wenige, weshalb er auch für sich beschloss jeden einzelnen von ihnen aus zu kosten. Dennoch musste er sich vorerst von Lian lösen, öffnete das Päckchen mit dem Zucker und nahm mit der Hand etwas von diesem heraus. Das weiße Süßungsmittel wurde nun gleichmäßig auf den Brotscheiben verteilt und mit einem Lächeln wandte er sich erneut seiner Geliebten zu.

“So. Dann lass uns mal von etwas anderem sprechen. Ich bin bei dir und werde dies auch bleiben. Ich bin mir sicher dass wir das in den Griff bekommen und jetzt... greif zu. Verzeih dass es nichts besonderes ist, aber du bist müde und ich möchte noch etwas von dir haben ehe du dich schlafen legst.“

Mit einem warmen Lächeln zeigte er zu dem Tablett und deute Lian an dass sie sich einfach bedienen konnte.
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Lian
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BeitragThema: Re: Kombüse   Mo 24 Sep 2012 - 20:27



Interessant. Saemon hatte keine Ahnung, woher das aggressive Wesen in seinem Inneren kam oder wer genau es war. Lian lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor ihrer Brust, während sie ihm ruhig zuhörte. Dass er keine wirkliche Idee hatte, wie es sich seiner angenommen haben könnte, sprach eigentlich sehr für ihre Theorie der Multiplen Persönlichkeitsstörung, die sie zwischenzeitlich vermutet, aber nicht geäußert hatte. Sie würde sich auch hüten. Einen weiteren Streit wollte sie mit Sicherheit nicht heraufbeschwören und so hielt Lian sich mit etwaigen Möglichkeiten was die Herkunft des Drachens anbelangte dezent zurück.
Was wäre.. wenn wir ihn absichtlich rufen ?“, fragte sie mit einem Mal und legte ihren Kopf schief. Das lange blonde Haar hing etwas zerzaust an ihren Schultern herab und berührte zuweilen sogar den Boden. Sie machte sich nichts daraus, ohnehin war eine Dusche nötig. „Wenn wir einen Kampf zwischen dir und ihm erzwingen, meine ich. Vielleicht ist er nicht ganz so stark, wenn er nicht darauf gefasst ist, dass man ihn durchlässt. Du wirst ihm doch sicher irgendwie.. gegenüberstehen oder? Eben in der Zelle hast du um dich geschlagen, das lässt mich also auf solch eine Idee kommen “,
erklärte sie ihm ruhig. Lian beäugte das Tablett, welches der Rotschopf auf dem Tisch vor ihr abgestellt hatte und schnüffelte kurz und skeptisch, ganz so, wie man es von einer Katze kannte. Doch diese Skepsis hielt sie nicht davon ab, zuzugreifen. Sie hatte so etwas nie zuvor gegessen, aber es roch nach Milch und mit Milch konnte der Fähnrich nichts falsch machen. Oder? Ja! Der erste Biss bewirkte ein Funkeln in den müden Augen der Blondine und der nächste Bissen fiel wesentlich größer aus, sodass ihre Bäckchen sich gut sichtbar füllten und sie hörbar schluckte. „Lecker !“
Ihre Stimme strahlte die reinste Euphorie aus. Sie aß einfach unheimlich gerne und vor allen Dingen Milch, was ja mehr Nahrungsmittel als Getränk war.
Der gute Geschmack half Saemon sogar, vom Thema abzulenken. Bei seinem letzten Satz musste sie unwillkürlich grinsen und senkte verlegen den Blick. Er wollte also vor dem Schlafengehen noch etwas von ihr haben, soso. Ein Glück, dass niemand sie belauscht hatte. Andererseits zweifelte sie daran, dass ihr Freund Probleme damit haben würde. Er war jemand, der zu dem was er tat und dachte stand und das gefiel der Katzenlady besonders an ihm. Wenn er etwas sagte, konnte man sich eigentlich ziemlich sicher sein, dass es der Wahrheit entsprach.
Bist du etwa nicht müde ..?“, erkundigte sie sich dann und senkte ihre Stimme etwas, sodass sie fast einem Flüstern glich. Derweil empfand sie das Licht in der Kombüse als etwas zu hell, ja, es schmerzte sogar in ihren empfindlichen Augen, die jenen einer Katze so unglaublich ähnlich waren. „ Können wir das Tablett nicht mit in deine Kajüte nehmen? Es ist so unbequem hier ..“
Mit gequältem Blick zeigte sie auf den wackeligen Stuhl, der seine besten Jahre wohl schon lange hinter sich gelassen hatte. Fraglich, wieso er überhaupt noch hier stand. Sie würde ihn zumindest nicht noch einmal benutzen und stand sogar sofort auf. Mit einem leisen Ächzen drückte sie ihren Rücken durch.

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Saemon



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BeitragThema: Re: Kombüse   Di 25 Sep 2012 - 16:31

Obwohl Saemon bereits andeutete dass er dieses Thema vorerst ruhen lassen wollte, so ließ dies Lian scheinbar einfach keine Ruhe. Er verstand sie, sehr sogar, denn um ehrlich zu sein, ließ es auch ihn selbst nicht los und quälte ihn jede Sekunde, in welcher er keine Antwort auf all die Fragen liefern konnte. Er wusste wann es zum ersten Mal auftrat und auch seine Theorie diesbezüglich teilte er mit Lian, demnach wusste er durchaus was es mit diesem Etwas auf sich hat, ohne jedoch zu hundert Prozent davon überzeugt zu sein. Was Lians Vermutung anging, so könnte man sich vermutlich wirklich stundenlang über dieses Thema streiten, ohne jedoch ausfallend zu werden. Das Erfinden von multiplen Persönlichkeiten war bekanntermaßen die schwerwiegendste Form einer „Dissoziative Identitätsstörung“ und war zudem noch stark umstritten. Fakt war jedoch das nahezu alle Betroffenen dieser Störung ein schweres Kindheitstrauma durch litten, bei welchem sie stets alleine waren und man ihnen nicht unter die Arme griff. Auf Saemon traf dies auch zu, ebenso der Fakt, dass er jene Handlungen, welche er vermeintlicher Weise durchführte, als jene einer fremden Person ansah – jedoch nur psychisch. Anders als es das allgemeine Krankheitsbild prognostiziert, so weiß der Kisaragi sehr wohl dass es sich bei diesen Taten um sich handelt, zumindest um seinen Körper. Wenn dieses Wesen in den Spiegel blickte, so erkannte der Rotschopf sich darin und er bekam nahezu alles mit, was in seiner „Abwesenheit“ geschah. Aktuell sprachen also mehr Argumente gegen diese These, als für sie und doch wusste er einfach nicht, womit er es zu tun hatte. Fest stand zumindest, dass es eine sehr unkluge Idee war, den Drachen mit Absicht zu rufen, zumal man nie weiß wie dieser sich manifestiert. Saemon stand ihm dieses Mal gegenüber, das mag sein, jedoch hätte das alles auch ganz anders ausgehen können und davon abgesehen war es vollkommen unmöglich ihn zu überlisten.


“Tut mir Leid aber dem kann ich nicht zustimmen. Ganz gleich was auch geschehen mag, wir werden ihn nicht provozieren und sein Auftreten begünstigen. Er weiß was ich weiß, ich weiß was er weiß und ebenso sieht der eine, was der andere sieht. Du kannst ihn nicht übertölpeln und ich kann bereits nach deinen Worten spüren wie er sich wieder auflehnt… Starker emotionaler Stress ist eine Ursache für ihn und solange dies nicht gegeben ist und ich mich im Griff habe, solange hat er auch keine Chance die Kontrolle zu übernehmen. Es ist nicht so als würde ich ihn mir einbilden, das solltest du gemerkt haben. Er ist ein Parasit in meinem Inneren, welcher jedoch nicht in der Lage ist die volle Kraft und das Potenzial meines Körpers zu nutzen. Er saugt ihn praktisch aus und würde vermutlich sehr bald nichts weiter als eine leere und ausgelutschte Hülle darstellen. Ich kenne meinen Körper und kann mit diesem Umgehen, deshalb habe auch nicht ich das Problem, sondern nur er. Es ist ihm zu viel sich sowohl auf die Kontrolle des Körpers zu konzentrieren, als auch darauf, mich nicht aus den Augen zu lassen. Ich habe manchmal das Gefühl dass er stets ein neues Gefängnis baut, in welches er mich stecken möchte, nur damit ich nicht zu schnell einen Ausweg finde… Was heute geschehen ist, war jedoch nicht sein Verdienst, sondern mein Verschulden und ich bin froh dass nichts schlimmeres passiert ist..“

Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah Lian mit ernstem Blick an, symbolisierte so seine Verschlossenheit vor ihrem Vorschlag.

“Vielleicht stehe ich ihm dann irgendwann gegenüber, vielleicht aber auch nicht und vielleicht wäre es dann bereits zu später, oder auch nicht. Das Alles kann ich nicht wissen, das kann keiner und deswegen werde ich mich auf solche Experimente auch nicht einlassen. Das Risiko ist zu groß und darauf werde ich mich nicht einlassen. Solange mich keine größeren Enttäuschungen mehr überkommen, sollten wir sicher sein. Und jetzt widme dich lieber dem Essen.“

Seine Miene erhellte sich ein wenig und zaghaft lächelnd deutete er mit dem Kopf auf das Tablett, welchem Lian sich dann auch schon widmete und eine der Scheiben in die Hand nahm. Sicherlich mag die Rezeptur und auch die Zubereitung ein wenig seltsam erscheinen, aber es war wirklich über alle Maßen lecker, zudem noch schnell gemacht. Schon als junger Sprössling hatte er dies gerne gegessen und mindestens alle zwei Wochen, bereitete sein Vater dies zum Frühstück zu. Heute konnte er wehmütig auf diese Zeit zurückblicken, beschloss jedoch nicht der Vergangenheit nach zu trauern und sich voll und ganz der Zukunft zu widmen. Vergangenes war vergangen und würde nicht wiederkehren, so blieb es an ihm und allen anderen Menschen auf dieser Welt, die Zukunft zu verändern, auf dass sie einer besseren Zeit entgegen blicken konnten.
Lian schien ebenfalls Gefallen an diesem Gericht gefunden zu haben und schlug nach einem zunächst zaghaften Blick dann auch schleunigst zu. Mit Freude besah der Rotschopf seine Freundin und abermals konnte er zufrieden mit sich selbst sein, schien er doch erneut ihren Geschmack getroffen zu haben. Nichts lag ihm mehr am Herzen als Lians Zufriedenheit und doch war es gerade seine Schuld, dass diese niemals vollends eintreffen konnte. Nur seinetwegen war sie bei der Marine, ausgerechnet jenem Verein, welchem sie keine zwei Meter über den Weg traute. Sicherlich war ihr Bild von der Marine reichlich verzerrt und ordentlich getrübt, aber lag sie mit manchen Punkten, welche sie so stark kritisierte auch Gold richtig. Es war wirklich schwierig und einige Sekunden lang versank der Einäugige in seinen melancholischen Gedanken, trug dabei ein eben solches Lächeln auf den Lippen, wurde jedoch rasch wieder aus seinen Tagträumen gerissen, als Lian ihm offenbarte dass es hier alles andere als Bequem war. Nun auch wenn Saemon sich in einer Küche wohl fühlte, so hatte sie natürlich recht und eine Luxussuite war etwas gänzlich anderes. Nickend stimmte er als zu, stieß sich von der Arbeitsplatte ab und ergriff fas Tablett.

“Freut mich dass es dir schmeckt, aber du hast Recht. Geh du nur voraus, ich werde dir folgen. Wenn du noch etwas zu trinken mitnehmen möchtest, bedien dich nur. Wir haben noch genug Milch an Bord.“

Hierbei nickte er mit dem Kopf gen südlicher Ablage, auf welcher noch eine volle Flasche mit Milch stand.

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Lian
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BeitragThema: Re: Kombüse   Di 25 Sep 2012 - 20:24



Lian ließ das Thema um den Drachen ruhen. Das Einzige, was sie dem noch beizutragen hatte, war ein erhobener Mittelfinger, als Saemon ihr klarmachte, dass das Unding in seinem Inneren alles sah, was er sah und alles wusste, was auch er wusste. Es sollte keine Provokation sein, sondern lediglich ein klarer Bild ihrer Meinung, die sie ihm gegenüber innehatte. Er sollte sich nur nichts auf den Kuss einbilden, galt dieser immerhin allein ihrem Freund und der Rettung dessen.
Aber wie dem auch war – Das Thema war vorerst ad acta gelegt und Saemon war gegen ihren Vorschlag. Sein gutes Recht und sie versuchte auch nicht, ihn umzustimmen. Dafür war sie aktuell viel zu sehr mit den köstlichen Leckereien beschäftigt. In einem beachtlich kurzen Zeitraum schlang sie die Hälfte der Brote weg und – Saemon hätte es ihr nicht vorher sagen müssen – die Milch hatte sich die Meisterdiebin bereits eingesteckt, noch ehe er ihr erlaubt hatte, sich zu bedienen. Lian hatte einfach nicht widerstehen können. Und was gab es herrlicheres, als nachts aufzuwachen und eine Packung gute Milch neben sich zu finden? Der bloße Gedanke trieb ihr den Speichel in den Mund und sie zeigte mit einem breiten Grinsen auf die Milchtüte, die sich kaum merklich unter ihrem schwarzen Kleid abzeichnete, welches über den Lauf des Tages vieles hatte einstecken müssen: Staub, Risse, eingetrocknetes Blut und undefinierbarer Dreck, der vermutlich Schlamm war, immerhin hatte es am Schafott geregnet.
Eine Dusche wäre nicht schlecht..“, seufzte sie melancholisch und beäugte ihre Haare, die.. nicht mehr ganz bis zu ihren Knien reichten und ordentlich verschnitten waren. Saemons Dämon hatte beim Versuch sich zu befreien eindeutig zu viel abgeschnitten und Lian würde nichts anderes übrig bleiben, als die Strähnen der kürzesten Länge anzupassen. Sie dauerhaft auf eine bestimmte Menge zu halten, wäre auf Dauer viel zu anstrengend und die Kraft, die sie für etwaige Kämpfe benötigte, würde durch ihre bloße Eitelkeit schwinden. Nichtsdestotrotz – Auch ohne die passende oder zumindest gleiche Länge waren ihre Haare stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch hier fanden sich trockene Blätter, kleine Äste und dunkelrote Flecken wieder. Es war ihr ein wenig unangenehm in diesem Aufzug vor Saemon stehen zu müssen und senkte den Blick beschämt auf ihr Kleid, das am Morgen des Tages noch wie neu ausgesehen hatte und jetzt im ähnlichen Zustand wie das La Bouche selbst war.
Wie lange würden sie wohl noch auf Loguetown bleiben? Auf der nächstbesten Insel, auf welcher sich weniger Marineeinheiten befanden, würde sie sich definitiv neue Kleidung beschaffen, so viel stand fest, denn in weiß-blau würde sie mit Sicherheit nicht herumlaufen! Dennoch.. Die Zweifel des Rotschopfes waren völlig unbegründet. Zwar stimmte es und Lian war nicht gerne hier, aber sie war bei ihm und das machte es erträglich, mehr war auch nicht nötig, um sie zufrieden zu stimmen, denn war der Kisaragi erst einmal bei ihr, so kam die Zufriedenheit wie von allein. Auch, wenn das Schiff ein wenig kleiner war, als sie in Erinnerung hatte. Allerdings zog sie es vor, keine Fragen diesbezüglich zu stellen, wer wusste schon, ob Saemon es ihr übel nehmen würde, wenn sie nachfragte, immerhin konnte es gut sein, dass das ‚neue‘ Schiff eine Art Bestrafung für die neunte Division gewesen war, vielleicht hatte man sie auch einfach herabgestuft, wer wusste das schon? Aber in wunden Punkten rumpuhlen, nun, danach war ihr nicht, schon gar nicht bei ihrem Liebsten, der schon zuvor besorgniserregend auf eine Enttäuschung reagiert hatte.
Ich werde noch schnell Ben etwas zu essen bringen. Es dauert nur zwei Minuten. Aber er hatte heute noch gar nichts.“ Mit diesen Worten schritt sie eigenständig durch die Kombüse und machte ein paar Schränke auf. Der Grund, weswegen sie Saemon nicht bat, ihm etwas zu machen, war einfach: Er schien den Piraten schlichtweg nicht zu mögen, aber er hatte in der Arrestzelle immerhin zugesagt, dass auch er etwas kriegen würde und das war auch nur fair. Lian konnte sich nicht vorstellen, dass ihr Freund als Koch jemanden hungern lassen wollte. Das passte nicht zu einem Koch und auch nicht zu Saemon selbst, denn im Grunde genommen hatte dieser ein sehr großes Herz und das wusste und schätzte Lian so sehr an ihm.
In einem der Schränke, vielleicht etwas verstaubt, fand sie eine dicke Dose. Auf dem äußeren Bild waren viereckige Nudel in einer roten Soße zu sehen und angesichts der Zubereitungsanleitung schien es kein allzu schweres Prozedere zu sein. Trotzdem warf Lian einen Blick über ihre Schulter und sah Saemon mit aus Besorgnis zusammengezogenen Augenbrauen an, wohl in der Hoffnung, nichts falsch zu machen, obwohl es bei der Zubereitung von Dosenravioli wirklich nichts falsch zu machen gab. Nur den Herd erhitzen, Raviolis in einen Topf geben und ein paar Minuten warten.
Und siehe da! Trotz etwas zaghafter Bewegungen und kurzen Blicken in Richtung des Fähnrichs, dampften die rote Nudelbrühe bald in ihrem Topf und schien zum Verzehr bereit zu sein. Schnell beförderte Lian sie in einen tiefen Teller und staunte über die Menge, die letztendlich dabei herumgekommen war. Nun, Ben würde die Nacht sicherlich keinen Hunger mehr haben, so viel stand fest. Anschließend griff sie sich einen Löffel und eine Flasche Wasser, hielt dann aber inne. Sie würde ihn doch hoffentlich nicht füttern müssen?! Nein, so schlimm war seine Wunde nicht, er konnte sich auf den Unterarm stützen und dann etwas essen. Erleichterung machte sich in ihr breit und sie nickte Saemon zu, als sie sich umdrehte und mit dem Kopf in Richtung Tür nickte. „Geh schon einmal und wärm alles vor!“, sagte sie mit einem breiten Lächeln und tippelte dann in ihrem gewohnt eleganten Gang am Rotschopf vorbei aus der Tür der Kombüse hinaus, um in die Arrestzellen zu gelangen. Den Schlüssel, tja, den hatte sie ihm schon schnell genug entnommen, bevor er es überhaupt gemerkt hatte. Was das anging war sie nun einmal einsame Spitze, das musste man ihr lassen und Saemon würde sich, sobald es ihm auffiel, sicher nicht lange fragen müssen, wo der kleine, rostige Gegenstand abgeblieben war.
Sie warf ihm noch einen Luftkuss zu, dann war sie in den Gängen verschwunden.

tbc Arrestzellen

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Saemon



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BeitragThema: Re: Kombüse   Mi 26 Sep 2012 - 16:59

Bei dem Stichwort Dusche blickte auch Saemon an sich herab, erkannte jedoch ein weitaus gepflegteres Bild. Freilich lag hier und da ein Wenig Dreck, festgehaftet an dem Stoff seiner Kleidung, doch abgesehen von seinem Hosenbeinen, hat der Matsch nicht sonderlich viel in Mitleidenschaft gezogen. Aber ja – eine Dusche würde auch ihm gut tun. Über das zerzauste Haar der McNair konnte Saemon nur kichern, natürlich möglichst auffällig, damit sie es auch ja mitbekam. Sich über sie lustig machen lag ihm natürlich fern, aber ein wenig necken wollte der Einäugige seine Freundin dann doch, war sie selbst doch auch meistens zu solchen Scherzen aufgelegt. Dennoch hinderte dies die Blondine nicht daran sich den Bauch voll zuschlagen und eben jene Gelegenheit nutzte Saemon aus, um ein wenig Klarschiff in der Küche zu machen. Aktuell war er der einzige Koch an Bord, dementsprechend gab es auch niemanden außer ihm selber, welcher wirklich Interesse daran hegte, dass Ordnung in der Kombüse herrschte und wieso auch? Ganz gleich wie dreckig und verfettet die Pfannen und Töpfe auch sein mochten, Saemon war dennoch locker in der Lage auch in solch einem Arbeitsmaterial eine anständige und vor allem schmackhafte Mahlzeit zu zubereiten. Sicherlich wäre dies eine seiner einfachsten Übungen, jedoch bemerkte er bei diesem Gedanken bereits wie sein Magen sich verkrampfte und ihm etwas schlecht wurde. Der Koch hatte einen Grundsatz… ‚Setze anderen nie etwas vor, was du nicht auch selber essen würdest.‘ Diesen lebte er such strickt aus, was auch zur Folge hatte, dass Saemon Dinge aß, welche ihm eigentlich nicht so mundeten. So war es Fakt dass der junge Mann, trotz seiner roten Haare, ein absolutes Grauen vor Tomaten hatte und diesen am liebsten aus dem Weg gehen würde… aber dies war nun einmal nicht möglich. Um ehrlich zu sein ekelte er sich nach wie vor ziemlich vor dem Geschmack einer rohen Tomate… pur… wohingegen diese in Kombination mit anderen Zutaten durchaus vorzüglich schmecken konnte. Beispielweise gemeinsam mit Mozzarella, Olivenöl und etwas Basilikum, oder auch auf einem Burger. Besonders fasziniert war Saemon ja, als er zum ersten Mal in seinem Leben Bruschetta selbst gemacht hatte. Eher skeptisch beäugte er damals noch den Mix aus Tomaten, Frühlingszwiebeln, Gewürzen, Olivenöl und Kräutern, konnte anschließend jedoch nicht genug davon bekommen. Bei diesem Gedanken fasste er auch den Entschluss, dies demnächst einmal für die ganze Mannschaft zu kochen – als Vorspeise versteht sich. Einem Italienischen Themenabend würde sicherlich jeder zustimmen.
Somit wandte Saemon sich dann auch schon den Töpfen und Platten zu, um diese zu säubern und erneut in den Schränken zu verstauen, da erwähnte Lian auch schon dass sie Ben noch etwas zu Essen und zudem noch eine Falsche Wasser bringen wolle. Nun, auch wenn es dem Fähnrich nichts gefiel dass sie sich alleine und noch so erschöpft zu dem Gefangenen gesellte um diesen zu versorgen, so hielt er sie dennoch nicht, wollte er doch tatsächlich nicht dass Ben einsam und alleine verhungern muss. Gerade wollte er sich an die Arbeit machen auch dem Piraten eine Kleinigkeit her zu richten, da huschte Lian auch schon an ihm vorbei und erntete dabei ein paar skeptische Blicke. Neugierig beäugte er ihr Tun, verschränkte dabei die Arme vor der Brust und lehnte sich gegen die Arbeitsplatte, auf welcher sich noch immer das verschmutzte Geschirr befand. Zu seinem Unmut war Lian drauf und dran noch mehr Chaos zu verursachen, aber wenn man ehrlich war… Chaos war ihr zweiter Vorname und doch nahm er ihr diese Eigenschaft nicht übel. Wo die junge Katzendame mitmischte, war immer Action angesagt, somit lächelte er ihr freundlich zu, wenngleich dieses Lächeln auch ein wenig hämisch wirkte. Geduldig ließ er sie machen wie ihr gefiel und amüsierte sich köstlich über die beinahe nach Hilfe schreienden Blicke der Blondine. Es stimmte dass sie sich mit Dosenravioli ein denkbar einfaches Gericht ausgesucht hatte, dennoch konnte man daran schnell verzweifeln, wenn man mit Kochen wirklich so absolut gar nichts am Hut hatte, wie es bei der ehemaligen Piratin nun einmal der Fall war. Wie ein Wirbelsturm huschte sie hin und her, nahm eine tiefe Schüssel in die Hand und begab sich sogleich wieder hinüber zu der inzwischen erhitzten Nudelpampe. Sicherlich war dies nichts was Saemon in der Vergangenheit einem seiner Gäste serviert hätte, dennoch waren es Lebensmittel und mussten demnach verspeist werden… War schon in Ordnung dass der Gefangene das Zeug bekam. Er selbst hätte es zwar auch gegessen, da Saemon sich durchaus für solche Gerichte begeistern kann, aber wenn man es verhindern konnte, so störte ihn dies auch nicht weiter.
Als sie ihr Werk dann auch letztlich vollendet hatte, ergriff Lian die Schüssel und wackelte an dem Rotschopf vorbei aus der Küche hinaus, jedoch nicht ohne ihm vorher noch einmal klar zu machen, dass sie selbst bei der Marine nicht aus ihrer Haut konnte. So stibitzte sie nicht nur die Flasche mit der Milch, sondern anschließend auch noch den Zellenschlüssel, was der Rotschopf zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht bemerkt hatte. Er war nun viel mehr damit beschäftigt das Chaos zu beseitigen, welches dank Lian nur noch schlimmer wurde.

“Joa… ich mach hier erst mal sauber, sonst wimmelt es hier morgen nur so vor Ratten und Kakerlaken. Wir sehen uns dann gleich.“

Seine Stimme klang monoton und doch entspannt, denn obwohl man meinen möchte, das Abwaschen und Aufräumen sollte einen doch zutiefst nerven und eher abschrecken, so war es für Saemon schlichtweg Routine. Zudem war das hier weitaus angenehmer als im Restaurant damals. Zum einem saß einem dort ständig der Chefkoch im Nacken und hat einen auf Schritt und Tritt beobachtet und kontrolliert, zudem ist es schon ein Unterschied ob man nun zwei Schalen, zwei Töpfe und ein Tablett säubern musste, oder doch eher bis zu 30 Pfannen und Töpfe, drei mal so viel Besteck wie Schöpflöffel, Schneebesen etc. und zudem noch die Küche als solche putzen musste. Dagegen würde das hier ein Spaziergang werden und als solch einer stellte es sich auch heraus. Nach gerade einmal fünf Minuten, war all das Geschirr wieder an seinem rechtmäßigem Platz, der Schmutz beseitigt und Saemon verließ die Küche in Richtung der Verbindungsgänge, um von diesen aus zu seinem Zimmer gelangen zu können.

---> Verbindungsgänge des Unterdecks
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