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Eine spritzige Angelegenheit

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Chen Alhazred

Chen Alhazred

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Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 _
BeitragThema: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyMo 29 Jun 2020 - 18:55

das Eingangsposting lautete :


Eine spritzige Angelegenheit
For all the shipers, giving their spirit-energy


Teilnehmer: Yuno & Chen
Ort: Water 7 - Route 1
Zeitraum: 11.05.1524


Als Ort nach der Arbeit in der sozialen Isolation, hatte sein Geist wieder unter die Menschen zu kommen, dass er jedoch wie eine Motte in einen ganzen Lampenladen flog und sich desorientiert und erschlagen von den Eindrücken der Großstadt in dieser verirrte, war nicht Teil seines Plans. Und was wird Yuno machen? Wird sie ihn Orientierung geben können, oder wird er sie verwirrt zurücklassen?

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Chen Alhazred

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Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 _
BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptySo 9 Aug 2020 - 11:32

Wahrscheinlich hatte Yuno Recht, was die Gastfreundlichkeit der Fischmenschen anging und er hatte es als nicht mehr als Banter vom Seestern betrachtet. Jedoch war eines klar: in königliche Archive ließ man nicht jeden dahergelaufenen Fremden herein. Gerade als sie wieder im Banter waren, wurden sie von Yuno wieder zur Ordnung gerufen und die Konversation blieb für einen kurzen Augenblick zivil, bevor gefragt wurde, ob er eine Seele hatte. Yunos Reaktion hätte ihn selbst zum schmunzeln gebracht und er antwortete schon fast reflexartig, während seine Gedanken um das Necronomicon kreisten. Selbst wenn er wirklich eine zu haben hatte, würde dieses Buch diese wohl bis zur letzten Seite vereinnahmen und auf Trab halten. Es blieb nach seiner Frage eine Weile still, bevor Paul aufstand und fragte ob beide Hunger hätten. Chen, obwohl er schon ordentlich Brote verspeist hatte, ließ es sich nicht entgehen, auch mal lokale Speisen zu genießen. Er stand jedoch auf und schaute in die Runde. "Ihr stellt das Essen, ich das Getränk. Ich habe noch etwas Selbstgebrannten in meinem Gepäck, ich bin das fix holen," erklärte er und auf Yunos besorgten Blick, grinste er nur selbstsicher. "Keine Sorge, ich finde den Weg schon zurück," bevor er auch schon mit einem Winken zur Tür heraus war. Es war nicht nur das er den Schwarzgebrannten holen wollte, sondern sich auch etwas Zeit zum denken erschleichen wollte. Der Tag bis jetzt war ereignisreich...und nicht nur das: er traf auf mehr Leute in kürzester Zeit, als er gewöhnt war. Er brauchte ein wenig Luft um atmen zu können, da er sich fast schon erschlagen fühlte. Er brauchte einiges um sich sicher in der Stadt zurecht zu finden, aber er hatte sich den Weg zur Taverne gemerkt und solange seine Gedanken nicht gänzlich abdriften sollten, würde er den Weg zum Haus des ungleichen Paares wiederfinden. Er hatte also gesicherte Hinweise auf die jüngste Geschichte der Fischmenschen, einen Anhaltspunkt für die ältere Geschichte dieser und wer weiß...vielleicht würde aus Yuno und ihm noch mehr werden als nur zufällige Bekannte. Den letzten Gedanken schüttelte er ab wie eine lästige Fliege. Er konnte nicht. Zuerst hatte er das verdammte Buch zu entschlüsseln, damit er sich sicher sein konnte, dass er nicht enden würde wie so ziemlich jeder andere seiner Familie. Er konnte eine freundschaftliche Basis mit ihr haben, aber etwas ernstes hatte zu warten, ansonsten würde das Necronomicon sie unweigerlich in Gefahr bringen, etwas das er sich nicht verzeihen könnte, immerhin wusste Yuno ja nicht wirklich etwas von dem Buch. Ein genervter Laut entrang sich seiner Kehle, während er sich den Hinterkopf kratzte. Warum hatte er auch solche Gedanken zu haben. Eigentlich war er auf diese verdammte Insel gekommen um Nachforschungen anzustellen, nicht um einer Oni nachzuschmachten, die für ihn wohl bis ins hohe Alter verwehrt bleiben würde. Diesen Gedanken gab er sich jedoch nicht länger als ein paar Minuten hin, bevor diese durch einen guten Schub Frust, antrainierter Disziplin und einer ungesunden Form von Verdrängung in eine Ecke seines Geistes geworfen wurden wie ein Spielzeug, dem ein verzogenes Kind überdrüssig geworden war. Es dauerte nicht lange, bis er sich auch schon wieder auf den Rückweg zum Haus machte mit einem Krug Schwarzgebrannten. Vermutlich sah man so etwas genauso wenig gerne wie in den nobleren Städten oder Inseln, aber Chen hatte schon früh gemerkt, dass der Alkoholgehalt der meisten Tropfen eher...schwach war. Zugegeben: manche hauten ordentlich rein, oder schmeckten vorzüglich, kosteten aber auch dementsprechend und waren nur in sehr limitierten Bemessungen verkäuflich. Er schaffte es mit etwas Muße, ein paar Kräutern und den richtigen Zutaten etwas zu brauen, dass zwar der Grazie eines offiziellen alkoholischen Getränkes nicht das Wasser reichen konnte, aber es schlug zu wie ein Profiboxer, der einen Suckerpunch gelandet hat. Es schmeckte annehmbar und man war sehr schnell heiter, in Chens Fall, wie es sich jedoch auf die anderen auswirkte, hatte er keine Ahnung. Aber: das würde er bald schon wissen. Er klopfte an die Tür und ihm grüßte ein argwöhnischer Paul, ein Herbert der noch grimmiger wirkte als vorher, da er wohl keinen Blick seit seiner Abwesenheit erhaschen konnte, und ein angenehmer Schwall zubereitetes Essen drängte sich seiner Nase auf und wurde mit dem verlangenden Ton seines Magens schon vor dem Verzehr gepriesen. Er setzte sich wieder hin und stellte den Krug neben sich. "Wenn ihr wollt, können wir das nach dem Essen anbrechen, vorher würde es zu hart aufschlagen," warnte er vor und sie aßen. Es war ein wundervoller Gemüseauflauf, mit Kartoffeln als eine Art Bett für allerlei Gemüse und fett überbacken mit selbst geriebenen Käse. Da er vorher schon etwas zu sich genommen hatte, beließ es Chen, Vertilger alles essbaren, bei nur einem Nachschlag, bevor der Korken auch schon mit einem lauten Plopp-geräusch, ergeben nachgab und sich ein angenehmer Geruch breit machte. Auch wenn er kein Meister-brauer war, so versuchte er doch seinen eigenen Kreationen wenigstens so viel Durft und Geschmack anzueignen, dass man den Alkohol nicht so beißend in der Nase roch, auch wenn der Geruch danach immer wie ein unabänderbarer Rhythmus mitschwang, komplementierten die anderen Gerüche des Schwarzgebrannten diesen, als ihn laienhaft mit Stärke übertünchen zu wollen. Herbert bekam einen Fingerhut voll, auf jeden Fall sah sein Becher nach einem dieser aus, lückenlos und mit einem Stand versehen. Paul schien es gewagt angehen zu wollen und holte ein Horn aus einem Schrank, das Chen nur mit einem Schmunzeln füllte. Ein Horn, ohne Stand oder anderes: eine stumme Herausforderung an einen selbst das Gesöff nicht aus der Hand zu lassen, oder auf Ex zu nehmen. Vor letzterem würde Chen zwar abraten, aber er war kein Arzt. Als nächstes schenkte er Yuno ein und dann sich selbst. In guter Manier nippte er an seinem Glas um zu zeigen, dass es nicht vergiftet war....obwohl die Konzentration des Alkoholes wohl schon als solches angesehen werden konnte, schenkte sich den Schluck den er getätigt hatte nach und stieß mit allen dreien an, bevor die Zungen sich lockerten und Runde um Runde ausgegeben wurde.

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Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 _
BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptySo 9 Aug 2020 - 15:42

Yuno glaubte ihren Ohren nicht. Chen verspürte bereits wieder Hunger? Jetzt, nicht einmal eine geschätzte Stunde nach ihrem ausgiebigen Frühstück? Perplex und gleichsam ungläubig wurden seine Worte vernommen, während sich ihre Mähne dezent durch sanftes Schütteln ihres hübschen Kopfes aufbauschte. Sie selbst konnte momentan keinen einzigen Bisschen vertilgen. Auf der anderen Seite kam Hunger meist durchs Kochen. Weshalb also nicht die Einladung ihrer Freunde annehmen, zusammen mit ihnen kochen, essen und selbstredend auch einen guten Tropfen genießen? Perfekt schienen dabei die Worte des Sturmbräu. Zwar hatte Yuno bisweilen noch nie Selbstgebrannten getrunken, doch war irgendwann immer das erste Mal. Und was sollte schon großartig passieren? Erblinden würde die Schönheit ganz bestimmt nicht. Sie würde allerhöchstens einen Filmriss bekommen und – sehr zum Ärger von Komatsu und ihr selbst - verheiratet in ihrer Wohnung oder sonst irgendwo aufwachen. Vielleicht würde Yuno morgen aber auch nur einen gewaltigen Kater erdulden müssen.  Und dies wäre das wohl kleinste Übel.
Chen brauchte keine Begleitung und auch keinen Wegweiser, weshalb sich die Schwarzhaarige ebenfalls aufmachte. Nicht nach Hause und auch nicht zum einkaufen. Yuno dackelte Paul artig hinterher und versuchte zumindest einen Hilfsjob beim Kochen abzubekommen. Immerhin konnten sechs Arme bedeutend mehr Arbeit erledigen, als simple zwei Arme. Und dennoch durfte sich die Schönheit nützlich machen. Neben dem Waschen des Gemüse und Reiben des mittelalten Käses, durfte Yuno auch die Sauce für den Kartoffelauflauf anrühren. Alles unter den wachsamen Augen des Oktopus. Selbst der rosafarbene Seestern wollte helfen, wobei für ihn schlussendlich nur noch zwei unpassende Aufgaben anfielen – Abwaschen oder Tischeindecken. Dies war schlussendlich wohl auch der Grund für seinen noch grimmigeren Gesichtsausdruck, als Chen wieder bei der ungleichen Wohngemeinschaft aufschlug. Alternativ dazu hatte Herbert noch immer keinen verstohlenen Blick unter ihren Rockzipfel werfen können. Etwas, dass früher oder später aber ganz bestimmt noch geschehen würde. Spätestens nach dem Essen und während der Verköstigung des Selbstgebrannten.
Yuno selbst entschied sich im Übrigen für ein gewöhnliches Schnapsglas. Auf diese weise würde die Schönheit nicht gezwungen, sofort übermäßig vom Selbstgebrannten  zutrinken. Besonders dann, wenn das Gebräu überhaupt nicht schmeckte oder sich augenblicklich durch ihre Speiseröhre brennen wollte. Nachdem der Rothaarige den Anfang gemacht hatte, prostete Yuno allen Anwesenden zu. Erst danach nahm die Schönheit einen kleinen Schlucken vom Kräuterschnaps. Binnen weniger Sekunden entfaltete das Gebräu dann auch schon seine Wirkung. Heiß bahnte sich das Getränk seinen Weg in ihre Innereien, während sich ein Husten erzwang. "Damit kann man bestimmt auch Tote wiedererwecken.", kommentierte die Schönheit prustend.
Augenscheinlich war Yuno die Einzige, die vom Schnaps husten musste. Hubert musste zwar auch Husten, doch hatte sich der Winzling einfach nur beim lachen – oder eher Yuno wegen ihrem Husten auslachen – ordentlich verschluckt. Und was Paul anbelangte, so genehmigte sich dieser soeben einen kräftigen Schluck, mit welchem wohl bereits das halbe Trinkhorn geleert wurde. Dabei konnte die Schönheit nur hoffen, dass Fischmenschen nicht überdurchschnittlich anfällig für Alkohol waren. Den mit einem betrunkenen und gleichsam aggressiven Oktopus würden sich alle Drei vergeblich anlegen.
"Und was ist da genau alles drinnen?", folgte vorsichtig nach einem weiteren Nippen, welches von einem erneuten, sanften Husten begleitet wurde.
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Chen Alhazred

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Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 _
BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptySo 9 Aug 2020 - 17:46

Sie alle tranken und während Paul becherte, als wäre er Selbstgebrannten gewöhnt, entspannte sich Herberts Mimik doch etwas nach dem zweiten Fingerhut. Das hatte er dem Paar zu lassen: sie tranken wie Seebären, oder als hätte er ihnen nur Wasser angeboten. Er selbst trank im angenehmen Tempo, hielt jedoch mit den beiden anderen mit. Einzig Yuno schien, trotz dem Holz vor der Hütte, schwach auf der Brust zu sein, was solches Gesöff anging und er konnte nicht anders, als schmunzeln über ihr Gehuste und Kommentar. "Ich habe nur ausversehen meine erste Scharge Schwarzgebrannten in ein Grab kippen lassen, selbst wenn es Tote erwecken könnte, bin ich mir sicher das die arme Seele im Grab direkt wieder an einer Alkoholvergiftung gestorben ist," spöttelte Chen makaber. Er würde nicht sagen, dass es das Grab seines Ziehvaters gewesen war und es als Lebewohl-geste verstanden werden konnte. Als nächstes hatte Herbert zu husten, dem das Karma, durch sein Gelache über Yuno, wohl sofort Vergeltung zuteil werden ließ, indem er sich an dem Alkohol verschluckte. Auch wenn er gerne gegrinst hätte, verzog er aus selbst erfahrenem Schmerz ob dessen, das Gesicht im stummen Beileid. Der Gute hätte wohl für ein paar Tage einen rauen Rachen, wenn Seesterne denn so etwas wie einen besaßen. Als gefragt wurde, zuckte er zuerst mit der Schulter, nur um auf Yunos entsetztes Gesicht kurz angebunden zu lachen, bevor er erklärte. "Im Grunde das normale: was Hefe, Früchte, Wasser. Ab und an experimentiere ich mit Früchten herum, oder genießbaren Kräutern. Das ist der Letzte aus Mnar den ich gemacht habe: etwas Feigen, ein paar Gewürze und eine Priese Honig." zählte Chen auf und als ihm Yunos Glas eine Weile nach den anderen hingehalten wurde um nachzuschenken, schaute er sie fragend an. "Bist du dir sicher?" fragte er nur kurz und schenkte ihr auf den tadelnden Blick einen nach. "Ich habe dich gewarnt," kam es nur trocken von ihm, bevor die Stimmung ausgelassen wurde und nach ungezählten Nachfüllen sich der Abend nur wie ein schwammiger Tintenfleck zurückerinnern ließ. Er hatte noch im Kopf, dass sie Reifenwerfen mit Yunos Hörnern als Pfosten gespielt hatten. Herbert hatte mit einer Puppenhaus-puppe getanzt und gesungen das sich die Balken biegen. Paul hatte mit Obst jongliert und er hatte es tatsächlich gebracht, betrunken etwas in der Küche zu kreiren, es zu verspeisen nur um darauf es im Klo wieder hochzuwürgen, während Herbert ihm von der Dusche aus, anfeuerte. Als nächstes wirbelten sie herum....sie hatten getanzt...gelegentlich mit Paul, dann ab und zu sie beide, oder mal mit Herbert, der gröhlend Anweisungen gab, die jedoch im Stupor einfach weggelacht, oder stumpf ignoriert wurden. Das letzte von dem er sich sicher war, war dass sie im Wohnzimmer eingeschlafen waren. Auf jeden Fall glaubte er das, denn er erwachte mit seichten Kopfschmerzen auf einem verlassenen Sofa, während der Anblick vor ihm, ihn trotz seines Hangovers, zum lachen brachte, etwas das er sofort bereute, da sich sein Kopf beschwerte. Was er sah war aber auch zum schießen. Paul lag auf dem anderen Sofa und hielt mit seinen Armen Yuno fest, als wäre sie ein Teddy, die wiederum Herbert hielt, als wäre dieser ihr Teddy. /Ein Königreich für eine Aufnahmeschnecke,/ dachte sich Chen neckisch, bevor er mit einem Ächzen versuchte auf seinen Beinen die Balance zu behalten. Sein trockener Mund, der Geschmack von seiner Kreation und dem Weg den sie ihn wieder verlassen hatte, biss sich scharf mit dem Alkoholgeschmack in seinem Rachen und er suchte schlurfend in der Küche nach etwas Wasser. Sein Kopf wanderte unter den Hahn und er spülte sich seinen Mund regelrecht aus, bevor er gierig ein paar Schlucke nahm. Er war noch voll vom Auflauf die Nacht und setzte sich wieder auf die Couch und genoss etwas die Ruhe, während er gleichzeitig sein Schicksal bemitleidete, so etwas wie gerade nicht aufnehmen zu können....es wäre perfekt gewesen um Yuno damit etwas zu teasen. Er hatte einen seltsamen Traum gehabt. Eine Yuno hatte einen Seestern an der Brust kleben gehabt und er hatte ihn entfernt und durch die Luke geworfen, nur um den Seestern dann auf einem Fisch reitend durch das Mobiliar zu beobachten. Vielleicht sollte er sich das Rezept für den Selbstgebrannten merken, denn im Gegenteil zu den Befürchtungen die sich eventuell gegeben hätten, befanden sie sich alle brav in einem Haus, niemand war verheiratet, keiner hatte sich im Stupor ein Bananenkrokodil gekauft oder es "mitgebracht" und auch sonst schien alles angemessen reinlich...für ein Haufen Betrunkener wenigstens. Nach wenigen Minuten stuppste er Paul gegen den Fuß, so dass dieser aufschrak und die anderen Beiden weckte. "Aufwachen, ihr Prinzessinen," spöttelte er und ging in die Küche, während er fragte. "Tee, Kaffee, Wasser, was soll es für euren Hangover sein?" fragte er und machte sich bereit auf die Bestellungen zu reagieren.

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyMo 10 Aug 2020 - 18:28

Yuno erwachte unsanft. Yuno wünschte sich, noch immer selig schlafend. Yuno wünschte sich ebenfalls eine Schmerztablette. Nicht speziell gegen Kopfschmerzen, schmerze auch ihre gesamte Rückenpartie. Ebenso ihre rechte Brust – weshalb auch immer. Fragen zum weshalb wollte jedoch nicht aufkommen. Selbstredend wenn man einmal bedachte, dass selbst kleinste Gedanken derzeit höllisch schmerzen. Binnen weniger Sekunden wurde entsprechend auch das Gesöff des Sturmbräu verteufelt, wenngleich nicht der gestrige Abend. Und dies obwohl sich allmählich wieder alles vor ihrem inneren Auge abspielte. Allen voran das Ringwurfspiel der Anderen. Ob daher stellenweise auch ihre Kopfschmerzen kamen? Immerhin waren Paul und Chen, je mehr Beide gebechert hatten, weniger treffsicher geworden. Immer seltener hatte Yuno die geworfenen Ringer von ihren Hörner zupfen müssen, während ihre breite Stirn immer mehr Ringe hatte spüren müssten. Sie erinnerte sich sogar einen einen Wurf seitens Chen, welcher wortwörtlich ins Auge gegangen war.
Ebenso erinnerte sich Yuno daran, dass getanzt wurde. Etwas, dass mit einer Bitte von Chen begonnen hatte. Stunden vorher war nämlich die Frage aufgekommen, ob die Ichihara einige ihrer Tänze zum Besten geben könnte. Diesem dezenten Wunsch nachkommend, hatte die Schwarzhaarige ihren Freunden ebenfalls einige Tanzschritte beibringen wollen. Dies wiederum führte zu etlichen Tänzen. Wilden. Langsamen. Engumschlungenen. Und schlussendlich sogar aufreizenden Tänzen. Egal. Niemand war offensichtlich zu Schaden gekommen. Vielleicht noch Hubert, welcher nach einem flüchtigen Blick auf diesen ein wunderschönes Veilchen präsentierte. Woher dieses schlussendlich stammte konnte aber selbst jetzt noch niemand sagen.
"Bitte etwas Leiser.", murrten gleich alle drei Prinzessinnen unisono, während sich Yuno mühselig aus dem Armgewirr des Fischmenschen  befreite. Das dabei ein paar Saugnapfabdrücke auf Stirn und Wange zurückblieben und jede Bewegung förmlich nach Tollpatsch schrie sollte besser unausgesprochen bleiben – auch wenn Yuno wohl ein Bild für die Götter abgab.
Sich vorsichtig streckend schlurfte die Schwarzhaarige ins Badezimmer der ungleichen Wohngemeinschaft. Dort angekommen wurde sich zurrst einmal das Gesicht gewaschen. Gleich darauf folgte die Vernichtung der geschmacklich toten Katze auf ihrer Zunge indem die Schönheit zum besten Hausmittelchen dagegen griff. Dreist wurde sich an der Zahnpasta des Oktopus bedient, welche gleich aus der Tube gelutscht wurde. Paul würde ganz bestimmt Nichts dagegen haben. Paul, welcher derzeit übrigens seinen Kopf im Aquarium versenkte – um einen klaren Kopf zubekommen.
Erst nach ihrem winzigen Katerfrühstück zeigte sich Yuno wieder. Erst jetzt konnte auch auf seine Frage eingegangen werden. "Studentenkaffe, Butterbrötchen und reichlich Hagelsalz." Das perfekte Katerfrühstück für eine Gehörnte ihres Alters. Übermaßgig viel Salz, welches ihren Elektrolythaushalt wieder aufbessern sollte. Koffein zum richtigen Aufwecken und der Rest, weil sie darauf großen Hunger verspürte.
Unter einem leisen Seufzen – laut war einfach viel zu laut für ihr aller derzeitiges Befinden – ließ sich Yuno schlussendlich vorsichtig am Esstisch nieder. Eher lustlos wurde das letzte Bisschen vom Auflauf zusammengekratzt, wobei damit eigentlich nur die verbrannten Käsereste am Rand der Auflaufform gemeint waren. Naja. Beim ersten großen Widerstand und akustischen Fauxpas ließ Yuno ihre Unternehmung schnell wieder bleiben. Schweigen war einfach schöner und derzeit auch irgendwie gesünder. Wohl auch der Grund dafür, dass die Ichihara soeben ihre eigenen nicht vorhandenen Schnürsenkel bewunderte.
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Chen Alhazred

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyMo 10 Aug 2020 - 23:28

Es war wirklich schnuckelig wie alle drei erwachten und unter mysteriösen Umständen, hatte Herbert ein Feilchen. Es wurde lamentiert, dass Chen zu laut sprechen würde, weswegen er seine Stimme eine Oktave leiser rutschen ließ. Yuno verschwand im Badezimmer und hätte Chen gesehen, wie sie die Zahncreme aß, hätte er sie doch glatt gefragt, ob sie humanoid war. So jedoch braute er Herbert nach Wunsch einen ordentlich starken Kaffe der nach eigenen Angaben "Den Kater erwürgen würde,", sowie Paul ein Doppeldecker-sandwich mit gesalzenen Heringen. An jedem anderen Tag hätte er sich über solche kulinarische Genüsse gewundert, aber es war das Hangover-frühstück. Wenn man sich da gesalzene Heringe, einen starken Kaffee, oder einen spirituellen Reinigungsritus unterziehen wollte, oder eine halbe Tube Zahnpaste essen wollte, war das alles verständlich. Seine Gedanken drifteten bei seinem dritten Glas Wasser ab. Seine ersten vier Hangover....zu seinem 12.ten Geburtstag hatten sich Mehdram und er so zulaufen gelassen, dass sein Schädel förmlich explodiert ist. Darauf hatten sie jede Woche immer am Wochenene einen gebechert, wobei sein Ziehvater ihm nach dem dritten Hangover vorgedichtet hatte, dass man einen Hangover erdulden musste, so wie das Gewicht beim marschieren. Zähne zusammenbeißen und einfach weiter, einen Schritt vor dem anderen, auch wenn der Kopf zu explodieren schien: solange er es tatsächlich nicht tat, konnte man weiter machen. Zwar nicht unbedingt sofort wieder mit dem trinken, aber mit dem Leben. Aber wer hätte gedacht, dass jahrelanges trinken ihn robuster gegen die Nebenwirkungen machen könnte? Seine Gedanken wurden von einer zarten, aber gebeutelten Stimme vertrieben, die nach Studentenkaffe, und Brot mit reichlich Salz verlangte.  Auf den Studentenkaffe, den er ihr braute, meldete sich Herbert zu Wort, der wohl der Kaffe-liebhaber der beiden war, denn er beschwerte sich, dass Yuno mal abgehärtet werden müsse was die wundersame Bohne anging, statt sie mit Cappuchino-pulver, Milch und reichlich Zucker zu verschandeln. Aber nach einem weiteren Fingerhut schwarzem Kaffe hinter den sich der Seestern klemmen konnte, blieb es stumm um die Belehrung. Das Brot war normales Sandwichbrot, getoastet und frisch mit Butter versehen, die schmolz und dem darüber gestreuten Salz darauf fast schon in die gebutterte Seite pappte. Darüber legten sich Scheiben von dünner Salami und auch wenn Chen kein Meisterkoch war, stellte er das Ganze doch mit etwas Stolz vor Yuno hin, an derem einen Horn immernoch ein Ring hin, den er stumm entfernte. Leise pulte Chen etwas vom festgebackten Käse von der Auflaufform und knabberte ihn leise. Unter dem Horror der anderen Anwesenden, hörte man das leise, ergebene Plopp-geräusch der Karaffe, die für ihrer aller Filmriss verantwortlich war und Chen goss den vermeintlichen Inhalt in das leere Wasserglas. Leider, auch das vehemente schütteln der Flasche erbrachte kein besseres Ergebnis, tropften nur ein paar lustlose Tropfen aus dem Gefäß und auf den fragenden Blick der Anderen, schaute er in ihre Richtung. "Was? Feuer hilft gegen Feuer," witzelte Chen und verschloß das Gefäß mit dem Korken wieder, bevor er das Glas ausspülte. "Ich glaube ich gehe erstmal zur Taverne, mache mich frisch und verschanz mich dann im Archiv, so bis Vormittag. Sollen wir danach angeln gehen?" fragte Chen an Yuno gewandt, die etwas perplex zu sein schien, während sich Herbert natürlich nicht lumpen ließ und zu sticheln hatte. "Ohh, ob unser seelenloser Trinker wirklich nur Fische angeln will...oder doch lieber etwas anderes?" woraufhin Chen nur grinste.  "Du kannst ja gerne mitkommen, Busenschmatzer. Mit dir als Köder fange ich bestimmt genug Fische...oder Höschen," konterte er keck und nachdem er beim Abwasch half, verabschiedete er sich und schlurfte in Richtung Taverne mit dem leeren Gefäß. Er stank zehn Meilen gegen den Wind nach Alkohol. Er hatte nicht nur eine Fahne hinter sich, sondern gleich eine ganzen Prozession. Die Leute die argwöhnische Blicke in seine Richtung warfen und hinter vorgehaltener Hand tuschelten, wurden also entschuldigt. Er hatte auszusehen wie ein Wrack und so fühlte er sich auch. Sein Kopf mochte halbwegs in Ordnung sein, dafür schmerzten ihn Muskeln von denen er nicht wusste, dass er sie hatte und Knochen, die eigentlich nicht vor Schmerz knarzen durften.  /Vielleicht ist eine Nacht auf einer Glascouch doch nicht so erholsam,/ sinnierte er, bevor er unter die kalte Dusche trat und sich abbrauste. Er zog saubere Sachen an und begab sich zum Archiv. Auf dem Weg aß er ein Brot, bevor er sich dann auch nach dem Anmelden in die Bücher stürzte. Wäre er schüchterner, hätte man ihn tatsächlich für einen Bücherwurm halten können, statt einen rauhbeinigen Ginger mit Hörnern. Tatsächlich war es einfach, die "neuesten" Märchen der Fischmenschen, die Geschichte dieser Rasse unter der Obhut der Weltregierung und etliche Nachrichten auf diese bezogen, zu suchen. Immer wieder wurde schwammig auf etwas angedeutet in manchen Geschichten, aber um etwas richtig zu belegen, brauchte es harte Fakten und Beweise, keine lose Stelle die man sich mit genug gedanklicher Gymnastik so oder so drehen konnte. Es frustrierte ihn doch etwas, immerhin war es wie eine Liste von Nachweisen, zu denen der Nachweis fehlte, aber er schrieb sich alles auf, was er für wichtig und  nichtig empfand. Es dauerte nicht lange, bis die Stunden die er für das Archiv heute geplant hatte, vergangen waren. Er ordnete die Bücher alle wieder ein, notierte sich das Regal und die Reihe der Bücher die er in den nächsten Tagen durchstöbern wollte und verabschiedete sich von der Rezeption. Keine Stunde später stand er mit der Angel und einem Eimer bewaffnet. Er hatte keine Ahnung, wie sie angelte, weshalb er nur einen Eimer mitgenommen hatte und etwas Lebend-köder. Vielleicht ließe sie sich ja hinreißen etwas Fisch zu probieren. Sie hatten zwar keinen Treffpunkt ausgemacht, aber sie wusste ja, wo er sich verschanzt hatte, immerhin war sie es gewesen, die ihn die Taverne näher gebracht hatte. Und selbst wenn er sich auf die Suche nach Yunos Haus machen würde...Water7 war groß und er kannte sich nicht aus, oder uberhaupt den Weg zum ihrer Wohnung.

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyDi 11 Aug 2020 - 13:56

Perfekt. Yuno brauchte keinen einzigen Handschlag erledigen. Chen betüdelte einfach alle Opfer seiner Braukunst. Weshalb blieb jedoch unausgesprochen. Gänzlich böse Zungen – also Herbert – schob seine Hilfsbereitschaft auf aufgekommene Schuldgefühle, besaßen alle einzig und alleine wegen Chen einen gewaltigen Brummschädel. Yuno selbst ahnte jedoch Nichts davon. Eher versuchte sich die Schwarzhaarige an einem schmalen Lächeln, erhielt sie soeben ihren Studentenkaffee samt liebevoll zubereiteten Sandwich. Eher lustlos und unter dezenten Zwang wurde zuerst am schwarzen Gesöff genippt, bevor sich dem Salamibrot gewidmet wurde. Kauen schmerzte zwar nicht, dafür jedoch das liebliche Reibegeräusch vom Hagelsalz zwischen ihren Zähnen. Wenigstens sprach Niemand großartig, wenngleich Chen soeben zum nächsten Tiefschlag ausholte. Gemeint war natürlich nicht das lautstarke Knabbern von gebackenem Käserand. Gemeint war sein zielstrebiger Griff zum Teufelsgesöff, dessen olfaktorischer Supergau nach einem unschönen Ploppen, binnen weniger Sekunden seine brutalste Wirkung entfaltete. Während sich Herbert schnurstracks in Richtung des Badezimmers begab – niemand frage genau weshalb – vergrub Paul seine Nase unter gleich mehreren Stoffschlagen. Yuno selbst glaubte ihren Augen nicht und ließ eher unschön ihren Mund offenstehen. Geschlossen wurde dieser sanft und liebevoll durch Paul, welcher der Schönheit einfach einen seiner Hände unters Kinn legte.  Ebenso perplex wirkte die Ichihara auch wenige Sekunden nach seiner Frage. Nicht wegen der Frage selbst. Eher wegen seiner Unbekümmertheit. Entsprechend brauchte die Schwarzhaarige auch einen Augenblick zur Antwort. "Wenn du mein Höschen meinst....", eröffnete Yuno trocken, nachdem Herbert – welcher noch immer einen sanften Grünschimmer um seine Nase herum besaß – wieder zum Frühstückstisch zurückgekehrt war und einen neuen verbalen Schlagabtausch vom Zaun gebrochen hatte. ".... muss ich dich enttäuschen. Ich trag nämlich keines." Münder standen Offen. Kaffee wurde einmal quer über den Frühstückstisch gespuckt. Alles, während Yuno leise Kicherte. Schon alleine, weil ihre dreiste Lüge wenigstens einmal nicht sogleich enttarnt wurde. Vielleicht, dass sie dahingehend Öfters einen über ihren Durst bechern sollte? Egal. Chen wartete immerhin noch auf eine Antwort. "Können wir gerne machen. Soll ich dich dann gegen Zwölf abholen?" Nach ihrer Gegenfrage und einer entsprechenden Antwort rief auch schon auf Aufbruch. Gegensätzlich zum Sturmbräu wurde jedoch nicht beim Abwasch geholfen. Eher wurde die Schönheit mehr oder weniger von Herbert aus dem Haus gedrängelt wollte dieser nunmehr unbedingt einen prüfenden Blick unter ihren Rock werfen.
Yuno selbst flüchtete in ihre Wohnung. Dort angekommen wurde zuerst einmal ein Bote mit der kurzen Information entsandt, dass sie heute auf der Arbeit unpässlich wäre. Danach wurde wurde eine eiskalte Dusche genossen, dich gefolgt von einigen Liter frischem und gleichsam gekühlten Wasser. Und dann, dann folgte eine unschöne Antwort-Frage-Runde mit Komatsu, welcher genau wissen wollte woher Yuno erst jetzt gekommen war, was genau seine Liebste getrieben hatte vor allem mit wem. Ebenso durfte sich die Ichihara anhören, dass die gesamte Nacht mehr als nur dezente Sorgen gemacht worden waren. Ebenso unschön endete ihre Informationen, dass sie gleich zum Angeln gehen würde. Irgendwo verständlich, wenn man sich extra freinahm. Auf der anderen Seite war eine verbindliche Zusage verbindlich, nicht? Egal. Da musste Komatsu durch. Den gegen Zwölf stand Yuno auch schon vor der Taverne. Bewaffnet mit einer dunklen Sonnenbrille auf ihrer Nase, gleich zwei Angelruten und etlichen Korken. Jetzt musste nur noch Chen auftauchen, welchem sie dann recht hyperaktiv zuwinken würde.  
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Chen Alhazred

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyDi 11 Aug 2020 - 18:07

Er wartete vor der Taverne und musste wieder schmunzeln, als er zurückdachte, an Yunos Konter. Sie hatten sich über Höschen unterhalten und sie kam an damit, dass sie keines an hätte. Alleine ob des Scherzes, der so unvermittel kam während einer Hangover-phase, ließ es nicht nur Herbert seinen Kaffe sportzen, sondern Chen selbst baff dreinschauen. Ihre Frage hatte er mit einem Lächeln und einem Nicken erwidert. Der Rest ist Geschichte und er wartete. Es dauerte nur etwas, bis er eine hektisch winkende Person sah, die sich nach dem zweiten Blick nicht nur durch ihre hektische Gestik abhob, sondern auch durch ihre Hörner, die mehr wie Belagerungswerkzeuge, oder Zierate an schweren Waffen anmuteten. Welche Art von schweren Waffen sei einmal dahingestellt, denn im Moment musste Chen einfach ob ihres winkens grinsen, dazu die Sonnenbrille die sie wohl wegen des Hangovers trug und es wirkte etwas...befremdlich. Normalerweise verliehen Sonnenbrillen jemanden einen Flair den man als "cool" abstempeln konnte. Ihre Kleidung schrie nach Eleganz und wie sie die zwei Angeln unter dem Arm geklemmt hatte und ihr winken, schrie einfach danach, dass sie aufgeregt war, oder sich freute. Alles zusammen wirkte wie ein Feuerwerk der Eindrücke, auch wenn er sich dabei ertappte, dass sein Blick gelegentlich an die runderen Stellen hängen blieben. Chen winkte etwas langsamer zurück und ging auf sie zu. "Alles okey? Du trinkst wohl nicht häufig," neckte er sie etwas, bevor sie nebeneinander hergingen. "Dann führe uns mal zum besten Angelplatz," überließ er ihr die Führung, immerhin kannte sie die Stadt wie ihre Westentasche, auf jeden Fall glaubte Chen, dass der Job als Touristenführerin so etwas nahe legte. Statt einen offiziellen Platz anzusteuern, fanden sie sich schon bald an einem abgelegenen Platz wieder. Es war...angenehm. Es herrschte genug natürliches grün um die Illusion von unberührter Natur zu geben, aber hatte genug gewollte Form, um angenehme Zweisamkeit zu sichern durch die Hausfassaden. Chen breitete die von Yuno mitgebrachte Decke aus und nahm sich eine der Angeln. Er machte den Deckel auf und fischte sich einen Wurm heraus, hielt jedoch an, als er Yunos Blick spürte. "Ehm....ah...ja...Jingi," sprach er und legte den Wurm weg, als hätte man ihn gerade beim klauen von der Keksdose erwischt. "Wie angelst du denn, normalerweise?" fragte er und auf ihre Frage, wie es mit ihm und Jingi stehen würde, zuckte er zusammen, als hätte man eine wunde Stelle erwischt. Chen blieb eine Weile stumm, bevor er sich den Hinterkopf kratzte. "Ich weiß nicht....ich möchte mir unsere Bekanntschaft mit der Frage des Glaubens nicht unbedingt versauen, aber ich glaube ich bin dir die Wahrheit schuldig. In Mnar hatte ein Familienmitglied ein Tabu gebrochen, als ich noch ein Baby gewesen bin. Seitdem waren wir ausgestoßen. Wenig später ist durch das kollabierende Haus meine Familie bis auf mich umgekommen. Ich habe eine ganze Weile bei meinem Ziehvater gewohnt, er hat mich aufgezogen und....wir haben ziemlich jeden Tag Fleisch gegessen." eine Pause entstand, da er doch mehr ausholte, als er eigentlich wollte, aber er fügte hastig an. "Trotzdem haben wir für alle Gaben gedankt und alles so gut wie möglich verwertet. Über Ecken haben wir sogar Sachen der Allgemeinküche gespendet." versuchte er es noch irgendwie zu retten. Vielleicht hatte er es sich gerade alles verbaut, was ihn wohl dazu verleitete, den Wurm am Harken zu stecken. Immerhin konnte es nicht schlimmer werden als er es eh schon gemacht hatte. Mit ausufernden Bewegungen, ließ er den Köder in der Luft kreisen, bevor es mit einem zufriedenen Ploppgeräusch im Wasser verschwand und dort verweilte. Eine unangenehme Pause entstand, die er zu brechen gedachte mit einer Frage seinerseits. "Gab es irgendwelche Beschwerden? Immerhin hast du ja einen ganzen Tag mit mir verschwendet," fragte er und versuchte seinen leichten Anflug von Panik mit dem langsamen dippen des Köders zu verdrängen. Immerhin musste man die Fische ja etwas anlocken, auch wenn der Lebend-köder bestimmt zappelte wie ein Weltmeister.

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyMi 12 Aug 2020 - 14:36

Chen zeigte sich pünktlich. Wenn nicht sogar überpünktlich. Und dabei hatte Yuno doch tatsächlich vermutet, dass sich Chen durchaus verspätete. Entweder, weil ihre heutige Angelbegleitung irgendwo zwischen Büchern oder ganzen Abteilungen des Archivs verschollen blieb oder schlichtweg über seinen Funden die Zeit vergessen hatte. Alternativ dazu war der Rothaarige von einer gewaltigen Lawine - bestehend aus alten Aufzeichnungen - erfasst und schlussendlich darunter begraben worden. Keine sonderlich schöne Vorstellung, schlussendlich aber durchaus möglich. Immerhin wusste selbst die Schwarzhaarige, wie schlampig die Archivare dieser Stadt mit sämtlichen Aufzeichnungen umgingen. Entschuldigen würde sich die Schönheit für ihre Überlegungen jedoch nicht. Chen und natürlich auch Jingi mochten der Ichihara diesbezüglich verziehen.
Mehr oder weniger vom Archäologen abgeholt werdend, lenkte Yuno augenblicklich in die Richtung ihrer geheimen Fanggründe. Fraglich war schlussendlich nur, für welchen Platz sich die Ichihara entschied. Irgendwas, dass innerhalb der eigentlichen Stadtmauern lag, sich dezent außerhalb befand oder dann doch die Fanggründe, die einzig durch Puffing Tom erreicht werden konnten? Yuno hatte nicht die blassesten Schlimmer, entschied sich schlussendlich aber dazu, dass ganze Spontan aufzuziehen. Sie mussten sich ohnehin zuerst einmal für alle Ortschaften in dieselbe Richtung bewegen. Und so – ganz ohne lästige Überlegungen oder Nebengedanken – konnte sich die Reiseführerin sogar gänzlich seiner aufgekommenen Frage widmen. "Momentan ist das Licht einfach nur grell." Was in erster Linie ihre Sonnenbrille erklärte. "Und wenn ich ehrlich bin, dann war das letzte Nacht mein erstes Besäufnis." Oder wie immer man die heitere Runde der Vier sonst nannte. Fakt war jedoch, dass Yuno zwar schon gelegentlich Alkohol konsumierte, doch eben nicht in diesem Ausmaße. Gelegentlich ein guter Wein zu gutem Essen oder Abends ein fruchtiger Cocktail. Mehr jedoch nicht. Und schon gar keinen Selbstgebrannten. "Du selbst scheinst das Ganze aber recht gut wegzustecken." Gegensätzlich zur Gehörnten schien das Sonnenlicht den Rothaarigen nicht zu blenden. Zudem wirkte der Sturmbräu – gegensätzlich zur Ichihara – wie frisch aus dem Ei gepellt.
Entschieden hatte sich Yuno schlussendlich für einen leicht abgelegeneren Angelplatz. Hinter ihren Rücken zeichneten sich noch deutlich die farbenfrohen Häuserfassaden ab. Dennoch befanden sich beide Oni inmitten eines Flecken reiner Natur. Umgeben von Bäumen, etlichen Sträuchern und kleiner Pflänzchen stoppte die Ichihara schlussendlich. Und nachdem Chen ihre mitgebrachte Decke ausgebreitet hatte konnten sie endlich Angeln. Gegensätzlich zum Rothaarigen versah Yuno ihren Angelhaken jedoch mit einem kleinen Korkkorken. Auf diese weise konnte die Schönheit noch immer Angeln, verletzte aber keinen einzigen Fisch. Ein eigentümliches Vorgehen, welches sogleich eine Frage mit sich brachte. Selbstredend seitens des Rothaarigen. "Nachdem ich derzeit Lebensmittel im Überfluss besitze, werfe ich meine Fänge gleich wieder zurück. Wenn ich einmal wirklich auf gefangenen Fisch angewiesen bin, dann benutzte ich Popcorn, Käse oder eine Mischung von Butter und Brot." Einfach, um keine Lebensköder einzusetzen. Darüber hinaus erzielte die Reisende mit ihren Ködern aber auch wahre erfolge. Vor allem Popcorn schien wirklich gut anzukommen.
Chen berichtete über sein Verhältnis zu Jingi. Zögerlich. Vorsichtig. Fast schon Ängstlich. Fraglich war schlussendlich nur weshalb? Tatsächlich nur wegen seiner Gedankenspielerei, dass Yuno ihn augenblicklich sitzen ließ und fluchtartig das Weite suchte? "Da brauchst du keine Angst haben. Als kleines Baby konntest du Nichts dafür, dass ein Familienmitglied ein Tabu gebrochen hat." Und hatte Jingi höchstselbst ihren eigenen Häschern schlussendlich nicht verziehen? Weshalb also sollte Yuno dem Rothaarigen etwas Übelnehmen, dass er selbst nicht einmal verbrochen hatte? "Das mit deiner Familie tut mir echt leid." Sie selbst besaß eine Familie – wenngleich Yuno zwischenzeitlich alleine reiste – mit welcher stetig Kontakt gehalten wurde. Sie konnte sie nicht einmal im Ansatz vorstellen, wie es wäre, in seiner Haut zu stecken. Entsprechend wirkte die Schwarzhaarige auch recht betrübt. Selbst seine nächste Frage konnte Yuno dabei nicht auf andere Gedanken bringen. "Nein. Absolut keine." Ganz nach ihrer soeben ausgesprochenen Lüge färbten sich ihre Wangen in einem sanften Rotschimmer. Fraglich war schlussendlich nur, ob Chen eben diese Lüge auch durchschaute.
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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyFr 14 Aug 2020 - 16:02

Auf ihr Kommentar, dass das Licht im Moment zu grell war, musste er schmunzeln und ihre Beichte, dass es wohl ihr erstes Besäufnis gewesen war, ließ ihn nur verschmitzt grinsen.  "Keine Sorge, ein Besäufnis mit mir passiert nicht immer...aber an gewissen Anlässen...warum nicht?" war seine Entgegnung, bevor er leicht verdutzt schaute. Eine leichte Pause entstand, während er so neben ihr herging und grinste dann doch wieder, eine Spur breiter.  "Ich bin halt etwas geübt." kam es zuerst trocken vor ihm, bevor er mit etwas mehr Jux fortfuhr.  "Aber ich kann dir gerne die Seele rauben, vielleicht hast du dann nicht mehr so einen Kater," witzelte er. Der Wind war angenehm kühl und bildete mit der warmen Sonne am fast wolkenlosen Himmel ein Bild der Götter. Das blau des Himmels, das warme Gras, die leicht kühle Luft und das gelegentliche Geräusch von Insekten oder Federvieh, ließ einem fast die Illusion aufbinden, dass sie sich nicht mitten in einer Großstadt befanden, sondern am Außenrand eines stillen Dörfchens. Aber anstelle einer weiten Aue von Natur entgegenzublicken, schauten sie auf eine sehr limitierte, gebundene Art der Natur, die doch auf ihrer eigenen Weise, ob der Lebensvielfalt, die sich gegen ihre Limitation sträubte, förmlich vor Leben zu brummen schien. Ihre Stimme unterbrach die Geräusche der Natur, wie ein Dirigent der zu Disziplin gestikulierte. Ihre Beschreibungen ließen ihn doch etwas stocken und unter seiner roten Mähne nahmen seine Ohren den gleichen Farbton wie seine  Haare an, oder versuchten es zumindest. Er schmunzelte etwas betreten. Sie angelte mit Brot, Popcorn oder Käse...während er plump Würmer benutzen würde.  "Also...keine Lust einen gefangenen Fisch zu probieren?" fragte er sachte, bevor er einen Wurm auf den Harken drückte. Mit ausufernden Bewegungen surrte die Trommel die Leine in die Länge, bevor der Harken mit seinem sich windenden Köder mit einem genüsslichen Plätschern die Wasseroberfläche durchbrach, bevor der Harken mit Köder langsam aber sicher sank. Immer wieder zupfte er etwas an der Rute und holte sie sehr langsam wieder ein. Es war ihm doch etwas unangenehm gewesen, so über seine Vergangenheit zu reden und nicht nur das: sie regelrecht als Entschuldigung missbrauchte und nach einer Pause, in der er beschäftigt war die Schmach runterzuschlucken, nickte er anerkennend, dabei die Augen auf seine Angel fokussiert.  "Danke." presste er hervor.  "Aber ich bin dennoch kein Jünger Jingis. Meine...Herangehensweisen könnten dir krass oder unangenehm erscheinen." damit wurde wieder eine Pause eingelegt, da die Schnur sich straffte. Chen kämpfte eine Weile gegen einen vermeintlichen Fisch, bevor er einen Ast an Land zog, diesen mit einem missbilligenden Knurren bei Seite legte und die Angel wieder ausholen ließ, bevor er wieder den Köder zappeln ließ.  "Also sag mir ruhig Bescheid, falls dir etwas zu komisch wird," sprach sie und auf ihre Lüge, die ihn sogar von der Angel auf sie schauen ließ. Er schaute sie fragend und lange an. Ihre Wangen die sich röteten, ließen ihn nur verurteilend die Lippen spitzen. Er roch es, dass sie lügte.  "Aha und in wie weit sahen die Nicht-beschwerden aus? Du glühst wie ein Glühwurm, du brauchst gar nicht so tun als ob. Raus mit der Sprache," presste er nach und er spürte ein Ziehen. Er rang etwas mit der Angel herum, hatte den Fisch fast schon an Land gezogen, als ein größerer Fisch diesen aus der Luft am Harken fischte, nur um wieder ins Wasser zu fallen. Ein paar schnelle Schritte wurden getätigt und er hatte seine Fersen in den Boden gegraben, stemmte sich gegen das Gewicht des neuen Brockens, aber der Boden gab unter seinen Füßen nach. Die Angel, deren Faden mit einem lauten Ratschen verkündete, dass sie unbrauchbar wäre, ruderte Chen kurz vor dem Nass mit den Armen, um das Gleichgewicht zu erhaschen. Als dem jedoch nicht so war, rutschte Chen mit einem Aufschrei hinab in den Kanal und griff mit der freien Hand das nächstbeste, was er zu fassen bekam: in dem Fall eine Brust von Yuno, welche er unweigerlich mit sich hinab in das kühle Nass zog.

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptySa 15 Aug 2020 - 11:23

Chen wollte ihre Seele rauben? Okay, ihre Begleitung besaß eindeutig rote Haare und eben solche Personen besaßen - in den Augen vieler Menschen - keine eigene Seele, doch musste der Sturmbräu irgendwas verwechseln. Yuno glaubte nicht an solche Aussagen. Herbert war es gestern gewesen, der sich danach erkundet hatte. Musste die Schönheit nunmehr davon ausgehen, dass Chen ebenfalls unter einem Kater litt? Einen solch erheblichen Kater, dass er sogar weibliche Oni mit männlichen Seesternen verwechselte? Wenn, dann begrüßte die Ichihara herzlichst ihren Brummschädel inklusive Lichtempfindlichkeit. "Wenn du Hunger verspürst, dann kocht Paul bestimmt gerne für dich." Etwas, dass nicht gleich wieder rückwärts zu Tage befördert werden würde. Grundlegend konnte der Fischmensch nämlich ausgezeichnet kochen. Stellenweise fragte sich Yuno sogar, weshalb der Oktopus kein eigenes Restaurant eröffnete. Potenzial besaß der Hüne dazu allemal.
Wollte beziehungsweise würde Yuno einen selbst gefangenen Fisch probieren? Grundlegend brauchte kein Fisch durch ihre Hände sterben. Yuno besaß einen kleinen Lebensmittelvorrat, der eine Tötung zweifelsohne unnötig machte. Gegensätzlich dazu würde die Schönheit eine Essenseinladung aber auch nicht ausschlagen. Dies relativierte die Tötung zwar nicht Ansatzweise, doch konnte Yuno schlussendlich noch Abbitte leisen. Wie genau diese schlussendlich aussah konnte die Ichihara bisweilen noch nicht sagen. Dies kam ganz darauf an, wie viele Fische – eher unnötig – ihr Leben lassen mussten und wie imposant sich das Festmahl schlussendlich gestalten würde. Ebenso natürlich wie viele Lebendköder von Seiten des Sturmbräu eingesetzt wurden. Yuno selbst nutzte heute  immerhin Popcorn und gegen die Verletzungen einen kleinen Korken. "Solange das Ganze nicht ausartet wie Gesten mit deinem Selbstgebrannten."
Ihre wenigstens Mitmenschen waren tatsächlich Jingi zugetan. Chen wäre also nicht der Erste, der sich in ihren Augen nicht wirklich Regelkonform verhielt. Entsprechend wurden seine Worte auch mit einem eher beiläufigen Schulterzucken abgetan. "Lass mich entscheiden, welche Herangehensweisen oder Verhaltensweisen unangenehm sind. Du bist jedenfalls nicht der Erste, der gegensätzlich meiner Überzeugung handelt." Unter einem flüchtigen Seitenblick wurde Chen für wenige Sekunden betrachtet, bevor schlussendlich auch Yuno ihren eigenen Köder auswarf. Unter einer geübten Handbewegung spulte sich die Angelschnur surrend alleine von der Trommel, während der Popcornköder grazil die Luft durchschnitt und Sekunden später durch die Wasserfläche brach. "Mach ich schon, keine Angst.", wurde das Thema abschließend erwidert, bevor sich die Schwarzhaarige vorerst wieder auf ihre Angel konzentrierte.
Yuno wurde augenblicklich beim Lügen erwischt. Und ein kleines bisschen wünschte sich die Ichihara soeben wieder seinen Selbstgebrannten herbei. Oder zumindest ihren ersten Hangover-Schock wie beim Frühstück. Immerhin hatte niemand ihren Bluff mit dem fehlenden Höschen durchschaut. Fortlaufend saufen – dabei allmählich die eigenen grauen Zellen von ihrer Anzahl her auf winterliche Raumtemperaturen runterschrauben – schien auf der anderen Seite keine wirkliche Option. Dann doch lieber feuerrot anlaufen und beim Lügen erwischt werden. Apropos. Jetzt, da ihre Lüge aufgefallen war, wollte Chen natürlich die Wahrheit über ihren Vormittag und der vermeintlichen Inquisition erfahren. Yuno wusste nur nicht genau, mit welchen Informationen sie zuerst herausrücken sollte.
Fraglich war schlussendlich, ob Yuno überhaupt zum Erzählen kommen würde. Jetzt nicht direkt, weil Chen soeben einen Biss gelandet hatte. Eher wegen der Tatsache, dass sein Biss ungewollt als Lebendköder diente und mehr oder weniger einen ordentlichen Brocken hakte. Yuno wollte schon ihre eigene Angel zur Seite legen, aufspringen und dem Sturmbräu zu Hilfe eilen, doch wurde die Schönheit mittendrin unterbrochen. Zeit, ihre eigene Angel abzulegen, besaß die Ichihara jedoch noch. Alles darüber hinaus spielte sich innerhalb von wenigen Sekunden ab. Sekunden, in welchen die Schönheit keinen Einfluss auf sämtliche Handlungen besaß. Sie spürte noch, wie sich eine starke Hand um Pinky schloss, dass weiche Gewebe unter einem – ihrerseits – empörten und gleichsam erschreckten Kreischen drückte und vielleicht sogar unbewusst massierte. Und dann, dann wurde Yuno vom Kanalwasser umhüllt. Wasser, welches ihren Aufschrei erstickte. Wasser, dass ihr unschön in die Nase stieg. Wasser, dass sie unter einem husten und prusten ihrerseits schlussendlich wieder freigab.
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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptySo 16 Aug 2020 - 19:50

Auf ihre Antwort, dass sie nur hoffte, das es nicht wieder so ausarten würde wie mit seinem Selbstgebrauten, schmunzelte er etwas, bevor er keck erwiderte. "Also aus Fisch hat bis jetzt noch keiner Alkohol herstellen können," Ihr Kommentar, das er sie bewerten lassen solle, was sie für anstößig oder nicht hielt, irritierte ihn etwas. Er hatte nur vorgewarnt und ihr nicht versucht irgendwelche Vorstellungen oder Wertesysteme aufzudrücken. Ein innerliches Schulterzucken verwarf den Gedanken nachzufragen einfach und er spürte, wie er genau gemustert wurde, als er mit der Angel ausholte. Ihre Antwort jedoch, dass sie sich melden würde, sollte ihr etwas komisch vorkommen, beruhigte ihn jedoch etwas. Er hatte keine Lust sich unnötig aufzudrängen.
Er hatte zwar nachgeharkt, wie es sich mit der Zeit vor dem Angeln hielt, bekam aber keine Antwort, denn was geschehen war, war geschehen. Dieses Monster von einem Fisch hatte seinen eigentlichen Fang als Snack verschlungen und zog den rothaarigen Oni unweigerlich und unerbittlich in Richtung Wasser. Die Fersen die sich durch die Erde fraßen, schoben das Unausweichliche zwar auf, konnten es jedoch nicht verhindern. Seine Seitenlage war fast schon 45°Grad, wodurch seine Hand Hand nicht eher eines ihrer Hörner, oder den Armzipfel greifen konnte, sondern in die Vollen griff. Etwas, dass er losließ, als er völlig im Wasser war. Während Yuno hinter ihm verweilte, oder bereits aufgestanden war, ließ sich Chen lieber noch etwas treiben und ließ sich das Szenario durch den Kopf gehen. Er hatte sie an der Brust ins Wasser gezogen. Er hatte wahrscheinlich sieben Stufen der Scham zu ertragen, sollte er gewillt sein, seinen Kopf aus dem Wasser zu heben um wieder zu atmen. Das Erste wofür er wohl geschmäht wurde war das Brust grapschen. Vermutlich bekam er dafür einen auf den Deckel, oder eine Schelle mit der flachen Hand. Vorträge, dass er das zu lassen hatte und es sich nicht ziemte. Dann würde er sich wohl einige Wochen anhören dürfen, dass er sich von einem Fisch ins Wasser hatte ziehen lassen, die Proportionen natürlich rigoros außen vorgelassen. Als drittes durfte er wohl Prügel von jemanden kassieren, der Yuno nahe stand. Vielleicht ein potenzieller intimer Freund von ihr, oder Paul würde ihn durchs Aquarium ziehen. Das vierte durfte wohl Herberts ständige Sticheleien sein, die sich aus den obrigen Punkten ergeben würden: eine Mischung aus Anschuldigungen er wäre pervers, er wäre zu schwach um einen Fisch an Land zu ziehen und das er wohl versuchte jemanden auszustechen, indem er Yuno so überfiel. Als fünftes konnte er sich gut vorstellen, dass Yuno ihn nicht mehr so...ausgiebig helfen würde und sich arthock distanzierte, was ihn in diesem Ameisenhaufen ziemlich ungelegen kam. Das sechste wäre wohl das Wissen um seine Ausrutscher und das siebte, der Gedanke das darüber Trübsal zu blasen wohl nichts bringen würde und er sich in einer Kette aus Selbsthass für ein paar Wochen selbst der ärgste Feind werden würde. Warum musste das Leben als Mann so verdammt beschissen sein? Es war ein ständiger Wettkampf, zurückgebliebene wurden ausgelacht und im Dreck zurück gelassen und wofür? Das wusste er selbst nicht. Aber sein Ego sagte ihm, dass sich über den Verlauf der Welt aufzuregen, nichts bringen würde als die Realisierung, dass so etwas nicht geändert werden konnte, indem man versuchte andere zu ändern. Man hatte seine eigene Herangehehnsweise zu ändern, um mit der Welt fertig zu werden. Sein Reptiliengehirn unterdessen wurde lauter, dass er die Melancholie schneller hinter sich bringen sollte, da ihm die Luft knapp wurde. Alleine schon die leichte Drohung, auf Überlebensinstinkt umzuwechseln, wenn er nicht auftauchen würde in Form eines kurzen Anfluges von Panik nach Luft zu holen, ließ ihn sich aufrichten. Das erste was er spürte, war der fehlende Boden, oder viel mehr, dass das Wasser ihm doch tiefer erschien, als gedacht. Das zweite was ihm in den Sinn kam beim auftauchen war, dass es eine Strömung gab. Was ihm daran jedoch nicht gefiel war die geschriene Warnung hinter ihm, die halbwegs vom tobenden Wasser vor ihm verschluckt wurde. Er kannte sich sehr wenig mit Wasser aus, kannte aber dieses Geräusch nur zu gut. Ein Wasserfall ergoss sich nach unten in die Kanäle auf dem unteren Plateau. Zuerst versuchte Chen links oder rechts von sich etwas zu greifen, aber er befand sich genau mittig in der Strömung. Statt also wie hektisch gegen das reißende Wasser anzuplanschen, hob er nur stumm seine Hand und verdeutlichte, dass es okey war. Er hatte den Entschluss gefasst den Wasserfall hinabzufallen um von unten wieder zu ihr nach oben zu gehen. Er bugsierte seine Füße vor sich, zog sie so an, dass seine Fersen als erstes das Wasser durchbrechen würden, während er seine Hände über seiner Brust überkreuzte. Der leichte Anflug von Panik stieg in ihm auf, als sich der Gedanke einschlich, dass der Kanal unter ihm seicht sein könnte. Sehr, sehr seicht. So seicht in der Tat, dass er sich alle Knochen brechen könnte...oder wartete ein Gitter auf ihn, bei dem er sich seine Beine so brechen würde, dass er im Rollstuhl sitzen würde für den Rest seines Lebens? Mit einem Knurren das unhörbar selbst für ihn war über das Tosen des Wassers hinweg, vertrieb er auch diese Gedanken. Manchmal nervte er sich selbst mit so etwas. Der Fall hinab, drückte seine Innereien nach oben, so schien es ihm und er landete mit einem lautlosen Platschen in der Gischtwolke. Das tosen wandelte sich zu einem dröhnen, da das Wasser ihn sehr schnell zu verschlucken gedachte. Es dauerte nicht lange, bis er die Gischwolke im Rücken hatte und sich langsam mit der Strömung an den Rand schwimmen ließ. Es brachte ihm ein paar Blöcke weiter entfernt von der Treppe hinauf, jedoch ließ es ihm genug Zeit, dass sich seine tropfende Kleidung zu einem ekligen klammen Stoff getrocknet hatte, als er wieder oben war. Statt jedoch direkt wieder zu Yuno zu gehen, ging er in Richtung Taverne, kramte seine eigene Angel heraus und ging mit dieser wieder zu dem Ort, an dem er sich wohl zu rechtfertigen hatte. "Da bin ich wieder," meinte Chen fröhlich, bevor er entschuldigend lächelte. "Entschuldige nochmal für das....grapschen, das war sehr unangebracht," sprach er und sah die Angel mit der gerissenen Schnur, bevor er sich setzte, als wäre nichts passiert. Er nahm die Angel in die Hand und schwingte sie etwas. "Die Schnur werde ich ersetzen....einen Fisch werde ich trotzdem fangen heute noch," sprach er zuversichtlich, auch wenn die Furchen in der Erde als stummer Zweifel in die Erde gezeichnet war.

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyMo 31 Aug 2020 - 6:57

Yuno schüttelte sich prustend. Gleich darauf sortierte Yuno unter einem aufkommenden panischen Anflug ihren Ausschnitt. Immerhin musste nicht gleich Blankgezogen werden. Dabei spielte ihre derzeitige Begleitung keine sonderliche Rolle. Komatsu durfte sich zwar über gewisse Vorzüge freuen, doch gehörte Yuno schlussendlich niemanden. Allerhöchstens vielleicht noch Jingi – doch stand diese auf einem gänzlich anderen Blatt. Entsprechend waren unverhüllte Blicke, welche Pinky und Brain betrafen, mehr oder weniger exklusiv. Nachdem ihre Brüste anreizend aber schlussendlich dennoch sicher verpackt waren watete die Schönheit unter dezenten Anstrengungen zurück zum Kanalufer. Ihre flachen Hände nutzend zog sich die Ichihara unter einer einzelnen, grazilen Bewegung zurück ans gelobte Festland. Überschwängliche und gleichsam peinliche Gesten, in welchem der feste Boden unter ihren Füßen abgeküsst wurde, entfielen selbstredend. Viel eher widmete sich Yuno ihren durchweichen Haaren, welche kurzerhand ausgewrungen wurden.
Nach einigen Minuten – in denen ihre Haare zu einem wüsten Haarmopp mutiert waren, gegen den nicht einmal die beste Brüste ankommen würde – konnte sich die Gehörnte endlich wieder ihrer direkten Umgebung widmen. Nur bestand diese schlussendlich nur aus einem schmalen Streifen voller Blumen, Büschen, Gräsern und vereinzelten Insekten. Chen hingegen schien unauffindbar. Chen, der wüste Busengrapscher. Chen, welcher nicht einmal einen dummen Fisch richtig hatte fangen können. Chen, welcher sich im Übrigen noch immer im  Kanal befinden musste. Chen, der zwischenzeitlich dezent vom Wasser davon getrieben wurde. Und dies alles nur, weil soeben Krokodil gespielt werden musste? Okay. Würde die Schönheit in seiner Haut stecken, dann wäre ihr das Ganze wohl selbst peinlich. Aber ganz gleich, merkte der Rothaarige nicht die Strömung, die seinen Körper mittlerweile erfasst hatte und immer näher zum künstlich angelegten Wasserfall dirigierte? Trotz der Tatsache, dass lauthals gerufen wurde – ebenso wie Yuno schon einer Wahnsinnigen gleich mit ihrem Armen ruderte und gestikulierte – erlangte die Schwarzhaarige seine Aufmerksamkeit nicht. Irgendwo auch verständlich, wenn einzig seine Nase aus dem seichten Wasser herausragte und sämtliche Geräusche vom Wasser verschluckt wurden.
Nichts half. Nichts konnte Chen noch ihrerseits retten. Vielleicht noch eine Rettung in letzter Sekunde, durch Jingi initiiert. Doch auch dieses seichte Wunder wurde schlussendlich nicht vollbracht. Chen stürzte – komischerweise in Zeitlupe – eine ganze Etage herab. Bedeutete die Leitlupe, dass Yuno vielleicht doch hätte helfen können? Bis die geographische Begebenheit es nicht mehr zugelassen hatte war die Schönheit dem Kanalverlauf gefolgt. Einen breiten Stock hatte die Schwarzhaarige auf ihrem Weg nicht gefunden und eine Angel war zwar nach Chen ausgeworfen worden, doch hatte sich der Rothaarige schlussendlich nicht selbst gehakt. Und selbst wenn doch, dann hätte Yuno den anderen Oni niemals halten können. Entsprechend blieb schlussendlich nur noch der Blick dem Wasserfall herab. Also nachdem der Sturmbräu eher unfreiwillig an einer Wildwasserbahnfahrt teilgenommen hatte.
Sorgenfalten durchfurchten ihre sonst flache Stirn. Panisch zuckten ihre Iriden, nach einem durchweichten und hoffentlich noch lebenden Chen suchend. Doch wirklich erkennen konnte die Schönheit durch die aufschäumende Gischt der vielen Wassermassen nichts. Chen blieb, nachdem dieser die Wasseroberfläche durchbrochen hatte, einfach verschluckt. Panik flammte auch und beherrschte schlussendlich jede einzelne Faser ihres Körpers. Panik verebbte aber auch gleich wieder. Just in dem Moment, als sich ein rötlicher Fleck aus dem Kanal hievte, kurz zu schütteln schien und dann langsam aber allmählich in Richtung der Stadt davonrollte. Oder spielten ihr ihre Augen einen dummen, kindlichen Streich? Hatte die Schönheit einfach nur gesehen, was sie sehen wollte? Ein einfacher Fusel machte bestimmt nicht genau das, was man nach solch einem Erlebnis eben machte. Nein! Chen hatte überlebt Chen hatte sich aus dem Kanal gezogen und machte sich jetzt ganz bestimmt auf den Weg zurück zur Ichihara. Ganz bestimmt.
Ungeduldig tigerte Yuno am Kanalufer entlang, wartend, dass Chen endlich ihren Angelplatz erreichte. Verzweifelt, weil Chen bedeutend länger zurück benötigte. Yuno kannte sämtliche Wege  und kannte grob die Zeiten, die dafür benötigt wurden. Und selbst dann, wenn der Sturmbräu sämtliche Umwege mitgenommen hätte, wäre er schon längst wieder zurück. Entsprechend keimte allmählich Angst auf. Angst, dass der zuvor angedachte Chen in Wahrheit nur ein blöder, dummer Fusel gewesen war. Angst, dass seine zerschmetterten Überreste fröhlich über das Meer hinweg trieb. Bevor die Schönheit sich aber noch expliziere Horrorszenarien vorstellen konnte, durchbrach seine Stimme diese niederschmetternde Stille, welche sich zwischenzeitlich breitgemacht hatte. Da bin ich wieder? Wollte der Gehörte sie verarschen? Wie als wenn Nichts gewesen wäre und bewaffnet mit einer Angel – die zweifelsohne nicht ihre war – durchbrach der Sturmbräu ihre Gedankenwelt. Für den ersten Augenblick wusste Yuno einfach nicht, wie genau sie darauf reagieren sollte. Freudig, mit einer herzlichen Umarmung? Heulend vor Glück, weil ihm Nichts passiert schien? Erbost, wegen seiner Worte, seinem Handeln und der Tatsache, dass sein Abflug schlussendlich unnötig gewesen war? Yuno schien – deutlich sichtbar – zwischen sämtlichen Stühlen gefangen. Sie versteifte einfach, wobei sich nicht einmal ihre Haare zu bewegen schienen. Wie es schien hatte Chen die Ichihara kaputt gemacht.
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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyMi 2 Sep 2020 - 0:10

Er ging wirklich sehr gemächlich. Immerhin war alles klitschnass an ihm und auch wenn der Fall seichter war als gedacht, hatte ihn dieser, vorallem mit dem Ankämpfen gegen die Strömung, sichtlich mitgenommen. Die Gelenke schmerzten. Die Hände und Füße fühlten sich durch die Kälte halb taub an und der Stoff hatte ihn bei jedem Schritt nach unten gezogen, während sich seine Gelenke protestierend seinem Willen gebeugt hatten um wie rostigen Schanieren gleich, sich zu bewegen. In der Taverne hatte er ordentlich geduscht, bevor er seine Angel nahm und mit frischen Klamotten wieder zu Yuno stiefelte. Er würde es einfach auslassen, dass er sich ein zwei Ecken vertan hatte und mehr durch Zufall als durch Können wieder zu ihr gelangte. Auf dem Weg hatte er auch genug Möglichkeiten gehabt um das Blut in seinen Händen wieder zum laufen zu kriegen, dass sie sich wenigstens nicht halb-taub anfühlten. Ihre Reaktion auf seine eher bescheidenen Worte waren eigenartig. Sie schien im Sekundenbruchteil zwischen Erleichterung, Wut, Trauer und wieder einem neutralen Pokerface. Sie schien wie versteinert, nichts regte sich an ihr und es verwunderte ihn doch etwas. Nach allgemeiner Manier, hätte er ein paar tadelnde Worte erwartet. So wie er Yuno kannte, war ihre jetzige Reaktion sehr eigenartig. Hatte sie gedacht er wäre tot? Warum verhielt sie sich dann so als wäre er ein lange verschollenes Familienmitglied, statt also es ihr gleichzutun, setzte sich Chen in Bewegung. Eine Mischung aus Sorge und Kuriositöät die ihn antrieb und er ging näher auf sie zu. Schaute sie erst fragend an, winkte leicht mit der Hand vor ihrem Gesicht und piekte ihr dann doch vorsichtig mit einem Finger in ihre Wange. Als hätte er einen Knopf betätigt, schnellte sein Gegenüber auch wieder zu Leben. Zuerst fiel ihm der Vergleich zu einer Sprungfeder ein. Nachdem er den Tackel jedoch überlebt hatte indem seine Füße panisch nach Halt gesucht hatten, war der Vergleich mit einer Oni-falle nicht von der Hand zu weisen. Dieses mal umarmte sie ihn wirklich kräftig und er wusste nicht, ob es eine verführerische Schwerkraft war, die ihn weiter nach unten zog, sein Gesicht in Richtung ihres Dekolletés bringend, oder viel mehr der Umstand, dass sie seinen Rücken malträtierte und wie ein Fisch am harken hing. Er hätte gerne sein Gesich in ihre Brüste versenkt, wäre in ihnen zur Ruhe gekommen um zu ersticken, aber er hatte sein Glück schon überstrapaziert, was das eher fragwürdige Greifen anbelangte. Zu fest," lamentierte Chen kurz angebunden und es dauerte eine kleine Ewigkeit, bis er, zu seinem Leidwesen, befreit wurde aus der Umarmung. Tatsächlich hatte er so etwas wie Prioritäten vorzuheucheln, aber er konnte trotzdem im stillen Nachsinnen dem verfliegenden Gefühl nachtrauern. Viel Zeit dafür blieb ihm jedoch nicht, da wurde er auch schon im strengen Ton zurecht gewiesen. Er hörte sich an, was Yuno zu sagen hatte, ließ aber das meiste unbeantwortet, da es ihm schien, dass sie sich einfach nur Luft machen musste. Er wackelte etwas mit der Angel, bevor er antwortete. "Entschuldige das ich dir so viel Sorgen bereitet habe, aber ich bin was robuster," eine ironische Aussage, wenn man bedachte das er vor keiner Minute sich beschwert hatte, dass Yuno ihn zu hart umarmte. "Sollen wir wieder angeln? Diesesmal bleiben wir auch trocken," war seine Frage und keckes Versprechen. Der Brocken war hoffentlich vor ihm nach unten geflossen. Es würde also weniger Chancen geben, dass so ein Monster seinen Fang wieder als Köder verwechselte. Auf jeden Fall hoffte er das, während er sich wieder hinsetzte, nachdem die Angel wieder ausgeworfen worden war mit einem frischen Köder.

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptySo 6 Sep 2020 - 9:28

Yuno registrierte durchaus seine Anwesenheit. Allen voran sein Handgewedel, schlussendlich natürlich auch sein Finger, welcher sich zärtlich ihrer Wange widmete und diese durch unangenehmes Piksen malträtierte. Dennoch brauchte die Schwarzhaarige einen – langen - Augenblick. Bevor sich erneut ihrer Begleitung gewidmet werden konnte mussten zuerst diese blauen, vereinzelten Schmetterlinge davonfliegen, welche normalerweise eine neue, zumeist grauenvolle Vision ankündigten. Erst nachdem sich die zugegebenermaßen wunderschön schimmernden Schmetterlinge verzogen hatten schwappen gewöhnlich schemenhafte Bilder durchs Bewusstsein der Ichihara. Waren diese überstanden, löste sich ihre Trance binnen weniger Sekunden vollkommen. Und genau dies geschah nunmehr. Binnen weniger Sekunden überrollte sichtliches Leben ihren Körper. Chen wurde spielend erkannt. Freude überrollte ihren Körper, während eine herzliche und gleichsam kräftige Umarmung folgte. Dabei spielte die Tatsache, dass sich Pinky und Brain zärtlich um seine Wangen schmiegten keine sonderliche Rolle. Solange der andere Gehörnte noch richtig atmen konnte, durfte gerne sein gesamtes Gesicht zwischen ihren Rundungen abtauchen. Naja. Zumindest solange sich seine Lippen nicht ihrer weichen Pfirsichhaut widmeten beziehungsweise daran festsaugten. Dann hörte der ganze Spaß nämlich binnen weniger Sekunden auf. Chen selbst schien jedoch nicht geistig umnachtet – genug – um sich im Ausschnitt der Schönheit festzusaugen. Eher wurde sich über ihre herzliche und gleichsam wohl recht stürmische Umarmung beschwert. Doch wer schlussendlich unbeschadet einen Wasserfall herabstürzen konnte, der musste auch ihre Umarmung unbeschadet überstehen. Probleme mit der richtigen Atmung schien der Rothaarige dabei nicht zu haben. Lebewesen, welche keine Luft bekamen, sprachen gewöhnlich nicht. Die noch verbleibende Atemluft wurde niemals für Worte verschwendet. Entsprechend musste auch Chen dadurch. Solange, bis Yuno zu ihrer Standpauke ansetzte.
Selbstredend musste sich Chen anhören, dass ihre Brüste – ganz gleich welche Größe ihre beiden Wegbegleiter besaßen – keine Haltegriffe darstellten. Auch dann nicht, wenn einem Kanalwasser erwartete. Ebenso musste sich der – wie Hubert sagen würde – Seelenlose anhören, dass sich Yuno tatsächlich ernsthafte Sorgen gemacht hatte. Zumindest ihre Wenigkeit war bisweilen noch keinen Wasserfall herabgestürzt und hatte entsprechend mit dem Schlimmsten gerechnet. Und genau deswegen hätte der andere Gehörnte auch niemals mit einfachen, läppischen Worte kommen dürfen. Und überhaupt. Yuno hatte sich ernste Sorgen gemacht. Fakten, welche allesamt hervorsprudelten und einem heftigen Niederschlag gleich auf Chen einprasselten. Genau dies tat der Schönheit auch irgendwie Leid. Dennoch musste Chen jetzt dadurch.
Nachdem sich Yuno ausgesprochen hatte folgte eine Entschuldigung seitens Chen, welche kommentarlos angenommen wurde. Eben jene Entschuldigung reichte schlussendlich aus, damit wieder zum Alltag zurückgekehrt werden konnte. Yuno war niemand, welcher sonderlich lange auf eine andere Person 'böse' sein konnte. Ein kleines bisschen fühlte sich die Schwarzhaarige sogar wegen ihrer Standpauke schuldig. Wohl auch der Grund, weshalb die Schönheit unter einem schweigsamen Nicken wieder in Richtung des Kanal stampfte. Sie waren immerhin zum Angeln hergekommen.
Ihre eigene Angel war noch immer mit einem Korken versehen, weshalb diese entsprechend schnell ausgeworfen war. Jetzt hieß es schlussendlich nur noch warten. Darauf, dass erneut Fische anbissen. Zeit, zwischen ihrem Abflug ins kühle Nass und ihrem erneuten Auswurf war reichlich verstrichen. Selbst der Fisch mit dem größten Elefantenhirn musste den Wirbel von Zuvor wieder vergessen haben und entsprechend unachtsam geworden sein.
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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyMi 16 Sep 2020 - 14:18

Auch wenn er das Gemoser etwas lastig fand, war es doch ihr gutes Recht ihn so zusammen zu stauchen, nahm man sein Griff an die unangebrachte Stelle und seinen Tauchgang eine Ebene weiter hinab als Feuer für ihre Tirade. Trotzdem war die wiederkehrende Stille beim Angeln ein kleiner Segen. Es dauerte nicht lange, bevor die friedliche Stille jedoch lastend wurde, was Chen nicht gefiel. "Also, was hast du so morgen vor? Solange wir auf die Fische warten, können wir ja auch noch etwas reden," versuchte er das Gespräch zum laufen zu kriegen, auf jeden Fall versuchte er das, bevor er von einem Zug an der Angel-leine unterbrochen wurde. Er griff wie vorher auch mit sicherem Griff seine Angel und stemmte sich gegen den Zug des Fisches, der am Harken zappelte und sich sträubte. Im Gegensatz zu vorhin jedoch, grub er seine Füße tief in den Boden, ging mit dem Oberkörper nach hinten und verschaffte sich einen guten Stand. Er kämpfte eine Weile mit dem Fisch. Zog ihn immer mal wieder etwas mit der Leine ein, nur um ihn wieder laufen zu lassen um den Fisch sich auspowern zu lassen. Es war ein ständiges hin und her, Abwechslung zwischen dem ziehen und laufen lassen gab es nur in den beiden Richtungen die der Fisch nahm. Ging er rechts, mit der Strömung, entkräftete es Chen doch etwas mehr als den Fisch, schwamm der Fisch jedoch links hoch, powerte es mehr den Fisch aus. Man hätte sagen können, dass es ein Kampf der Beiden war. Tier und Mann, verbunden in einem Kampf der Ausdauer durch ein Instrument der Zivilisation. Fast hätte man es einen fairen Wettstreit nennen können, aber nur fast. Immerhin war das Ergebnis eines Sieges sehr unterschiedlich. Für den Fisch würde es einen weiteren nassen Abgang bedeuten, während ein Sieg für Chen den Tod des nassen Freundes bedeuten würde. Das hatte er eigentlich vorgehabt. Aber er merkte, während er den Fisch wieder einholte, dass er kein Messer zum ausweiden mitgebracht hatte, genauso wenig hatte er Sachen dabei für ein Lagerfeuer. Er zog den Fisch mit einem Ruck aus dem Wasser, entfernte den Haken und schaute sich den Fisch an, bevor er ihn wieder ins Wasser warf. Yuno schien verwirrt. Etwas das ihr gutes Recht war, immerhin hatte er sie ja fast schon bedrängt, den Fisch mit ihm zu essen. Chen zuckte nur mit den Schultern. "Habe das Messer zum ausweiden vergessen, die Wunde sollte sich bald schließen," war seine kurze Erklärung, bevor er nach einem Korken fragte und die Lebend-köder an einem Baum frei ließ. Er angelte weiter mit ihr, bis in den späten Abend hinein. Gerade als er sich erheben wollte, fragte er sie: "Also, hast du morgen irgendetwas vor? Ich würde den Mittag im Archiv verbringen. Am Abend kann ich dich dann vielleicht zu einem Dinner ausführen?" war seine Frage und er hielt ihr seine Hand hin, als er stand, um ihr aufzuhelfen, auf eine Hand wartend, die er ergreifen konnte, statt andere präkere, aber interessantere Stellen die er vorher gezogen hatte. Eine Standpauke am Tag war genug. Nicht das sie noch in seine Hörner beißen würde. Sie gingen wieder hinunter in die Stadt und er winkte ihr vor der Schenke zum Abschied. Am nächsten Tag begab er sich nach einem ausführlichen Frühstück und einer Dusche in das Archiv. Den Stoff vor ein paar Tagen, hatte er sich als einen Schal umgebunden, da er geschnarcht zu haben schien, denn seine Kehle schmerzte. Er meldete sich an und holte sich ein paar Bücher gerade aus einem Regal über Fischmenschen, als ihm eine Person auffiel. Sie hatte Hörner, so schien es ihm,aber nicht nur irgendwelche. Als er jedoch wieder hinsah,war dort niemand und er zog sich mit gerunzelter Stirn auf einer Tischinsel zurück. Hatte er Entzugserscheinungen? Oder Einbildungen die sich einmal nicht mit dem Buch der Toten beschäftigten. Seine Augen wanderten die Zeilen entlang und saugten die Informationen auf, schrieb das Interessante und notwendige auf, mit dem er seinem Teil zur Aufdeckung über die "In den Tiefen lebenden" auf die Welt münzen konnte.

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyMo 28 Sep 2020 - 16:25

Chen wurde schweigend zugestimmt. Natürlich konnten sich Beide unterhalten, während gewartet wurde. Solange niemand seine Stimme übermäßig erhob – oder anderweitig ihre Fische vertrieb – durfte Chen sogar am Ufer entlang tanzen. Nichtsdestotrotz wartete eben dieser auf ihre Antwort, welche Aktivitäten für den morgigen Tag auf ihrer Agenda standen. "Morgen leite ich wieder einige Stadtrundführungen." Und dies bedeutete, dass Yuno breites am frühen Nachmittag ihren wohlverdienten Feierabend genießen durfte. Die meisten Rundführungen liefen Vormittags. Und wenn doch eine Rundführung für die etwas späteren Mittagsstunden angesetzt wurde, dann schlussendlich nur nach Rücksprache. "Anschließend weiß ich noch nicht genau, was ich unternehmen könnte." Vielleicht ihre Wohnung aufräumen oder einen Stadtbummel genießen? Wichtig schien derzeit einfach nur, dass Komatsu umgangen wurde. Nach der gewaltigen Szene vom Morgen verspürte die Schönheit jedenfalls wenig Lust sich mit ihrem Geliebten abzugeben. Sie war eine erwachsene Frau und musste ganz bestimmt nicht nach Erlaubnis fragen, wenn sie einmal auswärts übernachten wollte. "Dich brauche ich wohl nicht fragen, was du für Morgen geplant hast, huh?" Wenngleich sich beide Oni erst seit Gestern kannten wusste die Schönheit auch ohne Nachfrage, dass Chen auch morgen im Archiv sitzen würde. Dabei war schlussendlich nur die Frage, wie lange der Rothaarige dort seine Zeit verbringen würde. Bis zum späten Abend? Dann, wenn das Archiv seine Pforten schloss. Oder nur solange Yuno ihrer eigenen Arbeit nachging, damit Beide erneut einen gemeinsamen Nachmittag erleben konnten?
Noch während Yuno eröffnete, welche Unternehmung anstanden hatte Chen wieder einen Fisch gehakt. Gelassen erhob sich die Schönheit, ihre eigene Angel bei Seite und gleichsam in Sicherheit legend. Kurz darauf rutschte die Ichihara dezent einige Meter zur Seite. Jetzt nur für den Fall, das erneut eines ihrer Körperteile als Haltegriff missbraucht werden sollte. Einen weiteren Abstecher ins Wasser brauchte die Gehörnte jedenfalls nicht. Ganz gleich wie unterhaltsam sich das Ganze im Anschluss gestalten würde. Dass ihre Begleitung seinen Fang schlussendlich – nach harter und augenscheinlich schweißtreibender Arbeit – einfach abhakte und darüber hinaus wieder ins Wasser entließ, verwunderte die Schönheit für einen kurzen Augenblick. Immerhin hatte Chen vorher noch mehrfach angefragt, ob sie nicht etwas von seinem gebratenen Fang kosten wollte. Auf der anderen Seite freute sich die Schönheit jedoch über seinen Entschluss. Immerhin würde hier und jetzt kein Fisch sterben müssen. Nicht für sie. Vor allem aber nicht unnötig. Unter einem ehrlichen, glücklichen Lächeln teilte Yuno ihre Korkensammlung und begrüßte Innerlich auch seinen Entschluss die mitgebrachten Lebendköder auszuwildern. Ohnehin zählte derzeit einfach nur seine Gegenwart und nicht die Frage, wer von Beiden den meisten Fisch fangen würde.
Yuno merkte die Dämmerung erst, als Chen aufstand und schlussendlich eine Hand zum daran hochziehen anbot. Bereitwillig seine Geste annehmend – und jetzt nicht nur, weil gleich beide ihrer Beine eingeschlafen waren – richtete sich nunmehr auch Yuno auf, ihren Gegenüber um wenige Zentimeter überragend. Dezent von einem Bein auf der Andere wechselnd, damit dieses unschöne, schmerzhafte Kribbeln nachließ, welches ihre Beine durchzuckte, widmete sich Yuno seiner Frage. "Wenn du magst, dann komme ich dich nach der Arbeit im Archiv abholen. Ich bring dann auch Hunger zum Dinner mit." Indirekt stand fest, dass seine Einladung zum Dinner angenommen wurde. Gerne sogar, wie man auf ihren Gesichtszügen erkennen konnte.
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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptySo 11 Okt 2020 - 19:36

Sie antwortete damit, dass sie wohl wieder Stadtführungen unternehmen würde. Etwas das ihn doch schmunzeln ließ. Obwohl sie sich kaum mehr als eine Woche kannten, wirkte es auf ihn doch, als wären schon Jahre ins Land gestrichen. Das die Führungen nach spezifischem Plan abliefen, konnte er nicht wissen, aber es war wohl keine schlechte Vermutung anzunehmen, dass Yuno etwas ablehnen würde, sollte es ihr persönliches Limit übersteigen, oder sich zeitlich mit wichtigen Dingen überschneiden. Auf ihre Frage, was er vor hatte, grinste er nur verschmitzt. "Nun ja, Bücher wälzen und mich in der Masse an Information wohl verlieren. Wenn du zwei Tage von mir nichts hörst, verständige die Marine," witzelte Chen. Als der Fisch angebissen hatte, merkte er, wie Yuno ungeniert einen Sicherheitsabstand aufbaute. Etwas das er ihr nicht verübeln konnte. Als er den Fisch freiließ und sich erklärte und nach ihrer Art von Harken fragte, schlich sich ein ehrlich, glückliches Lächeln auf ihre Lippen und er nahm den Korken, der ehesten den Harken unschädlich werden ließ durch das Kork um diesen herum. Ihr Angebot ihn vom Archiv zu zerren und extra Appetit für das Dinner mitzubringen, hörte sich gut an.
Eine Nacht später, befand sich Chen im Archiv und fragte sich, ob er Wahnvorstellungen hatte. Statt dem Hirngespinst jedoch nachzugehen, schaute er auf die Uhr um sich seiner Deadline klar zu werden. Er büffelte weiter, schrieb Seiten voll mit Informationen, Buchtiteln und Seitenzahlen nach dem Archiv-katalog, die er für wichtig erachtete und als er bemerkte, wie sich jemand vor ihm setzte, schaute er auf und bemerkte, wie Yuno über Kopf mitlas. Chen ließ sie für einige Momente, schaute ihr nur zu, wie sie neugierig über Kopf die Zeilen mitlas und spürte so etwas wie Kameradschaft. Vielleicht könnten sie zusammen alles aufbröseln. Er könnte sie langsam aber stetig an das Necronomicon heranführen und sie beide würden dem Buch jedes Geheimnis entlocken. Durch ein Ziehen in seinem Rücken, verflog dieser Gedanke jedoch. Es würde sie nur in Gefahr bringen und ihre eher freudige Art bestimmt korrumpieren. Nein, er hatte es alleine zu bewältigen. Das Räuspern das er eigentlich verlauten ließ war um den bitteren Geschmack der Enttäuschung herunterzuschlucken, funktionierte aber auch prima um Yunos Augen von den Zeilen zu lösen. Er musterte diese wunderschönen Augen für einen Moment, bevor er seinen Blick auf ihre Stirn fokussierte, um nicht unter den fragenden Blick einzuknicken. "Du hast hoffentlich Appetit mitgebracht," erkundigte sich Chen keck, bevor er auch schon die Notizen einpackte, sich erhob und Yuno seine Hand anbot um ebenfalls aufzustehen. Zugegeben, es war etwas schmalzig, aber er führte sie ohnehin aus, also warum nicht etwas auf die Tube drücken. Letzte Nacht noch hatte er sich umgehört in der Taverne, was Restaurants anging und hatte nach einer Wegerklärung, auch das hochgepriesene Lokal gefunden und konnte sich einen Tisch ergattern. Es hatte einiges an Lippenbekundung zu erfordern, aber mit einem großen Trinkgeld ließ sich das Management doch dazu überreden ihnen beiden einen angenehmen Tisch zu reservieren. Auf dem Weg vom Archiv zum Restaurant stellte er Yuno keine Fragen, die würde er sich für das am Tisch sitzen bewahren. Er genoss jetzt viel lieber die Stadt, die Hektik, die sich in den letzten Tagen mehr wie ein geordneter Puls anstatt eines hektischen Wirbels anmutete und vorallem die Anwesenheit von Yuno, die wie ein Gegengewicht zu seiner Gedankenwelt schien, mit ihrer Fröhlichkeit, die kein Wasser zu trüben schien.
Sie beide trugen sich mit Namen in das Gästebuch ein und wurden darauf prompt an den Tisch geführt. In guter Manier rückte Chen ihr den Stuhl zurecht, bis sie angenehm saß und pflanzte sich dann selbst auf den Stuhl ihr gegenüber. Eine Karte reichte er ihr, während er erst hastig die Liste überflog und dann aufschaute, die Karte vor sich geöffnet liegen lassend. "Also, was hast du nach der Insel vor?" fragte er sie und nach einer Pause prasselten weitere Fragen nieder. "Wie lange wirst du hier bleiben?" und "Was möchtest du noch so erleben?" alles Fragen die in seinem Kopf herumschwebten. Die gewichtigeren würde er jedoch erst stellen, sobald Yuno ihre Möglichkeit hatte, ihre Fragen zu stellen, sollte sie welche haben.

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BeitragThema: Re: Eine spritzige Angelegenheit   Eine spritzige Angelegenheit - Seite 2 EmptyMi 14 Okt 2020 - 0:29

Yuno hatte wiedermal eine Meisterleistung vollbracht. Ihre beiden Stadtrundführungen waren vollkommen ausgebucht gewesen. Niemand ihrer Schützlinge hatte sich beschwert oder musste abschließend gesucht werden. Zudem waren reichlich Trinkgelder geflossen, welche die Schönheit zwar angenommen schlussendlich aber nicht behalten würde. Irgendwo in dieser Stadt – vor allem in den unteren Stadtbezirken – lebten ganz bestimmt einige Familien, welche dringend einige Berry benötigten. Selbstredend für Lebensmittel, Trinkwasser oder Mietschulden. Sogleich aufbrechen und nach diesen Familien suchen würde die Ichihara jedoch nicht. Immerhin wartete Chen darauf, dass ihre Wenigkeit nach der Arbeit im Archiv aufkreuzte. Wenn dieser gemeinsame Abend nicht wieder ausartete, dann würde die Schwarzhaarige noch zur Abendstunde ihren Plan durchsetzten. Alternativ dazu wäre der nächste Morgen auch noch vollkommen ausreichend.
Sonderlich lange suchen musste Yuno schlussendlich nicht. Gemeint war selbstredend Chen im Archiv und nicht das Gebäude selbst. Eigentlich musste die Schwarzhaarige nur die breite Eingangshalle und einige Bücherregale passieren und schon stachen seine rötlichen Haare deutlich hervor. Selbstredend wenn man sich einmal genauer im Inneren des Archivs umblickte. Die meisten Bücher waren mit dunklem Leder eingebunden, die Möbel eher rustikal und der wohl einst helle Wandputz schien irgendwie angelaufen. Einzig die schweren Tischlampen bildeten mit ihren moosgrünen Abblenden einen deutlichen Kontrast.
Für ihre eigenen Verhältnisse eher untypisch wurde heute auf überschwängliche Begrüßungsrituale verzichtet. Kein lautes Rufen und auch kein wildes Winken würde Chen heute auf die Schönheit aufmerksam machen. Viel eher gesellte sich Yuno schweigend zum anderen Gehörten, sich ihm direkt gegenüber niederlassend. Darüber hinaus versuchte die Schwarzhaarige, einen Einblick in seine Recherchen zu gewinnen. Sonderlich viel konnte die Oni jedoch nicht mitlesen. Zum einen, weil alle Wörter – für sie selbst selbstredend – auf dem Kopf standen und zum anderen, weil sich Chen nach einigen Zeilen laut räusperte. "Entschuldige. Ich war nur Neugierig." Ein entschuldigendes Lächeln folgte, während Yuno ihren Kopf zurückzog.
"Ich habe einen Bärenhunger.", offenbarte Yuno, während Chen seine Unterlagen zusammensuchte und gleich darauf einpackte. "Ich hoffe nur, dass meine Arbeitskleidung angebracht ist? Ansonsten würde ich mich schnell umziehen gehen." Yuno trug keine billige Jogginghose oder Kleider mit Mottenfraß. Dennoch könnte ihre Aufmachung unpassend erscheinen, wenngleich die Schwarzhaarige mit ihrem enganliegenden Wollrock, luftiger Bluse und zum Rock passendem Jackett kein schlechtes Bild abgab. "Du machst immerhin ein großes Geheimnis daraus, wohin wir gehen." Unter eben diesem Worten ergriff die Ichihara seine angebotene Hand, zog sich daran auf die Beine und folgte Chen schließlich auf die Straße – noch immer ahnungslos wohin ihre kleine Reise gehen würde. Augenscheinlich reichte ihre Aufmachung, wenngleich Yuno entfernt an eine Bibliothekarin erinnerte. Eine durchaus attraktive Bibliothekarin, schlussendlich aber dennoch eine Bibliothekarin.
Nachdem sich Beide im Gästebuch eingetragen hatten und Chen darüber hinaus ihren Stuhl zurechtgerückt hatte überflog Yuno die gereichte Speisekarte. Wirklich studiert wurde diese jedoch nicht, stellte Chen gleich mehrere, recht komplexe Fragen. "Wenn ich weiterreise, dann wohl zum Sabaody Archipel. Dort soll es einen Vergnügungspark geben, den ich liebend gerne einmal besuchen möchte." Einen solchen hatte die Schönheit bisweilen nämlich noch nie besucht. "Ich kann es noch nicht sagen. Mal schauen, wenn es mich weiterzieht." Dies konnte Monate oder sogar Jahre dauern. "Spontan würde ich gerne einmal einen hohen Berg erklimmen." Yuno grinste leicht verlegen. "Ich hab schon Vieles erlebt. Ich habe gegen Kung-Fu-Robben gekämpft, Dinosaurier auf Little Garden gesucht, in einem Casino oder als Bademeister gejobbt, habe mit einem Forscher auf Karakuri zusammengearbeitet..." Für eine ausgeprägte Antwort würde Yuno länger überlegen müssen.  Es gab bestimmt noch einige Dinge, die sie erleben wollte. "Wie sieht es bei dir aus? Gibt es irgendwas, dass du neben den Archiven noch entdecken möchtest? Gibt es einen abgelegenen Ort, den du besuchen möchtest? Leute, die du Kennenlernen willst?"
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