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[Turnier] Achtelfinale: Kampf 8

Benkei Kawauso
[Revo] Mitglied

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BeitragThema: [Turnier] Achtelfinale: Kampf 8   Fr 11 Aug 2017 - 14:05

8-tel Finale Runde 8

Die Kämpfe des Turniers erfolgen inmitten der Arena, von wo man sowohl auf die Zuschauerränge sowie auch auf die VIP-Lounge gute Aussicht hat. Inmitten des Arenafeldes ist ein Quadrat was klar erkennbar durch eine Weiße Linie als Kampffeld markiert ist. 100 x 100 Meter misst der Kampfbereich.

Starttermin: 11.08.2017

Zeit bis: 15.09.2017, 23:59 Uhr

Die Regeln

Spoiler:
 

Seid so nett und achtet auf die Einhaltung der Regeln.

Moderator:
 

Sollte jemand die Regeln missachten, oder liegen anderweitige Probleme vor, so schreibt bitte @Benkei Kawauso oder ein anderes Staffmitglied an.

Viel Spaß beim Kampf!

@Drake Hunter @Takeuchi Sora

_________________

Benkei | Haru
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Takeuchi Sora
Sora T.

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BeitragThema: Re: [Turnier] Achtelfinale: Kampf 8   Sa 12 Aug 2017 - 17:40

» Jahrmarkt

Die letzten Stunden vermochten nichts an der Erwartungshaltung des Korvettenkapitäns zu verändern. Vom ersten Moment seines Erwachens, bis zu den abschließenden Metern die er durch die kalten Steingänge des Kolosseums ablief - das elektrisierende Kribbeln blieb bestehen. Aufmerksam zuckten die weissen Fuchsohren zusammen. Über ihm, neben ihm, sogar unter ihm existierten mehr Menschen als erwartet. Donnerndes Trampeln brachte die Hallen der mächtigen Arena zum Vibrieren. Ihre Rufe hallten nicht bloß über das kreisrunde Kampffeld, sondern drangen tief bis in die einzelnen Räume und Gänge hinein. Dumpf zwar, aber längst nicht überhörbar.
Als Zuschauer, einer von Tausenden, machte die Präsenz von Gleichgesinnten keinen Unterschied. Schlüpfte man jedoch in eine andere Rolle - vom stummen Betrachter hin zum aktiven Teilnehmer - verbreitete sich Aufregung und Unwohlsein mindestens so schnell wie das Adrenalin im eigenen Körper. Sora wusste nicht genau zu sagen, ob es ein ihn von innen heraus zerfressendes Flammenmeer war, oder lediglich weiterer Zündstoff, welcher von seiner Magengrube aus mit brachialer Gewalt in Arme, Beine, Hände, Schultern und seinen Kopf eindrang. Sämtliche Klänge, das Poltern und Knallen von Schritten, lauthalse Schreie gen Kampffeld, euphorisches Klatschen bis die eigenen Hände rot und heiß wurden. All das besaß eine vollkommen andersartige Wirkung.
Bedeutende Teil seines Bewusstseins hinterfragten jeden gemachten Schritt. Unter ihnen die gesteigerte Wahrnehmung und die sensiblen Sinne des Fuchses. Unterscheidung, Klassifizierung und das Registrieren jedes einzelnen Geruchs in der näheren Peripherie, wie auch die abweichend intensiv einwirkenden Stimmen, kam ihm beinahe unmöglich vor. Es gehörte zu einem der Gründe für seine Anwesenheit. All das war Training. Einfachste Handlungen, völlige Selbstverständlichkeiten für einen normalen Menschen. Sie wurden mit einem Mal zu einem sonderbar bewussten, auf den Schultern lastenden Kraftakten. Nicht einmal körperlicher Natur. Hauptsächlich war es ein mentaler Kampf, der jede wachende Sekunde ausgetragen werden musste.
Ausgeglichene Atemzüge. Innere Fassung. Gleichmäßigkeit. Sora zwang sich dazu, jedes für gegeben betrachtete Element erneut in den Vordergrund zu rücken. Um diese Form aufrecht erhalten zu können hatte er mehrere Wochen trainieren müssen. Nicht nur begleitet von überwältigenden Sinneseindrücken, die ihn an den ersten Tagen regelrecht den Verstand geraubt hatten - sondern viel mehr dämmerte tief, tief versteckt in ihm die konstante Gefahr, die Kontrolle zu verlieren. Über diese Kräfte. Über seinen Körper. Über alles was er war. Exakt diese Herausforderung war es, die weit schwerer wog als jeder Kampf innerhalb des Rings es tun könnte. Für den Soldaten besaß dort draußen niemand Bedeutung. Kein Pirat, kein Revolutionär. Unter dem Schirm der Regierung handelnde Agenten, freiwillig angetretene Soldat und damit Kameraden. Sie glichen einander wie das Blau des Himmels. Sie waren ein zusätzliches Gewicht an seinen Beinen. Überflüssige Fesseln an den Handgelenken. Erschwerende Nebensächlichkeiten. Nicht mehr.
Sonnenstrahlen fielen zwischen einzelnen am Himmel stehenden Wolken gen Boden. Noch ein letzter, tiefer Atemzug, bevor es losging. Letzte Kontrolle der eigenen Befindlichkeit. Sora ballte seine Fäuste, ließ seine Finger locker. Beide Füße wurden abwechselnd ausgeschüttelt. Seine Beine fühlten sich locker an. Keine Beschwerden. Auch die nacheinander gerollten Schultern wiesen nichts auf, was Bedenken hätte rechtfertigen können. Ein Unbekannter schälte sich aus dem Schatten der Gänge. Schaulustige Rufe ebbten beinahe gleichzeitig ab und verwandelten sich in unsicheres Murmeln. Spekulationen. Misstrauen. Jemand der sein Gesicht nicht zeigte und keinen Namen preisgab, hüllte sich nicht nur in Anonymität, sondern auch in ein gewolltes - oder ungewolltes - Mysterium. Kontraproduktiv für manche. Für Sora war es perfekt. Schweigsame Menschen waren ihm die liebsten.
Von der reinen, adretten Uniform war längst nichts mehr zu erkennen. Getauscht wurden die strammen Hosenbeine durch eine locker sitzende, bis zu den Knien hochgekrempelte hellblaue Jeans. Weder ließ sich das vorgeschriebene Hemd erkennen, noch das Jackett eines Korvettenkapitäns. Unter diesen abweichenden Umständen und sonderbaren Momenten hüllte sich der Takeuchi lediglich in ein weisses Shirt und einen darüber liegenden Pullover. Ästhetik war eigenartig. Aus keinem anderen Grund hoben sich die dunkelbraunen Ärmel vom grauen Rest ab. Das, und die ansprechend auf dem Rücken und Oberarmen verteilten Wolken. Ungleich wichtiger erschien allerdings die matte Fuchsmaske, welche sicher auf seinen Zügen lag und lediglich von schneeweissen Haarsträhnen umrahmt wurde.
Mit jeder Bewegung des jungen Mannes wippte auch ein einzelner Fuchsschweif hinter seinem Rücken. Gelassenheit. Er musste für diese Kämpfe gefasst sein. Jedes Detail als eine eigenständige Lehre betrachten. Sieg oder Niederlage. Nichts davon war wirklich wichtig. Und doch etwas, was zu seinem unausweichlichen Wachstum beitragen würde.
In der Mitte des Rings angekommen blieb Sora stehen. Den Blick starr nach vorn, auf einen bald erscheinenden Kontrahenten gerichtet. Aus nächster Nähe machte das Kampffeld einen lächerlichen Eindruck. Ihm wurden keine Optionen geboten. Kein Raum für taktische Finesse. Umgebung existierte nicht. Waffen besaßen den Nachteil, jederzeit verfehlen zu können. Im schlimmsten Fall wehrte der eigene Gegner ein Projektil ab und schleuderte selbiges in die Zuschauerränge. Disqualifikation. Er schnaubte. Alles worauf der Veranstalter aus war, war herauszufinden, wer anderen Menschen am besten den Schädel einschlug.

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Drake Hunter
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BeitragThema: Re: [Turnier] Achtelfinale: Kampf 8   Mo 14 Aug 2017 - 8:18

Noch ein letztes mal ballte Drake seine linke Hand prüfend zu einer Faust. Nichts. Kein Schmerz, kein Verband oder Schiene die zeigten das sein Arm gestern noch gebrochen war. Seine Brandwunde am linken Unterarm war ebenfalls vollständig verschwunden, es gab nicht einmal den Hauch einer Narbe.
Der Revolutionär rätselte immer noch wie der Doc das hin bekommen hatte. Irgendwas sagte ihm allerdings, dass er das unter Umständen gar nicht so genau wissen wollte. Die einzig wirkliche Frage die sich ihm stellte war, warum derartige Medizinische Versorgung nicht längst Standard war? Vielleicht war es allerdings auch besser so. Die Revolution und auch die Piraten wären wohl ziemlich am Arsch wenn die Marine oder Gott bewahre die Weltregierung an so eine fortschrittliche medizinische Technologie kamen.
Drake atmete noch ein paar mal tief durch und versuchte sich vor dem anstehenden Kampf zu entspannen. Er war nicht nervös und er hatte auch keine Angst. Das er rein gar nichts über seinen Gegner wusste, nicht einmal einen Namen oder wie er aussah, brachte ihn ebenfalls nicht ins Schwitzen. Das einzige was dem Hunter in diesem Moment Unbehagen bereitete und an seinen Gedanken nagte, war die Frage ob er wirklich hier sein sollte.
Wenn es nach ihm ginge, würde Benkei nun an seiner Stelle hier stehen. Die Entscheidung der Ringrichter hatte er gestern schon angezweifelt und seitdem hatte er seine Meinung auch nicht geändert. Klar, Kräftemäßig waren die beiden gleich auf gewesen, doch Benkei hatte immernoch seine Teufelsfrucht in der Hinterhand gehabt, hätte er sie früher eingesetzt dann wäre der Kampf definitiv zu seinen Gunsten gelaufen, denn Magma konnte Drake leider nicht widerstehen. Der Idiot hätte ihn tatsächlich besiegt wenn die Zeit nicht abgelaufen wäre, alle Trümpfe hatten in seiner Hand gelegen und trotzdem hatten sich die Richter für Drake entschieden. Das Wieso interessierte ihn dabei am meisten? Wenn es daran gelegen hatte das Drake unter den beiden der Publikumsfavorit gewesen war, dann wäre dieses ganze Turnier sinnlos. Doch über den genauen Grund konnte er letzten Endes eben nur spekulieren. Für einen kurzen Moment hatte er sogar überlegt in den Ring zu gehen und als Antwort auf die dämliche Entscheidung der Richter einfach aufzugeben. Doch dann wäre Benkei vermutlich sofort in den Ring gestürmt und hätte ihm die Fresse grün und blau geschlagen. Also hatte er sich dazu entschlossen das Ding durchzuziehen. Während er darauf wartete die Arena zu betreten, zog er eine Schachtel Zigaretten aus der Hosentasche, zog eine heraus und zündete sie an. Sein übliches Outfit hatte sich gegenüber gestern stark geändert. Seine braune Lederjacke war nicht präsent, denn es gab auf der Insel zwar einen Arzt der scheinbar Wunder vollbringen konnte aber dafür keinen einzigen Schneider. Drake war zwar niemand der großen Wert auf Kleidung und das äußere Erscheinen legte, Hauptsache zweckmäßig war sein Motto. Doch mit einer Lederjacke den Ring zu betreten bei der der rechte Ärmel fast vollständig fehlte und der Rest abgebrannt war, sah schon sehr Bescheuert aus. Stattdessen trug er einfach nur ein graues Shirt, auf dem in roter Schrift mit großen Buchstaben die Worte „Evolve or die“ prangerten. Seine dunkelblaue Hose trug er wie immer.
Sein Helm fehlte ebenfalls. Kaputt gegangen war er nicht, aber er brachte in dieser Art von Kämpfen auch keinen klaren Vorteil oder einen Defensivbonus mit also hatte Drake den Helm aus einer Laune heraus auf seinem Zimmer gelassen. Ansonsten war er allerdings wie gewohnt in voller Bewaffnung.
Für einen kurzen Moment verstummte die tosende Geräuschkulisse des Publikums fast vollständig und Drake sah fragend in Richtung Eingang. Was das Publikum wohl dazu bewegt hatte fast vollständig ruhig zu sein? Ob sein Gegner so furchterregend aussah? Bevor er einen weiteren Gedanken an diese Nebensächlichkeit verschwenden konnte, hörte er auch schon den Moderator der sich bereit machte ihn anzukündigen und der Revolutionär machte sich bereit, die Arena zu betreten.

„DER ZWEITE KÄMPFER IST BEREITS BEKANNT DURCH DIE VORRUNDE. ER ÜBERZEUGTE NICHT NUR DURCH GESCHICK MIT DEM REVOLVER SONDERN VOR ALLEM DURCH ROHE KRAFT GEGEN SEINEN GEGNER! ICH PRÄSENTIERE DEN MANN DER EINEN KOLOSS GESCHULTERT HAT, DEN REVOLUTIONÄR DRAAAAAAKE HUNTERRRRRRR!“


Praktisch mit fast perfektem Timing betrat Drake in genau dem Moment die Arena, in der der Moderator seinen Namen durch die Arena brüllte und blinzelte kurz als seine Augen sich an das Licht gewöhnten. Fast augenblicklich schlug die vorangegangene Stille und Unsicherheit des Publikums in tosende Jubelschreie um. Drake hatte mit seiner Aktion im Kampf gegen Benkei definitiv Eindruck gemacht und das spiegelte sich in den Zurufen des Publikums wieder. Mit lässigen Schritten begab er sich langsam in Richtung Mitte der Arena. Er würde lügen, würde er behaupten es würde ihm nicht gefallen das die Menge ihn anfeuerte. Doch wie auch beim letzten Kampf machte er sich daran die Ablenkung auszublenden, stattdessen konzentrierte er sich voll und ganz auf seinen Gegner. Der sah auf den ersten Blick von der Statur her recht unscheinbar aus. Nicht übertrieben muskulös und ein gutes Stück kleiner als Drake. Was Drake sofort ins Auge fiel war die Maske, die offensichlich einen Fuchs darstellte. Ebenso fielen ihm sofort die Fuchsohren auf, die definitiv nicht zur Maske gehörten. Nein, sie wirkten nicht nur täuschend echt, sie waren echt. Sofort musste Drake wieder unweigerlich an eine Teufelsfrucht denken.
In angemessenem Abstand zu seinem Gegner blieb er schließlich stehen, nahm einen letzten Zug von seiner Kippe und schnippte sie irgendwo nach rechts. Ein letztes mal stieß er den Rauch aus, während er seinen Gegner schweigend ansah und auf den Start der Runde wartete. Als das dröhnende Geräusch der Sirene ertönte, verlor Drake keine zeit, zog seinen Revolver und feuerte einen präzisen Schuss aus der Hüfte. Die Eröffnung würde er sicher nicht seinem Gegner überlassen.

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: [Turnier] Achtelfinale: Kampf 8   Mo 14 Aug 2017 - 19:42



Aus dem Schatten der Maske starrten goldene Augen direkt in das Gesicht des Revolutionärs. Sora vermochte es zwar nicht, in den Kopf seines Gegenüber zu blicken, doch verstand er die Sinnhaftigkeit des auffällig roten Helmes nicht. Sein Gegner wurde fehlerfrei als Mitglied der Revolution ausgerufen. Ebenso nannte man ihn beim Namen. Handelte es sich dabei nicht um einen fälschlich angegebenen Decknamen, standen bereits Tür und Tor zur Identität des Mannes offen. Über eine schützende Funktion hinaus gab es keinerlei Relevanz für eine Kopfbedeckung. Sie verlieh keine Anonymität - nicht, nachdem bereits alles in die Welt hinaus geschrien worden war. Zum zweiten Mal seit Beginn des Turniers.
Nach aufmerksamer Begutachtung der Vorrundenkämpfe gab es keinen offensichtlichen Anlass für Sorge. Obgleich die rein körperliche Kraft des Helmträgers nicht quantifiziert oder anderweitig bemessen werden konnte, reichten doch die Erinnerungen an seine Bewegungsmuster, wie auch seine Geschwindigkeit völlig aus, um einer Tatsache absolutes Gewicht zu verleihen. Sora hätte nicht einmal mithilfe seiner Teufelsfrucht antreten müssen, um ausreichende Überlegenheit zu demonstrieren. Jedoch kam diese Herangehensweise nicht in Frage. Das, was der karmesinrote Helm zu erreichen versagte, schaffte eine von langer Hand angedachte Kombination aus Maske und einer anderen, wenngleich noch immer menschlichen Gestalt.
Nehmerqualitäten verhielten sich ähnlich wie Kraft oder andere, innere Komponente des Körpers. Man konnte sie nicht einfach niederschreiben. Nicht mit Zahlen bemessen, ihnen einen klaren Wert zuschreiben und mit dem eigenen Zustand vergleichen. Und gemessen an der gehörigen Prügelei, ganz gleich wie redundant diese in den Augen des Takeuchi gewesen sein mochte, stand mehr als eindeutig fest, dass er sich nicht auf dieselbe Herangehensweise einigen würde. Sora zählte nicht zu den kräftigsten Teilnehmern, das stand fest. Wie viel Schmerz sein Körper aushielt ließ sich entweder auf die harte Tour prüfen, oder überhaupt nicht - in seinem Falle war es stets ein Übermaß gewesen, welches ihn in die Bewusstlosigkeit schickte. Blutverlust. Explosionen aus direkter Nähe. Keine triftigen Vergleichswerte.
Darüber hinaus besaßen unbedachte Handgemenge für den jungen Mann keinerlei wert. Prinzipien wie die, nach denen derjenige mit der dickeren Haut oder dem dickeren Arm gewann, lagen weiter von ihm entfernt als der Titel des Piratenkönigs.
Über die eigene Identität hinaus aus noch als Revolverheld bezeichnet zu werden verschaffte dem Revolutionär noch ein zusätzliches Handicap. Um an Schusswaffen zu gelangen musste sein Gegenüber notgedrungen die Hände verwenden - achtete man auf diese, mindestens aber Schultern und Arme, konnten Reaktionen nicht nur gezielter, sondern auch akkurater folgen. Theoretisches Wissen, welches in der Vergangenheit nur geringfügige Anwendung gefunden hatte. In dieser Hinsicht zahlte sich das Turnier bereits als Prüfstein aus.
Mit dem Startschuss des Kampfes begannen hunderte Männer, Frauen und Kinder gleichzeitig zu jubeln. Bedeutend mehr für den Sora gegenüber stehenden Mann - einige mussten ihn bereits am Vortag miterlebt haben. Und wenn es nach sinnloser Brutalität ging, waren die meisten Schaulustigen immer zu haben. Verwunderung über ihre Zustimmung und den Wunsch auf ein weiteres dieser Spektakel zeigte der Takeuchi nicht. Allerdings war es nicht nur der allgemeine Beginn ihrer Auseinandersetzung die folgte, sondern noch im selben Atemzug huschte eine Hand zum Holster des Revolutionärs. Ein lautstarker Knall ließ nicht nur seinen Revolver donnernd aufheulen, sondern auch die weissen Fuchsohren zuckten in die Höhe.
Langsam. Das war die erste Feststellung. Man schoss nach ihm, doch war die Kugel erstaunlich langsam. Sora glaubte nicht daran, dass er sie vor zwei Jahren, frisch nach der Gradierung, überhaupt hätte erfassen können. Nun allerdings wirkte ein für herkömmliche Menschen tödliches Objekt wie eine trostlos durch die Luft brummende Fliege. Beinahe noch erstaunter war der Soldat allerdings darüber, wie schnell seine eigenen Bewegungen im Vergleich waren. Mit einem einzigen, präzisen Schritt zur Seite wich er nicht nur aus, sondern ging nahtlos zu einem Angriff über.
Den Oberkörper nach vorne geworfen stieß Sora sich ab. Er musste nachdenken. Wären sie auf offenem Feld, ungeschützt von den Regeln des Turniers, hätte er kein Problem damit gehabt, den gesamten Helm mitsamt des dahinter liegenden Schädels zu spalten. Nun jedoch musste gezwungenermaßen ein Zwischenschritt eingebaut werden - um zu sehen, wie viel er selbst ausrichten, aber auch, wie viel sein Kontrahent wirklich einstecken konnte. Zwischen den beiden lagen nur wenige Meter. Waren diese überbrückt, würde der Korvettenkapitän zu einem Tritt ansetzen - ähnlicher seiner Gedanken und diesen zumindest zum Teil folgend, holte er mit dem rechten Bein auf Kopfhöhe aus. Unabhängig davon, wie gut oder schlecht der Revolutionär reagierte, würde dieser Tritt jedoch ins Nichts gehen. Und von einem Fußfeger ersetzt werden.
Fand er den Knöchel seines Gegenüber und brachte diesen wenigstens ins Stolpern, wenn nicht sogar zu Fall, würde er nachsetzen. Ohne zu zögern. Ohne Bedenkzeit zu lassen. Nämlich mit dem eigentlichen, dem Schmerz mit sich führenden Tritt. Erneut auf Höhe des Kopfes. Bedingt durch den nennenswerten Größenunterschied, welcher zweifelsohne existierte, würde Sora sich auch mit dem Hals zufriedengeben.


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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: [Turnier] Achtelfinale: Kampf 8   Fr 15 Sep 2017 - 19:17

[Enttäuschender Timeskip]

Gift strömte aus den goldenen Irden des Fuchsjungen. Kaum war der Kampf unterbrochen und im selben Atemzug als beendet erklärt worden, senkten sich beide Arme des Weißhaarigen. Sein Blick starr auf den Kontrahenten gerichtet wartete er das Ergebnis ab. Eines, das erst in den kommenden Stunden folgen sollte, wie die Stimme des Ringrichters verkündete. Sora wusste nicht, aus welchem Grund man seine Handlungen bereits nach wenigen Minuten unterbunden hatte, ohne dass sie einen schwerwiegenden Effekt auf das leibliche Wohl seines Gegenüber hatten. Vielleicht lag ihnen auch etwas an der Unversehrtheit der Kämpfer. Mehr als zuerst vermutet.
Schnaubend, ohne auch nur ein einziges Wort an eine der beiden im Ring befindlichen Personen zu richten, machte der Takeuchi kehrt. Weder zeichnete ihn auch nur die geringste Form von Anstrengung, noch fühlte er sich erfüllt. Nun verstand er aus erster Hand, wie sich ein geschenkter Sieg anfühlte. Zweifel hegte der Weißhaarige nämlich keine. Jemand, der von der Entscheidung der Obrigkeit, beziehungsweise einem angestellten Lakeien gerettet werden musste, verdiente nicht einmal mehr eine namentliche Erwähnung. Wäre es nicht gegen jede Form seiner guten Erziehung gegangen, hätte er seine Maske angehoben, nur um verächtlich auf die matten Bodenplatten zu spucken. Weitere Konsequenzen wären jedoch die Darstellung seines Gesichts gewesen, wie auch das vollkommene Zerstören der bereits fragilen, aber gekonnt aufrecht gehaltenen Scharade.
Im Inneren trümmerten Frustration und Gelassenheit gleichermaßen aufeinander ein. Jeglicher Sinn und Zweck dieses Turniers basierte darauf, die eigenen Grenzen ein wenig mehr austesten zu können. Herauszufinden, wo genau die Messlatte innerhalb der Blues lag. Wie viele dieser aufgeblasenen Möchtegerne nicht mehr besaßen als ein großes Mundwerk. Nach einem derart schnellen Ende wusste der Soldat nicht, ob ihm Freude ins Gesicht geschrieben stehen sollte, weil es offensichtliche Beweggründe geben musste .. oder weil sein Feuer nur weiter entfacht wurde, da man ihm übel mitspielte.
Ein Blick in die Zuschauerreihen spiegelten ein ähnliches Bild wieder. Jetzt, da Augen und Ohren mehr aufnahmen als das, was innerhalb des Rings von Statten ging, realisierte der Weißhaarige auch die zunehmend aufgebrachten Gesichter. Das Rumoren hunderter Männer und Frauen wurde lauter. Nach den enttäuschenden Kämpfen der ersten Hälfte des Achtelfinales, endete es auf ein und dieselbe Weise. Niemand lernte daraus. Niemand zog eine Lehre aus den Stärken oder Schwächen der Teilnehmer. Und schlimmer noch, zumindest für Rockefeller als Urheber dieser Veranstaltung, war die wachsende Unzufriedenheit sämtlicher Anwesenden. Man betrog sie alle um Zeit und Geld. Schaulustige kamen, um einem Spektakel der Sonderklasse beizuwohnen. Verschiedenste Kämpfer traten aus mindestens ebenso individuellen Ambitionen an - manche davon dreckiger als ein im Schlamm wühlender Eber, manche hingegen sinnig und auf dem Boden der Tatsachen gegründet.
Sora verließ die Arena wie er sie betreten hatte. Mit lautlosen, gleichmäßigen Schritten. Hinter ihm bewegte sich der flauschige, schneeweiße Fuchsschweif, ohne die geringsten Anzeichen von Aggression - allerdings schien auch ein grundlegender Sinn für Ruhe aus seinem Körper entwichen zu sein. Er wollte diesen Trubel hinter sich lassen. In seine Uniform wechseln und den Rest des Tages mit vergnüglicheren Angelegenheiten verbringen. Entweder das, oder gemeinsam mit Mir die Privilegien des Hotels genießen. Ihm stand der Sinn nach Essen. Ungeheuren Mengen unterschiedlichster Gerichte, die man wohl auf keiner anderen Insel der näheren Peripherie erhalten konnte. Wenigstens etwas an diesem vergeudeten Nachmittag musste seine Laune heben. Denn dieser erste Kampf war, genau so wie der Revolutionär, den man ihm vorgesetzt hatte, nur eines. Enttäuschend.
Um den Verstand bringen würde ihn eine Kleinigkeit wie diese nicht bringen. Schon am Tag der Ankunft war für den Soldaten eindeutig gewesen, grundsätzlich nicht bei jeder Auseinandersetzung innerhalb dieser Arena einen Glücksgriff landen zu können. Dennoch wog es unangenehm im Magen des Soldaten, ausgerechnet bei seinem Einstieg - umgangssprachlich - schon auf die Fresse zu fliegen. Uncharakteristische Hoffnung blühte auf. In den nächsten Runden würden seine Gegner nicht nur erfahrener werden, sondern unter Umständen auch deutlich stärker. Es wäre Ironie des Schicksals, diese Insel zu bereisen, um eine geeignete Herausforderung zu finden, nur um das Finale gegen seine Liebste bestreiten zu müssen. Unter diesen Umständen wäre die Reise ein gigantischer faux pas. Zumindest für Sora. Sie hätten Kataki Island nie verlassen müssen, hätten das strahlend schöne Wetter, den Strand, das Meer und sämtliche anderen Vorzüge in aller Ruhe genießen können. Mir auf der anderen Seite fand ausreichend Gefallen an den dargebrachten Speisen und Getränken, um nicht spontan alles stehen und liegen zu lassen. Wohl auch aufgrund der Tatsache, dass es Mir-[/i]hime[/i], war die ihnen beiden die Anweisung zur Teilnahme gegeben hatte. Und das auf unmissverständliche Art und Weise. Ihre Folge zu leisten war die einzige Option.

» ?

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BeitragThema: Re: [Turnier] Achtelfinale: Kampf 8   

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