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Von Meinungsbildung, Starrsinn und Streitgesrächen

Gast

Anonymous


Von Meinungsbildung, Starrsinn und Streitgesrächen _
BeitragThema: Von Meinungsbildung, Starrsinn und Streitgesrächen   Von Meinungsbildung, Starrsinn und Streitgesrächen EmptyFr 17 Jan 2014, 16:28




Bevor auch nur ein einziger Satz gelesen werden darf, der über diesen hinaus geht, empfehle ich, dieses Video anzusehen.

Habt ihr das Video gesehen, komme ich bereits zu meiner ersten Frage, die sich mir selbst im direkten Anschluss gestellt hat. Ganz banal eigentlich. Darf und soll man solche Videos "liken", also Gefallen an ihnen zeigen?
Was passiert, wenn man einem solchen Video eine positive Meinung zuspricht? Man sagt durch diese persönliche Bewertung aus, dass es etwas gab, was gefiel. Dabei ist es irrelevant, ob es das Video war, die im Hintergrund verwendete Melodie, oder aber der dargestellte Inhalt. Schon ab diesem Punkt kann es zu gewaltigen Missverständnissen kommen, die hauptsächlich auf eine moralische Auffassung der Materie hinweist.

Wie kann denn ein solches Video gefallen, immerhin dreht es sich doch darum, dass eine junge Frau an einem Hirntumor starb!
Sicher. Ganz genau darum dreht es sich. Allerdings verfehlt eine solche Aussage absolut meinen Punkt, den ich machen möchte. Zustimmung gegenüber dem Gesamtwerk zu zeigen, bedeutet noch längst nicht, dass man sich über das frühzeitige Dahinscheiden eines Menschen freut. Geschweige denn, einen solchen traurigen Umstand als gut oder gar richtig bewertet. Meiner Meinung nach kann man aber selbst das wiedergegebene Schicksal "mögen". Und zwar insofern, als dass man doch durch dieses "Mögen" nicht viel mehr aussagt, als dass es dort etwas gab, was einen ansprach. Positiv. Negativ. Auf welche Weise auch immer. Ansprechen bedeutet doch grundsätzlich nichts anderes, als Beteiligung zu zeigen. Wiederzugeben, nicht unbetroffen davon zu sein.

Als emotionaler Mensch würde ich sogar so weit gehen und sagen, ich "mag" es, solche Videos zu sehen. Über solche Menschenleben in Kenntnis zu setzen. Mich mit ihnen zu beschäftigen. Ob traurig oder überaus glücklich.

Worauf ich hinaus möchte ist dabei sehr simpel. Es geht um einfach gemachte, allerdings folgenschwere Missverständnisse. Zwei Faktoren spielen diesbezüglich eine maßgebliche Rolle:

a) das geschrieben Wort
b) mangelndes Nachfragen seitens der Leser


Das geschriebene Wort weist grundsätzliche Schwächen auf. Etwas was schon Platon sehr richtig feststellte. Denn weder kann es direkt zurückgenommen werden, noch vermag es exakt ausdrücken zu können, was man selbst denkt; wie man etwas aufnimmt, wie man etwas ausdrücken möchte. Unsere Mittel im Sprachgebrauch sind bereits beschränkt. Das geschriebene Wort noch mehr.
Es ist daher schwierig, richtig zu verstehen, wenn etwas geschrieben wird. Anders herum: es ist sehr leicht, das geschriebene Wort misszuverstehen.

Mangelndes Nachfragen spielt für mich in diesem Zusammenhang allerdings eine weitaus wichtigere Rolle. Weil dieser Punkt eine der größten menschlichen Schwächen im allgemeinen Sinn enorm gut erfasst. Man urteilt schnell. Gerne vorschnell. Man bildet sich darüber eine Meinung und ist meist so sehr damit beschäftigt, sich selbst als das Maß der Dinge zu betrachten, dass man die eigene Meinung bis aufs Blut verteidigt. Nicht um die Wahrheit zu sagen bzw. gesagt zu haben. Nein, nein. Sondern um Recht zu haben. Mehr nicht. Es geht darum, sich gegenüber anderen durchzusetzen.
Klar, möchte man sagen, ist doch normal. Vermutlich ist es das. Für manche. Immerhin fühlt es sich weit besser an, Recht zu haben, statt Recht zu geben. Genau so wie es sich besser an, Unrecht zu tun, als Unrecht zu leiden. Unabhängig davon, was richtig und was falsch ist. Daher folgt für mich daraus - man kann (nicht nur im Internet) das geschriebene Wort schnell missverstehen und kombiniert es mit dem Glauben, selbst die (einzig) richtige Meinung zu besitzen.
Auch hier fühle ich mich verpflichtet, Platon sinngemäß einzubringen. Er sagt nämlich, auch im Kontext zum geschriebenen Wort, dass es unabdingbar ist, um sich der Wahrheit anzunähern, kompromissbereit zu sein. Oder genauer: man muss Bereitschaft zeigen, sich umstimmen zu lassen.

Aufgrund dieser Angst, Missverständnisse zu erzeugen, ihnen zum Opfer zu fallen, werden beispielsweise Videos wie diese (aber auch ähnliche Inhalt) nur sehr selten "geliked", oder öffentlich angesprochen. Man könnte ja einen falschen Eindruck hinterlassen. Traurig, wie ich finde.



An dieser Stelle schlage ich auch die Brücke zum eigentlichen Thema. Nämlich den derzeitigen (anscheinend aber länger bestehenden) Zustand des Strong World. Keine Sorge, dieses Forum ist kein Ausnahmefall. Situationen wie diese erscheinen in nahezu jeder Community. Nur hier fiel es mir (mal wieder) auf.

Hauptsächlich geht es nämlich um voreilige Meinungsbildung. Es wird getratscht, man lästert hinter dem Rücken von Personen. Man zieht sie durch den Dreck, am besten sogar alles, was sie versuchen in diesem Forum zu erschaffen. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob mit einer positiven oder negativen Ambition an die Sache herangegangen wird.
Voller Unmut werden daraufhin Texte verfasst. Man beschwert sich über ein solches unsittliches Verhalten. Zurecht, wie ich meine. Die Antworten darauf fallen allerdings nur selten konstruktiv aus, sondern man bedient sich der unglaublich ausführlich gebildeten Meinung, wirft mit allerlei Unsinn um sich, nur um Recht zu behalten.
Dass man dabei von Beginn an etwas missverstanden, etwas falsch gelesen haben könnte, fällt natürlich niemandem auf. Immerhin ist man selbst fehlerfrei, nur die anderen - ja, die begehen am laufenden Band Fehler!

Erinnert das an etwas? Na, ich hoffe doch.


Mein Punkt ist einer, der an vielen Stellen der Geschichte oftmals gemacht wurde. Nämlich der Folgende: bevor man sich dazu hinreissen lässt, seiner eigenen Meinung den absoluten Vorrang zu geben, sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um sich nicht nur mit der vorliegenden Materie zu beschäftigen, sondern auch einen Schritt weiter gehen - nämlich sich mit der Meinung und den Ansichten derer befassen, die man vorschnell be- und verurteilt.
Einsicht zu zeigen, man sei nicht unfehlbar, ist in dieser Hinsicht der erste Schritt. Zuzugeben, nichts zu wissen, wovon man sich angeblich bereits ein vollständiges, korrektes Bild gemacht hat. Das schöne Sprichwort "Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung" kann kaum besser verwendet werden.

Beinahe noch wichtiger ist allerdings, von seiner eigenen Position Abstand zu nehmen. Genug Menschenverstand zu beweisen, um anderen, aber auch sich zu zeigen, dass man möglicherweise keine allwissende Entität ist. Soll heißen, die nötige Einsicht für eine eventuellen Umstimmung zu beweisen.
Statt also zu lästern wie das letzte Stück Brot, oder aber artig der Meinung anderer Schäfchen der Herde zu folgen, wäre es nicht nur gut, sondern auch richtig, sich mit beiden Seiten ähnlich intensiv zu beschäftigen. Um mehr zu sehen, mehr zu verstehen. Fehlschlüsse zu reduzieren. Den Mumm beweisen, Unrecht einzugestehen, vor anderen den Hut zu ziehen. Nicht leicht. Offenbar sogar so wahnsinnig schwierig, dass die meisten Menschen sich von einem solchen eigentlich logischen Prinzip verschließen und lieber auf ihrer Herdenmentalität beharren, statt ihren eigenen Kopf zu verwenden.


Moral der Geschichte: Lasst die Hetzerei sein. Urteilt nicht über Menschen wie es euch beliebt, ohne Augen und Ohren offen zu halten. Für beide Seiten, nicht nur eine. Seht euch nicht als den Mittelpunkt der Dinge, denn eure Meinungen sind weder die einzigen auf der Welt, noch die einzig richtigen. Tauscht euch aus, statt zu verurteilen. Hinterfragt was ihr lest und hört, statt voreilig ein Urteil zu fällen, das eine womöglich falsche Prämisse besitzt.

Meine Empfehlung ist daher so simpel, man sollte sie garnicht erwähnen müssen. Redet mit Leuten. Redet vor allen mit denen, die ihr kritisiert. Versucht zu verstehen, was sie wollen. Dadurch ergeben sich bessere Gespräche, vor allem aber auch handfeste Ergebnisse, statt Kleinkinderzankereien wie die über Zeitungsartikel die ohne bösen Willen verfasst wurden.

Schaltet den Kopf ein, egal wie schwierig es ist.







Zusatz zum Video: ich erwähnte, dass ich solche Videos "mag". Weil sie mir emotional nahe gehen. Hatte einen sehr ähnlichen Fall im engstmöglichen Bekanntenkreis. Deswegen sehe ich solche Videos. Ich sehe nicht gerne solche traurigen Schicksale, aber ich nehme etwas daraus für mich mit.
Unter anderem anhand der Formulierungen und Wortwahl, muss die junge Frau eine sehr humorvolle Person gewesen sein. Mit starker Bindung zu ihrer Familie, starken Emotionen. Aber auch der nötigen Prise Intelligenz, um wenigstens sich selbst zu sagen, dass Missverständnisse schlecht sind. Nicht zuletzt aber auch, dass das Leben zu kurz ist, um sich mit anderen in die Haare zu bekommen und Kontakte deswegen aufzugeben.
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Gast

Anonymous


Von Meinungsbildung, Starrsinn und Streitgesrächen _
BeitragThema: Re: Von Meinungsbildung, Starrsinn und Streitgesrächen   Von Meinungsbildung, Starrsinn und Streitgesrächen EmptyFr 17 Jan 2014, 17:24

Abgesehen davon, dass das schon oft genug gepredigt wurde und es die Leute nicht erreicht, sondern nur zu weiteren Diskussionen führt, liegt das Problem eher am momentanen Abenteuer, in dem sehr viel schief gelaufen ist, wodurch die Leute aneinander geraten sind. Warten wir ab, wie sich das Klima entwickelt, wenn alles vorbei ist.

Thread closed.
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