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Arrestzellen

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Saemon



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BeitragThema: Arrestzellen   Do 26 Jan 2012 - 8:14

das Eingangsposting lautete :

Arrestzellen

Eine sehr kleine und ungemütliche Unterkunft aus stabilem Holz. Auf der linken Seite befindet sich ein provisorisches Bett, welches ebenfalls aus Holz besteht. Abgesehen von einer Decke bekommen die Gefangenen nichts um es sich ein wenig gemütlich machen zu können. Man hat keinen Blick nach draußen und die Front ist mit starken Gittern gesichert, welche zusätzlich eine Seesteinlegierung aufweisen. Für sanitäre Bedürfnisse stehen den Gefangenen zwei Eimer zur Verfügung, dessen Inhalt alle 3 Tage von einem Wärter geleert wird.

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AutorNachricht
Saemon



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BeitragThema: Re: Arrestzellen   So 16 Sep 2012 - 22:04

Selbst wenn sie nun den Eindruck haben dürfte, als würden ihre Worte keine Wirkung zeigen, so war dem nicht so. Seine Reaktionen konnten zwar nicht gedeutet werden, doch kämpfte Saemon verbissen darum, seine Liebste endlich wieder in die Arme schließen zu dürfen. All die Enttäuschung und die Befürchtungen, welche ihn überkamen, waren wie weggeblasen und er war nun bereit sein eigenes Leben dafür zu opfern, dass sein Alter Ego sich nicht an Lian vergreifen würde. Man konnte sich kaum vorstellen wie so etwas eigentlich von statten ging, doch standen sich auf einer geistigen Eben, tatsächlich zwei Manifestationen von Saemon gegenüber. Einer von beiden natürlich das Original, mit seiner roten Haarpracht und dem Azurblauen Auge. Nummer zwei ähnelte ihm nur in wenigen Punkten, wie der Größe, der Statur oder aber den Bewegungen, doch war alles andere gänzlich anders. Seine Haare waren ungepflegt und besaßen eine gräulich-grüne Färbung, ähnlich verhielt es sich auch mit dem Auge, welches pechschwarz war, mit einem ebenfalls grünem Schimmer in diesem.
Saemon fiel sanft, wodurch ihm weitere Verletzungen erspart blieben, äußerlich zumindest. Innen jedoch sah das schon anders aus...
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Lian
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BeitragThema: Re: Arrestzellen   So 16 Sep 2012 - 22:15


Man konnte sich kaum vorstellen, was die Blondine in diesen Momenten des Schreckens empfand. Ihn leiden zu sehen und nichts tun zu können - das war mit eines der schlimmsten Gefühle. Es fühlte sich an, als würde einem die Kehle zugedrückt werden, als könne man sich nicht bewegen, während Flammen um einen herum ausbrachen.
Mittlerweile schwer atmend versuchte Lian, sich irgendwie zwischen die Gitter zu pressen, aber es ging einfach nicht. Sie konnte sich nicht einmal einfach in eine Katze verwandeln, denn dafür sorgten bereits die Seesteinlegierungen an den Stangen, die bereits rote Abdrücke auf ihrer blassen Haut hinterließen.
Sie hatte das Gefühl, dass sie ihn nicht hörte und trotzdem rief sie die ganze Zeit seinen Namen, mit der Bitte, bei ihr zu bleiben und sich nicht wieder von dem Drachen übernehmen zu lassen.
Saemon war stärker, das wusste sie, denn er war Herr seiner Bedürfnisse. Der Drache war dies nicht. Sein einziges Begehren war das Morden und soweit sie das beurteilen konnte, hatte er diese Leidenschaft nicht im Griff, sondern sie ihn.
Unruhig wanderten ihre eisblauen Augen durch den schmalen Bereich vor der Zelle. Irgendwo musste dieser verdammte Schlüssel sein. Sie musste hier heraus, so viel stand fest. Hinter Gittern nützte sie ihm gar nichts.
Aber da war kein Schlüssel. Außer dem Medizinkasten, verdammt viel Staub und ein paar undefinierbaren Krümmeln, war nichts auf dem Boden zu sehen und auch an der Wand hing nichts, womit sich die Zelle hätte aufschließen lassen können.
Es musste irgendwo an Saemon sein, war er es doch gewesen, der sie hier zurückgelassen hatte. Irgendwo in seiner Kleidung musste sich der kleine, rostige Gegenstand befinden.

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Saemon



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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Mo 17 Sep 2012 - 15:05

Leider irrte Lian sich mit dieser Annahme, denn entgegen ihrer Vermutung, befand der Schlüssel sich keineswegs am Leibe des Kisaragi. Bereits als er Ben aus der Zelle schleifen wollte, pfefferte er den Bund mit Wucht in die Ecke, wo dieser noch immer verweilen müsste. Letzten Endes war es aber auch nicht von Bedeutung ob sie nun wusste wo er lag oder nicht, schließlich zehrten die Aktionen mit ihren Haaren, sowie der Schlag Saemons, noch immer stark an ihren Kräften und sie müsste ihre Haare sicherlich auf das Maximum der möglichen Länge wachsen lassen, um überhaupt eine Chance haben zu können, an den Schlüssel zu gelangen. Gewissermaßen waren beide nun Gefangene, der Rotschopf jedoch weniger im klassischen Sinne, sondern viel mehr im übertragenen. Er war ein Häftling in seinem eigenen Körper, welcher seinen Befehlen nicht mehr gehorchte und von einem Parasiten befallen war. Ein Parasit welcher die Schwäche des Fähnrichs ausgenutzt hatte um diesen von seiner fleischlichen Hülle lösen zu können, was ihm inzwischen schon zum zweiten Mal gelang. Schon einmal durfte Saemon sich als Gefangener seiner selbst ansehen, doch war damals alles ein wenig anders. Er war wirklich und im wahrsten Sinne in seinem Körper gefangen, hatte das Bild eines hölzernen Tisches vor Augen, an welchem er mit Ketten fixiert wurde. Doch war dort noch etwas, etwas vertrautes, etwas Gutes und gleichermaßen böses in einer Person… oder viel mehr einem Wesen. Eine schaurige Gestalt, welche so Grotesk aussah, dass man am liebsten seine Augen schließen mochte, auf das es sich endlich von dannen machen mochte. Jedoch sprach es ruhig, beinahe monoton und Gefühlskalt, sprach davon ein Untergebener zu sein, eine Manifestation des eigenen Körpers – ein Wächter. Es wurde ins Leben gerufen, da Saemon oftmals fahrlässig mit seiner Physis und besonders seiner Psyche umging und beides allmählich zu bröckeln begann. Seine Intention war es keinesfalls Saemon in seinem Kampf zu unterstützen, sondern lediglich dem nach zu gehen, was am besten für das leibliche Wohl des Rotschopfes war. Schwäche musste ausradiert werden und damals war es Saemon, welcher sich nicht mehr behaupten konnte und in die Tiefen seiner Seele verbannt wurde. Er sah sich jenem Gespinst gegenüber, welches sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließ und sogar seinen eigenen Meister ermordet hätte, würde dies das Beste für den Leib erbringen. Es war eine neue Erfahrung für Saemon und eine äußerst Unheimliche noch dazu, dementsprechend froh war der Einäugige als er dem letztlich entgangen war. Wieder spürte er die Furcht in sich aufkommen und er rechnete bereits diesem Geschöpf abermals über den Weg zu laufen, auf dass es ihm nun den Gnadenstoß geben mochte, allerdings… geschah nichts. Egal wie lange er auch wartete und in die dunkle Ferne blickte, nichts passierte. Seine Empfindungen und Wahrnehmungen wurden gänzlich von der Außenwelt abgekoppelt und von der einen zur anderen Sekunde, war alles weg. Es war ihm nicht mehr erlaubt zu sehen, was außerhalb seines Körpers vor sich ging, weshalb es ihm auch nicht möglich war zu erkennen, was der Drache mit seinem Aussehen im Begriff war an zu richten. Bruchteilartig erschienen Bilder vor seinem geistigen Auge, Bilder von jenem Geschehen, was auf Deck und auch am Hafen stattfand, doch konnte er nicht mit Sicherheit sagen ob es real oder nur Fiktion war.
Lange Zeit war da nichts als ein Rauschen, sowohl vor seinem Auge als auch in den Ohren. Es war als wollte ihn jemand davon abhalten den Kampf auf zu nehmen und eine Weile hatte dieser jemand auch Erfolg damit gehabt. In gewisser Weise kam Saemon sich bereits Tod vor, wusste nicht einmal dass er noch so etwas wie ein Bewusstsein besaß, fand sich deswegen auch damit ab und legte sprichwörtlich die Waffen nieder. Dann durchströmte ein Impuls seinen Körper, ein schwacher und kaum wahr zu nehmender… doch bemerkte er diesen und reagierte darauf. Für wenige Sekunden wurde sein Auge wieder klarer und er war erneut in der Lage einen Blick nach draußen zu werfen, was er jedoch hier erblickte, ließ ihn entsetzt zusammenzucken. Er entdeckte eine Klinge, augenscheinlich jene seines eigenen Schwertes und er sah Lian, welche schon bald den Weg des Stahles kreuzen würde. Dieses Monster wollte Lian verletzen, sie wohlmöglich töten und war bereits kurz davor dieses Ziel in die Tat um zu setzen. Ein Schrei entwich seiner Kehle und mit aller Kraft stieß er seine Hand von seinem Körper ab und ließ diese nach vorne schnellen, was letztlich der Grund für jenen Impuls gewesen ist, welcher den Drachen inne halten ließ. Saemon verletzte ihn, verletzte seine Seele und zwang ihn sich mit dem Rotschopf im inneren zu beschäftigen.
So standen die beiden sich nun gegenüber, zum ersten mal in ihrer beider Leben und jenes Wesen, welchem Saemon bislang immer die Gestalt eines Drachen zusprach, war im Grunde nichts anderes als ein Mensch, obgleich dieser echsenartige Züge an sich hatte. Gewohnt lässig und mit einem diabolischem Grinsen auf den Lippen stand es da, sah Saemon in das Auge, welcher seinerseits sehr ernst dreinblickte und zu allem bereit war. Ohne jegliche Vorwarnung preschte Saemon nach vorne, tauchte unter dem Wesen hinweg und verpasste diesem einen Schlag an das Kinn, so war es zumindest gedacht. Mit einem Lachen wich das Ungetüm aus und schlug Saemon seinerseits mit beiden Fäusten auf den Rücken…
Die Zeit verstrich, ohne dass irgendetwas zu geschehen schien. Lediglich wenige Zuckungen erkannte man an Saemons Leib, doch nahmen auch diese nach und nach ab, bis er plötzlich still und regungslos auf dem Boden liegen blieb und eine Weile nichts geschah. Ein Lächeln bildete sich auf seinen Lippen, doch war dieses ebenso unscheinbar wie eh und je. Man konnte äußerlich nicht deuten was dieses zu bedeuten hatte, doch öffnete sich nach und nach das Augenlid. Sogleich trat das für Saemon typische, strahlende Blau hervor. Er rieb sich den Kopf, sah sich ein wenig um und blickte schließlich nach vorne, wobei er nun Lian erblickte. Seine Stimme erklang Glockenklar, eben so wie Lian diese kennen gelernt hatte.

“Du siehst ziemlich fertig aus Liebste…“

Saemon zwang sich auf die Beine und torkelte zu den Gitterstäben, an welchen er sich kurz darauf auch fest hielt.

“Ich… lass dich gleich raus…“
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Benjamin Hayn
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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Mo 17 Sep 2012 - 15:30

Während Benjamin unruhig auf der Pritsche wartete und nichteinmal beachtet wurde schien Lian´s Taktik zunächst keinen Effekt zu haben. Er wusste noch immer nicht wie er Saemon´s verhalten einzuschätzen hatte, für ihn bestand nach wie vor die Möglichkeit, dass der Saemon Kisaragi, den Lian liebte garnicht existierte, nie existiert hatte. Er lauschte gespannt jedem Wort der beiden, beäugte trotzdem immernoch argwöhnisch den Fähnrich. Der Braunhaarige war sehr froh, dass der Rotschopf ihn nicht weiter beachtete, als Spielzeug war ihm, verständlicherweise, die junge Blondine wohl deutlich lieber als Benjamin. Dieser an sich positive Umstand hatte allerdings auch einen bitteren Beigeschmack. Es bedeutete, dass er Saemon so gleichgültig war, dass dieser nicht glaubte von ihm ginge auch nur die kleinste Bedrohung auszugehen. Es war zwar korrekt, Hayn war vollkommen unnütz und stellte für niemanden eine Bedrohung dar, nicht für einen Zehnjährigen, nicht für einen normalen Erwachsenen oder Marinesoldat und schon garnicht für jemanden für Saemon, dessen körperliche Fähigkeiten die Grenzen eines normalen Menschen bereits lange hinter sich gelassen hatten. Er konnte leider nicht sehen, welche Gefühle und Gedanken sich auf Lian´s Gesicht zeigten, sodass er sich noch immer sehr unsicher war, wie sie selbst die Erfolgschancen ihrer Aktion einschätzte. Aber, war da nicht etwas, etwas, das sich veränderte. Die Haare? Um Saemon nicht unfreiwillig vorzuwarnen behielt Benjamin seinen wütenden Gesichtsausdruck bei. Es konnte noch immer sein, dass Saemon ihn aus dem Augenwinkel beobachtete. Lian stellte dem Mann vor den Gittern derweilen Angst vor. Und, es machte irgendwie Sinn, er war zu Vorsichtig. Bei seiner Überlegenheit könnte er sich ohne Waffen mitten in die Zelle stellen und keine Angst haben verletzt zu werden. Doch er tat es nicht. Oder er war einfach ein Sadist, der es genoss seine Opfer leiden zu sehen. Plötzlich griff Lian Saemon mit ihren Haaren an, Ben zog scharf die Luft ein. Sagen wollte er nichts, und konnte auch garnicht, seine Kehle war wie zugeschnürt. Die Blondine flehte das Ding, den Unmenschen an, der sollte das Feld für Saemon räumen. Benjamin, der bisher gebannt verfolgt hatte wie Lian mit ihren Haaren Saemon umschlungen hielt bemerkte erst als die junge Frau es aussprach, dass die Haare des Fähnrichs scheinbar schlaff wurden. Wie ausgelaugte Blumen, sie verloren ihre Farbe und schienen zu verwelken. Saemon antwortete beinahe schon gelangweilt. Die Klinge war durch Lian verdeckt, Benjamin wusste nur, dass sie dort irgendwo war, als die nachlassende Spannung der Haare sich deutlich machte. Als diese durchtrennt wurden bewegte sich Lian ein Stück zurück. Saemon kam nur zurz zum stehen und setzte sich sofort wieder so schnell in Bewegung, dass Ben erneut nur einen Schemen erkennen konnte. In Erwartung einer schlanken Klinge, die durch den Rücken der McNair austrat zuckte Ben zusammen und fiel beinahe von der Pritsche, stattdessen aber konnte Benjamin den innerlichen Kampf Saemon´s sehen. Lian flehte den echten Saemon an wieder zurück zu kommen, auch Ben war durchaus dafür, dass dieser den Kampf gewann, so war er ihm wesentlich lieber als die dunkle Seite des Fähnrichs. Im inneren des Kisaragi nahm der Krieg zwischen den beiden Persönlichkeiten bereits Dimensionen an, die ihn dazu brachten einen wilden Schlag ins nichts zu führen. Saemon fiel nach hinten.Zunächst blieb Saemon regungslos liegen, dann jedoch bewegte er sich minimal. Als er zu sprechen begann klang wieder die gewohnte Stimme durch die Luft. Körperlich war Saemon klar geschwächt. Na toll, da gewinnt der gute Arsch das Preisboxen und ich komm hier doch nicht raus. Dolle Wurst.

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Lian
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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Mo 17 Sep 2012 - 16:23



Lians Gesicht hellte sich schlagartig auf. Die Vertraute Stimme Saemons war wie Musik in ihren Ohren, wie eine wunderschöne Melodie, die man einmal hörte und von dieser Sekunde an nie mehr vergaß. Der Griff ihrer Finger um die metallenen Stangen festigte sich und sie tat sogar einen kleinen Sprung. Saemon war wieder zu sich gekommen. Das Haar war erfüllt von einem satten Rot und auch sein Gesicht trug gänzlich andere Züge. Sie waren weicher, vertrauter und Lian fiel ein Stein vom Herzen. Ein tiefes Seufzen verließ ihre vollen Lippen und mit einem Lächeln schüttelte sie den Kopf. Dann war dieser Albtraum wohl endlich vorbei und selbst, wenn Ben noch weiter als Gefangener in der Zelle würde bleiben müssen, so blieb ihm zumindest der Sadismus des Drachen erspart, denn vor diesem hätte vermutlich nicht einmal Lian ihn bewahren können.
Mir geht es gut, keine Sorge!“, winkte sie ab, als ihr Freund sie darauf hinwies, dass sie fertig aussah. Die Wahrheit war, dass Lian sich auch entsprechend fühlte. Erst jetzt wo das Adrenalin langsam verflog spürte sie wieder die starken Schmerzen in ihrer Magengegend und die Erschöpfung des Tages. Ob sie einen weiteren Kampf würde bestreiten können, blieb fraglich. Sogar ihr Puls hatte ein Maximum erreicht; allerdings konnte sie nicht recht einordnen, ob dem aus Freude so war oder aus ihren vielen Angriffen und dessen, was sie hatte einstecken müssen, resultierte. Aber das spielte alles zunächst auch gar keine Rolle – Denn Saemon war wieder da und obwohl etwas wackelig auf den Beinen, machte er doch einen gesunden Eindruck und schien ebenso erfreut wie die Blondine selbst, wieder selbst das Steuer in den Händen zu halten. Er torkelte mit großer Mühe zu ihr herüber, seine Schritte machten schlürfende Geräusche auf dem dreckigen Boden, aber Lian hatte nur Augen für ihn selbst, umfasste seine Hände, mit welchen er sich an den Gitterstäben abstützte und streckte ihre eigene, rechte Hand aus, um ihm sanft über die Wange zu streicheln. Sie fühlte sich ruhiger und entspannter, aber die Angst, er könne wieder übernommen werden, saß trotz aller Freude tief in ihren Knochen.
Er .. wird nicht wiederkommen oder?“, erkundigte sie sich leise und versuchte, Blickkontakt mit ihrem Liebsten aufzubauen. Es bestand noch immer die Möglichkeit, dass der Drache sich einen kleinen Spaß mit ihr machte und lediglich ein falsches Spiel mit ihr spielte, um anschließend die Hoffnung wie dünnes Glas in ihren Augen zerschellen zu sehen. Allein der Gedanke an diese Möglichkeit löste ein flaues, unangenehmes Gefühl in ihrer Magengegend aus und die McNair spürte, wie ein zartes, aber doch bemerkbares Zittern von ihren dünnen Fingern ausging.
Hinter ihr blieb es ruhig. Offenbar hatte es Ben die Sprache verschlagen – andererseits, was hätte der Seeräuber auch schon tun sollen? Vermutlich war er aktuell einfach nur dankbar, noch am Leben zu sein und nicht Gefahr zu laufen, um selbiges gebracht zu werden. Lian warf einen kleinen Blick über ihre Schulter und warf ihm ein ermutigendes Lächeln zu, welches ein Zeichen dafür sein sollte, dass die Dinge sich nun wieder zum Guten wenden würden. Dann drehte sie sich wieder zu Saemon und lächelte ihn warm an. „Du hast mir gefehlt!“

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Saemon



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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Di 18 Sep 2012 - 17:44

Selbst wenn Ben nun nicht mehr Gefahr lief hinterrücks ermordet zu werden, so war Lian mit ihren Worten doch ein wenig übereifrig. Alles gut werden? Für Ben? Wohl kaum. Selbst wenn Saemon nun wieder er selbst war und dem Piraten zumindest kein körperliches Leid mehr drohte, so bedeutete dies jedoch nicht dass man ihn nun in die Freiheit entlassen würde. Frische Luft würde weiterhin noch für einige Zeit nur ein schöner Gedanke in seinem Kopf bleiben, ebenso wie die angenehm wärmenden Strahlen der Sonne. Vielleicht war dem vorerst aber auch besser so und das nicht nur, weil er noch immer eine schwere Wunde mit sich schleppte. Wüsste Ben nun was seine Crew im Begriff war zu tun, so wäre er sicherlich fürchterlich enttäuscht gewesen – verständlicherweise. Tatsächlich zogen die Storm Dragons es vor, sich zurück zu ziehen und ihren Kameraden seinem Schicksal zu überlassen, wobei sie nicht einmal ahnten welcher Katastrophe sie entgangen waren. Um ein Haar wären sie einem wirklichen Drachen gegenüber gestanden und keiner Echse mit Papierflügeln, wie man Natsu derzeit wohl ansehen musste. Was auch immer ihn denken ließ er könne mit der Marine verhandeln, er sollte es schnellst möglich los werden.
Saemons Blick folgte der Hand von Lian, welche ihm über die Wange strich und den Rotschopf kurzfristig das Auge schließen ließ. Er genoss diesen Augenblick und konnte ein wenig Aufmunterung wirklich brauchen. Zu vieles war in der letzten Stunde passiert und es zerrte an seinen Nerven, insbesondere die Tatsache, dass er sich wieder einmal hat übertölpeln lassen, nachdem er sich nach der letzten Konfrontation so dermaßen Sicher war, sein inneres Biest gänzlich im Griff zu haben. Wie sollte dies nur weiter gehen? Musste er sein Leben lang darauf achten nicht zu sehr in Rage zu geraten? Dies konnte keinesfalls eine Lösung sein..
Tiefe Augenringe zierten sein Gesicht und man sah dem Kisaragi die Müdigkeit deutlich an, dennoch fing er sich langsam und besaß kurz darauf wieder einen festen Tritt. Das Wanken nahm ab, so sah er Lian lächelnd an und nickte dieser zu.

“Freut mich. Ich schau mal wo der Schlüssel ist.“

Just in dem Moment, als er sich gen der Ecke drehen wollte, in welche er den Schlüssel warf, stellte Lian eine Frage, welche Saemon ins Grübeln brachte. Wie sollte er am besten hierauf antworten? Sicherlich wäre es Lian recht gewesen, hätte er nun so etwas von sich gegeben, in der Art von ‚Natürlich nicht!‘ oder ‚Das war das erste und das letzte mal dass du ihn zu Gesicht bekommen hast‘, jedoch konnte dies keiner mit Sicherheit sagen. Es war ein Fluch, welcher einen niemals losließ und bis an den Rest seines Lebens verfolgt. Natürlich hatte man nun zwei Möglichkeiten. Entweder man fand sich mit diesem Gedanken ab und akzeptierte die Tatsache eines Tages wieder solch blutrünstigen Gedanken inne zu haben, oder aber man nahm den Kampf auf und wehrt sich dagegen. Selbstverständlich entschied Saemon sich für zweitere Variante, obgleich er nicht schildern konnte, wie er dies angehen wollte. Seufzend sah er auf die schmutzigen Holzdielen und ließ den Kopf eine Weile hängen, ehe er mit einem enthusiastischen Gesichtsausdruck wieder zu Lian blickte.

“Zumindest wird er dies nicht in nächster Zeit. Vielleicht kommt er auch nie wieder, oder doch… Ich kann es dir ehrlich gesagt nicht sagen, aber was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich das mit deiner Hilfe in den Griff bekommen werde, da bin ich mir zu hundert Prozent sicher.“

Ein Grinsen bildete sich unter seiner Nase, während er gleichzeitig das Auge zusammenkniff. Die Müdigkeit überkam ihn immer mehr und schon kurz darauf folgte ein Gähnen. Er konnte kaum in Worte fassen wie glücklich er war dass Lian nichts zugestoßen war, zumindest nichts Schlimmeres. Niemals hätte Saemon es sich verzeihen können, wäre es der Bestie gelungen seiner Liebsten den Gar aus zu machen. Ohne Zweifel hätte er sich selbst die Schuld daran gegeben und müsste fortan mit dieser Schuld leben. Im fiel ein wahrer Felsbrocken von Herzen.

“Und du mir erst!“

..erwiderte er kichernd und wandte sich nun vollends von der Zelle ab, marschierte in das linke, hintere Eck und ließ sein Auge darüber hinweg schweifen. Irgendwo hier musste der Schlüssel liegen, da war er sich völlig sicher, denn auch in seiner Unterdrückten Form, arbeitete sein Körper weiterhin auf hochtouren und verarbeitete sämtliche Reize in seiner Umwelt. Letztlich erblickte er das zurechtgebogene Metall auch schon und hob dieses auf, ehe er stolzen Schrittes auf Gittertüre zumarschierte. Ohne große Umschweife glitt der leicht glänzende Gegenstand in das Schlüsselloch hinein und drei Klicks später, schwang die Türe auch schon langsam und knarzend auf. Lian war wieder frei, Ben hingegen musste weiterhin in dem Loch verweilen und auf den Zeitpunkt warten, an welchem die Neunte auf einer anderen Insel an Land ging und den Piraten dort den hiesigen Behörden überließ. Es grauste Saemon ein wenig vor diesem Zeitpunkt, wusste er doch nicht um die Reaktion Lians, wenn sie erfuhr dass man Ben nun der Marine vor Ort übergeben würde. Sicherlich gab es hierzu keinerlei Alternativen und Saemon wollte nicht immer derjenige sein, welcher sie gegen alles stellte, zumindest nicht, wenn man die Dinge durchaus mit seinem Gewissen vereinbaren konnte. Ganz gleich welche Art von Mensch Ben auch sein mochte und wie schwer seine Verletzungen waren, seine Taten durften keinesfalls ungesühnt bleiben.
Kaum dass die Türe weit genug geöffnet war, stürmte der Rotschopf auch schon nach vorne und nahm Lian in die Arme, drückte diese so kräftig es ihm nur möglich war. Sicherlich hat ihn das alles eine Menge Kraft gekostet, aber es sollte dennoch ausreichen um der Blondine einen Augenblick lang die Luft abschnüren zu können. Wäre er nicht solch ein männlicher Mann (8D), würde er wohl Tränen der Freude vergießen und Lian niemals wieder los lasse, so jedoch löste er die Umarmung nach etwa zwanzig Sekunden und küsste die McNair auf die Lippen. Über ihre Schulter hinweg entdeckte er Ben, welchem es zwar nicht sonderlich gut ging, dennoch sah man deutlich dass für ihn keine Lebensgefahr bestand.

“Ich schätze mal wir sollten etwas essen… Eine Stärkung würde uns jetzt gut tun… uns allen.“

Ben schloss er in seine Worte mit ein und würde sich anschließend von dannen, in Richtung der Kombüse machen, insofern nichts unerwartetes mehr geschehen würde.
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Lian
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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Di 18 Sep 2012 - 18:20



Saemon schloss die Rückkehr des Drachens nicht aus und das brachte Lian ins Grübeln. Ihre Hände rutschten an den kalten Gitterstäben herab und sie musterte einen kleinen, dunklen Fleck auf dem Boden, der verdächtig nach Blut aussah. Wie würde sie damit umgehen, wenn es wieder passierte? Die Blondine hatte das Gefühl, als bestünde innerhalb Saemons eine Gefahr für sie und lag mit dieser Vermutung sicherlich nicht falsch. Es war ihrem Freund immerhin mit ihrer Hilfe gelungen, wieder die Oberhand zu gewinnen und dass das Monster sich darüber nicht freuen konnte, nun, das schien selbstverständlich.
Lian schluckte schwer und strich sich eine helle Strähne hinters Ohr, gefolgt von einem unsicheren Lächeln, auch wenn dies in keiner Weise bedeutete, dass sie sich jemals vom Kisaragi würde fernhalten. Gerade jetzt, so fand sie, brauchte er sie am nötigsten und sie würde einen Teufel tun, ihm diese Hilfe zu verweigern.
Die Zeit, in welcher er den Schlüssel suchte, kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Unruhig wippte sie auf ihren Fersen vor und zurück und kaute auf ihrer Unterlippe herum, konnte es kaum erwarten, sich wieder in Freiheit zu wissen und vor allen Dingen, den Rotschopf wieder in ihre Arme schließen zu können. Und auch er ließ sich dieses Bedürfnis nicht nehmen. Kaum, dass die Türe mit einem unangenehmen Quietschen aufgegangen war, hatte er bereits seine Arme um die zierliche, junge Frau gelegt und drückte sie feste an sich, so fest, dass ihr die Luft für einen Augenblick lang fern blieb und der blaue Fleck an ihrem Oberkörper sich wieder stark bemerkbar machte. Aber das störte sie nicht. Es dauerte weniger als eine Sekunde, da erwiderte sie seine Umarmung bereits und schloss in völliger Ruhe die Augen. Eine große Last fiel von ihr ab wie Staub von einem Lampenschirm, der viel zu lange einfach rumgestanden und nicht gesäubert worden war. Ihr Herz schlug ein paar Takte schneller und dachte auch nicht daran, sich wieder zu beruhigen, vor allen Dingen nicht, als Saemon dann auch noch beschloss, sie zu küssen. Nach solch einem regelrechten Drama, welches sich immerhin abgespielt hatte, war so ein Kuss schon etwas sehr besonderes und beruhigendes. Ein stilles Versprechen, dass es fortan besser werden würde und Lian strahlte den Einäugigen von unten her an, als sei sie die Sonne selbst.
Das Ambiente änderte nichts an dem angenehmen Knistern in der Luft, als sie ihn einfach nur ansah und ihre Mundwinkel hoben sich noch ein Stück höher, als er verlauten ließ, dass eine Kleinigkeit zu essen ihnen sicherlich allen gut tun würde – was bedeutete, dass er Ben einschloss.
Sie hatte sich also nicht in Saemon getäuscht, schämte sich in diesem Moment sogar für die Zweifel, die sich an seinem wahren Gesicht gehegt hatte. Allerdings hätte sie auch kaum riechen können, dass es sich bei ihrem Freund nicht wirklich um ihren Freund gehandelt hatte. Oder etwa doch? Lian schwelgte in Gedanken. Was, wenn es gar kein anderes Wesen gab und er lediglich an einer Schizophrenie litt, sich dessen aber nicht bewusst war? Nun, das würde die Dinge sichtlich erschweren. Aber fürs Erste war sie zuversichtlich und Saemon drehte sich bereits um, wohl auf den Weg in Richtung Kombüse. Lian folgte ihm, blieb dann aber stehen.
Sekunde..“, murmelte sie und zog die Augenbrauen zusammen. Konzentriert sah sie in die Luft. „Da.. Kommt jemand.“ Die Schritte waren ihr nicht bekannt. Ob es jemand der Storm Dragons aufs Schiff geschafft hatte? Nein, sicherlich nicht. An Deck befanden sich noch immer Godot und Kenji und vor allen Dingen Letzterer hätte so etwas niemals zugelassen. Nachdenklich wandte sie sich zu Ben um und musterte diesen, lächelte ihn dann aber anschließend ermutigend an. Sagen tat sie nichts. Und er würde vielleicht verstehen, wieso. Derzeit war es schwer, einzuordnen, was sie sagen konnte und was nicht. Auf keinen Fall wollte sie, dass Saemon sich wieder hintergangen fühlte und dem Drachen das Feld überließ.

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Benjamin Hayn
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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Di 18 Sep 2012 - 20:58

Erleichtert ließ sich Benjamin auf die Bretter zurücksinken. An der Zelle spielte das "große Wiedersehen" der beiden Turteltäubchen ab. Ben verdrehte die Augen und starrte gegen die Wand. Er konnte in den meisten Fällen verliebte nicht ausstehen und in solchen Situationen schon gar nicht. Benjamin rechnete damit, dass Tränen flossen, die beiden sich theatralisch um den Hals fielen und sich innig küssten. Nichts davon stand auf seiner Liste der Dinge, die er unbedingt sehen wollte sonderlich weit oben. Genaugenommen momentan sogar noch unter der Zellenwand. Der hörte einzelne Worte und war bloß von der Information, dass der Drache für den Moment unter Verschluss war erleichtert. Während er so gegen die Wand starrte und mit den Fingern über die Musterung fuhr wurde er dem pochen in seiner Seite wieder gewahr. Die Spannung des soeben Geschenen hatte ihn davon abgelenkt. Oh, jetzt gehts los mit dem Mist. dachte Benjamin entnervt und schon drang giggelnd die Stimme des Fähnrichs an sein Ohr. Ich hab ja schon ein paar mal davon gehört, dass man sich jünger fühlt, wenn man mit der Person, die man liebt zusammen ist, aber wie jung? Acht oder was? Tatsächlich war die Vorstellung einer Befehle brüllenden Miniaturausgabe Saemon´s mit passender Marineuniform und natürlich der Augenklappe recht unterhaltsam. Das Wiedersehen der Liebenden war jedoch weit weniger melodramatisch als befürchtet. Genaugenommen war es eher schon enttäuschend. Auch wenn man solche Momente nicht sonderlich mochte, man konnte doch wohl erwarten, dass sie mit einem so überwältigenden Maß an Kitsch daherkamen, dass es auch absolute Fans zumindest im Ansatz verstehen konnten. Aber nein, es kam kein filmreifer Kuss zwischen den Gitterstäben hindurch, kein Händchen halten zwischen den Metallstangen, es lief recht zielstrebig ab. Saemon schien sich nicht lange aufhalten wollen und holte sofort den Zellenschlüssel, für dessen argwöhnische Betrachtung der Pirat sogar seinen Blick von dieser faszinierend gemusterten Holzwand abwandte, ja in der Tat ein Kunstwerk, es war beinahe ein Meisterwerk, der Triumphzug des Batkeriums und des Drecks, hier und da mal mehr oder weniger flächendeckend rot gefärbt vom Blut des Hayn´s. Als Saemon aufgeschlossen hatte kam es dann doch, es war vermutlich ein muss, ein ungeschriebenes Gesetz im Kodex der Verliebten. Umarme deinen Partner unbedingt am laufenden Band und wegen jeder Kleinigkeit oder am allerbesten ohne jeden Grund. Deine unendliche Liebe ist ja schließlich schon Grund genug ne? Während sich die Blondine und der Fähnrich nun also in den Armen lagen. Als sie sich küssten steckte sich Benjamin ansatzweise den Finger in den weit geöffneten Mund und tat stumm so als würde er sich übergeben. Das Wort "essen" in kombination mit "uns allen", was, so glaubte Benjamin, ihn mit einbezog zauberte allerdings ein Strahlen auf sein Gesicht. Er war schließlich fast am verhungern. Der Verlust von gefühlten neunzig Prozent des in seinem Körper enthaltenen Blutes ging selbst an Benjamin nicht ganz reibungslos vorbei. Auch wenn er ein noch so viel männlicherer Mann war als Saemon. Ja und? Wer soll da schon groß kommen? Er erwiederte Lian´s lächeln kurz und wurde dann zum schein schlagartig wieder ernst. Ihr habt nicht zufälligerweise noch mehr Crewmitgielder, die ihre Shizophrenie nicht ganz unter Kontrolle haben... meinte er in offensichtlich gespielt fragendem Ton. ...oder? fügte er etwas unsicher hinzu. Die Anwesenheit Seiji´s auf dem Schiffs verlieh dem ganzen eine Priese Ironie.

out: Ja Saemon, das musste sein^^

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Godot

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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Mi 19 Sep 2012 - 20:16

cf: True Justice Oberdeck

Godot betrat den Raum, nachdem er seine Kaffeetasse auf seinem Schreibtisch in seiner Kajüte abgestellt hatte und sah, dass sich derzeit drei Personen hier aufhielten. Saemon erkannte er gleich und auch Lians Gesicht war ihm mehr oder weniger bekannt. Die dritte Person konnte er aber auch leicht zuordnen, hatte er sowohl von Saemon als auch von Kenji Informationsschnipsel zu den Ereignissen erhalten. Es musste sich um das Crewmitglied der Storm Dragons handeln, die zuvor vor dem Schiff sämtliche Aufmerksamkeit auf sich lenken wollten. Eigentlich hatte Godot kaum Zeit in der Nähe der Arrestzellen verbracht und er befand sich nun auch noch auf einem ihm noch nicht ganz vertrauten Schiff. Es war ein ungewohntes Gefühl, sich hier aufzuhalten. Doch dieses Gefühl konnte er recht schnell verdrängen und sich dem widmen, was sich vor ihm abspielte. Erstaunt war der Stabsoffizier jedoch als alles hier mehr oder weniger ruhig ablief. Es schien sich nichts gefährliches hier abzuspielen. Das beruhigte Godot ungemein, nachdem Saemon zuvor an Deck alles andere als freundlich mit den Kameraden umgegangen war. Was genau los gewesen war, konnte er sich nicht erklären, doch erstmal waren wohl ohnehin ein paar begrüßende Worte angebracht: Hey ihr beiden. Alles klar soweit? Das muss wohl unser kleiner Gast sein, was? Er lächelte kurz, um auch einen von ihm eigentlich gewohnt freundlichen Eindruck zu übermitteln. Er hielt es nicht für angebracht, in Benjamins Anwesenheit den Begriff "Gefangenen" zu verwenden. Zumal man diese Arrestzellen auch kaum wie ein Gefängnis betrachten konnte. Es war eher ein Zwischenstopp für Kriminelle, bevor sie hinter Schloss und Riegel landeten. Daher wirkte ihm der Begriff "Gefangener" derzeit zu streng, zumal doch alles gerade eher ruhig ablief und keine Probleme erkennbar waren. Gerade dies brachte den Stabsoffizier auch dazu, nach Saemons Wohl zu fragen: Hey Saemon, wie ich sehe, scheinst du dich wieder beruhigt zu haben. Was war denn vorhin dort draußen los? Sein Gesicht strahlte auch eine gewisse Ahnungslosigkeit aus. Seine Haltung bewahrte er zwar wie eh und je, aber anhand seiner Mimik konnte man ganz klar erkennen, dass er sich eine ehrliche Antwort erhoffte. Selbstverständlich tappte der Marine-Kapitän noch im Dunkeln, konnte er sich das Verhalten des Fähnrich doch selbst nicht erklären. Er hatte schließlich gerade erst mit dieser anderen Seite Saemons Bekanntschaft machen dürfen und hatte davor auch nur ganz kurz mit dem "normalen" Saemon reden können. Daher stellte er sich innerlich die Frage, ob Saemon sich in seiner Abwesenheit im Charakter so verändert hatte oder ob er einfach ein falsches Bild von ihm eingeprägt hatte. Wobei er sich zweiteres kaum vorstellen konnte, wenn er ältere Ereignisse revu passieren ließ. Vielleicht würde der Rotschopf ihn ja aufklären, sodass Godot künftig zumindest wusste, wieso sich der Fähnrich so komisch benahm und dann würde seine Reaktion auch anders ausfallen.
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich mich nicht in dir getäuscht habe. Ich kenne dich doch seit den Geschehnissen in Shelltown. Du wirktest in keiner Weise provokativ oder aggressiv. Ich weiss doch, was ich gesehen habe. Ich weiss doch, dass in dir eine gute Seele steckt. Was also hatte das vorhin zu bedeuten? Irgendwelche persönliche Differenzen, die dich so stark beeinflusst haben? Oder liegt es an etwas anderem? Ich hoffe wirklich, dass du ehrlich zu mir bist...

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Saemon



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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Do 20 Sep 2012 - 16:30

Man möge sich nun fragen, wieso jemand, der aufgrund eines schmalen Schnittes in der Brust gleich meint den sterbenden Schwan mimen zu müssen, sich als männlich bezeichnet, doch Ben schien in letzter Zeit allgemein ein wenig neben sich zu stehen. (;D) Jedenfalls erwiderte Saemon kein einziges Wort auf das Geredes des Piraten, doch warf er diesem einen nichtssagenden Blick zu und wandte sich dann auch schon von dem Geschehen ab. In Gedanken befand der Rotschopf sich bereits in der Küche und grübelte darüber nach, was er denn leckeres zaubern sollte. Die Möglichkeiten waren schier endlos, die Ausstattung für ein Schiff hervorragend und ebenso zahlreich die verfügbaren Lebensmittel. Für Ben hingegen würde Saemon sich wohl noch etwas einfallen lassen müssen, alleine um diesen ein wenig für seine Kommentare zu bestrafen. Der Fähnrich verstand durchaus Spaß, aber als Gefangener dumme Sprüche über jene Personen zu bringen, welche sie in diese Lage gebracht haben, war wohl nicht sonderlich klug. Somit wollte er nun die Zellenräume verlassen und die Kombüse aufsuchen, als Lian ihn in seinem Tun unterbrach und Saemon nochmals inne hielt. Jene Sekunde, welche sie ankündigte, war schon eine Weile verstrichen, dennoch wartete er weiterhin ab und lauschte ihren folgeworten mit skeptischem Blick. Er verließ sich auf ihre Meinung, schließlich waren ihre Ohren sicherlich um ein vielfaches besser als seine eigenen, doch geschah eine Weile nichts und so begann er ein wenig daran zu zweifeln. Er wollte sie schon fragen ob auch wirklich alles in Ordnung mit ihr sei, oder sich nicht doch lieber vom Arzt untersuchen lassen wollte, da betrat auch schon Godot den Raum und der Kisaragi warf seiner Freundin ein entschuldigendes Lächeln zu. Natürlich hatte sie Recht behalten, wie sollte es auch anders aussehen.

“Ja. Allerdings würde ich jemanden, welcher Zivilisten terrorisiert und bewusst Mitglieder der Marine attackiert, nicht als Gast bezeichnen, sondern viel mehr als das was er wirklich ist – ein Gefangener.“

Erwiderte der Rotschopf auf die Begrüßung seines Kapitäns hin, wobei auch gleich beide ihre Standpunkte klar gemacht haben sollten. Was im Anschluss jedoch folgte, ließ den Kisaragi eher entnervt aufseufzen, denn natürlich musste Godot dieses Thema ansprechen. Der Fähnrich war seinem Vorgesetzten deswegen nicht einmal böse, immerhin war es seine Aufgabe ein Auge auf die Mannschaft zu haben, dennoch wollte er eigentlich nicht über dieses Thema sprechen… Saemon musste demnach einen Mittelweg finden, welcher beide Parteien zufrieden stimmen würde.

“Das ist eine etwas längere Geschichte. Ich schätze ich hab was auf den Kopf bekommen und war eine Weile lang nicht ich selber, aber das sollte nicht mehr vorkommen… jedoch habe ich dunkel etwas im Gedächtnis was unsere Gegner von vor wenigen Stunden betraf. Ist draußen alles in Ordnung? Es ist so eigenartig ruhig und wenn wirklich dieses Luftkissen involviert ist, sollte von irgendwo doch eigentlich eine leicht dümmliche und vor allem laute Ansprache zu vernehmen sein… aber ich höre nichts.“

Woran sollte man auch sonst denken wenn der Name Natsu fiel? Ein Mensch wird durch seine Taten geprägt und das Bild, mit welchem man seiner gedenkt, ist davon abhängig, wie er zu seinen Lebzeiten agierte. Dass Natsu dies anders sah, brachte er ja bereits im La Bouche zum Besten. Scheinbar wollte dieser mit seiner Karriere erst so richtig durchstarten, nachdem er bereits ins Grad gebissen hatte. Diesen Gefallen würde Saemon ihm nur all zu gerne erfüllen…
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Lian
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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Do 20 Sep 2012 - 21:53



Diesmal hielt Lian sich zurück und enthielt sich jeglichen Kommentares. Saemons Position stand fest und sie glaubte nicht daran, dass sie irgendetwas daran würde ändern können würde. Ein Streit war das Ganze nicht wert und so lange er nicht wieder mit Pauken und Trompeten auf Ben losging, war ihr eigentlich egal, was der Rotschopf über ihn dachte. Schweigend umfasste sie den Arm Saemons und musterte Godot neugierig. Einmal mehr erweckte sie den Eindruck einer Katze so wie sie den Kapitän der neunten Division musterte. Sie hatte bisher nie eine wirkliche Gelegenheit dazu gehabt, Godot wirklich kennenzulernen, aber er machte ihr einen wirklich humanen und freundlichen Eindruck, nicht zuletzt, weil er Ben als Gast bezeichnete und selbst ihr gegenüber nicht feindlich gestimmt schien und das, obwohl mehr als einen seiner Männer auf dem Gewissen hatte, schließlich war sie bei dem Kampf in Loguetown ebenfalls dabei gewesen.
Ein kleines Lächeln stahl sich auf das erschöpfte Gesicht der Blondine, allerdings verschwand es sogleich, als sie die Anspannung Saemons wahrnahm. Allem Anschein nach hatte der Drache sich auch auf dem Oberdeck ordentlich amüsiert und einen bleibenden Eindruck dabei hinterlassen. Dass Saemon das Ganze unangenehm war und er nicht darüber reden wollte, war mehr als verständlich. Zumindest, wenn es so kurz danach sein musste.
Beruhigend drückte sie den Arm des Fähnrichs, der seinem Kapitän mit einer Erklärung auswich. Sie wollte ihm jetzt unbedingt beistehen, auch wenn sie noch nicht genau wusste, wie sie das anstellen sollte. Wenn es etwas gäbe, würde er es ihr doch mit Sicherheit sagen – oder etwa nicht? Vermutlich würden sich die ersten Wogen ohnehin glätten, wenn sie erst einmal was gegessen und sich anschließend ausgeruht hatten. Was aber die Frage bezüglich Natsu anging, so zuckten die Ohren der McNair auf und ihr Blick heftete sich sogleich wieder auf den sogenannten Poltergeist der neunten Division. Es war in der Tat verwunderlich, dass das Geschrei des Piratenkapitäns so urplötzlich ein Ende gefunden hatte. Ob er tot war? Vermutlich nicht. Es waren keinerlei Bluttropfen auf den Anziehsachen Godots erkennbar, noch roch er nach der roten Flüssigkeit. Auch ansonsten wirkte er entspannt. Nein, die Gründe mussten woanders liegen.
Ich werde dir nachher etwas zu Essen und neues Wasser bringen“, sagte sie dann schließlich zu Ben, nachdem sie über ihre Schulter gesehen hatte und nickte ihm anschließend zu, was wohl so viel bedeutet wie, dass sie tun würde, was sie konnte. Vielleicht nicht mehr heute. Aber es würde einen Zeitpunkt geben, an welchem ihr Liebster sich entspannt haben und das Geschehen im La Bouche aufgeklärt haben würde.
Lian drehte sich wieder um. Ihre Finger verhakten sich zwischen denen des Rotschopfes und sie lächelte freudig zu ihm herauf, ehe sie das Wort direkt an ihren neuen Kapitän richtete. „ Der Ge.. Ehm, Ben ist übrigens soweit versorgt. Er war ziemlich stark verletzt, aber ich habe mir die Freiheit genommen, seine Wunde zu vernähen und ihm einen Verband umzubinden, ich hoffe, das ist so im Sinn und in Ordnung?“ Ihre Worte klangen vorsichtig, auch, weil sie hoffte, Saemon nicht damit zu verärgern. Andererseits war er vielleicht sogar froh darüber, dass Lian mehr ein Gutmensch war, als eine typische Piratenaussteigerin, die kein Problem mit Mord und Leid in der Welt hatte.

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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Fr 21 Sep 2012 - 17:23

Der einzig wahre Mann auf der True Justice, der auch im Angesicht seiner Verletzung nie auch nur mit der Wimper gezuckt hätte, sofern seine physischen, zugegebenermaßen leicht überzogen dargestellten Qualen nicht dramaturgisch absolut notwendig gewesen wären, Benjamin Hayn wich Saemon´s Blick mit unschuldiger Miene aus. Seine Seite meldete sich immernoch bei jedem Herzschlag mit einem dumpfen Wummern, welches von einem mal mehr, mal weniger intensiven Ziehen begleitet wurde. Er legte sich so gemütlich hin wie es nur ging. Für Ben, der genug Nächte bei rauhem Seegang auf Holzboden verbracht hatte war der Komfort ausreichend. Er mochte sowieso keine allzu weichen Unterlagen, zumindest nicht um darauf zu schlafen. Sein Blick fiel auf die Tür, welche sich erneut öffnete und durch welche nun ein Mann mitte zwanzig eintrat. Er sah nicht wirklich aus wie ein Marinesoldat sondern mehr wie ein Geschäftsmann, anzeichen einer Uniform konnte Benjamin zumindest nicht erkennen. Godot schien einer der legeren und doch sehr zivilisierten Sorte zu sein. Dieser wirkte auf Benjamin sofort wesentlich sympathischer als Saemon obgleich der Hayn in dieser Beziehung als eindeutig befangen eingestuft werden konnte. Ben rutsche noch ein wenig hin und her, bis er sich schließlich mit dem Rücken an die Wand lehnte und seinen Kopf auf der linken Faust abstützte. Er legte Mittel- und Zeigefinger zusammen und berürhte in einer einem Salut ähnlichen Art seine Stirn. Nett sie kennen zu lernen. Ich bin Benjamin Hayn. Ja klar Gast, wenn er mit allen seinen Gästen so umgeht dürfte der einen recht überschaubaren Freundeskreis haben. Auf Saemon´s Worte hin ließ Benjamin ein betroffenes "OH!" erklingen und mischte noch eine gehörige Portion enttäuschung hinein, seine Wunde zog unangenehm. Ich wehre mich gegen die Anschuldigungen aufs Schärfste, ich hab doch nie jemandem etwas zu leide getan. meinte er und behielt seinen Ton bei, seine Stimme war allerdings recht leise, da seine Wunde wahrscheinlich etwas gegen lautes Sprechen haben würde. Benjamin musste sich selbst ein wenig bremsen. Genug mit der Nummer, ich sollte froh sein, dass Saemon mich nicht aufgeschlitzt hat.
Godot zufolge hatte Saemon während seiner kleinen Identitätskriese seine Späße mit der restlichen Crew auf dem Deck des Schiffs getrieben. Wie bitte konnten die das nicht merken? Saemon sah sogar anders aus! Die Erklärung Saemon´s schoss den Vogel ab. Dass der Rotschopf auf die Beantwortung dieser Frage nicht erpicht war verständlich aber im selben Maße unausweichlich, schließlich konnte sich Verhalten auf dem Oberdeck unmöglich in einem gesellschaftlich akzeptablen Rahmen bewegt haben. Etwas auf den Kopf bekommen, also wirklich! Einen Stich ins Herz, das traf es bereits besser. Der Fähnrich verschwieg einiges und die halbe Wahrheit war oft so schlimm wie eine Lüge. So verschwieg er, dass Lian das ganze ausgelöst hatte, dass sie sein verwundbarster Punkt war. Wie zwei Säulen, die sich gegenseitig trugen fiel die eine, wenn die andere aufhörte sie zu stützen. Dieses Gebilde mochte einerseits eine unglaubliche Stabilität besitzen, wie sie kein normales Bündniss hatte, doch war sie auf andere Weise sehr fragil wie sich bereits erwiesen hatte. Saemon kam nachdem er die Frage sehr knapp beantwortet hatte auf Natsu zu sprechen und Benjamin horchte auf. Beinahe überhörte er Lian, bei der er sich jedoch leise bedankte bevor sie sich umdrehte und, bedacht darauf nichts zu sagen was einen erneuten Kontrollverlust des Fähnrichs begünstigen würde, zu Godot sprach.
Benjamin entspannte sich währenddessen ein wenig. Bei dieser Unterhaltung hatte er nichts zu sagen, zumindest noch nicht.

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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Sa 22 Sep 2012 - 16:08

Godot lauschte den einzelnen Worten. Saemon schien nicht sonderlich von der Wortwahl des Kaffeefanatikers begeistert zu sein, so beharrte der Fähnrich darauf, den Gefangenen auch als Gefangenen und nicht als Gast zu bezeichnen. Ich verstehe. Du bestehst also weiterhin darauf, dass es ein Gefangener und kein Gast ist. Wenn dir dieses Detail so wichtig ist, bitte. Ich werde jetzt sicherlich keine Streiterei wegen einer solchen Formalität anfangen. Seine Erklärung für sein merkwürdiges Benehmen war auch nicht wirklich zufriedenstellend. Eines war klar: Es steckte mehr dahinter, als der Rotschopf momentan zugeben wollte. Eigentlich hätte der Stabsoffizier nur zu gerne die Wahrheit gehört, doch musste er sich wohl mit dieser schwammigen Begründung vorerst zufrieden geben. Du willst nicht drüber reden, richtig? Wenn du doch mal darüber reden möchtest, tu dir keinen Zwang an. Zum Besuch der Piraten. Nun, wir mussten gewisse Maßnahmen ergreifen. Der Kapitän der Bande wollte mit uns am Hafen reden und verhandeln. Wir verhandeln ja nicht mit Piraten, weshalb du meine Antwort sicherlich kennst. Als Reisen uns vor mehreren Piraten warnte, die am Hafen positioniert waren, hielt ich es für sinnvoll, einen möglichen Kampf auf's Deck unseres Schiffes zu verlagern. Denn am Hafen hätten sie die besseren Karten gehabt, nicht zuletzt, weil nur Kenji und ich am Hafen waren, während sie uns schon zahlenmäßig überlegen waren. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass sie zurückkehren werden, um ihren Mitstreiter zu retten, aber hier an Deck haben wir eindeutig die besseren Karten. Da sie sich auch vorerst zurückgezogen haben, können wir uns auch bereits taktisch formieren und auf sie warten. Ich bezweifle, dass sie einen ihrer Leute einfach zurücklassen. Mit diesen Worten hatte er imgrunde alles erklärt, was sich draußen vorgetragen hatte. Alles in allem ging alles eher ruhig über die Bühne, zumindest vorerst.

Lian sprach schließlich zu Godot und meinte, dass sie sich um Bens Wohl gekümmert habe. Daraufhin dankte der Poltergeist ihr mit ein paar Worten: Danke. Lian, richtig? Ja, das ist zu meiner Zufriedenheit. Auch ein Gefangener sollte nicht auf eine gewisse Verpflegung verzichten müssen.
Anschließend schloss der Kaffeefanatiker kurz die Augen und versank für einige Sekunden in Gedanken. Er überlegte, was er nun wohl am besten tun sollte. Hier scheint ja soweit alles in Ordnung zu sein. Nichts auffälliges. Es wäre wohl sinnvoller, wenn ich beim Rest unserer Mannschaft wäre, sollten die Piraten zurückkehren und uns angreifen. Wir wollen ja keine böse überraschung erleben, nicht wahr?
Bevor er sich zum Deck begab, informierte er die Anwesenden noch kurz über seine weiteren Pläne.
Ich werde dann mal wieder an Deck nach dem Rechten sehen. Wenn ihr hier fertig seid, wisst ihr, wo ihr mich antreffen könnt. Ich muss sichergehen, dass wir von diesen Piraten nicht überrascht werden. Bis später...
Mit diesen Worten verabschiedete er sich vorerst und begab sich wieder zum Deck. Ein wenig untypisch für Godot machte er keinen Zwischenstopp bei seiner Kajüte um etwa eine Tasse Kaffee mit an Deck zu schleppen, sondern verzichtete ausnahmsweise darauf. Immerhin würde ihn die Kaffeetasse im Falle eines Kampfes nur im Weg stehen und sowas konnte er sich gerade bei neuen Gegnern nicht erlauben. Schließlich war er noch nicht mit ihren Techniken und Kampfstilen vertraut und konnte in dieser Hinsicht kein unnötiges Risiko eingehen.

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BeitragThema: Re: Arrestzellen   So 23 Sep 2012 - 13:02

Es gab vermutlich nur ein einziges Szenario, in welchem Ben tatsächlich der männlichste aller Männer an Bord wäre und dieses war dann der Fall, wenn wirklich ALLE Mitglieder der 9. Divisionen sich nicht auf diesem befanden. Wenn man hierbei nun von allen Mitgliedern sprach, so konnte man auch wirklich davon ausgehen dass absolut alle gemeint waren, also auch die Frauen. Selbst Amelia war ein männlicherer Mann, als Ben!! (pwnd!)
Offenbar hat Ben den Kampf gegen reisen bereits wieder vergessen, wobei er der Marineanwärterin gehörigen Schaden zugefügt hatte, welchen ein Mensch vermutlich nicht überlebt hätte...
Saemon verstand nicht so Recht warum seine Erklärung nicht zufriedenstellend war, schließlich war sie durchaus plausibel und in seinen kopf konnte Godot immerhin nicht blicken. Nichts desto trotz würde der Rotschopf seinen Käpt'n früher oder später aufklären, damit auch dieses kapitel ruhen konnte. Natsu hat sich also verzogen und auch wenn Saemon den Kampf gerne fortgeführt hätte, so blieb ihnen nun nichts weiter übrig als zu warten. Lians Besorgtheit um den Gefangenen, quittierte der Kisaragi mit einem mürrischen Blick zu ihr hinab, unterließ diesen jedoch rasch wieder und seufzte resigniert aus. Vermutlich haben seine Handlungen sie erst Recht dazu getrieben sich nun ein etwas anderes Bild von Saemon vor zu stellen.

"ich verstehe. Sollten sie wieder hie auftauchen, würde es mich freuen wenn ihr es mich wissen lasst. Ich schätze der Möchtegernpirat hat noch eine Rechnung mit mir offen und ich will ihm die Chance geben diese zu begleichen, wenn er es denn wünscht."

Nach diesen Worten verbeugte er sich dann knapp und verließ mit Lian die Arrestzellen.

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BeitragThema: Re: Arrestzellen   So 23 Sep 2012 - 13:26


Lian verfolgte ähnliche Gedanken wie Ben. Tatsächlich hatte der Rotschopf sogar anders ausgesehen und somit war es nicht wunderlich, dass Godot ihm seine Aussage, er hätte etwas auf den Kopf bekommen, nicht ganz abnahm. Aber es war nicht an ihr, diese Problematik aufzuklären. Alles zu seiner Zeit.
Godot schien über dies mit ihrem Verhalten einverstanden zu sein und so tat sich ein kleines Lächeln auf ihrem Gesicht auf und sie tat es Saemon gleich, indem sie sich leicht verneigte, bevor sie sich auch schon auf den Weg nach draußen machten.
Lian war über die Maßen froh, dass nun - voraussichtlich - ein paar Stunden der Ruhe allein mit Saemon folgen würden. Bereits nach dem Kampf gegen die Storm Dragons hatte sie darauf gehofft, war aber stattdessen mit noch mehr Chaos konfrontiert worden. Ein weiterer Kampf war entsprechend nichts, wonach sie sich sehnte und war heilfroh, dass Natsu abgezogen war. Nicht, dass sie denken würde, ihre Chancen gegen den Piratenkapitän wären knapp bemessen. Es herrschte lediglich das Problem vor, dass ihre Kräfte aufgrund der jüngsten Vorkommnisse so ziemlich am Ende waren und ihre Augenlider sich von allein bis zur Hälfte herabgeneigt hatten. Nur mit Mühe unterdrückte sie ein Gähnen, als sie, bei Saemon eingehackt, die Arrestzelle verließ, jedoch noch seinen mürrischen Blick bemerkte.
Die Augenbrauen der jungen Frau hoben sich in die Höhe. Er war doch nicht etwa..? Allein beim Gedanken musste sie leise kichern, denn der Gedanke schien ihr so abwegig, wie ein Gedanke nur sein konnte. Der Fähnrich hatte mit Sicherheit keinen Grund zur Eifersucht, denn die Sorgen, die sie gegenüber Ben hegte, hatten nicht einmal ansatzweise einen romantischen Hintergrund.
Sanft drückte die Blondine die Hand ihres Freundes und blickte zwinkernd zu ihm herauf.
"Ich nehme doch stark an, dass du nicht eifersüchtig bist?", neckte sie ihn.


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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Di 25 Sep 2012 - 20:41

cf: Kombüse


Es dauerte etwa eine halbe Stunde nach ihrem Verschwinden, da klopfte es an der Türe der Arrestzelle und Lian trat, beladen mit einem dampfenden Teller und einer Flasche Wasser, wieder in die Arrestzelle hinein. Ihre blauen Augen musterten das Häufchen Elend namens Ben auf seiner Pritsche und ihr Gesicht zeigte ein kleines, vielleicht etwas unsicheres Lächeln. Sie wusste nicht ganz, wie sie sich verhalten sollte. Waren sie nun so etwas wie Freunde? Vermutlich nicht. Ben mochte sie – zumindest im La Bouche – nicht besonders und sie war nicht länger Piratin. Schade eigentlich. Er war sicher ein guter Kumpel.
Ich habe noch nie gekocht, deswegen hoffe ich, dass es trotzdem irgendwie genießbar ist“, sagte sie mit einem entschuldigenden Schulterzucken und ließ eine Haarsträhne lang wachsen, welche anschließend einen Schlüssel unter ihrem Kleid hervorzog und damit die Türe der Zelle öffnete. Mit einem unangenehmen Quietschen ging sie auf und die Blondine verzog den Mund. Es war nicht immer nur von Vorteil, gute Sinne zu haben. Besonders grelle Farben, laute Geräusche und strenge Gerüche konnten Lian zeitweise wirklich das Leben schwer machen. Aktuell tat es über dies der intensive Blutgeruch in der Zelle, welcher Übelkeit in ihr hervorrief. Blut hatte einen eigenen, drückenden und metallischen Geruch, der sich auch von Kleidung nicht so leicht abschütteln ließ. Ben konnte von Glück sprechen, nicht ihre Nase zu besitzen. Vermutlich würde er in diesem Falle die ganze Zeit nur vor sich hin brechen und gar keine Zeit haben, sich ordentlich von seinen Verletzungen zu erholen.
Vorsichtig trat sie näher heran und legte den Teller neben seinem Kopf auf der Pritsche ab. Ravioli in roter Soße dampften vor sich hin und sahen dafür, dass Lian kein Koch in spe war, gar nicht mal schlecht aus. Außerdem war hierbei auch die enorme Menge entscheidend – Ben würde danach sicherlich mehr als nur satt sein und gut durchhalten, bis sie ihm am nächsten Morgen Frühstück bringen würde oder wenn er Glück hatte Saemon selbst, der definitiv der bessere Koch von ihnen beiden war.
Hoffentlich schmeckt es dir. Hier ist übrigens noch eine Flasche Wasser, du musst unbedingt viel Trinken, damit deine Haut eine gesteigerte Zellproduktion hat und deine Wunde schnell verheilt. Wenn noch irgendetwas sein sollte, dann ruf einfach laut, ich werde dich hören.“
Sie erhob sich wieder von ihrer hockenden Position und musterte seinen Brustkorb noch einmal kurz. Aktuell schienen sich die Schmerzen soweit in Grenzen zu halten und das sprach für ihn und war somit zu ihrer Zufriedenheit. „Morgen früh werde ich wiederkommen und dir was Neues bringen. Ich schaue mir dann auch nochmal die Wunde an, wechseln müssen wir den Verband aber erst in zwei Tagen, denke ich.“ Mit diesen Worten lächelte sie noch einmal und machte dann auf dem Absatz kehrt, um die Zelle selbst zu verlassen und wieder abzuschließen. Die ehemalige Piratin kam sich bei diesem Akt etwas seltsam vor und ihr Lächeln fiel etwas schief aus, ebenso wie ihr Blick, der ganz klar zeigte, wie Leid es ihr tat, ihn einsperren zu müssen. Aber lange würde er ja nicht mehr hier drin versauern müssen. Zumindest das war soweit tröstend. „Ich wünsche dir eine gute Nacht. Du hast ja genug Decken!“
Lian winkte, ehe sie den kleinen Raum wieder durch die Tür verließ.


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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Mi 26 Sep 2012 - 20:18

Der Pirat sah an sich hinab. An dieser Stelle muss man Saemon wohl ein gehöriges Maß an Respekt zollen, dass dieser so öffntlich zu seiner Homosexualität steht, schließlich war er mit einem dieser Mannsweiber in einer Beziehung. Benjamin hörte dem Gespräch zu. Er schien nicht der Grund für Godot´s Besuch zu sein. Vielmehr war er an dem Fehlverhalten des Rotschopfes interessiert und der Aktion der Storm Dragons. Als der Kapitän der neunten Division auf die Bande zu sprachen kam spitzte Benjamin die Ohren. Einen Kampf hätte Benjamin selbst hier gehört. Sie hatten sich doch wohl nicht ergeben? Niemals, das würde der Knirps niemals tun. Umso erleichterter war Benjamin als er hörte, dass sie sich zurückgezogen hatten. Ähnlich wie Godot glaubte er keineswegs, dass sie die Sache einfach ruhen lassen würden und doch war es genau das, was er wollte. Sie sollten ihn alleine lassen, er würde in ein Gefängniss gebracht werden und dort irgendwie ausbrechen. Alleine bei dem Gedanken eine längere Zeit in einer Zelle zu verbringen wurde ihm ganz anders. Bereits jetzt schien etwas in ihm zu erwachen und verlangte nach Freiheit, nach Bewegung und neuem. In einer Zelle würde er nicht lange leben können. Die Enge und das Gefühl der Sinnlosigkeit des eigenen Daseins, welches sich in dem Hayn entwickeln würde bräuchten nicht lange um ihn in den Suizid zu treiben. Warten. Er hasste es zu warten. Natürlich, niemand oder sagen wir lieber kaum einer mag es zu warten und mochte er auch noch so geduldig sein. Er begann darüber nachzudenken, wie er sich alleine aus der Affäre ziehen konnte, aber das war wohl kaum möglich. Steht überhaupt eine Strafe darauf einen Cyborg zusammenzuschlagen? Wird wohl mindestens Sachbeschädigung sein. AUsserdem versuchte Beihilfe zur Flucht, ich hab Kenji angegriffen... Da kommt schon was auf mich zu. Selbst wenn es ein Gerichtsverfahren geben würde, was der Braunhaarige bezweifelte war seine Schuld eindeutig. Von daher, sollten sie zurückkommen würde Saemon sie erwarten wie er bestätigte, das wussten sie, und das sollte reichen um sie von der "True Justice" fern zu halten. Nach kurzer Zeit waren bereits alle ausser Benjamin verschwunden. Nach einiger Zeit, in der er versuchte noch ein wenig zu schlafen kam Lian in die Zelle und Ben drehte sich um. Sie hatte etwas zu essen dabei und schloss die Zelle auf. B. Lian hatte ihm eine ordentliche Portion gebracht, genau das was er jetzt brauchte und dazu sah es noch ziemlich gut aus. Er lächelte sie an und setzte sich gemächlich hin als sie sein Essen abstellte. Danke. Nachdem sie ihn nochmals kurz gemustert und angekündigt hatte, dass sie morgen wiederkommen würde und der Verband noch ein wenig halten würde verließ sie den Raum wieder. Als Antwort auf ihr Winken hob Benjamin knapp die Hand und widmete sich dann mit einem mörderischen Appetit seinem Essen. Nach wenigen Minuten, in denen er sich gezwungen hatte es nicht einfach runter zu schlingen war er fertig und seuzte glücklich. Die Wasser flasche leerter er in drei Zügen zur Hälfte und legte sich dann wieder hin, trank vereinzelt einen Schluck Wasser bis die Flasche beinahe leer war und versuchte sich gemütlich hinzulegen. Der Hayn hüllte sich in Decken und als er dann endlich eine Position gefunden hatte, in der er gut schlafen konnte schlief er schnell ein.

out: so leicht bekommst du mcih nicht Saemon^^
Wenn du dich durch den Teil in irgendeiner Form angegriffen fühlst versteh ich das und nehms wieder raus. Ist in keinster Weise so gemeint.

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Benjamin Hayn
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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Mo 29 Okt 2012 - 18:06

Nach einiger Zeit im ruhigen Reich der Träume schreckte Benjamin hoch. Er hatte irgendwie ein schlechtes Gefühl im Magen und ihm war kalt. Die Kälte war dem Luftzug zuzuschreiben, der durch den Gang bis in seine Zelle zog. Kalt war die Luft geworden, das war untypisch für diese Gewässer. Er benötigte einige Sekunden um sich zu beruhigen und stand dann auf. Auf wackeligen Beinen gelangte er zu den Gitterstäben, was ihm nicht leicht fiel denn das Schiff wankte im starken Wellengang, und versuchte etwas zu hören, doch der Wind, der durch die Ritzen des Schiffes pfiff und das Tosen der Wellen von außen übertönten etwaige Stimmen. Hey! versuchte er jemanden zu sich zu locken, doch niemand kam. Benjamin sah sich nervös um als er sich vor die Aussenwand hockte und dagegenlehnte. Nervös blickte er umher, doch was sollte er schon groß entdecken, es gab schließlich nichts. Hey! rief er nochmals, diesmal etwas lauter, doch auf dem Deck war man vermutlich anderweitig beschäftigt. Der Sturm nahm über der True Justice gerade erst seinen Lauf und als er immer heftiger wurde wurde der Hayn immer nervöser und fühlte sich zunehmend unwohl. Er sah nicht einmal ob jemand anders den Sturm bemerkt hatte, ob es Nacht oder Tag war und wo er hinfuhr. Er lief in seiner Zelle auf und ab so gut es auf dem engen raum möglich war, doch er schwankte zu sehr und ließ sich nach kurzer Zeit wieder auf der Pritsche nieder. Mit jeder Minute wurde es kälter und der Sturm stärker. Ihm blieb leider nur übrig zu warten bis das Meer sih beruhigt hatte. Jetzt rächte sich seine knappe Bekleidung, die ja auch noch zerfetzt war. Wenn er auf einem Schiff unterwegs war würde er sich jetzt entweder in eine warme Decke hüllen oder aber in Bewegung bleiben, beides konnte er nicht. So saß Benjamin da und begann bald an zu Zittern, während die True Justice von dem Sturm, ohne, dass er es bekam auf einige sehr spitze Felsen, die flach aus der wegen der dichten Wolkendecke pechschwarzen See ragten. So wie die hohen Wellen sie bedeckten und sie glitzerten wäre es wirklich ein Wunder, wenn dem Navigator des Schiffes ein Ausweichmanöver gelingen würde. Von alledem ahnte Benjamin nichts bis die True Justice durch eine enorme Welle, die das Wasser weit über die Rehling trug mehrere Meter nach Backbord geschoben wurde und auf ebenjene Felsformation traf. Der Stein durchschlug die Ummantellung des Schiffes genau dort, wo Benjamin sich befand. Mit einem Aufschrei stürzte dieser bei der Welle zuerst gegen die Gitterstäbe, dann wieder auf die Wand zu. Auf einmal sah er die True Justice von aussen, die Felsen hatten ein Loch in die Wand gerissen und Benjamin war durch die Öffnung ins Freie geschleudert worden. Er riss sich an einigen Stellen die Haut an den scharfen Kanten der Felsen die Haut auf und fiel schließlich ins kalte, windgepeitschte Nass. Als er wieder an die Oberfläche kam schlang er die Ketten an seinen Händen um einen schmalen Stein und zog sich halb aus den Fluten. Er lehnte sich gegen den Stein und immer wieder schlug ihn Wasser ins Gesicht. Scheiße. ScheißescheißescheißeScheiße verfluchte meine Waffe, mein Erbe. Verdaaaaamt! brüllte er schließlich. Das rauschen des Meeres würde seine Stimme übertönen, der Wind wehte aus Richtung der True Justice und nur um ihn zu holen würden sie sicher nicht in einem Sturm das Schiff wenden. Ihm war das ganz recht, doch war er stocksauer seine Waffe verloren zu haben, er müsste sich eine neue besorgen und Waffen wie die seines Vaters gab es nicht überall. Doch darüber konnte sich der Braunhaarige später den Kopf zerbrechen. Hoffentlich fand ihn jemand sobald sich der Sturm legte.

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BeitragThema: Re: Arrestzellen   So 4 Nov 2012 - 17:06

cf: Oberdeck

Das Wasser streckte sich über das gesamte Unterdeck und ein stetiger, aber glücklicherweise nicht sonderlich starker, Strom führte Kenji direkt zu den Arrestzellen. Daraus lies sich natürlich schließen dass das Leck vermutlich da war und somit musste der Seekadett davon ausgehen dass er eine ertränkte Leiche eines Gefangenen auffinden musste. Nach einigen Sekunden war er schließlich in dem kleinen Raum angekommen und sah sich sofort suchend um. Hier war der Wasserstand eindeutig höher als anderswo, gut bis zu den Knien und es war sehr kalt, doch warum stand der Raum noch nicht gänzlich unter Wasser? Die Antwort auf diese wichtige Frage war dem Saotome mehr als nur Recht. Die Pritsche auf der Benjamin, der Gefangene Pirat der Neunten Division, geruht hatte war scheinbar aus ihrer Ankerung gelöst worden und hatte sich direkt vor dem Leck verhakt womit es eine provisorische Abdichtung gebildet hatte. Vermutlich hatten es alle am Bord nur diesen Umstand zu verdanken dass sie noch nicht auf den Grund des Meeres lagen, aber Grund zur Beruhigung bestand damit immer noch nicht da sich das Holzgebilde jederzeit lösen konnte und dann würde das Wasser zuschlagen. Die Lösung war somit offensichtlich: Kenji musste in die Zelle gehen und das Leck so gut abdichten wie er irgendwie konnte. Dazu würde er die Nägel und Bretter nutzen die er sich noch schnell auf den Weg zur Zelle geholt hatte und nun in einen Leinensack auf seiner Schulter ruhten. Eilig griff er nach den nassen Riegel der Gitter um die Tür zuöffnen doch vollkommen egal wie sehr er auch zog und rüttelte, sie wollten sich einfach nicht öffnen und angesichts daran dass eine aufschlagende Welle sie ordentlich verformt hatte war das nicht wirklich wunderlich. Er musste also zu anderen Methoden greifen.

"Vielleicht kann ich es aufbiegen oder austemmen""Argghhh!"

Der Schwertmeister stöhnte laut auf während er sich verzweifelt an den schweren Metallstäben abrackerte, doch es regte sich nichts. Egal wie sehr er es versuchte, selbst bei seiner Kraft wollten sie sich nicht regen.
Nach etwa einer Minute lies er schließlich vom Gitter ab und taumelte einen Schritt zurück. Der Wasserpegel wurde immer höher...Ihm blieb nicht mehr viel Zeit, aber was sollte er nur tun? Trotz der schlechten Lage versuchte Kenji ruhig zu bleiben und anstatt seine Zeit weiterhin mit Schnappsideen zu verschwenden schloss er die Augen und versuchte einen klaren Verstand zubekommen.

"Metall...Es ist Alt und weder guter noch schlechter Verarbeitung, aber die Gezeiten haben es bereits für mich geschwächt und geformt.
'Wenn dein Wille stark genug, lass deine Klinge zur Waffe deines Geistes werden und nichts wird sich dir in den Weg stellen können. Holz, Metall, Seestein...Das ist alles nur Material und jedes Material kann bearbeitet werden man muss es nur vom richtigen Punkt aus angehen.'"


Urplötzlich schlugen seine Lider wieder auf und Kenji legte seinen Werksack zu Boden und ergriff stattdessen seine beiden Klinge welche er nun parallel vor sich gestreckt hielt. Er fixierte zwei Punkt ,einen im oberen Bereich des Gitters und einen im unteren, beim Metall der leicht orange-rot schimmerte - Spuren von Rost. Noch ein tiefes ein atmen und schon zückten seine Klingen wie ein weiß strahlender Blitz über den alten Stahl. Zwei schnelle Hiebe die Funken in die Luft stoben, doch es reichte noch nicht. Die Schnitte waren tief, aber nicht tief genug..."Noch einmal!" redete er sich selbst ein und nach einer Sekunde der puren Konzentration zischten die Schwerter wieder durch die Luft und mit einen lauten Plumpsen fielen die Metallstangen in das Knietiefe Wasser. Der Weg war frei und nun wurde es Zeit zu Handeln. Ungeahnt schnell steckte Kenji seine Könnerschwerter wieder ein und griff sich stattdessen seinen Sack voller Holz. Die Arbeit konnte beginnen.

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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Sa 10 Nov 2012 - 15:29


Nur Sekunden nachdem Kenji ihren Worten beigepflichtet hatte und in Richtung der Arrestzellen verschwunden war, tauchten auch Amelia in der Tür der Kammer auf, in welcher der Gefangene hinter den rostigen Gitterstäben hätte warten müssen.
Atemlos starrte die junge Frau auf Kenji, der sich allem Anschein nach konzentrierte und mit beiden Schwertern auf die Metallstäbe hämmerte. Erst auf dem zweiten Blick wurde ihr der Grund dieses Aktes bewusst: Im inneren der Zelle war kein brünetter Seeräuber mehr erkenntlich und zu allem Übel floss das Wasser durch ein Leck, sodass ihre Knöchel sich ebenfalls in dem kühlen Nass befand und bald auch ihre Söckchen durchnässt waren.
Schockiert verzog die Violetthaarige den Mund und hielt sich am Rahmen der Türe fest, ehe sie zu Kenji blickte.
"Kann ich dir helfen?", fragte sie verunsichert, obwohl sie sich im Klaren war, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keine große Hilfe sein konnte, wenn selbst er, der erfahrener und stärker war als sie, seine liebe Mühe hatte, durch das Wasser in die Zelle zu gelangen.
Schließlich aber fielen die Metallstangen lautlos in die Tiefe und der Kadett griff sich einen Sack voller Holz. Sie vermutete richtigerweise, dass er plante, das Lack an der Wand der Zelle zu schließen, auf dass der weitere Wasserzufluss behindert wurde und das Schiff nicht unterging.
So viel Aufregung nach so kurzer Zeit. Mit einem Mal empfand sie den dringenden Zwang, sich zu waschen, die nasse Kleidung, die salzig und nach Meeresluft roch, abzulegen und stattdessen frische über zu ziehen, aber sie wusste, dass dies nicht möglich war, nicht jetzt, wo sie unter Umständen gebraucht wurde und die Möglichkeit hatte, sich zu bewähren.
Entschlossen watete sie quer durch den Raum und zu der Zelle, auf Anweisungen von Kenji wartend, um ihm zur Hand zu gehen.
"Was ist mit den zwei, die über Bord gegangen sind?", fragte sie dann, auch wenn dies ein vielleicht ein unpassender Moment für derlei Fragen war, zumal sie eine offenkundige Antipathie von Seiten Kenjis gegenüber dem eigenartigen Paar wahrgenommen hatte.
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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Sa 10 Nov 2012 - 17:46

Platschen. Ein stetiges Platschen und Rauschen von Beinen die sich durch die Wassermengen zogen. Vielleicht hätte Kenji es schon wesentlich früher bemerkt wäre er nicht so auf seine Arbeit fixiert gewesen und wäre sein Gehör ein bisschen besser, aber so fiel ihm Amelias Anwesenheit eben erst auf als diese praktisch neben ihm stand. Demnach war es nur verständlich wie überrascht der Saotome aussah als er sich zu der Schönheit mit dem langen wallenden violetten Haar herumdrehte. Zunächst deutete sich klare Verwirrung auf seinen Zügen ab, doch dann musste er unweigerlich lächeln.

"Amelia! Ja, ein wenig Hilfe wäre gut. Schnell wir müssen das Loch zunageln bevor wir uns auf den Grund des Meeres wiederfinden."

Im diesen Sinne wanderte er durch den kontinuierlichen Strom des kalten Meerwasser direkt auf das halb verschlossene Leck zu und hielt einige Sekunden vor diesen inne. Natürlich hätte er sofort gehandelt, aber so einen großen Schaden musste man mit Bedacht und Vorsicht angehen. So wusste er dass sofern er die Pritsche, die sich günstiger weise vor das Leck geschoben hatte, entfernen würde die Fluten sie mit voller Wucht fern reißen würden. Somit war es vermutlich das klügste erstmal so viel zu versperren wie nur irgendwie möglich und danach die Liegebank Stück für Stück wegzuschieben und dabei immer wieder ein paar Bretter nachzunageln.
Er nickte im Stillen und wandte sich danach an seine Unterstellte hoher Geburt.

"Ich lege die Bretter auf und du sorgst dafür dass sie an Ort und Stelle bleiben. Hammer und Nagel liegen im Sack." Er wählte beabsichtigt die Rolle der menschlichen Halterung da man dabei wesentlich mehr Kraft aufwenden musste und die junge Sykes machte dafür einen etwas zierlichen Eindruck. Bei Kenji hingegen war es allgemein bekannt dass er verdammt viel Kraft in den Armen hatte und dessen war er sich auch bewusst. So griff er also das erste Holzbrett hinaus und drückte dieses durch das fließende Wasser an die Wand, direkt neben die leicht instabile Pritsche. Kein leichter Job angesichts dessen das dabei stehts und ständig eine der größten Naturgewalten entgegen drückte. Da tat ein wenig Ablenkung in Form eines kleinen Gesprächs ganz gut. Allerdings gefiel ihm nicht so wirklich in welche Richtung sich das Gespräch zog, doch damit musste er wohl Ablieb finden.
"...Wir können nur darauf hoffen dass sie überlebt haben, aber um ehrlich zu sein...Ihre Chancen in so einen Sturm zu überleben sind..." Plötzlich wurde ihm klar dass sich die Crew sicherlich auch so von Sorge geplagt sein musste und auch wenn er Realist war wusste er dass er als Offizier an Bord etwas mehr Hoffnung verteilen musste. "...relativ gut." Ein mattes Grinsen oder besser gesagt eine Maske auf die ein freundliches Lachen gemalt war, zeichnete sich auf seinen Lippen ab. "Saemon ist ein Monster da muss schon mehr kommen um ihn umzuhauen."

Womöglich würde sich dieser Smalltalk noch ein wenig mehr in die Länge ziehen, aber eines war klar: Das schließen des Lecks würde definitiv voran kommen und als es schließlich endgültig verschlossen war, war Kenji dankbarer für die Hilfe Amelias als je zuvor. Alleine hätte er das bestimmt nicht hinbekommen, dafür hatte er einfach viel zu wenig Arme. Anerkennend klopfte er auf die Schulter seiner Kompanin bevor er schließlich den nassen Leinensack vom Boden griff und diesen zu ein großen Knäul formte und in seine Manteltasche stopfte. Nun mussten sie nur noch eine Pumpe und ein paar Eimer besorgen um das verbliebene Wasser zu entsorgen und dann wäre das größte Unheil abgewendet. Somit verließ er fürs Erste die Arrestzelle und marschierte in das hölzerne Gedärm der True Justice, der Flur des Unterdecks.
Es war ruhig und selbst wenn man etwas an den Ohren hatte, wie beispielsweise Kenji, konnte man das plötzliche Vernehmen eines Klingelns hören dass immer und immer näher kam. Es schien wortwörtlich den langen Gang entlangzumarschieren und das war mehr als nur komisch.

"Hörst du das?"

,fragte er Amelia und reckte neugierig den Kopf nach vorne. doch der Gang war leer. Ein großes Fragezeichen tat sich in Kenjis Geist auf welches sich schlagartig in ein Ausrufezeichen verwandelte als er sah wie die Teleschnecke seines Kapitäns geradewegs aus eine der vielen Zimmer ,auf einen umher schwimmenden Tisch, auf ihn zu segelte und dabei gelassen vor sich hin blökte. Mit schief gestellten Kopf betrachtete der junge Mann diesen seltsamen Anblick bevor ihm klar wurde dass er vielleicht mal den Anruf annehmen sollte. Mühsam wartete er durch das Kniehohe Wasser und ergriff den Höhrer der kleinen Teleschnecke woraufhin ihr nerviges rumgekreische erstarb.

"...Hallo?..."

Wer das wohl war?

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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Mo 12 Nov 2012 - 12:33


Amelia verspürte kontrollierte Freude in sich, als Kenji zugab, Hilfe zu gebrauchen. Zunächst wollte sie ihre Arme ebenfalls gegen das Leck stemmen, aber die Worte des Kadetts in Verbindung mit dem enormen Druck des Wassers belehrten sie eines Besseren. Ein wenig peinlich berührt nickte sie zügig und griff nach dem Sack, in welchem sie die Nägel befanden.

Sie hatte noch nie in ihrem Leben selbst solche eine Arbeit verrichtet, Arbeit, die eigentlich Männern zustand, aber hier war niemand außer ihr und Kenji und sie stand im Rang unter ihm. Darüber hinaus hatte sie sich immerhin freiwillig dazu bereit erklärt, Hilfe zu leisten und empfand es ihrerseits als unhöflich, dass sie überhaupt zögerte, auch wenn ihr Zögern aus der Tatsache herrührte, dass sie nicht ganz wusste, wie sie die ihr zugetragene Aufgabe angehen sollte.

Irritiert musterte sie den Hammer, der schwer in ihrer rechten Hand lag und die kleinen Nägel, die rein optisch nicht den Eindruck machten, als könnten sie derart viel Gewicht abhalten.
Amelia schüttelte knapp den Kopf. Sie vergeudete Zeit und das brachte ihr Missbilligung über sich selbst ein. Entschieden setzte sie den Nagel an eines der Bretter, die Kenji an das Leck gepresst hatte und klopfte, vielleicht etwas zaghaft, mit dem Hammer auf sein Ende, womit er immer tiefer in das Holz geschoben wurde und ihm Festigkeit gab. Es war nicht so schwer, wie sie vermutet hatte.
Kenjis Antwort klang unsicher und Amelia hielt kurz inne.
Verzeiht, wenn ich mich anmaße, euch Dinge zu unterstellen, aber.. eure Worte klingen nicht überzeugt. Selbst ein solch starker Mann wie Saemon dürfte sicher Schwierigkeiten mit diesem Unwetter haben und seine Freundin, die Piratin.. Ich meine mich zu erinnern gehört zu haben, sie verfüge über Teufelskräfte. Ich liege doch richtig in der Annahme, dass Wasser..“

Aber er unterbrach sie. Zunächst empfand sie deswegen Kränkung, aber dann horchte auch sie auf und das wohlbekannte ,Klingelgeräusch' einer Teleschnecke hallte durch die offene Türe der Arrestzelle.
Böllebölleböllebölle...Bölleböllebölleböllebölle..
Die Hände noch immer am Brett drehte die junge Frau ihren Kopf so weit wie möglich nach hinten, um zu sehen, woher das Geräusch kam. Ihre Neugier, wer da anrief, wuchs mit jeder Sekunde, in welcher die Schnecke lauter wurde.
Ein dumpfer Knall erklang, als ein Tisch hereingeschwommen kam, offenbar waren mehrere Räume im unteren Teil des Schiffes unter Wasser.
Die Schnecke machte ein neutrales Gesicht und dachte gar nicht daran, ihr Gejaule einzustellen.
Der Schwertkämpfer war nicht minder überrascht und ihre Blicke trafen sich, Amelia ihrerseits zuckte mit den Schultern und starrte erwartungsvoll zum 'Telefon', während ihre Begleitung den Hörer an sich nahm und herein sprach.

Vielleicht waren Saemon und Lian bereits jetzt irgendwo gestrandet und meldeten sich, um Nachricht über ihren Zustand zu geben? Obwohl sie nichts für den Fähnrich, der sie grob behandelt hatte, übrig hatte und für seine Freundin noch weniger, spürte sie allein bei diesem Gedanken bereits Erleichterung. Den Tod wünschte man niemanden, schon gar nicht, wenn es um Mitglieder der Crew ging. Außerdem hatte der Rotschopf verlauten lassen, er wolle sich noch mit ihr unterhalten und die Sykes hoffte in stiller Befriedigung, er würde sich für sein unzumutbares Verhalten bei ihr entschuldigen.
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BeitragThema: Re: Arrestzellen   Di 13 Nov 2012 - 11:25

"Saemon? Die Frage sollte ich dir stellen!
Mhh, naja heil auf ist so eine Sache, aber wir Leben zumindest noch...Konomi wird erstmal warten müssen denke ich. Euch wieder einzusammeln hat erstmal Priorität, zumindest meines Erachtens nach aber der Captain wird sicherlich meiner Meinung sein. Es ist auf jeden Fall Gut dass ihr noch lebt und dass ihr den Gefangenen Piraten bei euch habt ist auch ausgezeichnet."


Während er da umherstand und das Mikrofon der Teleschnecke vor seinen Mund hielt und begeistert hinein sprach, sah er immer wieder rüber zu Amelia und nickte ihr zu oder reckte strahlend den Daumen in die Höhe. Dazu bestand allerdings auch mehr als nur ein wenig Anlass. Immerhin war es schon beinahe ein wunder dass sowohl Lian und Saemon als auch dieser Ben die Fluten überlebt hatten und scheinbar von einen sicheren Ort Nachricht senden konnten. Nun stellte sich natürlich die Frage: Wo war dieser Ort und wie konnte all das überhaupt möglich sein? Es galt einiges in Erfahrung zubringen, aber bereits jetzt stand fest - Es würde ein guter Tag werden!

"Also, wo seid ihr? Wäre natürlich wunderbar wenn du mir die Koordinaten geben könntest, aber das wäre dann wohl ein wenig zu viel des Glückes." Er lachte zwei mal Schnappatmig auf wobei der Rotschopf nur ein kurzes "haha" vernehmen sollte. "Nein, jetzt aber mal ehrlich...Wie zur Hölle habt ihr das überlebt? Das ist wirklich ungewöhnlich...Ich meine eine Teufelsfruchtnutzerin mitten im salzigen Ozean und dann schafft ihr es auch noch einen Entflohenen aufzugabeln ohne irgendetwas ab zubekommen? Das ist...Beachtlich."

Es faszinierte oder besser gesagt interessierte den jungen Seekadett wirklich sehr stark und um eine ausführliche Antwort zubekommen würde er sogar den Bericht über das verschließen des Lecks bei Godot zurück halten. Eine wirklich große Ehre, wenn man einmal bedachte um was für eine Person es sich bei Kenji handelte.
Nun Ruhe die er brauchte bis die Übertragung ankam, vermutlich wirkte sich das noch immer nahe liegende Umwetter auf den Empfang aus, hatte er zumindest und falls nicht war immer noch die disziplinierte Seele Amelia zugegen ,die bis vor ein paar Minuten noch genauso große Zweifel hatte wie Kenji, doch sie konnte ja mithören und wusste nun bescheid.

"Deshalb meine Frage..." ,meinte er auf ihre unvollendete Frage die sie vor dem Anruf des Schiffbrüchigen gestellt hatte. Ein wenig Smalltalk konnte ja nicht schaden. "Egal wie man gegenüber die Ereignisse der letzten Crewbeitritte gehalten ist, kann man nicht anzweifeln dass Lian und Saemon wirklich...beeindruckend sind.""Hoffentlich kann er das nicht mithören..."

Vorsichtshalber schob er ,die Teleschnecke die einen typischen Gesichtsausdruck Saemons angenommen hatte, ein wenig mehr zur Seite und hielt Augen und Ohren offen während er auf eine Antwort wartete. Warum er eher weniger wollte dass sein alter Bekannter vom den ganzen nichts hörte, lag auf der Hand. Natürlich wollte er nach dieser "Glücklichen Widervereinigung keinen Streit vom Zaun brechen. War nun wirklich kein Geheimnis wie empfindlich die beiden Parteien auf solche Äußerungen reagieren konnten und schon allein deswegen das ihm nun die Last zweier Toter von den Schultern genommen wurde, wollte Kenji diese Glückseeligkeit noch ein wenig Aufrecht erhalten. Und genau deswegen herrschte nun wieder wartende Stille.

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