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Oberdeck

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Saemon



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BeitragThema: Oberdeck   Do 26 Jan 2012 - 8:46

das Eingangsposting lautete :

Oberdeck

Das Oberdeck befindet sich wie der Name bereit verlauten lässt, auf oberster Ebene des Schiffes. Auf dieser befinden sich die Aufbauten sowie die drei Maste der True Justice. Entlang der Reling kann man besonders am Bug und auch Achtern des Schiffes einige Fässer, Kisten aber auch Taue erkennen. Vom Trinkwasser, bis hin zu ein wenig Obst und auch anderer Nahrung für zwischendurch, wird hier alles aufbewahrt, was man während der harten Arbeit an Deck benötigen könnte um bei Kräften zu bleiben.

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Reisen

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Fr 2 Nov 2012 - 5:04

Ein gewaltiger Sturm war nun teil ihrer Reise zu ferner Inseln. Es war kein normaler, es war ein fieser sturm. Es windte und Stürmte auf wohin ihr Auge Reichte, und ihr Augen reichten wohl weiter, als von jemanden hier.
Saemon kam aus der Kabine gestürmt und Dreschte mit annahmen auf ihn ein und Warnungen. Arme Teufelsfrüchtenutzer. War der Kapitän auch ein Nutzer? Während der Befehle erteilte, schien er sich wohl sehr erfreut zu sein von der Anwesenheit von Mister Segelmast, da dieser ihn Festhielt, wenn nicht eher umgekehrt. Reisen stand noch in der Nähe des Ruders, bzw sie klammerte mit ihrer Schon mit Hydraulik verstärkten Finger an einen Gelände und im gegensatz zu den anderen Menschenartigen Personen auf den Schiff, war sie weniger Betroffen von diesen Sturm, außer ein Hochgewehter Minirock und nasse Kleider. Es gab sogar nun auch eine Frau über Bord, mit einen Helden, der sich in das Unterkühlte Nass stürzte. Sie selbst ist zwar wasserfest... aber sie würde nicht einfachso in so eine Tiefe springen.
Während sie nun so da wie... "Geklammert" am Gelände Stand, nahm sie sich zeit, im Aufruhr einige Messdaten zu nehmen.
Mit einen Kurzen lächeln, sah sie dann zu den Besorgten Kapitän und rief:
"Denn Sturm können wir uns zum Vorteil Schaffen! Dieser würde ins fast ins Ziel wehen, in Rekordzeit. Jedoch wird das Holprig!"
Und dazu erklärte sie auch noch, was sie sah über die Zwei, da sie im gegensatz zu den Anderen eher weniger Panisch wurde.
"Die Frau ist übers Bord gefallen und Saemon ist ihr Hinterhergesprungen!." rief sie durch den Sturm.
Da es jedoch etwas ruhiger wurde, jedoch nicht Still, konnte sie sich nun ans Ruder Begeben und versuchte in die Richtung des Zieles zu Steuern.
Nicht gerade so einfach, wie sich an den Mast festhalten, jedoch machbar.
Sie hielt aber erstmal die Stellung, da sie zwei Leute über den Bord haben.
Reisen konnte zwar weit sehen, aber nicht durch das Meer. Deshalb konnte sie auch keine Rote Haarsträhne von Saemon erblicken.
"Kapitän, Ihre Befehle?" fragte sie dann nur noch und schaute auf den Verantwortlichen dieses Schiffes.
Sie mag ja vielleicht nun Kalt erscheinen, doch auch wenn die zwei gerade fehlen, sollten sie nicht wie erstarrt hinterher sehen.
Zeit ist für sie ungerne verschwendet, besonders in Krisensituationen.

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Fr 2 Nov 2012 - 13:14


Mit all ihrer Kraft klammerte sich Amelia am Mast fest und lauschte auf das heftige Schlagen ihres Herzens. Innerlich betete sie zu Göttern, an welche sie nicht glaubte und zählte die so langsam verziehenden Sekunden, bis der starke Wellengang sich endlich legen mochte. Über ihre Panik hinweg vergaß sie beinahe, dass soeben zwei Personen über Bord gegangen waren.
Und dann tauchte Godot auf. Die violetthaarige Matrosin stieß einen hohen Schrei des Entsetzens auf, als sie das verletzte Gesicht ihres Kapitäns sah. Blut lief aus seiner Nase und auf dem gutaussehenden, gebräunten Gesicht waren tiefe Kratzer erkenntlich. Ob er angegriffen worden war? Eher unwahrscheinlich. Es waren keine Feinde an Bord. Wohl möglich war er gestürzt und wer konnte ihm das verdenken? Die Wassermassen an Deck machten es einem wahrlich nicht leicht und die Wellen, die das Schiff immer wieder herumwarfen, schon gar nicht.
"Kapitän!", rief sie schrill aus, ihre grauen Augen waren unnatürlich geweitet und sie trug bei Weitem nicht mehr diese kalte Fassung, wie es für gewöhnlich der Standart war. "Was ist.. geschehen?", stammelte sie durch das Pfeifen des Windes hindurch und versuchte angestrengt, den Worten Godots zu lauschen, der ihr zu ihrer Erleichterung anbot, mit ihr in die unteren Bereiche des Schiffes zu kommen. Hastig nickte sie und folgte ihm schnellen Fußes, als er sich aufgerichtet hatte. Sie nahm wahr, wie er sich an die blutende Nase fasste. Vermutlich hatte er große Schmerzen und sie bedauerte sehr, dass sie keine medizinischen Kenntnisse hatte.
Ruhelos blieb sie ihm auf den Fersen, als das Deck verließ und erst, als Godot nach Saemon und Lian fragte, traf es sie wieder wie ein Schlag ins Gesicht. "Sie sind über Bord gegangen!", erklärte sie ihrem Kapitän atemlos. Warum war hier unten nur so viel Wasser? Irritiert blickte Amelia sich um. Es wurde immer mehr. Ob das Schiff gegen einen Felsen geschwommen war? Es hatte zuvor einen heftigen Ruck gegeben.
"Lian fiel über Bord und Saemon sprang ihr sofort hinterher..", fuhr sie fort, nachdenklich, skeptisch.. Und ihr Blick ging den Gang hinunter. " Kapitän.. Hier ist auffällig viel Wasser.. Sollte ich dem auf den Grund gehen? Es hat eben einen Ruck gegeben und ich habe Grund zur Annahme, dass die True Justice Schaden davongetragen hat.."
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Kenji

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Fr 2 Nov 2012 - 22:57

In unglaublichen Tempo raste der Sturm heran. Der ungeahnte, überraschende Sturm der so aus dem Nichts gekommen war und mit all seiner Macht an der hölzernen Hülle der True Justice zerrte. Oben auf dem Deck war es natürlich am schlimmsten. Ladung flog umher, jeder der sich nicht irgendwo festhalten konnte wurde wie von Geisterhand brachial umhergeschleudert und die aufspritzende Gischt sowie der peitschende Wind schlug einem ins Gesicht und nahm einen jegliche Sicht. Genau an diesen Ort musste sich natürlich Kenji befinden und vollkommen unabhängig davon wie ruhig und bedacht er in der Regel handelte, dieses plötzliche auftauchen des Unwetters schien seinen klaren Verstand mit seinen kräftigen Wellen hinfort zu reißen.
Mit zusammen gekniffenden Augen stand er da, mit den rechten Arm am Hauptmast geklammert und den linken schützend vor sein nasses Gesicht gehoben und starrte ins Leere. Er wusste dass er in Aktion treten musste. Das jetzt alle anpacken mussten um heil aus der ganzen Sache rauszukommen, aber er konnte sich keinen Reim darauf machen was er überhaupt zutun hatte. Wie eine Statue hielt er die Stellung und tat nichts anderes als eine Möglichkeit mit der anderen abzuwägen.

"Segel einholen?
    Nein - Der Wind fährt ins Segel so gewinnen wir stark an Tempo und haben den Sturm schnell passiert.
    Doch, Ja - Viel zu stark, es wird binnen von Sekunden zerfetzt.
Die Ladung...Sie muss gesichert werden...aber...Nein, kein Aber! Sie muss gesichert werden!"


Kurz durchfuhr ihm ein Zucken als Saemon ,seines Erachtens nach aus dem Nichts, neben ihm auftauchte und laut den Namen des geteilten Schwertkämpfers rief. Blitzschnell rollte sich seine Augen unter seinen schweren Lidern zu den Rotschopf und hafteten geisterhaft auf sein halb erblindetes Gesicht, doch nichts als leere würde man in ihnen erblicken.

"Was ist mit den Steuerrad? Hat es irgendjemand unter Kontrolle? Wir werden vom Kurs abkom'-""SAEMON!"

Erst als er seinen Kameraden über die Reling hinwegfegen sah auf den Weg zur Rettung seiner Freundin kehrte der Saotome in die Realität zurück und kämpfte sich über das Deck des Schiffes welches mehr oder weniger in Schieflage stand. Entsetzt blickte er in die blauen tiefen und sah den temperamentvollen Kämpfer und seine Wildkatze von Piratenfreundin durch die Fluten ringen. Sofort war klar dass ihre Rettung Priorität hatte und für einen winzigen Moment spielte Kenji sogar mit den Gedanken einfach hinterher zuspringen und sein bestes zu geben um die beiden da rauszuholen und das obwohl er auf Kriegsfuß mit ihnen stand, aber wenn nicht einmal der Kisaragi gegen die Gezeiten ankam wie sollte es dann Kenji? Somit war klar dass die Rettung vom Deck aus stattfinden musste. Im Nachhinein würde der Zweischwerterstilmeister nicht mehr sagen können wie aber irgendwoher fand ein langes Tau den Weg in seine Hand und eher er einen ordentlichen Gedanken fassen konnte schwang er es bereits hinaus aufs Meer...Leider viel zu spät. Das Meer war einfach viel zu stark und Saemon und Lian waren bereits weit außer Sicht, wenn nicht sogar irgendwo auf dem Grund des Meeres. Und wie kam es dazu? Kenji hatte gezögert! Er hätte vor Wut schreien können, aber aus seinen Fehlern lernt man bekanntlicher maßen und so würde er dieses Mal nicht zögern. So schnell er nur konnte versuchte er sich irgendwie nützlich zu machen und nach einiger Zeit kehrte, Gott sei Dank, wieder Ruhe auf dem Schiff ein oder sie hatten zumindest das schlimmste überstanden. Der Schwertkämpfer der die ganze Zeit über am Deck war und auf hochdruck gearbeitet hatte fiel erschöpft zu Boden und sah mit großen Augen auf den Dielenboden.

"Es ist vorbei...Wie viele sind?...Verdammt, ich hätte handeln sollen...Was ist wenn die beiden tot sind?"
Bei all den aufbrausenden Gefühlen merkte er gar nicht dass er zu sich selbst murmelte, wenn auch nur leise. Er atmete noch einige Male schwer vor sich hin, bis schließlich der Kapitän aufmarschierte und um Bericht bat. Schwer ermattet kämpfte sich Kenji auf die Beine und schlurfte zu seinen Vorgesetzten dessen Gesichts neuerdings eine tiefe Furche zierte die bei dem angehenden Arzt natürlich besonderes Interesse regte.
"...Die Wunde muss gesäubert und verarztet werden."
, meinte er schlechthin und deutete mit seinen Finger auf die offene Wunde aus der dünnes Blut, gemischt mit Wasser tropfte. Nun meldete sich Amelia zu Wort die scheinbar ebenso mitbekommen hatte wie ihre beiden Kameraden vom Deck gestürzt sind. Bei ihren Worten kam Kenji nochmal das Bild vor Augen wie das Einauge in die tiefen sprang und darauf folgte ein auffällig lautes Schlucken. Er musste erzählen was er gesehen hatte.
"Das stimmt...Saemon hat scheinbar versucht Lian zuretten und wurde dabei selbst weggerissen...Ich hab versucht sie zu retten, aber ich war zu langsam. Es ist meine Schuld und bei meiner Ehre als Soldat, ich werde die Verantwortung dafür übernehmen."

Das meinte er vollkommen Ernst! Egal wie schlecht ihre Beziehung in letzter Zeit zueinander war, Saemon und Lian waren teil dieser Crew und hätte Kenji aufgepasst hätte er sie beide retten können. Er hoffte natürlich darauf dass es nicht der Fall war aber so wie es derzeit aussah schuldete er dem Schicksal zwei Leben und allein das war mehr als er aufbringen konnte...Was für eine Schmach, doch es musste Gerechtigkeit geschehen! Zunächst war es allerdings wichtiger dass nicht auch der Rest der Crew drauf ging und hatte Amelia mit ihrer anderen Aussage recht war dass nicht unwahrscheinlich. Tatsächlich war außergewöhnlich viel Wasser zugegen und irgendwie schien das Schiff auch etwas tieferen Seegang zuhaben. Verdächtig und Seltsam genug um Nachforschungen zu betreiben.

"Ein Leck nach so einen Unwetter wäre durchaus nicht ungewöhnlich und falls eines vorhanden ist wäre es ratsam schnell zu handeln. Ich schlage vor so viele Leute wie möglich zu entbehren um der Sache auf den Grund zugehen...Mache mich gleich auf den Weg."

Natürlich war es unhöflich und Regelwidrig nicht auf einen entsprechenden Befehl zu warten, aber es war bei weitem wichtiger dass das Schiff nicht unterging. Somit joggte der Seekadett trotz seines angeschlagenen Kondition in Richtung Unterdeck und wäre auf seinen Weg beinahe in Seiji reingekracht.

"Sturm. Haben Verluste. Bleib wachsamer. Haben womöglich ein Leck."

Gefolgt vom Platschen seiner schnellen Schritte über den durchnässten Boden verließ Kenji das Oberdeck. Er musste sich nun mal kurz halten. Der Gute hatte es ja immerhin eilig.


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Aoi Yorumoto

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Sa 3 Nov 2012 - 23:43

Der Sturm war schnell gekommen, wenn auch nicht vollkommen unangekündigt, aber Aoi hatte ihn nicht bemerkt. Sie hatte keine Schicht gehabt, lag lang ausgestreckt auf ihrer Pritsche und hatte es ausnahmsweise geschafft einzuschlafen bevor Mitternacht weit überschritten war. Aber diese Ruhepause sollte nicht von langer Dauer sein, wie sie schmerzhaft erfuhr als die erste große Welle das Schiff traf, sie von ihrer Pritsche schleuderte und unsanft auf den Boden aufprallen ließ.
Desorientiert fuhr sie hoch, rappelte sich auf und wankte zur Tür.
Es war schwer was los. Menschen liefen den Gang hinunter um die Ladung zu sichern, denn es würde den (fast) sicheren Untergang bedeuten, sollte sie sich lösen und auf eine Seite verschieben.
Eilig reihte sie sich in den Strom ein und folgte ihm zu den Laderäumen.

Die folgende Zeit verlief schnell und hektisch, es gab viel zu tun und Aoi nutzte die Gelegenheit um sich von der unangenehmen Möglichkeit abzulenken, dass sie Leck schlagen könten.
Mit Schwimmen war nämlich nichts mehr, schon seit ihrem 8. Lebensjahr. Eigentlich war es Wahnsinn die Seefahrt trotzdem zu ihrem Lebensinhalt zu machen, denn das Meer war absolut tödlich.
Nun war es aber leider so das die großen Entscheidungen über die Welt und ihre menschlichen Bewohner hier draußen fielen, ob es ihr nun gefiel oder nicht.
Wer dabei sein wollte, musste wohl Opfer bringen.

Schließlich schien der Sturm überstanden, oder zumindest der schlimmste Teil. Das ließ sich von hier unten zwar nicht ohne weiteres feststellen, aber es war deutlich zu spüren das die See sich endlich beruhigte.
Als eine der Ersten verließ die Soldatin den Frachtraum und stellte schaudernd fest das Salzwasser um ihre Füße schwappte, ein leicht unangenehmes Kribbeln auslösend.
Die True Justice scheint beschädigt zu sein...
Gut zu wissen, denn zu der Ursache würde sie sicher nicht gehen,
Damit würde sie niemanden einen gefallen tun, am wenigsten sich selbst und deshalb machte sie nun das sie aus den Eingeweiden des Schiffes raus und auf das Oberdeck kam.
Hier sah es erwartungsgemäß unordentlich aus, der Großteil ihrer Kameraden waren hier zu finden, Saemon und Kenji fehlten, ebensowenig ließ sich die Piratin blicken.
Seltsam, unter Deck hatte sie die beiden nicht gesehen und das sich die Katzenfrau an Lecks zu schaffen machte, war doch äußerst unwahrscheinlich...
wie auch immer, Aoi ging zu Godot und Amelia hinüber.
"Die Fracht ist sicher und unbeschädigt...", begann sie Meldung zu erstatten, hielt aber inne als sie die selbst für diese Situation ungewöhnlich langen Gesichter bemerkte, "...Ist etwas... Passiert?", erkundigte sie sich vorsichtig.
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Godot

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BeitragThema: Re: Oberdeck   So 4 Nov 2012 - 13:08

Nach dem Sturm traf einer nach dem anderen ein. Seiji tauchte überraschenderweise total verplant an Deck auf. Hatte er nichts von dem Sturm mitbekommen? Das war doch nahezu unmöglich, wo doch alle hin und hergeschleudert worden waren. Der Junge musste wohl sehr tief geschlafen und sich von nichts aus der Ruhe gebracht haben lassen. Eine bessere Erklärung fiel dem Stabsoffizier jedenfalls nicht ein.

Anschließend erfuhr Godot, dass Lian und Saemon beide von Bord gegangen waren. Oder vielmehr Lian war von Deck geschleudert worden und Saemon wollte sie retten. Eine ehrenhafte Aktion des Rothaarigen, ganz klar. Doch was sollten sie nun tun? Godot ging die Reling entlang und schaute von allen Seiten auf das Meer hinaus, in der Hoffnung die beiden irgendwo zu erkennen. Fehlanzeige. Entweder hatte der Sturm sie schon so weit getrieben, dass sie die beiden nicht mehr sehen konnten oder sie lagen auf den Tiefen des Ozeans. Beides war alles andere als optimal, doch bei ersterem bestand zumindest noch die Chance, dass sie es überlebt haben könnten.

Kenji gab sich selbst die Schuld daran, dass beide nun irgendwo auf dem Meer waren. Als Kapitän fühlte sich Godot in gewisserweise als Psychologe, der seine Leute aufbaute, wenn es ihnen mal nicht so gut ging. Er versuchte den Schmerz seiner Wunde zu unterdrücken und sprach mit ruhiger Stimme zu Kenji: Mach dir keine Vorwürfe. Du hast getan was du konntest, da bin ich mir sicher. Wir sind keine Götter. Wir möchten jedem helfen, aber wir können es leider nicht. Kopf hoch. Ich bin mir sicher, dass die beiden am Leben sind. Dass er sich eigentlich überhaupt nicht sicher war, wie es um die beiden stand, verheimlichte er selbstverständlich. Es würde Kenji alles andere als beruhigen, wenn Godot ihm eiskalt sagen würde, dass ihre Chancen schlecht standen auf hoher See zu überleben.

Amelia und Kenji sprachen plötzlich von einem möglichen Leck. Das war das letzte, was sie nach solch einem Sturm noch gebrauchen konnten, doch die Zeichen dafür waren klar und deutlich. Jemand musste dem Ganzen auf die Spur gehen. Kenji nahm sogleich die Beine in die Hand noch bevor Godot etwas sagen konnte. Er richtete sich deshalb lediglich an Amelia und sprach: Das ist eine gute Idee. Hilf Kenji bei der Suche nach dem Leck. Zu zweit geht es schneller. Daraufhin lächelte der Stabsoffizier kurz, wollte er die Stimmung nicht noch mehr mit einem ernsten Gesichtsausdruck drücken.

Aoi kam nun an Deck und meinte, die Fracht sei sicher und unbeschädigt. Als sie sich erkundigen wollte, was denn passiert sei, konnte Godot nur die selbst bereits gehörte schlechte Nachricht weiterleiten: Saemon und Lian sind während des Sturms von Deck gegangen. Bei diesen Worten wurde seine Miene wieder ernst. Schließlich konnte man über so etwas nicht lachen. Wahrscheinlich empfand jeder diesen Verlust anders und dennoch würde sich wohl kaum jemand über den Verlust freuen. Es waren Kameraden, die sie auf der hohen See verloren hatten. Leute, die sie tagtäglich gesehen hatten und die nun einfach aus ihrem Leben verschwunden waren.

Reisen erwartete nun neue Befehle, sodass der Stabsoffizier eine Entscheidung fällen musste. Er versank kurz in Gedanken, weil so eine Entscheidung nicht unüberlegt gefällt werden sollte. Also entweder wir suchen jetzt die Nadel im Heuhaufen in der Hoffnung die beiden auf hoher See zu finden oder wir setzen unsere Reise fort. Ich würde am liebsten nach ihnen suchen, aber wir haben womöglich ein Leck und da können wir uns keine Umwege erlauben, wenn wir nicht auf den Tiefen des Ozeans versinken wollen. Ich tue es wirklich nicht gerne, aber wir müssen die beide ihrem Schicksal überlassen. Ich hoffe wirklich, dass es beiden gut sind und sie das Ganze unbeschadet überleben werden... Nachdem er seine Gedanken geordnet hatte, gab er Reisen den Befehl zur nächstgelegenen Insel zu segeln. Reisen, steuere bitte die nächstbeste Insel an. Wir haben wahrscheinlich ein Leck und das heißt die Zeit läuft gegen uns. So sehr ich auch Saemon und Lian helfen möchte, bringt es nichts, wenn wir am Ende alle bei den Fischen landen.

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Reden | Denken | Handeln

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Updates | Godot | 9.Division

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BeitragThema: Re: Oberdeck   So 4 Nov 2012 - 23:48


Kaum war Seiji auf den Deck wurde er sogleich beinahe von dem schwarz-weiß Haarigen Kenji umgerannt, er dachte das er unhöfflich wäre aber dieser Kenji setzte damit ja wohl einen drauf ! Dachte er zumindenst bis er die Erklärung hörte ... Seiji schluckte. " Verluste ? Durch einen Sturm ... Oh man ist ja super ..." Erklärte er nun ein wenig überrascht und sarkastisch dann sah Kenji kurz hinterher eher er sich weiter außerhalb des Decks wagte. Innerlich hoffte Seiji irgendwie das Reisen die Person gewesen wäre die über Bord gegangen war. Leider wurde sein Wunsch nicht erfüllt von daher füllte sich sein Gesicht mit Zeichen der Enttäuschung als er den Lilahaarigen Roboter zu Gesicht bekam. " Es trifft immer die falschen ..." Murmelte der Soldat der Marine mit einen genervten Ton und rollte mit den Augen ehe er sich zu Godot orientierte. Er hatte grade gesagt das es wohl Lian und Saemon waren die über Bord gegangen sind ? Das war tragisch irgendwie ... aber irgendwie auch nicht. " Nun ich denke um die Beiden müssen wir uns nun wirklich keine Sorgen machen oder ? Ich meine Saemon würde doch eher das Meer in zwei Teilen als darin zu ertrinken, ich bitte euch ! Ich halte es für Schlau das wir uns erst mal um uns selbst kümmern, die kommen schon durch!" Gab Seiji nun von sich auch wenn es Wahrscheinlich die wenigsten interessierte , aber so konnte er wenigstens seine Meinung mitteilen !
Seiji fand es ein wenig lustig, das scheinbar absolut Niemand mitbekommen hatte das er so lange nicht an Deck war , naja nichts desto trotz wusste Seiji das er mittlerweile geachtet wurde, natürlich ging die selbe Achtung zumindenst teilweise auch von ihm gegenüber der Crew aus nur so einzelnde Mitglieder nervten ihn heute noch und in Kenji hatte er soetwas wie einen guten Freund gefunden ... oder einen Mentor er war sich noch nicht ganz sicher.
Seiji war sich zwar sicher das es grad anderes zutun gab, doch hatte er sich doch dazu entschieden, Godot davon zu berichten was er durch seine Recherchen in Erfahrung gebracht hatte, wäre sicher nicht uninteressant für den Kapitän gewesen ! Die anderen Aufgaben waren ja sowieso schon unter der Crew verteilt er würde Wahrscheinlich nur seine Fähigkeiten verschwenden oder wohl möglich noch stören und das wollte er nicht ! Somit trat Seiji einen Schritt auf Godot zu und sah sich dabei noch einmal langsam um. " Godot ? Ich möchte etwas mit dir besprechen ... lässt sich das grade einrichten ?" Erst jetzt fiehl Seiji die Wunde wirklich auf und schnell winkte er dann doch ab.
" Oh ... es tut mir leid ! Ich sehe jetzt erst das es wohl grade ungünstig ist !"
Meinte er nun und deutete auf die Narbe dann kramte er aus einer seiner Hosentaschen ein Tuch hervor, das er irgendwann im Lagerraum fand. " Vielleicht solltest du die Wunde reinigen, ich hab gehört sone Blutvergiftung oder ne Entzündung kann böse enden !" Erklärte er nun und reichte seinem Kapitän das Tuch.

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Kenji

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 13 Nov 2012 - 15:24

cf: Arrestzelle

Kenjis Hose war triefnass und dass lag sicherlich nicht an einer nicht vorhandenen Blasenkontrollschwäche , nein nein, das gesamte Unterdeck war nach wie vor mit einer Menge Wasser gefüllt und Kenji würde dafür sorgen dass dies nicht mehr lange der Fall wäre. Tatkräftig wie er war hatte er sich auf seinen Weg nach oben also gleich zwei Holzeimer gegriffen und schleppte nun die erste Fuhre Meerwasser ans Tageslicht wo es in schwipp schwapp Bewegungen in seinen Bottich herumglitzerte. Er bot schon einen seltsamen Anblick, erst Recht da sein Gesichtszüge von einen ungewöhnlich lockeren Grinsen geprägt wurde das scheinbar nicht weichen wollte. Der Grund dafür lag offen und schon bald würde auch der Rest der Neunten Division bescheid wissen.
In einen schnellen Trab eilte der Schwertkämpfer rüber zur Reling, direkt neben den Rest der Crew (sie schienen sich kaum von der Stelle bewegt zu haben seit Kenji zur Reparatur des Lecks aufgebrochen war) und ergoss erst einmal seine Holzeimer zurück in ihren Ursprungsort. Noch einmal schnell über seine Schulter geguckt und nachgesehen ob ihn Amelia noch hinterhertrottete und schon nahm er vor seinen Kapitän Haltung an. Klack und ein "Sir!" in angenehmer Lautstärke und schon war er bereit Bericht zu erstatten.

"Captain? Das Leck ist provisorisch geschlossen, aber ich würde empfehlen einen kompetenten Fachmann ans wiederholte Werk zulassen. Ebenso müssen die Restbestände des Meerwassers herausgepumpt werden, je schneller desto besser...So nun zu den wirklich guten Neuigkeiten!" Er grinste seinen Vorgesetzten breit an und holte aus seiner Tasche...die Teleschnecke! Seine runden Glubschaugen geschlossen und ausnahmsweise keinen Laut von sich gebend wirkte dass Teil noch seltsamer denn je. "Raten sie mal wer angerufen hat?..." Eine rhetorische Frage. Noch bevor Godot überhaupt die Chance zum Antworten bekommen hätte posaunte Kenji die Antwort heraus. "Saemon!"

Sicherlich würden die Anwesenden den Schwertmeister vor lauter Überraschung erstmal kein Wort glauben, aber das war nur verständlich. Vor ein paar Minuten konnte er ja selbst kaum glauben wen er da am Apparat hatte bei dieser verrückten Geschichte war das aber vermutlich ganz normal. Wie in einen Schwarz-Weiß-Film hatte Kenji noch immer den Augenblick vor sich wo der Rotschopf ihm erzählte sie seien gegen einen Felsen gekracht, hatten dort Ben aufgegabelt und währen dann von einen Fremden gerettet worden. Noch nie in seinen gesamten Leben hatte er den Kopf so schief gelegt und so eine verdutze Miene gezogen wie zu den Zeitpunkt als Saemon alles erklärt hatte und die Teleschnecke misstrauisch zur Seite blickte...Was auch immer dass zu bedeuten hatte.

"Ahh ja...Verstehe...Okay...Ohh, vertrau mir. Ich lade euch auf ein Festmahl an wenn wir das nächste Mal irgendwo ans Land gehen. Ich schulde euch noch etwas dafür dass ich euch nicht am Bord der Justice geholfen habe und ein Essen ist mir wesentlich lieber als Seppuku zu begehen...Also Osten richtig?" Genauso wie die Teleschnecke vor ihn, die gelassen ein Auge zudrückte um Saemons Augenklappe zu symbolisieren, Grinste auch Kenji breiter als dass es noch schön aussah. "Gut, also Osten auf einen großen Fels? Wenn wir Glück haben ist er groß genug um auf den Karten verzeichnet zu sein und was die Mobilität angeht...Ein Beiboot mit einen kleinen Team könnten wir bestimmt aussenden. Das schlimmste hier an Bord ist ja immerhin überstanden."

Sehr viel mehr musste Kenji damals nicht sagen und schnell hatte er für sich beschlossen dass er selbst diese Rettungsaktion leiten wollte. Plausibel war diese Entscheidung ja. Er kannte die genauen Details und war ein fähiger Soldat. Zusätzlich bot er neben Lian und Saemon wohl die größte Kampfkraft an Bord, dicht gefolgt von Godot und Seiji, und da sich die Turteltauben mit Zwielichtigen Volke herumtrieb war es nur weise Leute zu entsenden die auch mit anpacken konnten wenn es denn sein muss. Nur wäre auch der gute alte Diego damit einverstanden? Ken war zuversichtlich!

"Nach meinen Informationen befinden sich Saemon, Lian und Ben, ja der Pirat ist sicher bei ihnen verstaut, etwas weiter östlich von hier auf einer verlassenen Insel." Er hatte gleich nach Beendigung des Telefonats eine Seekarte gecheckt die günstiger weise in einer Schublade genau des Tisches war auf dem die Teleschnecke angekommen war. Tatsächlich war der Fels verzeichnet und nicht weit davon gab es diese unerforschte Insel...Zweifelsohne ungefährlich, zum Glück, wohl bemerkt. "Der Weg ist nicht sonderlich weit und da der Sturm weiter gezogen ist würde schon ein kleines Boot genügen um den besagten Punkt zu erreichen...Von da aus wiederum ist der Weg nicht sonderlich weit bis nach Konomi wo wir die Crew wieder zusammenschließen können..." Der Seekadett machte eine dramatische Pause und sah seinen Kapitän selbstsicher entgegen. "Sir?...Ich würde gerne um Erlaubnis bitten diese Rettungsmission durchzuführen und dafür eine Begleitperson mitzunehmen." Er wusste schon genau wen er für diese Aufgabe wählen würde, auch wenn einige andere vielleicht genauso fähig waren. Allerdings konnten nun mal nicht alle mit, sie hatten immerhin ein Ziel auf den Konomi Inseln, welches sie rechtzeitig erreichen mussten.
"Amelia Sykes hat sich unten als fähig erwiesen Befehle auszuführen und da sie relativ neu in der Crew und allgemein der Marine ist wäre eine solche Mission vielleicht genau das richtige um ihr ein bisschen Erfahrung in außergewöhnlichen Situationen wie diese zu geben."

Nun hieß es nur noch abzuwarten und Tee zutrinken, denn auch wenn Kenji es für höchst unwahrscheinlich hielt, so konnte Godot die ganze Aktion abzusagen. Das war sein gutes Recht als Kapitän und auch wenn es niederschlagend für den Saotome wäre, würde er dieses Urteil annehmen...Doch wie gesagt...Höchst gradig unwahrscheinlich. So eine Art von Mann schien der frisch von einer Narbe gezeichnete Kapitän der True Justice nie zu sein und auch wenn es in letzter Zeit einige Probleme gab, glaubte Ken relativ stark daran dass er den ernsten Seekadett vertraute. Vertrauen das sicherlich gut angelegt war. Kenji lag es fern irgendjemand zu enttäuschen...naja, außer vielleicht Piraten und derlei Gesindel, aber zu dieser Sorte gehörte der Dothan nicht. Ganz anders als Ben. "Dieser Hund ist geflohen...Ich war derjenige der ihn in seine Zelle geworfen habe und nun werde ich derjenige sein der ihn zurück schleift. Wirklich interessant."

tbc: East Blue - Offenes Meer

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Zuletzt von Kenji am Fr 16 Nov 2012 - 12:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 13 Nov 2012 - 18:14


Obwohl Amelia nicht besonders viel von dem ungleichen Paar hielt, konnte sie Kenjis Bewunderung durchaus nachvollziehen. Es grenzte an ein Wunder, dass sie es durch den heftigen Sturm geschafft hatten und das, obwohl die Blondine ein deutliches Handycap mit sich trug.
Interessiert sah die junge Frau zu Kenji herüber, während dieser sprach und ihre Mundwinkel hoben sich ein Stück weit in die Höhe. Ja, da war etwas wie Erleichterung in ihrem Inneren, denn Lian und Saemon schienen es nicht nur geschafft zu haben, ja, sie hatten es sogar unbeschadet überstanden und zu allem Überfluss auch noch den Gefangenen gesichert.
Der Rotschopf schien sich wirklich zu freuen, dass es auch der neunten Division den Umständen entsprechend gut ging, zumindest entnahm sie dies seinen sanften Worten und dem seligen Gesichtsausdruck der Teleschnecke, der sie allerdings verwunderte. Noch immer konnte sie sich nicht recht daran gewöhnen, dass diese Wesen derart empathisch waren, empathischer, als sie jemals sein könnte.
Letzten Ende senkte der Kadett seine Stimme herab und sprach ein Lob über die über Bord gegangenen. Ja, er hatte Recht. Trotz all der fragwürdigen Attribute, die ihre Charakter definierten, waren sie doch erstaunlich in ihrem Wesen und vor allen Dingen in ihrem Handel. Sie quittierte seine Worte also mit einem entschlossenen Lächeln und strich sich eine violettfarbe Haarsträhne aus dem puppenhaften Gesicht. O, wie entsetzlich gerne sie sich nun das Haar gebürstet hätte!
Aber Zeit blieb dafür keine, denn Kenji war, überwältigt von der frohen Botschaft, bereits auf dem Weg zurück zum Deck. Mit leichtem Vergnügen nahm sie eine kindliche Eifrigkeit an ihm wahr, die mit Sicherheit auf das Überleben von Saemon und Lian zurückzuführen war. Wie hätte er erst reagiert, wenn es sich dabei um Menschen gehandelt hätte, die er mochte?
Zügig watete Amelia hinter ihm durch das Wasser. Sobald sich alles beruhigt hatte, würden sie es mittels Eimer herausschaffen müssen, bevor es die Holzbalken zu sehr aufweichte.
Als sie oben angekommen waren, konnte Kenji kaum an sich halten. Die neu gewonnen Informationen sprudelten nur so aus ihm hervor und Amelia setzte ein beherrschtes und verständnisvolles Lächeln auf, während sie eher unbeteiligt neben ihm stand und ihm natürlich das Erzählen überließ.
Überrascht nahm sie das Wort „Rettungsmission“ wahr und ihre Augenbrauen hoben sich in flüchtigem Interesse. Die Fassung entglitt ihr dann aber recht schnell, aber er ein offenes Lob über sie aussprach und damit dafür sorgte, dass der jungen Sykes die Röte ins Gesicht stieg, die sie mit einem Senken des Hauptes zu verbergen versuchte. Ein kurzes Räuspern folgte, ein unzufriedendes Wahrnehmen über den triefendnassen Saum ihres Kleides und da war da noch etwas, was eindeutig in die Kategorie 'Stolz' gehörte.
Ihr erstes, offizielles Lob und dazu noch eine Empfehlung zum Einsatz in einer Mission.
Verlegen warf sie Kenji einen Blick zu, nickte aber zum Zeichen ihres Dankes und wartete geduldig die Entscheidung ihres Kapitäns ab.
In ihrem Kopf kreisten die Gedanken. Wie lange würde diese Mission dauern? Sollte sie Sachen mitnehmen? Nein, sicherlich war keine Zeit dafür, auch wenn sie dies nur schweren Herzens und mit einem mulmigem Gefühl im Bauch für sich akzeptierte. Ihre Aufgaben hatten gegenüber ihres Willens einen priorierten Stand.
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 13 Nov 2012 - 19:37

So weit sie sehen konnte, und das konnte sie gut, sah sie auch etwas festes dunkles großes in der Nähe. Sie glaubte es ist eine Insel, und hoffte kein riesiger felsen, obwohl das gleiche ist, jedoch ist der Felsen unwillkommener.
Darauf auch konnte sie kaum den Befehl von ihren Kapitän wahrnehmen, aber das nötigste, um Gedanke und hofffnung in Aktion umzuwandeln.
Reisen klemmte sich hinter das Steuer und grinste leicht, auf den Befehl.
"Aye, Siré" kam es von ihr respektsvoll und drehte das Schiff in richtung Insel.
Der sturm half ihnen sogar dabei, da so schnell es ging an die Insel zu Segeln.
Das Wetter und die Nässe zeigten aber langsam wirkung bei ihr. Auch wenn sie wasserfest ist, und sie sich keine sorgen machen Braucht, vergisst sie manchmal, das ihre Ohren nur durch Stoff Geschützt sind. Die feine elektronik erkennt sich zu zeigen und bereitete ihr in wahrsten sinne Kopfschmerzen.
Mit einen Verschmerzt geschlossenen Auge, und ihre Hand auf ihren Kopf, fasste sie sich kurz wieder um das Schiff noch festzuhalten, um an die Insel anzukommen.
Es war keine Sanfte Landung, die sie da Nun vollbrachte.
Fest versuchte sie das Ruder in Griff zu halten und sicher ans Land zu kommen, jedoch nicht so, das sie an Festland krachten.
Es gab einen großen rums und das Schiff hing fest an der Bucht der Insel.
Geez, damit habe sie wohl ein paar lecks mehr angerichtet, jedoch sind sie nun an Land.
"Wir sind auf etwas Gestoßen..." meinte sie schon fast entschuldigend. Es stürmte zwar nun etwas weniger, aber es regnete noch wie aus allen Kesseln.
Ihre Alltagskleidung war nun für 1-2 Tage Trocknen Angesagt. Ihr Rock und Hemd klebten nur an ihrer Haut, und ihre Haare waren wie Gepresst auf ihrer Haut geklebt.
Leicht verschmerzt wisch sie sich die Haare aus den Gesicht, und ging zu den Kapitän, welcher wohl kaum erfreut war über den... kleinen Rums.
"Ich behaupte mal, wir sind auf unserer Zielinsel angekommen. Willkommen auf der Insel Konomi." erzählte sie mit einen Verschmerzten Gesicht Godot, und stricht sich mit der hand über den eigenen Hinterkopf, griff die Haare und presste das Regenwasser heraus.
Schlussendlich lies sie dann nur noch einen Seufzter von sich ehe sie an das Gelände ging um sich umzuschauen.

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Aoi Yorumoto

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 13 Nov 2012 - 20:51

Über Bord gegangen?
Aoi blickte auf das aufgepeitschte Meer hinaus, aber auf den Wogen war längst nichts mehr von den Beiden zu sehen, natürlich nicht. Saemon war entweder ertrunken oder noch irgendwo da draußen und Lian war höchstwahrscheinlich in dem Moment, da sie die Wasseroberfläche berührt hatte versunken wie ein Stein.
An dieser Stelle könnte man sagen das die Soldatin zutiefst betrübt oder wenigstens betroffen über das Verschwinden der ehemaligen (?) Piratin war, aber das entspräche nicht annährend der Wahrheit.
Eigentlich spürte sie bei dem Gedanken nichts als einen schwachen Anflug von Verwunderung, der sich nicht genauer definieren ließ.
Anders sah es mit dem Rotschopf aus, der war ein echter Verlust falls er wirklich ertrunken sein sollte. Andererseits hatte er keine Teufelsfrucht gegessen und konnte wahrscheinlich schwimmen. Es würde sie sehr überraschen, wenn ein Kämpfer seines Kalibers einfach ertrank, eine Meinung die Seiji zu teilen schien, wie er enthusiastisch verkündete.

Bevor sie sich allerdings weiter in das Thema vertiefen konnte, ob Saemon nun tot war, oder nicht, entstieg ein klatschnasser Kenji den unteren Decks und steuerte, offensichtlich guter Dinge, auf sie zu.
Die Vermissten hatten sich bereits gemeldet, wie er berichtete.
Das ging schnell...

So weit so gut, der Sturm war vorbei, auch wenn der Regen immer noch so dicht fiel das er nur wenige Meter hinter der Reling zu einer dichten, grauen Wand zusammenzufließen schien, durch die man nicht mehr erkennen konnte als grobe Umrisse. Niemand war gestorben, niemand ernsthaft zu Schaden gekommen. Es schien alles beim Alten zu bleiben.

Anerkennend und mit einem leisen Anflug von Neid nickte sie Amelia zu, als diese für eine Sondermission mit Kenji ausgewählt wurde, denn nun, da man wusste, wo sich die beiden verlorenen Schäfchen befanden, galt es sie zurück an Bord zu bringen.
Das klang zwar nicht besonders heroisch, aber so eine unerforschte Insel mochte die eine oder andere Überraschung parat haben.

Aoi wandte sich ab und trat an die Reling.
Seltsam ... Durch die Regenschlieren rückten dunkle Schatten immer näher. Schnell wurden Formen deutlich, flache Linien und aufgeworfene Formationen die an Berge erinnerten.
Ja, sie kamen schnell näher ... Beunruhigend schnell.
Die Schützin wollte sich grade zum Steuerrad umwenden, um sicherzustellen das alles in Ordnung war und neben dem Schiff nicht auch noch Reisen leckgeschlagen hatte, oder so was, als die True Justice auch schon geräuschvoll mit irgendetwas kollidierte.
Das Schiff neigte sich, Aoi drohte nach hinten zu fallen, verlagerte ihr Gewicht aber mit aller Kraft nach vorne. Ein Fehler, wie sich herausstellte, als das Schiff zurück in seine ursprüngliche Position fiel und den Kopf der Soldatin mit Schwung auf den Rand der Reling krachen ließ.
Dann saß das Schiff fest und bewegte sich nicht mehr.


Nach wenigen Sekunden, als sie sich sicher war, dass ihr Kopf nicht wirklich zersplittert war und dies hier nicht die letzten traurigen Eindrücke waren, bevor sich ihre Gehirnmasse auf die Planken verabschiedete und nichts von ihr übrig bleiben würde, als eine riesige Sauerei, brachte sie ihren pochenden Schädel wieder in die Waagerechte, drehte sich um und ging wieder zurück zu der Gruppe.
Noch etwas unsicheren Schrittes, was sich aber auch auf den Seegang schieben lassen konnte, kam sie dort an.
Auch Reisen hatte sich eingefunden.
"Elegantes Anlegemanöver.", kommentierte sie.
Nun ... Jetzt hatten sie zwar ein paar Lecks mehr, aber wenigstens konnten sie nicht mehr versinken.
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Reisen

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BeitragThema: Re: Oberdeck   So 18 Nov 2012 - 17:18

Reisen musste zugeben, es war nicht gerade die.... Sanfteste Landung, die sie erlebt hatte, und sie war nun nicht wirklich erfahren am steuer, auch wenn sie weis wie man das macht, konnte sie ihr kleinen zusammenstoß auf den Sturm schieben, ohne große schuld zu tragen. Glück im Unglück würde sie sagen?
Amüsieren, konnte sie sich gerade doch noch, als sie das schöne Manöver von Aoi sah, und grinste leicht, so als wäre ihr der Tag noch versüßt.
Diese torkelte sozusagen zu der Gruppe, die an den Kapitän stand und kommentierte die Meisterhafte landung auf den Land mit den Schiff.
Leicht verbittert schaute Reisen die Frau kurz an. Gleich darauf aber auch mit einen Snobbischen Sarkastischen art antwortete sie zurück.
"In der Tat, in der Tat, werte Lady, doch ich muss Peinlichst gestehen... euer Leidenschaftlicher Kuss auf den Reiling war Fa-bel-haft! Mit ist fast mein Auge herausgefallen und auf den Boden zersplittert, so Intim war es." konterte sie nach ihren ansichten nach, fabelhaft.
Als sie wieder sie selbst war, seufzte sie und hielt sich dann leicht verschmerzt wieder am Kopf und schaute in die Ferne.
Es regnete noch, jedoch nicht mehr so stark.
Reisen greifte sich dann ihre Heißgeliebte Präzisionswaffe, schulterte diese und ging an den Rand des schiffes, ehe sie dann kurz über die Schulter schaute.
"Ich sehe mich mal um." kam es von ihr, ehe sie von Bord sprang auf den Nassen Strand.
Das schiff hatte auch mal bessere Tage gesehen. Es wunderte sie nur, das sie es geschafft hatte, das dass Schiff so gerade auf den Sand feststeckt, so das es nicht umkippte. Jedoch glaubte sie aber langsam, das es nicht lange halten wird.
Gerade wollte sie mit ihren "Hasenohren" sich orientierten, als sie dann mit einen Kopfschmerzen gestrafft wurde, da diese immer noch eine Fehlfunktion haben. Reisen seufzte, mit den wissen, das sie sich wie jede Normale Mensch sich hier rechtzufinden hat.

TBC: Konomi-Insel: Strand

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Godot

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BeitragThema: Re: Oberdeck   So 18 Nov 2012 - 19:17

Seiji kam auf Godot zu und wollte etwas mit diesem besprechen. Doch dann meinte er, dass der Zeitpunkt wohl ungünstig sei und reichte dem Stabsoffizier ein Tuch, damit dieser seine Wunde reinigen würde. Der Kaffeefanatiker richtete sich mit einer dankenden Geste an Seiji und machte dann Gebrauch vom Tuch. Er fühlte, wo seine Nase am meisten schmerzte und versuchte so die Holzsplitter ausfindig zu machen. Diese standen noch minimal aus der Haut hervor, sodass Godot mittels Tuch versuchte eben diese aus der Nase zu entfernen. Dabei presste er die Zähne aufeinander, um nicht vor Schmerzen aufzuschreien. Die Splitter hatten sich tiefer hineingebohrt als der Stabsoffizier zunächst angenommen hatte. Nichtsdestotrotz musste er sie loswerden und im Idealfall die Wunde mit Alkohol desinfizieren, auch wenn es wohl sehr schmerzhaft sein würde. Er konnte nicht einschätzen wie schlimm seine Wunde an der Nase war, doch diese paar Haushaltstricks waren ihm bekannt.

Nachdem Godot die Holzsplitter soweit es ging entfernt hatte, strömte mehr Blut aus den Wunden. Zuvor hatten diese "Zahnstocher" den Blutfluss etwas abgedeckt. Es war wie beim Einstechen mit einer Klinge auf ein Lebewesen. Beim Einstechen blutet es kaum, beim Herausziehen jedoch öffnen sich Wege über welche das Blut herausfließen kann. In jedem Fall war es eine schmerzhafte Erfahrung. Zum Desinfizieren hatte Godot keine Zeit, denn Kenji erschien vor ihm und berichtete, dass Saemon angerufen hatte. Er meinte, dass er ein Rettungskommando leiten wolle und Saemon, Lian und Ben zurückholen würde. Außerdem schlug er vor Amelia mitzunehmen. Godot wischte sich die Blutspuren mit mehrfachem Abtupfen vom Gesicht und als das Bluten nachließ, steckte er das Tuch provisorisch weg. Schließlich konnte er Seiji nicht einfach ein blutübergossenes Tuch zurückgeben. Ein Mann wie Godot besaß ja Manieren und ein solches Verhalten wäre echt nicht die feine englische Art.

Godot nickte kurz nach Kenjis Worten und sprach dann erfreut: Sie sind am Leben? ... Das sind in der Tat gut Neuigkeiten! Dann legte er eine kurze Pause ein, musste er diese gute Nachricht doch erst einmal auf sich wirken lassen. Dann wurde seine Stimme wieder ruhiger. Also gut. Du weisst, dass ich vollstes Vertrauen in dich habe, Kenji. Ich bin mir sicher, dass die Rettungsaktion unter deiner Leitung von Erfolg gekrönt sein wird. Und in der Gegenwart eines erfahrenen Mannes wie dir dürfte Amelia gut aufgehoben sein. Dann macht euch mal auf den Weg. Wir treffen uns auf der Konomi Insel. Wir werden uns in der Nähe des Hafens aufhalten. Sucht uns am besten am Strand. Wir können nicht riskieren, bereits am Hafen die Aufmerksamkeit der Piraten auf uns zu lenken. Also viel Erfolg und bis später! Kenji und Amelia würden sich also nun auf den Weg machen und den drei verlorenen Schäfchen zu Hilfe eilen.

Nach einer Weile erreichten sie eine Insel, wenn auch auf unsanfte Art und Weise. Das Schiff wurde sehr abrupt abgebremst und hatte wohl noch mehr Kratzer einstecken müssen. Doch nicht nur das! Aoi war auch zu Boden gegangen und schien sich dabei weggetan zu haben. Godot wurde auch aus dem Gleichgewicht gebracht, konnte sich jedoch mit seinen Händen vor dem Aufprall schützen. Eine schmerzende Nase reichte ihm bereits. Besorgt richtete er sich im Anschluss auf und ging zur Schützin. Aoi?! Ist alles in Ordnung? Die unsicheren Schritte machten den Kapitän skeptisch. Er ging zu ihr und stützte sie. Am besten solltest du dich kurz hinsetzen. Ich möchte ja nicht, dass du uns hier einfach so umkippst. Dabei lächelte der Stabsoffizier, wollte er doch nicht wie ein Babysitter wirken sondern eher wie jemand, dem wirklich etwas an seinen Leuten lag. Es sollte ein wenig dieses "Familiengefühl" vermitteln. Schließlich saßen sie alle im selben Boot.

Reisens Aussage, dass sie ihr Ziel wohl erreicht hatten, beruhigte den Kapitän zumindest ein wenig. Sie hatten immerhin festen Boden unter den Füßen. Da konnte man auch über die Wunden und Narben des Schiffs hinwegsehen, zumindest vorerst. Sie hatten den Sturm überlebt. Am besten sollten sie ihr Schiff erstmal verlassen und sich die Gegend etwas genauer ansehen. Es war sicherlich kein Fehler, wenn sie sich ein klares Bild von der Situation machen würden. Nur musste man sich was einfallenlassen, damit man die noch etwas benommene Aoi von Deck schaffen könnte ohne dass diese sich dabei Hals und Bein brach.

Am einfachsten war es wohl, wenn man die Planke ausfahren würde und Godot sie beim Gang über die Planke stützen würde. Nicht, dass sie aufgrund ihrer Benommenheit noch von der Planke fiel. Godot hatte Aoi vorgeschlagen, dass sie sich kurz hinsetzen sollte und dies verschaffte ihm auch die Zeit, die Planke auszufahren. Danach half er Aoi auf, stützte sie und ging mit ihr gemeinsam über die Planke gen Strand. Die weniger sanfte Bekanntschaft mit der Reling hat dir wohl nicht allzu gut getan, auch, wenn ich mir sicher bin, dass du das recht schnell wegstecken kannst. Ich möchte dich nicht einfach alleine an Deck zurücklassen. An Land können wir ja dann immer noch schauen, wie's weitergeht. Gesagt, getan. Innerhalb weniger Minuten half er Aoi über die Planke.

Am Strand angekommen, schlug Reisen vor sich etwas umzusehen. Godot nickte kurz. Dann sprach er erneut zu Aoi, die er noch stützte. Wie sieht's aus? Geht es wieder einigermaßen oder möchtest du dich nochmal kurz hinsetzen?

tbc: Konomi-Insel: Strand

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Aoi Yorumoto

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mo 19 Nov 2012 - 21:44



Aoi schenkte Reisen ein schräges Lächeln, auch wenn ihre Äußerung eher danach klang als wäre dem Cyborg die ein oder andere Sicherung durchgebrannt. Sozialinteraktion fehlgeschlagen, oder so.
Andererseits war das vielleicht auch nur ihre Art von Humor. Brauchte sie eigentlich ein Modul für Humor? Wenn ja, konnte man es austauschen?

Etwas überrascht sah sie zur Seite, als sie etwas verspätet, man war wohl noch nicht so ganz auf der Höhe, bemerkte das dort Hände waren, die sie stützten und stellte fest das besagte Hände zu dem Kapitän dieses Schiffes gehörten.
"Danke..."
Sie erwiderte nichts auf seinen Ratschlag sich zu setzen, beschloss es aber zu lassen, nachdem sie sich kurz umgesehen hatte. Nicht weil es generell eine schlechte Idee war, sondern vielmehr weil sie erstens nichts zum Sitzen entdeckte, es sei denn, sie wollte sich auf die Füße des Käptns setzen, was ihr unangemessen erschien. Sich auf den Boden zu setzen wäre natürlich auch eine Möglichkeit, aber... Nein.
Um zum Zweiten zu kommen, das Schiff hatte eine nicht ganz unerhebliche Schräglage, was für einen erfahrenen Seemann kein Problem war, aber wie sie diesen Tag zu kennen glaubte, würde sie es vermutlich fertigbringen sich abermals auf die Planken zu legen.
Vermutlich wollte er an Land, was nicht so gut ging, wenn er sie festhielt, deshalb trat sie einen Schritt zurück und lehnte sich an den Mast. War schließlich genau so gut, aber nicht so nass.

Schließlich war Godot fertig und schlug vor sie mitzunehmen, schließlich könne er sie nicht in diesem Zustand zurücklassen.
Aoi sah ihn aus undeutbaren dunkelblauen Augen an, lächelte leicht und nickte brav. Es ging ihr zwar schon besser, aber er kam sonst noch auf die Idee sie als Wache hier zu lassen und das hatte sie einmal gemacht und wollte es kein zweites Mal tun. Das wäre der Langeweile eindeutig zu viel.
Also ließ sie sich von ihm stützen und von Bord bringen, hinunter auf den Strand.
Ob sie sich noch mal hinsetzen wollte?
Aoi ließ ihn los lächelte vergnügt und salutierte.
"Alles bestens, Käptn."
Dann befolgte sie Reisens ausnahmsweise erstaunlich sinnvollen Vorschlag sich umzusehen und ging los.

tbc: Konomi-Strand

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Benjamin Hayn
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Fr 12 Apr 2013 - 18:38

Das gefühl der Siamkatze auf seiner Schulter war schon etwas merkwürdig. Schließlich war Ben nicht nur allergisch gegen Katzen sondern wusste auch noch, dass es sich dabei eigentlich um einen ausgewachsenen, wenn auhc nicht gerade hoch gewachsenen Menschen handelte. Zwar merkte er sehr schnell, dass seine Augen anfingen zu tränen, allerdings setzte er darauf, dass sie schnell genug wieder von seiner Schulter verschwinden würde. Bloß Sekunden später wurde er erlöst als Lian die True Justice ausmachte und darauf zurannte. Benjamin folgte ihr etwas asthmatisch und kam schließlich keuchend am Schiff an während die Siamkatze bereits gemütlich auf der Reling niedergelassen hatte. Nach einer kurzen Verschnaufpause besah sich Benjamin das vom Sturm noch immer deutlich mitgenommene Schiff. Schließlich sprang er an der Aussenwand empor und schwang sich über die Reling. Das letzte mal hatte er das Deck garnicht wirklich wahrgenommen. Der junge Mann war so deprimiert gewesen, dass er seine Umwelt beinahe völlig ausgeblendet hatte. Jetzt befand er sich wieder auf dem selben Schiff, in dessen Zelle er kurzzeitig gewesen war und stand auf den Planken über die ihn Kenji vor nicht allzu langer Zeit getragen hatte. Ein wirklcih erbärmliches Bild seiner selbst entstand vor dem inneren Auge Benjamins und einen kurzen Moment spürte er eine gewisse Wut auf sich selbst und seine Entscheidung aufwallen. Dann jedoch setzte ein warmer Wind von Süden ein und trug diese Gefüle mit sich weg als er an dem jungen Mann vorbei bließ. Benjamin, plötzlich glückselig Grinsend, hob die Arme als wolle er jemanden umarmen und seufzte Glücklich auf. Da war er wieder. Auf einem ordentlichen Schiff und der Wind von der See bließ ihm die Dunstschwaden aus dem Kopf, verschaffte ihm einen klaren Blick auf das, was noch vor ihm lag oder zumindest was dort sein könnte. Sein optimismus kehrte wieder zu ihm zurück und machte ihm klar, dass es an ihm lag die Zeit bei der Marine in eine gute zu verwandeln. Ben ließ sich rückwärts fallen, machte eine Rolle rückwärts und sprang senkrecht, mit einer Faust gen Himmel schlagend auf. Unkontrolliert entrang sich ein Jubelschrei seiner Kehle, denn klar, obwohl man mit der Gesamtsituation unzufrieden sein konnte, wenn man wollte ging es dem Hayn doch so gut wie eh und jeh. Genau genommen war er sogar ein riesen Glückspilz von allen Mitgliedern der Marine ausgerechnet diesen Haufen getroffen zu haben. Scheinbar recht tolerant gegenüber Piraten, die den Willen äußerten ihre Verbrechen wieder gut zu machen gab es als Bonus sogar noch mit Lian und Katarina zwei ehemalige Piratinnen dazu. Er streckte sich kurz und ging zu der Siamkatze, lehnte sich an die Reling. Ja, ich kenne Katarina. Sie scheint wohl eine ähnliche Entscheidung getroffen zu haben wie ich, bei ihr ist das aber vielleicht etwas komplizierter als bei mir. Das ist schon ne weile her. Damals war ich... Benjamin überlegte kurz. siebzehn und wenn ich nicht gerade naja "gearbeitet" habe hab´ ich meinen Erwerb investiert. Hauptsächlich in Essen und Alk. Aber nie sowas schickes wie das Restaurant in Loguetown. Katarina hab ich dann irgendwann auf Baterilla kennen gelernt. Da war ich noch nicht so lange alleine unterwegs. Gerade ein Jahr vorher war... ich losgezogen. Aber schon ausgebufft bis zum gehtnichmehr. Wir haben die Hafenkneipe in der wir waren total zerlegt. Benjamin gönnte sich einen Lacher. "Zum falschen Goldzahn" hieß die glaube ich und war danach so demoliert, dass ich ab da immer gesagt habe, dass wir Baterilla den Goldzahn ausgeschlagen haben. Mit wie es für ihn üblich war übertrieben gespielter Nostalgie in der Stimme fügte er noch Die gute, alte Zeit! hinzu. Dann ging er zu der Seite des Schiffs, die dem Steg abgewandt war und sprang kurzerhand ins Wasser. Das kühle nass umarmte ihn und Benjamin blieb für einige Sekunden unter Wasser ehe er wieder auftauchte. Überraschend klar füllte das Wasser den Hafen und einige Fische trieben sich herum. Er tauchste schließlich wieder auf und rubbelte sich das meiste des getrockneten Blutes mit der Handfläche vom Oberkörper ehe er sich das Schiff ansah. von dieser Seite aus war es wirklich ziemlich mitgenommen, so sah man noch ganz genau das Loch, das der Felsen geschlagen hatte als es ihn nach draußßen gespült hatte. Ben tauchte nochmals kurz unter und begab sich schleßlich wieder auf Deck zu Lian. Euer Zimmermann sollte sich das mal besser ansehn. meinte er leicht besorgt.

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Lian
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Fr 12 Apr 2013 - 20:29

Das Schiff wirkte fast trostlos. So verlassen und wirklich mitgenommen. Viel zu klein, unpassend, für solch eine große Crew. Lian fragte sich, warum man sich nicht längst um ein größeres, ansehnlicheres Modell bemüht hatte. Zumindest die Marine war selten knapp bei Kasse, wie sie mal gehört hatte und Godot machte nicht den Eindruck, als handle es sich bei ihm um einen besonders geizigen Kerl.
Dann zuckte sie zusammen. Ben stieß einen Freudenschrei aus und hüpfte und tanzte vergnügt über das Deck, als hätte er so eben eine ganze Million gewonnen. Verwundert folgten die hellblauen Augen des Kätzchens dem Treiben des jungen Mannes und sie gab ein leises Quiecken von sich.
Vermutlich war er einfach froh, dass das Betreten des Schiffes nicht heißen würde, dass er wieder in die Zelle musste. Sie konnte ihn schon verstehen. Selbst, als sie nur unten war, um ihm Essen zu bringen, hatte sie eine eigenartige, unangenehme Melancholie und Bedrängnis verspürt, die sie noch Tage danach nicht vergessen hatte.
Dann begann Ben von seiner Bekanntschaft zu Katarina zu erzählen. Was erzählte entsprach den typischen Erlebnissen zweier Piraten. Sie besauften sich, sie machten Unsinn und sie fühlten sich so wohl dabei, dass sie noch lange Zeit danach vergnügt über die Erinnerungen lachen konnten.

"Ich hätte es mir denken können", sagte sie und folgte einem Fisch mit ihren Augen. "Nur eine Piratin kann so ein loses Mundwerk haben."
Lians Schwanz schlug unruhig hin und her. Wann immer sie sich in ihrer Katzenform befand, drang das Wesen der Katze bis in ihr Innerstes durch und sie unterlag ihren Instinkten beinahe vollständig. Konzentriert schlug sie mit einer Pfote in die Luft oberhalb der Meeresoberfläche und verlor beinahe ihr Gleichgewicht. Fauchend krallte sie sich an der Reling fest und sprang dann beleidigt auf das Deck zurück. Dann eben keinen Fisch, auch, wenn ihr Magen knurrte und sich schmerzhaft vor Hunger zusammenzog.
Hunger! Lian ging ein Licht auf. Saemon hatte ihr eine Aufgabe zugetragen. Sie sollte prüfen, wie viele Vorräte sich noch in der Vorratskammer befanden. Aber wie viele waren 'genug'? Sie hatte keine Ahnung, wo ihre nächste Reise hinführen würde, wie lange sie auf der See auskommen musste.

"Ich schaue mal unten nach, wie viel Essen noch da ist. Du kannst so lange ja das Schiff bewachen", sagte sie und verschwand durch eine kleine Tür in den unteren Teil des Schiffes. Der Weg war nicht schwer. Obwohl es um Lians Orientierungssinn nicht gerade gut stand, war es selbst für sie ein leichtes, sich auf dem kleinen Kahn zurechtzufinden. Die Vorratskammer lag unmittelbar hinter der Küche und wurde nur durch eine schiffstypische Schwingtür getrennt. Und dahinter befand sich - der Himmel!

Mit großen Augen starrte Lian die Berge von Essen an, die sich da vor ihr präsentierten. Dosen, eingelegtes Obst, Nudels. Alles, was das Feinschmeckerherz sonst noch so begehrte. Die Gerüche drangen in ihre feine Katzennase und ihr Magen knurrte abermals laut auf. Wie unfair. Andererseits würde es sicher niemandem auffallen, wenn sie einen der getrockneten Fische stibitzte, die dort hangen. Gedacht - getan. Mit einem filigranen Sprung riss die kleine Katze eine der Forellen herab und verschlang sie leise schmatzend und quieckend. Erst dann machte sie auf dem Absatz kehrt und flitzte wieder auf das Oberdeck, wo sie Ben vorfand.

"Alles voll da unten!", rief sie ihm zu und leckte sich über das Schnütchen. "Werde telefonieren und es Saemon mitteilen, damit er jetzt nicht umsonst irgendeinen Mist kauft, der zu viel Ballast ist und für den wir nicht genug Stauraum hätten."

Den hatten sie auf der True Justice wahrlich nicht. Lian wuchs langsam wieder zu dem Menschen heran, der sie war und schüttelte ihre langen, blonden Haare. Ein wenig vertört blickte sie noch drein, dann hatte sie sich wieder gefasst und hob ihren rechten Arm an, an welchem sich eine kleine, weiße Teleschnecke befand.

"Na komm, ruf Saemon an", sagte sie leise und fast sanft. Die kleinen Tierchen taten ihr irgendwie Leid. Es war sicher nicht das angenehmste Leben, immer nur irgendwelche Botschaften überbringen zu müssen.
Das kleine, weiße Wesen gähnte herzzerreißend, dann klingelte es bei Saemon durch. Sodann dieser abnahm, sollte er Lians Stimme hören.

"Das Schiff ist voll mit Essen! Mehr brauchen wir nicht, sonst gehen wir unter", sprach sie. "Es ist übrigens nur ca einen halben Kilometer nordöstlich von dort entfernt, wo ihr euch gerade befindet. Uhm.. bleibt ihr noch lange? Du wirst sicher Godot suchen oder?"

Die Blondine biss sich leicht auf die Unterlippe. Innerlich hoffte sie, er würde verneinen und bestätigen, dass sie sich sogleich auf dem Weg zum Schiff machen würden. Sie mochte es nicht, ihn abwesend zu wissen. Sie hatten auf der Insel genug Zeit ohne einander verbracht und Lian war müde und brauchte eine Dusche. Die Dusche! Eine hervorragende Idee. Ohne Ben in Kenntnis zu setzen lief sie über das Deck hin zur Türe, die zum Unterdeck führte und in direkt in Saemons Kabine hinein. " Naja, ich werde jetzt zumindest erstmal duschen", teilte sie ihrem Freund mit.

Aber was würde sie danach anziehen? Lian hatte versäumt, sich neue Kleidung zuzulegen und der rote Pullover ihres Freundes glich mittlerweile nur noch dreckig aussehenden Fetzen. Musste eben ein neues, großes Tshirt vom Rotschopf her und sobald sie wieder an Land waren, würde sie beweisen, dass sie die beste auf ihrem Gebiet war. Wie eigentlich immer. Kaum, dass sie in der Kabine ihres Freundes war, zog sie eine Rolle Kekse unter dem Pullover hervor und riss die Packung auf, um sich einen zu genehmigen. Die restlichen warf sie achtlos aufs Bett, obwohl sie wusste, dass Saemon es gar nicht schätzte, wenn sie dort aß. Egal. Sie war viel zu hungrig und viel zu ungeduldig, dachte schon jetzt an das heiße, angenehme Wasser, als sie sich den Pullover und alles restliche auszog und kurzerhand im Badezimmer der kleinen Kajüte verschwand.
Von dort aus hüpfte sie sofort in die Dusche, stellte das Wasser heiß und.. schloss genüßlich seufzend die Augen, als das warme Wasser ihren Körper umarmte und sie sich in weniger als einer Sekunde entspannte. Wie hatte ihr das nur gefehlt.


tbc: Saemons Kabine

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Saemon



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BeitragThema: Re: Oberdeck   Sa 13 Apr 2013 - 21:21

---> Konomi Hafen

Auf dem Deck erkannte er auch schon Benjamin, welcher triefend nass umher stand und irgendwie... nichts tat.
“Hast du Ärger gemacht und Lian hat dich ins Wasser geschmissen? Oder was ist passiert.“
Wäre wohl nicht weiter verwunderlich gewesen. Ben hatte ein loses Mundwerk und Lian fuhr gelegentlich mal recht schnell aus der Haut. Eine recht explosive Mischung, doch konnte sie einiges an Vergnügen mit sich führen. Einen Moment wartete er eine Antwort des Hayns ab, ehe er sich von diesem verabschiedete.
“Nun gut, warte ein wenig. Ich schau schnell zu Lian runter und komme dann wieder hoch. Ich muss nachher noch einen Zimmermann suchen damit unser Loch ordentlich geflickt wird und ich will dass du mich dabei begleitest, ok?“
Natürlich rechnete er nicht mit Wiederworten und marschierte deswegen auch sogleich los und auf die Treppen zu. Er musste ein Stockwerk nach unten, wo sich seine Kabine und demnach auch Lian befand. Amüsiert dachte er daran wie er zu Beginn noch Probleme damit hatte sich auf dem Schiff zurecht zu finden. Glücklicherweise hatte sich dies rasch gelegt, nachdem er sich das ein oder andere mal im Bauch der True Justice verlaufen hatte. Irgendwie war die ganze Sache ziemlich peinlich, immerhin war das Schiff alles andere als riesig und abgesehen von ihm, wäre dies wohl niemandem passiert. Heute konnte Saemon darüber jedoch lachen und schlürfte auf direktem Wege auf die Türe zu, welche seine Kabine vom Gang trennte. Natürlich klopfte er nicht an, immerhin war es sein Zimmer und auch wenn Lian ebenfalls darin wohnte, sah er keinen Grund darin irgendwelche höflichen Floskeln zu offenbaren. Im inneren verging ihm einen Moment lang das Lächeln. Natürlich erblickte er sogleich die Kekspackung auf dem Bett und ganz besonders die Brösel, welche sich ungeniert auf der Decke ausgebreitet haben. Murrend legte er den Kopf in den Nacken und schloss sein Auge einen Moment... anschließend folgte er dem Geräusch des Wassers und öffnete die Türe zum Badezimmer. Wie er sie nun auf die Sache ansprechen sollte war wohl eine berechtigte Frage, dennoch machte er sich darüber keine Gedanken, würde demnach eher spontan darauf los plappern. Vermutlich würde Lian dies nicht gefallen, auf der anderen Seite bestand auch die Möglichkeit dass sie dies mit Humor auffasste. Letztlich war Saemon ohnehin klar dass es keinen Sinn hatte sie deswegen zu tadeln, da es mit Sicherheit wieder vorkommen würde. Manchmal stellte Saemon sich die Frage, ob sie dies mit absicht tat um ihn zu ärgern oder ob sie wirklich so sorglos war und sich dabei einfach keine weiteren Gedanken machte. An sich war es zwar kein Grund für einen Streit, aber es einfach so im Raum stehen lassen konnte er nun einmal auch nicht. Es war eine Eigenschaft des Rotschopfes die Dinge direkt anzusprechen, damit nicht ewig Spannungen in der Luft umher schwirrten.
“Du weißt genau dass ich es nicht leiden kann wenn du auf dem Bett isst und erst recht nicht wenn du das Essen auf diesem verteilst!... Manchmal glaub ich wirklich dass du das mit Absicht machst.“
..platzte es aus ihm heraus, ohne sie vorher überhaupt gegrüßt zu haben.

---> Saemons Kabine
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Benjamin Hayn
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Sa 13 Apr 2013 - 22:41

Hinter sich zog sich eine Wasserspur als Benjamin über das Deck des Schiffs lief und seine Stiefel auszog. Er drehte sie um und ließ das Wasser hinaus auf die spröden Planken des Decks rinnen. Dann ging er zur Reling und machte einen Knoten in die Stiefelriemen kurz über der obersten Lasche des Stiefels, sodass er noch genug Riemen über hatte um jeden Stiefel sicher um einen Pfosten binden zu können. Dort würden sie erst mal zum trocknen Bleiben. Der junge Mann fragte sich gerade, was er nun tuen sollte als Lian ihm aus dem Schiffsrumpf mitteilte, dass mehr als genug Proviant an Bord war. Bens Gedanken kamen auf das Essen an Bord eines Marineschiffs. Militärvorräte waren nicht unbedingt dafür berühmt, dass sie einem Restaurant Sterne einbrachten. Dafür konnte er sich vorstellen, dass die Crew eines Marineschiffes besser versorgt war als die der meisten Schiffe. Schließlich mussten die Männer und Frauern für den Kampf bereit sein und mit Skorbut und knurrendem Magen ging das nunmal nicht. Ob hier ein Alkoholverbor herrscht? fragte sich Benjamin besorgt in Gedanken. Ein Schiff ohne einen Tropfen Rum. Dem Hayn schauderte alleine bei dem Gedanken daran aber es war aus dem gleichen Grund für einen gut gefüllten Lagerraum leider kein allzu abwegiger Gedanke. Im Zweifelsfalle bleiben ja immernoch die Landgänge. beruhigte sich der junge Mann in Gedanken als er erneut Lian hörte, die ihm mitteilte, dass sie jetzt duschen würde. Duschen! Auf einem Schiff! Vermutlich auch noch mit warmem Wasser! Ben blickte ungläubig drein, er glaubte nicht, dass er schon einmal Zugang zu einer Dusche auf einem Schiff gehabt hatte. Vielleicht war das ja auch ein Luxus, derfür die Offiziere reserviert war und als Saemons Freundin hatte Lian selbstverständlich auf Zugang dazu. Bisher hatte sich Benjamin das Wasser zum Waschen direkt aus der See geholt. Eine anständige Dusche hatte er sich bloß auf Landgang gönnen können. Er verkniff sich die scherzhafte Frage, die ihm auf der Zunge lag und tat gut daran. Als er schließlich den Hafen betrachtete merkte er, dass Saemon, der auf die True Justice zusteuerte ihn womöglich gehört hätte da Ben recht laut hätte sprechen müssen, damit Lian ihn gehört hätte. So grinste er bloß und begrüßte den Rotschopf als er an Bord kam mit einem lässigen heben der Hand. Neinnein, ich bin bloß kurz baden gegangen. erklärte Benjamin als Saemon sich erkundigte warum er komplett durchnässt war. Ich wollte das Blut endlich mal von meiner Haut bekommen bevor´s abfärbt. Genauso schnell wie er gekommen war machte sich der Fähnrich dann aber auch schon wieder davon und verschwand im Rumpf des Schiffes. Wir sehen uns dann in fünfzehn Minuten. verabschiedete Benjamin den Kisaragi.
Saemon hatte durchaus ein wahres Wort gesprochen. Die True Jsutice musste dringend gewartet werden. Aber wenn man wollte, dass das Schiff noch lange hielt und gute Dienste leistete genügte es nicht ab und an in einem Dock zu halten und die Schäden ausbessern zu lassen. Das Schiff musste gepfelgt werden und bedurfte einer gründlichen Sanierung. Anscheinend hatte die neunte Division noch niemanden in der Crew, der sich mit der Reparatur von Schiffen aukannte. Damit hatte Benjamin noch etwas gefunden wodurch er für die neunte Division von Wert wäre. Der Hayn hatte Gefühlt mehr Zeit auf Schiffen verbracht als er festen Grund unter den Füßen gespürt hatte. Während einer solch langen Zeit trugen die Schiffe auf denen er gereist waren zwangsläufig Schäden davon und so hatte Benjamin obwohl er keine wirkliche Ausbildung erhalten hatte doch einiges an Erfahrung gesammelt wenn es darum ging ein Schiff wieder in Schuss zu bringen. Ein wenig Talent tat sein überiges. Sollte er bei der Marine genommen werden hätte er wohl erst mal eine Gehaltserhöhung verdient. Da er nichts mehr zu tun hatte legte sich Benjamin mitten auf das Deck, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Die Planken waren von der Sonne erhitzt worden und fühlten sich wunderbar Warm an.

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Katarina



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BeitragThema: Re: Oberdeck   So 14 Apr 2013 - 4:19

Cf: Konomi Insel - Hafen

Der Rothaarigen hatte es ausgesprochen gut gefallen, dass ihr neuer Kamerad sich ganz alleine um die Besorgungen gekümmert hatte. Sie hatte vorgetäuscht, müde zu sein. Stattdessen hatte sie sich allerdings ebenfalls ein wenig unten im Hafen herum getrieben und die eine oder andere Besorgung erledigt. Sie war gerade rechtzeitig wieder an Ort und Stelle gewesen, so dass Shouji wohl keinen Verdacht schöpfen würde. Gemeinsam mit ihm - und ohne ein Wort zu verlieren - waren sie also gemeinsam zur True Justice zurückgekehrt.
»Das ist ja wohl ein Witz von einem Schiff.« rief sie laut aus und betrat das Wrack über die Planke. Ihr bot sich ein klitschnasser Ben an, für den sie nur ein Grinsen über hatte bei dem Anblick. »Das ist ein Wrack und kein Marineschiff. Es hat ein fettes Loch und es hat einen bescheuerten Namen. True Justice... Wie behindert.« fuhr sie fort. Es war niemand da, der noch was hätte sagen können da der Schwarzhaarige sich um die ankommenden Fässer kümmerte, die so eben geliefert wurden. »Was hast du gemacht?« fragte die Rothaarige dann den durchnässten Hayn, der wie ein nasser Pudel da stand. Katarina hockte sich auf die Reling des Schiffes, in der Nähe von Benjamin und kramte in ihrer kleinen Tasche. Sie zog einen Flachmann hervor, in dem etwas Alkoholisches enthalten war und genehmigte sich einen Schluck. Dann hielt sie Ben die kleine, silberne Flasche hin. Sie brannte vor Neugierde, wie es dazu gekommen war das Ben sich der Marine angeschlossen hatte. Sie selbst hatte nur das Bedürfnis, sich an Piraten zu rächen. Sie war nicht als solche geboren und ihr Leben wäre sicherlich vollkommen anders verlaufen, wenn nicht dieser blöde Überfall gewesen wäre. Doch es kam bekanntlich immer anders als geplant und so war sie nun mal so, wie man sie kannte. Rüpelhaft, vorlaut und ungehobelt anstatt von ladylike, höflich und sprachgewandt. Sie machte sich daraus nichts und im Grunde war sie auch etwas froh darüber, nicht als Hofdame geendet zu haben. Das wäre sicherlich ein langweiliges Leben geworden. »Erzähl. Was treibt dich hier her?« bohrte sie bei ihrem alten Bekannten nach und warf einen Blick vom Rande des Schiffes in das glasklare Wasser. Dieses Schiff war eindeutig kleiner als das, mit dem sie die meiste Zeit ihres Lebens gereist war, doch es war ein Marieneschiff und daher sicherlich besser ausgestattet. Aber trotzdem kleiner. »Warum besteht dieses Schiff aus einem Loch? Weißt du wie das passiert ist? Das muss ein ziemlich heftiger Sturm gewesen sein. Oder ein Kanonenangriff.« rästelte sie, konnte aber nicht wirklich zu einem Entschluss kommen.
Die Lieferanten waren inzwischen wieder abgezogen, die insgesamt zwölf bestellten Fässer standen vor ihnen auf dem von der Sonne aufgewärmten Deck und mussten nur noch verstaut werden. Da Katarina aber keine Ahnung hatte, wie dieses Schiff aufgebaut war, oder wo Vorräte hingehörten würde sie einfach auf weitere Anweisungen warten. Wenn ihre Hilfe benötigt wurde, würde sie schon jemand darauf ansprechen. Schließlich packte sie ihren Flachmann wieder weg, nach dem sie sich einen weiteren Schluck genehmigt hatte und sah wieder zu Ben, der nach wie vor auf dem Deck rumlag und sich sonnte.


Zuletzt von Katarina DuCouteau am So 14 Apr 2013 - 14:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Benjamin Hayn
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BeitragThema: Re: Oberdeck   So 14 Apr 2013 - 12:04

Benjamin, der mittlerweile ein wenig eingedöst war hörte schließlich Stimmen, die sich über den Zustand des Schiffes beschwerten. Die laute Stimme gehörte eindeutig Katarina. Benjamin setzte sich auf als Katarina auf ihn zu kam. Er gluckste als sie sich weiter über den Zustand und den Namen beschwerte und ihn schließlich fragte warum er so nass war. Katarina DuCouteau, charmant und diskret wie eh und jeh. meinte der Hayn schmunzelnd und sank wieder auf die Planken ehe er antwortete. Ich war kurz im Wasser. Ich wollte das ganze Blut mal von meinem Körper bekommen. Scheinbar gibts hier auch einen Waschraum, was ich aber erst nach meinem Bad erfahren hab. Ben nahm freudig den ihm angebotenen Flachmann und ließ etwas der Flüssigkeit seine Kehle hinabrinnen. Bestimmt kam gleich die Frage wie Ben dazu gekommen war sich bei der Marine zu versuchen. Schließlich hatte Katarina den Benjamin kennengelert, dem jeder auch noch so kleine Grund genügte um sich mit der Marine anzulegen und dieser mit Freude eins auswischte. Und so sicher wie das Amen in der Kirche kam Katarina auf genau das zu sprechen, stellte kurz darauf aber direkt die nächste Frage. Das Loch war zugegebenermaßen auch das auffälligste am Schiff. Weder noch. Unfähiger Navigator soweit ich weiß. meinte der Braunhaarige und reichte nach einem zweiten Schluck den Flachmann an seine Besitzerin weiter, dann stand er auf. Warte gerade mal kurz hier. Saemon meinte es gäbe hier was, das ich anziehen kann auf dem Schiff. Ich hol mir gerade mal was bevor sich auch noch meine Hose verabschiedet. erklärte er und verschwand kurz im Rumpf der True Justice. Ohne groß danach suchen zu müssen fand er, was er suchte. Im Waschraum wusch er sich bloß kurzdas Gesicht um die kleinen Salzkristalle davon zu entfernen und schnappte sich ein Handtuch. Die Kleidung fand er auch recht schnell, entschied sich allerdings gegen ein Marineoberteil. Das würde er sich nicht antun. Die Hose alllerdings war nicht ganz so schlimm, also trocknete er sich schnell ab, welchselte er die Hose und warf seine in einen Haufen beinahe genauso ramponierter Marineuniformen. Mit dem Handtuch über der Schulter wollte er bereits den Raum entdecken als er eine der Marinemützen entdeckte und sie sich überzog. Schließlich kam wieder an Deck und ging zu Katarina. So eine komplette Uniform lass ich mir nicht aufzwingen. Die Hose ist schon schlimm genug. erklärte er warum er nach wie vor halb nackt war. Aber die Mütze fand ich lustig.Benjamin lehnte sich neben Katarina an die Reling. Das Loch wurde während einem Sturm ins Schiff geschlagen. Der Navigator hat eine felsenformation übersehen, die ihm dann den Rumpf direkt bei meiner Zelle aufgerissen hat. Mit mir gingen bei dem Sturm auch Lian, Saemon und Kenji über Bord, also die Truppe mit der wir angekommen waren. Achja, dann war dann auch noch eine junge Frau mit violetten Haaren. Ich weiß garnicht mehr wann sie dazu gekommen ist. Auf jeden Fall wurde sie auf der Insel, von der wir gekommen sind von Kannibalen getötet. War nicht gerade ein schöner Anblick. Die Crew hat aber nichtmal einen eigenen Zimmermann, also werde ich da wohl einspringen und das Loch flicken. Alleridings hatte Benjamin noch immer nicht die eigentliche Frage der DuCouteau beantwortet. Ich habmich in Loguetown an einen jungen Piraten geheftet, der eine Crew um sich sammeln wollte. Er, ich und ein paar andere sind an die neunte Division geraten und unter uns hätte es kaum schlechter laufen können. Den Kampf haben wir verloren. Als letzter war dann ncoh ich überig und gegen Saemon, Lian und Kenji hatte ich absolut keine Chance, also hab ich mich gefangennehmen lassen. Aus Benjamins Stimme hörte man deutlich heraus, dass Ben sich diese Entscheidung übel nahm. Aber er sah auch keinen Sinn darin in einem hoffnungslosen, sinnlosen Kampf sein Leben zu verschwenden. Wäre ihc in ein normales Gefängniss gekommen hätte ich vielleicht ausbrechen können aber auf der Überfahrt zog dieser Sturm über uns auf. Auf der Insel hab ich nachgedacht. Ich halte es nicht in einer Zelle aus und es gibt auch keine Garantie dafür, dass ich ausbrechen könnte. Eine Flucht solange Saemon in der Nähe ist ist ohnehin sinnlos. Also dachte ich mir, dass mich meine Qualifikationen vielleicht gegen Straffreiheit in die Marine bringen könnten. Ausserdem sind meine Waffen noch hier auf dem Schiff und ohne die geht meine Reise nicht weiter. Aber das steht alles noch auf recht wackeligen Beinen. Noch bin ich eigentlich ein Gefangener. Der Kapitän muss wahrscheinlich einige Dinge regeln und vor allem entscheiden ob er mich in seiner Crew haben will. Wenn daruas nichts wird werde ich eben doch in eine Zelle verfrachtet und muss ausbrechen sobald Saemon weit genug weg ist. Wäre mir aber lieber wenn es nicht so kommen würde. Benjamin rückte sich die Kappe zurecht und sah zu Katarina Jetzt bist du aber dran. Wie bist du hier her gekommen. Ich hätte gedacht, dass du genug von Schiffen und Schlachten hast.

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Do 25 Apr 2013 - 17:31

Mit einem Grinsen gesellte sich die DuCouteau zu dem Hayn, als dieser sie mit einem kekken Spruch auf den Lippen begrüßte. Sie zuckte kurz die Schultern und erwiderte: »Man kann halt nicht aus seiner Haut raus.«
Sie ging nicht weiter darauf ein, wieso er so nass war. Salzwasser war was für Anfänger. Jeder, der ein paar Jahre auf der See gewesen war wusste das. So auch die Rothaarige, weshalb sie Ben müde beschmunzelte. Stattdessen reichte sie ihm lieber den Flachmann während er erzählte, wer das Schiff so demoliert hatte. »Ich hoffe doch, das wir heile im nächsten Ziel ankommen? Oder muss ich mir Gedanken um meine Sicherheit machen?« witzelte sie. Im Grunde war es ihr egal, manchmal war sie ein bisschen Lebensmüde und auch etwas geisteskrank und waghalsig, das wäre nicht das erste Mal. Und auch Stürme hatte sie schon viele er- und überlebt. Vor denen hatte sie zwar Respekt, aber keine Angst. Ben ging nicht weiter auf ihre Worte ein, sondern entschuldigte sich für einen Moment und verschwand im Inneren des Schiffes. Stirn runzelnd nahm die ehemalige Piratin ihrem Flachmann wieder und sah dem Hayn hinter her, der davon dackelte.
Als er nur mit Hose und Marinemütze wieder kam prustete sie den Schluck, den sie so eben von ihrem Flachmann genommen hatte wieder aus und kringelte sich vor lachen. »Hahaha, wie siehst du denn aus?« quetschte sie in einer kleinen Pause zwischen zwei Lachanfällen hervor und warf ihren vor Lachen schlaffen Oberkörper über die Reling und trommelte auf der Außenseite des Schiffes herum. Als sie sich schließlich ein bekommen hatte, drehte sie sich wieder um und wischte sich ein paar Freudentränen aus dem Augenwinkel. Als er sich zu ihr setzte und schließlich die Details zu dem Lock im Schiff auspackte, schnappte sie sich die Marinemütze und setzte sich diese selbst auf. Dann hob sie den Flachmann um ihr verzerrtes Gesicht darin zu begutachten. »Man, seh ich heiß aus!« gluckste sie und genehmigte sich einen weiteren Schluck aus dem beinahe leeren Gefäß.
»Kannibalen? Ieuh!« wiederholte sie das Wort, nachdem Ben erwähnt hatte das eine Ehemalige dieser Mannschaft gefressen von ihresgleichen wurde. Doch die DuCouteau wechselte das Thema genau so schnell wie ihr Kumpel. »Kannst du sowas überhaupt? Schiffe reparieren? Ich bin zwar jahrelang ach was, eigentlich mein ganzes Leben auf einem Schiff gewesen. Aber von sowas habe ich keine Ahnung. Ich musste ja nie einen Finger krumm machen.«
Als er dann weiter erzählte, wie er zur Marine gekommen war hörte sie aufmerksam zu. Dieser Teil war kein bedeutungsloser Tratsch, sondern die Geschichte einer ihrer besten Bekannten. Sie kratzte sich kurz den Kopf. Es scheint als wäre ich hier in einen ziemlich starken Trupp geraten. Vielleicht sollte ich wirklich auf Ben hören und das Maul nicht ganz so weit aufmachen.
Schließlich gab sie im die Marinemütze zurück, welche er sich zurechtrückte, da sie ihm diese schief auf den Kopf geworfen hatte. »Red lieber nicht so laut, du weiß nicht ob jemand in Hörweite ist.« meinte sie ihm und wedelte mit der Hand ein wenig rauf und runter und bedeutete ihm, leiser zu sprechen. »Hoffen wir einfach, du bleibst uns erhalten.« meinte sie, kurz bevor er seinen Umschwenker machte. Sie seufzte kurz und nickte.
»Ja, eigentlich dachte ich auch ich habe genug davon. Ich hab etwa ein Jahr versucht auf dem Land klar zu kommen. Aber du weißt ja, die See holt sich zurück was ihr gehört. Naja ich hatte überlegt ob ich wieder Pirat werde. Aber dann ist mir eingefallen, dass mir das manchmal einfach zu anstrengend ist. Sich immer irgendwo behaupten zu müssen oder auf der Flucht zu sein. Also dachte ich mir, ich versuche mein Glück einfach mal auf der anderen Seite... Wenn es mir nicht gefällt...« sie zuckte nur mit den Schultern und beendete den Satz nicht. Was sie dann tat, war stand offen oder war offensichtlich - zumindest für den Hayn, der sie gut genug kennen sollte. Sie war schließlich eine Piratenbraut. Von Kind an bis vor zwei Jahren war sie immer Piratin gewesen. So schnell würde man das wohl nicht aus ihr heraus kriegen, zumal sie ein echtes Schlitzohr und Langfinger war. »Ich denke, wir sehen einfach was die Zukunft bringt. Lass uns das beste daraus machen. Zusammen.« sagte sie schließlich nachdem sie ihren Flachmann beinah vollständig geleert hatte und Ben den letzten, vollen Schluck anbot so wie man es unter echten Kameraden machte.
Sie wurde selten sentimental, aber das sie Ben wieder getroffen hatte war in ihren Augen eine Art Hauch von Schicksal. Und ihn wieder zu verlieren würde sie sicherlich bereuen. Immerhin hatte sie ihn schon einmal aus den Augen verloren.
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 7 Mai 2013 - 16:48

Normalerweise war Saemon wirklich böse wenn Lian in alte Muster fiel und sich ihren Lebensunterhalt einfach zusammen klaute. Dieses Leben für die Blondine war vorbei und sie musste endlich einsehen dass sie damit noch weitaus mehr Probleme bekommen könnte, als es noch damals der Fall gewesen ist. Sie steht noch immer unter Beobachtung und sicherlich gibt es an Bord den ein oder anderen, der nur auf solch eine Gelegenheit wartete, um sie wieder los zu werden. Sicherlich war es nicht einfach solche Gewohnheiten abzustellen, schon gar nicht wenn man praktisch sein ganzes Leben auf diese Art und Weise verbracht hatte. In diesem Fall war Saemon aber alles andere als sauer oder enttäuscht, deswegen hatte sie auch keine Standpauke zu befürchten. Fisch konnte man jederzeit wieder besorgen und es waren genug Leute an Bord, die man während der Fahrt mal mit einer Angel an die Reling setzen konnte um den Verlust wieder auszugleichen. Sicherlich wäre dies eine willkommene Abwechslung bei all den Trainingseinheiten und Kämpfen gewesen. Der Ernst des Lebens war schon häufig genug an Bord zu spüren, so konnte man dem ein oder anderen auf diese Art immerhin minimal Entspannung bringen. Solange man auf diesem Wege keinen Seekönig auf das Schiff zog, sollte es auch weitestgehend ungefährlich bleiben.
“Mach dir da mal keinen Kopf. Ich schimpfe doch gar nicht mit dir und im Grunde hat es mich nicht gerade verwundert. Also entschuldige dich nicht und achte darauf auch den anderen in Zukunft noch etwas übrig zu lassen.“
Er lächelte und wusste natürlich dass sie nicht alles aufgegessen hatte, da selbst Lian nicht so viel futtern konnte. Es waren die Vorräte der Division und auch wenn die McNair sich nicht als solche sehen mochte, so...
“Weißt du, du bist ein Teil dieser Division und deshalb musst du dich nicht rechtfertigen wenn du dir etwas von den Vorräten holst.“
Damit sollten auch diese Fronten geklärt sein und Lian würde sich vielleicht nicht mehr ganz so ausgestoßen fühlen, denn ganz gleich was die anderen auch sagen mochten, so würde Saemon stets hinter ihr stehen. Nach den Zärtlichkeiten marschierten sie schließlich aus dem Zimmer heraus und befanden sich wieder in den Verbindungsgängen, von welchen aus sie ihr Weg zu der breiten Treppe führte. In wenigen Sekunden würden sie wieder unter dem klaren Himmel stehen und es sollte sich zeigen, wie der Rest der Truppe bis dato zurecht gekommen ist.
An Bord ließ der Fähnrich seinen prüfenden Blick über die Dielen schweifen und entdeckte kurz darauf schon Benjamin und Katarina. Was die beiden dort trieben konnte er nicht sagen, jedoch würde er sich zu ihnen bequemen und nach dem Rechten sehen wollen. Ben war noch immer ein Gefangener und Katarina war leider nicht all zu vertrauenswürdig, immerhin war auch sie mal eine Piratin und schien eine gemeinsame Vergangenheit mit dem Gefangenen zu haben. Das waren Tatsachen, welche den Kisaragi vorsichtig werden ließen, besonders nach dem, was auf Kumate mit Belphegor geschehen ist. Wenige Augenblicke später befand er sich nur noch gute vier Schritte von ihnen entfernt, da begann er die Nase zu rümpfen und schnüffelte etwas in die Gegend hinein. Saemon hielt inne und dachte nach... dieser Gestank kam ihm bekannt vor und die Erinnerungen, welche er damit verband, waren alles andere als positiv. Die beiden haben doch nicht ernsthaft... Blitzschnell tauchte er vor den beiden an und blickte besonders Katarina kritisch entgegen. Er wusste das Ben keinen Alkohol bei sich trug, immerhin war er auf der Insel so scharf und abhängig von dem Wein gewesen, dass es schlichtweg unmöglich war für ihn noch eigene Vorräte bei sich zu führen. Er war stets unter Beobachtung, seine Kleidung zerfetzt, sodass er nicht mal eine Murmel hätte verstauen können, demnach blieb nur eine einzige Möglichkeit bestehen. So beugte er sich etwas über die beiden und sein Gesichtsausdruck zeigte bereits, dass der Einäugige alles andere als amüsiert war. Wissend um die beiden Personen welche er vor sich hatte, wäre es eigentlich angebracht gewesen den beiden noch den Rat zu geben, keineswegs auf sarkastische oder unehrliche Art und Weise zu antworten, doch selbstverständlich tat er dies nicht. Sie sollten schon von alleine merken wie sie mit Saemon zu reden hatten und was sie sich in seiner Gegenwart besser verkneifen sollten. Besonders Katarina schien mit Autorität ein großes Problem zu haben, sogar noch mehr als Ben, was erstaunlich war. Positionsbedingt war immerhin der Hayn derjenige, der als Störenfried und Problemkind klassifiziert werden sollte, doch benahm gerade er als gefangener Pirat sich schon beinahe vorbildlich... vom Alkohol mal abgesehen.
“Ich hoffe um euer beider Wohl inständig dass sich hier jemand die Nägel lackiert hat, ansonsten müsste ich den Eindruck bekommen dass man Alkohol zu sich genommen hat, dass man einen Gefangenen damit versorgte und vor allem seine Pflicht vernachlässigte.“
Das war das Problem daran wenn man selbst nichts von dem Zeug anrührte und doch schlechte Erfahrungen damit in der Vergangenheit gemacht hatte... Es stach einem sofort in die Nase und es gab keinen Zweifel dass der Neuling hinter der ganzen Sache steckte. Wahrlich kein guter Start um einen guten Eindruck zu hinterlassen, doch Moment mal... der erste Eindruck war ja sogar noch viel schlechter und bestätigte sich hier nun lediglich... Wie sollte man nur mit solch einer Person auf Dauer klar kommen? Es war nicht seine Art den Menschen seine Ansichten hinein zu prügeln und erst recht nicht sie für Fehlverhalten zu züchtigen und doch durfte er nicht klein bei geben und musste deutlich zeigen wie die Dinge hier zu laufen haben, solange Godot nicht an Bord war... Sicherlich wüsste der Kapitän der 9. Division einen Weg um der Situation Herr zu werden, doch konnte der Fähnrich sich nicht auf den Rat seines Vorgesetzten verlassen...
Also musste er das ganze selbst in die Hand nehmen und auch wenn er sich vornahm dies möglichst diplomatisch von statten gehen zu lassen, so konnte er sich natürlich nicht sicher sein, dass er dies auch wirklich mit der gewünschten Wirkung zu vollbringen im Stande war. Doch blieben nun noch die Antworten der beiden Beschuldigten aus und auf eben jene wartete der Kisaragi nun.


Zuletzt von Saemon am Mi 22 Mai 2013 - 16:51 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 7 Mai 2013 - 20:06

cf: Saemons Kabine

Lian war über die Maßen erleichtert, dass Saemon sie nicht getadelt hatte, denn ehrlichkeitshalber musste sie sich selbst eingestehen, dass er dabei Recht behalten hätte. Es war auch keine Frage der Zugehörigkeit, sondern des Anstandes. Sie hatten alle Hunger gehabt, so mancher vermutlich noch mehr als sie selbst. Es war nicht in Ordnung von ihr gewesen, den Fisch und die Kekse einfach mitgehen zu lassen.
"Tut mir trotzdem Leid", sagte sie und zuckte mit den Schultern. "Ich hätte das wohl aus Respekt euch anderen gegenüber unterlassen sollen. Aber.. Es ist irgendwie komisch. Ich dachte, ich würde instinkttechnisch alles mit der Zeit besser in den Griff bekommen, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich fühle mich immer mehr, naja.. " Lian druckste herum. Es war schwer zu erklären, was sie sagen wollte - oder eben auch nicht. Es haperte eher an Mut, zuzugeben, dass sie sich tatsächlich immer mehr wie eine Katze fühlte, aber keine Erklärung finden konnte. Besser, sie behielt es doch noch für sich. Es musste nicht sein, dass er sie für völlig übergeschnappt und verrückt hielt. Er sollte ihr vertrauen können und sie wusste nicht, ob das in seiner Macht lag, sofern er um ihr kleines Identifikationsproblem Bescheid wusste, dass neben ihrem Jähzorn stark dazu beitrug, dass sie im Grunde genommen unberechenbar war.
Umso glücklicher war sie, als seine Aufmerksamkeit schlußendlich auf etwas Anderes gezogen wurde. Noch viel eher als er selbst hatte sie den feinen, aber bestimmten Geruch in der Luft wahrgenommen und wehleidig dreingesehen. Wie lange war es her, dass sie zuletzt einen Tropfen Alkohol zu sich genommen hatte? Belphegor hatte ihr nichts von seinem Wein abgegeben. Egoistischer Mistkerl!
Sie fühlte noch immer, wie sie ein jedes Mal leichte Wogen des Zitterns überkam, weil ihre Gewohnheit täglich Alkohol zu konsumieren der Vergangenheit angehörte.
Aber wie erwartet war Saemon nicht ganz so nostalgisch wie sie. Viel mehr war er erbost und starrte Katarina, die nun auch auf dem Schiff war, an und wies sie zurecht, dass Ben noch ein Gefangener sei und damit nicht das Privileg besaß, zu trinken, wo auch immer ihm der Sinn stand.
Mit verschränkten Armen lehnte Lian sich neben den Rotschopf und musterte Ben und Katarina abschätzig. Die Rothaarige wirkte putzmunter und Lian schauderte es leicht, als sie daran dachte, was sie hätte anrichten können, wäre ihr Freund ihr nicht zuvor gekommen.
"Danke Ben", sagte sie dann schließlich gekränkt. "Und ich dachte wir sind Kumpel! Du weißt genau, dass ich auch mal wieder 'n Schlückchen bräuchte."
Wissend, dass Saemon das sicher aufregen würde, schenkte sie diesem ein entschuldigendes Lächeln. Vielleicht würde sie auf dem Marktplatz noch eine gute Flasche abgreifen können. Er würde sicher nichts dagegen haben, wenn sie sich nicht gerade komplett zusäufte oder?
Lian kaute auf ihrer Unterlippe und haderte mit sich, ob es das Risiko wert war. "War nur ein Scherz", fügte sie deswegen schnell hinzu und hob ihre Arme. Abgesehen von Saemons Vergangenheit verstand sie seine Bedenken. Unter Einfluss von Alkohol sank die Hemmschwelle und man gewann an Risikobereitschaft - das war etwas, was Ben zum aktuellen Zeitpunkt absolut nicht brauchte, besonders im Hinblick darauf, dass Saemon für ihn gesprochen und ihn als weiteres Team vorgeschlagen hatte.
Mit Bens Verhalten verhielt es sich nun wie mit Lians - was sie und er taten, fiel automatisch auf den Kisaragi zurück.

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Do 9 Mai 2013 - 16:56

Cf: Konomi Insel – Hafen

Kaum waren sie bei der True Justice angekommen schien Katarina urplötzlich wieder hellwach zu sein und fing direkt an laut zu gröhlen und sich über den Zustand des Schiffes lustig zu machen. Damit sprach sie nur das aus, was der junge Soldat sich insgeheim die ganze Zeit gedacht hatte. Der Zustand der True Justice war wirklich sehr kritisch und es fehlte nicht mehr viel, dann würde das Schiff wohl von alleine sinken.

„Muss sie denn wirklich immer das offensichtliche aussprechen? Und vor allem kann sie sich nicht mal ein wenig angemessen benehmen?“ fragte sich der junge Soldat und seufzte leise.

Als beide über den Steg passiert hatten und auf dem Deck angekommen waren, sahen sie Ben in der Sonne sitzend, der durch und durch nass war und aussah wie ein begossener Pudel.
Es schien so als würden sich Katarina und Ben sehr gut kennen, da sie sich wenige Augenblicke nach Betreten des Schiffes direkt zu ihm gesellte, während Shoujii sich um die erste Warenlieferung kümmern musste. Die gelieferten Fässer waren recht schwer und sperrig, aber mit der Hilfe des Lieferanten Jungen schaffte Shoujii es recht schnell sie an Bord zu verfrachten. Er wusste zwar nicht wo man sie verstauen sollte, aber sie schon mal an Deck zu bringen schien ihm eine gute Ideen zu sein… zu mindestens besser als sich faul in der Sonne zu räkeln. Nachdem die Arbeit getan war forderte der junge Lieferant sein Geld ein, jedoch musste Shoujii ihn zum Warten vertrösten, da der Fähnrich ja schließlich das Geld hatte.

Da Saemon immer noch nicht auf dem Deck zu sehen war, begab sich der junge Soldat in einen Sicht geschützten Teil des vorderen Decks und fing an seine Teufelskräfte zu trainieren. Als erstes versuchte er sein Hone purēto, aber irgendwie fehlte ihm heute die nötige Konzentration um seine Teufelskraft zu benutzen. Es war wohl die lange Reise und die vielen neuen Eindrücke die ihn nicht zur Ruhe kommen ließen. Um seine Zeit nicht sinnlos zu verschwenden zog er seinen Medatanai shi und begann ihn geschickt durch die frische Seeluft zu schwingen. Immer wieder horchte der junge Soldat ob sich wer in der Nähe befand, schließlich mochte er das gar nicht wenn jemand ihn bei seinem Training beobachtete oder seine Techniken sah. Er schätzte es wie schon in der Marine Ausbildung in Ruhe für sich alleine zu trainieren, so konnte er sich am besten konzentrieren und neue Kampftechniken erlernen. Die Zeit verging wie im Flug und Shoujii fand nach einiger Zeit doch noch gut in das Training hinein und blendete langsam alles um sich herum aus.

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Benjamin Hayn
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BeitragThema: Re: Oberdeck   So 12 Mai 2013 - 15:52

Klar, wenn der Schaden behoben ist müsste eine Überfahrt kein Problem mehr sein. Es scheint auch kein Schaden zu sein, den man nicht komplettbereinigen kann. Ben rückte sich nochmals die Mütze auf dem Kopf zurecht. Er bot schon einen lustigen Anblick. Zumindest wenn man ihn kannte. Die meiste seiner Kleidung war stets rot und schwarz gewesen. Jetzt stand er in weiß und blau vor Katarina. Ein Symbol für eine Kehrtwende?
Ich verbiete mir jeglichen Kommentar über mein äußeres, das nicht dazu dient mich ins Bett zu bekommen. deklarierte Ben als die unvermeidliche Bemerkung über sein Outfit über deren Lippen kam laut über das gelächter seiner alten Freundin und grinste. Die Rothaarige klaubte die Mütze von Benjamins Kopf.ö Er beschwerte sich nicht. Allerdings. hallte es kurz darauf durch Bens Kopf und er erwischte sich wie sein Blick über den Körper der jungen Frau huschte. Sie hatte sich in der Zeit nicht allzu sehr verändert. Er selbst hatte sich stärker verändert. Als sie sich das erste Mal getroffen hatten war Ben schließlich noch ein halbes Kind gewesen. Sein Gesicht war etwas härter geworden er war sogar noch etwas gewachsen seit damals, nicht viel aber immerhin. Ben fuhr sich mit der Hand über sein Kinn. Wenn er sich nicht bald rasieren könnte würde er sich einen richtigen Bart stehen lassen müssen. Natürlich kann ich sowas. Irgendwas muss man ja auch anbieten können wenn man sich das Geld für eine Reise verdienen will. sagte Benjamin mit einer Priese Ironie am Ende des Satzes.
Aufmerksam lauschte Ben schließlich der Geschichte von Katarina. Genau wie bei ihr war es ihm ales andere als gleich was ihr wiederfahren ist. Er hätte sich denken können, dass Katarina es nicht lange an Land ausgehalten hat. Der Boden schwankt nicht mehr unter den Füßen, für Katarina, die so lange auf einem Schiff gelebt hatte, unter den Umständen unter denen sie dort gelebt hatt. Ihr muss praktisch die ganze Welt auf den Kopf gefallen sein. Ben war überzeugt, dass sie in die richtige Richtung ging. Das Militär war etwas, das wie geschaffen war dafür Leuten wie ihr, die ganz alleine dastanden einen Halt zu geben. Der Hayn konnte das verstehen. Egal wie es kam, entweder eine Zelle oder die Marine würde ihm in nächster Zeit mehr Beständigkeit in seinem Leben bieten oder aufzwingen als er sie in eriner langen Zeit erfahren hatte. ... dann nehmen wir uns was das Meer und der Wind in unsere Arme treibt. beendete Benjamin den Satz im Kopf. Wortlos nahm er den Flachmann an und trank in stummer Zustimmungeh er ihn an sie zurück reichte.
Ben hörte die Planken knarren und sah wie Saemon auf sie zu kam. Benjamin musste nur in das balue Auge des Mannes sehen und ihm dämmerte, dass Alkoholkomsum bei der Marine nicht gern gesehen war. Benjamin sah ein wenig schuldbewusst drein. Tut mir Leid, ich wusste nicht, dass das verboten ist. Als Lian sich dann einschaltete musste sich Ben ein Lachen verkneifen und hatte große mühe eine kleinlaute Miene aufgesetzt zu behalten. Etwas, das gelich doppelt schwer war da er mit dem Gesichtsausdruck nicht viel Übung hatte. Zumindest gelang es ihm relativ ernst zu wirken. Wegen dem Zimmermann Saemon. Wenn ihr ein paar Minuten wartet und mich dann mitnehmt kann ich euch sagen, was ich brauche und das Schiff wieder auf Vordermann bringen. Die meisten Zimmermänner hier können das vermutlich auch nicht besser als ich und ihr würdet das Geld sparen. beeilte sich Benjamin ein anderes Thema anzusprechen.

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Do 16 Mai 2013 - 23:07

Der Rothaarigen saß ein breites Grinsen im Gesicht, allein wegen der Tatsache, dass sie einen guten, alten Freund wiedergefunden hatte. Ihre Worte waren neben ihrer vergangenen Geschichte, die sie mit einander austauschten eher von belangloser Natur, die für sie als gute Bekannte dazu gehörten und ihnen den Tag versüßten. Zwar konnte sie keine Gedanken lesen, doch wusste sie mehr als gut genug das Ben ein manchmal sehr einfach gestrickter Kerl war - insbesondere wenn es um Frauen ging.
»Wirklich? Das wusste ich gar nicht, dass du ein Handwerk hast.« sagte sie, als er von dem Schiff sprach, als wenn er Ahnung hätte wovon er da redete. Sie war tatsächlich erstaunt darüber, denn sie kannte ihn bisher nur als Trunkenbold und Herumtreiber, der sich nahm was er wollte. Sie war da nicht anders, weshalb sie es ihm nicht krumm nahm. Damit konnte sie leben, mit ihrer flapsigen Art war sie da sicherlich keinen deut besser und da sie ihr Geld mit Diebstahl verdiente war Ben in ihren Augen mehr als eine gute Seele, wenn er ein ehrliches Handwerk ausübte.
Über seinen Kommentar bezüglich des Aussehens schenkte sie ihm ein weiteres Grinsen. Bisher hatten die beiden merkwürdigerweise die Finger von einander gelassen, was aber wohl als Wertschätzung ihrer Freundschaft gedeutet werden könnte. Katarina nahm ihren Flachmann zurück, der nun leer war. Noch bevor sie diesen verstauen konnte tauchten allerdings Saemon und Lian auf, was Katarinas Grinsen fürs erste verminderte. Saemon meinte ihnen erst einmal eine Standpauke halten zu müssen, weshalb die DuCouteau sich Bens Worte in den Kopf rief und versuchte keine missbilligende Miene aufzusetzen. Als er meinte steckte sie ihren Zeigefinger in die Öffnung des Flachmanns und zog ihn wieder raus, so dass ein wenig Alkohol daran klebte. »Ja klar sicher. Fingernägel lakieren.« meinte sie und gab sich große Mühe keine Ironie oder irgendwelche Form von Sarkasmus oder Zynismus mitklingen zu lassen - was ihr aber natürlich nicht im geringsten gelang. Lian meinte daraufhin, dass man ihr etwas überlassen sollte, weshalb die Rothaarige die Falsche auf den Kopf drehte und nicht einmal mehr ein Tropfen heraus kam. Soviel dazu. »Ben ist schuld.« meinte sie dann, er hats alle gemacht. Dann grinste sie Ben wieder an, weil sie ihm eins ausgewischt hatte, meinte es aber keinenfalls ernst.
Die DuCouteau runzelte die Stirn, als Lian das Ganze dann als ein Witz abtat. Gab sie etwa klein bei? Doch nicht etwa vor ihrem Vertrauten. Das konnte Katarina nicht nach voll ziehen, doch im Grunde kümmerte es sie auch nicht, wie Saemon und Lian ihre Beziehung führten.
Ben wechselte gekonnt das Thema, da die Thematik Alkohol hier scheinbar nicht für die übliche, gute Laune sorgte. Er sprach Saemon auf die Reperatur des Schiffes an. Sofort war die ehmalige Piratin gelangweilt, weshalb sie den Blick über das Deck gleiten lies und verweilte mit ihren Augen auf Shouji, der scheinbar am anderen Ende des Oberdecks trainierte.
Der Schwarzhaarige war ihr ein wenig unheimlich. Spaß schien nicht seine Stärke zu sein und er schien Disziplin und Ordnung der Marine zu schätzen. Er und Katarina waren wohl unterschiedlicher, wie nur irgendwie möglich. Daher beachtete sie ihn nicht weiter sondern blickte zuerst zu Ben und dann zu Saemon und wartete den weiteren Verlauf des Gespräches ab.
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