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Schreibstilbewertung

Das Team

Das Team

Beiträge : 263

Schreibstilbewertung _
BeitragThema: Schreibstilbewertung   Schreibstilbewertung EmptyDi 1 Okt 2019 - 15:05

Sehr ähnlich wie die "Top 3 Lieblingsposter" geht es hier um den expliziten Schreibstil anderer User.

Allerdings kann hier explizit nachgefragt werden, dass andere den eigenen Schreibstil bewerten. Dabei ist es immer gut, ein bis zwei Beiträge selbst zu zitieren, die bewertet werden sollen.

Habt ihr eine ungewohnte Szene geschrieben und möchtet Feedback? Probiert ihr ein wenig mit Beschreibungen der Umgebung herum und seid euch unsicher? Möchtet ihr Emotionen besser erläutern und wisst nicht wie?

Hier ist die Anlauf stelle für all diejenigen, die sich gerne verbessern möchten und nach Ratschlägen, Tipps und Tricks suchen! Very Happy


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Takeuchi Sora
[Marine]Unterer Flaggoffizier

Takeuchi Sora

Beiträge : 32232

Schreibstilbewertung _
BeitragThema: Re: Schreibstilbewertung   Schreibstilbewertung EmptySa 5 Okt 2019 - 3:00

Zitat :
Lisann stellte eine merkwürdige Frage. "Ich habe beinahe die letzten zwanzig Jahre meines Lebens in dieser Stadt verbracht." Ein Lächeln folgte auf den anschließenden, langen Atemzug. "Enies Lobby mag die Stadt sein, in der ich geboren wurde. Geht es nach meinen Erinnerungen, nach den Erfahrungen die ich gesammelt habe, dann ist Loguetown meine eigentliche Heimat." Eigentlich benötigte es an diesem Punkt keine weitere Ausführung. Und doch fühlte sich der Takeuchi dazu verpflichtet, zumindest ein klein wenig auszuholen. "Alles woran ich mich erinnern kann, sind Abende in meinem Zimmer. Geschichten die mein Vater mir damals erzählte. Ich kann mich an unser Wohnzimmer erinnern. An ein riesiges Bücherregal, für das ich stets viel, viel zu klein war", schmunzelnd und mit einer subtilen Nuance der Selbstironie schüttelte er den Kopf "Sonderlich in die Höhe bin ich leider nie geschossen. Vermutlich kann ich meiner Mutter auch dafür danken."
Letzteres spielte nicht die geringste Rolle. Das wussten sie beide. "Ich werde niemals vergessen, wie unendlich angenehm es war, immer Sonnenschein zu sehen. Ganz egal wohin man geht, ganz egal wie die Stimmung der Menschen ist. Die Sonne lacht auf sämtliche Bewohner der Insel herab", ganz gleich wie idyllisch diese Vorstellung auch klingen mochte, so konnte sich der Takeuchi doch nicht vorstellen, ewig an einem solchen Ort verweilen zu können "Ehrlich gesagt vermisse ich nichts an Enies Lobby. Vermutlich weil ich zu jung war, um wirklich etwas vermissen zu können. Aber Loguetown? Hier habe ich so viele wichtige Lektionen erfahren, so viele Bekanntschaften geschlossen und Freunde gefunden. Schon während meiner Schulzeit und in den drei Jahren der Ausbildung konnte ich Kinder heranwachsen sehen. In guten, aber auch in den schlechten Zeiten, die diese Stadt erlebt hat", sich vorsichtig an den Rand des Schreibtisches lehnend, warf der Schwarzhaarige einen beinahe sehnsüchtigen Blick hinüber zur Fensterfront seines Büros. Zwar konnte er nicht durch die nahezu blickdichten Vorhände sehen, doch brauchte er das nicht. Sora wusste exakt, was hinter den dunklen Stoffen, den feinen Glasscheiben wartete. Vor seinem geistigen Auge konnte er den Trainingsplatz sehen, die zahllosen Häuserdächer, auf die man einen herrlichen Blick genoss. Das Panorama seiner Wahlheimat konnte durch kaum etwas ersetzt werden.
"Natürlich könnte man sagen, dass ich diese Stadt und ihre Bewohner beschützen möchte, gerade weil ihnen so viel Ungerechtigkeit widerfahren ist. Weil sich Piraten und Revolutionäre dachte, es sei eine vollkommen großartige, eine hervorragende Idee, Loguetown die über Jahrzehnte dargebrachte Offenheit und Gastfreundschaft mit dem eigenen Blut zurückzuzahlen", ein grollender, bebender Atemzug folgte; seine Fingerkuppen drückten sich in das unter ihnen liegende Holz, ehe sich der Konteradmiral auf die Unterlippe biss "Und in gewisser Hinsicht stimmt es. Viele meiner Emotionen stammen daher. Aber ganz ehrlich? Auch ohne diese gnadenlose Brutalität, ohne diese Zeichen fehlender Menschlichkeit hätte ich das Glück dieser Menschen bewahren wollen. Auch wenn einige es nicht wert sind." Auch Loguetown war nicht perfekt. Selbst in dieser Stadt, die er zu verteidigen gelobte, lebten ekelerregende Persönlichkeiten.
Männer und Frauen, die im eigenen Geld und Fett schwammen. Diejenigen, die sich kaum weniger um ihre Mitmenschen scheren konnten - welche die nur wenige Jahre zurück liegenden Umstände der Armut, der mangelnden Arbeit sogar begrüßt hatten. Weil sie davon profitierten. Weil sie andere, die vom Stern des Glücks nicht geküsste worden waren, hatten ausnutzen können. "Aber ihnen wird früher oder später widerfahren, was sie verdienen", lächelte der Schwarzhaarige, frei von Antipathie oder bösem Willen. Er hatte Vertrauen. Nicht in eine höhere Macht, nicht in tatenlose Götter. Sondern in Menschen.
"Wo sie ist? Das kann ich dir leider nicht beantworten", erwiderte Sora wahrheitsgemäß "Wir arbeiten zwar zusammen, allerdings stehen auch mir nicht jegliche Informationen zur Verfügung. Die genauen Inhalte ihres Auftrags sind mir beispielsweise ebenfalls nicht geläufig." Glücklicher Weise wurde die Thematik nicht weiter aufgegriffen. Auch wenn ihm nicht einmal so recht klar werden wollte, warum es ihm missfiel, darüber zu sprechen. Höchstwahrscheinlich hing ihm doch ein wenig im Hinterkopf, wie ungerne Mir hervorgehoben wurde. Selbst wenn sie sich insgeheim über lieb gemeinte Worte, Komplimente und Zuspruch freute. Nur dann nicht, wenn Außenstehende mithörten.
Wesentlich verständnisvoller zeigte sich der Schwarzhaarige allerdings, als es erneut um Lisann ging. Ihre Erfahrungen. Ihre weniger freundlich gesinnten Bekanntschaften. Sie brauchte ihm nicht ihr Herz auszuschütten. Alles Wichtige würde mit der Zeit noch kommen. Glaubte er jedenfalls. "Wie gesagt: du brauchst mir nicht aufgrund einer Handvoll Gespräche blind vertrauen. Das kann niemand von dir verlangen", so sehr wie sich die Kopfgeldjägerin ihm gegenüber geöffnet hatte, grenzte es schon fast an ein Wunder "Entsprechend werde ich auch einfach nicht weiter fragen. Niemand sollte dich zu etwas drängen. Niemand hat das Recht, dich zu drängen. Was ich allerdings tun werde, ist ein offenes Ohr für dich zu haben. Und dich jedes Mal mit offenen Armen willkommen zu heißen." Ein Versprechend, das schon sehr bald weit, weit über eine simple Floskel oder Metapher hinaus gehen sollte.
Denn während Lisann überlegte, durch ihren hübschen Kopf schießende Erinnerungen sortierte und mehr als eindeutig unangenehme Emotionen zu bewältigen versuchte, huschte feinfühlig ein Name über ihre vollen, rosigen Lippen. Josh. Ihr älterer Bruder. Sie hatte also Familie. Geschwister. Im Bezug auf Letzteres bereits mehr, als er von sich behaupten konnte. Dieser winzige Funke der Hoffnung erlosch jedoch schnell wieder, als dem Soldaten offenbart wurde, wie lang sein Gegenüber bereits ohne eine liebevolle, eine wahre, menschliche Geste hatte auskommen müssen. Lisann war seit ihrem zehnten Lebensjahr von niemandem mehr umarmt worden.
Obgleich der Schwarzhaarige keinen genaueren Einblick über ihr Alter, ihren Geburtstag, ihre Heimatinsel oder den genauen Ort ihrer Herkunft besaß, stand er einer jungen Frau gegenüber, die seit über einem Jahrzehnt keine wirkliche Affektion, keine ehrliche Hingabe, keine positive emotionale Verbindung zu anderen Menschen gepflegt zu haben schien. Viel mehr war sie ihnen ausgewichen. Um sich, aber auch andere zu schützen. Vor Enttäuschung. Vor Wut und blindem Zorn. Letztlich aber auch vor beißendem Verrat. Verlust. Trauer. Unbewusst spannten sich Unterarme und Bauch des Schwarzhaarigen an.
"Du hast einiges aufzuholen", flüsterte Sora brüchig, als er die zarten Finger entgegen nahm, Lisann an sich heranzog und sie in die Arme schloss. Zuerst hauchzart, um die von ihr gesetzten Grenzen nicht unerwünscht zu überschreiten. Nach wenigen Momenten jedoch, in denen er sie stillschweigend hielt, seinen Kopf seitlich an den ihren bettete, ließ der Takeuchi seine Arme etwas enger um sie herum fahren. Wohlwollend zog er die Kopfgeldjägerin enger heran, eine Hand nah an Hosenbund und Hüfte geschmiegt, während die andere in einer langsam streichelnden, fürsorglichen Berührung unter dem Verschluss ihres BHs ruhen blieb. Wärme stieg in ihm auf. Um sie Lisann zu spenden.
Kein Wort wurde gesprochen. Nichts was sie hätten austauschen können, wäre auf irgendeine Weise hilfreich, gar angemessen gewesen. Statt dessen bemühte sich der Soldat um eine gleichmäßige, ruhige Atmung. Er konzentrierte sich auf sie. Auf ihre Reaktionen. Auf Zeichen ihres Körpers. Und während die beiden in einer innigen Umarmung verweilten, begann Sora irgendwann, seine Finger zärtlich, ganz langsam, einige Zentimeter an der schlangen Wirbelsäule, ihren Rücken hinab, dann wieder hinauf gleiten zu lassen. Für den Augenblick wollte er Lisann glücklich wissen. Ihr einen Bruchteil dessen zurück geben, was ihr verweigert wurde. Nähe. Menschlichkeit.

_________________

He devours her pride, she controls his rage,
Like a chain she ties him,
His fire running through her veins.


Schreibstilbewertung Sora1ufrqk

A black fire, a white flood,
they're light and darkness,
the beginning and the end of the world.
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