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Kapitänskajüte

Godot

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BeitragThema: Kapitänskajüte   Mi 1 Feb 2012 - 18:31

Die Kapitänskajüte befindet sich am Oberdeck. In diesem Raum verbringt der Marinekapitän Godot viel Zeit. In der Kajüte befinden sich ein Schreibtisch inklusive zweier Stühle, welche sich an diesem jeweils gegenüberstehen. Zudem steht auf dem Schreibtisch eine Teleschnecke. In der obersten Schublade befinden sich die neusten Steckbriefe, denn ein Marinekapitän muss diesbezüglich stets auf dem aktuellen Stand sein. In der unteren Schublade liegen die Akten seiner Leute, die der Marinekapitän selbst auf den neusten Stand setzen muss. In diesem Zimmer befindet sich außerdem ein Bett, sowie ein Kleiderschrank. Auch Säcke, gefüllt mit Kaffeebohnen, stehen bereit, damit der Kaffeefanatiker auf langen Reisen nicht auf seine geliebte Tasse Kaffee verzichten muss. Dadurch riecht es in der Kapitänskajüte auch stark nach Kaffee. Einen Geruch, den der Stabsoffizier liebt.

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Mi 1 Feb 2012 - 19:32

cf: Oberdeck

Der Vorfall in Shell Town lag nun bereits zwei Tage zurück. Mittlerweile war die Mannschaft mit ihrem Schiff wieder in See gestochen. In Shell Town habe ich wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln können. Ich muss aus meinen Fehlern lernen, damit ich die nicht wiederhole.
Während er so vor sich hindachte, machte er sich in aller Ruhe eine Tasse Kaffee. Natürlich mit der nötigen Sorgfalt. Alles hatte seine Ordnung, zumindest in seiner Kajüte war dies so. Auch, wenn es in diversen Ecken des Schiffs etwas unordentlicher war, pflegte der Stabsoffizier eigentlich, Ordnung zu behalten.
Mit einer mit schwarzem Kaffee gefüllten Tasse nahm der Marinekapitän Platz auf seinem Schreibtischstuhl.
Hm... Wir sind jetzt bereits ein paar Tage im East Blue unterwegs und bislang scheint alles ruhig zu sein. Schön. Da kann man sich doch gleich etwas von den Ereignissen in Shell Town erholen. Er genoss einen Moment lang die Ruhe, setzte dann seine Tasse an und nahm einen Schluck. Der Stabsoffizier liebte es, wenn sein Gaumen in den Genuss des Kaffees kam. Für ihn war dies sehr beruhigend und entspannend, ja fast schon befriedigend.

Shell Town... ich muss sagen, dass ich positiv von Kenji überrascht worden bin. Der Hauptgefreite hat echt gezeigt, dass er einiges zu bieten hat und war einer der einzigen, der in der Bar nicht zu Boden ging. Er ist noch nicht so lange Teil unserer Division, hat sich aber schon gut integriert und in Shell Town auch echt bewiesen. Ich würde schon sagen, dass er sich bereits etwas weiterentwickelt hat. Vielleicht sollte ich... Er legte in Gedanken eine Pause ein, um sich noch einen Schluck Kaffee zu gönnen, dann setzte er seinen Gedankengang fort. Vielleicht sollte ich eine Beförderung für den Jungen beantragen. Es kann imgrunde nichts schaden, also warum nicht? Ich muss dem Marine Hauptquartier des East Blues ohnehin noch davon berichten, dass Saemon nun Teil meiner Mannschaft ist. Saemon Kisaragi. Da kann ich doch gleich auch mal wegen der Beförderung mit den Leuten aus dem Hauptquartier über die Beförderung reden. Also los, Diego. Packen wir's an!

Er schnappte sich sogleich den Hörer der Teleschnecke und wählte die Nummer des Hauptquartiers. Kurz darauf hatte er jemanden erreichen können.
"East Blue Hauptquartier der Marine. Wer ist am Apparat?", ertönte eine Stimme.
Hier spricht Godot, Marinekapitän und Befehlshaber der 9.Division.
"Herr Godot, was ist ihr Anliegen?"
Es gibt mehrere Sachen, die ich Ihnen mitteilen muss. Ich fange mal damit an, dass meine Mannschaft dezimiert worden ist. Wir haben im Vorfall in Shell Town einige Leute verloren.
Daraufhin nannte der Marinekapitän alle, die dort verstorben waren. Anschließend erwähnte er noch, dass Soldaten der Shelltown Marine stattdessen ihrer Mannschaft beigetreten sind, um die Verluste innerhalb der Division wieder auszugleichen.
Ich habe noch eine erfreuliche Nachricht. Wir haben einen neuen Rekruten. Es handelt sich dabei um Saemon Kisaragi. Er wird seine Marine-Laufbahn als Matrose starten. Der Bursche ist ein guter Schwertkämpfer. Ich denke, wir werden es nicht bereuen, ihn rekrutiert zu haben.
"Verstanden. Saemon Kisaragi wurde soeben eingetragen. Bitte aktualisieren Sie auch die Akten der Soldaten an Bord ihres Schiffes."
Ich kümmere mich sofort darum. Ich möchte auch noch eine Beförderung für Kenji Saotome beantragen. Derzeit ist er Hauptgefreite, doch könnte ich mir angesichts seiner beeindruckenden Leistung in Shell Town durchaus vorstellen, dass er dem Rang eines Maat durchaus gerecht werden könnte.
"Verstanden. Der Antrag wird eingereicht. Wir werden Sie informieren, sobald sich die Zuständigen damit auseinandergesetzt haben."
Alles klar. Das war's soweit von mir. Schönen Tag noch!
Godot wollte den Hörer gerade weglegen, als plötzlich eine Stimme ertönte. Der Marinekapitän hatte nicht verstanden, was gesagt worden war und musste sich deshalb noch einmal erkundigen.
Entschuldigung, ich habe Sie leider akustisch nicht verstanden. Könnten Sie das noch einmal wiederholen?
"Selbstverständlich! Also... Uns wurde ein Vorfall auf der Konomi-Insel gemeldet. Uns liegen leider keine genauen Informationen vor. Wir würden Sie jedoch bitten, sich diese Sache genau anzusehen. Wir müssen diesem Hinweis nachgeben, denn es könnte sein, dass gerade Piraten dort für Unruhe sorgen."
Verstanden. Wir nehmen Kurs auf die Konomi-Insel und sehen uns das Ganze mal etwas genauer an. Schönen Tag noch.
Mit diesen Worten beendete der Marinekapitän schließlich das Gespräch mit dem Hauptquartier der Marine im East Blue. Es war schon merkwürdig. Der letzte Vorfall lag nur ein paar Tage zurück und schon gab es wieder Probleme. Gab es überhaupt Probleme? Eigentlich konnte man dies ja nicht genau sagen, weil der Marine zur Situation der Konomi-Insel jegliche Informationen fehlten. Dennoch musste die 9.Division der Vermutung nachgehen und die Lage prüfen. Als bislang bedeutendste Marine-Einheit des East Blues war es ihre Pflicht, sich nach dem Wohlergehen der Menschen zu vergewissern.

Puh, so viel Stress. Man hat ja kaum Zeit, die Ereignisse in Shell Town psychisch zu verarbeiten, da steht schon das nächste Problem bereit. Ich sehe schon, uns wird so schnell nicht langweilig werden. Die Konomi-Insel ist also unser nächstes Ziel. Ich frage mich, was dort wohl vor sich geht. Ist es vielleicht nur ein falscher Alarm? Das bezweifle ich ehrlich gesagt. Denn das Hauptquartier wird uns wohl nur dorthin schicken, wenn die Information von einer vertrauenswürdigen Person stammt. Ich weiss nicht, wer dieser Informant ist und wieso er der Marine nichts genaueres gesagt hat, aber wir sollten auf alles gefasst sein. Es ist gut möglich, dass Piraten dort ihr Unwesen treiben. In jedem Fall möchte ich den Leuten helfen. Selbst wenn es nur ein paar Taschendiebe wären, würde ich diese nur ungerne frei rumlaufen lassen. Vielleicht sollte ich mir schon ein paar Gedanken zur Vorgehensweise machen. Ich weiss zwar nicht, was uns erwartet, aber für alle Fälle sind gewisse Richtlinien nicht verkehrt. Wir sollten einen Spähtrupp vorausschicken, der die Lage überprüft und uns dann Bericht erstattet. Dann können wir uns entsprechend formieren und bestmöglich auf die entsprechende Situation reagieren.

Dann heißt es wohl, einen Spähtrupp zusammenzustellen. Mindestens einen wichtigen Mann bräuchte ich in dieser Gruppe. Einer, der dafür sorgt, dass sie nicht zu viel riskieren und doch genug in Erfahrung bringen können. Klingt komisch und kompliziert, ist es auch. Aber mir fällt nichts besseres ein. Auf jeden Fall ist die Rückkehr des Spähtrupps die oberste Priorität. Wir starten erst, wenn die Gruppe wieder vereint ist und unsere Späher uns Bericht erstatten können. Ansonsten laufen wir noch geradewegs in die Klingen der Feinde und sowas will ich um jeden Preis verhindern. Ich möchte meine Männer nicht wegen irgendwelcher Unachtsamkeiten verlieren.


Nach diesen ganzen Überlegungen trank der Stabsoffizier aus, stellte seine Tasse auf den Schreibtisch. Dann fiel ihm ein, dass er die Akten seiner Leute aktualisieren musste. Das hatte er beinahe vergessen bei seiner ganzen Planung für die Aktion auf der Konomi-Insel. Schnell griff er in die unterste Schublade und holte den Stapel Akten hervor. Dabei legte er die Akten der Verstorbenen auf einen Stapel und alle anderen auf einen anderen Stapel. Nachdem dies getan war, überprüfte er die Akte jedes Soldaten, damit diese auf dem neusten Stand war. Anschließend legte er all diese Akten zurück in die untere Schublade. Zum Abschluss legte er noch eine neue Akte für Saemon Kisaragi an. Er schrieb kurz alle wichtigen Informationen auf, die er über ihn in den letzten zwei Tagen gesammelt hatte und legte sie dann zu den anderen Akten in die unterste Schublade.

So, das wäre dann auch erledigt. Zeit, Kurs auf die Konomi-Insel zu nehmen...

Der Stabsoffizier erhob sich von seinem Schreibtischstuhl, griff nach seinem Mantel und legte sich diesen um. Nun war es an der Zeit, seine Leute über die nächste Station der 9.Division zu informieren und die letzten Vorbereitungen zu treffen. Sie hatten noch etwas Zeit, bevor sie ihr Ziel erreichen würden, sodass auch jeder diese Zeit möglichst sinnvoll nutzen konnte. Godot selbst hatte sich noch keine Gedanken darüber gemacht, was er in der verbleibenden Zeit tun würde. Den ganzen Papierkram hatte er gerade eben erledigt und ihm fiel auf Anhieb nichts ein, das er noch tun konnte. Vielleicht würde er sich noch etwas hinlegen, damit er fit und ausgeschlafen war, wenn sie die Konomi-Insel erreichen würden. Die Alternative dazu wäre wohl, die frische Luft an Deck zu genießen sowie den Meeresausblick. Der Stabsoffizier wusste noch nicht genau, wie er sich entscheiden würde, doch stellte er dies erst an zweite Stelle, denn seine oberste Priorität war ja erst, die Mannschaft über ihr nächstes Ziel zu informieren.

Na dann wollen wir mal. Es macht keinen Sinn, das länger hinauszögern zu wollen. Je eher sie es wissen, desto besser können sie sich moralisch und körperlich darauf vorbereiten. Ich bin mir sicher, dass zumindest einige sich bereits darauf freuen, dass sie so schnell wieder etwas zu tun haben. Es wird aber bestimmt auch welche geben, die wohl auch lieber die Ruhe genossen hätten. Naja, man kann es nunmal nicht jedem recht machen und es ist immerhin unsere Aufgabe, einzugreifen, wenn Ungerechtigkeiten im East Blue passieren. Wir haben uns dieser Aufgabe verschrieben und müssen dieser Pflicht jetzt auch nachgehen. Also braucht jetzt auch keiner deswegen rumzunörgeln. Wie auch immer, auf zum Deck. Ich schätze, dass sich dort im Moment die meisten Soldaten befinden.

Daraufhin öffnete der Stabsoffizier die Tür und gelang zum Oberdeck, wo er bereits auf viele Soldaten traf.

tbc: Oberdeck

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Sa 4 Feb 2012 - 17:21

cf: Oberdeck

Godot betrat erneut seine Kajüte. Er wollte sich noch etwas Schlaf vor der nächsten Aufgabe gönnen. Als erstes zog er seinen Mantel aus und hängte ihn zurück auf den Schreibtischstuhl. Dann legte er sich zügig auf sein Bett und schloss die Augen. Der Stabsoffizier war beinahe eingeschlafen, da ertönte ein "Bölle Bölle Bölle" Geräusch. Unverwechselbar. Es musste seine Teleschnecke sein. Rasch öffnete er die Augen und sprang wieder aus dem Bett. Er griff nach dem Hörer und sprach:
Marinekapitän Godot, 9.Division. Was gibt's?
Eine vertraute Stimme erklang daraufhin.
"Hier ist das East Blue Hauptquartier der Marine. Man hat sich Ihrem Anliegen angenommen. Die Zuständigen kamen zum Entschluss, dass dem Hauptgefreiten Kenji Saotome eine Beförderung zustehen sollte. Man einigte sich auf eine Beförderung zum Maat. Bitte setzen Sie den Soldaten darüber in Kenntnis und vermerken Sie das in seiner Akte."
Das sind ja gute Neuigkeiten. Das ging echt schnell. Natürlich werde ich es ihm ausrichten und seine Akte auf den aktuellen Stand bringen. Ich danke Ihnen.
"Das ist alles, was wir Ihnen zu sagen haben. Schönen Tag noch!"
Daraufhin stellte Godot fest, dass der Kontakt zur anderen Teleschnecke abgebrochen worden war.
Sehr schön. Diese Neuigkeit muss ich ihm gleich mitteilen. Er hat sich die Beförderung wirklich verdient. Das wird Kenji sicherlich freuen... Aber zuerst wird seine Akte aktualisiert.

Er griff wieder in die Akten-Schublade, durchsuchte den Stapel nach Kenjis Akte und wurde schließlich nach einer zweiminütigen Suche fündig. Da haben wir sie ja! Kenji Saotome... Dann wollen wir doch mal schauen...
Auf seinem Schreibtisch lag ein Kugelschreiber, den er sogleich in die rechte Hand nahm, während er mit der linken Hand nahezu zeitgleich die Akte öffnete. Er strich den Rang Hauptgefreiter durch und schrieb neben das durchgestrichene Wort dann "Maat". Damit hatte er alles getan, was er im Moment tun musste. Der Stabsoffizier wartete noch einen Moment und betrachtete seine verrichtete Arbeit bis er schließlich die Akte schloss und zum Stapel in der Schublade zurücklegte. Dann schloss er die Schublade und verließ den Schreibtisch.

Hm... eigentlich sollte ich mich doch besser noch etwas hinlegen und schlafen. Es bleibt mir ja noch etwas Zeit zum Schlafen, also sollte ich diese nutzen. Ich kann Kenji ja nachher mitteilen, dass er befördert wurde. Es kommt jetzt eh nicht auf 1-2 Stunden an.
Daraufhin legte er sich wieder hin und schloss die Augen. Er spürte zwar, dass das Schiff gerade durch die Wellen etwas hin und her schaukelte, doch dies störte ihn nicht weiter. Der Marinekapitän war das bereits gewohnt. Deshalb dauerte es auch nicht sonderlich lange, bis seine Atmung sich reguliert hatte und nun auch kaum noch hörbar war. Im nächsten Moment nahm er keine Geräusche mehr wahr, die sich an Deck abspielten. Weder die Soldaten die über's Oberdeck ging , noch irgendwelche anderen Geräusche. Er war nun wieder in seiner Traumwelt versunken. Hin und wieder konnte man ein leichtes Lächeln in seinem Gesicht erkennen, doch die meiste Zeit lag er regungslos auf dem Bett.

Die Zeit verging wie im Fluge und das nächste, an das sich der Marinekapitän erinnern konnte, war der Ruf eines Soldaten. Es war nicht deutlich zu hören, doch es reichte, um Godot aus dem Schlaf zu reißen. Zumindest das war dem Soldaten bereits gelungen. Dann wiederholte er seinen Satz noch einmal. "Die Konomi-Insel liegt direkt vor uns. Bereit machen, um das Deck zu verlassen und an Land zu gehen!" Im nächsten Augenblick stürmte auch schon ein anderer Soldat in das Büro des Stabsoffiziers. "Kapitän, wir haben die Konomi-Insel erreicht!" hm? Ah! Ich danke dir für die Information. Ich komme sofort... Godot sprach auf eine Art und Weise, die sehr deutlich unterstrich, dass der Marinekapitän noch etwas müde und nur halbwegs wach war. Doch wusste er, dass er jetzt keine Zeit zum Trödeln hatte. Sie hatten eine Aufgabe zu erledigen, das war ihm durchaus klar. Deshalb ließ er seine Leute auch nicht lange auf ihn warten.

Kurz darauf stand er auf den Beinen und war wieder einigermaßen fit. Mit langsamen Schritten ging er zur bereits zuvor von einem Marinesoldaten geöffneten Tür. Dabei spürte er eine kühle Brise in seinem Gesicht. Es war erfrischend und sorgte dafür, dass er im nächsten Moment wieder hochkonzentriert war. Er trat hinaus und sah, wie sich seine Mannschaft bereits an Deck versammelt hatte. Alle waren bereit, um die Konomi-Insel zu betreten. Besonders schön war auch, dass sie nach wie vor schönes Wetter genießen konnten.

Okay, wir sollten uns die Sache dann mal genauer ansehen. Ich frage mich wirklich, was gerade auf dieser Insel vor sich geht. Die Marine schickt uns doch nicht einfach aus Langeweile hierher. Hier stimmt irgendetwas nicht und wir werden schon noch herausfinden, was hier nicht stimmt. Mit diesem Gedanken trat er nun vor seine Leute, die sich um ihn herum sammelten. Alle warteten auf seinen Befehl zum Betreten der Insel.

Männer, es ist soweit! Die Konomi-Insel liegt vor uns. Wir wissen nicht, was uns erwartet. Aus diesem Grund müssen wir vorsichtig agieren. Ich stelle hiermit einen Spähtrupp auf die Beine. Dieser wird sich die Lage auf der Insel genauer ansehen.

Er sah sich seine Leute noch einmal kurz an und wertete aus. Es galt nun, eine gute Wahl zu treffen. Wen würde er den Spähtrupp anführern lassen und wer gehörte schlusssendlich alles zum Spähtrupp. Diese Frage musste er nun schnell für sich klären.
Saemon und Kenji haben in Shell Town bewiesen, dass sie alleine sehr gut klarkommen. Dann brauche ich noch ein paar erfahrene Soldaten, die sie begleiten. Den Spähtrupp wird Kenji anführen. Genau. Er hat in letzter Zeit viele Fortschritte gemacht, sich gut entwickelt und das ist seine Gelegenheit zu zeigen, dass ich mich in ihm nicht gettäuscht habe. Ich bin mir sicher, dass er dieser Aufgabe bereits gewachsen ist. Es mag vielleicht noch ungewohnt für ihn sein, selbst das Kommando zu haben, aber das ist eine gute Gelegenheit, etwas Erfahrung in diesem Bereich zu sammeln. Wieso nicht? Okay...

Die entstande Stille und die ernste Miene des Marinekapitäns beunruhigte die Mannschaft allmählich. Doch dieser ergriff anschließend erneut das Wort, um die Mannschaft einzuweihen, mit seinem Plan vertraut zu machen. Der Spähtrupp besteht aus euch sieben Soldaten,... Dabei zeigte er mit dem Zeigefinger auf eine Gruppe Soldaten, die daraufhin etwas überrascht zum Stabsoffizier blickten. Unter ihnen war auch Saemon. Dann fuhr er fort und sah bereits zu Kenji. ...unter Kenji Saotomes Kommando. Dieser schien noch weitaus mehr von diesen Worten überrascht worden zu sein. Kenji ist ab sofort Maat und ich vertraue ihm hiermit den Spähtrupp an!
Danach ging er zum Maat und sprach in einer Lautstärke, dass nur Kenji ihn verstehen konnte: Herzlichen Glückwunsch, Kenji. Ich möchte, dass du mit dem Spähtrupp die Situation an Land überprüfst und uns anschließend davon berichtest. Wie wir danach fortfahren, wird sich noch herausstellen. Viel Erfolg!

tbc: Oberdeck

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Sa 3 März 2012 - 17:05

cf: Krankenzimmer

Godot betrat seine Kapitänskajüte. Nach all dem, was er erlebt hatte, fühlte es sich gut an, wieder "Zuhause" zu sein. Zwar musste der Stabsoffizier noch Medikamente zu sich nehmen, dennoch änderte es nichts daran, dass er sich freute, wieder in seiner Kajüte zu sein. Hier konnte er bald auch sein geliebtes, schwarzes Getränk wieder zu sich nehmen. Seine Schritte wirkten noch etwas unsicher, aber das reichte nicht, um ihn davon abzubringen, sich eine Tasse Kaffee zu machen. Das Prozedere war ihm bestens bekannt und im Handumdrehen hatte er seine weiße Tasse mit Kaffee gefüllt. Danach nahm er in seinem Schreibtischstuhl Platz und genoss bereits den ersten Schluck.

Hach, was habe ich das vermisst... Einfach unbeschreiblich, diese Bitterkeit. Mit dem nächsten Schluck nahm er zugleich auch seine beiden Medikamente, wie der Doc es ihm empfohlen hatte. Während der Stabsoffizier seine Tasse Kaffee genoss, ertönte plötzlich ein bekanntes Geräusch. "Bölle, bölle, bölle!" Wer ist das denn wohl? Etwas überrascht griff Godot nach dem Hörer und sprach:
Marinekapitän Godot, 9.Division. Ich höre?
"Käpt'n Godot, hier spricht das Marine-Hauptquartier des East Blues. Wir haben erfreuliche Nachrichten für Sie! Wir haben zwei neue Rekruten für Sie. Einmal den Obergefreiten Morgan Villain und den Hauptgefreiten Jin Taka, der zuvor bei der 69.Division diente. Beide warten in Loguetown auf die 9.Division."
Zwei neue Soldaten, sehr schön. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sollen wir sie dort abholen. Korrekt?
"Sie haben's erfasst. Lassen Sie Ihre neusten Mitglieder nicht zu lange warten..."
Danke für die guten Neuigkeiten. Schönen Tag noch...
Mit diesen Worten legte Godot auf. Er wollte auf keinen Fall vom Hauptquartier zu Details über die Konomi-Insel und die Ereignisse weitergeben müssen. Schließlich wusste er derzeit selbst nicht, was dort genau passiert war. Es war also noch zu früh, um zu den Geschehnissen Stellung zu nehmen.

Während Godot seine Tasse Kaffee austrank, klopfte jemand an seine Tür. Umgehend bat der Marinekapitän diese Person, einzutreten. Wie sich herausstellte, war es nicht Kenji, den Godot eigentlich erwartete. Es war lediglich einer seiner Soldaten. Wobei dieser sich auch gleich nützlich machen konnte...Was gibt es?, fragte Godot zuerst, bevor er vom Soldaten eine sehr knappe Antwort erhielt: "Ich wollte nur wissen, wie es Ihnen geht." Mir geht es, wie man sieht, wieder ganz gut. Bin fast wieder der Alte. Danke der Nachfrage. Wenn du dich nützlich machen willst, kannst du unseren Leuten gerne sagen, dass wir Kurs auf Loguetown nehmen. "Zu Befehl, Sir!", gab der junge Mann salutierend von sich. Im nächsten Moment hatte er die Kajüte auch schon wieder verlassen.

Ich frage mich, wann Kenji wohl eintreffen wird. Es wäre wirklich gut, wenn wir das Ganze schnell hinter uns bringen könnten. Ich kann das HQ auch nicht ewig warten lassen. Die wollen ganz sicher bald den Bericht vor sich auf dem Tisch liegen haben. Je eher, desto besser. Während er auf Kenji wartete, nahm er den Akten-Stapel aus der untersten Schublade. Auf seinem Schreibtisch lag eine Liste mit allen verstorbenen Soldaten. Es galt jetzt, die entsprechenden Akten aus dem Stapel herauszuholen und zu dem Stapel der Verstorbenen zu legen. Es waren viel zu viele Namen auf der Liste. So viele Namen ehrenhafter Männer. Als Kapitän kannte er natürlich seine Leute, weshalb er nur ungerne die jeweiligen Akten zu diesem Stapel legte. In Gedanken gedachte er nochmal jedem der aufgelisteten Soldaten. Es waren schließlich Menschen und nicht einfach nur Namen auf einer Liste. Die Tatsache, dass es sich um Menschen handelte, hob das Ganze auf eine persönliche Ebene. Es fiel dem Marinekapitän schwer, diese Arbeit zu verrichten. Der Tod so vieler Männer ging ihm sehr nahe. Betrübt legte er die Akten auf den Stapel der Verstorbenen. Später müsste er dem Hauptquartier wohl auch wieder von den ganzen Verlusten erzählen.

Nachdem er dieser Pflicht nachgegangen war, nahm er nun den Stapel mit den Steckbriefen aus der oberen Schublade. Er durchsuchte sie und fand den Steckbrief, nach dem er gesucht hatte. Leila Lu Rin, hm... Warum nur ist so eine Frau Piratin? Es ist wirklich eine Schande... Er sah sich den Steckbrief genau an und legte ihn dann zurück zum Stapel und legte dann alle Steckbriefe in die obere Schublade.

Er hatte nun soweit alles hinter sich gebracht und war nun erstmal darauf angewiesen, dass Kenji in seiner Kajüte aufkreuzte. Godot beschloss schließlich, sich noch eine Tasse Kaffee zu machen, während er auf den Maat wartete. Ständig hatte er die Tür im Blick und er wartete nur auf den Moment, in dem er an die Tür klopfen und der Stabsoffizier "Eintreten" sagen würde. Bald würde er Antworten auf die Fragen erhalten, die ihn nun schon so lange beschäftigten.

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   So 4 März 2012 - 14:09

cf: Krankenzimmer

Nach einigen Minuten hat es Kenji schließlich irgendwie geschafft sich vor die Tür zum Zimmer seines Kapitäns zu schleppen, auch wenn ihm nun die Schweißperlen von der Stirn tropfte was jedoch auch damit Zusammenhing das es in diesen Gewässern und zu dieser Tageszeit relativ heiß am Deck war. Schweratmig versuchte er sich also ein wenig vor der Tür des Stabsoffiziers aufzuraufen und wisch sich unter anderem mit seinen linken locker nach unten hängenden Jackenärmel den Schweiß von der Stirn. Nun noch relativ grade hingestellt, noch einmal tief durchgeatmet und "schon" klopfte er genau dreimal an die hölzerne Tür. Ein kurzes Knirschen welches sich anhörte als würde sich jemand auf einen Stuhl hin und her bewegen und schon erklang der vertraute Bariton des Kapitäns.

"Herein..."

Vorsichtig öffnete Kenji die Tür sodass er durch einen kleinen Spalt in den Raum trat. Kerzengrade stellte er sich in den nach Kaffee riechenden Raum und schien das nichts anzusehen. Ausnahmsweise war der linke Arm des selbst disziplinierten Maats nicht ganz genau am Körper geführt weshalb er nicht so streng aussah wie sonst. Dafür konnte er allerdings recht wenig und er war sich relativ sicher das sich Godot dessem in Klaren war.

"Kenji Saotome meldet sich zum Dienst Sir! Sie haben nach mir rufen lassen?"

Ruhig und die Position haltend wartete der Schwertkämpfer darauf das sein Vorgesetzter die Erlaubnis zum rühren geben würde, auch wenn ihm bei dieser versteiften Haltung der ganze Körper schmerzte. Er wollte sich nun mal stehts so gut geben wie nur Möglich und es war nicht umsonst Pflicht eines Soldaten vor seinen Chef zu salutieren, es war ein Zeichen des Respekts und wenn Kapitän Diego Dothan eins verdient hatte, so war es Respekt. Nicht jeder würde sich schützend in einem Kampf vor seinen Untergebenen stellen um diesen zu schützen oder ihn weg tragen da er um sein Leben besorgt war, Nein, so ein Kapitän war lediglich Godot.

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   So 4 März 2012 - 14:32

Nachdem der Kapitän einige Zeit auf seinen Untergebenen gewartet hatte, war dieser endlich eingetroffen. Auch Godot war nicht entgangen, dass Kenji sich noch nicht ganz erholt hatte. Als dieser salutierte und dabei steif vor dem Stabsoffizier stand, wartete er nicht lange, bis er zum Maat sprach.
Kenji, nimm doch bitte Platz. Ich muss mit dir reden... Mit einer Handbewegung deutete der Kaffeefanatiker auf den freien Stuhl vor ihm. Danach griff er nach seiner Kaffeetasse und nahm einen Schluck, den er sich förmlich auf der Zunge zergehen ließ.
Also, vielleicht kannst du dir denken, um was es geht... Er machte eine kurze Atempause, bevor er fortfuhr. Ich verlor das Bewusstsein im Kampf gegen Al Nair, deshalb bin ich derzeit nicht im Bilde, was danach passiert ist. Ich denke, du weisst wahrscheinlich so ziemlich alles, was sich danach noch vorgetragen hat. Ich würde gerne von dir hören, was passiert ist, um meine Gedächtnislücken zu füllen. Wieder setzte er die Tasse an und trank. Die schwarze Mischung wärmte seinen Hals von innen heraus.

Bislang habe ich nur einzelne Puzzleteile, die alle nicht wirklich zusammenpassen. Eine Piratin, die kurze Zeit an Deck war und dann Al Nair D. Jackson übergeben wurde. Ich weiss nicht mal, was im Dorf alles passiert ist. Ich tappe im Dunkeln. Es ist höchste Zeit, dass ich die Wahrheit erfahre. Nicht zuletzt, weil ich als Kapitän ganz schön in der Patsche sitze, wenn ich dem Hauptquartier die Geschehnisse nicht schildern kann...
Godot setzte große Stücke in Kenji und hatte das Gefühl, dass dieser ihm gegenüber ehrlich sein würde und ihm alles berichten würde, was er gesehen hatte und dabei wohl auch auf den Ausgang des Szenarios eingehen würde. Während er seinem Maat zuhörte, wie dieser die Geschehnisse schilderte, trank er gemütlich weiter und versuchte, Kenji folgen zu können. Hin und wieder nickte er oder gab ein kurzes "Hmmm..." von sich, ohne den Maat unterbrechen zu wollen.

Während er lauschte, was Kenji alles erzählte, wurde ihm Stück für Stück klarer, was sich vorgetragen hatte. Es war wirklich erstaunlich, was man alles verpassen konnte, wenn man mitten auf einem Schlachtfeld urplötzlich das Bewusstsein verlor.

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   So 4 März 2012 - 15:11

Als Kenji hörte das Godot ihn bat doch bitte Platz zu nehmen, nahm er eine lockere Haltung ein und sah auf den freien Stuhl welcher vor dem Kapitän stand. Etwas langsam ging er zu diesen hin und zog ihn ,begleitet von einen ungewollten Kratzen über den Boden, hervor so dass er sich setzen konnte. Nun da er regelrecht vor der Nase des Kaffeeliebhabers saß, gab es kein Zurück mehr. Er musste sich anhören was er zu sagen hatte und er hatte keine andere Wahl als sein Versagen am Tag zuvor aufs genauste zu schildern. Der Schwertkämpfer schluckte laut auf, wobei sein Kehlkopf munter nach oben und unten zuhüpfen schien wobei munter wohl nicht ganz passend war, und überlegte wo er am besten Anfangen sollte.

"Nun..." ,es war äußerst wichtig das er seine Worte weise wählte und keine unwichtigen Sachen erzählte. "Ich denke ich fange am besten damit an das ich ihnen erzähle was sich zutrug bevor sie und der Rest der Crew überhaupt da waren."

Kenji wollte an dieser Stelle beginnen und nicht bei der Bewusstlosigkeit des Kapitäns da er noch einmal verdeutlichen wollte warum er nicht mit der Gefangenen vom Tag zuvor, locker umgehen konnte.

"Wie von ihnen aufgetragen hatte sich der Spähtrupp unter meiner Führung sofort auf den Weg ins nahe gelegene Dorf Kokos gemacht. Zu allererst tat sich dort in mir Verwunderung auf da weder in den Häusern noch auf der Straße irgendjemand zu sehen war - Verdächtig. Wenige Sekunden später musste ich leider das vertraute Klangspiel des Kampfes vernehmen, welcher am anderen Ende des Dorfes stattfand...Sicherlich können sie sich noch an die Gefangene von Gestern erinnern, Leila lu Rin. Sie richtete dort ein wahres Massaker gegen die verzweifelten Dorfbewohner an die versuchten sich zu wehren, ein abscheuliches Abbild."

Vor dem geistigen Auge Kenjis sah er noch einmal vor sich wie die Piratin mit ihrer Klinge ein älteres Paar aufspießte und ihnen somit das Leben zu nehmen schien. Sein Blick schweifte ab, als wäre er nicht mehr dazu in der Lage Godot in die Augen zu sehen der am Abend des letzten Tages relativ freundlich zu der Mörderin gewesen war. Ein absolutes Unding wenn es nach Kenji gehen würde, diese Frau hatte es nicht verdient gut behandelt zu werden, sie war mindestens genauso schrecklich wie Al Nair.

"Ich handelte sofort und schickte nach Verstärkung während Ich mich mit Hilfe der anderen Soldaten aus meiner Gruppe versuchte das Problem zulösen, ein Kampf entbrannte. Nach kurzer Zeit stießen weitere Verbündete der Piraten hinzu und es sah nicht gut für uns aus, aber dann kamen Sie mit der Verstärkung."

Erst jetzt nahm Ken wieder Blickkontakt auf und schien seinen Kapitän regelrecht visuell zu durchlöchern, keines Falls ein Akt der Aggression sondern eher der Dankbarkeit. Nun war es wohl am besten den Teil bei dem Godot anwesend war einfach zu überspringen. Der Maat holte also tief Luft und setze zu der Erklärung bezüglich der Sache an nach der sein Vorgesetzter eigentlich gefragt hatte.

"Jetzt zu ihrer eigentlich Frage: Kurz nachdem sie ausgeknockt wurden, nahm sie Al Nair als Geisel und drohte mit ihrer Tötung sofern der Kampf weitergehen würde. Da ich mich nicht dazu in der Lage befand eine Befreiungsaktion zu starten, kam ich seinen Forderungen nach und gab den Befehl die Kämpfe einzustellen...Das fiel mir wirklich nicht leicht. Nun versammelte sich die Angehörigen beider Fraktionen um mich und dem gesuchten Piraten und für den Moment war es wirklich friedlich. Scheinbar hatte es dieser Abschaum vor sie als Druckmittel für Piraten zu verwenden was ihm auch leider gelang, ich kam seinen Forderungen nach...Ich bereue es zutiefst, aber um die Kämpfe enden zu lassen und das Leben möglichst vieler zu gewährleisten habe ich folgendes mit diesen Piraten vereinbart:" Nun kam der Part den Kenji als womöglichst größten Fehler seines Lebens hielt und es dauerte eine Weile bevor er schließlich mit der Sprache rausrückte. "Ich gab die Insel unter der Kontrolle Al Nairs und lies ihn entkommen...Lediglich das Dorf Goza steht weiterhin unter den Fittichen der Marine. Ich weiß das ich womöglich falsch gehandelt habe und ich bin bereit die Konsequenzen zu tragen..." Der Maat stand auf, löste seine Klinge vom Rücken und legte das Schwert vor dem Schreibtisch Godots. Obwohl es sich in seiner Schwertscheide befand schien das Meito bedrohlich zu funkeln so als wäre es bereit genutzt zu werden, selbst gegen seinen eigentlichen Führer "...Soweit ich weiß steht auf das Kooperieren mit Piraten die Todesstrafe oder der Austritt aus der Marine samt Inhaftierung...I-Ich bin bereit meine Strafe in welcher der beiden Formen auch immer, zu bezahlen!"

Über die Nacht hinweg hatte sich der Maat diese ganze Angelegenheit genaustens durch den Kopf gehen lasse und auch wenn es ihn eine Menge Mut kostete so wusste er das er und kein anderer für die begangenen Fehler eingestehen würde. Das mag nun etwas heftig klingen, aber so gebot es Kenjis Ehre und ob er nun damit was er am meisten liebte auf dieser Welt, seine Mitgliedschaft in der Marine, oder mit seinen Leben bezahlen musste, hing nun ganz allein an Godot. Sicherlich würde es dem Kapitän nicht leicht fallen ein solches Urteil zu verkünden, aber in Kens Augen war es eine Notwendigkeit, er war am Ableben vieler Menschen schuld und würde es in der Zukunft sicherlich noch mehrere Male sein und somit hatte er es nicht weiter verdient auf Erden zu wandeln oder sich Soldat der Marine zu nennen. In beiden Fällen würde sein Leben enden in welcher Form es nun geschah war eigentlich egal.
Trotz der Situation waren die Augen des Schwertkämpfers klar und zeigten keine Furcht, er machte keine Spielereien und würde auch keines der Worte zurücknehmen die er soeben ausgesprochen hatte. Hätte er einfach überlegt und richtig gehandelt oder ein wenig besser gekämpft, so würden er sich nun nicht in dieser Situation befinden. Kenji wurde großes Glück haben wenn sein Kapitän erbarmen zeigen konnte sich der Maat glücklich schätzen ,aber so müsste er auch weiterhin mit der Schande leben. Sein Leben lag also in Godots Händen so wie das Kenjis zuvor in seinen Händen lag - Gerechtigkeit!

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   So 4 März 2012 - 21:05

Godot hörte sich ganz genau an, was Kenji sagte. Er hatte nicht glauben wollen, was passiert war, bevor der Stabsoffizier mit der Verstärkung eingetrudelt war.

Leila soll die Dorfbewohner einfach angegriffen und schwer verletzt haben?! Die ganzen Zivilisten... Wir hätten schneller in Aktion treten müssen. Wir haben zu lange gezögert...
Godot gab sich selbst die Schuld, dass sie Leila nicht gleich stoppen konnten. Vielleicht hatte er zu viele Sicherheitsvorkehrungen getroffen und dadurch unnötig Zeit verschwendet. Als gutmütige Person hoffte er, dass die Dorfbewohner das Ganze zumindest überleben konnten. Er notierte sich in Gedanken, Kenji im Anschluss nach dem Wohl der Zivilisten zu fragen.

Schließlich erzählte Kenji dem Marinekapitän, dass Godot als Geisel von Al Nair benutzt worden war, um seine Forderungen durchsetzen zu können. Nie hätte er auch nur gewagt, so etwas in seinem schlimmsten Alptraum zu erleben und nun war es sogar die Wahrheit gewesen.
Ich bin als Druckmittel von Al Nair benutzt worden? Dieser verdammte Bastard! Wenn ich den in die Finger krieg, sorge ich dafür, dass du nicht mehr weißt, wo vorne und hinten ist. Wenn ich mit dir fertig bin, dann passt du unter meiner Kajütentür hindurch!
Innerlich war er sauer auf Al Nair und hatte das Bedürfnis, den Piraten so schnell wie möglich aus dem Weg zu schaffen.
Nach außen hin sah man jedoch nur, dass er nicht erfreut war, dass man ihn als Druckmittel benutzt hatte.

Schließlich erfuhr Godot, was Kenji mit dem Piraten ausgemacht hatte.
Autsch! Die ganze Insel mit Ausnahme des Dorfes Goza steht unter Al Nairs Kontrolle? Wie konnte er diesen Deal nur eingehen? Die ganzen Zivilisten sollen unter diesem Tyrannen leben? Das kann nur ein schlechter Witz sein... Andererseits kann ich schon verstehen, warum Kenji so gehandelt hat. Er wollte nicht die Schuld an meinem Tod tragen. Vollkommen nachvollziehbar. Das Hauptquartier wird allerdings weniger erfreut sein. Auch ich bin mit den Ergebnissen der Verhandlung alles andere als einverstanden. Es war sicherlich nicht das Richtige. Das Ganze muss Konsequenzen haben. Wenn ich nicht durchgreife, dann wird das HQ sich einschalten und dann wird's ganz übel für Kenji ausgehen.

Godot wartete einen Moment, bevor er auch ein paar Worte an den Maat richtete. Hast du die Zivilisten und Marine-Soldaten wenigstens ärztlich behandeln lassen? Der Maat beantwortete diese Frage mit einem kurzen Nicken. Daraufhin lächelte der Stabsoffizier, denn er war erleichtert, dass es den Zivilisten und Soldaten gut ging. Zumindest den meisten von ihnen.

Danach meinte Kenji, dass für die Kooperation mit Piraten entweder Todesstrafe oder Austritt mitsamt Inhaftierung anstehen würde. Godot schüttelte daraufhin den Kopf. Kenji,... Natürlich war dein Handeln nicht ganz richtig und die Kooperation wird vom Hauptquartier sicher nicht in den Himmel gelobt. Aber du hast immerhin versucht, mein Leben zu retten. Mich selbst freut es zwar nicht, dass mein Leben über das der Zivilisten gestellt wird, aber du hast immerhin nicht für dein eigenes Interesse mit ihm verhandelt. Ich werde mit den Leuten des Hauptquartiers reden und alles dafür tun, dass du weder die Todesstrafe erhälst, noch aus der Marine austreten musst. Du bist ein guter Soldat und wir sind alle nur Menschen. Wir sind nicht perfekt. Auch ein guter Soldat darf manchmal einen Fehler machen. Wir sind nunmal keine Maschinen und das ist auch gut so.

Godot lächelte erneut und trank seine Kaffeetasse leer. Dann fuhr er fort. Danke für die Berichterstattung, Kenji. Ich schätze sehr, dass du mir die ganze Wahrheit gesagt hast. Und ich verspreche dir, dass ich dafür sorgen werde, dass du weiterhin bei uns bleiben kannst. Du kannst dich ja jetzt noch ein wenig an Deck umsehen oder dich in deine Kajüte begeben.

Im Anschluss holte der Stabsoffizier ein weißes Blatt Papier hervor und schrieb mit seinem Kugelschreiber. Die Überschrift lautete "Berichterstattung: Ereignisse auf der Konomi-Insel" Er würde alles aufschreiben, was er von Kenji erfahren hatte und würde auch noch mit dem Hauptquartier Kontakt aufnehmen, um das Problem aus der Welt zu schaffen.

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Mo 5 März 2012 - 16:50

Eine Kleinigkeit hatte Kenji dann wohl doch vergessen und zwar zu erwähnen das er zumindest dafür Sorgen konnte das dem Verletzten medizinische Behandlung zugesagt wurde. Godot schien dies wiederum zu Sorgen und als er fragte antwortete der Maat mit einem stillen Nicken, aber wie sollte es nun weitergehen? Der Kapitän schien , Gott sei ihm selig, zumindest nicht der Meinung zu sein das eine Todesstrafe oder Ähnliches angebracht sei, doch trotzdem hatte er eine Kleinigkeit missverstanden: Kenji hatte das Leben Godots nie über das der Bewohner Kokos gestellt sondern lediglich dazu gezählt. Er dachte es würde ihm eine gute Gelegenheit bieten den Kampf zu beenden und die vielen Verletzten versorgen zu lassen, das war allerdings nur eine geradezu minimalistische Angelegenheit weshalb er nichts weiter dazu sagte. Stattdessen nahm er erleichtert sein Schwert zu rück und legte es auf seinen Schoss während er dem Stabsoffizier dabei zusah wie er den letzten Rest des schwarzen Gesöffs aus seiner Tasse schlürfte.

"Natürlich Captain, vielen dank das sie mir eine weitere Chance geben...Ich würde es ihnen übrigens nicht verdenken wenn sie mir den Posten eines Maats wieder entziehen. Ich bin selbst der Meinung das ich noch nicht bereit dafür bin."

Auf eine Art war es schon Schade das Kenji den Posten welchen er sich so lange ersehnt hatte und mit Hilfe harter Arbeit erreichte wieder abtreten würde, aber er war einfach noch nicht soweit. Erst einmal würde er mit sich selbst zurück ins Reine kommen müssen bevor er überhaupt daran denken konnte jemand anderen zuführen. Enttäuscht aber entschlossen es in der Zukunft besser zu machen salutierte der baldige Hauptgefreite also und steuerte den Ausgang der Kajüte an.

"Captain."

Sagte er noch kurz und knapp zum Abschluss bevor er schließlich die Tür öffnete und den Raum verließ. Erst jetzt verfiel Ken in einen matten Zustand und schien regelrecht in sich selbst zu versinken. Beinahe Zehn Minuten lehnte er zusammengekauert an der Wand neben der Tür und schaute übers Deck, bevor schließlich der fremde Matrose ,der ihn bereits zuvor Auskunft gegeben hatte, grinsend auf ihn zu lief und scheinbar mit Kenji sprechen wollte. "Und, wie wars?" Fragte er und knuffte dem Schwertkämpfer dabei leicht auf seine heile Schulter. Irgendwie hatte Kenji das Gefühl als würde es diesen Typen wirklich interessieren und nichts konnte er nun besser gebrauchen als sich mit irgendwem darüber auszuquatschen.

"Hm...", lächelte er in sich hinein und spähte übers Deck. "...Sagen wir mal besser als erwartet."

Zum ersten Mal seit einen nun etwas längeren Zeitraum musste Kenji auf eine wirkliche ehrliche Art und Weise Lächeln , ein regelrechtes Event selbst für ihn. Zu einen gewissen Grad verständlich immerhin war er gerade dem Tod von der Schippe gesprungen und selbst wenn man selbst der Meinung ist das eine Bestrafung angebracht ist, freut einen doch sowas oder etwa nicht? Zumindest tat es dies bei Kenji und nach seiner Reaktion war auch der andere Marine nicht gerade unglücklich darüber, denn auch er begann herzlich zu lachen. Erst als sich beide wieder gänzlich beruhigt hatten verabschiedete sich der Marine und meinte er müsste noch etwas erledigen und auch Ken machte sich auf den Weg sich eine Beschäftigung zusuchen bis die Justice in See stach.

tbc: ? mal schauen xD

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Fr 9 März 2012 - 21:26

Godot wusste, was er nun zu tun hatte. Er notierte alles, was er von Kenji erfahren hatte und das Ganze auf detaillierteste Art und Weise. Schließlich würde er im Anschluss versuchen müssen, das HQ davon zu überzeugen, dass Kenji nicht gänzlich falsch gehandelt hatte und man ihm noch eine zweite Chance zugestehen sollte. Es gab immerhin mehrere Faktoren, die zeigten, dass der Maat nicht auf diese Situation vorbereitet war. Nach rund 2 vollgeschriebenen Seiten war er mit Berichterstattung fertig und legte den Kugelschreiber beiseite.

Schnell machte sich der Stabsoffizier noch eine Tasse Kaffee, denn das war genau das, was er gerade brauchte, um sich etwas sammeln zu können. Ein paar Mal schluckte er und genoss dabei jeden Tropfen des schwarzen Wundergetränks, bevor er schließlich zum Hörer griff. Es war soweit, er musste dem Hauptquartier Bericht erstatten. Der Marinekapitän wusste, dass es wohl nicht einfach werden würde, mit den anderen Uniform-Trägern zu diskutieren. Dennoch musste er sich reinknien und das Bestmögliche rausholen.

Der Stabsoffizier benutzte die Wahlscheibe, um Kontakt zum Marine-Hauptquartier des East Blues aufzunehmen. Es dauerte eine Weile, bis eine Stimme erklang.
"Marine HQ, Eastblue. Wer ist am Apparat?"
Kapitän Godot, Befehlshaber der 9.Division. Ich möchte Bericht erstatten über die Ereignisse auf der Konomi-Insel.
"Verstanden. Wir werden eine Konferenzschaltung in die Wege leiten, damit Sie mit den dafür Zuständigen Kontakt aufnehmen können. Einen Augenblick bitte."
Anschließend wurde es still. Godot nutzte die Gunst der Stunde, um sich noch einen Schluck Kaffee zu gönnen. Währenddessen strahlte er in seiner Kajüte pure Ruhe aus. Er hatte sich gesammelt und war bereit für die Diskussion mit den zuständigen Marine-Leuten.
Dann war es so weit. Mehrere Stimmen ertönten im Einklang.
"Käpt'n Godot, Ihre Berichterstattung bitte."
Die 9.Division wurde über mögliche Probleme auf der Konomi-Insel informiert und haben uns schnellstmöglich dorthin begeben. Dort angekommen schickten wir einen Spähtrupp unter Kenji Saotomes Kommando voraus, um die Lage zu analysieren. Wie sich herausstellte, fand im Dorf ein Massaker statt. Die Piratin Leila Lu Rin hat zahlreiche Zivilisten übel zugerichtet. Als die Verstärkung der 9.Division eintraf, war Al Nair D.Jackson bereits vor Ort und richtete Chaos an. Häuser wurden zerstört und auch sonst ging es ganz schön zur Sache. Neben den Trümmern wurden auch Leute hin und her geschleudert. Während die meisten unserer Leute sich mit den ganzen Piraten rundherum beschäftigten, kümmerten Kenji und meine Wenigkeit sich um den wahrscheinlichen Drahtzieher der ganzen Aktion, Al Nair. Es war ein harter Kampf, bei dem zu Beginn Kenji und Al Nair einiges eingesteckt haben, bevor es Al Nair schließlich gelang, mich ganz überraschend auszuschalten. Mit einem starken Angriff aus nächster Nähe hatte ich nicht gerechnet und bei dem erlittenen Schaden verlor ich das Bewusstsein. Von Kenji Saotome erfuhr ich, was sich danach zugetragen hat. Al Nair hat mich als Geisel benutzt und Forderungen gestellt. Dabei wurde das ganze Kampfgeschehen unterbrochen. Er wollte die Konomi-Insel unter seine Flagge stellen. Angesichts der prekären Lage entschied das höchstrangige Mitglied vor Ort, Kenji Saotome, den Forderungen nachzugehen. Nur das Dorf Goza steht weiterhin unter der Flagge der Marine. Kenji Saotome hat anschließend noch alles dafür getan, dass sowohl Zivilisten wie auch unsere Leute medizinisch behandelt wurden.
Einer der Zuständigen beschloss, die Diskussion mit Godot zu leiten. Er war der einzige, der mit dem Marinekapitän sprach. Zuerst sprach er entsetzt:
"WAS?! Er hat mit Al Nair D. Jackson verhandelt? Dieser Kenji Saotome sollte wissen, dass bei uns das Verhandeln mit Piraten ganz schlecht angesehen ist. So etwas kann nicht geduldet werden. Dieses Verhalten ist vollkommen inakzeptabel. Er wird mit sofortiger Wirkung aus der Marine austreten und inhaftiert werden."
MOMENT MAL! Wenn es um meine Leute geht, habe ich auch noch ein Wörtchen mitzureden.
"Was erlauben Sie sich, Käpt'n Godot? Zügeln Sie Ihre Zunge!"
Jetzt hören Sie mir mal zu. Kenjis Verhalten war nicht unbedingt richtig, das streite ich auch nicht ab. Dennoch müssen Sie folgendes beachten: Er befand sich in einer äußerst unangenehmen Situation. Sein Kapitän lag bewusstlos am Boden und Al Nair drohte damit, ihn zu köpfen, sollte er nicht kooperieren. Versetzen die Herren sich bitte mal in seine Lage? Wenn Ihr Vorgesetzter bewusstlos am Boden liegt und man mit seinem Tod droht, bekommt wohl jeder weiche Knie. Oder wollen Sie etwa behaupten, Sie würden in dieser Situation eiskalt sagen, dass Ihnen nichts an Ihrem Vorgesetzten liegt?
"Er hat mit Piraten verhandelt. Das können wir keineswegs hinnehmen."
Sie beschränken sich wirklich nur auf sein nicht ganz korrektes Handeln. Dass er aber dabei auch einige gute Sachen erreicht hat, blenden Sie einfach aus, wie?
"Was soll das werden, Käpt'n Godot? Sie wollen mich doch nicht zurechtweisen, oder?!"
Wissen Sie, ich finde es beachtlich, dass der Maat in dieser Situation zum Einen den Reflex hatte, noch ein Dorf auf der Insel unter unsere Kontrolle zu stellen und auch, dass er sich fèr das Wohl der Zivilisten und der Marine-Leute eingesetzt hat. Er hat alles dafür getan, dass die Verletzten medizinisch versorgt werden. In Bedrängnis überhaupt so etwas aushandeln zu können, ist schon löblich. Finden Sie nicht?
"So gesehen hat er zumindest den Verletzten helfen können. Das stimmt schon. Dennoch ändert es nichts an der Tatsache, dass er eine Insel einem Piraten überlassen hat. Viel wichtiger noch: Es ist nicht irgendein dahergelaufener Pirat, sondern Al Nair D.Jackson. Wissen Sie, was das bedeutet? Wir können so schnell nicht für die Sicherheit dieser Leute sorgen!"
Natürlich können wir noch für die Sicherheit sorgen. Immerhin ist zumindest ein Dorf noch unter unserer Kontrolle, sodass wir von dort aus überprüfen können, ob es den Inselbewohnern gut ergeht oder nicht. Darf ich auch noch erwähnen, dass Kenji Saotome erst seit kurzem als Maat aktiv ist? Er hat als Unteroffizier noch gar keine Erfahrung sammeln können. Dies war sein erster Einsatz als Maat. Sind Sie wirklich so kaltherzig, dass Sie ihm nicht das geringste Verständnis entgegenbringen können? Ich meine, er ist noch ein unerfahrener Unteroffizier und hat dennoch versucht, das Beste aus der entstandenen Situation zu machen. Muss er also gleich die Marine verlassen und inhaftiert werden? Ist das wirklich die richtige Entscheidung? Ich habe mich nicht für seine Beförderung eingesetzt, weil ich ihm den Posten nicht zutraue. Ich denke, er ist durchaus ein fähiger Soldat. Ihm fehlt es lediglich an Erfahrung. Vielleicht war es noch zu früh für die Beförderung. Aber ihn radikal aus der Marine zu werfen, ist definitiv auch nicht die beste Entscheidung, wenn ich das mal so anmerken darf...
"Soso. Sie glauben also, Kenji Saotome hätte mit mehr Erfahrung der Verhandlung mit Al Nair nicht zugestimmt? Ist es das, was Sie behaupten?"
Ich bin mir sicher, dass er mit mehr Erfahrung besser gehandelt hätte.
"Was schlagen Sie denn als Maßnahme vor? Die Aktion muss Konsequenzen haben. Alleine schon, um ihm vor Augen zu führen, dass sein Verhalten falsch war. Wir können das nicht einfach so hinnehmen. Völlig ausgeschlossen. Also, was schlagen Sie vor? Wir sind ganz Ohr!"
Wir sind uns in dem Punkt einig, dass es Kenji Saotome noch an Erfahrung fehlt, richtig? Ich bin der Meinung, dass eine Degradierung reichen sollte. Es dürfte Strafe genug sein, wenn er wieder als Hauptgefreiter unter mir dienen muss.
"Pah, wenn er degradiert werden soll, dann sollte er wohl wieder ganz unten anfangen. Bestenfalls als Matrose!"
Ist Ihnen eigentlich bewusst, welche Rolle der Maat bei den Ereignissen übernehmen musste? Ich als Kapitän war bewusstlos. Er ist also quasi in meine Rolle geschlüpft. Klar konnte er dieser Rolle noch nicht gerecht werden, immerhin ist er gerademal Maat. Sie können von einem Maat nicht erwarten, dass er bereits denkt und handelt wie ein Kapitän.
"Ja schon, aber..."
Sorry, aber da gibt es nichts dran zu meckern. Ich bleibe dabei, dass er wieder den Rang eines Hauptgefreiten bekleiden soll. Ich als Befehlshaber der 9.Division und Kapitän zur See bleibe dabei. Es kann keine andere Deutung der Fakten geben. Er war einfach mit der Situation überfordert und hat dennoch nicht gänzlich versagt. Also sollte er auch eine zweite Chance erhalten, um sich zu bewähren.
"Also gut. Sie scheinen sich ja nicht eher zufrieden zu geben. Allerdings stimmen wir nur unter einer Bedingung zu: Sehen Sie zu, dass ihre Hauptgefreiten bestens auf die Rolle als Maat vorbereitet werden. Wir wollen nicht, dass sich erneut etwas derart peinliches zuträgt. Haben wir uns verstanden?"
Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht.
"Das ist alles. Schönen Tag noch, Käpt'n Godot."
Guten Tag.
Mit diesen Worten legte er den Hörer nieder. Während der ganzen Diskussion hatten sich einige Schweißtropfen auf seiner Stirn gesammelt. Schnell wischte er diese weg, bevor er seine Tasse Kaffee austrank. Nach der langen Diskussion mit diesen Wichtigtuern brauchte Godot erst einmal eine Pause. Er atmete durch und lehnte sich etwas zurück. Er versuchte, sich etwas zu entspannen. Manchmal frag ich mich echt, für wen die sich halten. Wollen den Kenji einfach rauskicken und inhaftieren. Sind die denn bescheuert?! Meine Menschenkenntnis verrät mir so viel, dass er sicherlich ein guter Soldat wird. Ich zweifle nicht daran. Und sie wollen ihn einfach mal loswerden und hinter Gitter bringen. Wer hat diese Clowns eigentlich ins Hauptquartier gesetzt? Diese ahnungslosen Hirnis wissen doch nicht einmal, wie der Ernst des Lebens aussieht...

Nach rund zehn Minuten Entspannung pur holte Godot Kenjis Akte wieder hervor. Schnell griff er nach seinem Kugelschreiber und nahm erneut eine Korrektur am Rang des Jungen vor. "Maat" wurde durchgestrichen und dahinter schrieb er wieder "Hauptgefreiter". Er wusste auch, dass er bei der Diskussion eingewilligt hatte, die Hauptgefreiten bestens auf ihren Maat-Posten vorzubereiten. Wie Godot dies handhaben würde, wusste er im Moment selbst noch nicht. Sicherlich würde ihm etwas einfallen, doch war für ihn erstmal nur von Bedeutung, dass er Kenji weiterhin unter seinem Kommando behalten konnte. Das alleine war bereits ein Erfolg.

Schließlich legte der Stabsoffizier Kenjis Akte zurück zu den anderen auf den entsprechenden Stapel. Ihn bechäftigte nun etwas ganz anderes. Ich frage mich, wie es auf der Konomi-Insel aussieht nach dem ganzen Theater? Seit ich bewusstlos wurde, habe ich nichts mehr davon zu sehen bekommen. Es wäre vielleicht an der Zeit, mir die entstandenen Schäden selbst anzusehen. Wir wollen bald ablegen. Das heißt, ich muss mich beeilen, wenn ich mir davor noch ansehen möchte, wie die Insel jetzt aussieht. Also los Diego, mach hinne!

Mit diesem Gedanken erhob er sich, schiebte den Schreibtischstuhl zur Seite und ging mit langsamen Schritten zur Tür. Er hatte sich noch nicht ganz von den Strapazen erholt, auch, wenn es ihm deutlich besser ging. Etwas Schmerzen konnte er dennoch verspüren. Es wäre auch zu schön gewesen, wenn er aufgewacht und der Schmerz verflogen gewesen wäre.

Bevor ich mich auf zur Insel mache, sollte ich Kenji noch aufsuchen und ihm erzählen, wie die Diskussion mit dem Hauptquartier gelaufen ist. Es dürfte ihn wohl brennend interessieren, wie das Ganze für ihn ausgegangen ist. Ich denke, es dürfte ihn freuen. Wo er sich wohl gerade rumtreibt? Naja, ich werde es wohl recht schnell wissen...
Er blickte noch einmal kurz auf seinen Schreibtisch zurück. Es herrschte noch etwas Unordnung, doch das würde vorerst wohl so bleiben. Er konnte die ganzen Sachen auch noch ein anderes Mal ordnen. Im Moment gab es andere Sachen, die deutlich wichtiger waren.

Er hatte schon einiges geplant: Zuerst würde er Kenji aufsuchen und anschließend noch einmal schnell die Konomi-Insel betreten und nach dem Rechten sehen. Danach konnten sie dann endlich Kurs auf Loguetown nehmen. Obwohl es Godot eigentlich interessieren dürfte, wer ihn dort erwartet, hatte er bislang kaum Gedanken daran verschwendet. Zu viele andere Sachen beschäftigten ihn, als dass er noch die Zeit gehabt hätte, über seine neuen Mitstreiter nachzudenken und sich irgendetwas auszumalen.

Schließlich öffnete der Marine-Kapitän die Tür und ein kühler Luftstoß wehte ihm dabei entgegen. Dieser Luftstoß, er war auf irgendeiner Weise erfrischend. Frische Luft tut bekanntlich gut. Gerade auch jenen, die Verletzungen erlitten hatten und deshalb kaum vor die Tür gegangen waren. Er genoss diesen Augenblick und schloss dabei kurz die Augen. Es war wirklich angenehm. Doch der Stabsoffizier hatte nicht die Zeit, stundenlang untätig in der Landschaft rumzustehen. Schnell schloss er die Tür hinter sich und machte sich auf die Suche nach Kenji.

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Di 20 März 2012 - 16:18

cf: True Justice - Oberdeck

Godot betrat die Kapitänskajüte. Wie zu erwarten war alles unverändert. Alle Sachen befanden sich genau an dem vom Kapitän vorgesehenen Platz. Jedoch war das für ihn momentan eher weniger von Bedeutung. Er hatte wichtigeres zu tun und schenkte solchen Kleinigkeiten keine Aufmerksamkeit. Der Marinekapitän ging zu seinem Schreibtisch, nahm Platz in seinem Schreibtischstuhl und griff danach sofort nach dem Hörer. Mittels Wahlscheibe baute er den Kontakt zum Marine Hauptquartier des East Blue auf.
Saemon entwickelt sich wirklich prächtig. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass er sich in den Kämpfen derart gut geschlagen hat. Natürlich ist er ein guter Kämpfer, das habe ich ja schon in Shelltown sehen können. Dennoch ist seine Leistung auf der Konomi-Insel wirklich bemerkenswert. Ich bin mir sicher, dass auch das Hauptquartier meine Entscheidung nicht in Frage stellen wird. Nicht zuletzt, weil er scheinbar auch in kritischen Situationen einen kühlen Kopf bewahren kann.

Kurze Zeit später rührte sich am anderen Ende der Leitung etwas und eine Stimme erklang.
"Marinehauptquartier, East Blue. Was kann ich für Sie tun?"
Kapitän Godot am Apparat. Ich möchte eine Beförderung für einen meiner Leute beantragen.
"Fahren Sie bitte fort. Um wen geht es denn?"
Saemon Kisaragi. Ich habe von seinen Taten auf der Konomi-Insel gehört, er hat in den Kämpfen eine sehr gute Figur gemacht und die Kämpfe mit Leichtigkeit für sich entscheiden können. Ich glaube, er ist bereit für den Rang eines Maat.
"Maat? Denken Sie nicht, es ist zu früh, nachdem Kenji Saotome als Maat noch mit den Aufgaben überfordert war?"
Zuerst einmal sollten Sie nicht alle in einen Topf werfen. Jeder Rekrut ist anders. Und unterlassen Sie solche Kommentare zu Kenji Saotome. Er musste Entscheidungen treffen, die eigentlich vom Kapitän getroffen werden. Ihnen kann sowas ja nicht passieren, weil Sie immer im Hauptquartier bei der Teleschnecke sitzen und keiner größeren Gefahr ausgesetzt sind. Das Leben hier draußen ist sicher kein Zuckerschlecken.
"Wollen Sie etwa sagen, dass meine Arbeit nicht so viel wert ist wie die Arbeit, die Sie und Ihre Männer dort draußen erledigen?"
Sie haben das so schön formuliert, aber nein, das war nicht mein Ziel. Ich möchte nur klarstellen, dass niemand das Recht hat, Leute wegen ihren Fehlern aufzuziehen. Wir sind alle Menschen, wir sind nicht perfekt. Jeder von uns macht Fehler. Auch Sie und ich. Es liegt nunmal in der Natur des Menschen. Klar soweit?
"Wie auch immer. Ich werde Ihr Anliegen weiterleiten und erneut Kontakt zu Ihnen aufnehmen, sobald man sich ihres Anliegen angenommen hat."
Verstanden, schönen Tag noch...
Mit diesen Worten legte Godot schließlich auf. Der Mann am anderen Ende der Leitung passte dem Stabsoffizier nicht so ganz. Er wirkte zu sehr von sich selbst überzeugt und hielt sich wohl selbst für den perfekten Menschen. So etwas naives konnte der Marinekapitän keineswegs einfach so unkommentiert lassen.

Während Godot nun auf eine Antwort wartete, bereitete er sich in aller Ruhe eine Tasse Kaffee zu. Kurze Zeit später stand eine weiße Tasse mit der schwarzen Flüssigkeit direkt vor seiner Nase. Schluck für Schluck genoss der Marinekapitän diese Tasse. Der Kaffee war wieder unbeschreiblich gut, sodass sich der Gaumen freute. Gerade, als er ausgetrunken hatte, vernahm er das "Bölle, Bölle, Bölle" Geräusch der Teleschnecke, was wohl bedeutete, dass das Marinehauptquartier die Beförderung Saemons besprochen hatte. Schnell griff der Schwarzhaarige den Hörer und sprach:
Marinekapitän Godot am Apparat. Ich höre?
"East Blue Marine-Hauptquartier. Ihr Matrose Saemon Kisaragi wird zum Maat befördert."
Ich danke Ihnen. Das war dann wohl alles, oder?
"Nicht ganz. Scheinbar will derzeit jeder neue Rekrut zur 9.Division. Sie dürfen sich über zusätzliche Neulinge freuen. Die Rede ist von Oakster Wasp, Aoi Yorumoto und Olivia O'Connor. Alle drei erwarten sie in Loguetown. Morgan Villain befindet sich ebenfalls hier. Nur von Jin Taka fehlt uns seit geraumer Zeit jede Spur. Wir wissen nicht, wo er sich aufhält. Es ist fraglich, ob er überhaupt je Loguetown erreicht hat."
Natürlich freue ich mich über die neuen Rekruten, aber was sagten sie gerade? Sie wissen nicht, wo Jin Taka sich rumtreibt?! Machen Sie Witze?! Er kann doch nicht spurlos von der Bildfläche verschwinden. Haben Sie schon angefangen, auf der Insel nach ihm zu suchen?
"Natürlich haben wir das. Es ist schließlich unser einziger Anhaltspunkt... gewesen. Keine Spur. Wir haben ihn nicht hier auf der Insel finden können."
Verdammt. Ich werde auf meiner Reise auf jeden Fall Augen und Ohren offen halten. Vielleicht stoßen wir ja noch zufälligerweise auf ihn. Eine gezielte Suche wäre sinnlos, denn das wäre als würde man die Nadel im Heuhaufen suchen. Danke für die Informationen.
"Kein Problem. Schönen Tag noch"
Schönen Tag
Im Anschluss legte Godot auf und versank noch einmal in Gedanken. Er konnte es immer noch nicht glauben. Er kannte seine neuen Rekruten noch nicht und schon war einer von ihnen verschwunden, bevor der Stabsoffizier ihn überhaupt kennenlernen konnte. Nie hätte er so etwas auch nur in Betracht gezogen, sondern es als selbstverständlich angesehen, dass neue Rekruten ohne Probleme zur Division gelangten. Von einem Moment zum nächsten hatte sich dies tatsächlich schlagartig geändert. Er war sogar schon um die ganzen anderen Rekruten besorgt, wusste er doch nicht, wie es um diese stand. Wohl schienen sich die drei Neulinge noch in Loguetown zu befinden, doch durften sie auf keinen Fall unnötig verlieren.

Zuerst saß Godot mehrere Minuten lang fassungslos an seinem Schreibtisch und rührte sich nicht weiter. Er musste immer wieder an Jin Taka denken und dann an die anderen neuen Rekruten. Er senkte kurz den Kopf und blickte nachdenklich zu Boden, bevor ihm urplötzlich noch Saemons Beförderung einfiel. Er wusste, dass er als Kapitän seinen Pflichten nachkommen musste und so trug er noch schnell Saemons Beförderung ein, auch wenn er in Gedanken bei dem verlorenen Soldaten war. Saemons Akte wurde kurze Zeit später wieder zu den anderen gelegt. Das war nun erledigt worden, sodass der Stabsoffizier die Gelegenheit hatte, ausgiebig über Jin Taka nachzudenken.

Jin Taka ist also verschwunden. Ob ihm etwas zugestoßen ist? Ist er Piraten oder Revolutionären über den Weg gelaufen? Sind diese vielleicht für sein plötzliches Verschwinden verantwortlich? Ich weiß es wirklich nicht. Ich mache mir wirklich Sorgen. Wo könnte er nur sein? Etwa auf dem offenen Meer? Dann ist es unmöglich, ihn zu finden. Was bleibt noch an Alternativen? Schauen wir doch mal, welche Inseln in der Umgebung von Loguetown liegen... Godot holte eine Karte heraus und sah sich die Situation ganz genau an. Es gab viele Möglichkeiten, doch letztendlich lagen die Inseln recht weit entfernt voneinander. Außerdem wusste der Marinekapitän ja nicht einmal, von wo Jin Taka kam. Das erschwerte die Sache ungemein. Verzweifelt fasste er sich mit den Händen an den Kopf, hielt diese direkt vor das Gesicht, schloss seine Augen und alles vor ihm wurde schwarz. Er überlegte wieder und wieder, malte sich die unterschiedlichsten Szenarien aus, doch endete es damit, dass es einfach zu viele Möglichkeiten gab. Die Vielzahl an möglichen Szenarien konnte nicht einmal von der gesamten Marine überprüft werden. Godot musste sich damit abfinden, einen Mann, der wahrscheinlich noch am Leben war, zurückzulassen. Ihm schmerzte das Herz, obwohl er Jin Taka ja nie wirklich kennengelernt hatte.

Godot brauchte etwas Ruhe, um das zu verarbeiten. Er legte sich in seiner ganzen Tracht auf sein Bett, schloss die Augen und versuchte sich vorzustellen, was wohl aus Jin Taka werden würde. Erst, als sein Kopf frei von diesen Gedanken war, gelang es ihm, einzuschlafen und sich noch etwas auszuruhen. Körperlich war der Stabsoffizier beinahe wieder der Alte. Doch hatte die Meldung des Hauptquartiers eine seelische Wunde bei ihm hinterlassen, die wohl noch etwas Zeit bräuchte, um zu verheilen. Dennoch würde er seine weniger gute Laune nicht andere spüren lassen, sondern lieber alleine innerlich leiden wollen.

Der Marinekapitän wurde aus seinem Schlaf gerissen, als die Soldaten an Deck im Einklang riefen: "Loguetown voraus!" Godot sprang daraufhin sofort aus dem Bett und rannte auf schnellstem Weg zur Tür. Er wollte die anderen Rekruten gesund und munter vorfinden. Das würde ihn zumindest etwas beruhigen können. Dennoch konnte er nicht anders als noch einmal an Jin Taka zu denken. Es gab nichts, was sie im Moment für ihn tun konnten, so sehr Godot das auch wollte.

Vor der Tür angekommen, blieb der Stabsoffizier noch einmal kurz stehen. Er drehte sich um und bemerkte, dass sein Marinemantel mit dem Schriftzug "Gerechtigkeit" noch immer an seinem Schreibtischstuhl hing. Schnell holte er diesen weißen Mantel noch, legte ihn sich um, bevor er das Oberdeck betreten würde. Er war neugierig, wer ihn wohl am Hafen erwarten würde. Die neuen Rekruten waren bestimmt eine Bereicherung für die Mannschaft. Godot war schon etwas verwundert gewesen, dass so viele neue Rekruten ausgerechnet seiner Division beitreten wollten. Schließlich gab es bei der Marine Divisionen wie Sand am Meer. Die 9.Division war nur eine von vielen und doch wollten sie eben dieser beitreten. Das freute den Marinekapitän sehr und das steigerte sogleich auch sein Interesse an den Neulingen.
Dann wollen wir uns die neuen Kandidaten doch mal ansehen... Mit diesen Worten öffnete er die Tür und frische Luft wehte ihm entgegen. Dabei wurde der verstärkte Kaffeegeruch, der in seiner Kajüte stets zu vernehmen war, teilweise nach draußen befördert. Die neuen Rekruten würden auch frischen Wind mit sich bringen und die Division neu aufleben lassen, da war sich Godot ziemlich sicher. Er hoffte, dass die 9.Division zu einem noch belebteren Haufen von Soldaten werden würde als sie es ohnehin schon war. Vielleicht würde er so auch die Geschehnisse auf der Konomi-Insel schneller verdrängen können und nicht dauernd an Jin Taka denken müssen.

Das Schiff hatte Loguetown erreicht und der Kapitän zögerte nicht lange, sondern begab sich kurze Zeit später an Land. Immerhin sollten sie dort auf ihre neuen Rekruten treffen...

tbc: Loguetown Hafen

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Mi 22 Aug 2012 - 16:55

---> Saemon's Kabine

Als er aus seiner Kabine trat, blieb Saemon einen Augenblick lang stehen und starrte Gen Boden. Er sog einige male tief die Luft in seine Lungen und presste sie rasch wieder hinaus, ehe er schließlich weiterging. Ein Ereignisreicher Tag lag hinter dem Rotschopf und wie es schien sollte dieser noch lange kein Ende finden, so trottete er den Gang entlang und hielt den Kopf im Nacken, sah an die Decke und achtete nicht auf seinen Weg. Selbst wenn ihm jemand entgegen kommen würde, so kümmerte es ihn einfach nicht, nicht in diesem Augenblick, wo er sich eigentlich nichts mehr ersehnte als ein wenig Zeit mit Lian verbringen zu können. Es war nicht so dass er körperlich oder geistig erschöpft war, ganz und gar nicht, viel mehr gab es da so ein Unbehagen in seinem Inneren, was ihm einfach keine Ruhe ließ. Ohne Zweifel rührte dies aufgrund all der Ablehnung, mit welcher Lian sich konfrontiert sah. Es galt diese Probleme ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen, damit endlich wieder Ruhe einkehren konnte.

Vor der Kabine seines Kapitäns blieb Saemon noch einen Augenblick stehen, ehe er die Türe öffnete und in das Innere verschwand. Es war schon eigenartig dass Godot seine Türe niemals abschloss, jedoch zeugte dies auch von dem Vertrauen, welches sein Chef in seine Mannen hatte. Sowas sah man sicherlich nur sehr selten und wurde von der Crew über alle Maßen begrüßt. Die Kajüte war durchaus würdig für einen Mann seines Ranges eingerichtet und als erstes stach die Kaffeekanne ins Auge, wobei Saemon sich bei einem Grinsen ertappte. Sicherlich genoss die Kanne die Pause, welche sie erhielt, nun da Godot abwesend war. Wer weiß wie oft er sich hier am Tag seinen Kaffee kochte… sicherlich sehr sehr häufig. Seine Aufmerksamkeit lag nun auf der Teleschnecke, mit welcher Godot mit dem Hauptquartier in Kontakt blieb und da Saemons anliegen ebenfalls an diese Herren gerichtet werden musste, fasste der Maat sich ein Herz und setzte sich auf den Stuhl davor, nahm den Hörer ab und ‚wählte‘. Einige Zeit lang tat sich am anderen Ende nichts weiter, abgesehen von etwas getute, als dann nach einem Knacken auch schon eine Stimme ertönte.
„Marine Hauptquartier, was kann ich für sie tun?“
Saemon dachte jetzt erst darüber nach wie er die Sache eigentlich angehen wollte und brachte zunächst mal eine kleinere Pause in das Gespräch.
„Hallo?“
Fragte die Stimme nochmals nach, als auch Saemon schließlich zu seiner Sprache finden sollte.

“Hallo. Kisaragi Saemon am Apparat. Ich bin der Vertreter von Godot… Dem Kapitän der 9. Division im East Blue.“

Wieder diese Sache mit dem Namen des Käptn’s… bei dessen Ankunft musste Saemon wirklich mal fragen ob er einfach nur Godot hieß oder ob da noch was dazukam..
„Ja ich erinnere mich. Was kann ich also für sie tun?“
Saemon nahm tief Luft und begann schließlich mit seinen Ausführungen. Alles in allem berichtete er von den Vorkommnissen am Schafott, ließ dabei aber die Tatsache außer Acht, dass er derjenige war, welcher das Wahrzeichen in seine Bestandteile zerlegt hatte, einfach weil er es nicht als wichtig ansah. Anschließend brachte er Lian zur Sprache, von welcher er bereits in dem Text zuvor löblich sprach. Nun aber ging es ans Eingemachte und er berichtete davon dass sie eine Piratin sei, betonte nochmals wie Tatkräftig sie den Männern im Kampf gegen die Piraten unterstützt hat und bat um ein offizielles Gnadenersuch, sodass sie die Möglichkeit hätte auch mit auf dem Schiff zu bleiben. Kurzes Schweigen dominierte am anderen Ende der Leitung, doch konnte man deutlich hören dass sich jemand etwas notierte und schließlich wieder zu sprechen begann.
„Verstanden, ich werde das alles weiterleiten. Grundsätzlich sei gesagt dass niemand, der nicht Teil der Marine ist, einfach so auf den Kriegsschiffen mitreisen darf. Wenn ich das richtig verstanden hat, hat sich diese Lian McNair trotz Kopfgeld auf die Seite der Marine geschlagen und dabei geholfen ihresgleichen zu besiegen… Ich möchte hier zunächst einmal deutlich hinzufügen, dass gemäß dem Fall, es wird keine Erlaubnis ausgestellt, somit auch kein Gnadengesuch existiert und diese Person als Feind anzusehen ist. Das bedeutet dass sie die Pflicht haben diese Person unter Arrest zu stellen und an ein Gefängnis zu überführen. Sie müssen darauf nichts erwidern. Ich habe meinen Standpunkt klar gemacht und werde die Sache nun weitergeben. Schönen Tag noch.“
Mit diesen Worten beendete er dann auch schon das Gespräch und ließ den Rotschopf schweigend auf seinem Stuhl sitzend zurück. Klare Worte, jedoch hatte er von einer militärischen Organisation auch nichts anderes erwartet. Nun bliebe ihm also nichts anderes übrig als ab zu warten und Tee zu trinken… Ein Klopfen ertönte an der Tür und ohne zu zögern bat Saemon den Besucher herein.
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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Do 23 Aug 2012 - 14:11

Die Gänge der Justice waren heute ungewöhnlich wenig Marinisten aller Ränge unterwegs und trotz alledem hielten sich die Handvoll Soldaten es sich nicht verbieten den Saotome freundlich zu grüßen. Da er ja eigentlich eher eine ruhige Person war und sich eigentlich so ziemlich jeder darüber im Klaren waren ging er davon aus das er entweder einen großen Sympathiebonus durch seine letzten Taten erhalten hatte oder es einfach durch seinen Notposten als Saemons Rechte Hand kam. Zweites Klang seiner Meinung nach wesentlich wahrscheinlicher, wenn man mal bedachte dass er ja eigentlich nichts Tolles in letzter Zeit gemacht hatte. Von der Sache am Schafott mal ganz abgesehen, aber Kenji war eher wenig davon überzeugt dass sich ihr Sieg bereits bei der gesamten Crew bekannt war.
So brachte er also Meter für Meter hinter sich bis er schließlich vor der großen schweren Holztür zu Godots Kajüte stand. War schon ein komischer Gedanke das vermutlich der Rotschopf drinnen auf den Stuhl des Kapitäns saß und bereits versuchen würde die organisatorischen Angelegenheiten zuregeln. Kenji war schon gespannt ob das Einauge überhaupt wusste was er tun musste, er selbst wusste es ja nur absolut vage, aber vage was immerhin besser als nichts. Ein Grund mehr nicht tatenlos vor der Tür rumzustehen und endlich einzutreten.
Er erhob also seine Faust und klopfte drei Mal mittel laut am Holz. Saemon lies natürlich nicht lange auf sich warten und bat den Hauptgefreiten direkt zu sich herein und er nahm ebenso zügig die Einladung an und kam herein getreten. Wie zu erwarten hatte es sich sein Vorgesetzter auf den gepolsterten Stuhl des Kapitäns bequem gemacht und blickte Kenji entgegen. Die Teleschnecke war weit bis zur Tischkante geschoben und lies darauf schließen dass der Rothaarige vermutlich bereits ein Telefonat geführt hatte. Das sollte Ken allerdings nur Recht sein, war ja eigentlich wunderbar wenn Sae allein zurecht kam und überhaupt nicht auf ihn angewiesen war. Die springende Frage nun natürlich: Wenn er selbst zurecht kam, warum hatte er dann nach den Saotome schicken lassen? Kenji hatte natürlich bereits eine Vermutung, aber wer weiß...vielleicht war es ja doch etwas gänzlich anderes.

"Hi Sae." Kenji steuerte eine Kommode am Rande des Raumes an und lehnte sich mit überkreuzten Armen mit den Rücken an diese. Es roch verdächtig stark nach Kaffee und es bestand praktisch kein Zweifel daran das Godot irgendwo hier das dunkle Gebräu braute. Andererseits roch es überall in seinen Zimmer nach den bitteren Zeug. Trotz des nach Kens Meinung eher beißenden Geruchs vergaß er natürlich nicht zu salutieren, da er aber wusste wie ungern der Rotschopf es hatte wen Kenji dies tat lies er es sehr locker, ja schon beinahe schlödrig aussehen. "Was gibt es denn zu bereden? Brauchst du Hilfe oder geht es...um die andere Thematik?"

Mit der anderen Thematik meinte der Schwertkämpfer natürlich die ganze Geschichte die sich um Lian und ihren Aufenthalt auf dem Schiff gesponnen hatte, aber um ehrlich zu sein hatte er wenig Interesse daran dieses Thema anzuschneiden. Der einzige mit dem er darüber sprechen wollte war Godot denn Saemon, die Piratin und Kenji würden sicherlich nicht auf einen Nenner kommen können. Er hatte es bereits für sich gewährt das Sie unter bestimmten Auflagen auf den Schiff bleiben durfte damit sich die Soldaten und letzten Endes auch Ken selbst ein wenig sicherer fühlten, also warum das unnötige bereden? Letzten Endes würde es nur für Zwietracht sorgen, weiter nichts.
Aber gut...Vielleicht ging es Saemon ja gar nicht darum, Kenji zumindest hoffte darauf.

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Do 23 Aug 2012 - 15:19

Somit wurde zumindest schon einmal ein Teil der Arbeit erledigt und Saemon lehnte sich zunächst in den Sessel zurück, wurde dabei positiv überrascht wie Bequem das Teil eigentlich war. Er seufzte leise aus und schloss sein Auge. Nun hieß es also warten und hoffen… Fest stand zumindest eines: Sollten sich die Vorgesetzten dazu entscheiden Lian als Feind zu betrachten, gar den Befehl ihrer Ergreifung raus geben, so hätten sie sich an einem Tag gleich zwei Feinde gemacht, mit welchen nicht gut Kirschenessen war. Letztlich hatte er allerdings alles in seiner Macht stehende getan um Lian in ein gutes Licht zu rücken, mehr konnte er aktuell nicht tun.

Es sollte nicht lange dauern da klopfte es auch schon an der Türe und Saemon bat den Besucher ohne zögern hinein. Eigentlich war ihm schon bewusst dass es sich dabei um Kenji handeln musste, ebenso war ihm auch klar dass ihm das Thema nicht gefallen würde, doch war dies eine Sache welche Saemon keinesfalls auf sich beruhen lassen konnte. Er wartete also ab bis Kenji nahe genug dran war und die Türe hinter sich geschlossen hatte, bot diesem dann einen Stuhl an und würde auch sogleich auf den Punkt kommen.

“Ich habe zwei Anliegen an dich, wobei ich gerne mit dem unangenehmeren Part beginnen würde. Du weißt sicherlich ohnehin bereits worum es geht und ich möchte dich bitten mich aussprechen zu lassen.“

Eine kurze Pause folgte, in der Saemon noch einmal tief ein und ausatmete. Er saß nach vorne gebeugt in dem Sessel und stützte die Ellenbogen auf den Tisch, hielt die Finger vor seinem Mund verschränkt und blickte äußerst ernst drein. Bei diesem Thema verstand er keinen Spaß, da es ihn persönlich betraf.

“Zunächst einmal möchte ich deutlich sagen dass wir Punkt eins nicht offiziell besprechen, demnach spielt der Rang keine Rolle und sollten wir so etwas wie Freunde sein, so werden wir dies als solche besprechen und auch klären. Um es auf den Punkt zu bringen – es geht um Lian. Derzeit sitzt sie in meiner Kabine, ohne Ketten oder dergleichen, was man gerne als Trotzreaktion meinerseits betrachten kann. Du hast sie vor den anderen bloßgestellt, dabei keine Rücksicht auf irgendjemanden genommen, auch nicht auf mich, was ein wenig enttäuschend war. Wir kennen uns noch nicht lange, dennoch sind wir schon das ein oder andere Mal im Kampf Seite an Seite gestanden und trotz aller Meinungsverschiedenheiten und Sticheleien, habe ich immer das Gefühl gehabt mich auf dich verlassen zu können. Ich finde deswegen dass es nun an der Zeit ist an dem Zwischenmenschlichen zu arbeiten, immerhin werden wir noch ein wenig Zeit miteinander verbringen dürfen und wann Godot wieder kommt ist auch fraglich. Ich kann deinen Hass auf Piraten verstehen, ich selbst mag sie ebenfalls nicht, habe auch gute Gründe dafür, welche in der Vergangenheit liegen, aber eben hier sitzt der springende Punkt, welchen ich lange außer Acht gelassen habe… Es ist vergangen. Man muss nicht gutheißen was sie tun, tue ich auch nicht, doch habe ich, zu guter Letzt auch dank Lian, gelernt dass man differenzieren muss. Nicht alle Menschen sind gleich. Nicht jeder Pirat ist abgrundtief böse. Wir beide stehen auf der Seite der Marine, jedoch sind wir ebenso wenig gleich, wie der Tag und die Nacht es sind. Lian hat einen Fehler begangen. Sie ließ sich auf ein Leben ein, welches nicht toleriert werden darf. Sie hat einen Mann getötet, welcher ihr nichts tun wollte, doch aus ihrer Sicht betrachtet, stahl er ihr ihre Freiheit. Sie hatte Angst, war verzweifelt und wusste nicht mehr weiter. Ihr blieb nicht viel Zeit und sie musste schnell handeln… Na? Fällt dir was auf? Ihr überhastetes Handeln kostete einen Mann sein Leben, deines unter Umständen einer ganzen Insel. Dennoch hat man dich nicht aufgegeben. Dennoch hat Godot sich für dich eingesetzt und dir die Möglichkeit gegeben es wieder gut zu machen. Diese Möglichkeit hat man Lian nicht gegeben, dennoch hat sie sich auf unsere Seite geschlagen, dabei einen Mann attackiert, welcher nicht einmal mit dem Gedanken spielte mich anzugreifen, dafür gefährlich nah bei dir stand. Ich will damit nicht sagen dass sie dich beschützen wollte, denn das wäre gelogen, doch hat sie einen ersten Schritt in die richtige Richtung getätigt und das sollte honoriert werden. Was du letztendlich tust, ist deine Entscheidung, doch möchte ich dich bitten dass du nicht Blind vor Hass wirst und dabei entscheidende Faktoren außer Acht lässt. Wenn nicht die Marine, also wir, an Rehabilitation glauben, wer sonst? Warum sollten wir dann noch immer in den Kampf ziehen, wenn wir nicht daran glauben diese Welt langhaltig zu verbessern? Warum würden wir dann die Verbrecher in ein Gefängnis stecken, wo sie über ihre Taten nachdenken sollen, ihre Strafe absitzen müssen und dann in ein neues Leben ziehen dürfen, wenn wir nicht daran glauben würden dass Menschen sich ändern können? Du hast sie eine Mörderin genannt, doch noch vor wenigen Stunden hast du eine junge Frau getötet, ganz gleich wie viel Schuld sie an der Sache trug, ganz gleich ob sie Piratin oder sonst was war… Sie war ein Mensch. Ich habe dennoch weiterhin großen Respekt vor dir und hoffe dass deiner mir gegenüber nicht verschwindet, nur weil ich mich emotional auf eine Piratin eingelassen habe… nein… einen Menschen, welcher nun einmal hin und wieder anderer Meinung ist als wir. Lian ist ein Mensch, ein guter Mensch, welcher viel Pech im Leben hatte. Mehr gibt es von meiner Seite nicht zu sagen. Ich hoffe du hast Verständnis dafür dass ich das loswerden wollte…“

Eine kurze Pause folgte und sollte Kenji sich hierzu äußern wollen, so konnte er dies natürlich tun. Saemon würde aufmerksam zuhören und gegebenenfalls auch antworten. Sollte dem allerdings nicht so sein und Kenji wollte das alles lieber für sich selbst verarbeiten, so würde Saemon auch schon zu Punkt zwei kommen.

“Dann noch eine Sache um die ich dich bitten würde…“

Er zeigte auf den Tisch und einige darauf liegende Formulare.

“Was zur Hölle soll ich mit dem ganzen Mist hier machen?... Ich hab bereits im Hauptquartier angerufen und alles berichtet… was soll ich denn noch damit machen?!“
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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Fr 24 Aug 2012 - 1:24

Zunächst wollte Kenji die Einladung Saemons zum hinsetzen durch einen kurzen Wink ablehnen da er zu diesen Zeitpunkt einfach wesentlich lieber stand, aber es wäre ziemlich unhöflich gewesen wenn der Rotschopf während ihres Gesprächs quer durch den Raum gucken musste. Er nahm die Einladung also nach kurzen Zögern an und setzte sich in einer Wund schonenden Haltung auf den wirklich fein verarbeiteten Stuhl. So einen Luxus konnte man sich vermutlich nur als Kapitän oder Höher auf einen Schiff der Marine leisten und tatsächlich strich der Saotome einmal über das glatte dunkle Holz bevor er sich endgültig an seinen Vorgesetzten wand und ihn gespannt entgegenblickte während er bereits begann zureden.
Leider Gottes machte er gleich zu Anfang eine ziemlich offensichtliche Anspielung darauf dass er über Lian reden wollte und darauf reagierte Ken sogleich mit einen leicht genervten flachen Atmen, doch eine solche Reaktion schien der Kisaragi bereits zu erwarten und bat darum das er zunächst vollends aussprechen durfte bevor sich der Schwertkämpfer zu dem Thema äußern sollte. Das Recht um diese Bitte hatte er natürlich und dagegen hatte der Hauptgefreite auch rein gar nichts einzuwenden weshalb er ein bestätigendes tiefe Nicken durchführte.
Und so begann eine lange, wirklich sehr lange, Ansprache des Einauges bei der es selbst Kenji schwer viel bis zum Ende genau zuzuhören und kein einziges Mal ein Wort der Widerrede entgegen zubringen, aber nach gefühlten Fünf Minuten hatte Saemon scheinbar alles geäußert was ihm wegen der Ganzen Thematik auf dem Herzen lag. Nun war die Zeit gekommen dass Kenji etwas dazu sagte und das würde ihn aufgrund der Rangaußerachtlassung auch wesentlich leichter fallen, er war froh darüber dass der Smutje das Gespräch auf diese Art und Weise angegangen war. Der ernsten Lage entsprechend sah Ken nun überaus konzentriert aus und machte den Eindruck eines wahrlich kompetenten Fachmannes als er sich nach vorne lehnte und die Hände auf den Tisch faltete. Er räusperte sich noch kurz da auch er so einiges dazu sagen wollte und musste und dann begann er auch schon zusprechen.

"Gut, ich werde mich nach und nach mit jeder deiner Äußerungen befassen und dir meine eigene Meinung dazu sagen. Beachte dabei bitte stets das ich ein Soldat der Marine bin, bereits mehrere Jahre im Dienst und stets versuche dem Gesetzt und der Gesellschaft entsprechend zuhandeln.
Wenn ich dich unten am Hafen, vor dem Schiff, bloßgestellt habe so tut mir das Leid, aber soweit ich weiß war diese Information ohnehin bereits jeden außer vielleicht den Neuen bekannt und ihnen eine solch wichtige Tatsache zu enthalten wäre meines Erachtens einfach falsch. Vollkommen unabhängig davon ob der Mord an den Wachmann nun gerechtfertigt war oder nicht, bleibt dennoch der Fakt dass Lian diese Tat begangen hat und dafür wird sie einige Konsequenzen tragen müssen. Mal angenommen dieser Totschlag wäre ein Geheimnis zwischen uns und Lian würde sogar der Crew beitreten und hier ein ganz normales Leben führen. Wie glaubst du reagieren die anderen Crewmitglieder darauf wenn es plötzlich ans Licht kommt? Sicherlich nicht minder negativ als sie es bereits jetzt tun...Was ich damit sagen will ist: Manche Dinge können einfach nicht verschlossen bleiben und müssen von irgendwem ausgesprochen werden, zumeist je früher desto besser..."
,Kenji machte eine kurze Pause und musterte die Reaktion des Rotschopfes ließ dabei allerdings nicht genug Zeit für eine sprachliche Erwiderung.
"Kommen wir zum nächsten Punkt, vermutlich der der mir am aller wichtigsten von allen ist. Nein, Saemon, du kannst mich was meinen Hass angeht eben nicht verstehen. Das kann vermutlich niemand an Bord und das hört man bereits an deinen Wortklang. Jemand der wie ich für Piraten empfindet benutzt zum Ausdruck seiner Meinung über sie nicht die Wörter "Ich selbst mag sie ebenfalls nicht" weißt du eigentlich wie lächerlich das für mich klingt? Dieser Hass liegt tief, er hat mich geprägt, mich Jahre lang am Leben gehalten und vergessen werde ich ihn nicht. Manche Dinge kann man einfach nicht vergessen und den Tot eines wohl bemerkt Unschuldigen, immerhin war der Wachmann nicht derjenige der Lian festgenommen oder besiegt hatte sondern lediglich der Mann der sie überwachen sollte. Diese Himeko hat gegen das Gesetzt gehandelt und ich hatte versucht sie lediglich außer Gefecht zusetzen, nicht umzubringen, doch zumindest stellte sie sich somit ihrer Schuld der Piraterie entgegen. Lian hingegen hat den Mann kaltblütig umgelegt...Sie hätte ihre Strafe entgegen nehmen können aber sie hat sich getrotzt und alles nur noch schlimmer und schlimmer gemacht. Dadurch unterscheiden sich diese beiden menschlichen Verluste, Lian hat gehandelt um sich selbst zuretten und hat dabei gegen das Gesetzt gehandelt, ich hingegen habe gehandelt wie das Gesetz von mir verlangt um das Wohl vieler zu behüten...Was Konomi angeht kann ich nur sagen das es eine vollkommen andere Situation war , aber selbst wenn wurde nur bewiesen das ich meine Strafe entgegen nahm und ich habe getan was auch immer ich konnte um so viele zu beschützen wie es nur geht und auch wenn ich Al Nair damit die Insel überließ gab es keine weiteren Todesfälle. Um ganz offen zu sein finde ich es beinahe lächerlich dass du dieses Dilemma als einen Vergleich heranziehst, es handelt sich um gänzlich andere Dimensionen die sich in ihrer Endung vollkommen anders auflösten." Kenji ging davon aus dass Saemon da einer vollkommen anderen Meinung war, aber die Beiden hatten nun mal verschiedene Ansichten die auch beide sicherlich ihre Korrektheit haben. Es ist eben wie immer eine Frage der Ansicht der Dinge.
"Das Beistehen von Lian beim Kampf auf den Schafott und meine angeblich nicht vorhandene Anrechnung für diese, in den Fall hast du wohl nicht so recht aufgepasst Saemon. Denkst du nicht auch ich hätte ebenso die Chance ergreifen können und den Aufenthalt Lians an die hiesige Marine weitergeben können? Natürlich hätte ich das! Und ist es nicht bereits ein großer Sprung dass ich sie überhaupt auf diesen Schiff billige und ihr erlauben würde in Ketten herum zumarschieren? Das denke ich doch wohl. Überhaupt ist mir durchaus klar das sie sich nicht von ein paar Handschellen aufhalten lassen würde, aber dennoch vermitteln sie ein Gefühl der Sicherheit, für alle Beteiligten und ebenso für mich. Nebenbei bemerkt hab ich die Routine bereits zu Genüge vernachlässigt, aber gut.
...Das war es...Ich bin fertig."


Die Tatsache das Piraten vermutlich keinen großen Halt unter den verschiedenen Crews hatten und sie sich ständig trotz ähnlicher Gesinnung gegeneinander bekriegen behielt Kenji erstmal für sich da er nicht genau wusste wie Lian was das angeht gepolt war aber tatsächlich schätze er sie da eher skrupellos ein.
Damit war Kenji jedenfalls so ziemlich auf jedes Belang des Rotschopfes eingegangen und er hoffte es würde nun in keine Diskussion ausharren, dafür waren beide Marinisten einfach viel zu unterschiedlich. Jeder hatte seinen Standpunkt geäußert und damit sollte gut sein. Ken wollte sich nun anderen Dingen widmen, positiveren Dingen und somit lächelte er breit als er hörte dass er Saemon tatsächlich ein wenig mit den Papierkram helfen musste.

"Haha", er lachte trotz der bis grade ernsten Stimmung herzlich auf und lehnte sich wieder entspannt in seinen gepolsterten Stuhl zurück. "Hab mir schon gedacht dass du dabei ein wenig Hilfe brauchen wirst, aber um ehrlich zu sein kenne ich mich selbst kaum aus...Ist aber besser als nichts, nicht wahr?
Guuut...Also du hast schon beim Hauptquartier angerufen, meintest du? Wäre vor allem wichtig dass du dabei die gesamte Situation auf dem Schafott so gut schilderst wie nur irgendwie möglich, selbst wenn das heißt dass die Neunte womöglich erheblichen Stress wegen der Sache mit dem wohl größten Monuments dieses Zeitalters bekommt. Versuch auf gar keinen Fall irgendetwas zu bereinigen denn falls die Wahrheit rauskommt stehen wir in einen verdammt schlechten Licht da."
Ganz ähnlich wie die Verheimlichung eines Mordes. "Zusätzlich kannst du noch ein Protokoll schreiben und eine Kopie ans Hauptquartier verschicken, aber ich denke das sollte nicht nötig sein...Okay, dann wäre es noch wichtig dass du für die neuen Rekruten eine Akte anlegst und ihren Beitritt in der Crew bei der Chefetage meldest, ich glaube Diego..." Es war ein höchst seltsames Gefühl für Kenji den Kapitän bei seinen echten Vornamen zu nennen und irgendwie durchlief ihm dabei ein kurzes Schaudern. "...hat das auch immer so gehandhabt" Nun fuhr Ken mit der Hand ans Kinn und rieb sich nachdenklich über die beinahe unsichtbaren Stoppeln seines Bartes, er hatte mal wieder eine Rasur nötig auf den Dreitagelook stand er nämlich nicht so sehr. "Ich glaube...das war Alles...Ach und Saemon?" Eine Sache musste der Hauptgefreite einfach noch wissen. "Es ist aber noch alles cool zwischen uns oder?"
"Hab ich grade cool gesagt?", zisch es ihn noch durch den Kopf...

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Fr 24 Aug 2012 - 10:53

Einiges von dem was Kenji nun von sich gab, rührte eindeutig von seiner Unwissenheit her, da er einfach nicht am Ort des Geschehens war oder es schlichtweg für Unnötig empfand es zu hinterfragen. Saemon wollte sich bemühen eine Lösung für beide Seiten zu finden, jedoch schien der Obermaat sich quer zu stellen, so zumindest wirkte es. Alleine schon das Ausmerzen der Missverständnisse zwischen ihnen, dürfte wohl einiges an Arbeit mit sich bringen.

“Bei Punkt eins sind wir zudem auch schon bei Problem Nummer eins… Kenji… Was du als falsch erachtest, spielt einfach keine Rolle, ebenso wenig was ich als einzelner als falsch empfinde. Nicht du bist die Division, sondern wir und hättest du zunächst das Gespräch mit mir gesucht und sei es nur für zwei Minuten vor dem Schiff gewesen, indem du mich zur Seite gezogen hättest oder dergleichen, hättest du auch erfahren dass ich den neuen Rekruten im Restaurant noch die Info gab das Lian Piratin sei, die Sache mit ihr verzwickt wäre und ich alle Personen über alles aufklären werde, sobald ich mit Godot gesprochen habe. Es wurde niemand im Unklaren gelassen, du kamst einfach nur zu einem Zeitpunkt dazu, als es gerade hektisch war und einem solche Infos entfallen können. Desweiteren habe ich nicht behauptet dass der Mord gerechtfertigt war, denn das ist kein Mord. Ebenso wie du die Piratin getötet hast, so geschah auch Lians Tat aus dem Affekt heraus und war so keinesfalls beabsichtigt. Ich habe mit ihr über dieses Thema gesprochen, noch auf Konomi und habe deutlich sehen… sogar spüren können wir sehr es sie betrübt hat dass sie den Mann getötet hat. Diese Tat ist keinesfalls zu tolerieren, jedoch sah sie sich in die Ecke gedrängt und reagierte panisch. Es ist was es ist – ein tragischer Unfall. Um es nochmals deutlich zu machen. Ich hatte niemals vor etwas zu verheimlichen, jedoch informier ich wildfremde Leute ungerne über Fakten, welche noch gar nicht existieren… Weiter..“

Kenji war dieser Punkt also besonders wichtig, Saemon hingegen kränkte seine störrische Art, in welcher er sich tatsächlich einzubilden schien, dass nur ihm auf dieser Welt schreckliche Dinge widerfahren sind… Der Kisaragi wollte die Sache jedoch anders angehen und seinen Zorn zumindest verstehen können. Dennoch klangen seine folgenden Worte äußerst ernst zu einem gewissen Faktor auch scharf.

“Zunächst einmal würde ich dich dringlichst bitten dein eigenes Leid nicht über das aller anderer zu stellen. Ich weiß nicht wie gut du den Rest an Bord kennst, zumindest von unseren Neulingen kann ich behaupten dass wir diese gleich lange kennen. Wie viele von ihnen hast du nach ihrer Leidensgeschichte gefragt? Mich jedenfalls nicht. Als ich sagte ich kann deinen Hass verstehen, sollte dies nicht heißen dass ich ihn teile – nicht mehr. Du solltest nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und zumindest ein wenig hinterfragen, bevor du jemanden einen Stempel aufdrückst. Und ja du hast recht. Das sind gänzlich andere Dimensionen, doch bleibt der Fakt dass ihr beide einen Fehler begangen habt, welcher andere Menschen in Mitleidenschaft gezogen hat. Du wolltest diesen Fehler wieder gut machen, wolltest dich beweisen und das ist dir gelungen. Auch diese Insel wird nicht für immer unter seiner Kontrolle stehen, doch bist nicht du derjenige der für diese Tat büßen musste. Du wurdest degradiert, das weiß ich. Lian hat ihre Crew verraten um sich mir anzuschließen und dabei uns im Kampf unterstützt. Aber das alles spielt keine Rolle. Sie hat sich ihrer Strafe entzogen weil sie Angst hatte und in ihrem Fall gab es niemanden der sich für sie hätte einsetzen können. Ich hätte es nicht tun können, nicht auf die Art und Weise, wie Godot es bei dir tun konnte und auch getan hat. Du kennst ihn, du wusstest sicherlich dass er dir Rückendeckung geben würde, Lian hingegen sah sich vor einem Leben hinter Gittern. Ich möchte noch einmal deutlich machen dass dies ihre Tat nicht rechtfertigt, doch hast du einen recht passenden Punkt angesprochen… Es stimmt, nicht der Wachmann hat sie besiegt und festgenommen, sondern ich. Zudem war es auch ich, welcher sie auf das Schiff brachte, ohne an die Konsequenzen zu denken. Also obliegt alles was vorgefallen war, meiner Verantwortung. Die Schuld für den Tod des Mannes trage ich und bereits zu dem Zeitpunkt als ich davon erfahren habe, hatte ich dieses Gefühl und wollte nichts lieber als sie dafür büßen zu lassen. Du wurdest degradiert aufgrund deiner Fehler. Sie erkannte rasch dass sie überhastet handelte indem sie ihrer Strafe entging, hatte Schuldgefühle wegen des Wachmannes, verließ letztlich ihre Crew. Sie steht alleine da und das nur weil sie bei mir sein wollte und vielleicht geschah es auch aus ihrem Schuldgefühl heraus dass sie uns half, jedenfalls ist eine positive Entwicklung zu erkennen. Ich hingegen wurde befördert, für den Kampf gegen die Piraten, von Konsequenzen also keine Spur. So wie ich das sehe sollte also ich derjenige sein, gegen den du deinen Groll richtest. Ich lernte eben dass besonders unter Piraten, keiner wie der andere ist. Es gibt Ähnlichkeiten, doch solltest auch du erkannt haben, wie sie sich in ihren Vorstellungen und Träumen unterscheiden. Sie agieren nicht gemeinsam für ein Ziel, wie dies bei uns der Fall ist, sie setzen sich nur für ihre eigenen Ziele ein. Gerade deswegen empfinde ich es als wichtig den Menschen hinter dem Piraten zu kennen und diesen zu verstehen, denn dann erstweißt du mit wem du es zu tun hast und ob dieser Mensch den Tod verdient hat, oder einfach nur Pech in seinem Leben hatte und durchaus noch ein wertvolles Mitglied dieser Gesellschaft werden kann… Dennoch würde mich eine Sache noch interessieren, ehe ich dich mit diesem Thema nicht weiter nerven werde. Warum hasst du Piraten so sehr, dass du sofort Rot siehst wenn du einem von ihnen begegnest? Natürlich musst du mir das nicht erzählen, doch würde ich mich freuen dich endlich verstehen zu können.“

Der Papierkram musste vorerst warten, schließlich lag ihm dieses Thema besonders am Herzen. Ehrlich gesagt spielte Saemon ohnehin bereits mit dem Gedanken Godot einfach ein paar Notizen zu hinterlassen und ihm schließlich den Papierkrieg erledigen zu lassen.. Sicherlich nicht gerade die feine englische Art, aber bevor er alles falsch machen würde… Andererseits schien auch Kenji ein wenig Ahnung zu haben, nicht unbedingt den vollen Durchblick, aber weitaus mehr als der Rotschopf… Ob er wohl sauer wäre wenn Saemon ihn mit den Akten alleine ließe?.. Fragend musterte er den Saotome, würde diesen aber zunächst mal zu Wort kommen lassen.
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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Sa 25 Aug 2012 - 16:48

Um ehrlich zu sein, das war seines Erachtens auch mehr als nur verständlich, hatte Kenji inzwischen gestrichen die Nase voll von diesen Gespräch. Irgendwie schien es nicht mehr darum zugehen das jeder äußerte wie er zu der ganzen Situation stand sondern einfach nur noch darum das Saemon recht behielt und dafür drehte er natürlich jedes einzelne Kommentar des Hauptgefreiten auf den Kopf und nahm sie regelrecht auseinander was seines Erachtens nur in wenigen Fällen wirklich Sinn gemacht hatte. Dafür gestand er sich diese paar Kleinigkeiten allerdings auch ein, wie beispielsweise die Tatsache dass er wirklich nicht wusste was der Rotschopf in seiner Vergangenheit erlebt hatte und somit seine eigene Aussage bezüglich des Geschehenen nur wenig Halt hatte. Der Schwarz-weißhaarige tippte also nervös und sichtlich genervt mit den Zeigefinger auf der Armlehne seines Stuhls herum und erfüllte somit den Raum mit einer Art dumpfen Ticken.

"Gut, vielleicht hast du wegen der Sache mit meiner Vergangenheit und meinen Gefühlen für Piraten recht...Ich habe tatsächlich keine Ahnung was dir bereits widerfahren ist, aber sobald du meine Geschichte kennst wirst du dir allerdings sicherlich eingestehen dass die Vorstellung das jemand anderes etwas Ähnliches erlebt haben soll höchst überraschend wäre...Aber was den Rest angeht, bin ich der Meinung das du ziemlichen Unsinn verzapft."

Es war schon irgendwie eine Besonderheit das der Saotome so offen solche Worte wählte, aber er hatte dieses ganze Gelaber einfach satt. Er ist nicht die Meinung der Crew? Ja, vollkommen richtig, aber die Meinung einer Mannschaft setzt sich durch die einzelner Individuen zusammen und die wollte der Rotschopf doch nun mal wissen, Kenjis eigene Meinung. Nebenbei war es vollkommen egal was er in Anwesenheit der Crew sagte, jeder Mensch konnte sich seine eigene Meinung bilden, aber das er sich dabei die Anderer anhören musste blieb ihm nicht erspart.
Das Lian wegen ihrer Tat betrübt war änderte nichts daran dass sie sie begangen hatte, sie wollte fliehen und hatte den Mann dabei nun mal umgelegt, vollkommen egal ob das nun beabsichtigt war ändert das nichts daran dass es nun mal geschehen ist. Und dann war da natürlich noch die weinerliche Tatsache dass die Piratin ja nur geflohen war da sie Angst vor der Strafe hatte, ja und? Die hatte Kenji auch gehabt! Die Marine ist sein Leben und wäre er aus ihr raus geworfen so hätte er sich auch gleich umbringen können...dieses Gespräch mit Godot über seine Zukunft war für ihn eines der schlimmsten Ereignisse seines Lebens gewesen und trotzdem hat er sich der Situation gestellt. Ganz anders als Lian die einfach feige weggelaufen war. Was die Sache mit Saemons Schuld angeht, war Kenji ziemlich zweigeteilt, doch seines Erachtens trug das Einauge wenn überhaupt Teilschuld und nicht die Ganze. Wenn man einen Hund im Zwinger streicheln will und dieser einen daraufhin in die Hand biss hatte ja auch nicht der Tierfänger schuld sondern wenn überhaupt derjenige der ihn streicheln will oder der Köter selbst.
Doch all das behielt der Schwertkämpfer für sich, seiner Meinung nach würde bei diesen Gespräch nichts rauskommen und er hatte sich bereits mehr als genüge zu diesen Thema geäußert. Sein Standpunkt war klar und somit lag der Rest in der Hand Godots und der anderen Hochrangigen. Kenji würde noch seine Geschichte erzählen und dann gehen, ihn hielt hier nichts mehr.

"Also...meine Geschichte...", er atmete noch einmal tief durch und stand dann von seinen Stuhl auf. "Als ich noch ein kleines Kind war lebte ich mit meinen Eltern zusammen in einen kleinen Dorf im West Blue, auf der Golden Island um genau zu sein. Wir hatte ein gutes Leben fernab der großen Hauptstadt der Insel welche für ihren Glamour bekannt war und das lag daran dass unser Dorf so ziemlich am anderen Ende der Insel lag. Das hatte jedenfalls den entscheidenden Vorteil dass die Verteidigungstruppen der Marine ziemlich weit entfernt waren und irgendwann war eine Gruppe Piraten wohl dahinter gekommen...Innerhalb eines Tages plünderten und brandschatzten sie alle Dörfer entlang der Nordküste und dann kamen sie bei uns an..." Kenjis Blick wurde kalt und grade zu durch bohrend, doch er galt nicht Saemon, sondern der Leere die sich nun mit geistigen Bildern aus der Vergangenheit des Schwertkämpfers füllte. "Mein Vater und meine Mutter haben versucht sich zu verteidigen, aber...aber sie wurden alle vor meinen Augen abgeschlachtet...All meine Freunde und meine Verwandten...aber damit endet es noch nicht." Erst jetzt blickte der Saotome auf seinen Vorgesetzten herab und versuchte irgendeine Reaktion aus sein Gesicht abzulesen. "Nein, diese verdammten Monster haben mich auf ihr Schiff mitgenommen und mich versklavt, da waren noch weitere aber außer mir hat niemand überlebt...Was ich verstehe, ich selbst wäre beinahe an der tagtäglichen Arbeit, den Prügeleien und der minimalen Verpflegung drauf gegangen, aber nach Drei Tagen kam die Marine und hat sie alle umgebracht und das war der erste Tag seit langen wo ich wieder gelacht habe..." Nun wandte er sich von Saemon ab und ging in Richtung Ausgang wo er mit einen lauten Knatschen die Tür öffnete. "...Das ist meine Geschichte."

Ein lautes Knallen ertönte als er die Tür hinter sich zuwarf und vor Wut blitzenden Augen den Raum verließ.


tbc: Oberdeck (?)

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   So 26 Aug 2012 - 4:23

Schweigend und seine Gefühle unterdrückend lauschte Saemon den Worten des Hauptgefreiten, welcher sich ganz schön im Ton vergriff... hätten sie dieses Gespräch mit ihren Rängen geführt. Saemon wollte dies bewusst außer acht lassen, wollte er doch die wahre Meinung von Kenji hören, wobei er dessen Verbissenheit jedoch bedauerte. Während man ihm seine Fehler verziehen hatte, konnte er selbst nicht so milde sein. Letztenendes änderte es nichts an der Tatsache dass es nicht an Kenji war zu entscheiden wie es weiter gehen würde. Derzeit war dies noch Saemons Aufgabe und schon bald die von Godot, von dessen Ankunft der Rotschopf noch nichts wusste. Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen und seufzte angestreng aus. Der Tag hatte gewaltig an seinen Kräften gezehrt, nicht nur körperlich sondern auch seelisch... Diese ganze Geschichte zerfraß ihn von innen und er bekam ein flaues Gefühl in der Magengegend, als würde sich etwas von innen nach außen fressen... Die Zeit verstrich, welche Saemon nutzte um ein wenig nach zu denken. War es wirklich das was er wollte? Gerade zu jener Zeit als er und Kenji sich scheinbar verstanden, musste der Kisaragi feststellen dass sie niemals Freunde werden können, nicht solange er Lian so ablehnte...
Mit lautem 'Bölle Bölle Bölle' wurde er aus seinen Gedanken gerissen und geistesgegenwärtig nahm er den Hörer ab und antwortete.

“...Ja?“

Saemon klang ein wenig genervt und das merkte man auch.
„Sprech ich mit Kisaragi Saemon?“
Ein brummen ertönte, welches wohl ja bedeuten sollte, doch zu Verdeutlichung gab Saemon auch noch eine anständige Antwort.

“Ja das tun sie.“

„Gut. Es gibt einiges zu berichten. Zunächst einmal sind bei uns noch die Berichte der Loguetown Einheit eingegangen, welche scheinbar nur noch das Aufräumkommando gebildet haben... Man war scheinbar ziemlich beeindruckt von ihren Leistungen am Schafott und hat sowohl sie als auch Saotome Kenji befördert. Ihnen wurde der Rang des Fäähnrichs zur See zugesprochen und Saotome ist nun Seekadett. Dann wollen wir zu ihrem Anliegen kommen und ich möchte gleich vorausschicken dass man mit dieser Entscheidung noch immer hadert. Sollte es also auch nur das geringste Anzeichen von Widerstand geben, so wird diese wieder aufgehoben! Aufgrund des geringen Kopfgeldes und der Unterstützung im Kampf gegen die Piraten, wurde Lian McNair vorübergehend begnadigt. Ihr Kopfgeld wird für vorerst drei Monate ausgesetzt und unter ihre Beobachtung gestellt. Ihr wird gewährt sich in ihren Reihen zu rehabilitieren und sich als wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu beweisen. Sie wäre somit also eine Anwärterin und es werden Wöchentliche Berichte erwartet. Nach Ablauf der Frist wird entschieden wie man weiter verfahren wird. Das wäre dann auch alles von meiner Seite. Gibt es noch Fragen?“

“Keine. Danke.“

„Gern geschehen und schönen Tag noch.“
Dann legte der Mann auch schon wieder auf und ein schmales Lächeln legte sich auf seine Lippen. Zumindest dieses Übel war vorerst beseitigt, weshalb Saemon sich auch sogleich auf machte um Lian von der guten Nachricht zu berichten.

---> Saemons Kabine
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Godot

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BeitragThema: Re: Kapitänskajüte   Do 30 Aug 2012 - 23:34

cf: Oberdeck

Godot betrat seine Kajüte. Es war bereits eine Weile hergewesen, dass er sich hier aufgehalten hatte. Doch war dies nun auch nicht weiter von Belang. Während der Stabsoffizier mit seiner Mission beschäftigt gewesen war, hatte sich auch hier so einiges ereignet. Umso neugieriger war der Kaffeefanatiker, was er während seiner Abwesenheit verpasst hatte.

Godot war vorgegangen und befand sich noch kurze Zeit über alleine in seiner Kajüte. Diese Zeit nutzte er, um einem für ihn schon primären Bedürfnis nachzugehen. Er holte eine weiße Kaffeetasse aus dem Schrank und im Anschluss bereitete er alles für sein schwarzes Wundergetränk vor. Eine gute Unterhaltung fängt beim Kaffee an. Das ist eine meiner Regeln.

Es verstrichen ein paar Minuten ohne dass Kenji aufkreuzte. Godot beschloss, ersteinmal in seinem Schreibtischstuhl Platz zu nehmen und geduldig zu warten. Immerhin wusste er, dass Kenji ihn noch nie hatte warten lassen. Plötzlich ertönte ein Geräusch. Es klang wie... eine Glocke? War es die Alarmglocke? Nunja, die Kirchenglocke konnte er bei diesem Klang wohl ausschließen. Doch interessant war, dass die Alarmglocke anders klang als jene, die der Stabsoffizier im Gedächtnis hatte. Hinzu kam, dass irgendwie alles an diesem Schiff anders war. Das Schiff wirkte zumindest auf den ersten Blick kleiner. War es nur Einbildung? Vielleicht. Doch auch die Mannschaft wirkte stark reduziert. Oder befanden sich alle anderen Soldaten gerade auf einem anderen Teil des Schiffs. Schon möglich. Dennoch hatte Godot ein komisches Gefühl hier an Board der True Justice, wie ihr Schiff eigentlich heißen müsste. Godot war verwirrt, hatte ein seltsames Gefühl in der Magengegend, was wohl nicht nur daran lag, dass der Körper sehnsüchtig auf die Tasse schwarzen Kaffee wartete.

Beim Läuten der Alarmglocke würde eigentlich ein jeder zum Deck stürmen. Godot jedoch brauchte zuerst eine Tasse seines Lieblingsgetränk. Guten Kaffee lässt man nicht kalt werden. Das ist eine meiner Regeln. Diese Worte würden nach außen hin wohl lediglich bewirken, dass die Leute wissen würden, wie abhängig er von seinem Lieblingsgetränk war. Doch wenn jemand ihn fragen würde, ob er abhängig davon sei, würde der Angehörige der Marine wohl mit einem überzeugten Nein antworten wie viele andere auch. Doch imgrunde wäre das eine Lüge. Der Kaffee schmeckt ihm natürlich, doch das Verlangen danach war mehr als nur unnatürlich. Jedenfalls gönnte Godot sich erst einen Schluck Kaffee... und dann noch einen... und noch einen, bevor er sich schließlich mit der weißen Kaffeetasse in der Hand gen Tür bewegte. Es sind seit dem Läuten der Glocke doch schon ein paar Minuten vergangen. Ich sollte wohl an Deck nach dem Rechten sehen. Es führt kein Weg daran vorbei: ich muss meine Kaffeetasse wohl oder übel mitschleppen. Ach was soll's, die sind das Bild von mir doch eh gewohnt... Alles um ihn herum wirkte ein wenig fremd, sogar die ihm einst bekannten Gesichter. Nur der Kaffee war ihm noch wirklich vertraut. Dieser unvergessliche, leicht bittere Geschmack, der seinem Körper Freudemomente bereitete. Ein unvergleichlicher Genuss berührte seine Sinne. Es war soweit: Einige Minuten nach dem Glockenläuten verließ Godot seine Kajüte und ging wieder zum Oberdeck. Wahrscheinlich hatte sich mittlerweile die gesamte Mannschaft an Deck eingefunden. Dann würde der Stabsoffizier wohl sehen, ob seine Mannschaft in der Tat geschrumpft war...

tbc: Oberdeck

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