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4-tel Finale Runde 4

Benkei Kawauso
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BeitragThema: 4-tel Finale Runde 4   Fr 29 Sep 2017 - 0:46

4-tel Finale Runde 4

Die Kämpfe des Turniers erfolgen inmitten der Arena, von wo man sowohl auf die Zuschauerränge sowie auch auf die VIP-Lounge gute Aussicht hat. Inmitten des Arenafeldes ist ein Quadrat was klar erkennbar durch eine Weiße Linie als Kampffeld markiert ist. 100 x 100 Meter misst der Kampfbereich.

Starttermin: 29.09.2017

Zeit bis: 03.11.2017, 23:59 Uhr

Die Regeln

Spoiler:
 

Seid so nett und achtet auf die Einhaltung der Regeln.

Moderator:
 

Sollte jemand die Regeln missachten, oder liegen anderweitige Probleme vor, so schreibt bitte @Benkei Kawauso oder ein anderes Staffmitglied an.

Viel Spaß beim Kampf!

@Bryan @Takeuchi Sora

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Benkei | Haru
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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: 4-tel Finale Runde 4   Fr 29 Sep 2017 - 12:28

» ?

Bis zu diesem Zeitpunkt war das Turnier nicht viel mehr als eine elaborate Farce. Wie anders sollte ein Achtelfinale beschrieben werden, welches zur Hälfte aus nicht angetretenen Kämpfern bestand, oder mithilfe unqualifizierter Juroren entschieden werden musste. Von der nennenswerten Herausforderung, für die der Soldat sein privates Training auf Kataki Island unterbrochen hatte, fehlte noch immer jede Spur. Sah er von seiner Liebsten ab, wirkten nicht einmal die anderen Teilnehmer in irgendeiner Form relevant. Unter Umständen lag es an seinem persönlichen Fokus und der Art und Weise, wie er seinen Körper trainierte - aber ging es um den Aspekt der Geschwindigkeit, so hatte er bis zu diesem Zeitpunkt noch niemanden erkannt, der ihm gefährlich werden konnte.
Interessant hingegen würden Auseinandersetzungen werden, die lediglich auf den Faktor des Durchhaltevermögens basierten. Eigenschaften, die sich nicht einfach trainieren ließen, ohne regelmäßige Konfrontationen mit offenen Armen zu begrüßen. In dieser Hinsicht konnte man den Burschen als herzlich fragil einschätzen. Auch wenn jede einzelne seiner Auseinandersetzungen in den vergangenen zwei Jahren darin endeten, dass er ärztlich versorgt werden musste. Entweder, weil ihm ein goldener Löwe beinahe den Kopf von den Schultern gerissen hatte, oder aber aufgrund von suizidal veranlagten Piraten, die sich in seiner näheren Peripherie umgangssprachlich in tausend Stücke rissen. Nichtsdestotrotz war Sora nicht für offene Kämpfe geeignet. Sie widerstrebten seinem modus operandi. Musste ein Ziel ausgeschaltet werden, dann sollte es schnell, präzise und ohne jede Form der Augenzeugen geschehen. Von mehreren hundert Augenpaaren beobachtet zu werden, auf offener Fläche ohne jeden strategischen Wert, gekoppelt mit dem Verbot des Tötens .. nein. Keiner dieser Umstände kam dem Korvettenkapitän entgegen.
Frustration über das Achtelfinale lag noch immer in seinen Knochen. Ohne wirkliche Reaktionen wurde der Kampf abgebrochen. Noch immer ohne eine nennenswerte Erklärung. War sein Kontrahent letzten Endes einfach zu schwach gewesen und die anwesenden Juroren, inklusive Ringrichter, wollten ihn vor schweren Verletzungen schützen? Oder gab es einen anderen Grund, warum sie nicht einmal zwei aktive Handlungen durchwinken wollten, ehe das Handtuch geworfen wurde? Darüber nachdenken zu müssen ließ das Blut des Weißhaarigen kurzzeitig aufkochen. Noch im selben Atemzug, als er durch die Nase einatmen und sich selbst beruhigen wollte, bemerkt er allerdings einen süßlichen Duft der noch immer in seinen Nüstern lag und sich dort verteilte. Nach wie vor machte es den Anschein, als würden haushohe Wellen seinen gesamten Kopf umgeben und ihn von einer Seite zur andere werfen. Wiegen, wie ein kleines, infantiles Kind, das mit aller Zärtlichkeit und Fürsorge behandelt werden musste. Konzentrierte er sich länger darauf als unbedingt nötig, konnte der Takeuchi noch immer die weichen Empfindungen rekonstruieren, die jedwede äußere Einflüsse beiseite geschoben und ihn zur Ruhe gebracht hatten.
Schwäche überkam seinen Verstand. Seine Knie zitterten. Sie gaben unter dem eigenen Gewicht nach. Schwere Atemzüge folgten. Nicht unbedingt weil der Organismus des Soldaten einen plötzlichen Anfall von Schwäche überkam, oder ein Virus sich nach längerer Inkubationszeit endlich offenbarte. Sondern viel mehr war es die Wirkung der letzten Stunden, die noch immer so lebendig über ihn hereinbrach. Erschreckend. Erinnerungen genügten bereits, um ihn ähnlich seiner Kräfte zu berauben? Hinzu kam das Verlangen danach, genau das zu wiederholen. Sein Herz übersprang einen Schlag, als der ihn umgebende Anblick vor seinem geistigen Auge flackerte. Worte hallten in seinen Ohren wieder. Zart geflüstert, warm wie Honig. Er musste diesen Kampf gewinnen.
Einen Moment lang fuhren seine Finger nach oben, wollten die goldenen Augen reiben - wäre da nicht seine Maske gewesen, die zum einen seine Stimme kaum erkenntlich machte, zum anderen aber sein Gesicht verbarg. Bis zu diesem Zeitpunkt genügte all das, kombiniert mit anderer Kleidung. Weder musste innerhalb des Rings gesprochen werden, noch musste der Unbekannte sich mit anderen Personen auseinandersetzen. Alles wofür er an diesem Turnier teilnahm, war die Erfahrung. Die Suche nach einer Herausforderung, welche man hm noch nicht bieten konnte.
Als er den Ring betrat, wartete der Ringrichter einmal mehr. Zuschauer saßen und standen erwartungsvoll auf den Tribünen. Sein Kampf war, wie am gestrigen Tag auch, der letzte. Mit ihm würde der Tag und das Viertelfinale abgeschlossen werden. Sora besaß nur eine Hoffnung: entweder einen kompetenten Gegner, oder aber jemand, der sich innerhalb der ersten Sekunden von ihm mit ausreichend vielen Löchern versehen ließ. Gnade zeigten nur die, die mit ausreichender mentaler Ruhe gesegnet waren. Und nach den massiven Enttäuschungen der letzten Tage war es weniger ein an ihm nagendes Empfinden von Frust als unsäglicher Langeweile. Von verschwendeter Zeit. Von Unterforderung. Ohne einen Blick in die Zuschauermengen zu werfen wartete der Fuchsjunge. Hinter seinem Rücken hob und senkte sich der weiße Schweif erwartungsvoll.

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Bryan

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BeitragThema: Re: 4-tel Finale Runde 4   Fr 29 Sep 2017 - 15:54

Cf.: Achtelfinale: Kampf 7

Ein Witz. Anders konnte man das Achtelfinale nicht nennen. Gefühlt die Hälfte der Kämpfer traten gar nicht erst an. Vor allem der Kampf des Ryans war … mehr als nur lächerlich. Sein Kontrahent war zu spät erschienen, wollte gerade zum Angriff ansetzen, hatte seine Klinge bereits gezogen, da intervenierte der Schiedsrichter und sprach davon, dieser Kampf sei vorbei, damit der nächste rechtzeitig starten könne, oder irgendwie so was in der Art.
Ein fahler Beigeschmack lag in dem Sieg von Bryan, er war im Viertelfinale, ohne irgendwas dafür getan zu haben. Vorrunde? Nichts, der Pirat hatte nicht einmal antreten müssen. Achtelfinale? Nichts, sein Gegner war zu spät und nun? Hoffentlich würde es nun anders werden. Der Frust hatte ihm zu schaffen gemacht, dementsprechend war die Kneipe des Hotels aufgesucht worden. Einiges an Alkohol wurde … „vernichtet“. Bisher war das Turnier also für ihn mehr ein Saufgelage, als ein wirkliches Turnier … wie sollte er so bitte den armen Bello retten?
„MEINE DAMEN UND HERREN, DER LETZTE KAMPF DES VIERTELFINALES … UNSER MASKIERTER RÄCHER IST BEREITS IM RING UND WARTET AUF SEINEN KONTRAHENTEN ...“ Bryan war bereits nach diesen Worten genervt vom Kommentator, befürchtete allerdings, das es noch schlimmer werden würde, während er sich langsam in Richtung des Rings begab. „EINEN SIEG EINGEFAHREN, OHNE SICH DIE HÄNDE SCHMUTZIG ZU MACHEN. MANCHE WÜRDEN SAGEN, ER HATTE EINFACH NUR GLÜCK, ÜBERHAUPT HIER ZU SEIN …“ Es wurde schlimmer natürlich.
„BRYAAAAAAAAAAANNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN“
Die Zuschauer waren hellauf begeistert, sie hatten Blut geleckt und wollten einfach nur noch mehr Gewalt sehen. Mehr Blut, das den steinernen Boden der Arena zierte. „DER LETZTE KAMPF DES TAGES UND LEUTE, HIER IST KEINER ZU SPÄT, DAS KANN NUR GUT WERDEN!“ Mittlerweile sichtlich genervt schüttelte Bryan den Kopf, blies ein letztes Mal Zigarettenrauch aus und schnippte den Glimmstängel hinfort, während er in die Mitte des Ringes wanderte. Sein Gegner wirkte mysteriös. Lag wohl vor allem an der Maske. Könnte ein Hund sein, oder irgendein anderes Tier, vielleicht auch ein Wolf oder so. Zumindest keine Katze, das war gut, mehr interessierte ihn da auch nicht. Gegen einen Katzenfanatiker kämpfen war aber wirklich das letzte, was er wollte. Von der Statur her eher unscheinbar, sagte ihm sein Instinkt dennoch, diese Person war nicht zu unterschätzen. Bei weitem nicht so stark wie der Admiral, doch irgendwie … war es gut vorstellbar das in ihm ein verstecktes Potential schlummerte, welches darauf wartete, freigesetzt zu werden. Durch Training, oder gar durch irgendwas abstruses wie Beispiels ein dicklicher, grün angemalter alter Mann, der irgendwo auf einer Insel mit anderen grünen Männern saß und durch Hand auf legen Leute stärker machen konnte … was auch immer es war, dieser Typ ihm gegenüber war heftig, das konnte Bryan spüren!
„SEID IHR BEREIT FÜR DEN LETZTEN KAMPF DES TAGES??!!?!?!“ Die Menge jubelte, Bryan nickte und sobald der geheimnisvolle Unbekannte auch nicken würde, begann der Kommentator mit der Menge runter zu zählen. „5 … 4 … 3 … 2 … 1 … LOOOOOOOOOOOSSSSSSSSSSS!!!!“
Bryan war froh, das es endlich los ging und das hier kein Stroh herum lag, fragte sich aber trotzdem irgendwie ... warum hatte dieser Typ eine Maske auf?
Was auch immer, das Zeichen war gegeben, dementsprechend stürmte Bryan heftig auf seinen Gegner zu, wie ein heftiger Blitz um ihm anschließend einen heftigen Leberhaken mit der rechten zu verpassen und wenn möglich einen heftigen Kinnhaken mit der Linken darauf folgen zu lassen. Heftig.


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Zuletzt von Bryan am So 8 Okt 2017 - 1:49 bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 4-tel Finale Runde 4   Fr 29 Sep 2017 - 16:41

Er war also nun ein maskierter Rächer. Sich nicht vollkommen sicher, was er von einer derartige Bezeichnung halten sollte, ließ der Weißhaarige seinen Blick langsam zur Seite gleiten. Goldene Irden funkelten durch die Schlitze der Maske hindurch und sondierten den Urheber dieses höchst kreativen Titels. Die Menge schien darauf anzuspringen. Natürlich. Immerhin war es nur eine weitere Sensation, eine weitere Gelegenheit um wilde Thesen umher zu reichen, ohne auch nur das geringste Hintergrundwissen zu besitzen. Ging es darum, ihnen eine gute Show zu liefern, dann .. konnte man kindliche Titel und das Streicheln seines Egos wohl hinnehmen. Sehr viel besser fühlte sich der Takeuchi jedoch nicht; viel mehr irritierte es ihn, mit einem Rächer gleichgesetzt zu werden. Für ihn gab es an diesem Tag nichts zu rächen. Die einzige Gelegenheit, die er auch nur ansatzweise gehabt hätte, war bereits in der Vorrunde ausgeschieden.
Feiner Zigarettenqualm stieg dem Fuchsjungen in die Nase. Ihm war noch nie ein derart ekelerregender Geruch entgegen gekommen. Tierische Sinne zu besitzen kam nicht nur mit Vorteilen - eine Lektion, die er bereits vom ersten Tag an hatte lernen müssen, allerdings primär auf sein Gehör bezogen hatte. Nun lehrte ihn sein Kontrahent wohl ungewollter Weise, dass es durchaus auch andere Möglichkeiten gab, ihm zumindest näher zu treten als unbedingt notwendig. Zu seinem Glück wurde der noch in der Luft flackernde Glimmstängel beiseite geworfen und würde nicht weiter Teil des Kampfes werden.
Im Gegensatz zu seiner Person beließ der Ringrichter es bei seinem Gegner allerdings bei einem vergleichsweise unbeholfenen Seitenhieb. Kein lächerlicher Titel. Kein weiterer Versuch, ihn zum Gespött des Turniers zu machen. Ausnahmsweise, vielleicht weil er es vergessen hatte, wurde dieser Bryan also nicht mehr zu einer Weichnudel degradiert. Woher auch immer diese Bezeichnung kam. Augenscheinlich hatten sich in den letzten Wochen Ereignisse zugetragen, von denen der Korvettenkapitän keine Informationen erhalten hatte. Kaum verwunderlich. Seitdem man ihn nach Kataki Island beordert hatte, war der Informationsfluss längst nicht mehr so geschmeidig und regelmäßig wie im Herzen Loguetowns.
Ehe der Kampf wirklich startete, blieben ihm wenige Sekunden. Ausreichend, um noch einmal tief durchzuatmen. Den Zigarettenqualm durch etwas anderes zu ersetzen. Etwas, was ihm Freude bereitete. Positive Erinnerungen aus jüngster Zeit. Wohltuende, zärtliche Berührungen. Umfassende Entspannung. Wie Glöckchen in seinen Ohren wiederhallende Worte, die man ihm süßlich entgegen hauchte. Hinter seiner Maske leckte Sora sich die Lippen und versuchte auch auf diese Weise, etwas aus seinen Erinnerungen lebhaft empfinden zu können. Noch immer ruhte ein sanfter, schwerer Druck auf ihnen. Beinahe zum Greifen nah. Um dahin zurück zu kehren musste dieser Kampf allerdings frühzeitig beendet werden. Immerhin gab es Aufgaben, denen der Soldat sobald wie nur irgend möglich Folge leisten musste.
Konkurrierend zu all dem war die Frage nach weiteren Kameraden, Verbündeten und Freunden, die sich unter Umständen auf dieser Insel befanden. Aus anderem Zweck als der Teilnahme. Nicht jeder war an diesem lächerlichen Schauspiel interessiert. Sora nicht ausgenommen. Andere zogen es vor, lediglich Informationen zu sammeln. Einen kurzen, unbeholfenen Sprung aus ihrer gewohnten Zone zu wagen. Tapetenwechsel wie diese, selbst wenn die Zeitspanne auf rund zwei Wochen begrenzt war, verhalfen nicht selten zu immenser Motivation und neuen Blickwinkeln. @Dahlia würde sich garantiert wohl fühlen - sofern ihr die irrationalen, grauen Menschenmassen fern blieben. Ebenso wie Alkohol. Nur offenbarte sich Letzteres als schier omnipräsent auf dieser Insel, angesichts der zahlreichen Bars und sogar abendlichem Ausschank im Hotel. Falls sie zugegen war .. hoffentlich ließ sie die Finger von Hochprozentigem.
Mit den letzten verstreichenden Sekunden zuckten die weißen Ohren auf. Diesmal war er es, dem kein Freiraum ermöglicht werden sollte. Sora nahm diese Herausforderung an. Nur stellte sich schon recht bald Ernüchterung ein. Sein Kontrahent wirkte nicht nennenswert viel schneller als die Pistolero des Achtelfinales. Seine Angriffe waren linear. Leicht vorherzusehen. Innerlich seufzend schluckte der Takeuchi seinen Frust herunter. Auf diese Art und Weise würde man ihm nichts bieten können. Dementsprechend entschloss es sich, wenigstens einen der Schläge anzunehmen. Und als sich die Faust des Dunkelhaarigen in seine Leberregion bohrte, spürte der Soldat wie sich nicht nur seine Muskeln anspannten, sondern es den Anschein machte, als würde seine gesamter Körper einige Zentimeter vom steinernen Boden der Arena abheben. Seine Maske würde dieser Wucht nicht standhalten.
Sora riss seinen Kopf zur Seite. Wenn es etwas gab, was er nicht verlieren wollte, dann seine Maske. Eines der wenigen Details, welches seine Scharade effektiv aufrecht erhielt. Zeitgleich damit, um nicht allzu viel Boden zu verlieren - falls das in der Schwebe überhaupt noch möglich war - schnellte sein linkes Knie nach vorn, um einen präzisen Treffer gegen den Solarplexus seines Gegners zu landen. Einem banalen Schlagabtausch war der Schwarzhaarige noch immer hochgradig abgeneigt. Allerdings würde genau das, wie es den Anschein machte, das Höchste der Gefühle sein.


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BeitragThema: Re: 4-tel Finale Runde 4   Mi 4 Okt 2017 - 15:53

Bryan atmete tief ein und wieder aus, während der Kommentator runter zählte. Sein Plan war bereits zurecht gelegt. Ziemlich ausgeklügelt. Er würde seinen Gegner einfach derart vermöbeln, das dieser keine Chance hatte und zu Boden ging. Verdammt taktisch, wenn man das so denken durfte. Zufrieden nickte der Ryan und begann anschließend auch schon mit der Umsetzung seines überaus ausgeklügelten Plans. Beide Treffer saßen. Naja fast. Okay, es war eigentlich nur der Leberhaken. Der Kinnhaken hingegen ging ins Leere, da sein Kontrahent geschickt den Kopf zur Seite gerissen hatte. „Na warte!“, wütend knirschte Bryan mit den Zähnen, versuchte direkt weiter Druck zu machen, indem er seinen Gegner am Kragen, dem Arm oder sonst irgendwo zu packen bekam um ihn anschließend mit einem Schulterwurf auf die Bretter zu schicken.
Leider allerdings schien der maskierte Mann einen ticken zu schnell zu sein. Eigentlich nicht nur einen Ticken, sondern deutlich schneller. So gelang es ihm, noch in der Luft, einen präzisen Treffer auf den Brustkorb des Piraten zu landen. Die Angriffsserie des heftigen Bryan war unterbunden, da er ein paar Schritte zurück taumelte, die Augen weit aufriss und nach Luft rang.
„Das hat gesessen, ein kurzer Schlagabtausch, doch scheint unser maskierter Kämpfer deutlich besser abgeschnitten zu haben!“ Wie sehr es den Ryan auch ärgerte, so war es doch wahr. Der Treffer schien keinerlei großartige Wirkung zu haben, während er selbst hier um Luft rang, nach einem einzelnen Treffer und … oh nein. „Oh nein … OH NEIN OH NEIN“ Schwer musste Bryan schlucken. Irgendetwas machte sich gerade in seinem Magen bemerkbar. Man konnte dem Kämpfer ansehen, das etwas nicht stimmte, was der Kommentator natürlich so gleich ausnutzte. „Na das scheint noch Nachwirkungen zu haben … Oder geht der Weichnudel-Pirat etwa schon nach einem Treffer zu Boden? Zum Namen würde das passen. Tihihihihihihihi“ Giftig blickte der Ryan in Richtung des Typen, der ihn erneut regelrecht beleidigt hatte. „ Ach, halt doch die ...“, erneut musste Bryan schlucken, um den Würgreflex zurück zu halten. „Halt doch die ...“ „Ja?“, ein breites Grinsen bildete sich im Gesicht des Kommentators. „Halt doch die Schnau- HUUUAAARGH“ Mit einem kräftigen Schwall verteilte sich da auch schon der Mageninhalt des Ryans auf dem Ringboden. Man konnte deutlich das Frühstück erkennen, was bereits halbverdaut war. Ein beißender Gestank machte sich breit. Hatte der Typ doch tatsächlich mitten in die Ringfläche gegöbelt. „Alter?! … Ist ja widerlich!“ Der Pirat wischte sich mit dem Ärmel die letzten Tropfen vom Kinn und blickte anschließend wieder in Richtung seines Kontrahenten. Der vermutlich auch irgendwie angewidert war, allerdings dank der Maske das ganze gut verhüllte.
„Kann weiter gehen.“ Mit diesen Worten drehte der Ryan den Oberkörper leicht ein, während er seine rechte Faust angewinkelt hatte. „Na warte ...“, zischte Bryan zornig, während er noch immer den Geschmack von Erbrochenem in Mund hatte … und vermutlich auch noch danach roch. Anschließend ließ er seine Faust nach vorne schnellen um seinem Gegner eine Druckwelle entgegen sauste.
Wäre der Ryan ein gewiefter Taktiker, hätte er sich so positioniert, das dem Maskierten das Erbrochene noch durch die Druckwelle entgegenflog, doch so würde vermutlich hauptsächlich der säuerliche Geruch ein Problem darstellen. Naja und die Druckwelle halt.


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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: 4-tel Finale Runde 4   Mi 4 Okt 2017 - 17:27

Für Bryan:
 


Sora zuckte zusammen. Als nicht nur das Würgen seines Kontrahenten Hinweise über dessen Zustand vermittelte, sondern nur wenige Momente später eine unangenehm klingende, nicht zuletzt aber auch ekelerregend riechende Welle an Erbrochenem über den Boden der Arena verteilte. Gleichzeitig mit den ersten gequälten Geräuschen schossen die weissen Ohren in die Höhe. Und anhand des zu Berge stehenden Fells konnte man nur allzu deutlich erkennen, wie sich der Rest des Maskierten fühlen musste, als der Geruch nur Augenblicke später in seine Nase eindrang. Zwar hatte er nicht allen Ernstes geglaubt, mit Zigarettenqualm bereits das Schlimmste hinter sich gebracht zu haben - doch über diese unlöbliche Ergänzung freute sich unter Garantie niemand.
Beide Fäuste geballt, um wenigstens den eigenen Magen in einem halbwegs ruhigen Zustand halten zu können atmete der Takeuchi tief durch. Nicht durch die Nase. Bedingt durch zahllose Erfahrungen innerhalb des Kantine des Marinehauptquartiers in Loguetown, nicht zuletzt aber auch als (Aushilfs)Koch der ehemaligen 1. Division waren Erfahrungen wie diese keine Seltenheit und der Magen des jungen Soldaten abgehärtet. Allerdings erwiesen sich die gesteigerten Sinne eines Tieres als gelungener Konter für die Standfestigkeit und Selbstbeherrschung jedes noch so gereiften Mannes. In gewisser Hinsicht also ein gelungenes zusätzliches Training. Wenn man es überhaupt derart bezeichnen durfte.
Bemerkenswert auf der anderen Seite war die Tatsache dass sich der noch heftiger als erwartete Ryan noch weiterhin auf den Beinen halten konnte. Sein Kniestoß hatte zwar seine Spuren hinterlassen, allerdings waren diese nicht ausreichend, um ihn gänzlich in die Knie zu zwingen. In dieser Hinsicht verdiente der junge Mann bereits einiges an Respekt. Gemessen an den tatsächlichen 'Weichnudeln' dieses Turniers trat er nicht nur energetisch in die Arena, sondern wusste auch einen nicht zu unterschätzenden Treffer halbwegs elegant wegzustecken. Sah man von den quer über den Steinboden verteilten Mageninhalten ab. Und seiner Körpersprache nach zu urteilen war der Kampf noch längst nicht entschieden.
Nach der ersten Runde, die eindeutig an Sora gegangen war, musste er sich auf die Zweite gefasst machen. Sein Gegner stand. Drehte sich mit angewinkelter Faust und löste, noch bevor sein Schlag donnernd durch die Luft hallte, eine Erinnerung aus. An eine alles andere als unähnliche Technik, die der Korvettenkapitän zu seinem eigenen Repertoire zählte. Eine Vermutung die sich bewahrheiten sollte. Überrascht aber keineswegs eingeschüchtert riss Sora beide Arme nach oben - hauptsächlich um sein Gesicht, beziehungsweise seine davor liegende Maske zu schützen. Auszuweichen wäre eine Option gewesen, doch der langsam aber sicher entstehende Reiz des Kampfes, ein Empfinden das einzig und allein durch seine animalischen Instinkte entstehen konnte, lag diese .. direktere Variante näher.
Von der Druckwelle mitgerissen stieß es den Fuchsjungen mehrere Meter zurück. Sich selbst auf den Füßen haltend, hörte man das Geräusche seiner über den Boden schleifenden Sohlen durch die Luft schneiden. Von einer deutlichen Wirkung fehlte allerdings jede Spur. Glaubte der Schwarzhaarige zumindest. Denn auch wenn der Schlag nur bedingt stärker war als der, den seine Leber punktiert hatte, zerriss es mehrere Zentimeter an Kleidung auf Höhe seines Abdomens und hinterließ einen faustgroßen, rötlichen Abdruck auf der Haut des Unbekannten.
Wenn das die Art und Weise sein sollte, wie sie sich duellierten, dann würde Sora nur allzu gerne einlenken. Die Arme erneut gesenkt atmete er durch. Festigte seinen Stand. Und begann langsam seinen Oberkörper zur Seite zu drehen. Bryan würde sich an eine ganz bestimmte Technik erinnert fühlen - so wie es für den Soldaten ebenfalls der Fall gewesen war. Rationale Gedanken wiesen auf den Umstand hin, dass ein Hinauszögern dieses Kampfes keinerlei positives Ergebnis davon trug. Von der reinen Differenz an Geschwindigkeit ausgehend, bestanden unzählige Möglichkeiten, um innerhalb von Sekunden einen weiteren Sieg zu verbuchen. Infolge der ausgesprochen ärgerlichen Pleite des Achtelfinales gab es einiges nachzuholen.
Er würde warten. Lange genug, um seinem heftigen Gegner sowohl ausreichend viel Zeit zum Durchatmen, wie auch zum Vorbereiten seines Schlags einzuräumen. Und wenn der Zeitpunkt endlich gekommen war, würde seine Faust nach vorn schnellen, Luft verdrängen und sie auf den Ryan abfeuern. Wenn das anwesende Publikum ein Spektakel zwischen zwei augenscheinlich ebenbürtigen Kämpfern sehen wollte, war das genau der Moment auf den sie gewartet hatten. Für den Soldaten spielte nichts davon eine Rolle. Ihm ging es nicht um die einfältigen, wie Bestien gröhlenden Zuschauer. Nicht darum, den Organisatoren und Investoren in den höheren Rängen eine geeignete Show zu liefern. Für diesen einen Moment wollte er selbst den Moment genießen und wenigstens einen einzigen, ordentlichen Schlagabtausch mit in die nächste Runde nehmen. Sora besaß noch so manche Karte, die er nicht gespielt hatte. Waffen, die er bewusst in der Hinterhand hielt.


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BeitragThema: Re: 4-tel Finale Runde 4   So 8 Okt 2017 - 0:55

Warum? … Warum mussten seine Gegner in letzter Zeit immer diesen seltsamen Fetisch zum kontinuierlichen Schlagabtausch haben, bis einer von beiden zu Boden ging? … Und warum war es Bryan der dabei den kürzeren Zog. Zu erst war es der Vater Kaitos auf der Grand Line und nun schien auch der maskierte Mann eine derartige Herausforderung gedanklich auszusprechen, in dem er sich zum einen von dem Angriff des Ryans treffen ließ und zum anderen anschließend seinem Kontrahenten auch noch die Möglichkeit gab sich auf den Gegenangriff vorzubereiten. Das wäre ja alles gar kein Thema, wenn sie einander Ebenbürtig wären, doch da man einfach mal eben so einen der stärksten Angriffe die der Pirat im Repertoire hatte, wegsteckte, war dies doch sehr unwahrscheinlich.
„Scheiß drauf, ich muss das hier gewinnen.“, Bryan atmete ein weiteres Mal tief durch. Sein Körper würde ihm diesen Kampf wahrscheinlich nicht so schnell verzeihen, war er doch noch immer angeschlagen und bei weitem nicht so fit, das er seine Bestleistung zeigen könnte. Sein Blick haftete derweil an seinem Kontrahenten, welcher wohl seinen Angriff vorbereitete. Ein kurzes Nicken sollte dabei wohl deutlich machen, das Bryan bereit war, für was auch immer der Typ da vorbereitete. Das Problem dabei war allerdings, das er befürchtete bereits zu wissen, was da auf ihn zu kam. Etwas sehr vertrautes. „Oh nein.“ Davon würde er sich ganz sicher nicht besiegen lassen.
„Wie es scheint gab es eine stille Übereinkunft. Ein Schlagabtausch bis nur noch einer steht, na dann wollen wir mal!“ Der Kommentator war bereits Feuer und Flamme, endlich mal ein richtiges Spektakel! Auch die Menge war von diesem Kampf deutlich begeisterter als von so manchem zuvor. Sie warteten vermutlich nur darauf, endlich etwas Blut zu sehen.
Ein Wunsch, der wohl schneller in Erfüllung gehen würde, als erwartet. Sein Kontrahent hatte mittlerweile die Faust nach vorne rasen lassen und wie Bryan erwartet, nein, befürchtet hatte, bildete sich eine Druckwelle, die auf ihn zu schoss. Der Pirat fühlte sich, als würde er seinem Ende entgegenblicken. Als würde das Maul einer gewaltigen Bestie auf ihn zu kommen, um ihn zu verschlingen und alles was sich in den Weg stellte zu zerfetzen. „Mal sehen ob du das erwartet hast.“ Statt die Arme schützend vor sich zu halten, würde Bryan etwas anderes tun. Etwas vollkommen heftiges, vielleicht sogar wahnsinnig heftiges? „Was zum … ?! Bryan scheint aufgegeben zu haben, oder warum vernachlässigt man sonst derart die Deckung?!“
Aufgeben? Auf keinen Fall. Es gab hier etwas zu beweisen. Die Druckwelle erfasste den Ryan, knallte ihm regelrecht ins Gesicht und fühlte sich an, wie als wenn … ein Riese ihn zum Ball spielen nutzte? Ein Admiral ihn als Boxsack benutzte? Es war als wäre Bryan mit vollem Karacho in eine steinerne Wand gelaufen. Nur das dieses Mal die Wand ihn von den Füßen holte und durch den Ring schleuderte. Mehrere Meter sauste der Pirat durch die Luft, ehe er auf dem harten Boden knallte. Dieses Gefühl kam ihm all zu bekannt vor. Das Gefühl von Rippen, die gebrochen waren. Das Gefühl von Schwäche. Von der totalen Dominanz seines Gegners. Seine Wunden von der Auseinandersetzung mit dem Admiral hatten sich nach einem derartigen Angriff natürlich wieder geöffnet. Die Verbände waren bereits rot gefärbt von dem Blut, sein Hemd war regelrecht zerfetzt. Schon nach diesem einen Angriff fühlte sich Bryan derart kraftlos. Doch konnte er wirklich so schnell verlieren? Würde er jetzt schon das Handtuch werfen?
Vorsichtig bemühte sich der Ryan darum, seinen Oberkörper aufzurichten, sich mit den Händen abzustützen und anschließend wieder auf die Beine zu kommen. Eine Aufgabe die gar nicht so einfach war, wenn man in letzter Zeit häufiger verprügelt wurde, als die Frau eines Trunkenboldes. Es dauerte mehrere Minuten, bis der Pirat sich schließlich auf gerappelt hatte und sein Stand halbwegs sicher war. Seine Augen hingen an der Maske seines Gegners. Ein Schritt nach vorne. Schmerz. Blut sammelte sich im Mund. Ein weiterer Schritt nach vorne. Der Kommentator laberte irgend einen Mist, von wegen dieser Kampf wäre wohl so gut wie gelaufen. Noch ein Schritt. Sein Oberkörper neigte sich etwas nach vorne, Blut wurde gehustet, als wäre es etwas ganz natürliches, anschließend nahm Bryan sein Handgelenk um den Rest von den Mundwinkeln abzuwischen. Schritt um Schritt machte er direkt auf seinen Gegner zu. Es trennten sie noch etwa Fünf Meter. „Ich hoffe … du hast nicht erwartet, … das du mich besiegst, wenn du dich … derart zurückhältst.“ Mehrfach musste der Ryan pausieren, tief Luft holen. Es folgten weitere Schritte auf seinen Kontrahenten zu. Sollte dieser nicht entschieden haben, Bryan endgültig kampfunfähig zu machen um so das Viertelfinale zu gewinnen, würde der Pirat nun unmittelbar vor dem maskierten Mann stehen.
Er war ein gutes Stück größer als sein Gegner, doch was sagte das schon aus? Bryan hob die rechte Hand und führte über seine linke Schulter, holte aus für einen finalen Schlag. Ein Schlag der vermutlich nicht viel ändern würde, doch war er dennoch notwendig.
„Nimm endlich die sche*ß Maske ab!“, brüllte der Ryan sein Gegenüber an, anschließend sauste sein Handrücken auf die Wange seines Kontrahenten zu. Sollte dieser weder Blocken, noch Ausweichen, wäre es gut Möglich das Bryan endlich das Antlitz desjenigen sehen würde, der ihn hier derart abfertigte.



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BeitragThema: Re: 4-tel Finale Runde 4   So 8 Okt 2017 - 1:43

Entgegen sämtlicher Erwartungen des Soldaten kam es nicht erst zu dem geplanten Aufeinandertreffen ihrer Fäuste. Viel mehr stellte sich Bryan auf exakt dieselbe Weise der in seine Richtung abgeschossenen Druckwelle. Goldene Augen verfolgten überrascht das Ergebnis. Bryan wurde mehrere Meter zurück geschleudert - von einer Technik, die der seinen in keinster Weise überlegen war, sondern viel mehr den Eindruck erweckte, als seien sie sich sowohl in der Form ihrer Anwendung, wie auch ihrer Kraft ebenbürtig.
Schenkte man den kursierenden Gerüchten Glauben, hatte der Dunkelhaarige gemeinsam mit dem Rest seiner Piratenbande den Kampf gegen einen der drei Admiräle verloren. Falls es überhaupt zu einem nennenswerten Kampf gekommen war und nicht bloß als einseitiges Gemetzel bezeichnet werden musste. Dass Bryan, genau so wie sein Kapitän, Kaito Kôdô, überhaupt noch am Leben waren, zeugte entweder von Kompetenz der beiden - oder kaum auszuhaltendem Glück. Betrachtete man ihre Leistung während des Turniers skeptischer, mussten wohl beide mit einem vierblättrigen Kleeblatt auf der Stirn geboren worden sein.
Sora blickte zur Seite. Langsam, wie sich sein Kontrahent vom Boden erhob, machte es nur Sinn, diese lächerlich gewordene Auseinandersetzung zu unterbrechen. Bei allem Selbstbewusstsein, das der junge Mann aufwies, durfte sein einzelner Faustschlag nicht die nötige Kraft aufgewiesen haben, um sein Gegenüber derart zuzurichten. Alte Wunden. Im Kontext des vermeintlichen Aufeinandertreffens mit einem Admiral nur selbstverständlich. Sie mussten diese neue Bekanntschaft überlebt haben. Ein Wunder also, dass sie sich überhaupt in der Öffentlichkeit zeigten. Weniger aufgrund der peinlichen Namensgebung eines gewissen Ringrichters - sondern weil sie sich an ihr Leben klammern mussten, wie der Takeuchi es für gewöhnlich bei der Oberweite seiner Geliebten tat.
Warum beide in einem derartig geschundenen Zustand an einem Turnier wie diesem teilnahmen entbehrte jeglicher Logik. Sora atmete tief durch und schloss die Augen. Sein Gehör reichte aus, um die langsamen Schritte, die über den Boden geschleiften Füße mit äußerster Präzision wahrzunehmen. Ohne eine weitere Reaktion - kein Kopfschütteln, kein Schnauben - wurde dem Ringrichter ein zweiter, eindringlicher Blick zugeworfen. Nach wie vor wurde kein Handtuch geworfen. Kein Abbruch des Kampfes. Natürlich nicht. Obgleich es keine Kämpfe auf Leben und Tod waren, stellte Letzteres die einzige Grenze dar. Solang einer der beiden Kontrahenten noch bei Bewusstsein war und seinen Wunden nicht gänzlich erlag, würden sie weiter machen. Und wenn es nur so war, um den sensationsgeilen Massen Honig um die geifernden Mäuler zu schmieren.
Erst als Bryan sich an ihn wandte, kehrte der goldene Augenpaar zurück. Jedwede Erwartungen an diesen Kampf waren innerhalb der letzten, nur schwerlich verstreichenden Minuten, gänzlich verschwunden. Ein Sieg spielte längst keine Rolle mehr. Viel mehr stellte sich die Frage, wie schnell das Ende eingeläutet wurde. Und von wem.
Regungslos blieb Sora stehen. Legte seinen Kopf sacht in den Nacken, um dem ihn um einige Zentimeter überragenden Ryan entgegen zu sehen. Langeweile keimte für den Bruchteil einer Sekunde in ihm auf, nur um noch im selben Atemzug durch ein Gefühl von Verdruss ausgetauscht zu werden. Dieses Turnier und alles wofür es stand, langweilte ihn zu Tode. Ausgerechnet seine Maske gezielt zu attackieren löste einen weiteren Gedanken aus. Innerhalb dieses Rings musste ein Exempel statuiert werden.
Unbeeindruckt von den Versuchen des heftigen Ryan blieb Sora stehen. Den Blick starr in sein Gesicht gerichtet. Noch während die Hand seines Gegners durch die Luft rauschte, schossen die Zeigefinger des Fuchsjungen nach vorne. Ihre Ziel? Oberschenkel. Oberarme. Beide Seiten. Unter anderen Regelsätzen wären es Hals, Lunge, Solarplexus und Abdomen gewesen, die er spätestens in dieser Sekunde mit präzisen Angriffen punktiert hätte. Um nicht den geringsten Zweifel zu hinterlassen, wie dieser Kampf ausging. Bryan hätte sich, genau wie sein Kapitän, die nötige Zeit nehmen sollen, um bei vollen Kräften zu sein. Nun endete ihre Anwesenheit innerhalb des Turniers nicht unähnlich wie die ersten Schritte auf die Grand Line ..


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Bryan

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BeitragThema: Re: 4-tel Finale Runde 4   So 8 Okt 2017 - 2:38

atmosphärische Musik:
 

Sein Körper war ein Wrack. Bevor er diese Insel überhaupt betreten hatte. Das heutige Turnier hatte es nicht besser gemacht. Jeder vernünftige Mensch wäre gar nicht erst zu diesem Turnier angetreten. Doch hatte er wirklich eine Wahl? Hätte er wirklich fort bleiben können, während solch eine Ungerechtigkeit herrschte. Man entführte ein armen Hundewelpen und erwartete das Bryan untätig blieb? Wie könnte der Ryan je wieder Fluffy als seinen besten Freund aus Kindertagen bezeichnen, wenn er hier untätig blieb. Es gab keine andere Möglichkeit, als zu gewinnen und doch … und doch war er machtlos.
Die Druckwelle des maskierten Mannes hatte ihn bereits an den Rande seines Bewusstseins getrieben. Er klammerte sich daran, wie ein kleines Kind an die Hand seiner Mutter. Bemühte sich so sehr er konnte, weiter zu machen. Doch erneut warf sich die Frage auf, wie sollte Bryan diesen Kampf gewinnen, wenn er doch kaum dazu in der Lage war, seinem Gegenüber einen Kratzer zuzufügen. Mit schweren Schritten, schwerer Atmung, benebelter Sicht, versuchte er einen letzten Angriff zu starten, marschierte auf seinen Kontrahenten zu um ihm zumindest die Maske vom Gesicht zu schlagen. Um das Gesicht desjenigen zu kennen, der ihm den Sieg verwehrte. Um sich das Gesicht desjenigen einzubrennen, der Bello auf dem gewissen hatte.
Doch er war zu schwach. Noch bevor sein Angriff traf, spürte er einen unglaublichen Schmerz, von seinen Armen, wie auch Beinen ausgehen. Der Ryan hatte kaum sehen können, wie sich sein Gegner bewegte. Doch der Schmerz war da. Es fühlte sich an, als hätte man ihm einen Speer durch Oberschenkel und Oberarm gerammt. Ungläubig wanderte sein Blick seinen rechten Arm. Mit großer Anstrengung versuchte er, diesen etwas zu heben. Ein Loch. … Da war ein Loch in seinem Arm. Der Schmerz vernebelte seine Sinne, ihm wurde schwarz vor Augen.
„Nein Bryan, du kannst jetzt nicht verlieren ...“ „Wuff, Wuff, Wuff!“ „Fluffy, wie kann das sein?!“ „Wuff Wuff, Wuff ... Wuff!“ „Wirklich? … Ich wünschte ich hätte mehr tun können.“ „Wuff! Wuff wuff wuff, Wuff, wuff wuff! Wuff!“
Es schmerzte, solche Worte von seinem besten Freund zu hören. Doch es war wahr. Bryan würde diesen Kampf nicht gewinnen. Sein Gegner war zu stark. Wieder einmal.
Doch würde der Ryan so einfach zu Boden gehen? Nach solch schwächlichen Angriffen, die ihn derart schwächten, das er glaubte, mit einem toten Hund zu sprechen? Das er Wahnvorstellungen hatte? Na ganz sicher nicht! Zwar hatte der heftige Bryan bereits das Bewusstsein verloren, doch sein Instinkt und sein unbeugsamer Wille schrien weiterhin „KÄMPF, KÄMPF VERDAMMT NOCHMAL UND RETTE BELLO!“ Eine Blutpfütze bildete sich unter ihm. Mit sehr viel Fantasie bildete sie vier Buchstaben „GG“, „W“ und „P“. Doch das hieß noch lange nicht, das Bryan zu Boden ging. Er stand regungslos da, die Fäuste waren noch geballt, doch … mehr geschah nicht.
„Hallo?!“, der Kommentator wedelte mit seiner Hand vor dem Gesicht des Ryans, doch da dieser bereits das Bewusstsein verloren hatte, kam keinerlei Reaktion. „Tja Leute, wir haben einen Sieger und damit den letzten Teilnehmer für das Halbfinale unseres Turniers!“ Die Hand des Kommentators deutete in Richtung des maskierten. „DEEEEEEEER … UUUUUUUUUUNBEKANNTEEEEE!!“

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Takeuchi Sora
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BeitragThema: Re: 4-tel Finale Runde 4   So 8 Okt 2017 - 3:44

Blut tropfte gen Boden. Mit jedem einzelnen Tropfen, der den steinernen Untergrund netzte, zuckten die weissen Ohren des Soldaten in die Höhe. Sein Blick war ruhig. Starr in das von Schmerz zerfressene Gesicht seines Kontrahenten gerichtet. Ein einziges Raunen ging durch die Zuschauertribünen, bevor sie gänzlich verstummten. Keine Regungen mehr innerhalb des Rings. Lediglich der weisse Fuchsschweif bewegte sich wie zu Beginn dieses sinnlosen Kampfes. Ruhig. Ausgeglichen. Mit einer Gleichmäßigkeit, die mindestens ebenso beunruhigend war wie bemerkenswert.
Blut tropfte gen Boden. Nicht nur aus den vier entstandenen Löchern, die jede Form von Stoff, Haut und Fleisch durchdrangen. Sondern auch die Fingerspitzen des jungen Mannes hinterließen ihre ganz eigenen Spuren auf dem unter ihnen existierenden, matten Stein. Zum ersten Mal wurde die Gelegenheit beim Schopf gepackt, um ein anderes Lebewesen mit dieser Technik zu konfrontieren. Das Ergebnis? Absolute Zerstörung. Man hatte ihm beigebracht, dass Shigan ein Mittel war, um ausgewählte Ziele schnell, präzise, vor allem aber lautlos auszuschalten. Zufriedenheit spiegelte sich in Form eines zögerlich breiter werdenden, tierischen Grinsens hinter der Maske ab.
Seine Anstrengungen vor der erneuten Abreise nach Kataki Island trugen nun endlich reife Früchte. Genugtuung, die nicht lange anhielt. Nach mehreren Sekunden in absoluter Gleichmütigkeit, still und leise, fast wie an einem in Abgeschiedenheit verbrachten Tag innerhalb einer von Sonnenstrahlen gefluteten Lichtung, zerrissen die Worte des Ringrichters die Atmosphäre. Sora blieb weiterhin regungslos stehen. Keine Reaktion. Weder von ihm, noch von Bryan. Gewinner und Verlierer äußerten sich nicht zu dem, was geschah. Keine Freudensprünge. Kein Jubeln. Aber auch keine Tränen. Keine Wut.
Erst nach rund einer halben Minute, Zeit genug, als dass Ärzte aus den Gängern stürmten um eine Trage zu bringen, machte der Weißhaarige Kehrt. Ihm lag nicht das Geringste daran, Zufriedenheit über diesen Sieg zur Schau zu stellen. Nicht einer der Zuschauer, niemand aus dieser ekelerregenden, grauen Masse war es auch nur eine Sekunde lang wert, genauer in Augenschein genommen zu werden. Dem Soldaten fehlte der notwendige Stolz, um auch nur die winzigste emotionale Regung mit dem Ergebnis zu assoziieren. Und jetzt, da entschieden war, wer im Rahmen des Halbfinales erneut die Arena betreten würde, machte sich exakt dasselbe Gefühl wie zu Beginn des Turniers breit. Überdruss.
Gemächliche Schritte führten ihn hinaus. Tosende Schreie wuschen mit einem Mal quer durch die steinernen Hallen und über das Kampffeld hinweg. Einfältige Besucher, die endlich das erwartete Blut zu sehen bekamen, selbst wenn es nicht länger anhielt als für ein paar Sekunden. Verborgen hinter dem stoischen Antlitz eines Fuchses pulsierte eine kleine Ader auf der Stirn des Korvettenkapitäns. Die erste, wirkliche, echte von ihm ausgehende Empfindung schoss wie eine Pistolenkugel durch Herz und Schläfe. Unweigerliche Abneigung. Ekel. Verachtung.
Sora hegte keine Zweifel mehr daran, im Verlauf dieses Turniers nichts gewinnen zu können. Nichts, das auch nur die geringste Bedeutung für ihn selbst besaß. Keine Erfahrungen, die ihn weiter führten. Keine neuen Partner, die ihm eine Hand entgegen streckten, um ihn auf seinem Weg zu einem höheren Plateau begleiteten. Lediglich auf der anderen Seite des Turnierbaumes gab es die eine, die einzige Person, die längst einen integralen Part seines Lebens ausmachte und zeitgleich diese essentielle Rolle einnahm. Einzig und allein mit seinem Einzug in das Finale dieser Farce würden sie sich gegenüber stehen.

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