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Kajüte der Soldaten

Saemon



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BeitragThema: Kajüte der Soldaten   Do 26 Jan 2012 - 8:15

Kajüte der Soldaten

Ein Gemeinschaftsschlafraum, groß genug um den einfachen Soldaten Platz zum nächtigen bieten zu können. Angrenzend befindet sich ein kleiner Waschraum, in welchem Fässer mit frischem Wasser, einige Schöpflöffel und auch provisorische Holzwannen stehen. Die Soldaten schlafen auf einfachen Kojen, welche sicherlich keinen Luxus bieten, dennoch recht gemütlich sind. Zwischen Männer und Frauen wird hier nicht unterschieden, da jede Person an Bord ein Soldat der Marine ist!

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Saemon



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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Fr 3 Feb 2012 - 10:29

---> Verbindungsgänge des Unterdecks

Diesen Raum hatte der Rotschopf zuvor noch nicht gesehen. Er war groß und doch wirkte er aufgrund der Einrichtung sehr eng und ungemütlich. Man erkannte sofort dass hier der Schlafssal der Soldaten war. Viele Stockbeten standen nebeneinander, so eng dass man kaum noch Platz hatte um zwischen ihnen durch zu kommen.

Es waren nicht viele der Soldaten anwesend und die meisten kurierten ihre Wunden aus. Andere verpflegten ihre Kameraden so gut wie sie nur konnten. Egal wie es auch immer weiter gehen sollte, eine Weile lang würde die 9. Division wohl ihre Wunden lecken dürfen. Zumindest haben die Männer nun an Erfahrung dazu gewonnen und wären auf so manchen Trick der Gegner vorbereitet. Man musste nun einmal immer das Gute in einer Sache sehen, so schlecht diese auch ausfallen mag.

Auch von diesem Raum verschaffte der Rotschopf sich einen Eindruck, speicherte diesen in seinem Kopf ab und verschwand dann wieder auf die Gänge hinaus. Langsam überkam ihm doch die Müdigkeit und ein wenig Schlaf konnte er gut brauchen.

---> Verbindungsgänge des Unterdecks

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Saemon



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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Di 28 Feb 2012 - 17:45

---> Krankenzimmer

Verdutzt blickte Saemon die nunmehr verschlossene Türe an und fragte sich was das wohl gerade war. Eigentlich wollte er doch nur ein paar Worte mit ihr wechseln und sie nicht gleich wieder in die Zelle werfen, doch schien der grauhaarige Arzt auch hier etwas dagegen gehabt zu haben. Vielleicht brauchte Leila wirklich einfach nur Ruhe, da war es nicht zumutbar wenn man sie mit Fragen zu dem Vorfall löcherte. Vermutlich würde sie das nur aufregen, würde Erinnerungen wachrufen und sie in einen Schock Zustand versetzen. Das mochte zwar weit hergeholt sein, doch musste man immer vom schlimmsten ausgehen, wenn man den Menschen helfen will. Es war das selbe wie in einer Schlacht. Wenn man sich gegen das schlimmste wappnet, sollte es nur wenige Überraschungen geben, welche über einen herein brechen würden. Aber es war nun nicht mehr zu ändern und mit einem seufzen drehte er sich ein wenig nach links und folgte den Gang weiter. Er spürte nun immer deutlicher wie ihn die Müdigkeit überkam und sein Auge nur noch mit viel Mühe offen zu halten war. Wie lange hatte er schon nicht mehr ordentlich geschlafen? Ein Nickerchen würde ihm sicherlich gut tun, so suchte er die Quartiere der Soldaten auf, schließlich war auch er einer von ihnen. Es war völlig egal wessen Bett er erwählte, schließlich hatte er nicht vor ewig dort drinnen zu bleiben und außerdem sollte es wieder genug Platz in dem Schlafsaal geben. Kein sonderlich amüsanter Gedanke, immerhin waren hier noch die Sachen von vielen Toten Männern versammelt, welche vergebens auf die Rückkehr ihrer Besitzer warten. Aber über solch Banalitäten nach zu denken brachte einfach nichts. Er hatte sich schon genug den Kopf wegen diverser Dinge zerbrochen, jetzt musste er einfach mal an sich selbst denken. So suchte er die erst beste Koje aus, entledigte sich seiner Schwerter, welche sorgfältig an einen Balken gelehnt wurden und legte sich hinein. Just in dem Moment als er sein Auge letztlich schloss, versank er auch schon im Reich der Träume, weitaus schneller als jede Narkose dazu in der Lage gewesen wäre.

Hier fand er sich nun auf einer Wiese wieder, einer unendlich weit reichenden, sodass man außer grün, nur noch da Blau des Himmels vernehmen konnte. Wie man sich nun denken konnte, war herrlichstes Wetter, eine kugelrunde golden strahlende Sonne schien auf sein Haupt hinab, nicht ein Wölkchen am Weltendach und zum abkühlen eine angenehme Brise – nicht zu stark, doch auch nicht zu schwach. Völlig entspannt lag er auf dem weichen Gras, welches eher wie ein Teppich wirkte, hatte die Arme hinter dem Kopf verschränkt und betrachtete den Himmel. Es war absolut leise, nicht ein einziger Klang drang an sein Ohr heran. Er schien völlig alleine zu sein, gänzlich für sich und ohne den lästigen Lärm von plerrenden Vögeln. Doch war diese Idylle auch mehr als eigenartig, schließlich befand er sich vor nicht all zu langer Zeit noch inmitten einer Schlacht. Könnte doch nur jeder Tag so zu Ende gehen, einfach friedlich inmitten der puren Natur einschlafen und erst am nächsten Morgen wieder erwachen. Ein wahrlich wunderschöner Gedanke, welcher es wert gewesen wäre ihn in die Tat um zu setzen, dennoch stimmte hier etwas nicht. Trotz all dem Frieden und der ganzen Ruhe, schien etwas bedrückendes in der Luft zu liegen, etwas völlig unerklärliches, wofür er keinerlei Worte fand. Was auch immer es war, so wirkte es bedrohlich auf den Rotschopf ein, brachte diesem die unheimlichsten Gedanken ein, sogar Anflüge von Angstzuständen. Ein wenig wie die Ruhe vor dem Sturm sah er etwas entgegen, was er nicht einmal erkennen konnte, was er mit dem bloßen Augen nicht zu erblicken vermochte und sich gänzlich im Hintergrund hielt, gar unsichtbar war. Mit jedem Augenblick schien es näher zu kommen, sich unmerklich an zu schleichen und bedrohlich nach ihm zu greifen. Saemon fühlte unfassbaren Druck auf seinen Schultern, fühlte sich unwohl, wirkte irgendwie eingeschüchtert. Seine Atmung wurde rapide schneller und der Schweiß trat nach und nach hervor. Eifrig richtete er sich in eine sitzende Position auf, stütze sich mit den Armen nach hinten gerichtet vom Boden ab und blickte eifrig in die Runde. Was zur Hölle war das nur?! Mittlerweile wuchs die Anstrengung nahezu ins unermessliche und Saemon hatte redlich Mühe sich bei Bewusstsein zu halten, doch biss er die Zähne zusammen und ertrug die Spannung so gut es ihm nur möglich war. Weit in der Ferne erkannte er eine Silhouette, welche sich langsam näherte. Auf den ersten Blick könnte man meinen dass es sich um einen Menschen handelt, doch zu hundert Prozent war diese Frage bislang nicht zu beantworten. Obgleich es ihm unfassbare Qualen zu bereiten schien, wollte unbedingt wissen wer diese Person dort war, was es mit diese auf sich hatte und wieso sie eine solch unfassbare Präsenz besaß.

Es fühlte sich schon lange nicht mehr wie ein Traum an, viel zu real schien diese Furcht zu sein, welche unermüdlich auf ihn einschlug. Saemon wurden Ängste aufgezeigt, von denen er nicht einmal wusste dass er sie besaß, dass er sich vor diesen Dingen fürchtete, dann wurde plötzlich alles schwarz um ihn herum, vielleicht schwand auch einfach nur sein Blick, sodass ihm die Schönheit der Gegend nun verwehrt wurde. Unwissend wie viel Zeit vergangen sein mochte, tat sich ein neues Bild vor seinem Auge auf, wurde immer deutlicher, erhielt mehr und mehr Konturen, bis er einen steinernen Boden erkannte. Wieder lag er auf diesem, diesmal jedoch bei weitem nicht so entspannt wie noch zuvor. All seine Glieder schmerzten und mit Mühe richtete der Einäugige sich auf, rieb sich irritiert den Kopf und versuchte dieses Dröhnen aus dem Schädel zu bekommen. Noch immer war seine Sicht ein wenig verschwommen, doch konnte er überdeutlich das rauschen von Wasser hören, roch den salzigen Duft des Meeres und fühlte sich schlagartig gleich um ein vielfaches wohler. Wo war er denn hier nur? Sich sein Auge reibend, ging er einige Schritte, hob den Kopf an und sah sich aufmerksam um. Mit einem mal schien es ihm die Farbe aus dem Gesicht zu hauen, sein Augapfel stand weit hervor, das Lied bis zum Anschlag aufgerissen. Seine Unterlippe zitterte, gefolgt vom Rest seines Körpers und panisch krallte er sich in seine Arme. Er konnte es einfach nicht fassen, begriff nicht wie es hierzu kommen konnte und wer oder was ihn hierher gebracht hat. Das konnte doch nur ein böser Traum sein, einen solchen Humor besaß nicht mal der Herzloseste Mensch dieser Welt. Um das nun zu begreifen musste man sich ein wenig mit Saemon’s Ängsten auskennen, was diese auslöst und wie sie sich äußerten. In diesem Falle war dies ganz einfach, gab es doch nur eine einzige Sache welche ihn wirklich panisch werden ließ. Zeit seines Lebens, auch wenn niemand jemals rausfand woher dies kam, schob Saemon eine riesen Angst vor Brücken. Es war absolut bescheuert wenn man sich mal genauer Gedanken über diese Tatsache machte, doch war es nun mal Fakt dass nichts und niemand ihn jemals auf eine Brücke hätte schleifen können, doch befand er sich nun auf einer. Sofort wurde sein Puls nach oben getrieben in einen kaum messbaren Bereich, welcher für jeden anderen Menschen wohl bereits den Tod verursacht hätte. Er verlor jegliche Kontrolle über seine Atmung, schnappte hier und da heftig nach Luft, vergaß sogar gelegentlich das Atmen und brach aufgrund dessen in Hustkrämpfe aus. Zitternd tat er einige Schritte rückwärts nach hinten, stolperte plötzlich und saß auf seinem Hintern. Er zog die Beine an, schlang seine Arme um diese und begann geistesabwesend vor und zurück zu wippen. Es war vermutlich das typische Bild eines Geisteskranken, doch raubte die Brücke ihm jeglichen Verstand, verwehrte ihm das logische Denken und stieß ihn in ein dunkles Loch. Weit und breit erblickte er nichts als Brücke. Brücke vor ihm, ebenso hinter ihm und dann noch links und rechts von ihm. Hätte er nicht solch Schiss gehabt, so wäre er vermutlich einfach von ihr gesprungen, ganz egal ob ihn diese Aktion das Leben gekostet hätte oder nicht, stattdessen jedoch saß er auf dem kalten und grauen Boden, blickte leer in die Ferne und summte ein uraltes Lied vor sich hin. Es war ein Vermächtnis aus seiner Vergangenheit, eine Erinnerung an seine Mutter, welche er doch eigentlich komplett aus seinem Kopf verbannt hatte. Jetzt jedoch, kamen diese Bilder, die Klänge einfach alles, es kam wieder zum Vorschein und manifestierte sich in seiner Psyche. Dieses Lied, welches er summte, ein trauriges, herzzerreißendes Lied, und das spürte man schon anhand der Melodie. Seine Mutter hatte es ihm stets vorgesungen und auch wenn ihm die Worte schon lange entfallen waren, so brannte diese Melodie sich in seinen Kopf ein und ließ ihn in diesem Augenblick nicht mehr los.

Als wäre das alles nicht schon schlimm genug gewesen, erkannte er in der Ferne wieder Schemenhaft dieses Wesen, diesen Menschen oder was auch immer er, sie, es war. Er näherte sich und wieder spürte der Kisaragi diesen Druck, dieses Unwohlsein und das alles gepaart mit unerträglicher Panik. Diesmal kämpfte er nicht dagegen an, begrüßte es sogar und ließ die Dunkelheit einfach über sich kommen. Wie eine Riesenwelle schlug diese ein, nahm Saemon gänzlich in sich auf und absorbierte diesen. Bevor er letztlich in den Schatten verschwand, huschte noch ein Lächeln über seine Lippen und sog einen Teil der Schwärze in sich auf. Wieder herrschte Stille und es war dunkel. Nichts, aber auch wirklich gar nichts war zu sehen, so summte er noch immer dieses Liedchen, wirkte jedoch wesentlich entspannter. Er hätte am liebsten losgeschrieben, doch schaffte er es einfach nicht. Vielleicht spielten die Stimmbänder nicht mit? War es gar dieser unsagbare Druck von dem Wesen, welcher ihn daran hinderte? Er dachte darüber nach, wenn auch nicht lange, so wurde ihm gänzlich das Bewusstsein entrissen, als er einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf spürte und sein Auge sich schloss.

Wie von der Tarantel gestochen schoss Saemon nach oben, sah sich eilig um und erkannte… dass er wieder in dem Schlafsaal war. Endlich war es vorbei, dieser elende Albtraum und er würde sich schon bald beruhigen können. Es war einfach nur unbegreiflich, so real wie sich das anfühlte, so real die Schmerzen schienen, doch war nun alles in Ordnung. Alles befand sich wieder an Ort und Stelle und noch immer schien er alleine zu sein. Wie viel Zeit wohl vergangen sein mag? Unabhängig davon rappelte der Rotschopf sich auf, streckte ausgiebig seine Gliedmaßen und erhob sich von der Pritsche. Was für ein schrecklicher Traum, doch wollte er keinen weiteren Gedanken mehr daran vergeuden. Es mochte Menschen geben welch mit Traumdeuterei ihr Geld verdienen und sicherlich würden diese sich nach dem Rotschopf die Hände reiben, doch kümmerte ihn dieser Hokus Pokus keinesfalls. So griff er sich seine Schwerter und befestigte diese abermals an seiner Hüfte, schob sie in die dafür vorgesehen Halterungen und verließ den Raum. Er schlenderte die Gänge entlang, bestieg die Treppe und marschierte über das Oberdeck in Richtung der Planke, welche da Schiff mit der Insel verband. Nur noch wenige Schritte und er würde wieder festen Boden unter den Füßen haben, wozu es jetzt auch kam. Doch was nun? Was war nun seine Aufgabe? Was könnte er eigentlich tun? Zum einen könnte man helfen die Insel wieder auf zu bauen, doch wollte dies doch der Pirat übernehmen. Besser Saemon hielt sich von all dem fern, schließlich wollte er keinen unnötigen Streit heraufbeschwören. Er könnte sich ein wenig auf der Insel umsehen, immerhin würde die 9. Wohl noch eine Weile hier verweilen, wenn er das richtig verstanden hatte. Kenji deutete etwas in der Richtung an und falls nicht, würden sie schon auf ihn warten. Doch auch wenn dem nicht so sein sollte, es kümmerte ihn nicht wirklich. Einerseits wäre es sicherlich ein Verlust gewesen, schien er sich ganz wohl unter dem Haufen zu fühlen, doch kam er stark ins Grübeln, was diese sogenannte „Gerechtigkeit“ betraf, welche Godot einst ansprach. Davon hat Saemon zumindest heute nichts gesehen… Er verwarf all diese Gedanken und lief einen Weg entlang, folgte diesem blindlings, ohne überhaupt zu wissen wo ihn dieser hinführen würde. Er kannte sich auf der Insel ohnehin nicht aus, also warum sich über sowas Gedanken machen? Sicherlich würde er sich verlaufen, aber irgendwie wird er schon wieder zurück finden.

--->Pfad neben den Reisfeldern

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Saemon



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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Mi 21 März 2012 - 18:23

---> Oberdeck

Gemütlich schlenderte Saemon über die hölzernen Planken des Oberdecks und steuerte direkt den Treppenabgang an, welcher in den unteren Teil des Schiffes führte. Ein schlürfendes Geräusch ertönte bei jedem Schritt, da er inzwischen schon zu müde war um seine Füße richtig zu heben. Dies war auch der Grund für den kurz darauf folgenden Ausfallschritt, welchen er tat, da er über ein herausstehendes Brett stolperte und sichtlich Mühe hatte das Gleichgewicht zu halten. Letztlich fing er sich wieder und balancierte elegant die Treppe hinab. Die tiefen und dunklen Ringe unter seinem Auge ließen ihn beinahe unheimlich wirken, wobei der Gesichtsausdruck welchen er inne hatte diesen Eindruck nur noch unterstrich. Zumindest bestand nun endlich nicht mehr die Problematik der Orientierungslosigkeit, jedenfalls nicht solange er sich auf dem Schiff befand. Inzwischen kannte er die Wege zu den einzelnen Räumen und würde sich so schnell wohl nicht mehr verlaufen, wie dies ja bereits geschehen war. Alles wonach er sich nun noch sehnte war ein Bett. Ganz gleich wie ungemütlich es auch sein sollte, in dieser Situation würde selbst eine Holzbank ihm den nötigsten Komfort bieten können. Er überbrückte noch die verbleibenden Meter zu dem großen Schlafsaal, öffnete die Türe und trat schließlich völlig ausgelaugt hinein. Es schien zwar so etwas wie eine feste Zuteilung zu geben, doch wusste Saemon von dieser nichts und konnte nur anhand einiger persönlicher Gegenständen neben den Pritschen erkennen welche wohl besetzt war und welche nicht. Wurde wohl so langsam Zeit sich eine aus zu suchen und diese in Beschlag zu nehmen, schließlich würde er noch die ein oder andere Nacht an Bord dieses Schiffes verbringen, da sollte man sich den Schlafplatz durchaus sichern. Kurzerhand ließ er sich auf einem der betten nieder und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. Er dachte schon daran sich einfach die Haare ab zu schneiden, womit zumindest diese Last nicht mehr auftreten sollte, andererseits mochte er seine Haare und somit würde dies niemals in Frage kommen. Saemon entledigte sich seiner Klamotten und saß nun in seiner Boxershorts auf der dünnen Matratze, machte sich lang und schlüpfte unter die Decke. Es war zwar nicht wirklich das gemütlichste Bett der Welt, dennoch war es mehr als man überhaupt erwarten könnte. Er verschränkte die Finger hinter seinem Kopf und legte diesen auf seinen Händen ab, wirkte nun ein wenig nachdenklich, wenn er eigentlich auch nur Geistesabwesend und angestrengt an die Decke blickte. Er war so extrem müde und dachte eigentlich er könne sogar im stehen einschlafen und nun wo er sich im Bett befand brachte er aufs verrecken kein Auge zu. Saemon fühlte sich ein wenig wie ein Baby in der Wiege, welches sanft hin und her geschaukelt wird. Ein eben solches Schaukeln ging auch von dem Schiff aus, welches sich majestätisch gegen den immer stärker werdenden Wellengang stemmte und Meter für Meter hindurch preschte. In den letzten Tagen hatte er einige Bekanntschaft mit Anwendern von Teufelskräften gemacht und man musste zugeben dass diese ebenso beeindruckend waren, wie man zu erwarten hatte. Freilich hatte der Rotschopf schon viel von diesen gehört, ebenso von den übermenschlichen Fähigkeiten welche die Früchte vergeben, doch wollte ihm einfach nicht in den Kopf gehen wie es möglich sei dass eine einfache Frucht eine solche Kraft erbringen konnte. Hier musste einfach eine höhere Macht ihre Finger im Spiel haben und vielleicht trugen sie ihren Namen gar nicht mal zu Unrecht. Es machte wirklich den Anschein als hätte der Teufel selbst diese erschaffen um den Menschen zusehen zu können, wie sie sich mit seiner Schöpfung gegenseitig den Gar ausmachen. Finster lachend würde dieser sich in den Tiefen der Hölle verkriechen und von der Ferne aus über die Dummheit der Menschen lachen. Selbst wenn Saemon jemals eine solche Frucht in Händen halten würde, so wäre das letzte was er täte, einen bissen von dieser zu nehmen. Zum einen waren sie ihm einfach nur unheimlich und er schwamm einfach viel zu gerne als dass er dies aufgrund solcher Fähigkeiten aufgeben würde. So mächtig sie auch sein mochten, so brachten sie auch eine Menge Nachteile mit sich. Doch alleine der Gedanke, dass Godot sich nun direkt hinter Saemon befinden könnte, ohne dass der Kisaragi dies hätte bemerken können, jagte ihm einen Schauer über den Rücken.

Während er so über diese Dinge philosophierte, bemerkte er gar nicht wie sich nun nach und nach das Lid des Auges schloss und er sich schon bald im Reich der Träume befinden würde. Der erste Schlaf seit langem und er tat so unglaublich gut. Kaum dass er eingeschlafen war, entspannte sich die gesamte Körperhaltung des Rotschopfes sichtbar. Über viele Stunden hinweg würde nichts und niemand ihn wach bekommen können und man musste sagen dass der Lärm an Bord wirklich beachtlich war. Auf dem Oberdeck arbeiteten noch immer eine Menge Matrosen daran das Schiff auf Vordermann zu halten, aber auch unter Deck wuselten die Männer von einem Gang in den nächsten. Einige wenige gesellten sich ebenfalls in den Schlafsaal, ließen sich auf ihr Pritschen nieder und unterhielten sich noch ausgiebig. Gelegentliches Gelächter stand hierbei an der Tagesordnung, dennoch schließ Saemon unbehelligt weiter, drehte sich hin und wieder auf die andere Seite und ließ ein entspanntes Seufzen verlauten. Die Luft hier unten war dick und Fenster gab es keine. Jeder Mensch verliert eine Menge Schweiß während des Schlafens und wenn so viele Personen auf einem Haufen waren, es zudem keine Fenster in dem Raum gab, so konnte man sich sicher sein dass die Luft irgendwann zu stehen beginnt. Niemand schien sich daran zu stören, man hatte sich eben daran gewöhnt, doch lag es bei Saemon vermutlich an der Müdigkeit dass ihn dies nicht störte. Vielleicht war er aber auch einfach genügsamer als man meinen mochte. Immer mehr Soldaten kamen hinein und so langsam füllte sich der Raum. Es war nicht nur der Schlafplatz, sondern auch eine Art Gemeinschaftsraum, doch nahm man zumindest Rücksicht aufeinander. Einige von ihnen entdeckten Saemon in dem Bett, wie dieser seelenruhig vor sich hin döste und man erkannte in ihren Gesichtern dass der Rotschopf ihnen nicht so ganz Geheuer war. Es war durchaus gut so dass dieser davon nichts mitbekam, da ihn die Haltung so mancher hier vermutlich tierisch auf die Nerven gegangen wäre. Vermutlich hätte er mindestens das Gespräch mit ihnen gesucht und schnell kann sowas auch mal ausarten und das musste nun wirklich nicht sein. Irgendwann würden sich selbst die letzten Skeptiker an den Einäugigen gewöhnen müssen, doch sollte bis dahin noch einiges an Zeit vergehen.

Erst am späten Abend des Tages erwachte der Kisaragi wieder, blieb jedoch regungslos im Bett liegen und starrte an die Decke. Der Schlaf hatte wahre Wunder vollbracht, so fühlte er sich nun als könne er Bäume ausreißen, nebenbei einen Marathon laufen und dies noch Bergauf. Er sprühte vor Energie und schlagartig befand sich seine Laune auf einem Höchstniveau. Die Uhrzeit kannte er nicht, wusste nicht einmal welche Tageszeit es derzeit war, da es schließlich keine Fenster gab, zumindest keine im Blickfeld des Rotschopfes. Endlich beschloss er doch noch sich zu erheben, streckte ausgiebig jedes seiner Glieder und schlenderte entspannt auf das Badezimmer zu. Noch immer befand er sich in seinen Boxershorts, erntete dadurch den ein oder anderen Blick, doch schien ihn dies nicht weiter zu kümmern. Die Hände zu einer Art Schüssel formend, ließ er ein wenig Wasser hineinlaufen, klatschte sich dieses dann direkt ins Gesicht und spürte wie ein Kribbeln seinen Körper durchlief. Seine Aufmerksamkeit sollte nun auf seinen Klamotten ruhen, so begab er sich zu diesen, zog sich die Hose und das T-Shirt an, griff seinen Pulli und machte sich auf den Weg zu einem Waschbecken. Er musste nun endlich zusehen dass er den Fleck herausbekam und hielt diesen nun direkt unter das fließende Wasser. So einfach sollte es dann doch nicht sein, doch hatte Saemon Zeit, war geduldig und ausdauernd. Am Ende würde nur einer triumphieren können und zumindest in seinem Geiste war dies der Rotschopf. Es sollte wirklich noch ein langer Kampf werden, in welchem Saemon wirklich alles auffuhr was ihm das Badezimmer so bot. Diverse Seifen und Shampoos wurden ausprobiert und auch wenn man meinen mochte dass dies dem Stoff sicherlich nicht all zu gut tun würde, so war am Ende dennoch keine Verunreinigung mehr zu sehen! Der Fleck war tatsächlich weg, zumindest noch im nassen Zustand konnte man diesen nicht mehr erkennen. Er hing den Pullover über eine metallerne Stange, an welcher normalerweise ein Handtuch oder der gleichen hängen würde und ließ ihn dort trocknen. Ein wenig an sich schnüffelnd, stellte er dann auch fest dass ihm eine Dusche mal wieder gut tun würde, so tat er es schließlich auch, entledigte sich nun aller seiner Klamotten und stieg in die Duschkabine. Das genialste war der Hocker der hier drinnen stand, konnte man sich doch nun gemütlich hinsetzen und das wärmende nass auf seine Haut prasseln lassen, sich dabei entspannt gegen die Wand lehnen und einfach nur seinen Gedanken lauschen. Saemon schloss sein Auge und würde noch die nächste Stunde hier drinnen verbringen, würde spüren wie seine Haut nach und nach immer runzliger wird und er gegen Ende hin wohl wie sein eigener Großvater aussehen sollte. Als er letztlich hinausstieg und sich ein Handtuch griff, hörte er einige Stimmen, schob den Kopf durch die Türe und erkannte eine kleine Schlange von Männern, welche ebenfalls eine Dusche nehmen wollten. Die Arbeiten waren nun doch endlich beendet und nur noch wenige Matrosen musste an Deck wache halten und den Zustand des Schiffes im Auge behalten, der Rest wollte natürlich aus den schwitzigen Klamotten raus und endlich Duschen.

Mit einem Kopfnicken entschuldigte Saemon sich, nahm seine Hose und Boxershort, ließ den Pulli jedoch noch zurück und tappste hastig zurück zu seiner Pritsche. Dort platzierte er das nasse Textil auf der Holzkiste und schlüpfte wieder in seine Hosen. Den Pullover würde er nun ohnehin einige Zeit nicht mehr anziehen können, also spielte es keinen Unterschied ob er nun hier warten würde oder sich umsah. Ein wenig Bewegung war nun genau das richtige, schließlich hatte der Rotschopf manchmal wahrlich Wespen im Hintern. Er huschte von der einen zur anderen Seite, sprach mit diversen Soldaten und erkannte so langsam wer wirklich etwas gegen ihn hatte, und sich dennoch heuchlerisch unterhalten wollte. Er hörte schon die ganze Zeit über eine Art klimpern und wunderte sich allmählich wo dieses eigentlich herkam. Aus irgendeinem Grund schien es ihn zu verfolgen, bis er schließlich auf die Glorreiche Idee kam dass er vielleicht noch etwas Kleingeld in den Taschen hatte. Ein beherzigter Griff in die Hosentasche folgte und tatsächlich spürte der Rotschopf etwas, zog die Augenbrauen noch oben und entnahm die Hand, mit samt Inhalt wieder der Tasche. Skeptisch betrachtete er nun eine dünne Kette, an welcher sich kleine, orangerosa Röschen befanden und konnte sich einfach keinen Reim darauf machen, woher er diese hatte. Bei genauerem hinsehen erkannte er ein Haar, welches um sie gewickelt war, führte dieses näher an sein Auge heran, welches kurz darauf weit aufgerissen war. Nur einer Person konnte dieses golden schimmernde Haar gehören und sogleich durchschoss den Kisaragi ein Geistesblitz.

~Das ist doch… Das kann doch wirklich nicht… Doch definitiv, das Haar kann nur von Lian sein! Warum habe ich ihre Kette in meiner Tasche?... Wieso hat sie mir… Das kann jetzt nicht ihr Ernst sein…~

Ein stechender Schmerz machte sich in seiner Brust breit und sogleich fiel ihm wieder das letzte ein was er überhaupt von ihr sah, nämlich ihren Rücken, als sie Wutentbrannt in das Freie flüchtete und auf nimmer Wiedersehen verschwand. Doch warum kümmerte ihn das überhaupt? Sie waren Feinde und würden dies immer bleiben, wenn er auch sein Versprechen halten würde. Es hatte lange genug gedauert sie aus dem Kopf zu bekommen, auch wenn ihm dies nicht so recht gelingen wollte…

Auch die folgenden Tage drehten sich seine Gedanken noch immer um das Katzenmädchen und die möglichen Beweggründe über die Kette, über vergangene Ereignisse und dem, was man hätte besser machen können. Betrübt über die aktuelle Situation blieb er gänzlich für sich, ließ sich auf Deck nicht mehr blicken, erst an dem Tag, als ein eifriger Matrose lauthals ausrief, dass man Loguetown erreicht hatte. Louguetown?! Tatsächlich! In Windeseile griff Saemon alle seine Sachen, stürmte auf das Oberdeck und blickte auf den nur all zu bekannten Hafen der Stadt.

---> Hafen von Loguetown

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Godot

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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Di 1 Mai 2012 - 14:19

cf: Verbindungsgänge des Unterdecks

Nach einer etwas längeren Tour, bei der die Neulinge bereits einzelne Teile des Schiffes nebenbei sehen konnten, erreichte die Gruppe schließlich die Kajüte der Soldaten. Godot wusste, dass man als neues Mitglied sehr gespannt darauf war, die einzelnen Bereiche des Schiffes kennenzulernen, insbesondere den Bereich, in dem man nächtigen würde. Um die Spannung aufrechtzuerhalten, öffnete er die Tür auch nicht ruckartig, wie es so manch anderer vielleicht getan hätte. Stattdessen öffnete er die Tür ganz langsam, man vernahm sogar ein leichtes Quietschen der Tür, was widerum einen ganz anderen Eindruck hinterlassen konnte. Es war nicht auszuschließen, dass die einzelnen Leute eigene Vorstellungen vom Schlafraum hatten. Ob die Kajüte den Erwartungen gerecht werden würde, würde sich gleich zeigen.

Godot betrat den Schlafbereich der Mannschaft und richtete erneut ein paar Wörter an seine neuen Rekruten. Herzlich Willkommen in der Kajüte der Mannschaft. Hier könnt ihr eure Sachen ablegen. Fühlt euch ganz wie Zuhause. Wir werden viel Zeit auf hoher See verbringen, sodass ihr die Nächte wohl desöfteren hier verbringen dürft. Ich hoffe, es gefällt euch hier.
Nach seiner kleinen Ansprache ging er einen Schritt zur Seite, sodass die jüngsten Glieder der Division problemlos an ihm vorbeigehen und ihre Sachen irgendwo niederlegen konnten. Die Rucksäcke, Koffer und sonstigen Gegenstände wurden bestimmt über die Zeit nicht leichter. Die kleine Tour hatte schließlich länger gedauert als ursprünglich vorgesehen.

Ein Magenknurren kam von Godots inneren "Nahrungsmittelverarbeitungsmaschine", die mit diesem Signal deutlich machen wollte, dass es Zeit war, etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Der Abend zog sich schon etwas hin und der Hunger ließ auch nicht urplötzlich nach. Deshalb fügte der Stabsoffizier kurze Zeit später noch ein paar Worte hinzu. Lasst euch nicht hetzen, wir haben Zeit. Danach werden wir sogleich den Essbereich aufzusuchen, damit wir nicht verhungern. Am Esstisch haben wir dann auch etwas mehr Zeit für Smalltalk.

Als die neuen Rekruten beschäftigt waren, fasste Godot sich kurz an den Magen als wolle er diesen beruhigen. Als wäre der Hunger nicht schon nervtötend genug, kam nun auch noch der Drang nach Kaffee hinzu. Seine letzte Tasse Kaffee lag auch schon einige Zeit zurück und er wurde langsam aber sich unruhig. Kaffeesucht begegnete man zwar nicht unbedingt so oft wie die Abhängigkeit von Zigaretten, dennoch war das Verhalten bei kurzzeitigem Entzug mehr oder weniger dasselbe. Er war leichter reizbar und es fiel ihm doch nach und nach immer schwerer, seine gewohnte freundliche Art beizubehalten. In der Messe würde er zum Glück zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können, denn dort konnte er sowohl etwas essen wie auch eine gute Tasse Kaffee trinken.

Godot wusste auch, dass es langsam spät wurde. Es machte nicht mehr viel Sinn, Kaito sogleich den Bereich der medizinischen Versorgung des Schiffes zu zeigen, denn die Müdigkeit, die auch nach und nach hinzukam, führte dazu, dass der Stabsoffizier diese Aufgabe auf morgen verschieben würde. Schlaf war für jeden wichtig und je länger man sich ausruhen konnte, desto besser.

Der Fahrplan stand also fest: Als nächstes würden sie die Messe aufsuchen und nach der Mahlzeit durfte jeder sich in sein Bettchen begeben und etwas schlafen.

_________________

Reden | Denken | Handeln

A chain is only as strong as its weakest link.




Updates | Godot | 9.Division

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Aoi Yorumoto

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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Mi 2 Mai 2012 - 16:53

cf : Verbindungsgänge des Unterdecks
"Schützin.", antwortete sie Morgan, während sie weitergingen.
Mehr oder weniger Geduldig folgte Aoi Godot durch die verschiedenen Teile des Schiffes, bis sie schließlich, bei den Mannschaftskajüten angekommen, Kaito ihre Tasche wieder abnahm und sie mit dem Fuß unter eines der Betten schob, dass sie kurzerhand für sich beanspruchte.
War schließlich unbenutzt, und einen Unterschied machte es sowieso nicht.
Um jedes Bett war ein kleiner, abgetrennter Bereich, der einem wohl das Gefühl ein Privatsphäre zu haben vermitteln sollte.
Sah aber ganz gut aus.
Sauber.
Da hatte sie schon ganz andere Unterkünfte gesehen.
Tja...
Jetzt hatte sie ihre Tasche abgestellt und.....
Und nun?
Warten bis die anderen da waren, vermutlich.
Die schützin beobachtete godot aus den Winkeln ihrer dunkelblauen Augen.
Er sah gequält aus.
Da hatte wohl jemand hunger....
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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   So 6 Mai 2012 - 11:50

Schützin also? Eine interessante Wahl... Eine ziemlich mutige Wahl!!! Morgan folgte nun ebenfalls ihr in die Kajüte der Soldaten. Drinnen blickte er sich breitgrinsend um. Also es war sicher alles Andere als luxuriös und gut ausgestattet. Aber trotzdem wirkte es nach allem recht gemütlich. Ja, hier könnte man leben. Jeder hatte sozusagen sein eigenes Zimmer, aber die wurden durch dünne Wände abgetrennt. Wenigstens wurde dann die Illusion einer Privatsphäre geschaffen. Morgan stellte seine Tasche ab und sah zu seinem neuen Kapitän. Er war wohl nicht der einzige, denn die Anderen blickten diesen ebenfalls fragend an. Der Kapitän hingegen wirkte hungrig, sehr hungrig sogar und in seinem Gesicht konnte man eine gewisse Nervosität erkennen. Warum wohl? Wie könnte er wissen, dass der Kafeefanatiker ohne diese Essenz schnell leicht gereizt wurde... Morgan wusste zwar immer noch nicht wo er schlafen würde, aber wie es aussah konnte diese Frage noch warten, denn auch er spürte, dass sein Mageninhalt sicher nicht sehr groß ist...
Also ich habe sicher nichts dagegen, wenn wir uns sofort in die Mensa aufmachen. Ich bin auch hungrig.
Wiedereinmal grinste blickte er in die Runde, in der Erwartung, dass jemand ihm zustimmen würde. Und aus einem anderem Grund freute er sich noch auf die gemeinsame Essensrunde. Er könnte weitere Bekanntschaften schliessen und eben diese interessante Crew weiterkennenlernen, vor allem den Kapitän wollte er besser studieren. Morgans Blick schweifte noch einmal über die anderen und der Kajüte. Ja, dieses Gefühl der Vertrautheit hatte ihm immer noch nicht verlassen. Toll, einfach nur toll. Er wartete endlich darauf, dass jemand die Initiative ergriff und losging. Godot war gerade mit seinem Bauch beschäftigt, als ob er mit dieser Geste verhindern wollte, dass irgendein weiterer Laut aus seinem Magen kommen würde. Eben dieses Geräusch,was er verhindern wollte, kam jetzt aus Morgans Magen. Aber ihm kümmerte es nicht und rot zu werden, kam ihm nicht in den Sinn. Eine weitere Ausdrucksmöglichkeit, seinen Hunger zu demonstrieren. Hoffentlich war dies das Zeichen, dass sie bald gehen würden. ER. HATTE. EBEN. HUNGER... Kaito wurde auch verdächtig ruhig und die Existenz von Olivia hatte er schon fast vergessen. Tja, wie es aussah war er nicht der einzige der Hunger hatte. Jeder hatte wohl seine eigene Methode dies zum Ausdruck zu bringen. Der Mut in ihm brauchte eben seine Nahrung, um nur noch mutiger zu werden. Ja, dieser Satz machte wenig Sinn, aber er hatte sowieso zu viel Mumm um sich wegen so einer Belanglosigkeit Sorgen zu machen. Mut war eben Mut und basta. Ja, sein Monolog breitete sich weit aus, aber man musste sich eben mit etwas anderem beschäftigen, wenn - wie Godot es in seinen Gedanken ausgedrückt hatte - seine "Nahrungsverarbeitungsmaschine" eben dies brauchte; nämlich Nahrung... Ah, es sah so aus, dass Godot ebenfalls mit einem kleinem Monolog fertig war. Also konnte es endlich weiter gehen. Ach, wie er sich freute auf das Essen. Es könnte wohl so schlecht schmecken wie möglich, er würde es trotzdem verbeißen und dann auch noch kommentieren, dass es gut wäre... Noch einmal:
ER hatte Hunger.
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Godot

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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Mo 7 Mai 2012 - 17:53

Godot hatte nicht genau darauf geachtet, ob alle ihre Sachen deponiert und sich einen Schlafplatz ausgesucht hatten, doch die Tatsache, dass keiner von ihnen mehr mit irgendetwas beschäftigt war, ließ den Stabsoffizier darauf schließen, dass die Gruppe bereit war, sich zur Messe zu begeben. Dies kam nicht nur dem Kapitän gerade recht, auch Morgan äußerte sich und machte genauso deutlich, dass er Hunger hatte. Es war an der Zeit eine Initiative zu ergreifen und sich zum Essbereich zu begeben. Denn auch die Zubereitung der Gerichte würde noch einmal etwas Zeit in Anspruch nehmen. Diese Wartezeit würde der Stabsoffizier problemlos mit einer beruhigenden Tasse Kaffee überbrücken können. Doch genau diese Tasse benötigte er gerade noch dringender als das Essen an sich.

Er stellte sich gerade, steckte die Hände in seine Hosentaschen und dann ergriff er schließlich die Initiative: So, wenn alle soweit sind, können wir uns ja mal zur Messe begeben. Wir wollen ja nicht aus den Latschen kippen, nicht wahr? Daraufhin lachte er. Kurze Zeit später hatte er sich wieder gefasst und seine Miene wurde wieder etwas ernster, wenn auch mit einem Lächeln. Wobei das Lächeln auch eher gezwungen wirkte. Es fiel Godot nicht leicht, unter seinen Bedingungen noch ein Lächeln herzuzaubern. Deshalb drehte er sich auch gleich im Anschluss wieder um und ging gen Tür. Die Kajüte der Soldaten hatten die Neulinge nun lange genug betrachten können. Es ging endlich weiter zu einem mindestens genauso bedeutenden Bereich des Schiffes, den ein jeder Soldat an Bord kennen musste.

Zur Messe geht es hier entlang... Mit diesen Worten verließ der Stabsoffizier die Kajüte und betrat die Verbindungsgänge. Hier würde er dieses Mal auf keinen Fall so viel Zeit verschwenden wie das letzte Mal, wo er auf die neuen Mitglieder der neunten Division warten hatte müssen. Dieses Mal lag es eindeutig nicht in seinem Interesse. Der Drang nach seinem schwarzen Wundergetränk und etwas Essbarem war einfach zu groß, als dass er noch lange hätte in diesen Gängen kampieren wollen. In diesem Moment hatte er nur sein Ziel vor Augen und achtete dabei nicht einmal sonderlich, ob Aoi, Morgan, Kaito und Olivia ihm folgen würden. Selbst, wenn er zufälligerweise in den Gängen auf jemanden wie Kenji treffen würde, so würde das Gespräch sehr kurz ausfallen.

tbc: Verbindungsgänge des Unterdecks

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Hoju Raiden

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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Mi 16 Mai 2012 - 19:07

falscher acc sry bitte löschen und punkte abziehen

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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Mi 16 Mai 2012 - 19:08

Kaito folgte ihnen in die kajüte und stellte zuerst aoi`s sachen weg und grinste doch alls er sich gerade umdrehte und seine eigenen sachen abstellen wollte kamm ein soldat hinein und salutirte erstmal bis er sprach "Kaptainsleutnant Kaito ich bitte sie mit zu kommen mehere agenten warten vor dem schiff um sie ab zu holen es ist ein spezial auftrag bei den sie sieh brauchen mehr darf ich ihnen nicht sagen" der soldat nahm kaitos tasche und ging nach drausen nun drehte sich kaito zu Godot " es tut mir leid Kaptain doch wie sei gehört haben wurde ich eingerufen um die Weltregierung zu unterstützen es tut mir leid ihre zeit zu verschwendet haben" er salutirte vor ihm und drehte sich dan zu den anderen " leute es war mir eine ehre sie alle kenengelernt zu haben ich wünsche euch noch ein angenemes und erfolgreiches leben" nun drehte er sich um und ging nach draußen

tbc. Hafen von lougetown
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Aoi Yorumoto

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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Mi 16 Mai 2012 - 21:14

Mehr oder weniger ungehalten sah Aoi Kaito hinterher.
Seine Worte trafen es: Zeitverschwendung.
Wie auch immer.....
Nicht ihre Angelegenheit.
Noch einmal wanderte ihr Blick über die neue Unterkunft, die in den folgenden Monaten Rückzugsort und Heim darstellen sollte, dann wand sie sich zur Tür um und folgte Godot alias Diego Dothan auf leisen Sohlen.
Es war ruhig gewesen, in Loguetown, und unwillkürlich fragte die Schützin sich, wie lange das so bleiben würde.
Viele neue Gesichter hatte sie in den Straßen entdeckt, Gestalten denen sie zutraute Ärger zu machen.
Wie dieser Kopfgeldjäger am Hafen, der mit Kenji gegangen war um sich zu duellieren.
Wo sie grade an Kenji dachte....
Der hatte sein zweigeteiltes Gesicht auch nicht mehr sehen lassen.

tbc: Messe

(out: sollen wir alle nochmal durch die Verbindungsgänge wandern? Oder gehen einfach durch zur Messe?
Wenn danoch was geplant ist, editier ist das "tbc" noch einmal)
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BeitragThema: Re: Kajüte der Soldaten   Di 21 Aug 2012 - 2:42

BB : Loguetown Hafen

Seiji kam nun in die Kajüte er hatte nicht vor lange hier zu bleiben, er ging zu seiner Tasche und holte etwas herraus, das er damals von einem alten Soldaten gekauft hatte der wohl in Rente gegangen war, eine Uniform um genauer zu sein eine Schwarze Uniform, die wohl von einem Soldate aus einem Königreich war oder so , Seiji war sich nicht sicher, naja war ja auch egal. Schnell zog sich Seiji bis auf die Unterhose aus, dann zog er sich die Schwarze Hose an und machte diese mit einem Gürtel unrutschbar. Anschließend zog er sich ein weißtes Hemd an über welches er eine Weste striff die er schloss und dadrüber kam dann noch einmal eine weitere Jacke und Fertig war der Marine Soldat Seiji look , den er sich wohl "freigeschaltet" hatte in dem er ein Ziel erreichte und zwar das Ziel sich nicht lächerlich zu mache während seines ersten Kampfes ! Seiji betrachtete sich kurz in einem Spiegel und fand das er schon recht anders aussah mit diesen Sachen , Kleider machten eben doch manchmal Leute. Schnell zog er sich noch die Schuhe an die dazu passten , dann wollte er sich auch schon wieder auf den Weg mache, den Hut legte er auf seinen Bett, und da würde dieser auch erst einmal bleiben ! Er brauchte ihn nicht mehr, ein irgendwie befreiendes Gefühl ! Seiji untersuchte noch einmal die Taschen in der uniform vielleicht war da ja etwas nützliches drin, doch der einzigste Fund, welchen Seiji machte ließ ihn eher ein wenig verwundert über den Soldaten denken. Es war eine Rote Schlafmaske mit Comic Augen auf der Außenseite, das war Toll Seiji war sowieso grade Müde also warum nicht aus probieren ? Mit diesen vorhaben, verließ Seiji die Kajüte auch schon wieder und trat aufs Deck, da müsste er nur noch einen Platz finden, wo er anständig schlafen konnte , doch das wäre wohl nicht so schwer gewesen !

TBC : Deck
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