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Oberdeck

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Saemon



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BeitragThema: Oberdeck   Do 26 Jan 2012 - 8:46

das Eingangsposting lautete :

Oberdeck

Das Oberdeck befindet sich wie der Name bereit verlauten lässt, auf oberster Ebene des Schiffes. Auf dieser befinden sich die Aufbauten sowie die drei Maste der True Justice. Entlang der Reling kann man besonders am Bug und auch Achtern des Schiffes einige Fässer, Kisten aber auch Taue erkennen. Vom Trinkwasser, bis hin zu ein wenig Obst und auch anderer Nahrung für zwischendurch, wird hier alles aufbewahrt, was man während der harten Arbeit an Deck benötigen könnte um bei Kräften zu bleiben.

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BeitragThema: Re: Oberdeck   So 2 Sep 2012 - 9:45


Da Seiji immernoch nicht klar im Kopf war stand er während der ersten Nachricht von Saemon ein wenig verkrampft da, er bekam genau mit was er sagte, so war es nicht ! Die Frau war also Lian und eine Piratin, zumindenst war sie das. Seiji lächelte und fragte sich, wem es kümmern würde das eine Piratin die wohl Nett war mit ihnen segeln würde. " Alles klar ! " Stieß er nun aus und sah zu Lian. " Schön dich kennen zu lernen, ich weiß nich ob ich mich schon Vorgestellt hab, aber ich bin Seiji Shitama, nenn mich Seiji ..." Erklärte er nun und hielt sich dabei den Kopf, dieser brachte ihn nähmlich grade fasst um, irgendwas stimmte grade nich mit ihm und das war ihm klar.
Leicht taumelnd trat Seiji zur Reling und hielt sich an dieser Fest, in seinen Kopf drehte sich alles und der Wille nach töten war stärker da als jemals zuvor doch trotzdem konnte Seiji in seiner Persönlichkeit klar denken, das war sonst alles. " Saemon ... wenn sie jetzt schon wieder auf der Flucht sind, heißt das doch das wir sie locker erledigen könnten, warum sollten wir uns noch drauf einlassen Ziel eines Hinterhalts oder Feuerangriffes zu werden ?" Fragte er nun den Einäugigen, dieses Schiff war immerhin Sinkbar und wer weiß, wenn diese Piraten schlau wären, würden sie hier nicht ohne Planung aufkreuzen, andererseits wirkten sie nun nicht so helle ... Nun erklärte er das sie Wache schieben sollten, in Schichten, das würde ja heiter werden ...
Fragen dies bezüglich hatte er nicht, seinen zweifel hatte er ja schon verkündet, und mehr konnte er da auch nicht beitragen außer eine Bestätigung das es In Ordnung währe : " Alles klar dann werde ich mit dem Altmetall und Amelia zuerst Wache halten ..." Erklärte er nun und innerlich war Seiji heilfroh dadrüber das es ihn langsam besser ging sein Kopf war nicht mehr so sehr am schmerzen. Der Schmerz verhallte langsam ebenso wie die Gedanken die einfach nur Töten wollten ... Er hoffte das würde so bleiben !

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Kenji

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BeitragThema: Re: Oberdeck   So 2 Sep 2012 - 20:37

Erst jetzt wo sich so ziemlich jeder am Deck der Justice versammelt hatte und um Saemon herum stand fiel Kenji auf wie wenig Leute inzwischen Mitglied der Crew war. Erstaunt musste er feststellen dass es sich bestenfalls um Zehn Mann handelte und das war für eine Division die mehr als nur Patroullien ausübte mehr als nur lächerlich. Wie sollten sie denn mit so wenig Leuten das Verbrechen bekämpfen? Gut, so gut wie jeder hier war außergewöhnlich stark und hatte etwas auf den Kasten, aber das konnte man doch nicht als Grund dafür nehmen mehr als die Hälfte aller Truppen abzuziehen! Lag es vielleicht doch daran das die Neunte zwar effektiv war aber immer mal wieder irgendwelche Kleinigkeiten verhaute? Die Sache mit den Schafott oder den Mitgliedern die ständig abzogen kommt bestimmt nicht sonderlich gut an. Verliert das Hauptquartier vielleicht das vertrauen an ihre besten Männer? Kenji sollte diese Angelegenheit wohl mal im Auge behalten, aber nun interessierte ihn viel eher warum er überhaupt hier war.
Er lenkte seine Aufmerksamkeit also zurück zu Saemon und hörte gespannt zu. Die erste Sache hatte also angeblich nichts mit der Glocke zu tun, aber warum sprach er sie dann zuerst an und warum gab er sie überhaupt preis? Sollte besser irgendetwas wirklich wichtiges sein. Und das war es dann auch - Lian war auf Probe in der Crew. Eine Nachricht die den Saotome natürlich eher weniger gefiel, die ihn sogar richtig wütend machen sollte, aber stattdessen tat er nichts. Er gab nur ein leises "Mhhh..." von sich und strich sich das wuschige Haar aus dem Gesicht. War natürlich komisch das ausgerechnet er so gelassen darauf reagierte und das überraschte ihn auch über alle Maße, aber der Schwertkämpfer war nun mal der Meinung gewesen dass die Obrigen richtig handeln würden und dass sie jetzt ein so lasches Urteil fällten lies irgendetwas in ihn zusammenbrechen. Er fühlte sich grade ein wenig so wie einer dieser Leute die am untersten Punkt angekommen waren, nie wieder aus dem Schlamassel raus kamen und dann vor purer Verzweiflung laut loslachten. Unweigerlich stellte der schwarz-weißhaarige sich die Frage ob die Leute vom Hauptquartier einfach nur total bescheuert waren oder ob er tatsächlich so falsch mit seiner Schuldgabe lag. Wie zur Hölle konnte man so leicht einen Mord vergeben? Nicht einmal ein paar Peitschenhiebe wurden veranlasst. Alles einfach eben so vergeben...Es war einfach lächerlich, doch Kenji konnte über diesen traurigen Fakt nicht lachen!

"Na herzlichen Glüsckwunsch...und Zweitens?"

Sein Tonfall war trüb und desinteressiert und bestenfalls halbhörig lauschte er den weiteren Worten des Rotschopfs.
Die örtliche Marine hatte es also mal wieder hingekriegt, war ja klar. Eine halb tot geprügelte Piratencrew konnte nach einen extrem kurzen Aufenthalt eine Flucht bewältigen und das mitten in einer Stadt. So langsam bekam Ken echte Zweifel darüber ob er tatsächlich den richtigen Beruf gewählt hatte. Gegner in der eigenen Crew, Vorgesetzte die dies zuließen und dann auch noch unfähige Marinesoldaten, aber das Sahnehäubchen war vermutlich die Neunte Division selbst die scheinbar keine Lust hatte bei der erneuten Festnahme zu helfen.

"Du willst hier rumsitzen und warten während die einfach unbeschadet davon kommen? Ist ja ein wirklich ganz toller Plan, aber hey! Wir haben ja noch ihren Spielgenossen der unten in der Zelle rum hockt...Das ist doch auch ein netter Trostpreis oder?"

Da überkam den Saotome wohl doch ein wenig die angestaute Wut, die man allerdings kaum aus seiner ruhig klingenden Stimme heraushörte, und wäre just in diesen Moment nicht Godot aus den Nichts aufgetaucht so wäre er wahrscheinlich in die Stadt marschiert um bei der Suche nach den Piraten zu helfen. Mal sehen was der gute Godot zu der Ganzen Sache sagen würde...

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Saemon



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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mo 3 Sep 2012 - 12:06

Die Reaktionen vielen reichlich unterschiedlich aus und wie nicht anders zu erwarten war, schien Kenji alles andere als Begeistert gewesen zu sein. Natürlich rechnete Saemon keineswegs mit dessen Einverständnis und grundsätzlich wäre ihm dies auch nicht egal gewesen... jedoch bewies Kenji mit seinen Aktionen bezüglich Lian, dass sein Denken schlichtweg zu Naiv und schmalspurig war. Er war nicht bereit über seinen Horizont hinaus zu blicken und den Menschen hinter all den Vorurteilen zu erkennen. Alles was er über Lian sagte, zudem ungeniert vor der Crew und mit einer solchen Verachtung... dies führte dazu dass Saemon aktuell wenig Interesse an Kenjis Meinung hatte. Es war bedauerlich dass immer etwas zwischen ihnen zu stehen schien, schließlich war Saemon durchaus bemüht ihre Beziehung zu verbessern und Kenji verstehen zu können, jedochfühlte dieser sich stets ungerecht behandelt oder gar.. hintergangen. Seiji wirkte unterdessen sogar ein wenig erfreut auf den Neuzugang der Crew, stellte sich Lian sogleich vor, jedoch war da noch etwas anderes an ihm... etwas, was Saemon bereits in der Kneipe bemerkte und eigentlich noch zur Sprache bringen wollte. Aktuell hegte er einfach nur den Drang dem Shitama kräftig eine über die Rübe zu ziehen, was sich letztlich allerdings als unnötig herausstellte. Warum auch immer, kam er wieder zu sich und nahm den Befehl entgegen. Ein wenig skeptisch betrachtete der Kisaragi den braunhaarigen Jungen, widmete sich dann jedoch Kenjis Aussage und musste sich dabei eingestehen, wie auch in ihm allmählich ein wenig Ungeduld bezüglich dem Seekadett aufkam. Er atmete ruhig ein und wollte so eben zu einer Antwort ansetzen, als dann auch schon etwas an seine Nase drang und der Rotschopf den Blick zur Seite wandte. Wie aus dem Nichts heraus, tauchte Godot plötzlich neben Saemon auf und fragte lediglich was alles passiert sei... Nun war der Fähnrich kein Idiot und konnte problemlos eins und eins zusammenzählen... Godot war wieder da, reagierte offensichtlich verspätet auf die Alarmglocke und hatte zudem noch einen Kaffee in der Hand... Tatsächlich schien seine Sucht noch weiter ausgeprägt zu sein als Saemon es bisher angenommen hatte. Er musterte seinen Käptn für kurze Zeit, ignorierte diesen dann jedoch zunächst, um seinen wohl letzten Befehl noch ausführlicher zu erläutern. Als erstes war da Reisen, welche wohl ziemlich scharf darauf war ihren ersten Abschuss verbuchen zu können. Jeder der Saemon kannte, wusste auch dass er so etwas nicht so einfach unterstützen würde.

“Nein ihr sollt nicht einfach schießen. Wie ich bereits erwähnte, sollt ihr den Rest der Crew alarmieren, sollten sie wirklich hier auftauchen. Falls ihr attackiert werdet, habt ihr jegliches Recht euch zu wehren, mit allen Mitteln.“

Um auf die Aussage von Kenji entsprechend antworten zu können, sog er eine Menge Luft in seine Lunge und stieß diese wieder hinaus, vermutlich auch um nicht ebenso unangebracht mit ihm zu sprechen, wie er es Saemon gegenüber tat. Kenji musste lernen vorausschauend zu denken und die Zusammenhänge zu verstehen... vor allem jedoch, seine Gefühle in den Griff bekommen.

“Ja, genau das habe ich vor. Ganz gleich was auch passieren mag, sie werden nicht unbeschadet davonkommen und das sind sie auch nicht. Sie haben einen Kameraden an uns verloren, welcher in den Zellen sitzt, das weißt du. Zudem hat jeder von ihnen eine vernichtende Niederlage einstecken müssen, von welcher sie sich nicht so schnell erholen sollten. Und zu guter Letzt, ist ein Mitglied ihrer Crew im Kampf verstorben, daran erinnerst du dich doch noch oder? Und du darfst eine Sache nicht außer Acht lassen... das Gespräch vorhin haben wir als Freunde geführt, dies hatte sich jedoch in dem Moment erledigt, als du die Türe verlassen hast. Achte in Zukunft also auf deinen Ton. Und jetzt zum letzten Punkt. Du willst also Loguetown durchqueren auf der Suche nach einer Hand voll Piraten? Piraten welche bereits am Rande des Hafens lauern könnten, darauf wartend dass wir uns auf die Suche begeben und das Schiff ungeschützt lassen. Dann könnten sie ganz bequem ihren Kameraden befreien, das Schiff versenken und wir würden dumm aus der Wäsche schauen. Ich werde nicht zulassen dass wir in Unterzahl gegen sie antreten müssen und wenn man den Worten des Käptn's glauben soll, würde er niemals ohne einen seiner Männer abhauen. Demnach können wir in Ruhe abwarten und sie empfangen. Unser Schiff könnten sie jederzeit versenken, jedoch wird das wohl kaum geschehen, solange der Pirat noch bei uns an Bord ist. Also, gibt es sonst noch Probleme mit dem Plan?“

..weiter wollte er jedoch nicht auf die Sache eingehen, sodass er sich nun Godot widmete... obgleich er nicht wusste wie er es anstellen sollte...

“Godot, ihr seid also wieder hier. Der Kaffee darf natürlich nicht fehlen, komme was wolle huh? Ich würde vorschlagen dass Kenji euch alles erzählt was passiert ist und ihr dann in die Zellen nachkommt. Wir hatten eine kleine Auseinandersetzung am Schafott und dabei einen Gefangenen mit auf das Schiff genommen, zu Befragungszwecken. Außerdem würde ich gerne persönlich mit ihnen Sprechen.“

Sollte es dann auch schon nichts mehr geben, so würde Saemon Lian erneut an die Hand nehmen und mit dieser wieder unter Deck gehen, um nach dem Gefangenen zu sehen. Er mochte zwar Ohnmächtig sein, jedoch konnte er dies nicht ewig bleiben und eine Zelle war kein Hotel, wo er bequem die Tage durchschlafen konnte.

“Ja. Bleibt nur die Frage ob sie wirklich kommen, oder ihn im Stich lassen. Einerseits ist er zu dumm um zu merken dass er sich und seine Mannschaft damit in Lebensgefahr bringen würde, auf der anderen Seite denke ich aber dass er inzwischen zu viel Angst hat... Wir werden und überraschen lassen müssen.“

Nun wollte er endlich das Thema mit Ben hinter sich bringen und schließlich das vier Augen Gespräch mit Godot führen. Zum einen wollte Saemon aus dessen Mund hören was der Grund für seine Abwesenheit war und warum dies so plötzlich geschehen musste und zum anderen wollte er seinen Kapitän natürlich über Lian aufklären. Nach diesem Gespräch sollten dann auch wirklich jegliche noch offene Punkte geklärt sein, sodass Lian sich ohne dieses beklemmende Gefühl an Bord aufhalten konnte.

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Lian
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mo 3 Sep 2012 - 20:20


Kenjis Verhalten wunderte sie nicht. Im Grunde genommen hatte sie nur auf einen gehässigen Spruch gewartet und siehe da – er kam. Lian kam nicht umhin, mit den Augen zu rollen und schüttelte im Anschluss knapp den Kopf. Ebenso wie Saemon dachte auch sie in diesem Moment daran, dass der junge Mann viel zu schmalspurig dachte und in seiner Denkweise wirklich naiv war. Sie konnte nicht verstehen, wieso er so versessen darauf war, jedem Piraten dieser Welt den Garaus zu machen. Man konnte doch nicht wirklich jeden Menschen gleichstellen? Er würde sich doch auch eingestehen müssen, dass es Marinesoldaten gab, die korrupt, falsch und alles andere als gut waren? In diesem Moment musste sie an einen Jungen denken, den sie vor wenigen Jahren kennengelernt hatte – und diesem war gerade von der Marine sehr übel mitgespielt worden und das nur, weil er eine Äußerlichkeit an sich hatte, die nicht gerade alltäglich war. Ein sehr schwacher und geradezu nichtiger Grund, um jemanden brutal und rücksichtslos an den Rand des Todes zu führen.
Aber Kenji verschloss die Augen vor der Wahrheit. Sie war sicher, dass er eines Tages ein böses Erwachen haben würde. Sein Problem.

Noch während er sprach, nahm ihre feine Nase einen wirklich penetranten Geruch war. Nachdenklich legte sie den Kopf schief und schnüffelte ein wenig in die Luft. Kaffee. Die Mundwinkel der jungen Frau sanken sogleich herab, denn sie konnte diesem Getränk wirklich überhaupt nichts abgewinnen. Weder schwarz, noch mit Zucker und auch nicht Milch und das, obwohl sie Milch sehr gerne mochte. Aber wo kam der Geruch her? Bislang konnte sie niemanden ausmachen, der ein Getränk dieser Art in der Hand hielt, aber ihre Suche erübrigte sich recht zügig, als Godot auch schon neben Saemon auftauchte und ihn ansprach. Instinktiv rückte die Blondine etwas beiseite und musterte den Kapitän der neunten Division eingehend. Er war also zurück. Hatte er sich nun unsichtbar gemacht? Vermutlich. Wenn sie sich recht erinnerte, hatte er das auch damals in Shellstown getan, als sie gegen ihre Crew gekämpft hatten.

Was tat sie hier eigentlich? Lian stieß ein leises Seufzen aus und trat von Saemons Seite weg. Sie wollte nicht bei dem Gespräch zwischen ihm und Godot stören, immerhin war letzterer gerade erst wieder da und vermutlich verlangte es den beiden nach einem Neuigkeitenaustausch, den die ehemalige Piratin nicht unbedingt mitverfolgen musste. Sie war müde.. Müde und irgendwie übel gelaunt. Sie sah Kenji an und ihre Laune sank noch mehr. Zwar rechnete sie Saemon hoch an, dass er das für sie getan und sogar mit der Obrigkeit ( sie hasste dieses Wort ! ) gesprochen und Begnadigung für sie beantragt hatte, aber wirklich gefallen tat ihr das nicht und kannte der Rotschopf sie gut genug, würde ihm das auch ausfallen. Sie war einfach kein Weltverbesserer, kam sich selber falsch und verlogen vor, weil sie hier war und nun zu etwas dazu gehörte, was sie Zeit ihres Lebens gehasst und verachtet hatte. Und jetzt war sie hier, für Saemon. Würde ihren Lebtag damit verbringen, die bitterbösen Piraten in ihre Schranken zu weisen und hinter Gittern zu schmeißen, auf dass sie dort verfaulen mochten.

Immer diese Doppelmoral. Das konnte heiter werden. Diese Monate auf Bewährung würde sie ohnehin nicht tadellos meistern, das konnte sie bereits jetzt sagen. Dafür war sie einfach nicht der Typ. Irgendwas würde passieren, vielleicht ein Streit mit einem der an Bord befindlichen Marines, ein Streit würde eskalieren, ein Kampf.. Und schon war sie wieder Buhmann. Weil sie ja Piratin gewesen war.
Einzig tröstend in diesem Moment war Seiji, der sich freundlich vorstellte und augenscheinlich kein Problem mit ihrer Vergangenheit zu haben schien. Sie schenkte ihm ein kleines Lächeln, dann trat sie bereits in Richtung der Arrestzellen zurück. Eigentlich hätte sie noch immer dort unten sitzen müssen. Eigentlich. Noch bevor sie an der Türe angekommen war, hielt sie inne und warf einen Blick über ihre Schulter zu Saemon herüber. Überrascht stellte sie fest, dass er Godot zunächst ignorierte und seine Befehle zu Ende ausführte. Die Neuen der Truppe, ausgenommen die Frau mit den violetten Haaren, schienen voller Tatendrang und freuten sich unendlich, dass ihnen eine Aufgabe zugewiesen wurde, Reisen wollte sogar direkt Brutalität anwenden und Lian zog im Gedanken daran die Augenbrauen zusammen, ob die Hasenfrau in dieser Fraktion wohl richtig aufgehoben war.

Dann stand Saemon mit einem Mal neben ihr. Offenbar wollte er ebenfalls wieder zu Ben herab und die Blondine schenkte ihm ein müdes Lächeln. Es war seltsam, es war komisch. Es fühlte sich nicht gut an. Nicht mehr, zumindest. Sie war hier völlig falsch, gehörte ganz und gar nicht auf dieses Schiff und hatte das Gefühl, als stünde diese Wahrheit ihr auf der Stirn geschrieben. Der direkte Blick zu Saemon wurde vermieden und ihre Hand legte sich bereits an die Türe.

Ihr Freund war nicht der Meinung, dass Natsu zurückkommen würde. Dem musste sie zustimmen. Schon im La Bouche hatte sie nicht das Gefühl gehabt, als sei ihm sein Freund wichtiger als sein Stolz gewesen. Bloß empfand sie, dass Ben so etwas nicht verdiente und spürte entsprechend Mitleid in sich aufkeimen. Da lag er nun verletzt in der Zelle und seine Kameraden kamen ihm nicht einmal zur Hilfe. Nicht, dass sie eine Chance hatten – aber es musste dennoch ein niederschmetterndes Gefühl sein, sich so einsam zu fühlen. Sie hatte sich auch so gefühlt, als sie dort unten gewesen war, zumindest, bevor Saemon zu ihr gekommen war. Lian hatte gewusst, dass niemand ihrer Crew kommen und sie retten würde und ihr Schicksal allein in den Händen der Blauhemden lag.

Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Und irgendetwas in ihr sagte ihr, dass dies nicht ihr letzter Aufenthalt dort unten gewesen war.

Würdest du mich wieder einsperren?“, fragte sie ihn mit einem Mal unvermittelt, obwohl sie sich diese Frage eigentlich nur selber und im Stille gestellt hatte. „Wenn ich etwas anstellen würde.. Würdest du mich wieder einsperren?“ Es war nicht, dass sie irgendeinen Unfug plante und sich absichern wollte, ob ihr keine Gefahr drohte. Es interessierte sie nur einfach. Es interessierte sie, wo seine Prioritäten begannen und wo seine Liebe für sie aufhörte, denn das war etwas, was sie zu diesem Zeitpunkt nicht aus eigenen Schätzungen heraus sagen konnte.

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Godot

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 4 Sep 2012 - 15:13

Godot war keineswegs wütend auf Saemon, weil dieser ihn noch warten ließ. Klar war er der Käpt'n und es gab Persönlichkeiten, die ein solches Verhalten sogar bestrafen lassen würden. Doch war dem Rothaarigen wohl klar, dass der Marine-Kapitän sich bereits in diesem Punkt von anderen ranghohen Tieren unterschied. Außerdem hatte der Kaffeefanatiker ja eine Tasse seines Lieblingsgetränks in der Hand, weshalb er ohnehin bestens bedient war. Hin und wieder gönnte er sich einen Schluck des Kaffees, der bitterer als die Hölle war. Ein Getränk, das sein Aroma schon durch Hinzufügen von Zucker verlor. Ein einzigartiges Geschenk für seinen Gaumen würde ihn wohl die Wartezeit problemlos überbrücken lassen können. Ein Geschmack, der seinesgleichen sucht.

Als Saemon mit seiner Rede und den einzelnen, kleineren Unterhaltungen fertig war, wandte er sich Godot zu. Dieser stand immer noch mit Kaffeetasse neben dem Rothaarigen und trank immer wieder Schluck für Schluck aus seiner nach wie vor nicht ganz geleerten Tasse. Wie er erfuhr, gab es eine Auseinandersetzung am Schaffott und sie konnten einen Gefangenen an Bord der True Justice bringen. Oder sollte man eher sagen, der kleineren Version des ehemals prachtvollen Schiffes der 9.Division. Scheint ja, als hätten sie in meiner Abwesenheit tatsächlich viel zu tun gehabt. Eine Auseinandersetzung am Schafott, wie? In Loguetown legt das die Vermutung nahe, dass es Piraten waren. Was waren wohl ihre Ziele? Wollten sie sich nur mit der Marine anlegen, um uns oder sich selbst ihre Stärke zu beweisen? Die Tatsache, dass wir mittlerweile einen Gefangenen an Bord haben, legt nahe, dass die Piraten die Auseinandersetzung verloren haben. Es freut mich doch sehr, dass meine Leute auch während meiner Abwesenheit klargekommen sind und die Dinge regeln konnten ohne in zu große Schwierigkeiten zu geraten. Jedenfalls meinte Saemon auch, dass Godot sich die Details von Kenji erzählen lassen und danach die Arrestzellen aufsuchen solle. Daraufhin nickte der Stabsoffizier nur kurz und man konnte ein leises "Hm-Hm" hören.

Wieder trank er aus seiner weißen Kaffeetasse und näherte sich dann Kenji mit langsamen Schritten. Es gab keinen Grund zur Eile, oder etwa doch? Wenigstens schien Saemon in seiner Abwesenheit die Sache mehr oder weniger im Griff gehabt zu haben. Dass so viel Verantwortung aber auch am Gewissen nagt, wusste der Stabsoffizier bereits aus eigener Erfahrung. Besonders, wenn tragische Ereignisse vorgefallen waren, gab man sich als Befehlshaber gerne die Schuld, weil man glaubte, man müsse imstande sein, alle zu beschützen und alle Leben zu retten. Leider musste man mit der Zeit lernen, dass das einfach nicht machbar war, wie man es auch betrachtete. Man konnte lediglich sein Bestes geben und hoffen, dass man so das meiste übel verhindern konnte. Jedenfalls konnte Godot sich vorstellen, dass Saemon ein Stein vom Herzen fiel und er die ganze Verantwortung für die Division schon bald wieder an den Kaffeefanatiker abgeben konnte.

Es war nun aber erstmal an der Zeit sich mit Kenji zu unterhalten. Kenji, alles in Ordnung? Du wirkst irgendwie nicht gerade begeistert. Was ist denn los? Es war dem Stabsoffizier nicht ganz entgangen, dass irgendetwas Kenji missfiel. Alleine schon der Gesichtsausdruck verriet dies eindeutig. Die Details zu den Ereignissen am Schafott waren für den Marine-Kapitän erstmal zweitrangig, denn hier schien gerade ein viel wichtigeres Problem vorzuliegen.

Der Kaffeefanatiker konnte zwar nicht wissen, was den Schwarz- und Weiß-Haarigen bedrückte, doch hatte bei ihm das Wohl der eigenen Leute immer oberste Priorität. Er konnte nicht einfach mitansehen, wie einer seiner Leute etwas bedrückte und legte großen Wert auf Offenheit. Immerhin war die Division für Godot, auch, wenn er die letzte Zeit nicht anwesend war, eine Art Familie und eine Familie sollte zusammenhalten. Egal, was auch passierte, Godot würde stets zu seinen Leuten halten. Er hatte sich auch nicht umsonst für Kenji eingesetzt, als diesen Konsequenzen wegen des Verhandeln mit Piraten drohten, damit die Strafe möglichst milde ausfiel. Der Kaffeefanatiker glaubte an seine Männer und auch vertraute er den neuen Damen an Bord. Für ihn war Vertrauen ein wichtiger Bestandteil, wenn nicht sogar das Fundament einer Division. Denn was war eine Division, in der man sich nicht vertraute? In der man sich ständig mit anderen stritt? Das war in Godots Augen das schlimmste, was er sich unter einer Division vorstellen konnte. Schließlich wäre damit jegliches Gefühl von Kameradschaft für die Katz' und alle würden sich nur gegenseitig nerven.

Ein schlechtes Klima an Deck war auf jeden Fall das letzte, was der Stabsoffizier wollte. Doch das war nicht der einzige Grund, warum er versuchte, offen mit seinen Leuten zu reden und hoffte, dass sie es ihm gleich taten. Ihn interessierte es wirklich wie es seinen Leuten ging und was sie derzeit beschäftigte. Gerade in diesem Punkt unterschied sich der Mann mit einer Schwäche für Kaffee auch von herkömmlichen ranghohen Tieren der Marine, die sich meist kaum um die "kleinen Fische" in ihren Reihen kümmerte. Godots Motto war ganz klar, dass eine Division nur so stark sein konnte wie sein schwächstes Glied. Oder anders ausgedrückt: Man sollte die Schwächeren auf keinen Fall vernachlässigen oder gar zurücklassen. Das war auf jeden Fall nicht Godots Art, so viel war klar.

Während er auf eine Antwort Kenjis wartete, trank er langsam aus seiner Kaffeetasse bis diese schließlich doch leer war. Etwas verdutzt schaute der Kaffeefanatiker auf den Boden seiner Tasse und musste feststellen, dass tatsächlich kein Tropfen mehr übrig war. Dennoch blieb ihm erstmal nichts anderes übrig als die Tasse in seiner rechten Hand festzuhalten. Auf dem Weg zu den Arrestzellen konnte er die Tasse ja immer noch auf seinem Schreibtisch abstellen. Seine Gedanken drehten sich nun auch ausschließlich um Kenji, der immer noch kein sonderlich erfreutes Gesicht machte. Du weißt, wenn dich was beschäftigt, kannst du jederzeit mit mir darüber reden. Nur, dass das klar ist.
In dem Moment, als Godot das sagte, wurde seine eigentlich meist fröhliche Miene plötzlich sehr ernst. Er wollte ihm wohl auch mit seiner Mimik zeigen, wie ernst er dies meinte. Die ernste Miene sollte Kenji keineswegs einschüchtern oder gar abschrecken, über seine Probleme zu reden. Die linke Hand, die bisher einfach an dem Körper des Stabsoffizier heruntergehangen hatte, verschwand plötzlich in der Hosentasche. Durch diese Haltung wirkte er etwas lockerer, auch, wenn seine ernste Miene die lockere Haltung nicht wirklich unterstützte.

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Aoi Yorumoto

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 4 Sep 2012 - 19:48

Warten.... Na gut, dass sollte sie hinbekommen. Wieder einmal....
Um das Wachpersonal in den Gefängnissen des Eastblues sollte man sich Gedanken machen. Das bisherige Verfahren - Hast du einen Soldaten, der sogar fürs Schrubben der Planken zu dumm ist, stationiere ihn in einem Gefängnis - Wurde langsam zu einem echten Problem. Die Ausbruchsrate war extrem hoch, die einzig sicheren Gefängnisse derzeit waren höchstens noch solche Festungen wie Impeldown, ein Armutszeugnis, besonders die Tatsache das die Wächter einer großen Marinebasis, wie der in Loguetown diesen nicht einmal halbwegs starken wannabe-Piraten nichts entgegenzusetzen hatte. Dabei war doch die Verwahrung von Verbrechern eine der wichtigsten Aufgaben der Marine, zum Schutz der friedlichen Städter.

Ein herber Geruch berührte Aoi's Sinne, und sie sah auf. Godot war aus seiner Kajüte getreten, in der Hand eine Tasse mit Kaffee, der Quelle des Geruchs. Das Getränk war aus dem Erscheinungsbild des Kapitäns nicht wegzudenken, gewissermaßen war es ein fest integrierter Bestandteil seiner Persönlichkeit. Entweder er hatte die Tasse, oder er wollte sie, so zumindest in der Wahrnehmung der Soldatin, die ihn noch nicht im Einsatz und daher selten ohne Tasse gesehen hatte.

Lian warf sie nur einen kurzen Seitenblick zu. Die Sache war für sie immer noch nicht erledigt, aber der Kapitän hatte nichts gegen ihre Anwesenheit verlauten lassen, deshalb nahm sie es hin, entschlossen wachsam zu bleiben.
Mit leisen Schritten entfernte sie sich von der Gruppe, die langsam auseinandertrieb. Lian und Saemon strebten den Arrestzellen entgegen, zu dem Gefangenen, auf den sie nur einen flüchtigen Blick hatte erhaschen können, als er auf den Schultern Satoomes und zweifelsohne schwer in Mitleidenschaft gezogen, auf die True Justice getragen wurde.

Aufatmend lehnte sich die Gefreite mit dem Rücken an die etwas über hüfthohe Reling, lauschte den vertrauten Geräuschen des Hafens, bestehend aus dem Kreischen der Möwen, dem leisen Plätschern des Brackwassers in den Becken, und dem Geschrei der Matrosen und Schauerleute. All das floss zu einem Geräuschebrei zusammen, den sie schon bald nur noch am Rande wahrnahm. Ihr dunkelblauer Blick schweifte traumverloren in die Ferne, man konnte förmlich sehen, wie sie in einen geistigen standby-Modus schaltete, und richtete sich, zu gleichen Teilen gelangweilt wie froh über die Ruhepause, auf eine längere Wartezeit ein...
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Kenji

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mi 5 Sep 2012 - 6:22

"Jawohl, Sir..."

,knirschte Kenji hinter zusammengebissenen Zähnen hervor. Das ganze war doch wirklich lächerlich und zwar nicht nur die Sache wegen der Anrede sondern auch der ach so geniale Plan des Rotschopfs. Saemon selbst hatte doch schon bereits vor ihren Gespräch darauf bestanden dass der diesen strikten Gruß vom Schwertkämpfer für unangebracht hielt und überhaupt, was fiel ihm eigentlich ein eine solche Äußerung zu tun? Er selbst hat ständig seine Meinung herum posaunt als Kenji noch über ihn stand und so etwas wie Sir hatte man da sicherlich niemals zuhören bekommen. Dann kam auch noch die Tatsache hinzu das er sich gegenüber Godot, der definitiv weit über ihn im Rang stand, genauso lasch verhielt und keine Achtung der Befehlskette einhielt. Manchmal war dieser Kerl wirklich einfach nur eine Witzfigur der sich wegen seiner Stärke und Glückes weit aufplusterte, widerlich, er gab ihn ja sogar Anweisung zu ihm in die Zelle zu dackeln...Und dann auch noch die Sache mit seinen Plan bezüglich der Piraten. "Sie werden nicht unbeschadet davon kommen"? Doch, leider werden sie das wenn die Neunte nicht einschreiten würde, denn das die örtliche Marine unfähig war hatte sie bereits zu Genüge bewiesen. Tatsache war doch das die Neunte Division diesen kleinen Bund von Piraten weitaus in Kampfstärke überlegen war, ja vermutlich konnte der Rotschopf sie alle fertig machen. Es wäre vollkommen ausreichend wenn einige fähige Leute auf der True Justice bleiben und der Rest die Suche unterstützt, somit würden sie nichts verlieren. Ein weiterer Plan um die Sache anzugehen wäre es den gefangenen Piraten namens Benjamin mobil in Ketten zu legen und sich mit einer fähigen Truppe und den nun mobilen Gefangenen auf den Weg zu machen. Somit könnten sie bei der Suche helfen, wenn auch erheblich langsamer, aber zugleich hätten sie den Gefangenen unter ihrer Kontrolle. Den Plan welchen Kenji bevorzugte war allerdings definitiv der Erste da dieser weitaus mehr Sicherheit bot, aber gut. Sollte Saemon demnächst ruhig in den Times lesen wie die Storm Dragons Unheil stiften nur weil er zu stur war über die persönlichen Probleme der beiden Unteroffiziere hinwegzusehen und sich auf die Meinung eines anderen einzulassen.
Eisig sah Ken seinen starrsinnigen Vorgesetzten hinterher und schüttelte dabei kaum merklich den Kopf. Vermutlich wäre er noch lange rumgestanden und hätte seinen Kopf darüber zermatert wie schwachsinnig einige Leute doch waren, aber Gott sei Dank hatte er noch einiges mit seinen Kapitän zu klären und dessen war dieser sich scheinbar auch bewusst. Zwar machte die Frage die er den Seekadett stellte nicht zwingend den Eindruck, aber letzten Endes wollte auch er bestimmt über das "Geschäftliche" reden. Auf diesen tröstenden Vorwands Smalltalk hatte der Schwertmeister selbst zwar eher weniger Lust, aber er würde sich darauf einlassen.

"Es ist wegen Saemon und dieser Lian...Sir." Gegenüber Diego Dothan konnte er frei und ehrlich von der Leber weg reden, der Kapitän zur See war ein Ehrenmann und guter Befehlshaber, ein Kaffesüchtiger, aber trotzdem ein Ehrenmann. "Sie ist eine Piratin die einen unserer Leute getötet hat und gegen uns in Shellstown antrat und Er ist ein sturer Bock der stets seinen Willen haben will." Bei so einen Gespräch sollte man sein Gesprächspartner wohl in die Augen schauen und genau deshalb drehte sich der Schwarz-weißhaarige nun zu seinen Chef. "Seien wir doch mal ehrlich: Schön sie hat eine Begnadigung bekommen und darf sogar der Marine beitreten, eine Entscheidung die ich niemals getroffen hätte aber nun ja, aber warum muss sie ausgerechnet in diese Crew? Selbst ein Esel würde erkennen dass sowas nur für Probleme sorgt. Allein schon weil sie eindeutig mit Kisaragi zusammen ist und Paare haben auf einen Schiff der Marine nichts zu suchen...Und dann ist das Saemon' Entschuldigung ich meine natürlich Sir Fähnrich zur See, Saemon!...Der Edle Verfechter der Gerechtigkeit der stets richtig liegt und alles nur erdenkliche tun würde um zu beweisen das seine kleine liebe Lian eine unschuldige ist, gefangen in ihrer Rolle als Piratin...Ohh nein sie hatte ja keine andere Wahl als ihn zu töten..." Kenji schlug hierbei ächzend höhe Töne an und bot mit seiner Mimik und Gestik einen herrlich sarkastischen Anblick. "Ohh bitte, wir alle haben eine Wahl. So wie ich damals die Wahl getroffen habe sie aus den Fängen Al Nairs zu retten und ihn stattdessen eine Insel zu übergeben..." Der Schwertkämpfer machte eine kurze Pause und atmete einige Male tief ein und aus. Er war erschöpft und der ganzen Sache überdrüssig. "Aber gut kommen wir zum wichtigen Teil, die Schlacht am Schafott. Hierbei handelt es sich mehr oder weniger um eine weitere persönliche Fehde Saemons, wie es mir scheint. Ich bin nicht mit den ganz genauen Details vertraut aber es begann in etwas folgendermaßen: Saemon, Lian , damals noch unbegnadigte Piratin, und einige neue Rekruten begaben sich zum LaBouch, das ist ein Restaurant in Loguetown wo Sae scheinbar früher gearbeitet hatte. Nun, dort trug es sich zu das sich mindestens zwei zwielichtige Gestalten ,Mitglieder der Storm Dragons wie sich nachher herausstellen sollte, zum besagten Lokal begaben und dort für einige Unruhe sorgten und nach einen kurzen Handgemenge lies Saemon sie gehen. Was allerdings eine Fehlentscheidung war, denn wenige Stunden oder Minuten später ereignete es sich dass das LaBouche abgebrannt wurde und beinahe Zeitgleich marschierten die Storm Dragons im großen Stil zum Schafottplatzt und forderten den Kisaragi öffentlich heraus. Sae war sauer, das sah man ihn an, und begab sich mit einigen Leuten zum Schafott um den Kampf zur Rache der Brandstiftung aufzunehmen und für Ruhe zu sorgen, ich kam nach weniger Zeit mit Verstärkung nach. Am Schafott zerschlugen wir also ohne große Verluste, die Storm Dragons waren keine Gegner, den Feind aber dabei kam es zu erheblichen Schäden am großen Denkmal ausgeführt von Saemon höchstpersönlich. Wir übergaben alle bis auf einen, einen Piraten namens Benjamin der glaub ich auch im Restaurant zugegen war und schleppten den besagten zur Vernehmung hier her. Grade eben erhielten wir die Nachricht dass die restliche Crew geflohen sei...Das war Alles bis zu diesen Punkt.
Dann haben wir wie gesagt weiteren Crew Zugang erhalten und im Gegenzug wurde uns wesentlich mehr Männer entnommen...Der genaue Grund dafür liegt mir allerdings nicht vor. Ich bitte zu entschuldigen das ich nur mit den Nachnamen der Drei Neuen vertraut bin, aber ich denke zumindest für den Anfang sollte das reichen. Die Namen lauten:"
Kenji deutete bei jeder Erwähnung auf die jeweilige Person am Deck "Seiji, Reisen und Amelia, die erst vor wenigen Minuten dazukam."
Fürs erste hatte Ken damit alles erledigt was auf seiner Liste stand. Er hatte zugegeben was ihn auf dem Herzen lag und er hatte Godot über die derzeitige Situation der Neunten Division vertraut gemacht, soweit so gut, aber nun blickte der Kapitän sein vermutlich längstes Mitglied ernst an und meinte er könnte jederzeit mit ihn darüber reden. Dieses Angebot wusste Ken natürlich zu schätzen, aber für seinen Geschmack hatte er bereits viel zu viel über sich und seine Ansicht der Welt geredet weshalb er das Angebot vorerst abwank.
"Danke, Sir, aber zumindest derzeit gibt es für mich nichts weiter zu klären...Ich wäre froh wenn ich nun einfach weiter meinen gewöhnlichen Dienst abarbeiten dürfte. Arbeit lenkt ja bekanntlicher maßen ab und sorgt für einen freien und klaren Geist."

Er wartete noch die Reaktion seines Kapitäns ab, salutierte dann noch einmal zum Verständnis und begab sich dann zu Seiji um ihn ein wenig bei der relativ Schwachsinnigen Wache Gesellschaft zu leisten. Genau neben den Braunhaarigen lehnte er sich auf die Reling und spähte über den Hafen hinweg, hoffend darauf einen der Storm Dragons zu erblicken wie er von einigen Marines abgeführt wurde, doch da war nichts. Ruhe war wieder in Loguetown eingekehrt und scheinbar herrschte nur auf der True Justice ein Sturm der Emotionen der stets von Saemon und Kenjis Streit angefächert wurde.

"Ohh man...Was für ein bescheidender Tag oder? Ich glaube das Training müssen wir doch nochmal verschieben, aber wer weiß...Vielleicht finden wir ja irgendwann auf unser nächsten Reise Zeit." Er blickte zur Seite und versuchte eine Reaktion des verrückten Kleinen zu erwischen, aber der machte irgendwie ein noch seltsameren Eindruck als bisher und das war schon eine Leistung in Anbetracht dessen das Seiji wirklich ein sehr seltsamer Kauz war. Sollte Kenji ihn vielleicht mal darauf ansprechen? Nicht der Befragte sondern der Fragende zu sein würde ihn vielleicht mal ganz gut tun und jetzt wo er schon beinahe sowas wie jemand Hochrangiges an Bord war musste er seine Leute kennen lernen. "...Sag mal geht es dir irgendwie nicht gut? Du siehst so aus als würdest du gleich jemand an die Gurgel springen."

Das meinte der Marine natürlich nur im Scherz, aber er konnte ja nicht wissen wie recht er mit dieser Erkenntnis lag...

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mi 5 Sep 2012 - 22:48


Seiji verstand absolut nicht was genau am Deck abging zwischen diversen Mitgliedern und Lian, daher schwieg er einfach nur und versuchte sich selbst noch weiter zu beruhigen, langsam verschwand es ja ... das Gefühl, das er töten musste ! Er starrte einfach so vor sich hin auf den Hafen und sah Menschen, keinen wirklichen Feind , einfach nur Menschen, und trotzdem ! Er wollte sie sterben sehen, alle und das sofort am liebsten.
Zumindenst wollte eine Seite von Seiji das, die andere wollte einfach nur entspannen... in seinem Kopf schallte immer wieder nur ein Gedanke : " Mach das es aufhört !" Doch weder Seiji noch die anderen Persönlichkeiten schafften es diese neue Seite komplett verschwinden zu lassen ! Das konnte nur einer ...
Seiji hörte auf einmal eine Stimme zu sich durchdringen und mit mal stand Kenji neben ihn.
" KENJI !" Stieß er nun laut aus und weitete die Augen, die Gedanken waren mit diesem Namen verschwunden. Ein wenig Missmutig sah der eigentlich immer Frohe Rekrut zu Kenji und wirkte Nachdenklich.
" Ja der Tag ist echt nich super auf der einen Art , auf der anderen habe ich aber den Platz gefunden wo ich hingehöre !"
Erklärte er nun und legte dann seine Arme auf der Reling ab , ging in die Hocke und legte seinen Kopf so auf die Arme. " Aber ... ich vermisse Kenji ... er war wie ein Vater für mich ! Er hat mich besser verstanden als meine richtige Familie ..." Erklärte er nun und seufzte dann, vielleicht würde Kenji ja wissen was genau mit Seiji nicht stimmte. " Weißt du manchmal und ich weiß wie erschreckend das Klingt, doch manchmal will ich die Menschen einfach sterben sehen und eigentlich hasse ich den Tod ! Ich glaube in mir ist etwas das dort nicht hingehört und ich habe Angst das es irgendwann stärker ist als ich !" Seiji wirkte in diesem Moment sicher anders als sonst, er war grad nicht der immer komische Rekrut gewesen, er wusste nicht warum genau er Kenji das hier überhaupt mitteilte , vielleicht erwartete er das Kenji wie sein Lehrer war oder vielleicht hätte er es auch bei jeden anderen gemacht ? Seiji konnte es nicht genau sagen. " Ich will ihn wieder um mich herum haben ... er soll mir beibringen wie ich so ein Großartiger Mensch werden kann wie er einer war und ich will auch so viele Freunde in der ganzen Welt haben , vielleicht würde es mir dann besser gehen !" Fuhr er nun fort , " Wahrscheinlich bin ich aber auch einfach jemand der den Einsamen Weg gehen muss ! Wie ein Samurai , das wäre cool ... irgendwie !"
Erklärte Seiji nun und zum Ende des Satzes lachte er dann er als Samurai ? Also nicht als son Samurai der Meere Viech, eher so als Schwertkämpfer !
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Fr 7 Sep 2012 - 15:25

Betrifft: Amelia

Anfangen im Kleinen, Ausharren in Schwierigkeiten, Streben zum Großen, heißt es im Volksmund immer, was zugleich der erste Gedanke des Fischmenschen war, als er das Schiff betreten hatte. Welch ein wunderschöner Anblick! Das glänzende Holz unter seinen Füßen, der majestätische Mast der aus dem Deck ragte, die konzentrierten Gesichter aller Anwesenden in seinem Umfeld! Die Suche nach seinem Kapitän begann, der Blick schweifte über den Ozeanrisen. Zeitgleich ließ er die Sätze und Anregung seiner Gesprächspartnerin in seinem Kopf verweilen, dachte über deren Bedeutung und Antwort nach. Bloß keine Aussäge tätigen, die ihm im nach hinein zum Verhängnis werden könnte! Überlegte Worte sind des Mannes Freunde, lachte er innerlich. Eine Piratenbande sei also ausgebrochen und soll Unfug innerhalb der Stadt anrichten? Merkwürdig, warum hatte er im Laufe des Tages nichts davon mitbekommen, wo er für gewöhnlich mit verstärkter Aufmerksamkeit brillierte? Sicherlich wäre er stark genug gewesen um wenigstens ein Mitglied dieser Piratenbande auszuschalten, wenn man ihn früh genug darüber informiert hätte. Matrose hin oder her, er war ein Fischmensch, da konnte man doch wenigstens erwarten, dass die körperlichen Attribute ausreichend fr eine solche Aktion gewesen wären? Seufzend akzeptierte er jedoch wieder die Tatsache, dass Vorurteil und Rang über sein Schicksal entschieden und nicht Gegenwart und Realität, wie er es sich anfänglich erhofft hatte, aber letztlich konnte er Vertrauen und Loyalität nicht erzwingen. Der Zeitraffer sollte des Fischmenschen bester Freund werden. Doch erneut ein kleines Detail: Eine persönliche Auseinandersetzung? Hatte es möglicherweise etwas mit dem Kapitän zu tun? Man hörte ja des Öfteren, dass es nicht selten, nun ja, gewisse Rivalitäten zwischen hochrangigen Marineoffizieren und Führungspositionen einer Piratenbande gab. Wer weiß … ? Sag mir, diese persönliche Auseinandersetzung, die du erwähntest. Ist unser Kapitän höchstpersönlich darin involviert? Als gewöhnlicher Bürger hört man pausenlos die wildesten Geschichten von Rivalitäten zwischen hochrangigen Kriegern. Erneut ließ er kurz seine Gedanken zu diesem Thema schweifen, bis er sie auf gleich wieder verwarf und sich, wie seine Gesprächspartnerin zuvor, der nächsten Thematik zuwendete.

Da sprach sie sogleich eine Thematik an, die sich im folgenden als relativ beschwerlich herausstellen sollte. Prompt verschlug es ihn gedanklich in seine Vergangenheit. Moment, was war seine Vergangenheit? Ach ja genau, er kannte sie ja nicht mehr. Innerlich lachte er über seine grausame Selbstironie. Was sollte er ihr erzählen? Dass man ihn ausgesetzt hatte, wegen was auch immer? Dass er sich als Nomade – oder als was man das auch bezeichnen wollte – durch die Welt geschlagen hatte, mit dem Ziel nicht zu verhungern und in dieser Welt zu bestehen? Dass er damals wohl zu den brutalsten Fischmenschen gehörte, der sich durch Grausamkeit, Mord und Lust am Kämpfen auszeichnete? Sie würde ihn doch sogleich als verrückt abstempeln! Geschweige denn was seine Vergangenheit für Auswirkungen bei seinem Kapitän haben könnte, wenn er die Geschichte nicht schon kannte. Aber wenigstens bei seinen Mitstreitern wollte er sich nicht gleich am Anfang unbeliebt machen. Er seufzte kurz, fasste sich leicht benommen an den Kopf und überlegte: Nun ja, meine Geschichte ist relativ kompliziert zu erklären, wenn man sich zuvor nicht detailliert mit der Kultur der Fischmenschen auseinandergesetzt hat. Der Blick wich vom Schiffsdeck und wanderte sogleich zu seiner kleinen Tasche, die er mitgeführt hatte. Fix öffnete er sie und holte einen Haifischzahn aus, der mehr dem eines klassischen Hais ähnelte, als denen die er selber im Mund trug. Interessiert fühlte er den Zahn in seiner Handfläche, fixierte jenen mit einem eiskalten Blick und versank in Erinnerung. Ich versuche es dir in einer simplen Kurzversion zu erklären. Viele Fischmenschen treten den Piraten bei, da Kampf, Stärke und Macht innerhalb der Kultur stark etabliert sind. Wer schwach ist wird zwar nicht verstoßen aber nun ja, anders behandelt. Aufgrund einiger persönlicher Erlebnisse habe ich mich dazu entschlossen dieser grausamen Kultur entgegenzuwirken und Frieden erbringen zu wollen, selbst wenn ich gezwungen bin selbst Gewalt zu verwenden um dieses Ziel zu erreichen. Er stoppte kurz, wandte sich von seinem geistigen Auge ab, welches er während der Erzählung verwendet hatte, und sah dem Haifischzahn entgegen, dass er offen auf der Innenhandfläche liegen hatte. Dieser Haifischzahn ist das letzte was ich von meinem Heimat habe. Es ist fast eine Art … Symbol? Aber ich nerve nun mit persönlichen Abschweifungen, der Rest ist so oder so irrelevant. Er schloss seine kleine Erzählung ab und hoffte dass er Amelias Interesse damit gedeckt hat. Wenn nicht dann würde er sich noch andere Zwischenzweige aus der Seele ziehen, um der Thematik dann ausweichen zu können. Selbstbewusst lächelte er ihr zu und überlegte rasch, wie hätte er nun schön ablenken können?!

Fix steckte er den Haifischzahn wieder ein und ließ die Tasche wieder hinter sich, während er sich wieder Amelia zu wandte. Auch die einzelnen Individuen innerhalb der Division wurden nun thematisiert. An sich schien es sich bei der Neunten Division um keine 08/15 Truppe zu handeln. Überall recht individuelle Personen die miteinander interagierten und eine relativ, mächtige Ausstrahlung besaßen. Die Tatsache, dass sich hier jedoch eine ehemalige Piratin aufhalten solle, ließ ihn innerlich zusammenzucken. Warum ausgerechnet so etwas?! Das konnte doch nicht normal sein! Leicht verunsichert begann er sich auf dem Deck umzuschauen, wer konnte es sein?! Innerlich machte er sich ernsthafte Gedanken, dass er sich nicht beherrschen würde, wenn er sie dann tatsächlich zu sehen bekommen sollte. Was fiel einem Divisionsleiter auch ein, etwas derartiges zu tun? Vollkommen unverständlich! Vielleicht solltest du mir lieber nicht sagen, wer genau es ist. Normalerweise habe ich es nicht so mit Piraten und eigentlich habe ich mich der Marine angeschlossen um jene zu bekämpfen und nicht um mit ihnen zu kämpfen. Er pausierte kurz und seufzte kurz. Aber was soll's, er wollte nicht so sein! Vielleicht war sie ja wirklich in Ordnung. Ich lasse mich aber auch sehr gerne überraschen lachte er und ließ seinen Blick wieder gen Meer schweifen. Gleich würde er sich wieder seinen Prioritäten widmen, aber momentan genoss er es etwas zu reden. Die letzten Tage und Wochen hatte er leider kaum Möglichkeit dazu gehabt. Mit einer geballten Faust stupste er sie vorsichtig am Oberarm und lachte laut auf. Ich gebe dir die Möglichkeit hier zu bleiben und mir etwas von dir zu erzählen oder du gehst gleich wieder runter um dich deiner Aufgabe zu widmen. Kurz blickte er nochmals über das Deck: Der Kapitän schien so oder so beschäftigt zu sein.

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Sa 8 Sep 2012 - 18:14

Ein schnelles Zucken durchzog Kenjis Körper als sich Seiji plötzlich zu ihm wandte und ihn seinen Namen ,ohne jegliche Untertreibung, ins Ohr schrie. Der Schwertkämpfer hörte zugegebenermaßen schlecht und vielleicht wusste der Braunhaarige Divisions-clown dies sogar, aber direkt ins Ohr und dann auch noch so laut? Das war eindeutig zuviel für den Saotome und während mit offenen Mund einige Schritte zurücktaumelte und sich die Ohrmuschel rieb, hörte er ein stetiges Piepen, zuerst laut und alles überdeckend und dann immer und immer leiser. Sonderlich lange hielt dieser Zustand zwar ohnehin nicht an, aber mithilfe eines kurzen heftigen Kopfschüttelns ,bei dem Kenjis schwarz-weiße Haarpracht durch die Gegend flog wie sich im Sturm windendes Weidengras, konnte er wieder klar hören und sah seinen Gesprächspartner böse an. Da der Blick manchmal allerdings viel mehr vermitteln konnte als einige schnöden Worte beließ er es allerdings auch dabei und wandte sein Augenmerk zurück auf den Hafen während er den Worten des verrückten Seijis lauschte.
Zuerst hörte sich die Plauderei wirklich friedlich und wohlstimmend an, aber dann schlugen die Aussagen des Neuen urplötzlich ein! Kaum hatte er über seinen Vater , der witziger weise den selben Namen trug wie der eifrige Seekadett, gesprochen schien Seiji eine düstere Aura um sich zu ziehen und begann wirres Zeug zu reden, wie: Er wolle manchmal dass alle Leute starben obwohl er den Tod hasste und das er eine verborgene zweite Seite in sich hätte. Das lies Ken wirklich nachdenken. Er hatte ja gewusst das der Neuling nicht grade das war was man als "Normal" bezeichnen konnte, aber so etwas? Zumindest nach der Meinung des Schwertkämpfers lies es darauf schließen dass der Kleine entweder ernsthafte Depressionen hatte oder ein Irrer war! Natürlich konnte er sich mit dieser Aussage keines Wegs sicher sein. Immerhin war Kenji kein Menschenkenner und ein Psychologe oder Therapeut erst recht nicht...Allerdings hatte er sich dazu bereit erklärt mit seinen Kompanen zu reden und ihnen mit guten Rat zur Seite zustehen und diese Einstellung würde er auch weiterhin beibehalten. Immerhin äußerte Seiji auch den Wunsch des Lernens und dass er eines Tages den Weg der Samurai einschlagen wollte und zumindest damit konnte der Schwertkämpfer etwas anfangen.
Er dachte kurz nach was er am besten sagen sollte und lehnte sich dann zurück auf die Reling und starrte mit einen matten Lächeln auf den Hafen hinaus.

"Weißt du...Ich hatte auch mal einen Lehrer der nicht nur mein Sensei war sondern auch so etwas wie ein Vater für mich. Er war zwar alt, aber er war ein wahrer Krieger - Ein echter Samurai!" Schließlich mit einen aufmunternden Lächeln wandte sich Ken zurück zu Seiji und zog seine weiße Könnerklinge Oni hervor. "Eines Tages starb er jedenfalls und mir als seinen besten Schüler vermachte er dieses Schwert, doch nicht damit ich damit Leute niedermähte sondern um mit dieser Waffe der Welt den Frieden zu bringen...Mein Meister hatte in seinen jungen Jahren, er stammte von der legendären Insel Wa no Kuni, ziemlich viele schreckliche Dinge getan und ich glaube er hat mir mit der Übergabe seines wohl größten Schatzes den Wunsch vermittelt das ich nochmal ein wenig das Gute für ihn in die Welt heraus tragen sollte..." Kenji strich sanft über das Schwertblatt und sah nostalgisch auf seine erste eigene Waffe hinab bevor er sie schließlich zurück in die Schwertscheide steckte. "Vielleicht hatte Sensei einfach nur Angst vor der Hölle da er wusste das sein tot vor der Tür steht, aber ich glaube er war des töten überdrüssig geworden und wollte nur noch Frieden...Jemanden zutöten ist ohne Zweifel etwas Schreckliches...Es sollte am besten niemals vorkommen und wenn überhaupt nur diejenigen treffen die es wahrlich verdient haben, aber selbst wenn es einmal vorkommen sollte so gibt es doch nicht schlimmeres als mit dieser Tat allein leben zu müssen. Menschen, nein Freunde! Freunde helfen einen über schwere Zeiten hinweg zukommen und ich bin mir sicher dass auch du die Schatten die dich umgeben eines Tages erhellen wirst, Seiji."

Es war ein komisches Gefühl ein solches Gespräch zu führen ohne jeglichen Zwang jemanden von etwas abzuhalten und bei all den lehrenden Gerede fühlte sich Kenji für einen kurzen Moment wie sein Sensei. Auch ihm fehlte die alte Zeit, die Zeit in der er sich vor nichts fürchten musste und es für Ken nichts anderes gab als den Wille besser und besser zu werden. Eines Tages, wenn er ein alter Gebrechlicher Mann war der zum kämpfen nichts mehr taugte, würde er seinen alten Dojo einen Besuch abstatten und sich vielleicht dort zur Ruhe setzen. Die Kinder konnten einen alten Opa der ihnen sagt wie man ein Schwert richtig hält und sie mit Geschichten aus seiner Jugend nervte sicherlich gut gebrauchen. Kenji lebte allerdings im Hier und Jetzt und diese erträumte Zukunft lag noch in großer Entfernung. Jetzt hatte er einen Schiff zu bewachen, alles andere kümmerte ihn nicht.
Entschlossen alle Feindselige Personen auszumachen zog sich sein Blick von Pflasterstein zu Pflasterstein bis er schließlich bei einen großer blauen Gestalt hängen blieb.

"Nanu?" ,fragte er sich leise selbst und musterte den großen Typen in Marineuniform der mit einen fiesen Blick auf die Justice blickte. "Ist das wirklich ein Marine?" Verbrecher die zur Tarnung in Marineuniform herumliefen waren in Loguetown ja scheinbar nichts besonderes und rein von seinen Auftreten konnte man denken dass dieser Kerl auch zu dieser Sparte zählte, aber um was handelte es sich überhaupt? Einen Menschen mit blauer Haut und so gespitzten Zähnen hatte Ken nun wirklich noch nie gesehen...handelte es sich vielleicht? "Ein Fischmensch? Hier? Das kann doch nicht sein...oder doch?"

Nun hatte der vermutliche Fischmann Kenjis vollständige Aufmerksamkeit auf sich gezogen und wäre die Pflichtbewusste Amelia nicht zu ihn gegangen hätte sich der Seekadett höchst persönlich um die Angelegenheit gekümmert, doch nun konnte er Alles von Außen beobachten was auch nicht grade schlecht war. Von Sekunde zu Sekunde wurde sich Ken sicherer darüber dass es sich um einen Fischmenschen handelte, aber ob er wirklich ein Marine war? Da war er sich noch nicht ganz so sicher. In der Regel waren solche Kerle ja eher für die Piraterie bekannt und nicht dafür für die Weltregierung zuarbeiten, aber scheinbar bestand kein Grund zur Sorge! Der Schrank eines Fischmannes übergab Amelia ein Stück Papier und wanderte zusammen mit der Frau mit violetten Haar ans Deck der Justice. Kenji für seinen Teil klopfte Seiji auf die Schulter und spazierte dann in Richtung Rampe die die Beiden zwangsläufig passieren würden. Breit stellte er sich zum "Eingang" des Marineschiffes und fokussierte den Fischmensch mit seinen grünen und seinen roten Auge. Da er ja scheinbar ein neues Mitglied war und sich der Saotome nicht sicher sein konnte welchen Ranges wartete er schließlich bis er Blickkontakt hatte und salutierte dann stramm.

"Kenji Saotome, Seekadett der Neunten Division... Darf ich wissen was sie zu uns an Bord treibt?"

Klare Frage auf die hoffentlich eine klare Antwort erwidert würde...

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Zuletzt von Kenji am Mo 10 Sep 2012 - 11:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mo 10 Sep 2012 - 11:09


Ein Ausreißer also, der sich gegen seine Freunde und seine Familie gestellt hatte. Amelia nickte knapp. Von solch einem Verhalten hielt sie für gewöhnlich nicht viel. Das Pflichtgefühl gegenüber Nahestehender sollte so ziemlich immer an erster Stelle stehen, doch unter solchen Umständen? Sie selbst hätte niemals gerne zu den Piraten gehören wollen. Piraten waren gewissermaßen mittellos, heischten nach Aufmerksamkeit, waren arm und geistig schwach – Nun, zumindest war es das, was man ihr über die Seeräuber erfolgreich eingebläut hatte. Sie hatte auch gar keine Zweifel an diesen Vorurteilen und Pauschalisierungen, weswegen auch? Bisher hatte sie keine engere Bekanntschaft mit einem der Gesetzesbrecher gemacht und im Grunde genommen lag ihr auch nichts daran, schließlich waren Menschen mit oben genannten Eigenschaften nicht gerade das, was man gerne als Freund hatte.
Entsprechend schwer fiel es der Sykes nach wie vor, zu verstehen, warum der rothaarige Fähnrich sich ausgerechnet ein Mädchen diesen Standes als Freundin gesucht hatte. Bei seinem Rang und Aussehen hatte er durchaus Zugriff auf Besseres. Aber diese Meinung behielt sie für sich. Es war nicht ihr Recht und ihre Aufgabe, ihn auf diese Möglichkeiten hinzuweisen und war sicher, dass er noch früh genug hinter diese Tatsache steigen würde
Amelia wiegte den Kopf sachte hin und her, ein paar violette Strähnen flatterten dabei im lauen Wind des Abends. Die Sonne war derweil beinahe gänzlich untergegangen und alles schimmerte in einer Art dunkelrot.
Eine weise Entscheidung, sich in diesem Falle gegen seine Familie zu stellen. Es kommt selten vor, dass man über den Tellerrand dessen, was man gelernt hat, blicken und sich einen eigenen Weg machen kann.“
Und das meinte sie, wie sie es sagte, denn für sie stand es fest, dass die Piraten nur zu den Schlechten gehören konnten und man sich in jedem Falle gegen sie stellen musste, selbst, wenn es die eigenen Eltern waren!
Zumindest schien sein Hass und seine Abneigung gegen die Seeräuber groß, so zeigte er sich entsprechend erfreut, als Amelia ihn auf die Anwesenheit einer Piratin hinwies. Schweigend zuckte sie mit den Schultern. Sie hatte Lian zwar nur flüchtig gesehen, war aber sicher, dass man nicht erst auf sie hinweisen musste, denn die Blondine fiel mit Verhalten und Aussehen genug auf.
Über mich gibt es nicht viel zu erzählen“, erwiderte sie dann und wandte den Blick ab. Sie hatte Schritte vernommen, Schritte von Kenji, der sich mit einem skeptischen Blick näherte. Sicher, wie hatte sie das vergessen können? In aufrechter Haltung stellte sie sich hin und räusperte sich.
Ich bin die einzige Tochter der Sykes und komme aus gutem Hause. Ich bin hier, weil ich nicht immer unter dem Namen meines Vaters stehen und zeigen will, dass ich auch aus eigenen Stücken Erfolge aufweisen kann. Du siehst also, es ist weitaus unspektakulärer als das, was du vorzuweisen hast“, sagte sie leise. Anschließend kann Kenji vor ihnen zum Stand.
Verzeihung, dass ich meinen Posten verlassen habe“, sprach sie. „Aber ich habe diesen jungen Fischmenschen unten am Hafen angetroffen und er sagt, er wolle der Crew beitreten. Er hat auch seine Papiere dabei, also.. Wenn es nichts ausmacht, werde ich mich wieder der mir zugeteilten Aufgabe zuwenden.“
Damit machte sie einen kleinen Knicks vor Kenji und nickte Zodiac zu, um sich zu entfernen.
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Saemon



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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 11 Sep 2012 - 11:00

Tänzelnd verließ Saemon den Zellenraum, schlug die Türe mit einem lauten Knall zu und marschierte weiter in Richtung der Treppen. Das Licht der Öllampen flackerte gedämmt vor sich hin und wurde nahezu gänzlich von dem, durch die Bullaugen, einfallendem Mondlicht geschluckt. Ohne Zweifel wurde es allmählich eng auf dem Schiff, schließlich haben sie bereits das Maximum an Kapazität erreicht, nun da man ihnen eine deutlich kleinere Variante hat zukommen lassen. Der Grund hierfür war noch immer ein Rätsel, doch kümmerte dies die Bestie noch weitaus weniger als Saemon selbst. Ein Fortbewegungsmittel war vorhanden und sicherlich würden sie bald die Insel verlassen können, neuen Abenteuern entgegen ziehen und neue Schlachten schlagen. Zu lange musste er im Verborgenen warten und hatte keine andere Wahl als sich mit ansehen zu müssen, was das Weichei veranstaltet hat. All diese Gnade und die Gewissensbisse… es war zu niedlich, doch sollte sich dies fortan ändern. Gefolgt von einem lauten Knarzen, betrat Saemon die Treppe, welche auf das Oberdeck führte und stand kurze Zeit später unter dem nächtlichen Himmel, welcher gespickt mit Sternen und dem grellen Vollmond den Hafen in einen weiß schimmernden Schleier hüllte. Nebel war aufgezogen und ragte über dem Kopfsteinpflaster, welches sich bis hin zu der Planke der True Justice zog. Dieser war so dicht dass man kaum die eigene Hand vor Augen erkennen konnte, doch egalisierte sich dies, solange man etwas erhöht stand, zum Beispiel auf dem Deck eines Schiffes. Aktuell wäre es also weitaus klüger wenn die Wachposten sich auf dem Schiff und nicht davor befänden, doch kümmerte Saemon das herzlich wenig. Er war nicht der selbe, welche die Befehle gab, welcher Wachen aufstellen wollte um sich so vor einem Angriff schützen zu können. Der Saemon welcher hier nun an Deck stand, war einzig erpicht darauf sich persönlich dem Problem zu widmen, auch deswegen, weil er wusste sich an den Piraten ein wenig austoben zu können. Wen würde es schon kümmern wenn er ein paar Verbrechern den Hals aufschlitzen würde? Man würde ihn zwar nicht zwingend als Helden feiern, schließlich war diese Bande dafür bei weitem nicht bekannt und gefährlich genug, jedoch wäre man Saemon dennoch dankbar. Desweiteren könnte man endlich von dieser Insel runter und sich anderen Aufgaben widmen, welche letztlich sogar den erwünschten Spaß erbringen könnten.
Sein Blick schweifte über den hölzernen Boden und blieb einige Sekunden auf jedem Crewmitglied hängen, bis er schließlich Zodiac erblickte und sich diesem selbstbewusst näherte. Abermals ein neues Gesicht und so langsam musste man sich Fragen wo diese Leute nur immer herkamen. Vor allem aber konnte man so langsam wirklich die Politik der Marine in Frage stellen. Erst ziehen sie gut 50 Männer ab und verteilen diese auf die umliegenden Basen, kurze Zeit später jedoch schiebt man einen Neuling nach dem anderen in die Division. Irgendwie war das schon ein verrückter Haufen, doch hatte ihn dies nicht zu kümmern. Überraschenderweise war der Fischmensch sogar noch ein kleines Stück kleiner als Saemon und das wo er immer Geschichten von ihnen gehört hatte, wie übergroß diese Wesen doch waren und somit dementsprechend furchteinflößend wirkten. Weder von dem einen, noch dem anderen war er überzeugt, doch vielleicht täuschte er sich auch gänzlich und die Rede war von Riesen?...
Der Rotschopf blieb neben Kenji stehen und blickte grinsend zu diesem hinüber, wobei selbst dem Seekadetten auffallen sollte dass sich in Saemons Blick etwas grundlegen verändert hatte. Ein ähnlicher Unterschied wie jener zwischen Tag und Nacht, demnach kaum zu übersehen und auf gewissen Weise sogar spürbar.

“Wie ich sehe warst du angeln Kenji.“

..sprach er amüsiert und wandte sich nun Zodiac zu. Es war auch für Saemon das erste mal dass er einen Fischmenschen erblickte, obgleich er bereits diverse Geschichten von diesen lauschen durfte. Ihr Ruf war wahrlich alles andere als rosig und vielerorts waren sie verhasst und wurden gemieden, wo immer sie auch auftauchten. Natürlich stimmte dies den Drachen durchaus fröhlich, schürte die Neugier in ihm. Er wollte wissen was an diesen Gerüchten dran war und vor allem ob dieser Fischmensch ebenso ein Krieger war, wie man es ihnen nachsagte. Sie sollen übermenschliche Kräfte und Fähigkeiten besitzen und dazu zählte nicht nur das ausharren unter Wasser, wo jeder gewöhnliche Mensch bereits ertrunken wäre. Fraglich war jedoch noch, welcher Fisch sich in Zodiac verbarg. Die spitzen Zähne ließen zumindest schon einmal auf einen Raubfisch deuten, doch wäre ein Hai nicht ein wenig zu Klischeebehaftet gewesen? Vielleicht ein Piranha? Den Neuankömmling danach fragen wollte der Fähnrich nicht, schließlich war eine Antwort auf dieses Mysterium nun wirklich nicht von elementarer Bedeutung.

“Zumindest ist er groß genug, sodass du ihn nicht wieder zurückwerfen musst.“

Der Spott war deutlich zu vernehmen, doch bemerkte er im Hintergrund Amelia, welche sich auf den Weg zur Planke befand und somit vermutlich zum Hafen gelangen wollte. Was hatte sie nur vor? Zumindest verschwand nun dieses ekelhafte Grinsen aus seiner Visage und für einen Augenblick konnte man ihn wieder ansehen, ohne den Drang zu verspüren seine Nase umstülpen zu wollen.

“Und was hast du jetzt vor? Willst du etwa auf eigene Faust nach den Piraten suchen? Insofern du nicht so etwas wie einen Radar besitzt, würde ich sagen dass der Nebel deine Sicht recht stark beeinträchtigen wird. Und wir wollen doch nicht dass dir jemand das kleine Köpfchen abschneidet.“

Da erschien dieses widerliche Grinsen auch schon wieder, mit welchem Saemon schließlich sein Schweigen einleitete und lediglich zwischen dem Grüppchen hin und her sah. Godot wollte er eigentlich auch noch sprechen, jedoch keinesfalls um irgendwelche ernsten Themen anzuschneiden, wie es Saemon ursprünglich vor hatte… Diese Bestie wollte einfach nur nach Loguetown und sich amüsieren und wenn er nun nicht unbedingt auf die Storm Dragons stoßen sollte, wen kümmerte es? Es gab sicherlich noch weitaus mehr Piraten in dieser Stadt, an welchen man ein wenig Spaß haben konnte. Nun da das Schafott zerstört wurde, waren diese vermutlich ziemlich angefressen und wollten es jener Person heimzahlen, welche dafür verantwortlich war. Ein Werkzeug um Piraten hin zu richten und dennoch genoss es solch ein Ansehen in deren Reihen… Wenn das mal nicht Ironie war.
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 11 Sep 2012 - 11:23



Amelia hielt inne. Hatte der Rotschopf mit ihr gesprochen? Irritiert musterte sie Saemon und zog die Augenbrauen sacht zusammen. Ein hämisches Grinsen lag auf seinem Gesicht und auch der Spott, mit welchem er Zodiac begegnete, war nicht gerade das, was die Schönheit als höflich oder angemessen befand.
Aber es war nicht an ihr, ihn auf seine mangelnde, soziale Kompetenz hinzuweisen.
Ihr habt mir vor etwa einer halben Stunde den Befehl erteilt, gemeinsam mit Reisen und Seiji das Schiff zu verlassen und am Hafen einen Wachtposten zu belegen“, erklärte sie ihm mit ruhiger Stimme und war sehr bemüht, ihre innerliche Empörung zurückzuhalten.
Die Augen des Fähnrichs hatten sich verändert. Ein unangenehmer, fremder Schimmer lag in ihnen und das konnte sie sagen, obwohl sie ihn kaum kannte.
Außerdem auffällig war, dass seine blonde Piratenfreundin nicht an seiner Seite war. Neugierig wie skeptisch ließ sie den Blick ihrer grauen Augen über das Oberdeck wandern. Lian war nirgends zu sehen.
Ob er sich doch anders entschieden und sie eingesperrt hatte? Nun, zumindest das wäre eine erfreuliche Wendung gewesen.
Trotzdem war sein Blick zum Teil beängstigend und Amelia fragte sich, ob sie die Einzige war, die Notiz davon genommen hatte. Sich räuspernd spielte sie an den Spitzen ihrer violetten Haare herum und blieb nach wie vor stehen. Scheinbar hatte ihr Vorgesetzter andere Pläne oder Befehle für sie und selbige erwartete sie in diesem Augenblick.
Andererseits.. Irgendwie machte er den Eindruck, als wäre ihm nur daran gelegen, allerhand augenscheinlich spöttischer und lustiger Sprüche an den Mann zu bringen, ohne wirklich Produktives beizutragen. Ein seltsamer Kerl. Liiert mit einer Piratin, zu Scherzen aufgelegt und zu überzeugt von sich selbst. Sie mochte ihn nicht.
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Godot

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 11 Sep 2012 - 14:54

Godot hörte sich genau an, was Kenji von sich gab. Wie sich herausstellte, war Lian begnadigt und in die Reihen der Marine aufgenommen worden. Dass es Probleme zwischen ihm und Saemon gab, war genauso wenig von der Hand zu weisen.
Moment. Also Lian wurde begnadigt? War sie nicht die Gefangene aus Shelltown, die geflohen ist? Und Saemon ist mit ihr zusammen? So langsam fügt sich alles zusammen. Also damals auf der einen Insel, wo wir auf Al Nair trafen, war sie doch geflohen. Ich frage mich, ob sie geflohen ist oder ob sie jemand entkommen lassen hat. Es macht jetzt auch keinen Sinn, an der Vergangenheit festzuhalten. Wir müssen nach vorne blicken und die Ereignisse so hinnehmen. Wir können nur im Jetzt und Hier was ändern. Die Vergangenheit kann man nicht verändern...
Godot wartete noch einen Moment, ließ Kenji ausreden und dann ergriff er selbst das Wort.
Kenji. Ich kann verstehen, dass dich das ärgert. Schließlich hat sich die Marine der Bekämpfung von Kriminellen verschrieben und nicht deren Begnadigung. Es bringt dennoch nichts, wenn du sie oder Saemon hasst, ganz gleich was sie getan haben. Ich kenne nicht die Details, wieso du auf Saemon nicht allzu gut zu sprechen bist, aber wenn du mir deine Gründe nicht alle nennen möchtest, ist das auch in Ordnung. Jedenfalls können wir nach der Begnadigung ohnehin nur ein Auge auf sie werfen und aufpassen, dass sie keinen Unfug anstellt. Ich kann nicht beurteilen, ob sie sich gebessert hat oder ob sie je ein schlechter Mensch war. Wenn du mich fragst, sollten wir sie als Bestandteil der Crew akzeptieren, denn alles andere wäre auch nicht gut für uns alle. Ich meine, wenn sie tatsächlich noch in den Reihen der Marine die Regeln missachtet, wird sie ohnehin nicht lange bei uns sein. Und wenn sie sich daran hält, können wir ihr auch nichts vorwerfen. Solange sie sich benimmt, habe ich kein Problem damit, wenn sie hier an Bord ist. Und was Saemon angeht. Wenn er Berufliches und Privates trennen kann, ist alles in Ordnung. Ich hoffe doch stark, dass ihm bewusst ist, dass ein Marineschiff keine Liebeskutsche ist.
Nach Godots Worten hatte Kenji das Thema gewechselt. Dennoch war der Stabsoffizier sich sicher, dass der junge Mann sich gut gemerkt hatte, was der Marinekapitän gesagt hatte. Wahrscheinlich würde Kenji diese Worte gedanklich auf sich wirken lassen.
Danach erläuterte Kenji also, was vorgefallen war. Selbstverständlich hatte Godot gut zugehört und in Gedanken malte er sich die beschriebenen Szenen aus. Es schien, als habe die 9.Division viel in seiner Abwesenheit erlebt. Auch, wenn es laut Kenji keine große Herausforderung war, die Storm Dragons zu bekämpfen.
Wo du es gerade erwähnst: Es ist mir auch nicht entgangen, dass die 9.Division viel kleiner als zuvor ist. Manchmal verstehe auch ich nicht, was in den Köpfen der Marine-Obrigkeiten vorgeht. Ich kann kaum glauben, dass sie unsere Division als so stark und solide ansehen, dass sie die "Schwächeren" in anderen Divisionen einsetzen möchten. Aber gut, das lässt sich wohl nicht mehr ändern. Genauso wie die Tatsache, dass dieses Schiff hier um einiges kleiner als die alte True Justice wirkt.
Als Kenji schließlich bat, der Arbeit nachzugehen um sich abzulenken, nickte der Stabsoffizier verständnisvoll und sprach: Kein Problem. Wenn das dich ablenkt und du so etwas Dampf ablassen kannst, will ich dich auch gar nicht aufhalten.
Kenji hatte sich also etwas von Godot entfernt und diesen Moment nutzte der Kaffeefanatiker nicht etwa, um sich eine neue Tasse Kaffee zu besorgen, sondern um noch ein wenig über Kenjis Worte nachzudenken. "Sir Fähnrich zur See"? Ich wusste nicht, dass es in meiner Abwesenheit sogar schon Beförderungen gab. Nur die Art und Weise, wie Kenji es sagte, macht mir ein wenig Sorgen. Klingt, als gäbe es Streitigkeiten zwischen beiden. Vielleicht sollte ich auch mal mit Saemon reden. Dann liegen mir beide Perspektiven vor und dann kann ich ja in meinem Büro mal mit beiden gemeinsam eine Lösung für ihre Probleme suchen. Denn solche Streitereien in den eigenen Reihen sind das letzte, was wir auf unseren Reisen gebrauchen können. Deshalb wäre es für beide besser, wenn sie sich möglichst schnell vertragen würden. Es scheint mir, dass Kenji auch auf Lian wütend ist, weil sie Saemon so nahe steht und zusätzlich noch eine Piratin war, deren Begnadigung wohl niemand geringeres als Saemon beantragt hatte. Deshalb ist sie wohl auch eine Art Sündenbock für Kenj. Ich glaube, wenn sich der Streit zwischen Saemon und Kenji gelegt hat und beide sich wieder vertragen haben, wird sich das Problem zwischen Lian und ihm von selbst lösen.
Während Godot einige Zeit in Gedanken versunken war, hatte sich an Deck bereits einiges ereignet. Neben einem neuen Rekruten, der das Deck betreten hatte und Saemon, der eine neue, weniger schöne Seite an sich offenbarte, gab es zwar nicht viel auf Anhieb zu beobachten. Dennoch entging dem Stabsoffizier auch nicht, dass andere Mitglieder der 9.Division ziemlich ruhig an Ort und Stelle standen. Als Kapitän und Befehlshaber sollte er wohl auch auf die weniger tollen Sprüche von Saemon reagieren und ihn mal zurechtstutzen, bevor dessen Sprüche auch noch tiefe Spuren hinterlassen würden.

Mit einer selbstsicheren Ausstrahlung ging er nun auf den Fähnrich zur See zu, der in der Nähe von Amelia, Kenji und dem Neuen, dessen Name er noch nicht kannte, stand. Im Moment widerte ihn Saemons Verhalten doch merklich an. Saemon. Es freut mich ungemein, dass du heute den ein oder anderen Witz parat hast, aber es wäre schön, wenn das nicht auf Kosten unserer Leute gehen würde. Daraufhin lächelte der Stabsoffizier kurz als wolle er sicher gehen, dass der Rotschopf diese Worte nicht in den falschen Hals bekam. Noch bevor Saemon reagieren konnte, hatte Godot sich bereits zum Neuling gedreht. Man soll sich bekanntlich erst vorstellen, wenn man einem neuen Gesicht begegnet. Man nennt mich Godot. Ich bin der Kapitän der 9.Division. Und mit wem habe ich das Vergnügen? Er sah sich den ihm noch fremden Fischmenschen kurz genauer an. Ein Fischmensch, wie? Interessant. Ich weiß zwar nicht alle Details zur Kultur der Fischmenschen, doch weiß ich so viel, dass sie eigentlich nicht gut auf Menschen zu sprechen sind. Außerdem hab ich noch fast keinen Fischmenschen bei der Marine getroffen. Was er wohl auf diesem Schiff zu finden sucht?

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 11 Sep 2012 - 21:42


Seiji war Froh das Kenji ihn letztendlcih zu verstehen schien, das mit dem erhellen inspirierte Seiji ziemlich, Seiji konnte sich etwas dadrunter vorstellen irgendwann würde es sicher so kommen, dann wird das Feuer in ihm und das Feuer seiner Crew so hell Leuchten das es keine Schatten Seite mehr gab und Niemand würde dieses Feuer mehr löschen können ... Seiji lächelte und nickte. " Danke Kenji , du bist fasst schon schlau wie mein alter Lehrer ..." Erklärte er nun und lachte. Die Sache mit den erhellen wollte er nicht ganz gehen lassen von daher gab er noch seinen Kommentar dazu : " Also ... Ich glaube im Moment entfacht sich in mir eine Flamme und daher wirft sie im Moment ein wenig mehr Schatten, als das sie den Schatten verschlingt ... aber das wird sich noch ändern !" Erklärte er nun, dann wandte sich Kenji einem neuen Gesicht zu , es war ein Fischmensch. Kenji schien dem ganzen Skeptisch gegenüber zu stehen doch Seiji sah das alles ziemlich anders er war tolerant und gab jedem die gleichen Chancen er würde niemanden für vergangene Taten oder der Rasse verurteiln, Seiji trat hinterher und stand etwas seitlich hinter Kenji welcher sich vorstellte.
" Hey du bist ein Fischmensch oder ?" Begann er nun und würde Kenji damit vermutlich in die Frage fallen dann sprach er weiter , " Ich mag eure Rasse irgendwie auf Alabasta kannte ich auch ein paar durch meinen Lehrer die waren cooler drauf als die normalen Menschen !" Sagte er nun und beendete den Satz mit einem lachen. Er hatte nicht mal gelogen, nicht mal das diese Typen wirkliche Party Seelöwen waren nein, sie hatten auch eine Art mit Menschen umzugehen die sie tolerierten die einfach cool war irgendwie, leider waren sie Seiji gegenüber anfangs immer Misstrauisch, wahrscheinlich weil er einfach ein Rad ab hatte. Seiji überlegte nun ob er nicht etwas vergessen hatte ... einen Befehl oder so, naja gut das Saemon da war. " Ehm ... Un ojo, is mir nur so oder hab ich was wichtiges wie nen Befehl oder so vergessen ?"
Fragte er nun und rieb sich nachdenklich am Hinterkopf udn lächelte unsicher, das würde Ärger geben ...
Doch nachdem er das fragte schüttelte er den Kopf und ging in Richtung der Kajüten.
" Ach Quatsch ich würde doch nie etwas vergessen !" Seufzte er nun und streckte sich ein wenig Müde.
Die Vorstellung von Godot an den Neuling und alles weiter ging nun mehr oder weniger an dem Rekruten vorbei er war schon Gedanklich bei der Pause.

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Zodiac

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Di 11 Sep 2012 - 22:54

Plötzlich ging alles so schnell. Anfangs waren da Amelia und er selbst und von einem Moment zum anderen hatte sich nahezu die gesamte Gruppe in seinem Umfeld versammelt. Fast wie eine Begrüßungsfeier nur mit weniger Begrüßung und mehr Respektlosigkeit. Ja sein Blick wanderte dabei zu Saemon, der ihn anfänglich bereits relativ harsch begrüßt hatte. Sein Blick wandte sich jedoch Sekunden später wieder von seinem Antlitz ab, wanderte dabei zu Amelia die jedoch stehen blieb. Aber eins nach dem anderen. Grüne und rote Augen fixierten ihn an, die Blicke Kenjis und Zodiacs trafen sich inmitten des Schiffes. Er schien Mitglieder seiner Rasse nicht wirklich oft zu sehen oder die Verwunderung eines Fischmenschen, innerhalb der Marine, hatte ihn in einen Zustand großes Entsetzen versetzt, wirklich überzeugt war er jedoch von keiner der beiden Thesen. Stolz, mächtig und sich selber seines Ranges bewusst schritt er auf ihn zu und stellte sich vor. Mit seiner etwas überdurchschnittlichen Körpergröße blickte er auf den leicht kleineren Menschen hinab und konnte sich eines kleinen Grinsen nicht verweigern, auch wenn er gerade einem ranghöheren nicht den Respekt zollte, denn er wirklich bekommen sollte. Irgendwie klappte dass mit der Respektgeschichte, die er sich vor wenigen Minuten vorgenommen hatte, noch nicht so gut, wie er es sich ausgemalt hatte. Die innere Erkenntnis folgte, die Körperhaltung folgte sogleich: Zodiac, Neuankömmling, Matrose und Mitglied der 9. Division. Erneut folgte ein kleines Grinsen des Fischmenschen, geprägt durch die scharfen Zähnchen des Fischmenschen. Auf gleich wurde die starre Körperhaltung wieder aufgegeben, Lockerheit umgab alle Beteiligten. Bis jetzt.
Eigentlich hatte er ja jetzt vorgehabt die Erzählung Amelias mit einer vernünftigen Antwort zu würdigen, doch der Blick eines gewissen Mitglieds hinderte ihn schlichtweg daran. Dieses permanent, grausame Gefühl von irgendwem angestarrt zu werden, als ob man ein laufendes Entertainmentprogramm wäre. Er gehörte zu dieser abartigen Gruppe von Menschen die belastet war von Vorurteilen und vergleichbaren, negativen Eigenschaften. Ebenso gehörte er zu dieser Gruppierung die sich durch charakterliche Schwäche auszeichnete: Nicht fähig die Verachtung gegenüber einer anderen Rasse in sich selber zu bündeln, direkt heraus auszusprechen was man denkt … Nicht zu selten fehlte den Menschen das nötige Fünkchen logisches Denken, beispielsweise was die Konsequenz der eigenen Handlung sein könnte. Zodiac hatte ein gewisses Bild, was er von dieser „politischen“ Menschenrasse hielt, deren Ausmaße er sowohl inhaltlich als auch gedanklich nicht weiter ausführen wollte. Anders als es sein Gegenüber vorhatte würden logisches Denken und Verstanden obsiegen, sowie Stolz und Ehre, zum Wohle aller, weichen. Zodiac, Neuankömmling, Matrose und Mitglied der 9. Division. Zugehörigkeit ist, wie sie bereits treffend festgestellt haben, der Fischmenschenrasse zu zuordnen. Als neues Mitglied der Einheit und frisch ausgebildetes Mitglied weiße ich Sie, unbekanntes Mitglied der Einheit dessen Notwendigkeit einer Vorstellung anscheinend nicht von Nöten ist, gerne daraufhin, dass sie sich entsprechend ihres Ranges zu verhalten haben und sollten. Respektlosigkeit und anderweitige Verstöße gegen die Regelordnung der Marine kann und wird von der Obrigkeit der Marine bestraft und glauben sie mir: Als treues Mitglied dieser Organisation zögere ich nicht Regelwidrigkeiten zu melden, dennoch hoffe ich auf Eigenverständnis und gute Zusammenarbeit. Mehr hatte er ihm verbal nicht zuzufügen. Sollte Seamon selber schauen, wie er damit klarkommt. Zodiac selbst würde seinen Posten jedoch ganz sicher nicht aufs Spiel setzen weil er mit Respektlosigkeit oder vergleichbaren Aspekten brillieren würde, wie es sein Gegenüber getan hatte.
Und dann endlich! Der große Moment auf den er solange gewartet hatte. Der Kapitän kam auf ihn zu. Hochachtung sollte seine Ausstrahlung und sein Auftreten zieren. Mit großem Vergnügen wandte er sich von Saemon ab und lehnte sich nochmals rasch zu Amelia rüber. Sein Kopf näherte sich dabei bedächtig dem der jungen Frau und mit reltaiv leiser Stimme flüsterte er nur: Wir führen unser Gespräch wann anders fort. Sei dir jedoch Gewiss, dass du dir meiner Aufmerksamkeit sicher sein kannst. Männlich, markant wie er war klopfte er ihr einmal vorsichtig auf die Schulter, wandte sich nochmals um 180° und sah dem Kapitän nun direkt ins Gesicht, der sich sogleich vorstellte. Zodiac, Neuankömmling, Matrose und neues Mitglied der 9. Division... Mein Gott, wie oft hatte er diese Vorstellung nun innerhalb von 10 Minuten gebracht. Aber egal! Er überreichte dem Kapitän dabei die Papiere die er in der Zwischenzeit fest umklammert hatte. Was wäre das für ein Schlamassel und erster Eindruck gewesen, wäre er dir gleich am ersten Tag losgeworden. Als Fischmensch und Verfechter des Friedens hoffe ich der Division besonders mit meiner körperlichen Kraft dienen zu können. Kurz verneigte er sich und bemerkte die Anwesenheit eines weiteren Mitglieds. Anders als der Kapitän schien dieser vom Rang etwas weiter drunter angesiedelt zu sein. Da Zodiac nicht daran interessiert war seine „Standartvorstellung“ erneut aufzusagen überging er diesen Teil einfach und hoffte, dass benannter seinen Namen mittlerweile mitbekommen hatte. Viel mehr konzentrierte er sich darauf seinen geschwächten, sozialen Kompetenzen einen Ruck zu geben und sich bei seinen neuen Kollegen beliebt zu machen und wie erreichte man ein solches Ziel auf bestem Wege? Mit Humor!
Fischmenschen auf Alabasta? Man müsste meinen unsere Rasse ächzt nach allem was ansatzweise flüssig ist? Er lachte kurz auf, versuchte die leicht angespannte Situation innerhalb der Gruppierung aufzulösen. Lachen war doch die beste Medizin?! Cool ist ein dehnbarer Begriff. Kultur, Ansprüche und anderweitige Aspekte machen unsere Rasse zu etwas … einzigartigem. Was jeder aus seinem eigenen Eindruck macht ist seine Sache … Man sollte aber nicht alles so hinnehmen, wie man es vielleicht von außen betrachtet, wenn du verstehst! Erneut grinste er und auch ihm klopfte er auf die Schulter. Erschöpft seufzte er dann aber kurz vor sich hin. Innerhalb kürzester Zeit hatte er es nun mit so vielen neuen Leuten zu tun bekommen. Das tat seiner sozial, geschwächten Ader keineswegs gut, wo er doch normalerweise sein Image als Einzelgänger wahrte! Auch von Seiji ließ er nun locker und fasste sich mit seiner rechten Hand an die Stirn. Hoffentlich würde dieses Prozedere bald zu Ende gehen! Wenn er schon mit wem reden musste, dann bitte alleine und nicht in so einer Gruppe! Schrecklich diese Menschen die sich immer nach sozialer Nähe sehnten! Äußerlich ließ er sich aber natürlich nichts anmerken! Jeder hatte sein Päckchen zu tragen, so auch er, wenngleich sich jenes bei ihm durch soziale Arbeit definierte.

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Kenji

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mi 12 Sep 2012 - 12:40

Vollkommen egal ob Fischmensch oder nicht, die nötigen Manieren hatte dieser Zodiac zumindest und das war in der Neunten eine willkommene Abwechslung da Aoi, Amelia und Kenji bisher die einzigen zu sein schienen die die Grundregeln wirklich achteten. Klar hatte auch Saemon mit den Zinnoberroten Haar eine Achtung der Verhaltensregeln in seinen letzten Gespräch mit den Schwertkämpfer verlangt, aber eigentlich war er sich ziemlich sicher dass dies nur aufgrund ihres Zwists war. Jedenfalls machte Zodiac einen netten ,wenn auch äußerlich abschreckenden Eindruck. Nun sei hier allerdings gesagt dass der Seekadett mit seiner funkeln rötlichen Iris die neben der Smaragdgrünen thronte auch nicht so dermaßen das Paradebeispiel eines Marines war, von seiner Farbwahl bei Kleidung und Haaren mal ganz abgesehen.
Doch gut, der Fischmann war also tatsächlich ein neues Mitglied der Neunten Division und die Tatsache dass er eine Bescheinigung besaß die ihn dafür auszeichnete war wohl beweiß genug, weshalb Ken zunächst sein Misstrauen bei Seite lag. Obwohl, ein bisschen hatte er ja schon ein mulmiges Gefühl wegen dem großen Fischwesen. Immerhin war diese Art von Meeresbewohnern nicht sonderlich gut auf die Weltregierung zu sprechen, aber hey, wenigstens war er kein Pirat!...Den Mumm der schon beinahe an Frechheit grenzte und viele dieser Halunken auszeichnete hatte er allerdings trotzdem wie sich später herausstellen sollte.
Nun meldete sich jedenfalls erstmal Amelia ,die Neue blauen Blutes mit den violett gewellten Haar, zu Wort und verkündete, wie es sich gehörte, dass es ihr Leid tat ihren Posten verlassen zu haben und nun wieder an diesen zurück kehrte. Für Kenji war dies natürlich selbstverständlich. Jemand musste unten am Hafen das Geschehen im Auge behalten und als erster Wall in Falle eines Angriffs agieren und Verdächtige auf ihren Aufenthalt ansprechen genauso wie sie es getan hatte. Verschiedene Perspektiven des Beobachtens waren immerhin wichtig. Grade wollte der Saotome ihr Erlaubnis erteilen in Form eines Nickens oder vielleicht kurzen Satzes erteilen, da stolzierte niemand anderes als auf das Deck als der stolze Wolf der Division, der Mann dessen Wort über das aller anderen stand, der großartige Saemon...Der beste Mensch den es vermutlich gab. Am liebsten hätte der Zweischwertmeister nun laut und künstlich gehustet, doch da er solcherlei Gedanken für sich behielt begrüßte er den Fähnrich und seine lächerlichen Äußerung stattdessen mit einen kühlen Blick und einen schnellen Salut.

"Sir." Nun fegten seine Worte auf die unschuldige Amelia hinab und das war nichts weiter als ungerecht. Kenji musste wohl einschreiten, aber er sollte das Ganze wohl vorsichtig angehen da irgendetwas nicht mit Sae zu stimmen schien. Er verhielt sich irgendwie anders als sonst und komischerweise heftete sich nicht Lian an seine Versen so wie sonst. Dann kam natürlich noch dazu dass die beiden in letzter Zeit ihre Probleme hatten, aber mal sehen, vielleicht war seine seltsame Veränderung auch eine Regung der Vernunft und Einsicht. "Sir, wenn ihr erlauben würdet müsste ich dazu etwas anmerken..." Er machte eine kurze Pause und wartete ab ob der Rotschopf ihn überhaupt antworten ließ während er aus den Augenwinkeln einen Blick auf die Nebelwand warf der sich am Hafen gebildet hatte. "...Es ist durchaus nicht ungewöhnlich das Zielobjekt aus verschiedenen Winkeln zu beobachten und ebenso brauchen wir jemand am Fuß des Schiffes der Leute wie den Gefreiten Zodiac abfängt. Ich denke Amelia hat nichts wirklich falsch gemacht und solange sie direkt an der Planke in Stellung geht, den Rücken zur Justice und dem Meer, sollte sie nicht minder in Gefahr sein als jeder von uns."

Nun würde ihn vermutlich eine große Tirade darüber erwarten warum er unrecht hatte und wie falsch er doch läge, aber das würde den Unteroffizier nicht mehr überraschen. Saemon und das Wörter "Ich liege im Recht" waren praktisch Eins. Was ihn allerdings überraschte war die Tatsache das sich sowohl Amelia als auch der Frischling eines Fischmensches gegen die Aussagen des Kisaragis zu wehren vermochte und das ganz ohne den Saotome. Amelia etwas zurückhaltender ,Zodiac dafür extra direkt und ungeniert, aber das gefiel Kenji. Der große Kiemenatmer sagte was gesagt werden musste und hielt sich nicht mit der unschönen Wahrheit zurück, das war besser als etwas die ganze Zeit zu verdrängen wie Ken es manchmal tat.
Nun jetzt müsste der Zweite Mann an Bord erstmal antworten und in der Zeit wo er dies tat (oder eben nicht tat) versammelten sich der größte Rest der Crew. Der Chaotische Braunhaarige und der fanatische Kaffeeliebhaber gesellten sich zu den anderen Vier und wie zu erwarten lag auch ihr Augenmerk auf den grinsenden Haimann, der jetzt bestimmt zum Vierten oder Fünften Mal seinen Namen nannte. Wie vom Kapitän zu erwarten hielt sich auch dieser bezüglich Saemons Verhalten zurück und rückte ihn zurecht. Wer wenn nicht Godot hatte die Möglichkeit und Aufgabe dazu? So ziemlich keiner ohne dass es der Rothaarige einfach abschmettern konnte, vor den Stabsoffizier musste er einfach Respekt haben und wenn nicht würde er damit einigen Behauptungen seiner selbst in den Rücken fallen und dafür war er einfach viel zu stolz oder so schätze zumindest Kenji die Lage ein. Diego hatte seinen Job als Chef wirklich vorzüglich drauf und schien jedes Problemchen zuerkennen so akzeptierte er beispielsweise Lian hatte aber selbst gewisse Bedenken, womit er den Schwertkämpfer zwar nicht vollständig recht gab aber zumindest ein paar Ansichten der Lage mit ihn zu teilen schien. Doch selbst da gab es etwas wo sie sich vollends einig waren: Die Neunte war verdammt klein geworden und beide hielten dies für eine schwachsinnige Entscheidung, wer auch immer sie getroffen hatte...Er hat scheinbar nur wenig Ahnung darüber was er tat.
Dann war da noch Seiji, der Junge der dank Kenji seine gewohnte gute Laune in die Crew voran trug und seine bekannt lustigen Äußerungen machte. Wenn der Braunhaarige wirklich einen Lehrer hatte der so wie Kenji war so konnte er verstehen warum die Zwei eine gute Beziehung zueinander hatten. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlicher maßen an. Der ruhige Meister der für jeden seinen Respekt hatte und sein aufgedrehter Schüler der stets unterhaltsam und redselig war. Ja vermutlich sollte Ken seinen Namen keine Schande machen und genauso wie sein Namensvetter gut mit den fremden Volk der Fischmenschen zurecht kommen und bisher lief das eigentlich ganz gut! In letzter Zeit konnte sich der geteilte Mann wirklich gut mit einigen Leuten aus seiner Crew anfreunden. Im Gegenzug führte er zwar Streit mit Saemon, aber auch das war wie auch Godot bereits meinte, nur eine Frage der Zeit. Die einzige mit der er eigentlich wirklich keinen Kontakt hatte war die mysteriöse und schweigsame Aoi. Sie war vermutlich die einzige Person die sich noch weiter von der Crew abkapselte als Kenji es zu seinen trüben Tagen getan hatte und das war eine beachtliche Leistung. Selbst jetzt hielt sie eisern ihren Aussichtsposten und eilte nicht zum neuen Mitglied der Division. "Sie ist Pflichtbewusst das muss man ihr lassen, aber wahrscheinlich stehen hier ohnehin schon zu viele Leute rum...Zu viele." Da kam wieder die Sozialscheue Seite des Saotomes durch. Die Seite die lieber kühl von Außen beobachtete als mitten im Geschehen zustehen wie es grade der Fall war. Anders gesagt: Kenji wollte weg und Aoi womöglich rein, also warum nicht tauschen?

"Zodiac falls du nachher das Begrüßungspalaver abgeschlossen hast würde ich dir eine Führung durch das Schiff anbieten, sofern du wünscht...Ihr entschuldigt mich?" Das war natürlich eine rhetorische Frage und nach einer kurzen Pause des Respekts wandte sich Kenji auch schon ab und schritt stattdessen zu der Schützenheldin der Division bis er vor ihr zum Halt kam und sie kurz musterte. Aoi war wirklich gut gebaut, wie ihm nun auffiel, irgendwie hatte sie etwas von einer eleganten Panther die lautlos durch das Dickicht des Urwalds pirschte. Schön, stolz und ebenso gefährlich. "Möchtest du nicht auch den Neuen Hallo sagen? Einen Fischmenschen sieht man nicht alle Tage und in der Zeit könnte ich deinen Posten übernehmen."

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Saemon



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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mi 12 Sep 2012 - 14:25

Amelia schien die interessante Gabe zu besitzen, Worte anderer gänzlich falsch zu interpretieren und sich letztlich die Dinge so zurecht zu biegen, wie sie es brauchte oder ihr es passte. Was auch immer es sein mochte, es nervte.

“Ich sagte ihr sollt Wache schieben, aber ich sagte mit keinem Wort dass ihr dafür nach unten sollt. Wie willst du Wache halten wenn du nicht einmal einen Meter weit sehen kannst? Hast du etwa einen Radar im Hintern?“

Fuhr er die Sykes an und wurde sichtlich mit jeder Sekunde aggressiver. Es war ja reichlich interessant dass scheinbar jeder hier den Drang verspürte seinen Senf dazugeben zu müssen, was bei Saemon jedoch lediglich ein müdes Lächeln hervorrief. Einen gewissen Grundrespekt mochte auch diese Variante des Rotschopfes zwar noch besitzen, dennoch belächelte er Godot lediglich für seine Worte und wandte sich rasch Seiji zu. Die Tatsache dass er sich scheinbar vor seiner Aufgabe drücken wollte, amüsierte Saemon sichtlich, anders sah dies jedoch aus, als der braunhaarige Junge diesem einfach den Rücken zukehrte und davonzog. Rasch glitt die Hand an die Scheide des Tamahagane, wobei er diese, mit samt dem Schwert fixierte und beides gemeinsam von der Halterung löste und mit einer Schwungvollen Bewegung in Richtung Seijis Kopf schleuderte. Die Klinge blieb selbstverständlich gut verborgen und so sollte der Shitama lediglich einen heftigen Schlag verspüren, welcher ihn sicherlich dazu bewegen würde sich um zu drehen. Ein breites Grinsen zierte Saemons Gesicht, das Auge weit aufgerissen und nach wie vor einen mehr als irren Blick inne habend, sprach er zu Seiji.

“Das ist die falsche Richtung Kleiner! Und vergiss auf dem Rückweg nicht mein Schwert mit zu bringen!“

Spätestens jetzt sollte jedem klar sein dass er auf Konfrontationskurs war und dabei vor wirklich niemandem Halt machte. Interessant war nun die Frage, ob Seiji die Dinge weiterhin mit Humor nehmen würde, oder gar in seinen „Rage-Modus“ verfiel. Doch noch während Saemon diesem nachsah und darauf wartete dass er wieder angedackelt kam, plante Zodiac sich mit seinen Aussagen in den Mittelpunkt des Geschehens schieben zu wollen. Nun gut, das konnte der Fischmensch natürlich haben. Rasch wandte der Einäugige sich diesem zu, woraufhin auch schon das melodische Surren von Metall zu vernehmen war, welches elegant durch die Luft schnitt und letztlich zum stillstand kam. Der Arm des Kisaragi war weit ausgestreckt, doch war da noch etwas, was diesen verlängerte und weitaus gefährlicher machte. Nur wenige Millimeter neben Zodiacs Hals, erkannte man deutlich eine Klinge. Es war jene von Yin, dem dunkleren Part der beiden Zwillingsschwerter, welche aktuell noch vereint waren und somit ein Ganzes bildeten. Verbunden machten diese einen gar futuristischen Eindruck, als würden sie nicht aus dieser Zeit stammen, jedoch sollte man sich darüber aktuell weniger Gedanken machen.

“Du willst mich also wegen Fehlverhalten verpetzen? Seh ich das richtig? Ist ja niedlich. Fürchten die Leute euch deswegen, weil ihr sie immer bei ihren Müttern verpfeift und sie deswegen den Hintern versohlt bekommen? Aber vielleicht sollte ich dir ja zuvor kommen und Zunge plus Finger abschneiden, damit du keine Möglichkeit mehr hast, etwas zu melden. Klingt doch nacheinem Plan, nicht wahr?“

Kenjis Geseier wurde unterdessen gänzlich ausgeblendet, was daran lag dass er seine Worte erst nach Zodiac an den Mann brachte, doch hatte zu diesem Zeitpunkt bereits der Fischmensch Saemons ungeteilte Aufmerksamkeit. Es war ziemlich wahrscheinlich dass dieser Konflikt, wenn man ihn so nennen wollte, nicht sonderlich lange ausschließlich von Zodiac und Saemon geführt werden würde. Zumindest Kenji und auch Godot, werden sich einmischen und das sicherlich nicht zugunsten des Rotschopfes, doch während ihm solche Konsequenzen noch vor kurzem mehr als Bewusst gewesen wären, scherte ihn dies nun einen Dreck.
Im Inneren seiner Seele fühlte Saemon sich inzwischen, als würde er an einem Strick hängen, von welchem er sich nicht mehr lösen konnte. Der Hals wirkte wie zugeschnürt und Luft bekam er kaum noch. Er sah sich vor den Scherben seiner Existenz und so sehr er auch dagegen ankämpfen wollte, er schaffte es nicht. Zu stark war die Bestie inzwischen geworden und zu schwach er selbst. Es war als würde er sich langsam auflösen und dem Monster somit freie Hand lassen.

"Warum..?"

..flüsterte er in seiner Verzweiflung stetig vor sich hin.
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Godot

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mi 12 Sep 2012 - 15:49

Zodiac übergab dem Stabsoffizier die Papiere. Mit einem flüchtigen Blick schaute Godot sich die Papiere des Fischmenschen an und nickte dann kurz. Zodiac. Es freut mich, dich an Bord begrüßen zu können. Ich hoffe, du lebst dich bei uns gut ein. Währenddessen schien Saemon munter seinen weniger schönen Umgangston beizubehalten und die Worte, die er dann noch an das neuste Glied ihrer Kette gerichtet hatte, sprengten den Rahmen und Godots Geduldfaden riss. Eigentlich musste man sich wirklich ganz schön ins Zeug legen, um den Stabsoffizier zur Weißglut zu treiben, doch wie sich herausstellte, war der Rotschopf in dieser Hinsicht ziemlich talentiert. Der Kaffeefanatiker war mit Sicherheit der letzte, der eine solche Situation mit Gewalt lösen wollte, doch seine verblümte Sprache schob er für ein paar Minuten auch beiseite. Es ging ihm nicht darum, seine Autorität an Bord unter Beweis zu stellen, denn von solchen Aktionen hielt er selbst recht wenig. Vielmehr ging es ihm darum, Saemon zurechtzuweisen, denn dieser überschritt ganz klar die Grenzen, die der gesunde Menschenverstand festlegt, damit man Auseinandersetzungen und jegliche Konflikte vermeidet.

Godot atmete einmal tief durch, dann drehte er sich mit einer Miene um, die wohl zuvor noch nie jemand aus der Division zu Gesicht bekommen hatte, nicht einmal die bereits länger in der Division aktiven Mitglieder Kenji und Saemon. Sein Blick war todernst und sein Ton machte sogleich deutlich, dass ihm das Benehmen vom Rotschopf gerade gänzlich gegen den Strich ging. Saemon, ich weiß wirklich nicht, was in deinem Kopf gerade vorgeht? Ich werde auf keinen Fall so ne Masche durchziehen, wo ich mich auf die Pyramide innerhalb der Marine beziehe. Ich will nur eines wissen: Was soll der Scheiß hier? Warum musst du gerade jeden dumm anmachen, dem du über den Weg läufst? Und warum um aller Welt drohst du unserem Neuling auf derart abartige und verachtende Art und Weise? Nur weil er ein Fischmensch ist, heißt das noch lange nicht, dass er böse Absichten hat und uns hier allen an die Gurgel will. Mich kotzt dieses Verhalten an, wo man einen aufgrund der Rasse dumm anmacht! Der, dem man im Moment wirklich die Zunge abschneiden sollte, damit das Niveau steigt, bist, so leid es mir auch tut, niemand geringeres als du! Ich weiß wirklich nicht, was in dich gefahren ist. Was hat dich so verändert? Wieso glaubst du plötzlich dir alles erlauben zu können und die anderen wie ein Stück Dreck behandeln zu müssen? Als ich dir zum ersten Mal begegnet bin, hast du dich noch von einer weitaus menschlicheren Seite gezeigt. Doch je mehr ich dich hier beobachte, desto mehr glaube ich, dass du dich selbst entfremdet hast. Die 9.Division steht für wahre Gerechtigkeit und nicht für die Menschenverachtung auf höchstem Niveau. Also tu mir ja einen Gefallen und komm von deinem hohen Ross runter. Ich habe dich früher als Menschen respektiert so wie du warst und auch jetzt bin ich noch nicht bereit, dich hier an Ort und Stelle für dein unangebrachtes Benehmen zu enthaupten oder gar zu degradieren. Aber glaub mir eines: Wenn du nicht bald wieder Boden unter den Füßen fasst, dann sehe ich mich doch gezwungen, die nötigen Konsequenzen in die Wege zu leiten. Denn hier an Deck wird der gegenseitige Respekt groß geschrieben und die, die das vergessen haben, sollten sich das wohl besser schnellstens wieder vor Augen führen oder sich eine Division suchen, wo Respekt mit Füßen getreten wird. Klar soweit? Während er dies alles von sich gab, hatte Godot seine Faust in der Hosentasche geballt und in der anderen Hand hielt er seine Kaffeetasse so fest, dass sicherlich nicht viel fehlte und die Tasse in etliche Porzellan-Stückchen zerbrechen würde. Er musste sich gerade wirklich bemühen, sich selbst noch zu beherrschen und seinem Gegenüber nicht gerade das Gesicht zu verunstalten. Für den Stabsoffizier war das gerade eben die wohl unschönste Konfrontation mit einem Divisionsmitglied seit seinem Beginn bei der Marine. Wobei er in seinen Anfängen auch schon diverse Sachen durchgemacht hatte. Jedenfalls konnte man nur hoffen, dass diese Worte reichen würden, um Saemon wachzurütteln und ihm klar zu machen, dass sein Benehmen nicht nur ungebracht war, sondern all das hier einfach die unterste Schublade in Sachen Niveau und gegenseitigen Respekts gehörte. Dem Befehlshaber der 9.Division war schon klar, dass seine Worte auch nicht unbedingt den besten Eindruck bei den Neuen hinterlassen würde, aber es würde auch nicht mehr viel nutzen, wenn er dem Ganzen einfach seinen Lauf lassen würde und das ganze letztendlich schief ausgehen würde. Soweit konnte und wollte er es nicht kommen lassen.
Was ist hier nur in meiner Abwesenheit vorgefallen? Ehrlich gesagt kann ich Kenji langsam wirklich verstehen. Wenn Saemon in meiner Abwesenheit die ganze Zeit so respektlos mit ihnen umgesprungen ist, kann ich Kenjis Groll gegen ihn voll und ganz nachvollziehen. Dabei hatte ich den Rotschopf doch eigentlich ganz anders eingeschätzt, als ich ihm zum ersten Mal begegnet bin. Ist meine Menschenkenntis so schlecht, dass ich dieses falsche Spiel nicht gleich durchschaut habe? Oder ist irgendetwas vorgefallen, das in Saemon eine andere Seite zum Vorschein gebracht hat? Ich weiß es wirklich nicht. Ich kann nur hoffen, dass der Gute jetzt wieder zu sich kommt und ihm klar wird, wie daneben er sich benommen hat. Ansonsten muss ich tatsächlich auf gewisse Maßnahmen zurückgreifen, die ich am liebsten nicht in die Wege leiten möchte. Saemon,... Zwing mich nicht, die nötigen Konsequenzen in die Wege leiten zu müssen. Das gefällt dir sicherlich genauso wenig wie mir, also erspar' uns das bitte...
Die derzeitige Situation beschäftigte den Stabsoffizier so sehr, dass ihn der Drang nach einer heißen Tasse Kaffee erstaunlicherweise kalt ließ. Zu sehr war er gerade darauf fixiert, dass nichts eskalierte und sich alles wieder etwas beruhigen würde. Seine Miene blieb, selbst, als er auf eine Reaktion vom Rotschopf wartete, unverändert: der strenge Blick und die angespannten Gesichtsmuskel sollten auch nach Godots Ansprache deutlich machen, dass es an der Zeit war, dieses Affentheater zu beenden und wieder zum gewohnt friedlichen Alltag zurückzukehren, wo man sich gegenseitig respektierte und Unterhaltungen auf freundschaftlicher Basis führen konnte. Hoffentlich würde dieser Zirkus nicht allzu lange andauern, denn der Kaffeefanatiker hatte nicht das geringste Interesse an einem längeren Konflikt mit Saemon...

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mi 12 Sep 2012 - 16:36


Amelia verschlug es die Sprache. Ein lautloses Keuchen entfuhr ihren Lippen, während sie Saemon einfach nur anstarrte und nicht glauben wollte, in welchem Tonfall der Fähnrich gerade eben mit ihr gesprochen hatte, wo sie ihn doch als so höflichen jungen Mann kennengelernt hatte.
Noch nie hatte jemand so mit ihr gesprochen. Und sie gestattete es niemandem, nicht einmal einem Fähnrich, denn er hatte nicht einmal im Ansatz das Recht oder einen Grund, sie so anzufahren.
Doch scheinbar lag es nicht an ihr. Sie war nicht die Einzige, die die scharfe Zunge des Rotschopfes zu spüren bekam, nein, der Ton, welchen er gegenüber Zodiac anschlug, war im Grunde genommen einfach nur noch beschämend und das, was er mit Seiji tat, rang ihr ein Kopfschütteln ab.
Es war nicht ihre Art, sich gegen solche zu erheben, die im Rang über ihr standen, aber das, was er tat, war keineswegs rechtens. So behandelte man keine Menschen und schon gar nicht, wenn es sich dabei um Mitglieder der eigenen Crew handelte.
Hatte er vielleicht einen Streit mit seiner Freundin gehabt und entlud seinen Unmut nun deswegen an seinen Kameraden? Die Vermutung lag nahe, immerhin war die ehemalige Piratin nicht an seiner Seite.
Nein, bedauerlicherweise habe ich das nicht“, erwiderte sie also knapp. Alles Weitere war nicht nötig, denn da ergriff bereits Godot das Wort. Was er sagte, stellte Saemon bloß – und das war, wie sie befand, absolut gerechtfertigt. Denn wie Godot richtig gesagt hatte, waren sie eine Marineeinheit, eine, die sich zur Gerechtigkeit verschrieben hatte und das, was der Kisaragi dort tat, war alles andere als das, was man von einem Mitglied der Marine und vor allem von seinem Rang erwartete.
Wie dem auch war – Das alles mussten sie unter sich ausmachen, es war nicht an der Sykes, Entscheidungen zu treffen. Stattdessen begab sie sich zur Reling und lehnte sich über selbige, der Blick ihrer grauen Augen war gen Boden gerichtet. Am Hafen tat sich nichts.
Ein paar Katzen huschten im Schutz der Dunkelheit über den verdreckten Boden, vermutlich auf der Suche nach etwas Essbarem, aber ansonsten herrschte Stille und Ruhe. Mal sehen, wie lange.
Sie konnte sich nicht vorstellen, dass wirklich absolut gar nichts passieren würde.
Was mit den restlichen Mitgliedern an Bord geschah, verfolgte sie nur noch mit halbem Ohr.
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Aoi Yorumoto

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mi 12 Sep 2012 - 21:05


Die erwartete Ruhepause blieb aus. Es dauerte nicht lange, bis das Schicksal, oder eher Amelia, ein neues Ereignis an Bord des Marineschiffs führte.
Das Ereignis war groß, hatte blaue Haut, starre Augen und eindrucksvolle Zähne, die es eindeutig als beeindruckendes, männliches Fischmenschen-Exemplar identifizierten.
Kurz versucht ihm entgegenzugehen, blieb sie an Ort und Stelle, als sich innerhalb von Sekunden ein kleiner Auflauf um den Neuankömmling bildete. Das waren eindeutig zu viele um irgendetwas vernünftiges zustande zu bringen, geschweige denn mehr über den Kerl herauszufinden, und einen ersten Eindruck zu erhalten, dem zu trauen war.
Denn das war ein Grundbedürfnis der Soldatin, sie konnte niemanden unbefangen und als sie selbst gegenübertreten, von dem sie nicht eine Information hatte, die mindestens ein Bruchteil seiner Person erklärte. Es war ein uralter, fest in ihr verankerter Reflex, der Unbekanntes sofort, und bis zum Eintreffen erklärender Merkmale, die sein Handeln irgendwo vorausahnen ließ, als bedrohlich erkannte und sie lauernd auf Distanz gehen ließ.
Die Typ da hinten war der erste Fischmensch der ihr über den Weg lief, was er sagte konnte sie von hier aus nicht verstehen, und seine nicht besonders ausdrucksvolle (zumindest für sie, die an leicht zu lesende Menschengesichter gewöhnt war) Mimik sagte ihr absolut nichts, was einerseits ihre stets sorgsam verborgene, aber tiefe Neugier für alles Fremde weckte, und andererseits ihr Misstrauen erregte.

Jetzt tat sich etwas: Amelias Gesichtszüge entgleißten ins erschrocken-entsetzte, Godot wirkte verärgert, der Ausdruck des Satoomes wurde kühl und hart, alle blicke richteten sich auf Saemon.
Fasziniert beobachtete Aoi das Schauspiel, ohne das geringeste Wort zu verstehen, aber das brauchte sie nicht, auch ohne Klang sagte die Szene sehr viel aus.

Die Soldatin erinnerte sich, dass zu intensieves Starren meist unbehaglichkeit und unerwünschte Aufmerksamkeit auslöste, und ihr dunkelblauer Blick löste sich von dem Szenario, schweifte übers Deck und verharrte auf einem unbestimmten Punkt irgendwo auf der Silhouette des Hafens.
Gott, war das langweilig.
Vielleicht sollte sie sich da hinten blicken lassen, und irgendwie Anteil nehmen, an den Streitereien der Kollegen, und sei es nur durch ihre einfache Präsenz.
Das sollte sie wirklich.
Wollte sie eigentlich auch, aber mit dem Untergang der stechenden, grellen Sonne breitete sich warm und schwer Trägheit in ihr aus, während sie beobachtete wie übersättigte Farben in die sanften Nuancen von blau und grau umschlugen.

Wie immer hatte sie das Gefühl das sich ihre Sinne mit Einbruch der Nacht schärften, oder sich erst vollends entfalteten, und so bemerkte sie schnell das sich jemand nährte, allein an der Resonanz seiner Schritte die sich durch die Holzbohlen des Schiffes übertrugen, und sah auf.
Kenji stand vor ihr und sah sie aus seinen ungleichen Augen an, einem roten und einem grünen.
Sein Blick weckte Erinnerungen an den Tag an dem sie ihn zum ersten Mal getroffen hatte, und wie schwer es ihr gefallen war in sein Gesicht zu sehen, weil sie bei jedem Blick das Gefühl begleitete, von zwei verschiedenen Personen angeschaut zu werden und sie sich nicht entscheiden konnte, auf welche Seite sie sich konzentrieren sollte.
Bis sie dann irgendwann gelernt hatte beide Blicke als Teil eines Ganzen wahrzunehmen.

"Natürlich.... Dann werde ich ihn mal begrüßen gehen."

Sie lächelte ihm zu, stieß sich von der Reling ab, schaffte es diesmal zum Glück auf Anhieb ihre Trägheit abzuschütteln und steuerte auf die kleine Gruppe zu, reihte sich in sie ein und nickte Dem Fischmenschen grüßend zu.

"Aoi Yorumoto, freut mich." , lautete ihre schlichte Begrüßung.
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BeitragThema: Re: Oberdeck   Mi 12 Sep 2012 - 21:40


Seiji wollte sich grade von dannen machen weil es ihm Definitv zu voll wurde, da traf ihn etwas hartes am Kopf und der Rekrut fiehl nach vorne hin um, stand dann jedoch sofort wieder auf und sah zu Saemon, dieser sagte ihm irgend etwas, doch das konnte Seiji nicht verstehen, er vernahm für den Moment eher eine Art rauschen, dieser aufprall schien wohl auf seine Ohren gewirkt zu haben, Seiji bohrte sich nun ein wenig am Ohr und hatte geweitete Augen. " WAAAAAAAAS ?! " Schrie er nun seinem Vorgesetzten laut entgegen, sah sich verblüfft um und blinzelte einige male ungläubig. Irgendwie kam er sich grade vor als hätte er nur geflüstert. Seiji sah in die Runde ehe er das Schwert aufhob und es genau musterte. " AHHH ICH VERSTEHE ! DANKE ICH WERDE ES GUT BEHANDELN !" Erklärte er nun und musterte dann die Klinge. Er ging davon aus das sein Vorgesetzter Seiji einfach soetwas wie ein Geschenk machte, für seine extrem gute Arbeit an Deck. Achja nichts tun und geliebt werden das war Seiji grade recht gewesen !
Scheinbar war es doch nicht so schwer gewesen befördert zu werden, wenn das so weitergehen würde, wäre er schon Morgen der Leiter dieser komischen Fraktion. Er mochte die Neunte Division das war mal klar während dieses Gedankes tauchte einer von Seijis Geistern neben ihn auf.
" Ehm ... du hast ... einen harten Schlag abbekommen halt dich lieber irgendwo fest !"
Erklärte der Geist nun vorsichtig und Seiji sah diesem etwas verwirrt an, harter Schlag ? Niemals er bekam doch nur dieses Schwert an den Kopf geworfen, kein Grund zur Sorge ! Seiji fixierte den Geist, den nur er sehen konnte und erklärte dann gewohnt brüllend, aufgrund des schlechten Gehöres : " KEIN DING ! MIR GEHT ES GUT !" Erklärte er nun , das er den Geist verstand konnte man wohl auf den Fakt schieben, das diese Stimme nur in seinem Kopf war. Mit einem mal drehte sich der Rekrut nun wieder zu den Kajüten um und ließ die Crew somit aus den Augen. " Ich leg mich dann mal hin !" Rief er mit wieder mehr oder weniger normal lauter Stimme und wie aufs Wort kippte der Rekrut nach hinten um mit ausgebreiteten Armen und sah nur noch Sternchen, der Schmerz war wohl stärker gewesen, als der Rekrut im ersten Moment spürte und dachte. Naja wenigsten hatte er sich unter Kontrolle.
Nachdem Seiji umfiel merkte er eine Sache : Er hätte sich doch lieber ins Bett legen sollen, als auf den Boden, den der Boden war sehr hart gewesen. Was hatte sich sein Vorgesetzter nur dabei gedacht ?
Ein Geschenk schön und gut aber es dem Rekruten so an den Kopf zu donnern, das grenzte ja fasst schon an versuchten Mord ! Okey wahrscheinlich schielte sein Vorgesetzter beim zielen einfach ein wenig, so mit einem Auge war es eben nicht leicht jemanden etwas vor die Füße zu werfen ... Als Schwertkämpfer fiehl das ja nicht so auf, wenn man auf einen Arm zielte und stattdessen den Kopf 2 teilte, wer störte sich schon dadran ?
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Reisen

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Do 13 Sep 2012 - 16:40

So geschah eine weile so einiges auf den Bord und Reisen war die Stille Person, die sich kaum rührte und alles hörte und aufmerksam beobachtete. Man könnte meinen, sie habe sich der Überwachungsschnecke angenommen. Das einzigste was ihr wohl fehlte, war das Klassische "Geeeee" ton, wenn Reisen sich umschaute und alles in sich "aufsog". Auch geflüster waren nicht vor ihr verborgen. Alles was sie hörte und sieht, wird auch mindestens 5 jahre gespeichert.
Aber sie war auch viel zu sehr auf ein Anzeichen von den Flüchtlingen fixiert. Sie durfte aber auch nicht Schießen, ehe sie angegriffen wird. das Machte sie irgendwie Traurig, und jedoch zeigte sie es nicht. Sie lächelte einfach nur.
Dann aber kam jemand "Neues". Eine Person, wohl auch Rekrut. Dazu auch noch Fischmann mit den Namen Zodiac.
Er sah ziemlich kräftig aus, und hat Ähnlichkeiten mit einen Hai. Besser ihn nicht provozieren, das könnte... gefährlich werden, wie bei fast jeden anderen hier, wenn diese mit Negativen energie geladen sind.
Reisen selbst läuft über Negative Energie, aber in einer anderen Art und weise.
Saemon scheint probleme zu haben mit jeder Person wohl und der Kapitän hat ein ernstes Wördchen mit ihn. Wow, Godot kann schon mit worten Verteilen, dazu auch noch an so einen Typen, das Schafott zerstört hatte mit einer aktion. Sowas möchte sie auch mal können. Unterränginge disziplinieren.
Sie seufzte nun wieder und wendete sich den neuankömling an.
Man sollte mit jeden Crewmitglied einen Draht haben. Man kann ja nicht richtig Arbeiten, wenn man den Anderen nicht vertraut und nicht kennt.
"Willkommen, Zodiac. Auf gute zusammenarbeit." kam es von ihr, lächelnd und sah dann zu Kenji, welcher eine Führung anbot durch das Schiff. Sie möchte nämlich auch mal vom Deck runter und in ein Zimmer ihre Sachen ablegen.
"Ich würde mich freuen, wenn ich einen Platz habe, zum Ablegen von meiner Ausrüstung. könnten sie mir auch zeigen, wo ich mich niederlassen kann?" fragte das Cyborg den hier nun wohl dritthöchsten im Rang.
Aber junge, sind hier viele Leute. Sie glaubte kaum, das es noch Platz gäbe in dieser Division, besonders nicht, wenn alle auf einen Schiff sind.
Und dann der Clown. Er hat sich wieder mit einen Ranghöheren angelegt. Dazu hat er einen Treffer Kassiert und taumelt vor sich hin. Reisen lachte kurz auf und schüttelte den Kopf. "Er lernt das wohl nie" meinte sie nur und seufzte irgendwie Fröhlich.
Sie wartete aber nun auf Kenji´s reaktion und ob er auch ihr ihr Zimmer zeigen würde. Oder er stellt sie in die Abstellkammer... Bei den Gedanken war ihr nicht wirklich wohl und seufzte.

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Zodiac

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Do 13 Sep 2012 - 22:09

Oh merkwürdig Welt. Der Fischmensch mochte es nicht so wirklich, wenn alles um ihn herum so hektisch verlief und er nicht die Möglichkeit besaß alles im Auge zu behalten. So viele Menschen die anwesend waren, so viele Handlungen die da aufeinander trafen, im Grunde einfach viel zu viel, als dass ein Individuum in der Lage gewesen wäre all die Informationen korrekt aufzunehmen und zu verarbeiten ohne dabei irre zu werden. Innerlich entschied sich der Fischmensch letztlich dazu, sich auf das wohl scheinend wichtigste zu fixieren. Wird schon nicht verkehrt sein, dachte er sich und fasste dabei das kurzatmige Angebot Kenji auf. Mit einem kurzen Nicken bestätigte er seine Einladung und machte ihm damit zugleich klar, dass er sogleich von seinem Angebot Gebrauch machen würde, wenn dieses ganze Prozedere endlich sein Ende finden würde, was bei der andauernden „Hasswelle“ von Saemon nicht auszuschließen war. Man musste kein Psychologe sein um zu erkennen, dass er mit seiner präpubertären Einstellung den Hass aller auf sich zog. Spontan fiel dem Fischmenschen der Vergleich mit einem kleinen Kind ein. Hält sich für das absolut Größte und brilliert mit einem gewissen Revierverhalten. Wer sein Umfeld von 100 Metern nur ansah wurde mit fletschenden Zähnen angesehen, hoffend, dass sich das fremde Individuum wieder verziehen würde. Ach Moment nein, das waren die süßen Goldfische, er vergaß. Wäre es nicht sein erster Tag bei der Marine und wäre die Konsequenz dessen nicht, dass er sich der strengen Einhaltung der Regeln verpflichtet hat, so würde Zodiac wohl zu alter Persönlichkeit zurückfinden und körperliche Gewalt anwenden. Ob es nun die großkotzige Einstellung war oder das verachtende Verhalten gegenüber seiner Rasse war, wusste er nicht. Was er wusste war die Tatsache, dass dieser Mann die Perfektion des Fehlverhaltens erreicht hat. Mit starrem Blick fixierte er die menschlichen Augen seines Gegenüber, überdachte dabei die Formulierung seines folgenden Satzes, damit ja auch kein „Flüchtigkeitsfehler“ mit entsprechenden Konsequenzen resultieren würde. Ohne beleidigend oder respektlos wirken zu wollen, so lege ich ihnen folgende Information ans Herz! Selbst wir Fischmenschen sind schlau genug um die Konsequenzen unserer möglichen Handlungen auf die momentane Situation zu überdenken. Klar, ich könnte dich jetzt angreifen, aber was würde es mir bringen? Nichts! Schließlich bin ich nicht daran interessiert die letzten Wochen, Monate und Jahre meiner Arbeit aufs Spiel zu setzen, wie du es gerade tust. Stattdessen bediene ich mich der verbalen Macht. Logik und Verstand triumphieren stets über negative Euphorie und na ja … Hass? Ich schlage Ihnen vor sich zu beruhigen und ihr eigenes Handeln nochmals zu überdenken. Sollte dies nicht geschehen, so werde ich Drohungen, die im Verlauf unserer Konversation bereits erwähnt wurden, wahr zu machen. Sehen Sie es als Schwäche, ich sehe es als taktisches Handeln! Er beendete seinen Satz und ließ von Saemon ab. Er hatte kein Interesse mehr seine innere Müdigkeit durch eine unnötige Konfrontation weiter zu fördern. Aber hey, stattdessen kam es sogar noch besser! Der Kapitän machte seinem Posten alle Ehre. Endlich ein Mann, der sich seiner sozialen Macht bewusst war und auch in der Lage war sie konsequent in die Tat umzusetzen. Gebannt lauschte er der deutlichen Ansprache des Kapitäns und erfuhr dadurch auch einige wirklich interessante Fakten, derer er sich so noch nicht bewusst sein konnte. Das einzige was Zodiac innerlich hoffte war, dass Godot seine Drohung wirklich wahr machen würde, sollte es dazu kommen. Mit irgendeiner non-blutigen Lösung mussten sie Ihn doch beruhigen können. Egal wie, irgendwie!
Aber seien wir ehrlich? Streng genommen hatte er hier wirklich nichts mehr verloren. Eigentlich war er erst seit einigen Minuten hier an Bord und hatte schon eine Konfrontation mit einem anderen Mitglied der Division angezettelt, dabei kannte er ihn doch noch gar nicht?! Zodiac resignierte innerlich einfach und ließ vom gesamten Szenario ab, letztlich würden die anderen Mitglieder, die diesen Saemon besser kannten, die Situation wohl schon irgendwie richten. Wobei der Gedanke an sich gar nicht so blöd war, oder? Warum sich noch weiter beleidigen und beschimpfen lassen, wenn es doch die anderen waren die ihn kannten und sich selber also mit ihm herumschlagen konnten. Innerlich grinste Zodiac vor sich hin: Da blitzte doch tatsächlich die kleine, egoistische Seite von ihm auf, die ihm förmlich befahl die anderen mit „ihm“ zurückzulassen. Nachdem Godot seine kleine Ansprache beendet hatte, widmete er sich ihm vorsichtig und sprach mit – hoffentlich – nicht zu aufdringlicher Stimme: Entschuldigen Sie, wenn ich mich kurz einmische. Aber ich denke ich, als Neuling, kann zur Lösung dieses Problems kaum beitragen und werde die hier Anwesenden alleine lassen, damit ich nicht allzu sehr störe. Ich erbitte die Erlaubnis mich einige Meter vom Geschehen zu entfernen. Nach Beendigung seines Satzes salutierte er kurz und begann sich langsam von der Gruppe zu entfernen. Innerlich hatte er mit der Situation also schon abgeschlossen, dennoch konnte er sich einen letzten, abschließenden Kommentar zu Saemon nicht verkneifen. Ich hoffe du bist zufrieden, mit dem was du erreicht hast. Na, war der brachiale Weg der Richtige? Dies waren die Worte, die er zu ihm sprach, als er an ihm vorbeilief. Nachdem er sich von Saemon entfernt hatte, begegnete er auch den anderen beiden, die die sich ihm kurz vorgestellt hatten. Auch ihnen stellte er sich kurz vor, mit folgend, beiliegender Entschuldigung: Zodiac! Es tut mir leid, dass jetzt diese komplexe Problematik entstanden ist … Ich weiß selber nicht wie es dazu kommen konnte, letztlich ist dieser Typ jedoch komisch! Ich hoffe, wir finden in naher Zukunft einen besseren Moment um einander besser kennenzulernen. Mit einem leichten Lächeln wandte er sich jeweils von beiden ab und ohne zur großen Gruppe zurückzublicken nahm er ungefähr 5-10 Meter weiter entfernt im Schneidersitz platz und begann sich zu beruhigen, indem er die Augen schloss und eine konzentrierte Körperhaltung einnahm. Während er einfach so dasaß konnte er es sich jedoch nicht verkneifen, dem weiteren Verlauf des Gesprächs weiter zu horchen. Wer weiß, vielleicht würde er ja noch Dinge erfahren, deren Effektivität in der Zukunft vorteilhaft ausfallen würden. Letztlich wäre es aber auch okay, wenn Kenji auftauchen würde und mit ihm durch das Schiff touren würde, damit er einen Einblick von seinem „neuen“ zu Hause bekommen würde. Im Endeffekt war ihm beides recht. Die absolute Endlösung zur „Saemon-Situation“ würde er früher oder später so oder so mitbekommen. So intensiv wie diese aufgetreten war, war es nahezu unmöglich jener aus dem Weg zu gehen. Höchstens wenn man sich aktiv daran beteiligte, der Geschichte aus dem Weg zu gehen. So saß er also nun da, hatte alles gesagt was er sagen wollte und lauschte dem Gespräch, achtete auf die anderen Mitmenschen die anwesend waren, wie Kenji die ihn eventuell nochmals ansprechen könnten und versuchte dabei seine innere Ruhe zu finden. Immer diese Pseudoberuhigungsmethoden! Schrecklich!

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BeitragThema: Re: Oberdeck   Do 13 Sep 2012 - 23:35

Kenji entfernte sich vom Geschehen, doch konnte er die entfachte Diskussion dennoch nicht überhören und sich somit nach wie vor mit dieser befassen, ob er nun wollte oder nicht. Die gute Sache an der ganzen Geschichte war dass sich die gesamte Neunte ,bis auf einen, ziemlich einig war und Saemon im Augen eines jeden im Unrecht war, aber im Gegenzug verhielt dieser sich wie ein kleines aggressives Kind und brachte nur Nonsense ohne Halt hervor. Kenji war das natürlich nur recht, so würde der Rotschopf vielleicht endlich mal die Bestrafung erhalten die er für sein Fehlverhalten verdient hatte, doch das lag einzig und allein in der Hand Godot und derzeit war seine ellenlange Drohung eben nur eine Drohung, nichts weiter.
Den Schwertkämpfer hatten derzeit also nur drei Dinge zu interessieren: Den von Aoi anvertrauten Hafen beobachten, auf Abruf bereit sein, und warten bis Zodiac das Recht hatte sich gänzlich vom Geschehen zu entfernen. Nun auf dieses musste der Fischmensch sicherlich noch warten bis die Angelegenheit gänzlich geklärt war, aber so hatte Ken wenigstens Zeit zu entspannen. Gelangweilt und die Lider von der Müdigkeit des Tages unterzogen blickte er ins weite Nebelfeld hinaus und versuchte irgendetwas bedrohliches zu erkennen, aber wie soll man so überhaupt irgendetwas sehen? Der Nebel war einfach zu dicht und selbst der Schall gesprochener Worte schien in dieses unterzugehen. Es war eine Aufgabe ohne wirklichen Sinn und Nutzen und deshalb rief sich der Saotome, wie er da an der Reling lehnte, wieder einmal viele seiner sehr viel effektiveren Pläne in Gedächtnis.

"...Wir könnten einfach ablegen. Unser Job hier ist getan und es gibt soviel im Krisengebiet East Blue zu tun...Was ist mit den Leuten auf Konomi? Die brauchen doch bestimmt unsere Hilfe...vielleicht ist Al Nair immernoch dort und verbreitet Terror."

Diesen Kerl als Schweinehund zu bezeichnen wäre noch eine starke Abschwächung der Tatsachen, der war um Längen schlimmer als diese Storm Dragons wegen denen der Seekadett nun Wache hielt. Würden die überhaupt kommen um ihren kleinen Freund zu befreien? Scheinbar ja nicht denn grade war ihre Gelegenheit gekommen und sie schienen sie nicht nutzen zu wollen. Sicherlich hatten sie sich bereits vor Stunden von der Insel verzogen und brannten irgendwo anders Häuser von Unschuldigen ab. Bei diesen Gedanken konnte Ken nicht anders als detrompierend den Kopf zu schütteln und angestrengt auszuatmen. Lange hielt dieser dröge hängende Blick allerdings auch nicht an denn urplötzlich lenkte lautes Geschrei von Seiji seine Aufmerksamkeit zurück zu den Anderen.

"Nanu?" ,fragte er sich leise selbst während er den Blick vom Hafen abwendete und stattdessen dem Braunhaarigen dabei zusah wie er mit Saemons Schwert umgriffen zu Boden fiel und hart mit den Kopf aufschlug oder zumindest sah es so aus und auch seine Körperhaltung sprach dafür "Was ist los?" Das war das erste Mal in seinen Leben dass ihn die Hilfsbereitschaft eines Arztes packte und wie von Göttlicher Hand gelenkt schritt er zu Seiji, kniete neben diesen nieder und begutachtete seinen Kopf. Er war gerötet und eine fette Beule war entstanden, aber ansonsten schien alles in Ordnung zu sein. Keine äußeren Blutungen und auch keinen Bruch, aber Kenji war ein absoluter Anfänger und Laie eines Schiffsarztes, sein Wissen beschränkte sich grade einmal auf ein wenig mehr als beim Normal Bürger. Trotzdem war er somit vermutlich derjenige an Deck der am besten Bescheid wusste, er hatte also eine Entscheidung zu fällen. Er strich sich nachdenklich übers Kinn bis er schließlich eine Antwort parat hatte. "Ich denke es beläuft sich bei einer Beule, aber er scheint Ohnmächtig zu sein was durchaus auf eine Gehirnerschütterung schließen könnte...Krankenzimmer, zur vorzeitigen Beobachtung und genaueren Analyse wird wohl das beste sein."
Mit diesen Worten griff der Pflichtbewusste Kenji vorsichtig unter den Arm seines Kameraden und zog ihn hoch so dass es beinahe so aussah als würde er aus eigener Kraft neben ihn stehen. Eine brachiale Art ihn zutransportieren traute sich der Saotome beim Zustand seines Patienten nicht wirklich zu und ein wenig Hilfe zum tragen wäre wohl angebracht, doch hätte niemand auch erst die Chance gehabt den jungen Mann zu helfen denn wie ein Nebelhorn erklang eine seltsam vertraute Stimme vom Hafen - Die von Natsu. Trotz seiner Last hielt Kenji inne und drückte die Augenlider zusammen um besser zuerkennen und tatsächlich! wie düsterte kleine verzerrte Schatten erkannte er im dichten Weiß die Umrisse einiger Personen und das Pink vom Captain der Crew trat deutlich hervor. "Die Storm Dragons...Sie sind also doch hier. Kapitän?" Er richtete sich zu Godot ohne dabei Seiji wie ein Tölpel hin und her zu schleudern. "Ihre Befehle?"

Sie wollten nun mal den Vorgesetzten sprechen und auch wenn die Piraten dies scheinbar nicht wussten, war es doch trotzdem Godot nach den sie da verlangten...

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