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Reisesystem & Ereigniswürfel

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Reisesystem & Ereigniswürfel _
BeitragThema: Reisesystem & Ereigniswürfel   Reisesystem & Ereigniswürfel EmptySa 9 Mai 2020 - 17:52


•• Das Reisesystem ••
Vom Paradies zur Hölle

Die Grand Line. Oft auch als das goldene Land verstanden, Gerüchten nach zu urteilen jedoch auch als Piratenfriedhof bekannt, zieht sich als imaginärer Faden mittig durch die gesamte Welt. Eingeschlossen durch die Calm Belts und lotrecht zur Red Line. Dort wo Reichtümer und rauen Mengen warten, ein Abenteuer sich an das Nächste reiht, unzählige Gefahren nicht nur durch das widerspenstige und willkürliche Meer selbst lauern, sondern auch durch ständig wechselnde Klimate, machthungrige Piraten und andere Konkurrenten.
Man erzählt sich, dass nur der Anfang und das Ende der Grand Line sicher seien; also für diejenigen, die noch ihren ersten Schritt wagen müssen, oder bereits ihr Ziel am anderen Ende, der "Neuen Welt" erreicht haben. Alles andere, so scheint der allgemeine Konsens, ist ein einziges Auf und Ab zwischen fantastischen Erlebnissen und dem ständigen Kampf um das eigene Überleben.



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Reisesystem & Ereigniswürfel _
BeitragThema: Re: Reisesystem & Ereigniswürfel   Reisesystem & Ereigniswürfel EmptySa 9 Mai 2020 - 17:52


•• Allgemeine Reiseregeln ••
Postreihenfolge & Reisedauer

Abenteuerlustigen Charakteren steht schon zu Beginn des Rollenspiels die Grand Line vollkommen frei. Gegenstände zur Navigation, wie Log oder Eternal Ports müssen nicht viel Spielern gekauft werden, sondern sind im Rollenspiel nur noch kosmetisch, um zu begründen, wie Charaktere von einer Insel der Grands Line zur nächsten kommen.
Dies kann jedoch unliebsame Konsequenzen mit sich führen. Während keinerlei Voraussetzungen erfüllt werden müssen und sich jedermann sofort in das Getümmel werfen darf, muss auch klar sein, was euch erwarten kann.


Wie kommt man auf die Grand Line?
Im Rollenspiel gibt es zwei Möglichkeiten, von den Blues auf die Grand Line zu gelangen.

Der Weg, der meist gewählt wird, ist der Rivers Mountain. Dazu wird mindestens ein kleines Schiff benötigt, jedes Boot würde an den Klippen zerbersten. Das Schiff muss sehr gut navigiert und manövriert werden, um relativ unbeschadet auf der Grand Line anzukommen.

Ein Weg, der seltener genutzt wird, ist der über den Calm Belt. Es soll unmöglich sein, durch diese windstille Zone zu rudern, ohne auf dem Weg von gigantischen Seekönigen verspeist zu werden. Nur die Marine und Weltregierung gelangen mithilfe speziell mit Seestein präparierter Schiffe unbemerkt durch den Ozean.



Regeln zur Reise
Exemplarisch ist hier eine verpflichtend einzuhaltende Reiseroute angegeben, wie aus dem East Blue ohne Zuhilfenahme spezieller Transportmittel auf die Grand Line gereist wird.


» 1. Heimathafen einer jeweiligen Insel.
» 2. Das offene Meer (Blues).
» 3. Der Rivers Mountain (u.U. Calm Belt).
» 4. Das offene Meer (Grand Line).
» 5. Eine erste Insel der jeweiligen Route.



Dauer der Reise & Routenwechsel
Um einen leicht nachvollziehbaren zeitlichen Rahmen (Ingame)  zu schaffen, gibt es eine grobe Richtlinie für die Reisedauer zwischen einzelnen Inseln. Diese Zeit muss nicht in ihrer Gänze ausgespielt aber doch beachtet werden, damit Charaktere zum 'richtigen' Zeitpunkt an ihrem Zielort ankommen.


» Reisedauer zwischen Inseln (Blues): ca. 1 1/2 Tage
» Reisedauer pro Etappe (Grand Line): ca. 2 Tage
» Routenwechsel (Grand Line): ca. 2 Tage
» Reisedauer zwischen Meeren (Blues & 1. Grand Line Etappe): ca. 2 1/2 Tage


Um Schiffen und ihren individuellen Attributen ebenfalls Bedeutung zu verleihen, wird die Reisezeit zusätzlich durch diese beeinflusst.


» Schiffe mit 1 Geschwindigkeit: Reisezeit + 50%
» Schiffe mit 2 Geschwindigkeit: Reisezeit + 25%
» Schiffe mit 3 Geschwindigkeit: Unveränderte Reisezeit
» Schiffe mit 4 Geschwindigkeit: Reisezeit - 25%
» Schiffe mit 5 Geschwindigkeit: Reisezeit - 50%

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Admin

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Reisesystem & Ereigniswürfel _
BeitragThema: Re: Reisesystem & Ereigniswürfel   Reisesystem & Ereigniswürfel EmptySa 9 Mai 2020 - 17:53


•• Der Ereigniswürfel ••
Ein wenig Spannung gefällig?

Als Einzelperson oder Personengruppe seid ihr dazu verpflichtet, ein Mal vor Erreichen einer neuen Insel  einen sogenannten 'Ereigniswürfel' anzuwenden.

In die Kategorie der Ereignisse können Unwetter oder auch starke NPC-Gegner sein, welche sich euch in den Weg stellen werden. Je weiter man die Grand Line herunter segelt, desto stärker die jeweiligen Gegner.
Betroffen von dem Ereignis sind stets alle Spielercharaktere.

(Dieser Würfel kann jederzeit auch freiwillig erbeten werden, um eine Spannung und Willkür für das eigene Rollenspiel aufzubauen.)




Übersicht der Ereignisse
Alle vorhandenen Würfelmöglichkeiten

» 1. Die See bleibt friedlich

Ein wolkenloser Himmel schwebt über der See. Von Gefahren der Grand Line ist nicht das Geringste zu sehen. Lediglich kleine Fische und Quallen können nahe des Schiffs unter der Meeresoberfläche erkannt werden. Von den furchteinflößenden Bestien der See fehlt jedwede Spur. Vereinzelte Regentropfen prasseln auf das Deck, gegen die Segel und verweisen darauf, dass diese angenehme Ruhe unter Umständen nur für begrenzte Zeit zu genießen ist.


» 2. Ein friedlicher Seekönig erscheint

Gewaltige Schatten mischen sich mit der Finsternis des Meeres. Was zuerst nur wirkt wie mehrere große Fische, die sich langsam anheben, um das Schiff genauer zu inspizieren, wird ein einzelner, gewaltiger Koloss eines Kolosses der Tiefe. Nach wenigen Sekunden breitete sich die Schwärze um das gesamte Schiff aus; zuerst in exakt derselben Größe, doch nur kurz darauf wird deutlich, dass vom Heck bis zum Bug gerade einmal ein Zehntel dieses furchterregenden Wesens abgedeckt wird. Falls das wirklich alles ist.
Das Schiff neigt sich ungestüm zur Seite. Etwas steigt direkt unter ihm auf, lässt das Deck wanken wie in einem Sturm. Aus der Finsternis des Wassers bricht eine von Schuppen versehene Entität heraus - ein gewaltiges Auge, weit größer als jeder normale Mensch es sich erträumen mag, sieht direkt gen Oberdeck. Allein aufgrund der Ausmaße, der zahllosen Geschichten, kann ohne Zweifel festgestellt werden, worum es sich handelt: ein Seekönig.
So schnell und überraschend wie er erschien, verschwindet dieser König der Meere. Ohne Anzeichen von Aggresion oder Zerstörungswut senkt sich sein Haupt erneut und verschwindet nach wenigen Sekunden in den Untiefen der Grand Line.



» 3. Ein aggressiver Seekönig greift an

Gewaltige Schatten mischen sich mit der Finsternis des Meeres. Was zuerst nur wirkt wie mehrere große Fische, die sich langsam anheben, um das Schiff genauer zu inspizieren, wird ein einzelner, gewaltiger Koloss eines Kolosses der Tiefe. Nach wenigen Sekunden breitete sich die Schwärze um das gesamte Schiff aus; zuerst in exakt derselben Größe, doch nur kurz darauf wird deutlich, dass vom Heck bis zum Bug gerade einmal ein Zehntel dieses furchterregenden Wesens abgedeckt wird. Falls das wirklich alles ist.
Das Schiff neigt sich ungestüm zur Seite. Etwas steigt direkt unter ihm auf, lässt das Deck wanken wie in einem Sturm. Aus der Finsternis des Wassers bricht eine von Schuppen versehene Entität heraus - ein gewaltiges Auge, weit größer als jeder normale Mensch es sich erträumen mag, sieht direkt gen Oberdeck. Allein aufgrund der Ausmaße, der zahllosen Geschichten, kann ohne Zweifel festgestellt werden, worum es sich handelt: ein Seekönig.
Nach wenigen Augenblicken der verheißungsvollen Stille hebt sich nicht nur der gewaltige Schädel dieses Monstrums, sondern auch dessen schlangenartiger Schwanz aus dem Wasser. Mit einem ohrenbetäubenden Schrei, der weder Vögeln noch Unterwasserkreaturen ähnelt, jedoch mühelos Trommelfelle vibrieren und Gleichgewicht schwinden lässt, rast der über zehn Meter lange Schweif eines Seekönigs direkt auf das Deck zu.


(Auf Etappen 1 - 3 besitzt dieser Seekönig 2.000 Doriki.
Auf Etappen 4 - 6 besitzt dieser Seekönig 3.500 Doriki.
Auf allen darauf folgenden Etappen besitzt dieser Seekönig 5.000 Doriki.)



» 4. Eine Windhose taucht auch

Wasser liegt in der Luft. Die Winde, die das Schiff über die Meeresoberfläche tragen, werden stärker. Ein Blick gen Horizont genügt aus, um eine unheilvolle Finsternis auszumachen. Selbst die Wolken direkt über dem Schiff und noch für mehrere hundert Meter scheinen von dieser unnatürlich grollenden Färbung besessen zu sein. Unruhe liegt auf den Wellen. Jeder noch so winzige Wasserpartikel scheint in eine einzige Richtung zu verlaufen - etwas, was unter normalen Umständen unmöglich sein sollte.
Ein erfahrener Navigator wird jedoch schnell herausfinden, was sich dort, nur rund zweihundert Meter vom Schiff entfernt, zusammenbraut. Und auch ohne die notwendige Erfahrung zeichnet sich binnen weniger Minuten ein Spektakel sondergleichen ab. Eine dünne Spirale aus pechschwarzer Luft schlängelt sich aus dem Himmel selbst gen Meeresoberfläche. Der Wind wird stärker. Das kurz zuvor in der Atemluft gespürte Wasser wird angezogen.
Innerhalb von nicht mehr als drei Minuten breitet sich die pechschwarze Luft aus, saugt sich mit Regen, Meerwasser und stürmischen Böen voll. Das Schiff wird nun von einer Windhose angezogen.



» 5. Ein schwacher Sturm zieht auf

Donnergrollen hallt über das Deck des Schiffs. Im Himmel, weit über den nun stärker flatternden Segeln, schweben bedrohlich schwarze Wolken. Binnen weniger Sekunden schießen dicke Regentropfen hinunter. Die Kontrolle über das Schiff wird schwieriger, denn die sonst natürlichen Winde, reißen die Segel nun in alle Richtungen. Ein weit entfernter Blitz erhellt für Bruchteile einer Sekunde die Szenerie, lässt Farben schwinden und sowohl das Wasser, das Himmelszelt, aber auch Menschen und Kreaturen in einem mystischen Leuchten aufgehen.


» 6. Ein starker Sturm zieht auf

Aus dem Nichts schwindet jede Kontrolle über das gesamte Schiff. Der ruhige Wellengang, welcher noch vor wenigen Augenblicken sichere Passage über die Meere der Grand Line versprachen, wandeln sich zu einem wild gewordenem Monstrum. Mit jedem Schwappen des Wassers wird die Widerstandsfähigkeit des gesamten Schiffes auf die Probe gestellt - Holz beginnt zu knacken, Legierungen lassen metallenes Kratzen und Ächzen verlauten, fast als würden sie durch die Naturgewalten verbogen werden.
Alle Segel flattern unkontrolliert in sämtliche Himmelsrichtungen. Den Kurs zu kontrollieren ist vollkommen unmöglich. Das gesamte Schiff und alles, was sich auf ihm befindet, ist nicht viel mehr als ein Spielball völlig unerwarteter Naturgewalten. Das Reißen von Stoff kann zwischen einem ersten, einem zweiten Donnergrollen und dem darauf folgenden, blendend weißen Blitz ausgemacht werden. Lange Risse zeichnen sich auf einem der Segel ab, beinahe so, als seien unsichtbare Dolche durch es hindurch gefahren.
Kanonenkugeln drohen unter Deck ihre Position zu verlassen, Fässer fallen und rollen unkontrolliert umher und laufen Gefahr zu Bruch zu gehen. Allerhand lose Gegenstände, ganz gleich ob Utensilien, Gebrauchsgegenstände oder Waffen fallen zu Boden. Wasser dringt durch feine Risse im Bug in das Innere des Schiffes. Das Deck ist längst spiegelglatt.



» 7. Unzählige kleine Wasserstrudel erscheinen

Ein Ruck geht durch das Schiff. Der fest angegebene Kurs ändert sich ohne das Zutun des Steuermanns. Reflexartige Blicke gen Ruder und oder Steuerrad verrät, dass nichts an ihnen geändert wurde. Alles geht seinen gewohnten Gang. Erst nachdem auch ein Blick über das Deck und auf der Meer geworfen wird, erklärt sich die Situation wie von selbst.
Kleinere Strudel entstehen um das Schiff herum. Erst ein einzelner, der das Schiff abdriften lässt, dann ein zweiter, ein dritter, fünf, zehn Strudel. Der angepeilte Kurs ist nicht länger zu halten und ein Richtungswechsel nach dem anderen lässt das Schiff nicht nur über die entgegen laufenden Strömungen klatschen, sondern auch der Bug hebt sich gefährlich steil nach oben.



» 8. Ein großer Strudel bildet sich

Einen Steinwurf über den Bug entfernt beginnen sich Wassermassen unförmig zu bewegen. Strömungen verändern sich, werden reißend. Die Geschwindigkeit des Schiffes nimmt zu, während die Möglichkeit zu Kursanpassung schwieriger wird. Innerhalb weniger Sekunden ändert sich das Gesicht des Meeres - wo zuvor Ruhe herrschte und dem Schiff erlaubte, zu segeln wie es ihm beliebte, thront nun ein gewaltiger Strudel direkt vor ihm.
Mit einem Durchmesser von rund dreißig Metern ist es vollkommen unmöglich, einfach geradlinig durch ihn hindurch zu fahren und auf das eigene Glück zu spekulieren. Die Geschwindigkeit des Schiffes nimmt zu. Versuche, den Kurs anzupassen, werden mit jeder verstreichenden Sekunde schwieriger. Herkömmliches Gegensteuern oder die Verwendung von Rudern wird zu einem Gewaltakt, noch ehe der Strudel erreicht ist.



» 9. Dichter Nebel bildet sich

Kalte Luft trägt Wasserpartikel fest in seinen Armen. Mit einem klaren Blick auf das Meer können bereits erste, geisterhafte Silhouetten erkannt werden. Frostiger Nebel entsteht direkt vor den Augen neugieriger Betrachter. Aus dem feinen Schleier, welcher sich über die Meeresoberfläche zieht, wird eine gesamte Wand, die sich mit deutlich sichtbaren Fingern, Klauen und deformierten Gesichtern an den Bug des Schiffes klammert, über selbigen hinweg wandert und schließlich das das vollständige Gefährt einhüllt.
Nur eine Handvoll Sekunden später ist die Sicht nahezu unmöglich. Die eigene Hand vor Augen ist noch erkennbar, doch weiter als einen Meter, mit besonders guten Augen sogar drei Metern, ist vollkommen unmöglich. Wohin auch immer die Augen wandern mögen, erkennen sie nicht viel mehr als blickdichten, silbrig-weißen Nebel. In der Ferne kann für diejenigen, mit exzellentem Gehör, auch ein leises Weinen, unbeholfenes Stöhnen und Ächzen vernommen werden.
All diejenigen, die diese Geräusche vernehmen können, werden von unsagbarer Kälte erfasst.



» 10. Ein Handelsschiff voller Schätze taucht auf

In Reichweite eines Fernglases können Segel ausgemacht werden. Frei jeder Flagge, ohne den Fluch eines Jolly Rogers. Männer und Frauen unterhalten sich an Deck dieses fremden Schiffes, tragen Kisten, Fässer, kleinere Taschen und sogar Truhen in ihren Armen umher.
Die Stimmung ist angestrengt, gleichzeitig aber ausgelassen. Fröhliche Gesichter können mithilfe des treuen Fernglases ausgemacht werden, während zwei Personen fokussiert Listen führen, Ware zählen und die restliche Besatzung koordinieren. Bewaffnung scheint nur rudimentär vorhanden zu sein - hier und da torkelt der ein oder andere um eine auf dem Hauptdeck stehende Kanone, während andere eine am Heck platzierte, große Harpune inspizieren.
Nach einigen Minuten ist das Schiff endlich in Reichweite. Auch auf den zweiten Blick scheinen sämtliche Mitglieder der Besatzung ausgelassen, neugierig und weder abgeschreckt, noch anderweitig skeptisch. Viel mehr wittern sie die Chance eines weiteren Verkaufs, eines Handels.



» 11. Ein Gewitter zieht auf und Blitze schlagen ein

Donnergrollen stellt den ersten Vorboten dar. Es dauert keine zwanzig Sekunden, ehe sich der zuvor noch wundervoll blaue Himmel gänzlich zusammenzieht und eine bedrohlich über dem Schiff schwebende Wolkenfront bildet. Dicke Regentropfen gehen prasselnd auf das Deck nieder und verwandeln jeden Versuch, sich ordentlich auf diesem zu bewegen, in ein einziges Kunststück.
Starke Winde peitschen unnachgiebig aus verschiedenen Richtungen gegen den Bug und die Segel. Ein erster Blitz zischt mit ohrenbetäubendem Kreischen durch die Wolken. Ein zweiter und ein dritter, elektrisch gespannter Bogen trifft auf die Meeresoberfläche und lässt diese für einige Momente unwirklich aufleuchten. Für Bruchteile einer Sekunde können zehn, zwanzig, fünfzig Meter hinunter in die Tiefen des Meeres geblickt werden - Steinformationen schälen sich aus der Finsternis, Korallen leuchten in den Farben des Regenbogens.
Plötzlich ein weiterer Blitz. Diesmal jedoch nicht in sicherer Entfernung. Er trifft krachend direkt das Schiff. Der Hauptmast steht in Flammen. Segel brennen lichterloh. Funken springen über.



» 12. Ein Seeaffen-Tsunami taucht auf

Die See ist vollkommen ruhig. Sonnenstrahlen wandern in angenehmer Temperatur über die hölzernen Planken des Oberdecks. Ironischer Weise scheinen die Bewohner der Tiefe einen vollkommen anderen Plan zu besitzen. Wasser zieht sich zusammen. Unmerklich sinkt die Meeresoberfläche um einige Zentimeter ab. Rund fünfhundert Meter entfernt richtet eine kolossale Welle ihr Haupt auf. Mit einer Höhe von über fünfzehn Metern rauscht ein Naturphänomen auf das Schiff zu, welches sich eigentlich über mehrere Stunden hinweg erst subtil, dann eindeutig hätte ankündigen müssen - nicht in diesem Fall.
Der Grund ist dabei leicht auszumachen, sollte absolute Panik nicht Herr der Situation werden. Eine Reihe hässlich grinsender Köpfe, gekleidet in ledrige, rosige Haut glubscht aus der Welle heraus und richtet sämtliche Augen direkt auf das angesteuerte Ziel. In diesem Fall ist es nicht eine willkürliche Laune der Natur, die ihrem Zorn Ausdruck verleiht, sondern das Werk von aggressiven Seeaffen.



» 13. Ein Kreisregenbogen erscheint am Himmel

Infolge einer stürmischen Nacht prasseln letzte Regentropfen auf das Deck des Schiffs. Trotz der üblichen Temperaturen huscht ein eisig kalter Wind über die Wasseroberfläche und erfasst das Oberdeck. Hauchdünner Frost legt sich binnen Sekundenbruchteilen über die Montur, über Ansätze des Hauptmastes, Kisten und sogar Personen die zu diesem Zeitpunkt umher wandeln. Bewegungen werden nicht erschwert, geschweige denn, dass mit Frost gerechnet werden muss - denn so schnell wie dieser Bote des Winters erscheint, schwindet er bereits wieder.
Feines Glitzern liegt in der Luft und auf allem, was die unwirklichen Böen zuvor berührten. Kaum ist der erste Moment der Überraschung vorüber, zeichnet gleich ein zweites Wunder das Himmelszelt. Erst durch ein gelblich-goldenes Flackern, welches sich in feinen Streifen durch das Blau des Himmels zieht. Gefolgt von feurigen Tröpfchen, blauen Schlieren und grasgrünen Linien - Sekunden später verschwimmen diese Farben, mischen sich miteinander, gehen nahtlos ineinander über und erhalten weitere Kumpanen.
Über dem Schiff entsteht ein Ring, ein perfekter Kreis. Genährt durch alle Farben, die ein herkömmlicher Regenbogen ebenfalls in sich tragen würde, doch sind sie intensiver, deutlicher, beinahe greifbar, wenn sie in Reichweite wären.



» 14. Ein Zyklon entsteht

Wasser liegt in der Luft. Die Winde, die das Schiff über die Meeresoberfläche tragen, werden stärker. Ein Blick gen Horizont genügt aus, um eine unheilvolle Finsternis auszumachen. Selbst die Wolken direkt über dem Schiff und noch für mehrere hundert Meter scheinen von dieser unnatürlich grollenden Färbung besessen zu sein. Unruhe liegt auf den Wellen. Jeder noch so winzige Wasserpartikel scheint in eine einzige Richtung zu verlaufen - etwas, was unter normalen Umständen unmöglich sein sollte.
Ein erfahrener Navigator wird jedoch schnell herausfinden, was sich dort, nur rund zweihundert Meter vom Schiff entfernt, zusammenbraut. Und auch ohne die notwendige Erfahrung zeichnet sich binnen weniger Minuten ein Spektakel sondergleichen ab. Weit über dem Schiff, hoch im vollkommen verhangenen Himmelszelt bildet sich ein Strom. Luft und Wolken, ebenso wie Regentropfen und vom Meer absorbiertes Wasser ziehen sich zusammen und schießen hinauf.
Pechschwarze Wolkengebilde und das ähnlich gefärbte, von Blitzen durchzogene Wasser rotieren und drehen sich gegen den Uhrzeigersinn in absurder Geschwindigkeit. Mit bloßem Auge ist der exakte Durchmesser nicht zu erkennen, doch spielt dieser nur eine sekundäre Rolle - auch ein absoluter Laie kann mühelos den Schluss ziehen, dass die Konfrontation mit einem gigantischen Zyklon auf hoher See nur in Verderben enden kann, sollte das Schiff in den Sog geraten.



» 15. Ein Schiff fällt vom Himmel

Es hagelt. Jedoch fallen keine Eiskristalle aus den Wolken, sondern vereinzelte Holzplanken. Bruchstücke. Das Flattern von Stoff kann vernommen werden, ehe ein schlappes Segel in voller Größe über die Galionsfigur des Schiffes fällt und dort landet. Quer über den schmutzigen Stoff verteilt sind Risse. Noch ehe der ungewöhnliche Fund genauer inspiziert werden kann, prasseln weitere Holzstücke auf das Oberdeck ein. Sie klingen wie Kanonenkugeln, welche über mehrere Sekunden hinweg ein Trommelfeuer auf das gesamte Schiff starten.
Was zuerst nur wie ein winzig kleiner, kaum erkennbarer, schwarzer Punkt wirkt, wird mit einem Mal langsam größer. Zuerst sind es die Ausmaße einer gesamten Person. Dann der Schatten einer Kutsche mitsamt Pferde. Je länger zugesehen wird, desto drastischer werden auch die Ausmaße. Die Hälfte des Oberdecks schwindet in etwas, was zuerst für eine vorbeiziehende Wolke gehalten werden kann - doch ist der Himmel vollkommen frei von Bewölkung.
Ein Blick nach oben macht endlich klar, worum es sich handelt. Ein in mehrere, gigantische Teile zerrissenes Schiff steuert direkt aus luftigen Höhen herunter. Vereinzelte Planken, das Segel und nun von mannshohen Spritzern begleitete, ins Meer einschlagende Kanonenkugeln waren lediglich die ersten Anzeichen. Nun regnet der Kadaver eines von zahllosen Kämpfen zerschlagenen Begleiters auf hoher See auf euch hinab.



» 16. Ihr steuert in ein gigantisches Riff

Kratzen am Bug signalisiert Gefahr. Was zuerst nur klingt wie das Kratzen von riesigen Fingern über Holz, wird kurz darauf durch ein erstes, subtiles Knacken abgelöst. Dann ein lauter Knall. Schaben von Metall. Etwas hat die oberste Schicht der Legierung getroffen. Für einen Moment gerät das Ruder des Schiffes außer Kontrolle, der Kurs ändert sich und das Oberdeck senkt sich zur Seite. Ruhe.
Nach einer langsam einkehrenden, geisterhaften Stille ein weiteres Knacken. Auf der gegenüber liegenden Seite diesmal. Erneut klingt es so, als habe jemand eine dünne Holzplatte mit bloßen Händen durchbrochen. Diesmal ist das Kratzen und Schleifen lauter - es klingt, als würde Etwas oder Jemand versuchen, direkt durch die Verteidigungsmechanismen des Schiffs zu brechen. Und das mit nicht mehr als purer, roher Kraft.
Ein Blick über die Reling zeigt jedoch keinen Menschen, kein Wesen, keine Kreatur der Tiefe, die sich am Schiff vergreift. Sondern massiven Stein. Am Bug und Heck, überall um den treuen Begleiter zeichnen sich finstere Schatten ab. Noch sind es die ersten Vorboten, die bereits ihre Gefahr kennzeichnen. Der Kurs mag das richtige Ziel anvisieren - doch zwischen ihm und dem Schiff befindet sich ein gigantisches Riff.



» 17. Ein Kraken greift an

Aus den Untiefen des Meeres steigen gewaltige, längliche Fangarme heraus. Das Schiff wackelt und schwankt knarrend. Mit einem einzigen, kräftigen Ruck stoppt die gesamte Fahrt. Nichts regt sich mehr in die eine, noch die andere Richtung. Ruder schlagen auf das Wasser, bewegen den fahrbaren Untersatz in keinster Weise. Das Steuerrad lässt sich bewegen; ohne jede Mühe regt sich auch das Ruder am Heck des Schiffes - doch nichts davon scheint auch nur den geringsten Effekt auf die Weiterfahrt zu haben.
Was zuerst nur lediglich zwei rötliche, glitschig erscheinende Fangarme waren, sind nun sechs, nein, acht. Innerhalb von Sekunden ist das gesamte Schiff, ganz gleich wie groß es sein mag, vollkommen umschlugen. Unter dem immensen Gewicht fängt Holz an zu keuchen und ächzen, Planken biegen und brechen. Selbst die metallene Legierung hinterlässt angestrengte Geräusche. Aus dem unendlich tiefen Blau des Meeres zieht sich ein gigantischer, länglich geformter Kopf heraus. Zwei goldene, weit voneinander entfernte Augen wabern apathisch umher.
Am Bug des Schiffes kratzend zeigt sich auch ein gut versteckter, krustiger Schnabel - der gigantische Kraken hat das Schiff fest in seinem Griff und versucht es langsam aber sicher zwischen seinen mit Saugnäpfen besetzten Fangarmen zu zerquetschen. Oder versucht er es mit sich in die Tiefe zu reißen?


(Auf Etappen 1 - 3 besitzt dieser Kraken 1.500 Doriki.
Auf Etappen 4 - 6 besitzt dieser Kraken 2.500 Doriki.
Auf allen darauf folgenden Etappen besitzt dieser Kraken 3.500 Doriki.)




» 18. Gigantischer Hagel fällt vom Himmel

Schnee rieselt fein aus der dünnen Wolkenschicht. Flocken werden dicker. Regelmäßiger. Zu den vereinzelten Flocken gesellt sich sehr bald ein kräftiger Wind. Die Sicht wird schlechter. Jedoch bleibt es nicht lange nur bei Schnee und dünnen Nebelschwaden. Aus den beschaulichen Flocken werden kleine Körner, kaum größer als eine Fingerkuppe - sie sind jedoch nur der Anfang.
Nach rund einer Minuten wird nicht nur der Nebel deutlich stärker und scheint sich um beinahe das gesamte Schiff zu legen, sondern auch die Winde zerren und reißen an den Segeln. Das soll jedoch nicht das größte Problem sein. Die zuvor noch unscheinbaren Hagelkörner werden mit einem Mal riesig. Zuerst vergleichbar mit einer herkömmlichen Faust, nur wenig später sind sie allerdings in denselben Ausmaßen präsent wie ein menschlicher Kopf.
Hunderte dieser Hagelbomben zerplatzen zuerst auf dem Deck, drücken sich in die hölzernen Planken, schlagen in kleine wie große Fenster ein. Ohne entsprechende Gegenwehr nimmt sogar der Hauptmast und andere Segel schaden, welche diesem Trommelfeuer nicht standhalten können.



» 19. Das Wasser beginnt kochend heiß zu werden

Dampf steigt auf. Zuerst innerhalb des Schiffs und den Räumlichkeiten unter Deck, dann allerdings auch außerhalb des gesamten Schiffes. Es ist kein Nebel, so viel kann bereits nach wenigen Momenten der Observation erkannt werden. Außerdem ist es viel, viel zu heiß, als dass sich ein derartiges Wetterphänomen überhaupt entwickeln könnte.
An der Sonne scheint es ebenfalls nicht zu liegen - denn mit einem flinken Schritt mitten in die angenehmen Sonnenstrahlen erweckt es viel mehr den Anschein, als sei die Temperatur dort geringer als in direkter Nähe zum Wasser.
Plötzlich beginnt es zu blubbern. Allerdings ist es kein Geräusch, das von unter Deck kommt. In der Küche wird kein Wasser erhitzt. Zumindest nicht willentlich. Blasen steigen auf der Meeresoberfläche auf und platzen - kochend heiße Tropfen schießen durch die Luft und erzeugen weiteres, brennendes Zischen auf allen Gegenständen und Körpern, die getroffen werden.
Die allgemeine Temperatur beträgt über 40°C und die stetig ansteigende Luftfeuchtigkeit erinnert mehr an tropische Gefilde während der Regensaison als alles andere.



» 20. Es kommt zu Schlangenströmungen

Aus dem Nichts schießen Fontänen aus der Wasseroberfläche. Ohne jede Vorwarnung wird das gesamte Schiff von einer einzelnen, gigantischen Strömung erfasst und durch die Luft geschleudert. Glücklicher Weise nimmt das Schiff keinen Schaden - es landet mit einem lauten Krachen und Platscher einige Meter weiter entfernt auf dem tiefblauen Kleid des Meeres.
Noch während die Orientierung langsam zurückkehrt, schießt eine weitere Wassersäule hinauf. Eine dritte, vierte, fünfte Säule zieht sich schlängelnd durch die Luft und über den Hauptmast des Schiffes. Wohin auch immer die Augen reichen, ganz gleich ob über den Bug oder das Heck hinweg, brechen immer wieder neue Strömungen aus der Tiefe hinaus.
Nur erfahrene Navigatoren und Seemänner erkennen dieses Phänomen als Schlangenströmungen wieder. Für die Unwissenden oder Unerfahrenen wirken diese Strömungen nicht anders als eine merkwürdige Abart länglicher Windhosen, die sich aus dem Meer durch die Lüfte bewegen und an einem vollkommen anderen Ort wieder mit ihrem Ursprung in Verbindung treten.



» 21. Riesige Vögel greifen das Schiff an

Kreaturen der Lüfte schießen auf das Schiff hinab. Nicht etwa mit Gewehren oder anderen Waffen, sondern mit gewaltigen Klauen, die mühelos den Kopf eines normalen Menschen von seinen Schultern reißen könnten. Laut kreischend gleiten sie hinunter, im Sturzflug durch die Wolken und mit keinem anderen Ziel als das weiter unter ihnen segelnde Schiff und dessen Besatzung.
Drei massive Vögel kreisen um den Hauptmast herum, lassen ihre Krallen durch das Segel ziehen und reißen selbiges auseinander. Mit jedem Kreis, den sie in luftiger Höhe um das Deck ziehen, liegt ihr Blick aufmerksam auf dem Deck. Jede dort stattfindende Bewegung wird wahrgenommen, jeder Versuch der Flucht oder des Gegenangriffs registriert. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit schlagen sie zu - in Aussicht auf schnell gemachte, leichte Beute und eine lang ersehnte Mahlzeit.



» 22. Verfaultes Essen

Bestialischer Gestank dringt aus dem Lagerraum heraus. Hinter einer der vielen Kisten zeigt sich der Übeltäter in ekliger, grünlich-schwarzer Form. Pilzbefall. Nicht nur an den unteren Rändern und dem Boden einiger Kisten, sondern auch an der Wand des Lagerraums selbst. Ein Blick in die betroffenen Kisten intensiviert den Gestank nur noch weiter. Schimmel liegt in einer überraschend dicken Schicht auf Fleisch, Gemüse und Früchten.
Nicht einmal vor dem Wasser wurde Halt gemacht. Zwar ist dieses nicht von Pilzen befallen, doch ein kurzes Spinksen aus sicherer Entfernung macht deutlich, dass auch das mit dem Essen gelagerte Wasser nicht länger getrunken werden sollte. Neben dem grausigen Geruch, der sich mit jedem Öffnen von Kisten weiter durch das gesamte Schiff zieht, wird die eigentliche Dringlichkeit der Situation deutlich.
Es fehlen Rationen. Alles was nicht explizit kalt gelagert oder direkt in der Küche aufbewahrt wurden, sind alle Rationen unbrauchbar. Und nahezu das gesamte Schiff, durch alle umliegenden Räumlichkeiten, riecht wie liegen gelassene Kadaver. Nicht zuletzt besteht die Gefahr von Krankheiten, Infektionen und auch, dass die letzten verzehrten Mahlzeiten vieles, aber nicht gesund waren.



» 23. Das Schiff bekommt ein Leck

Wasser. Überall Wasser. Ausgerechnet in der Waffenkammer wurde die Schiffshülle durchbrochen. Feine Wasserstrahlen schießen wie Sprühregen durch vereinzelte Holzplanken. Kanonenkugeln fangen an zu glänzen, werden rutschig und beginnen, durch das Schwanken des Schiffes, ihren eigentlich vorgesehenen Ort zu verlassen. Das in Fässern gelagerte Schwarzpulver ist ebenfalls betroffen. Ganz zu schweigen von den Kanonen selbst, die vollständig durchnässt sind.


» 24. Explodierende Pflanzen schwimmen auf der Wasseroberfläche

Nach Stunden der gelassenen Überfahrt lassen sich Pflanzen erspähen. Nicht etwa an Land, sondern mitten auf dem Meer. Sie wiegen stumm im sanften Wellengang umher, treiben mit dem Strom. Mit ihren dünnen grünen Blättern und den stark angeschwollenen Knospen kommen erste Assoziationen auf, die weniger mit der Blumen irgendeiner Art gemein haben, als mit einem herkömmlichen Knollengewächs.
Die längste Zeit sind sie nicht viel mehr als hübsch anzusehende, wenngleich ungewöhnliche Begleiter. Bis die erste Pflanze den Bug des Schiffs berührt. Mit einem ohrenbetäubenden Knall schießt Wasser in einer mehrere Meter hohen Fontäne hinauf und die sich senkenden Wassertropfen prasseln auf Teile des Oberdecks. Eine zweite und dritte Explosion bringen das Schiff gefährlich ins Schwanken. Eines der Ruder zersplitterte vollständig, nachdem es mit den Pflanzen in Berührung kam.
Um das gesamte Schiff herum befinden sich geschätzte fünfzig dieser ungewöhnlichen Pflanzen. Sie treiben stumm, gemeinsam mit den Wellen.



» 25. Gase steigen auf und wechseln für 30 Minuten die Richtung der Motorik

Weißlicher Dampf steigt auf. Was für erfahrene Seefahrer die ersten Anzeichen von Nebel sein könnten, entpuppt sich jedoch als etwas vollkommen anderes. Unverändert bleiben die Windverhältnisse. Das Wetter bleibt konstant. Kein plötzlicher Abfall der Temperatur, geschweige denn ein drastischer Anstieg. Was sich schleichend über das Hauptdeck ausbreitet, durch Ritzen und Fugen in das Schiff gelangt, ist weder Nebel, noch dünnste Wolken.
Mit einem Mal wird das Schiff umher gerissen. Der angesteuerte Kurs ist nicht mehr derselbe; das Steuerrad wird wiederholt von einer Seite drastisch zur anderen Seite geschlagen - zuerst unkontrolliert und zufällig, dann regelrecht panisch. Mit jedem Atemzug der genommen wird, zeigen sich deutlichere Effekte. Plötzliche Schwindelgefühle. Stark genug, als dass nicht nur das Stehen zu einem puren Akt des Willens wird, sondern die gesamte Welt scheint Kopf zu stehen.
Als wäre dies nicht bereits schlimm genug, reagieren die eigenen Extremitäten nicht länger wie erwünscht. Links ist rechts und rechts ist links. Richtungen werden nicht länger korrekt wahrgenommen, geschweige denn, dass Arme in die angepeilte Richtung langen, oder Beine einen angemessenen Schritt nach vorne setzen. Für die Dauer einer halben Stunde sind sämtliche Bewegungen wie ausgewechselt.



» 26. Zuckerwatteregen

Die Wolken selbst scheinen über den Köpfen der Menschheit zu zerfallen. Jedenfalls erscheint es einige Zeit so. Dicke Flocken einer Substanz, die wie Wolken selbst aussieht, regnet wie in Zeitlupe auf das Schiff nieder. Anstatt sich aufzulösen, wie es wohl vermutet wird, bleiben sie schlicht und ergreifend auf den dicken, hölzernen Planken liegen. Zwar sacken sie leicht zusammen und, von einzelnen Böen erfasst, bewegen sie sich leicht - doch allem Anschein genug ein leichtes Pusten und Husten nicht aus, um sie noch vom Fleck zu bewegen.
Bei genauerer Inspektion wird deutlich, dass es sich weder um größere Klumpen aus Puderzucker handelt, geschweige denn außergewöhnliche Schneeflocken. Noch viel weniger bestätigt sich allerdings die wohl erste, kindliche Assoziation, es seien winzig kleine Wölkchen, die auf die Erde niedergegangen seien. Berührt man diese ungewöhnlichen Klümpchen weißer Masse, fällt sehr schnell auf, dass sie klebrig sind.
Leicht abzuwaschen ist die eigenartige Masse definitiv. Bei Kontakt mit Wasser zieht sie sich augenblicklich zusammen und verschwindet. Für diejenigen, die gerne experimentieren und keine Angst besitzen, eröffnet sich noch ein anderes Ergebnis. Dieses eigentümliche Etwas, welches vom Himmel regnete und noch immer regnet, als sei es tiefster Winter, besitzt einen Eigengeschmack. Süßlich. Undefinierbar süßlich.



» 27. Eine Weckerschnecke weckt die Mannschaft in aller Frühe und klingelt für 12 Stunden alle 30 Minuten

"Ring ring ring riiiing." Zuerst ist es nur ein leises Klingeln und Klirren in der näheren Peripherie. Binnen weniger Sekunden wird das voll und ganz nervtötende Geräusch lauter. "Ring Ring Ring Riiiiing." Von wo kommt es? Aus der Kombüse? Nein. Vom Oberdeck? Nein. Aus dem Mannschaftsraum? Möglich. Allerdings auch nicht. Das Klingeln scheint bekannt, aber auch unbekannt. In gewisser Hinsicht erinnert es an das herkömmliche Geräusch einer Telekommunikationsschnecke. Diese Variante ist jedoch ungleich schlimmer. Greller. Lauter. Es kommt aus scheinbar allen Himmelsrichtungen, nicht nur einer.
Unabhängig der Tiefe, die der Schlaf besitzt, wird jedes einzelne Lebewesen auf dem Schiff - und in der näheren Umgebung - wach. Es ist früh. Viel zu früh am morgen. Nicht einmal die Sonne scheint sich bereits aus ihrem Schlummer getraut zu haben, weswegen höchstens Ansätze von Tageslicht unter Deck an müden Nasen kitzeln. Wo auch immer man das Klingeln vermutet, es scheint nicht an dem untersuchten Ort zu sein.
Ruhe. Endlich Ruhe. Für fünf Minuten. Zehn. Zwanzig Minuten. "RING RING RING RIIIIING!!" Da ist es wieder. Noch lauter, noch intensiver, noch nervenaufreibender als zuvor. Nach zwei Wiederholungen wird deutlich, dass dieser auditive Angriff auf die Ohren ein Muster aufweist. Er kommt aus dem Nichts. Er zerstört jeden Schlaf, ganz gleich wie tief. Und er kehrt alle dreißig Minuten zurück. Für die kommenden 12 Stunden.



» 28. Bei Nacht tuscheln Geister zweier ertrunkener Seeleute am Bug

Eisig kalte Winde huschen bei tiefste, sternenklarer Nacht über das Deck. Leises Flattern der Segel ist zu hören. Vereinzelte Wellen schwappen unschuldig gegen das starke Holz des Schiffes. Obwohl die gesamte Mannschaft bereits längst in den Schlummer des Abends gefallen ist, sind Stimmen hörbar. Ihre exakten Worte können nicht ausgemacht werden, doch sind es definitiv die Stimmen zweier Männer, welche sich miteinander unterhalten.
Ihre Stimmfarbe klingt unwirklich. Als würden sie sich mit dem Heulen des Windes vermischen und in jeder Sekunde schwächer werden. Sie scheinen mit dem Hauch des Lebens in Verbindung zu stehen, beinahe so, als würden sie schon bald über die Reling hinweg in die Weiten des Meeres übergehen.
Neugierige Seelen, die sich von der Unterhaltung gestört fühlen, zumindest aber einen Hauch von Neugierde im Leib tragen, können bei einer Suche nach den beiden Gestalten nichts unter Deck ausmachen. Sämtliche Türen, die geschlossen sein sollten, sind noch immer geschlossen. In den offenen Räumen befindet sich keine Menschenseele. Und auch dort, wo aufmerksam gelauscht wird, ob es sich nicht doch um eine zarte Unterhaltung schlafloser Kameraden handelt, wird man enttäuscht.
Erst auf dem Deck und bei genauer Inspektion können zwei, in schwaches, astrales Licht gehüllte Entitäten am Bug des Schiffes ausgemacht werden. Ihre Stimmen sind kalt und scheinbar weit entfernt. Doch das was sie sagen, oder zu sagen scheinen - ihre genauen Worte können nicht vernommen werden - ist weder geprägt von Argwohn, noch Zorn. Aber auch Freude scheint nicht existent. Nicht wirklich. Viel mehr scheinen sie in nostalgischen Gefühlen zu schwelgen.
Ihre Kleidung ist an den meisten Stellen zerrissen. Alte Uniformen. Das Haar klebt nass am eigenen Körper, ebenso wie die Lumpen die sie tragen. Sie scheinen direkt aus dem Wasser entstiegen und an Deck geklettert zu sein. Dann endet ihre Konversation. Beide neigen ihre Köpfe zur Seite, hinaus auf das Meer. Einer der Männer hebt seinen Arm, streckt ihn aus und deutet hinaus. In der Ferne sind Felsen zu erkennen. Ein Riff. Sieht man zurück dort hin, wo die beiden Gestalten verweilten, ist nun nicht mehr als die Finsternis der Nacht.



» 29. Das gesamte Oberdeck ist in gigantische Spinnweben gehüllt

Ein Morgen wie jeder andere sieht nicht so aus. Kaum sind die ersten Schritte aus der eigenen Unterkunft gemacht, zeichnen sich ungewöhnliche Spinnweben an der Decke und in Ecken ab. Eigenartig. Sie waren am Vorabend noch nicht vorhanden.
Kaum ist das Oberdeck erklommen, zeichnet sich ein grausiges Bild ab. Von der obersten Spitze des Hauptmastes, bis zur Reling und über diese hinaus ist beinahe jeder Zentimeter des Schiffes in dicke, überdimensionale Spinnweben gehüllt. Neben ihrer grässlichen Ästhetik sind sie überdies auch noch klebrig sondergleichen - sie haben jedes einzelne Segel fest eingewickelt, sämtliche Ruder kleben vollständig an der Hülle des Schiffs.
Neben dem Verlust jedweder Mobilität ist das Entfernen dieser Netze alles andere als leicht. Körperlich schwächliche Wesenheiten empfinden es als vollkommen unmöglich, die klebrige, an einigen Stellen sogar gewichtige Spinnenseide auch nur zu bewegen. Schlimmer noch: sie selbst bleiben daran kleben und können sich nicht befreien. Jeder Versuch, sich selbst zu lösen, verstrickt sie nur fester.


(Charaktere mit weniger als 100 Kraft bleiben vollständig in den Netzen kleben. Die Spinnweben lösen sich nach sechs Stunden wieder auf.)




[b]» 30. Rosiger Nebel schwebt über das Deck


Rosiger Dampf steigt auf. Was für erfahrene Seefahrer die ersten Anzeichen von Nebel sein könnten, entpuppt sich jedoch als etwas vollkommen anderes. Unverändert bleiben die Windverhältnisse. Das Wetter bleibt konstant. Kein plötzlicher Abfall der Temperatur, geschweige denn ein drastischer Anstieg. Was sich schleichend über das Hauptdeck ausbreitet, durch Ritzen und Fugen in das Schiff gelangt, ist weder Nebel, noch dünnste Wolken.
Neben dem eigentümlich blumigen Duft scheint nichts zu geschehen. Jedenfalls nicht, bis sich die ersten Blicke mit einem anderen humanoiden Lebewesen treffen. Herzschläge intensivieren sich. In diesem Moment, unabhängig aller anderen Erfahrungen, scheint diese erste Person weitaus attraktiver, liebenswerter, nicht zuletzt aber auch anziehender als jemals zuvor. Gedanken überschlagen sich, Fragen poltern durch den Kopf. Warum jetzt? Warum hier? Warum hat man sie zuvor nie derart wahrgenommen?
Für die Dauer einer halben Stunde, bis die rosige Nebelbank durchfahren und der Effekt abgeklungen ist, steht diese erste Person, im romantischen Zentrum. Zuvor bestehende Emotionen gegenüber anderen Personen werden nicht verdrängt, halten diese Anziehungskraft jedoch nicht zurück.



» 31. Intensive Alpträume und extreme Schlaflosigkeit

Die Stimmen der eigenen Familie machen Schlaf unmöglich. Lässt verloren geglaubte Personen sprechen und Fluchen in den Ohren. Verstorbene hinterlassen ihre Trauer, ihren Argwohn und Zorn. Negativität breitet sich aus. Schwäche. Unfähigkeit. Einsamkeit. Erhaltene Verletzungen und persönliche Traumata flackern wiederholt vor dem geistigen Auge auf und zerstören jede Hoffnung auf ruhigen Schlaf.
In Schweiß gebadet endet die Nacht verfrüht. Zitternd und überwältigt von den andauernden Alpträumen wird eine Alternative gesucht. Eine längere Mahlzeit. Vielleicht ein entspannendes Bad. Unter Umständen auch Alkohol. Doch nichts vermag die Bilder und Assoziationen wirklich zu verbannen. Wann immer die schweren Lider fallen und flattern, schießen die Assoziationen und Grausamkeiten direkt an die Oberfläche. Längst vergessene Schmerzen kehren zurück. Verschlossene Narben pochen auf und erinnern an die Vergangenheit.
Anklagende Stimmen hallen immer wieder in den Ohren wieder. Sie verfluchen den Hörer. Denunzieren ihn. Erklären seine Wertlosigkeit, seine Schwäche, seinen Verrat. Schwerste Momente des eigenen Lebens oder dem Leben anderer werden nun zur eigenen Schuld. Neben intensiver Reue und entstehenden Selbstzweifeln, klammert sich panische Angst vor dem Einschlafen im Herzen ein. Für weitere 24 Stunden kann an eine ruhige Nacht nicht einmal gedacht werden.
Glücklicher Weise, so mag man meinen, betrifft diese Schlaflosigkeit jedes einzelne Wesen an Deck des Schiffs.

(Alle Betroffenen verlieren für die Dauer der Wirkung 10% ihrer maximalen Ausdauer.)



» 32. Realität und Träume werden vermischt

Leichtigkeit. Sorglosigkeit. Mit diesem einen Morgen scheinen massive Veränderungen einzutreten. Es besteht das Gefühl, endlich in eine gute, eine bessere Zukunft starten zu können. Zuerst ist es nur ein gutes Bauchgefühl, mit dem die ersten Sekunden des Morgens wahrgenommen werden. Schmerzende Glieder sind vollkommen still. Das pulsierende Brennen ist nicht vorhanden. Erinnerungen an ihre Verletzung oder ihren gesamten Verlust scheinen mit einem Mal nicht länger relevant, nein, nicht einmal mehr präsent. Die salzige Meeresluft fühlt sich gut an. Auf der eigenen Haut, in der so unbeschwerten Lunge.
Doch bleibt es nicht nur bei einem spontanen, kurz anhaltenden Gefühl. Von der Krankheit, die bereits seit Jahren, vielleicht sogar seit dem Tag der Geburt an mit jedem Erwachen ihr hässliches Grinsen zeigt, fehlt jede Spur. Das mechanische Gliedmaß, mit dem ein unerwartet verlorener Arm, ein Bein, eventuell sogar ein Auge ersetzt werden musste, ist nicht länger zugegen. An seiner Stelle ist - wie mit unfassbarer Verwunderung festgestellt wird - sein Original, unverletzt, als sei nie etwas geschehen, wieder an Ort und Stelle.
Schwach gewordene Augen brauchen nicht länger die Gläser einer Brille, um die Außenwelt klar und deutlich, in allen Farben wahrzunehmen. Diejenigen, die nie in den Genuss kamen, die Realität in dieser Form wahrzunehmen, sehen nun das Wunder von Farben. Jene, die ihr Leben lang in Dunkelheit haben wandern müssen, sehen nun zum ersten Mal wahrhaftig das Licht. Beschmutzt von den Kräften des Meeresteufels war das Schwimmen ein weit entfernter Wunschtraum - doch nun ist es möglich. Sein Einfluss ist verschwunden, die unnatürlichen Kräfte, der Fluch, wie weggefegt.
Für den gesamten nächsten Tag, bis zum nächsten Erwachen, sind alle negativen Einflüsse, jede drastische Veränderung, jede Verletzung, Krankheit, Einschränkung der Sinne, auch Teufelskräfte oder psychische Einschränkung verschwunden. Jedoch nur für 24 Stunden. Denn mit dem nächsten Erwachen scheint alles beim Alten. Vielleicht war es nur ein wundervoller Traum. Eine Halluzination für jede Person an Deck des Schiffes. Aber es fühlte sich echt an. Gemeinsam gemachte Erinnerungen bleiben. Jeder kann sich daran erinnern.

(Für 24 Stunden werden alle intensiven [negativen] Veränderungen des Körpers zurückgesetzt [Teufelskräfte, verlorene Gliedmaßen, verschlechterte Sinne, erhaltene Krankheiten, etc.])


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